Category : Allgemein

Der Spion im Smartphone

Der Spion im Smartphone

Kinder sind immer schneller digital unterwegs. Die ersten Youtube-Videos werden meist schon vor dem 2. Geburtstag angeklickt, das Symbol kennen die Kleinen schneller als sie sich selbst die Schuhe zubinden können. Schon im Vorschulalter haben die meisten verstanden, dass sie auch Apps herunterladen können. Das nutzen Firmen oft aus. Wer nicht aufpasst, stellt ihnen jede Menge Daten zur Verfügung. Technisch ist es zum Beispiel möglich, dass Apps mithilfe des Mikrofons zuhören. „Der Sion im Smartphone“ Gerade erst ist bekannt geworden, dass knapp 1000 Apps mit einer Software ausgestattet sind, die scannt, was die Nutzer im Fernsehen schauen.

SCHAU HIN!

rät deshalb, sich vor dem Download genau zu informieren.

Technisch ist es heute problemlos möglich, dass Apps – auch, wenn sie gerade gar nicht genutzt werden – den Nutzer „belauschen“. Genauso kann zum Beispiel per GPS verfolgt werden, wohin sich die Smartphone-Besitzer bewegen. Manche Programme wollen Zugriff auf die Kamera oder die Kontakte, auch, wenn das gar nicht notwendig ist. Meist stehen dahinter kommerzielle Interessen. „Unternehmen wollen Produkte verkaufen. Mit dem Smartphone haben sich viele neue Möglichkeiten der Marktforschung ergeben. Nutzer müssen genau aufpassen, welche Funktionen der Geräte genutzt werden – und wofür“, sagt SCHAU HIN!-Mediencoach Iren Schulz.
Die New York Times hatte gerade erst darüber berichtet, dass etwa 1000 Apps mit Software des Herstellers „Alphonso“ ausgestattet sind. Die Software hört mit, ob Nutzer fernsehen, und wenn ja, welche Werbung sie sehen. Dann wird anhand von Bewegungsprofilen verglichen, ob die Menschen zum Beispiel in der Werbung angepriesene Geschäfte tatsächlich besuchen.

Der Spion im Smartphone – Was Eltern beachten können

„Alphonso“ betont, dass die Software in den App-Stores beschrieben ist und in den Geschäftsbedingungen auf die Nutzung hingewiesen wird. SCHAU HIN! empfiehlt deshalb, sich Apps vor dem Download immer genau anzuschauen. „Ein Blick in die Geschäftsbedingungen und App-Beschreibungen lohnt sich immer – auch wenn das Zeit kostet“, sagt Schulz. „Außerdem können nach dem Download viele Zugriffsberechtigungen einer App wieder deaktiviert werden – so auch das Mikrofon.“ Es gebe in aller Regel keinen Grund dafür, dass Spiele-Apps für Kinder auf Fotos, Kontaktlisten, den Standort, das Mikrofon und die Kamera zugreifen müssen. „Wenn die Aktivierung dieser Funktionen von der App verlangt wird, ist es empfehlenswert, die Gründe dafür zu prüfen und abzuwägen, ob sie nachvollziehbar sind“, sagt Schulz.

Empfehlungen folgen und Smartphone richtig einstellen


Empfehlungen für gute Kinder-Apps finden Eltern zum Beispiel durch Softwarepreise, wie dem TOMMI. Auch auf www.klick-tipps.net finden Eltern kindgerechte Apps. Kriterium ist hier unter anderem, dass die Apps nur die nötigsten Berechtigungen einfordern und die Privatsphäre schützen. Über die Datensicherheit bei Spiele-Apps berichtet www.app-geprueft.net. Besitzen Kinder bereits eigene Geräte, ist es wichtig, den App-Store möglichst sicher einzurichten: Eltern können Downloads mit einem Passwort sperren oder nur Apps für bestimmte Altersgruppen anzeigen lassen. Wie Smartphone und Co. sicher eingerichtet werden können, erklärt SCHAU HIN! unter http://www.schau-hin.info/informieren/medien/surfen.

Quelle:
„Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht.“
Das ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Tag der Komplimente - Felix Neureuther sagt Danke

Felix Neureuther sagt: „Danke Mama“

Zum „Tag der Komplimente“ am 24. Januar bedankt sich Felix Neureuther bei seiner Mutter Rosi Mittermaier für Werte wie Offenheit und Respekt, die sie ihm vermittelt hat und die ihn zu dem Menschen gemacht haben, der er heute ist. Aktuell ist er Markenbotschafter für die internationale „Danke Mama“-Kampagne von Procter & Gamble (P&G) zu den Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang, die sich dafür einsetzt, gesellschaftliche Stereotype und Vorurteile zu überwinden.

