Category : Allgemein

Der richtige Sonnenschutz

Sonne satt

Jetzt heißt’s, raus ins Freie und den Sommer genießen. Dabei jedoch nicht den Sonnenschutz vergessen.  Vor allem für die kleinen neuen Erdenbürger gehört es zu den schönsten Erfahrungen, leicht bekleidet auf eine Wiese zu krabbeln, Insekten zu beobachten und Gänseblümchen zu pflücken.

Abwehrkräfte stärken

Das Spielen in der Natur stärkt die Abwehrkräfte. Zwei bis dreimal pro Woche sollten die Kleinen Gesicht, Hände und Arme für kurze Zeit – etwa die Hälfte der Zeit, in der es einen Sonnenbrand gäbe – ohne Sonnenschutz der Sonne ausgesetzt sein. Das beugt dem Vitamin-D-Mangel vor. Vitamin D ist insbesondere für den starken Knochenaufbau wichtig. Doch aufgepasst: Wenn es zu heiß wird, heißt das nicht, dass Sie Ihr Kind der prallen, manchmal auch im Frühjahr schon heißen Sonne aussetzen sollten. Im ersten Lebensjahr sollte das Kind nur im Schatten spielen. Auch dort gelangen noch genügend Sonnenstrahlen für die Vitamin-D-Bildung hin.

Dünne Haut der Kinder braucht Schutz

Kinder haben noch eine dünne Haut und keinen ausreichenden Eigenschutz gegen die gefährlichen UV-Strahlen. Der entwickelt sich erst über die Jahre.  Die richtige Kleidung  Der beste und wirksamste Schutz gegen die UV-Strahlung bietet eine sonnengerechte Kleidung. Dabei gilt: Kopf, Gesicht, Nacken und Ohren sind besonders empfindlich. Ihr Kind sollte immer einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch mit Schirm und Nackenschutz tragen. Der Stoff aus dem die Kopfbedeckung ist, sollte imprägniert sein, also Sonnenstrahlen nicht durchlassen.  Ihr Kind sollte luftige, nicht zu enge Kleidung tragen, die möglichst viel vom Körper bedeckt. Ideal sind langärmelige Hemden oder T-Shirts und weit geschnittene, möglichst lange Hosen.

Nicht alle Stoffe sind sonnendicht. Mittlerweile gibt es T-Shirts, Hemden und Hosen, deren Stoffe durch besondere Webtechniken oder Imprägnierungen einen besonderen UV-Schutz bieten. Diese sollten dem „UV-Standard 801“ entsprechen und der UV-Schutzfaktor (UPF) sollte mindestens 30 betragen.  Beim Plantschen oder Schwimmen werden Schultern und Rücken am besten durch ein T-Shirt geschützt. Der Stoff sollte möglichst mit einem UV-Schutzfaktor ausgestattet sein. Schuhe sollten den Fuß – auch Ferse und Fußrücken – weitgehend bedecken.

Sonnenschutzmittel reichlich auftragen

Ist Ihr Kind wie oben beschrieben angezogen, sind nur noch wenige Stellen der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Hände, Gesicht, Nacken und Fußrücken sollten eine halbe Stunde vor dem Verlassen des Hauses eingecremt werden. Das Eincremen sollte häufig wiederholt werden. Verwenden Sie nur speziell für Kinder geeignete Produkte mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 (siehe auch Info-Kasten). Wenn die Kleinen mit Wasser spielen oder am Wasser sind, sollte ein wasserfestes Produkt genommen werden. Cremes und Lotionen trockenen die empfindliche Kinderhaut weniger aus als etwa Gele.

Auch an die Augen denken

Augen reagieren stark auf Sonnenlicht und UV-Strahlen. Eine extreme UV-B-Belastung, zum Beispiel bei längeren Aufenthalten im Hochgebirge, kann zu schmerzhaften Entzündungen der Horn- und Bindehaut führen.  Achten Sie deshalb darauf, dass die Augen Ihres Kindes insbesondere im Gebirge oder an der See durch eine entsprechende Kopfbedeckung mit Sonnenschirm oder durch eine Sonnenbrille mit UV-Filter geschützt sind.

Was ist eine Sonnenallergie?

Sie ist in aller Munde und hat in Wahrheit nichts mit einer allergischen Reaktion zu tun. Ärzte vermuten, dass die Hautveränderungen bei einer Sonnenallergie durch die Freisetzung bestimmter Stoffe in der Haut verursacht werden. Auslöser hierfür sind zum größten Teil UV-A-Strahlen. Unterschieden werden folgende drei Typen der Sonnenallergie:  Polymorphe Lichtdermatose: Sie tritt häufig auch bei Kindern und jungen Erwachsenen auf. Mit einer gewissen Gewöhnung an die Sonne, verschwinden die Symptome meist wieder. Leider kehren sie auch in regelmäßigen Abständen wieder zurück.  Mallorca-Akne: Sie betrifft meist junge Erwachsene mit der Neigung zu fettiger Haut und Akne. Sie entsteht durch eine Reaktion der Haut auf bestimmte Stoffe in Sonnenschutzcremes und Körperpflegemitteln in Verbindung mit der UV-Bestrahlung. Meist verschwinden die Hautveränderungen, wenn die Betroffenen ihre Hautstellen nicht mehr der Sonneneinstrahlung aussetzen.  Photoallergische Reaktionen: Sie entstehen, wenn bestimmte Medikamente oder der Kontakt mit bestimmten Pflanzen zusammen mit der Sonnenbestrahlung zu allergischen Hautveränderungen führen.