Mit der diesjährigen Kampagne „Danke Mama“ würdigt P&G die bedingungslose Liebe von Müttern, mit der sie ihre Kinder vom ersten Tag an begleiten und ihnen helfen ihre Träume zu erreichen: Eine Mutter ist die erste und größte Fürsprecherin für ihr Kind. Sie erkennt sein Potenzial, ganz egal was andere in ihm sehen. Denn zu oft urteilen Menschen unterbewusst vorschnell aufgrund des Aussehens, der sexuellen Orientierung oder körperlicher Einschränkung einer Person.

Mütter prägen den Werdegang ihrer Kinder

„Meine Mutter hat mich zu dem offenen, positiven Menschen erzogen, der ich heute bin. Sie hat mich immer unterstützt, mir aber gleichzeitig auch beigebracht, dass man anpacken muss, um sich etwas zu verdienen“, berichtet Felix Neureuther über die wichtige Rolle, die seine Mutter bis heute für ihn spielt. Seine Dankbarkeit und die bejahende Art ihres Sohnes sind das größte Kompliment für Rosi Mittermaier. Wie Felix Neureuther bestätigen 92 % der Olympischen Athleten in einer vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gemeinsam mit P&G durchgeführten Umfrage, dass sie nicht die Person wären, die sie heute sind, ohne ihre Mutter. Auch an der Entwicklung zum erfolgreichen Sportler haben Mütter einen großen Anteil. Die Umfrage hat gezeigt, dass 84 % der Athleten der Aussage zustimmen, dass sie nicht der Athlet wären, der sie heute sind, ohne ihre Mutter.

Sport verbindet und kann Vorurteile vorbeugen

„Für die natürliche Entwicklung von Kindern ist Bewegung, im Idealfall in der Natur, sehr wichtig. Wenn sie dann noch ein Talent für etwas haben, ist das klasse“, so Rosi Mittermaier. Felix Neureuther möchte daher alle Kinder dazu motivieren, sich in ihrer Freizeit mehr zu bewegen. Seit Jahren engagiert er sich neben der „Danke Mama“-Kampagne in zahlreichen sozialen Projekten, jüngst mit einem selbstgeschriebenen Kinderbuch. Er setzt sich dafür ein, dass auch die Jüngsten die Möglichkeit bekommen, ihr Potenzial zu entfalten – unabhängig von ihrer Herkunft oder sozialen Schicht. „Respekt, Fairness und das Akzeptieren von Regeln werden nirgends besser und spielerischer vermittelt als im Sport“, so Neureuther. Ihm ist der Teamgedanke sehr wichtig, denn Sport verbindet und kann so Vorurteilen vorbeugen.

Quelle:
Informationen zur „Danke Mama“-Kampagne
Zu den Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang setzt sich Procter & Gamble mit der internationalen Kampagne für eine Welt ohne Vorurteile ein und würdigt die bedingungslose Liebe von Müttern, mit der sie ihre Kinder vom ersten Tag an begleiten und ihnen helfen ihre Träume zu verwirklichen. P&G feiert Mütter und Väter als erste und größte Fürsprecher ihres Kindes. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter www.liebestattvorurteile.de.

Über P&G
Procter & Gamble (P&G) bietet Verbrauchern auf der ganzen Welt eines der stärksten Portfolios mit qualitativ hochwertigen und führenden Marken wie Always®, Ambi Pur®, Ariel®, Bounty®, Charmin®, Crest®, Dawn®, Downy®, Fairy®, Febreze®, Gain®, Gillette®, Head&Shoulders®, Lenor®, Olaz®, Oral-B®, Pampers®, Pantene®, SK-II®, Tide®, Whisper® und Wick®. P&G ist weltweit in 70 Ländern tätig. Weitere Informationen über P&G und seine Marken finden Sie unter www.pg.com und www.twitter.com/PGDeutschland.

Mutterschutz - Änderungen 2018

Mutterschutz 2018

Um den geänderten gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu entsprechen, wurde das Mutterschutz-Gesetz grundlegend reformiert.
Das reformierte Gesetz tritt jetzt, ab dem 1.1.2018, in Kraft.

Ziel des Mutterschutzrechts ist es, den bestmöglichen Gesundheitsschutz für schwangere und stillende Frauen zu gewährleisten. Es soll nicht dazu kommen, dass Frauen durch Schwangerschaft und Stillzeit Nachteile im Berufsleben erleiden. Oder dass die selbstbestimmte Entscheidung einer Frau über ihre Erwerbstätigkeit verletzt wird. Damit werden die Chancen der Frauen verbessert und ihre Rechte gestärkt. Dem Beruf während Schwangerschaft und Stillzeit ohne Beeinträchtigung ihrer Gesundheit und der ihres Kindes weiter nachzugehen.

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) gilt für alle (werdenden) Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Darin eingeschlossen sind auch Heimarbeiterinnen, Hausangestellte, geringfügig Beschäftige, weibliche Auszubildende und unter bestimmten Voraussetzungen auch für Schülerinnen und Studentinnen.

Änderungen im Mutterschutz-Gesetz ab 2018

Zum 1. Januar 2018 sind umfängliche Änderungen des Mutterschutzrechts in Kraft getreten. Durch die Integration der bisherigen Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz (MuSchArbV) in das MuSchG sollen die Regelungen verständlicher und übersichtlicher werden. Zudem sieht das Gesetz einige weitere materielle Änderungen vor, unter anderem werden Schülerinnen und Studentinnen nun in den Anwendungsbereich des MuSchG einbezogen, soweit die Ausbildungsstelle Ort, Zeit und Ablauf der Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgibt.

Die Regelungen zum Verbot der Nacht- und Sonntagsarbeit sind branchenunabhängig gefasst, die Regelungen zum Verbot der Mehrarbeit ist um eine besondere Regelung zur höchstens zulässigen Mehrarbeit in Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen ergänzt.

Für die Arbeit nach 20 Uhr bis 22 Uhr wurde ein behördliches Genehmigungsverfahren eingeführt. Unter anderem muss die Frau sich ausdrücklich bereit erklären, nach 20 Uhr zu arbeiten. Während die Behörde den vollständigen Antrag prüft, kann der Arbeitgeber die Frau grundsätzlich weiterbeschäftigen. Lehnt die Behörde den Antrag nicht innerhalb von sechs Wochen ab, gilt er als genehmigt.

Ein neu einzurichtender Ausschuss für Mutterschutz wird Empfehlungen unter anderem zu Art, Ausmaß und Dauer der möglichen unverantwortbaren Gefährdung einer Schwangeren oder Stillenden erarbeiten und stellt sicherheitstechnische, arbeitsmedizinische und arbeitshygienische Regeln zum Schutz der schwangeren oder stillenden Frau und ihres Kindes auf. Die Empfehlungen sollen Orientierung bei der praxisgerechten Umsetzung der mutterschutzrechtlichen Regelungen bieten.

Damit der Arbeitgeber die Mutterschutzbestimmungen einhalten kann, sollen Frauen dem Unternehmen ihre Schwangerschaft und den voraussichtlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen diese Tatsachen bekannt sind.

Mutterschutzfristen und Beschäftigungsverbote

Werdende Mütter dürfen in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung nur mit Einwilligung beschäftigt werden. Nach der Entbindung gilt ein Beschäftigungsverbot von acht Wochen beziehungsweise zwölf Wochen bei Früh- und Mehrlingsgeburten. Bei medizinischen Frühgeburten und bei sonstigen vorzeitigen Entbindungen verlängert sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt um die Tage, die vor der Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnten.

Wird bei dem Kind innerhalb von acht Wochen nach der Entbindung eine Behinderung festgestellt, kann die Mutter eine Verlängerung der Schutzfrist von acht auf zwölf Wochen beantragen.

Außerhalb der allgemeinen Schutzfristen sieht das Mutterschutzgesetz zum Schutz der werdenden Mutter und ihres Kindes generelle Beschäftigungsverbote (zum Beispiel Akkord-, Fließband-, Mehr-, Sonntags- oder Nachtarbeit) und individuelle Beschäftigungsverbote aufgrund eines ärztlichen Attestes vor. Für die Arbeit nach 20 Uhr bis 22 Uhr wurde ein behördliches Genehmigungsverfahren eingeführt.