Definition Lichtschutzfaktor

Die Höhe des Lichtschutz- oder Sonnenschutzfaktors gibt an, um wie viele Male sich jemand mit dem betreffenden Sonnenschutzmittel – je nach individuellem Hauttyp – länger in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Ein sonnenempfindlicher Hauttyp, der schon nach zehn Minuten einen Sonnenbrand bekommen würde, kann sich mit einem Lichtschutzfaktor 15 theoretisch 15-mal länger, also zweieinhalb Stunden, ohne negative Auswirkungen in der Sonne aufhalten. Das ist die Theorie: Die entsprechenden Tests fanden unter Laborbedingungen statt. In der Praxis empfehlen Hautärzte, von vornherein Sonnenschutzmittel mit höheren Lichtschutzfaktoren zu verwenden und nur 60 Prozent der errechneten Zeit auszuschöpfen.

Geistige und körperliche Entwicklung

Bewegung fördert die gesamte Entwicklung

Bewegung liegt dem Baby von Anfang an im Blut. Sie ist Voraussetzung für seine körperliche und geistige Entwicklung. Unterstützen Sie die angeborene Bewegungsfreude ihres Nachwuchses! Es ist ganz einfach und macht allen Spaß.

DAS ERSTE JAHR PRÄGT UNSER GANZES LEBEN

Sind Kinder musikalisch? Nicht alle in gleicher Ausprägung, das ist klar. Nicht jedes Kind entwickelt sich zum Geigenvirtuosen oder hat das Talent zum Rockstar. Tatsache ist aber, dass das Baby schon im Mutterleib Töne und Melodien wahrnimmt, auf diese mit deutlichen Bewegungen reagiert und nach seiner Geburt offensichtlich auch wiedererkennt. So wie ihm Mamas und Papas Stimme von Anfang an vertraut sind und auch das Bellen des Hundes – sofern Sie einen haben. Babys nehmen Geräusche, Töne und Melodien schon sehr früh im Mutterleib wahr. Und das Gefühl für Rhythmen und Musik hilft ihm bei der Entwicklung seiner motorischen Fähigkeiten im Säuglings- und Kleinkindalter.

Rhythmus liegt uns im Blut

Renate Zimmer, Professorin für Sport- und Bewegungswissenschaft an der Universität Osnabrück, beschäftigt sich seit langem mit dem Thema. Ihre klare Aussage: „Rhythmus bestimmt von Anfang an unser Leben. Zentrale Fähigkeiten wie die Raum-Lage-Wahrnehmung, das Gleichgewichtsempfinden und die Körperwahrnehmung werden erst in Bewegung angeregt und ausgeprägt.“ Bewegung ist also eine zentrale Voraussetzung für Entwicklung.

Bewegungsprogramm

Eltern können die Entwicklung ihres Babys fördern, indem sie seine angeborene Bewegungsfreude durch altersgerechte Animation unterstützen und fördern. Sobald die Kleinen dazu in der Lage sind, strampeln sie mit Ärmchen und Beinen, bewegen ihr Köpfchen und klatschen in die kleinen Händchen. Klatschen Sie also ruhig selbst rhythmisch in die Hände und machen Sie lebhafte Kopfbewegungen. Babys freuen sich über das Bewegungsprogramm, das ihnen geboten wird und setzen alles daran, den Spaß selbst mitzumachen. Wenn die Kleinen sitzen können, kann man dem Nachwuchs durch Bewegungsspiele wie Wippen und Hoppe-Hoppe-Reiter viel Spaß bereiten. Nehmen Sie Ihr Baby auf den Arm und tanzen Sie zur Musik. Das Baby genießt sowohl die Musik wie auch die Bewegungen.

Motorische Fähigkeiten

Die Bewegungen zu Musik machen den Kleinen nicht nur jede Menge Spaß, sondern fördern auf ganz spielerische Art auch ihr Körpergefühl. Rhythmische Bewegungen sind ein wichtiger Baustein für die Entwicklung seiner motorischen Fähigkeiten und eine Voraussetzung für die Koordinierung seiner Körperbewegungen

Was Kinder noch stark bewegt und stark macht für sein Leben?

Die Liebe und das Vertrauen seiner Eltern. Sie sind am Anfang des Lebens die wichtigste Basis für seine emotionale Entwicklung und geben ihm den nötigen Rückhalt für das ganze Leben. Im Laufe seiner Entwicklungsfortschritte sind Stürze und kleine Blessuren unvermeidlich. Haben Sie keine Angst, dass ihr kleiner Schatz sich verletzt, nehmen Sie ihm nicht den Mut, sich und seine Möglichkeiten auszuloten – auch wenn es mal wehtut. Wenn das Baby weiß, dass Mama und Papa helfend und tröstend zur Stelle sind, traut es sich trotz der kleinen Rückschläge immer mehr zu. Von 100 Versuchen, sich am Tischbein hochzuziehen, gehen garantiert 99 schief.