Um die Frau in dieser Zeit vor finanziellen Nachteilen zu schützen, regelt das Mutterschutzgesetz verschiedene Mutterschaftsleistungen:

  • das Mutterschutzgeld
  • den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld während der Mutterschutzfristen
  • das Arbeitsentgelt bei Beschäftigungsverboten außerhalb der Mutterschutzfristen (sogenannter Mutterschutzlohn)

Urlaubsanspruch

Auch während der Ausfallzeiten wegen mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote (somit auch während der Mutterschutzfristen) entstehen Urlaubsansprüche. Eine Kürzung des Erholungsurlaubs wegen mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote ist nicht zulässig.

Kündigungsschutz

Vom Beginn der Schwangerschaft an bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch das Unternehmen bis auf wenige Ausnahmen unzulässig. Auch eine Kündigung nach einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche ist unzulässig.

Pflichten der Arbeitgeber

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, der zuständigen Aufsichtsbehörde (staatliche Arbeitsschutz- oder Gewerbeaufsichtsämter) die Schwangerschaft mitzuteilen. Der Arbeitgeber muss eine werdende oder stillende Mutter während der Schwangerschaft und nach der Entbindung so beschäftigen und ihren Arbeitsplatz einschließlich der Maschinen, Werkzeuge und Geräte so einrichten, dass sie vor Gefährdungen für die Gesundheit ausreichend geschützt ist. Bei einer Gefährdungsbeurteilung hat der Arbeitgeber dem besonderen Schutzbedarf der Frau und ihres Kindes Rechnung zu tragen.

Die Aufsichtsbehörde klärt im Zweifelsfall, ob der konkrete Arbeitsplatz und die konkreten Arbeitsbedingungen zu einer Gefährdung der werdenden und stillenden Mutter führen können. Frauen und Arbeitgeber können sich bei Unklarheiten und Fragen an die Aufsichtsbehörde wenden.

Quelle:
Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend

Weleda Trendforschung

Natürliche Medizin ist im Trend

Das Unternehmen Weleda hat eine aktuelle Trendforschung zum Thema „Wie bewusst lebt Deutschland?“veröffentlicht.  Unter anderem zeigt sie, dass natürliche, anthroposophische Medizin im Trend liegt: 73 Prozent der Deutschen bevorzugen zur Selbstmedikation leichter gesundheitlicher Beschwerden rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke, die die Selbstheilungskräfte fördern. Und 55 Prozent der Befragten wünschen sich Medikamente mit natürlichen Inhaltsstoffen.

Natürliche Medizin – Ganzheitlich betrachten

Das Besondere der anthroposophischen Medizin ist, dass sie den Menschen ganzheitlich betrachtet und dabei schulmedizinische Erkenntnisse mit einbezieht. Gesundheit bedeutet mehr als die bloße Abwesenheit von Krankheitssymptomen – sie ist das harmonische Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele. Ziel bei einer aufgetretenen Erkrankung ist es, den Menschen in seiner Genesung zu unterstützen und die eigenen Abwehrkräfte zu stärken.

Achtsam sein

Die Trendforschung beschäftigt sich auch mit dem Thema Stress und Stressbewältigung. Bei der Auswertung vieler Studien zeigte sich, wie wichtig es ist, achtsam mit sich umzugehen. Die moderne Technik nimmt häufig negativen Einfluss auf die Achtsamkeit: Allein ein Handy mit sich zu tragen, verringert sowohl die kognitive Leistungsfähigkeit als auch die Konzentration.

[1] Die Aufmerksamkeitsspanne für die Medienrezeption, beispielsweise von Videos im Internet, ist innerhalb weniger Jahre von durchschnittlich zwölf auf nur noch acht Sekunden gesunken.

[2] Ein Großteil aller Autounfälle kommt dadurch zustande, dass Fahrer durch verbaute Technik im Auto oder telefonierende Mitfahrer abgelenkt sind.

[3] „Multitasking, also die Koordination verschiedener anspruchsvoller Aufgaben, führt oft zu Stress“, bestätigt Prof. Dr. Lars Schwabe, Leiter des Arbeitsbereiches Kognitionspsychologie an der Universität Hamburg. „Gleichzeitig sorgen lockere soziale Beziehungen, unklare Rollenverhältnisse sowie die vom Arbeitsmarkt verlangte Flexibilität für Ängste, Unsicherheit und Anspannung.“ Auf Dauer leidet darunter die Gesundheit: „Hält Anspannung lange an, führt dies zur übermäßigen Aktivität von Stresshormonen.“ Ein Zustand, der auf Dauer Entzündungsvorgänge in den Gefäßen hervorruft und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen kann.