Du schaffst das

Aber Ihr Kind wächst mit und an den Herausforderungen, die das Leben bereithält. Es möchte wachsen, damit es irgendwann auf seinen eigenen Beinen stehen kann. Geben Sie ihm die Unterstützung, die es braucht. Zeigen Sie ihm: Du kannst das schaffen – auch wenn du immer wieder auf den Hosenboden fällst! Lass dich nicht entmutigen – auch wenn es mal wehtut! Trau dich – auch wenn es unmöglich erscheint! Wir sind da und fangen dich auf – wann immer du uns brauchst! Denn wir lieben dich und wir trauen dir zu, dass du deinen Weg gehen wirst!

So geht Ihr Kind seinen Weg

Übervorsichtige, ängstliche Eltern möchten ihr Kind vor jedem Schmerz und jedem Rückschlag bewahren. Damit tun sie ihrem Nachwuchs aber keinen Gefallen. Erst die Übung macht den Meister. Rückschläge machen schlau und stark!

Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Nachwuchs. Sie müssen weder sich selbst noch Ihr Baby unter Termindruck setzen, damit es in den Genuss aller denkbaren Frühförderungskurse kommt.

Legen Sie eine CD ein, nehmen Sie Ihr Baby auf den Arm – später kann es sich auch schon alleine zum Rhythmus der Musik bewegen – und tanzen Sie durch die eigenen vier Wände! Es ist ganz einfach, die angeborene Bewegungsfreude zu fördern. Und wetten, dass Ihnen die Verbindung von Musik und Tanz auch guttut?

Musik kommt schon vor der Geburt beim Baby an. Ihr Kind registriert schon in der Schwangerschaft, welche Töne Mama besonders gerne mag. Und es entwickelt seinen eigenen Geschmack. Testen Sie es. Ruhige Melodien beruhigen das Baby, Technomusik regt an. Da macht es auch Sinn, dem Baby im Mutterleib immer wieder eine Beruhigungsmelodie vorzuspielen, die in unruhigen Situationen später beruhigend wirkt.

Bewegung bringt Bewegung ins Gehirn

Ergebnisse der Hirnforschung haben gezeigt, dass bewegte Kinder auch geistig beweglicher sind. Bewegung macht es möglich, dass der Nachwuchs seine Motorik zu koordinieren lernt. Im Gehirn passiert etwas ganz ähnliches. Hier müssen sich Milliarden Zellen miteinander vernetzen, damit das Gehirn seine Aufgaben und Funktionen richtig wahrnehmen kann. Für die Bildung dieser Synapsen ist Bewegung das beste Training.

Kinder sicher aufwachsen lassen

Sicherheit für die Kleinen

Über 80 Prozent der Unfälle von Säuglingen und Kleinkindern bis zum zweiten Lebensjahr passieren in den eigenen vier Wänden. Im Gegensatz dazu schätzen Eltern die Sicherheit zuhause sehr hoch ein und vermuten, dass die Gefahren eher im Straßenverkehr lauern. Grund genug für die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. und ihren Kooperationspartner Ariel, sich gemeinsam für mehr Sicherheit in der eigenen Wohnung einzusetzen.

Typische Unfälle

„Als Kinderchirurgin behandle ich jeden Tag Kinder mit Unfallverletzungen, die häufig schwerwiegende körperliche, psychische und soziale Folgen haben. Typische Unfälle zu Hause sind Stürze, Verbrühungen, Ersticken, Ertrinken, Verbrennungen und Vergiftungen. Unfälle sind kein Zufall. Sie lassen sich durch vorausschauendes Denken vermeiden. Das Wissen über Unfallgefahren, Verhaltenshinweise und die Gestaltung einer kindersicheren Umgebung helfen Unfälle zu verhindern!“, sagt Stefanie Märzheuser, Präsidentin der BAG.Das Motto „Ich sehe was, was du nicht siehst…“ soll dazu anregen, das eigene Zuhause aus der Sicht eines Kindes zu betrachten. „Wir empfehlen Eltern von Krabbelkindern, sich auf allen Vieren durch die eigenen vier Wände zu bewegen. Wenn Eltern die Perspektive der Kleinsten einnehmen, werden sie auf Unfallrisiken aufmerksam, die ihnen sonst verborgen bleiben und die beseitigt werden können.“, so Stefanie Märzheuser.

Wertvolle Tipps

Um besonders junge Familien für dieses wichtige Thema weiter zu sensibilisieren und Hilfestellung zu geben, stellt die BAG ergänzendes Infomaterial zur Verfügung. Dabei bietet der Flyer „Ich sehe was, was du nicht siehst… – Kinderunfälle zu Hause vermeiden.“ wertvolle Tipps und Handlungshinweise, um Kinderunfälle zu Hause zu verhindern. Die Marke Ariel aus dem Haus Procter & Gamble unterstützt die BAG darin, das Informationsmaterial Kinder- und Jugendarztpraxen, Hebammen und in der Kindertagespflege kostenfrei zur Verfügung zu stellen. „Seit mehreren Jahren arbeiten wir mit der BAG erfolgreich zusammen, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen, die Unfallgefahren von Kindern in der eigenen Wohnung deutlich zu senken. Gerne realisieren wir gemeinsam mit der BAG noch in diesem Jahr eine breit angelegte Versandaktion des Informationsflyers an Arztpraxen, Hebammen und Tagespflegepersonen. Denn hier werden direkt Familien und Personen angesprochen, die im Umgang und der Erziehung mit Kindern tätig sind.“, sagt Melanie Fischer, Markenkommunikation Ariel bei Procter & Gamble.

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Zur BAG
Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. ist das nationale Fachnetzwerk zur Verhütung von Kinderunfällen. Der gemeinnützige Verein verfolgt das Ziel, die hohe Zahl von unfallbedingten Verletzungen in Deutschland zu reduzieren. Weitere Informationen zur BAG finden Sie unter www.kindersicherheit.de
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Zum Kindersicherheitstag
Der Kindersicherheitstag findet jährlich am 10. Juni statt. Er richtet sich an Multiplikatoren, an Eltern und Kinder mit dem Ziel, das Bewusstsein für Unfallgefahren zu wecken. Weitere Informationen zum Kindersicherheitstag, ergänzende Daten und Fakten sowie Präventionshinweise finden Sie unter
www.kindersicherheit.de/kindersicherheitstag/kindersicherheitstag-2018

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Wie ein Baby zur Firmengründung inspirierte

Niemand vergisst diesen Moment, zum ersten Mal das eigene Kind in den Armen zu

halten. Diese Wärme, diese weiche Haut und dieser unvergleichliche Duft. „Ich musste die ganze Zeit

an ihrem Köpfchen riechen“, erinnert sich Michaela Hagemann an die Tage nach der Geburt ihrer ersten

Tochter im Frühling 2014. „So ein Baby verändert einfach alles.“ Und tatsächlich stellte die Kleine das

Leben ihrer Mutter gehörig auf den Kopf – privat, aber auch beruflich. Denn schon Mitte 2015 gründete

die Ärztin das babyoelprojekt, kurz das boep (www.dasboep.de) – eine Naturkosmetiklinie für die ganze

Familie, die nicht nur toll aussieht, sondern auch noch wunderbar dezent duftet.

Wie auch andere erfolgreiche Start-ups entstand das boep aus einer persönlichen Erfahrung. „Ich fand

für meine Tochter einfach keine Pflegeserie, mit der ich zu 100 Prozent zufrieden war“, so die

Mainzerin. „Einerseits waren mir die Inhaltsstoffe enorm wichtig, da im Babyalter bereits der Grundstein

für eine gesunde Entwicklung der Haut gelegt wird, andererseits fand ich den Geruch der üblichen

Babypflege zu penetrant und wollte nicht, dass meine Tochter wie ein Kräutertee riecht.“ Vom oftmals

recht altmodischen Design ganz abgesehen. „Ich wollte eine hochwertige Naturkosmetik, ohne dabei

auf einen guten Duft oder ein modernes Design verzichten zu müssen.“ Eine kleine inoffizielle

Befragung unter befreundeten Müttern ergab, dass sie mit diesem Wunsch nicht alleine war. Also nahm

Michaela Hagemann ihren ganzen Mut zusammen und ging das babyoelprojekt an. Manche Freundin

hielt sie ein wenig für verrückt, hatte sie doch einen guten Beruf und zudem nun die Verantwortung für

eine Familie.

„Aber manchmal kommt es eben anders als gedacht“, so die 28-Jährige. „Noch vor drei Jahren hätte ich

nie geglaubt, da zu sein, wo ich jetzt stehe.“ Und da steht es sich ziemlich gut! Keine zwei Jahre nach

Gründung gibt es das boep nicht nur via Webshop und in Concept Stores sowie Kinderboutiquen,

sondern auch in 33 basic-, 60 Budnikowsky- und 1.100 dm-Märkten deutschlandweit. Michaela

Hagemann hat zudem seither quasi nebenbei noch eine zweite Tochter bekommen und promoviert. Den

„Dr.“ lässt sie aber meist ganz bescheiden unter den Tisch fallen. „Am Ende bin ich auch nur eine

Mama, die das Beste für ihre Kinder will und gleichzeitig versucht, sie selbst zu sein“, sagt sie.

„Manchmal ist das echt hart. Irgendwo fehlt immer etwas Zeit: entweder für das Kind oder den Mann

oder das Unternehmen oder einen selbst – oder im schlimmsten Falle für alles.“ In solchen Momenten

denkt sie daran zurück, was ihre Inspiration war und versteht, dass sie das alles ja eben genau wegen

ihrer Familie macht. Und dank der Unterstützung ihrer Familie und einer gehörigen Portion Mama-

Effektivität hat sie aus einer Idee eine Marke gemacht, der auch viele andere Familien voll vertrauen.

„Ich bin immer sowohl stolz als auch gerührt, wenn mir Mütter Mails schreiben und berichten, dass

unsere Creme endlich gegen die trockene Haut ihres Sprösslings hilft, oder wenn Bloggerinnen unsere

Lotion in den höchsten Tönen loben. Das ist mir wichtiger als jede Zahl in der Bilanz.“

Aber mal ganz ehrlich: Mit zwei kleinen Kindern in ein völlig neues Metier wechseln – hat man da nicht

auch Angst, dass es schiefgeht? „Vermutlich war es auch hilfreich, dass ich nicht nur mit viel Mut,

sondern auch mit einer gewissen Naivität an die Sache herangegangen bin.“ All die kleinen Hürden der

letzten Jahre seien zwar überwindbar gewesen, aber hätten sie vorher womöglich doch abgeschreckt.

Hinzukommt, dass das boep komplett aus eigenen Mitteln finanziert ist. Die Produkte mussten also von

Anfang an überzeugen. Top oder Flop. Das macht am Ende stolz, sorgt aber auch für eine Menge

Druck.