[4] Auch kurzfristig sorgt Stress oft schon für Beschwerden: „Erhöhte Reizbarkeit, Ängste, Gedächtnisprobleme und auch Herzrasen oder Kopfschmerzen zählen zu den typischen Symptomen von Anspannung“, so Prof. Schwabe.

Natürliche Wege aus dem Stress

Achtsamkeitstrainings mit Atemmeditationen oder einfachen Yogaübungen sowie die achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung (Mindfulness based stress reduction, kurz MBSR) und ein gesunder Lebensstil schützen effektiv vor Stressbeschwerden. Unterstützend eignen sich komplementärmedizinische Therapien zur
Wiederherstellung des Gleichgewichts. Bei stressbedingter Erschöpfung hat sich das anthroposophische Arzneimittel Neurodoron® von Weleda bewährt. Die 3-fach-Komposition aus den Inhaltsstoffen potenziertes Gold, Kalium phosphoricum und Ferrum-Quarz stabilisiert bei nervöser Erschöpfung und stressbedingter Unruhe mit Nervosität, Angst- und Unruhezuständen, depressiven Verstimmungen und Kopfschmerzen. Das Arzneimittel ist ab dem Alter von 12 Jahren anwendbar.

 

[1] B Thornton et al. The mere presence of a cell phone may be distracting. Social Psychology 2014; 45: 479–488

[2]http://www.gfk.com/fileadmin/user_upload/dyna_content/DE/documents/News/2017/Management_Summary/GfK_Insight_Summit_2017_Talkin-with-the-next_generation-Kecskes.pdf (zuletzt abgerufen am 04.10.2017)

[3] https://www.allianzdeutschland.de/ablenkung-gefaehrlicher-als-alkohol/id_79645060/index (zuletzt abgerufen am 04.10.17)

[4] Tawakol A et al. Relation between resting amygdalar activity and cardiovascular events: a longitudinal and cohort study. The Lancet 2017; 389: 834-845

 

 

 

 

Verdauungsprobleme

Säuglingsnahrung nicht selbst herstellen

Ob Marmelade, Smoothie oder Kuchen: Selbermachen liegt im Trend. Wenn es um Säuglingsnahrung fürs Fläschchen geht, sollten Eltern allerdings die Finger davon lassen. Denn Säuglinge, die nicht gestillt werden können, brauchen eine Nahrung, die die strengen Anforderungen an Nährstoffzusammensetzung und Hygiene erfüllt. Bei erhöhtem Allergierisiko muss sie außerdem hypoallergen sein. Das kann nur industriell hergestellte Säuglingsnahrung leisten.

Stillen ist die natürlichste und ideale Ernährung für Säuglinge. Denn Muttermilch ist optimal zusammengesetzt und hygienisch einwandfrei. Manche Mütter, die nicht stillen können, suchen eine möglichst natürliche Alternative und erwägen, die Nahrung für ihr Baby selbst herzustellen. Davon raten alle Fachgesellschaften dringend ab. Nur industriell hergestellte Säuglingsnahrung ist der Muttermilch in ihren ernährungsphysiologischen Eigenschaften, aber auch in Sachen Bekömmlichkeit und Verdaulichkeit bestmöglich angepasst. Diesen Standard kann selbst hergestellte Milchnahrung nicht erfüllen, egal ob auf Basis von Soja, Kuhmilch oder anderen Quellen. Zudem birgt hausgemachte Milchnahrung die Gefahr einer Infektion. Säuglinge haben noch kein ausgereiftes Immunsystem und können durch Keime krank werden, die älteren Kindern und Erwachsenen nichts ausmachen.

Selbstgemacht: Erst recht nicht bei erhöhtem Allergierisiko

Kinder, die ein erblich bedingt erhöhtes Allergierisiko tragen, sollten überdies in den ersten vier Lebensmonaten nur allergenarm ernährt werden. Muttermilch erfüllt diese Anforderung von Natur aus. Bei industrieller HA-Säuglingsnahrung werden in speziellen, wissenschaftlich ausgefeilten Verfahren1 die kritischen Bereiche des Milchproteins so aufgespalten, dass das Risiko, Allergien auszulösen, reduziert wird. Hypoallergene Nahrung selbst herzustellen ist nicht möglich. Gegen selbst gemachten Babybrei spricht natürlich nichts. Denn mit der Beikost sollen Kinder ab dem fünften Lebensmonat an das normale Familienessen herangeführt werden. Dann genügt es, auf Ausgewogenheit zu achten und die allgemeinen häuslichen Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Die Broschüre „Allergien vorbeugen – gesunde Entwicklung fördern“ informiert ausführlich über die richtige Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern. Darüber hinaus erfahren werdende und stillende Mütter, worauf sie ihrem Kind zuliebe bei ihrer eigenen Ernährung achten sollten. Der Ratgeber ist kostenlos per Post oder übers Internet erhältlich.