Hagemanns bestes Mittel, um vom Alltag abzuschalten, ist das abendliche Pflegeritual mit ihren

Töchtern. Kein Handy, keine Termine, keine Pflichten – nur die Familie. „Ich liebe diese Innigkeit und die

völlige Konzentration auf meine beiden wunderbaren Mädchen. Ich bin mir sicher, dass das unsere

Bindung extrem festigt und die Mädchen sich dieses Gefühl der Geborgenheit unterbewusst stark

einprägen – auch wenn ich ihnen eines Tages nicht mehr die Wangen eincremen darf oder kann.“ Klar,

dass dabei nur das boep zum Einsatz kommt. Und auch aus dem Erwachsenenbad sind die Produkte

nicht mehr wegzudenken: Papa benutzt nur noch das Shampoo der Marke und Mama schwört auf die

Lotion. In jedem neuen Produkt steckt also auch ein bisschen das Leben der Hagemanns. „Für die

meisten ist es wahrscheinlich nur eine Cremetube, aber wenn ich mir unsere Produkte ansehe, dann

denke ich an meine Familie und daran, wie sehr sie mich erfüllt.“

 

Über das Unternehmen

Unter dem Motto „Babys haben tolle Haut und die sollen sie auch behalten“ bietet das Unternehmen mit Sitz in

München eine natürliche Pflegeserie für Babys und Kleinkinder an, die so gut ist, dass sie meist gleich von der

ganzen Familie genutzt wird. Alle Produkte sind frei von Mineralölen, Parabenen, Silikonen, Paraffinen, PEGs und

synthetischen Duftstoffen. Zudem sind sie dermatologisch getestet und nach den strengen Richtlinien für

Naturkosmetik zertifiziert. Entwickelt wurde das boep (www.dasboep.de) – kurz für das babyoelprojekt –

gemeinsam mit einem renommierten Naturkosmetikhersteller aus dem Allgäu, wo die Cremes, Öle und Lotionen

auch heute noch produziert und abgefüllt werden. Das Sortiment umfasst von der Wundcreme über Pflegeöl bis

zum Schaumbad alles, was junge Familien brauchen. Zudem gibt es im Onlineshop tolle Geschenksets wie „baby

im schwimmbad“, „babys massagekurs“ oder „babys erste wochen“ mit hochwertigen Textilien aus Biobaumwolle.

Alle Produkte sind vegan und die Verpackung ist umweltfreundlich. Das schlichte Design in zarten Pastelltönen

beugt Verwechslungen vor und sieht nicht nur am Wickeltisch, sondern auch im elterlichen Bad puristisch und fresh

aus.

Hebammen - Ausbildung in den Entwicklungsländern

Für einen gesunden Start ins Leben – die farfalla Hebammen-Hilfe

In vielen Entwicklungsländern stirbt noch immer fast eine von hundert Frauen bei der Geburt, mit ihr oft das Baby. So ist in der Sahelzone im Vergleich zu Europa das Risiko für Müttersterblichkeit 100 mal höher. Der Grund: Es gibt zu wenige Hebammen. Genau hier setzt die farfalla-Hebammenhilfe an: Das Hebammenstipendium in Äthiopien.

Mangelnde medizinische Versorgung

Vielfältiges soziales Engagement hat schon immer zu farfalla gehört. Das jüngste Projekt des Schweizer Unternehmens lenkt die Aufmerksamkeit auf fehlende Hebammen und macht begreifbar, was abstrakte Zahlen belegen: In vielen ärmeren Ländern stirbt noch immer fast jede hundertste Frau aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung bei der Geburt. Geschwisterkinder bleiben allein zurück und häufig überlebt auch das Baby nicht.

Gute Lösungen können retten

Vor allem in ländlichen Gebieten gibt es keine vorgeburtlichen Kontrollen und die Mütter gebären ohne medizinische Unterstützung. Auch ein aktueller Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) weist auf die Bedeutung ausgebildeter Hebammen hin, die einen Großteil der Todesfälle vermeiden könnten. „Wir wissen, dass wir die meisten dieser Babys durch erschwingliche und gute Lösungen retten können“, so Unicef-Direktorin Henrietta Fore.

Gesunder Start ins Leben

Eine ausgebildete Hebamme kann Schwangerschaften von Anfang an begleiten, Komplikationen früh erkennen und mit professioneller Betreuung während und nach der Geburt die Überlebenschancen von Mutter und Kind massiv erhöhen. Das Projekt ist auf 20 Jahre ausgelegt. So finanziert farfalla die Ausbildung einer ganzen Generation Hebammen, die später vielen Müttern und ihren Babys zur Seite stehen. Eine erste Frau absolviert zurzeit in Äthiopien einen Bachelor Lehrgang und wird zur diplomierten Geburtshelferin ausgebildet. Ziel ist, Babys überall auf der Welt einen gesunden Start ins Leben zu ermöglichen.

Professionelle Begleitung

In Europa haben wir durch professionelle Begleitung während der Schwangerschaft die Müttersterblichkeit massiv reduziert. Durch die aktuelle Flüchtlingskrise bleibt jedoch auch hierzulande einiges auf der Strecke, was eigentlich als gesichert gilt. Damit auch schwangere Flüchtlingsfrauen nicht vergessen werden, hat farfalla schon das nächste Projekt geplant. Es sollen Hebammen unterstützt werden, die in Flüchtlingslagern helfen, Kinder zur Welt zu bringen.

Mit jedem verkauften farfalla-Produkt werden Hilfsprojekte unterstützt www.farfalla.ch

Leichte Kniebeuge in der Schwangerschaft

#1 – Leichte Kniebeuge

Leichte Kniebeugen können Deinem Körper dabei helfen, die Bein- und Gesäßmuskulatur gezielt zu stärken, um das Gewicht des Kindes im Mutterleib, das nun zusätzlich auf den Beinen lastet, zu stemmen.

Achtung! Vorsicht ist angesagt. Die Kniebeugen sollten nie zu tief ausgeführt werden (kein 90° Winkel in den Beinen!), da das Risiko einer Muskelzerrung im Beckenbereich besteht.

Anleitung

Du stellst Dich zu Beginn der Übung etwa hüftbreit in einen aufrechten Stand hin. Die Beine sind nicht ganz durchgestreckt, sondern leicht gebeugt. Dein Rücken befindet sich in einem leichten Hohlkreuz.

Nun atmest Du aus und gehst dabei in die Kniebeuge, indem Du Dein Gesäß in Richtung der Fersen absenkst. Der Oberkörper ist leicht nach vorne gebeugt. Wichtig ist, dass die Knie nicht über die Fußspitzen hinausragen. Wenn Du Dich aufrichtest, atmest Du wieder ein.

Wiederholungsschema: 10 – 12 Wiederholungen

Bitte beachte…

Das Durchführen von Übungen während der Schwangerschaft ist nicht verboten. Im Gegenteil: Eine Geburt ist eine große Herausforderung für den Körper. Gerade in der Schwangerschaft ist es daher wichtig, den Körper zu stärken und beweglich zu halten. Schwangere sollten versuchen, ab dem positiven Schwangerschaftstest nicht zur Couchpotato zu werden. Du siehst, Sport für Schwangere – das passt nicht nur zusammen, sondern ist auch wichtig für den Körper!

Aus diesem Grund haben wir Dir einige einfache Übungen für Schwangere in Form eines Trainingsplans zusammengestellt, die Du in Deinen Alltag mit Baby im Bauch integrieren kannst.

Frag Deinen Arzt, wenn…

Eine Schwangerschaft ist für Deinen Körper (und für Dich natürlich) etwas Besonderes. Der Wohlfühlfaktor steht während der Übungen deshalb an erster Stelle. Solltest Du Schmerzen haben oder sollte Dir schwindelig sein, bitte die Übung sofort abbrechen und am besten einen Arzt aufzusuchen. Bei komplizierten Schwangerschaften oder gesundheitlichen Problemen, sollten Schwangere stets Rücksprache mit einem Arzt halten, um zu erfahren welche Übungen während der Schwangerschaft in Frage kommen.

Hör auf Deinen Körper…

Sport für Schwangere ist zwar kein Tabu mehr. Aber während der Schwangerschaft ist der Körper der Chef. Du solltest daher unbedingt auf Deinen Körper hören – er weiß, was gut für Dich ist: Ruhe, Entspannung, eine ausgewogene Ernährung und Bewegung.

Mehr Übungen findest Du beispielsweise auf www.doyoursports.de
oder auch bei youtube

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schwangere junge Frau leidet unter Heuschnupfen

Heuschnupfen: Mythos und Wahrheit

Wenn in diesen Tagen die meisten Menschen auf Sonnenschein und steigende Temperaturen hoffen, warten andere auf Regen und das baldige Ende des Frühlings. Für viele Allergiker beginnt die unangenehme Heuschnupfen Zeit. Die AOK Sachsen-Anhalt erklärt einige Allergie-Mythen und gibt Tipps, wie Allergiker die kommenden Wochen gut überstehen.

So wenige Medikamente wie möglich einnehmen

Medikamente können Allergien nicht heilen. Antihistaminika wie Loratadin und Cetirizin lindern allerdings allergische Symptome wie Schnupfen, Niesen und juckende Augen und sollten deshalb eingenommen werden. Manchmal machen diese Mittel schläfrig. Wer solche Nebenwirkungen spürt, kann die Medikamente auch abends einnehmen. Bei schwereren Symptomen, zum Beispiel zunehmende Luftnot, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Denn mit der Zeit kann es zum sogenannten Etagenwechsel kommen. Die Beschwerden wandern von den oberen Atemwegen in die Lunge und können dort zu chronischer Bronchitis oder Asthma führen.

Frische Luft hilft

Falsch. Allergiker sollten das Allergen soweit wie möglich meiden. Während der Pollenflugsaison halten sie sich deshalb nicht länger als nötig an der frischen Luft auf und die Fenster geschlossen, auch wenn draußen der Frühling lockt. Aufgrund des schwächeren Pollenflugs sollte bevorzugt morgens und abends gelüftet werden. Pollenschutzgitter vor dem Fenster bieten zusätzlichen Schutz. Duschen und Haarewaschen vor dem Zubettgehen sowie häufigerer Kleidungswechsel schützen davor, Pollen in Wohn- und Schlafzimmer zu tragen. Erholsam kann ein Ausflug oder kurzer Urlaub in den Bergen oder am Meer sein. Der Pollenflug ist dort meist schwächer oder tritt erst verspätet ein. In Sachsen-Anhalt ist der Harz selbst während der Allergie-Hochsaison fast pollenfrei.