Bestelladresse: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-allergien-vorbeugen.de.

 

 

Quelle:

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
Heilsbachstraße 32
53123 Bonn
Germany

 

Ältere Schwangere

Mehrkindfamilien stärken die Gesellschaft

Familien mit drei und mehr Kindern sind ein großer Gewinn für die Gesellschaft. Sie haben sogar einen einen volkswirtschaftlich messbaren positiven Wert. Diese These wird nun in einem  Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln untermauert. Unter dem dem Titel „Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Mehrkindfamilien in Deutschland“ wurde diese Frage untersucht und ein Fazit lautet: Wenn ein Kind aus einer Mehrkindfamilie einen hohen Bildungsabschluss erreicht, bedeutet das für die Gesellschaft einen Reingewinn von 448.500 Euro. Ein mittlerer Abschluss ergibt einen gesamtfiskalischen Wert von 58.700 Euro. Mehrkindfamilien bergen ein enormes volkswirtschaftliches Potential an jungen Menschen und verantwortungsbereiten Eltern.
Damit sich dieses Potential besser entfalten kann und die Lasten gerechter verteilt werden, braucht es jedoch deutliche Steuerentlastungen für Familien, gezielte Förderung von Bildung und Ausbildung der Kinder, Verbesserung der Mobilität und Anerkennung der Erziehungsleistung bei der Rente. Der „Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.“ (KRFD) fordert das schon lange und sieht sich mit der neuen Studie bestätigt.
Den Forderungen, so der Verband,  komme auch deshalb eine erhöhte Bedeutung zu, weil die sinkenden Geburtenzahlen in Deutschland nachweisbar hauptsächlich dem Rückgang der kinderreichen Familien und nur in zweiter Linie einer wachsenden Kinderlosigkeit geschuldet sind. Nun bestünde jedoch insbesondere bei Familien mit bereits zwei Kindern oftmals der Wunsch und die Bereitschaft, ein drittes Kind oder sogar weitere zu bekommen. Die Familie ist eingespielt, die Eltern haben sich als Partner bewährt und das Projekt „Familienvergrößerung“ kann gestemmt werden. Diese Bereitschaft darf der Staat nicht weiter durch falsche Rahmenbedingungen hemmen, fordert der Verband. Vielmehr muss er Starthilfe leisten, denn der Sprung in die „Liga der Mehrkindfamilien“ erfordert Investitionen: Oft braucht die Familie mehr Wohnraum und ein größeres Auto – schließlich ist Familie auch Logistik und Organisation. Die Familie leistet einen immensen Beitrag für die zukünftigen Rentenkassen, wenn es gelingt, ihre Kinder gut zu bilden und auszubilden. Dabei muss sie staatlicherseits unterstützt werden durch Steuerentlastungen und Berücksichtigung der Familienform bei den Sozialversicherungsbeiträgen, darüber hinaus bspw. auch durch die Förderung von familiengeeigneten und erschwinglichen Wohnraums.
Über den Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. 
Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden, vertritt 1,2 Millionen kinderreicher Familien in Deutschland und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für ihre Interessen ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und die Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist konfessionell ungebunden und überparteilich.
Quelle:
Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.
Dr. Elisabeth Müller
Korschenbroicher Str. 83
41065 Mönchengladbach
Tel. 02161-3030953
Verschiedene Milchnahrungen für das Baby

Kleine Milchkunde

Milchnahrung: Welche ist gut für die Entwicklungsphasen des ersten Lebensjahres Ihres Babys

Pre-Nahrung

Mit dieser Milchnahrung kann ein Säugling von seinem ersten Lebenstag an gefüttert werden. Sie ist im Eiweiß-, Fett- und Mineralstoffgehalt der Muttermilch angepasst. Als einziges Kohlenhydrat enthalten sie Lactose (Milchzucker). Der sorgt für die nötige Energie, die das Baby in seinen ersten Lebensmonaten benötigt. Aber der Zuckeranteil und damit der Moppel-Faktor ist extrem gering. Deshalb kann ein Baby von der dünnflüssigen Pre-Milch so viel trinken wie es möchte. Wenn Pre-Nahrung nicht mehr ausreichend sättigt, sollte man zur nächsten Stufe wechseln. Aber Pre-Milch eignet sich sowohl als alleinige Nährstoffquelle wie auch für die Zwei-Ernährung, also ergänzend zur Muttermilch, wenn die alleine nicht ausreicht.