Vitamin C gegen Heuschnupfen

Vereinzelte Studien weisen darauf hin, dass Vitamin C  Heuschnupfen-Symptome verringern kann. Aber egal ob Allergiker oder nicht – Vitamin C ist für den Erhalt der Gesundheit unerlässlich. Unser Körper kann allerdings nicht unbegrenzt Vitamin C aufnehmen. Kiwi, Paprika, Zitrone und andere Vitamin-Versorger sollten wir  deswegen gleichmäßig über den Tag verteilt zu uns nehmen.

Regen lindert die Beschwerden

Im Frühling, wenn die Baumpollen unterwegs sind, bindet stärkerer Regen die Plagegeister und lässt sie auf den Boden fallen. Nach dem Regen sinkt die Belastung durch Birke und Co. merklich. Nach einem Schauer bietet sich also eine gute Gelegenheit für einen Spaziergang. Anders ist es bei Gräsern. Ein starker Regen kann deren Samenstände erst richtig aufplatzen lassen, so dass sie ihre Pollen freigeben.

Als Erwachsener bekommt man keine Allergie mehr

Heuschnupfen kann leider jeden treffen und tritt unabhängig vom Alter auf. Viele Menschen können auch jenseits der 50 Jahre noch Pech haben, und an einer Pollenallergie erkranken. Die meisten Neuerkrankungen treten allerdings im Kindes- und Jugendalter auf.

Heuschnupfen kann spontan verschwinden

Die gute Nachricht zum Schluss: Spontane Heilung bei Allergien ist möglich. Beim Heuschnupfen ist sie allerdings sehr selten. Die Ursachen für das plötzliche Verschwinden sind aber noch weitgehend unbekannt.

Unter www.aok.de/heuschnupfen gibt die Gesundheitskasse weitere Tipps für Allergiker.

Sodbrennen in der Schwangerschaft

Wenn der Magen grummelt

Sodbrennen oder Magendrücken in der Schwangerschaft plagen jede zweite Frau. Was Sie dagegen tun können.

Jeder Tag ist anders – die Schwangerschaft genießen die meisten Frauen als eine ganz besondere Zeit in ihrem Leben. Doch die eine oder andere unangenehme Begleiterscheinung gibt es meistens doch – so leidet etwa jede zweite Schwangere unter Sodbrennen: Das Druckgefühl und saure Aufstoßen verleiden die Mahlzeiten, rauben oftmals auch den Schlaf und haben Auswirkungen auf das Allgemeinbefinden und nicht selten auch auf die Verdauung.

Hormone tragen dazu bei

Solche Beschwerden plagen die meisten vor allem in den letzten Monaten der Schwangerschaft. Denn vor allem, wenn das Baby im Bauch zunehmend mehr Platz einnimmt, drückt es auf den Magen, woraufhin der Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließen kann. Auch die Hormone tragen dazu bei: Sie lockern sämtliche Gewebe der Mutter auf und bereiten den Körper auf das Wachstum des Babys und die Geburt vor.

Aufsteigen der Magensäure

Auch der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre wird weicher und schließt schlechter – so wird das Aufsteigen der Magensäure in die Speiseröhre begünstigt. Die hormonelle Umstellung beginnt mit dem Tag der Befruchtung. Bei manchen Frauen schießen die Hormone gleich zu Beginn stark in die Höhe, sodass sie schon in der Frühschwangerschaft mit Sodbrennen zu kämpfen haben.

Ob die ganze Schwangerschaft hindurch oder nur in den letzten Wochen: Sodbrennen ist lästig und kann aufgrund der Schmerzen einen erholsamen Schlaf unmöglich machen. Aushalten müssen Sie die Beschwerden aber nicht. Mit einigen Tricks können Sie das Sodbrennen stoppen.

Das hilft gegen Sodbrennen

Vor allem mit der Ernährung können Sie Ihr Sodbrennen beeinflussen: Manche Lebensmittel sind als Auslöser für Sodbrennen bekannt, andere für ihre lindernde Wirkung. Meiden Sie scharfe Gewürze, fettreiche Speisen, Zwiebeln, Schokolade, Hefegebäck, Tomatensaft, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke.

Nur kleine Mahlzeiten

Bevorzugen Sie hingegen Kamillen-, Malven- oder Eibischtee, stilles Wasser, Breie (zum Beispiel Kartoffelbrei oder Grießbrei), langsam zerkaute Mandeln. Und nehmen Sie nur kleine Mahlzeiten, verteilt über den Tag, zu sich. In den letzten zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen sollten Sie nichts mehr essen.

Zwischen den Mahlzeiten trinken

Versuchen Sie außerdem, während des Essens möglichst wenig zu trinken, um Ihren Magensaft nicht zu stark zu verdünnen. Denn dann produziert der Magen zum Ausgleich noch mehr Säure. Besser ist es, wenn Sie zwischen den Mahlzeiten trinken.

Sanfte Mittel

Doch je nach Schweregrad des Sodbrennens sollten Sie mit Ihrem Gynäkologen darüber sprechen. Es gibt sanfte Mittel wie Rennie von Bayer oder Riopan Magengel, die auch während der Schwangerschaft genommen werden können. Die Mittel wirken ähnlich.