Milchnahrungen der Stufe 1

Eine so genannte teiladaptierte Anfangsnahrung, die auch vom ersten Lebenstag gefüttert werden kann. Ihr Eiweißgehalt ist teiladaptiert, unterscheidet sich also schon etwas stärker von der Muttermilch. Außerdem enthält sie mehr Kohlenhydrate und möglicherweise auch etwas Stärke. Milchnahrungen der Stufe 1 sind sämiger und sättigen stärker. So kann man die Fütterungsintervalle verlängern. Allerdings sollte man sich bei der Zubereitung genau an die Vorgaben halten. Denn der höhere Anteil der Kohlenhydrate kann bei Überdosierung eine Basis für Übergewicht sein.

Milchnahrungen Stufe 2 (Folgemilch)

Das gilt erst recht für eine Milchnahrung der Stufe 2. Sie wird für Kinder frühestens nach dem 4., spätestens ab dem 6. Lebensmonat empfohlen. Dem Wachstum des Kindes und dementsprechend auch seinem Bewegungsdrang zu Folge benötigt der Nachwuchs mit 6 Monaten einfach mehr Energie. Dafür sorgt ein deutlich höherer Anteil an Stärke bzw. Kohlenhydraten. Auch der Gehalt an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen (z.B. Eisen, Jod) wird dem wachsenden Bedarf des Babys angepasst. Folgemilch sättigt folglich länger, viele Babys kommen mit einer Folgemilch am Abend gut durch die Nacht. Endlich durchschlafen – auch ein angenehmes Plus.

HA-Nahrung für allergiegefährdete Kinder

Allergien sind zu einer Volkskrankheit geworden, die sich auch unter Kindern ausbreitet. Für allergiegefährdete Kinder wird Stillen als erste Option empfohlen. Wenn das nicht möglich ist, sollten sie vom ersten Lebenstag (!) an mit einer so genannten HA-Nahrung ernährt werden. Je nach Hersteller sind die Eiweißbestandteile dieser Milch stark oder weniger stark zerkleinert (hydrolisiert), die potenziell allergene Wirkung wird auf diese Weise erheblich reduziert. Wichtig ist auch, dass durchgängig eine HA-Nahrung gefüttert wird, also beginnend mit der Pre- bis hin zur Stufe 2 oder 3.

Das macht Milch so gesund

Milch bleibt auch nach dem Säuglingsalter wertvoll. Das liegt vor allem an seinen gesunden Inhaltsstoffen. Eiweiß ist ein wichtiger Baustoff für Muskeln und Organe. Milcheiweiß ist tierisches Eiweiß und kann besonders gut in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden. Kalzium ist das Fundament für einen stabilen Knochenbau und Basis einer gesunden Zahnsubstanz. Der Mineralstoff beeinflusst unsere Gesundheit und unser Wohlergehen bis ins hohe Alter, weil er vor Osteoporose schützen und vorzeitigem Zahnausfall vorbeugen kann. Mit ihrem hohen Anteil an Magnesium (Muskeln) und Phosphor, Zink (Immunsystem) und Jod (Schilddrüse) sowie den B-Vitaminen fördert Milch die gesunde kindliche Entwicklung.

Durst stillen, Richtig Trinken

Richtig trinken von Anfang an!

In den ersten vier bis sechs Monaten erhält Ihr Baby durch die Muttermilch oder Flaschennahrung genügend Flüssigkeit. Zusätzliche Getränke sind in dieser Zeit nur an besonders heißen Tagen, bei Fieber oder Durchfall nötig – am besten Leitungswasser oder ungesüßter Früchte- und Kräutertee. Leitungswasser muss nicht abgekocht werden. Lassen Sie es aber immer so lange ablaufen, bis kaltes Wasser aus der Leitung fließt.