So vereint Rennie die Wirkstoffe Kalzium- und Magnesiumcarbonat. Diese beiden Verbindungen kommen auch in der Natur vor. Sie neutralisieren die überschüssige Magensäure und wandeln sie in Wasser und andere natürliche Substanzen um. Dadurch, dass Kalzium- und Magnesiumcarbonat direkt mit der Magensäure eine chemische Reaktion eingehen, bleibt ihre Wirkung lokal nur auf den Magen beschränkt.

Dennoch, sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt.

Tipps gegen Sodbrennen 

Schlafen Sie mit erhöhtem Oberkörper. Wichtig: Der gesamte Oberkörper sollte um circa 15 Prozent hochgelagert werden. Das erreichen Sie, wenn Sie ein Keilkissen oder mehrere feste Kissen übereinander unter Ihren Oberkörper legen. _

Schlafen Sie auf der linken Seite, denn auf der rechten Seite wird der Mageninhalt eher hochgedrückt, da der obere Teil des Magens in dieser Position oberhalb der Speiseröhre liegt. _

Manch Schwangere hat mit Akupunktur oder Akupressur eine Linderung der Beschwerden erfahren.

Sorgen Sie für Entspannung. Stress begünstigt Sodbrennen und sollte gezielt vermieden werden. Beispielsweise durch Schwangerschaftsyoga – spezielle Kurse werden mittlerweile überall angeboten – oder Spaziergänge in der Natur können Sie Anspannungen abbauen.

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Hausmittel gegen Durchfall: Was wirklich hilft!

Zwieback, viel trinken und Obst – vermutlich kennt jeder die elterlichen Tipps bei Durchfall. Welche dieser Hausmittel tatsächlich helfen und von welchen man lieber die Finger lässt, erklärt Prof. (Univ. Chisinau) Dr. Dr. Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe von der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover und Vorsitzender des Berufsverbands Qualifizierter Medizinischer Sachverständiger Deutschlands.

Vorsicht bei Salzstangen, Cola und Zwieback

Immer noch glauben sehr viele, dass Salzstangen und Cola besonders gut geeignet seien, um den beim Durchfall entstandenen Mineralverlust auszugleichen. Und tatsächlich: Kurzfristig tritt durch den Softdrink ein gesteigertes Wohlbefinden ein. Denn bei entsprechenden Verdauungsproblemen führt der Flüssigkeitsverlust zu niedrigem Blutdruck, den Cola temporär wieder erhöht. Doch das gute Gefühl hält nicht lange an, durch das koffeinhaltige Getränk steigert sich die Darmtätigkeit noch zusätzlich. Außerdem führt der viele Zucker oftmals zu einer vermehrten Wasserausscheidung über die Nieren und dadurch zum Ausspülen der bei flüssigem Stuhl besonders wichtigen Elektrolyte wie Kalium und Natrium. Letzteres ist zwar in Salzstangen enthalten, diese führen dem Körper allerdings keinerlei andere wichtige Nährstoffe zu. Zwieback dagegen hilft aufgrund des Gehalts von Einfachzuckern eher, den Nährstoffverlust auszugleichen. Menschen mit bekannten Unverträglichkeiten sollten aber Vorsicht walten lassen. „Bestimmte Getreidesorten reizen den Darm und der übermäßige Konsum der Ballaststoffe im Teig führt ebenfalls oft zu Durchfallschüben“, erklärt der Experte.

Was wirklich hilft

Besonders Obst und Tee sorgen bei Verdauungsproblemen für Besserung. Bananen beinhalten beispielsweise Vitamine sowie Stärke und führen dem Körper das bei Durchfall verloren gegangene Kalium wieder zu. Heidelbeeren wird eine keimhemmende Eigenschaft nachgesagt und Äpfel enthalten sowohl entzündungshemmende Polyphenole als auch Pektine. Letztere quellen im Darm, saugen Flüssigkeit auf und verdicken so den Stuhl. Zusätzlich absorbieren deren Vielfachzucker Giftstoffe und beruhigen die Schleimhäute. Für einen optimalen Effekt empfiehlt es sich, die Äpfel samt Schale zu einem Mus zu reiben. Dadurch ist das Obst bekömmlicher und Wasser wird bei der Verdauung am besten gebunden. Tee gilt als eines der effektivsten Mittel bei Diarrhö: Er beruhigt den Verdauungstrakt, führt dem Organismus Flüssigkeit zu und hat aufgrund seiner Gerb- und Bitterstoffe sowie der ätherischen Öle oftmals einen entzündungshemmenden Effekt. Insbesondere Pfefferminze hat einen hohen Gerbstoffanteil. Kamille wirkt gegen Keime und zusätzlich krampflösend. Nur von Schwarztee sollten Betroffene absehen, denn bei übermäßigem Genuss tritt eine ähnliche Wirkung ein wie bei Cola. „Koffein verstärkt diese Art der Darmprobleme“, betont Prof. Dr. Dr. Hillejan.

Im Notfall zum Experten

Hält der Durchfall trotz aller Maßnahmen länger als zwei Tage an, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Handelt es sich beim Betroffenen um ein Kind oder treten Begleiterscheinungen wie Fieber und Kreislaufbeschwerden auf, sollte umgehend ein Experte aufgesucht werden. Elektrolytlösungen, medizinische Kohle und Hefepilztabletten aus der Apotheke helfen zwar bei ausgeprägten Formen der Beschwerden, ersetzen in diesen Fällen aber nicht den Gang zum Arzt.

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