Es sollte kein Trinkwasser aus Bleileitungen verwendet werden. Wasser aus Hausbrunnen sollte nur verwendet werden, wenn die Eignung zuvor geprüft wurde. Auch wenn Ihr Kind die Flasche schon greifen und halten kann: Überlassen Sie Ihrem Kind die Flasche nicht zum Dauernuckeln und auch nicht als Einschlafhilfe. Schwere Karies, sogenannte Nuckelflaschenkaries, kann die Folge sein.

Mit der Beikost wächst der Durst

Erst wenn die dritte Breimahlzeit (Getreide-Obst-Brei) eingeführt ist, braucht das Baby – mit Ausnahme der oben genannten Situationen – zusätzliche Flüssigkeit.

  • Geben Sie Ihrem Baby bevorzugt aus Becher oder Tasse zu trinken und nicht aus der Flasche.
  • Bieten Sie Ihrem Baby zu den Mahlzeiten und auch zwischendurch immer wieder etwas zu trinken an. Leitungswasser, stilles Mineralwasser, ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee sind auch jetzt die erste Wahl.

Machen Sie sich jedoch keine Sorgen, wenn Ihr Baby am Anfang nur wenig trinkt. Das wird sich mit zunehmendem Alter und der sich verändernden Zusammensetzung der Mahlzeiten in der Regel von selbst ändern, wenn Sie ihm regelmäßig etwas zu trinken anbieten.

Mit der Familienkost wird mehr Flüssigkeit nötig

Wenn die Nahrung beim Übergang auf die Familienkost fester wird, braucht Ihr Kind zusätzliche Flüssigkeit – zunächst etwa eine Bechermenge (200 ml) pro Tag. Wenn der Übergang zur Familienkost abgeschlossen ist, sollte die tägliche Trinkmenge zu jeder Mahlzeit und zwischendurch insgesamt etwa 600–700 ml betragen. Versuchen Sie, Ihr Kind von Anfang an Getränke aus Tasse oder Becher trinken zu lassen, auch wenn es anfangs noch nicht die Lippen um den Tassenrand schließen kann. So gewöhnt es sich erst gar nicht daran, seinen Durst aus der Flasche zu stillen und dauernd daran zu nuckeln.

Noch ein Tipp: Füllen Sie den Becher am Anfang bis zum Rand, damit die Oberlippe Ihres Kindes gleich befeuchtet wird. Dadurch öffnet es automatisch seinen Mund. Dabei sollte Ihr Kind sitzen. Zu den Mahlzeiten und zwischendurch sollten Sie Ihrem Kind regelmäßig etwas in kleinen Bechern zu trinken anbieten. Mindestens eine halbe Stunde vor dem Essen sollten jedoch keine Getränke mehr gegeben werden, um nicht unnötig den Hunger auf die Mahlzeiten zu verringern.

Wasser und ungesüßte Tees sind die erste Wahl

Leitungswasser und stilles Mineralwasser, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist, sind die bevorzugten Getränke im ersten Lebensjahr und auch noch danach. Wenn Sie Ihrem Kind vor Beginn der Beikost etwas zu trinken geben möchten, dann empfiehlt es sich, spezielle Teebeutel für Säuglinge zu verwenden. Sie unterliegen besonderen gesetzlichen Auflagen für die Säuglingsernährung und sind nahezu schadstofffrei und ungesüßt.

Mit Beginn der Beikost können Sie Ihrem Kind – neben Leitungs- oder Mineralwasser – die gängigen Früchte- und Kräutertees zu trinken geben. Heilkräutertees, wie zum Beispiel Kamillentee, sollte Ihr Kind jedoch nur bei Krankheit bekommen. Auch Fenchel-, Pfefferminz- und Melissentee sollten nicht jeden Tag gegeben werden. Für die darin enthaltenen ätherischen Öle kann eine gesundheitsschädigende Wirkung bei Dauereinsatz nicht ausgeschlossen werden. Am besten wechseln Sie die Teesorten einfach ab.

Gießen Sie den Tee mit sprudelnd heißem Wasser auf und lassen Sie ihn fünf Minuten ziehen. Ein Beutel Tee auf eine Tasse Wasser ist dabei ausreichend. Der Tee sollte anschließend auf Körpertemperatur abgekühlt werden. Von Instanttees mit Zuckerzusatz ist abzuraten. Keinesfalls sollten sie zum Dauernuckeln angeboten werden. Vor allem das ständige Umspülen mit der Zuckerlösung kann schwere Karies verursachen – selbst wenn die Zähnchen noch gar nicht durchgebrochen sind.

Das Richtige Trinken

Auch Obst- und Gemüsesäfte (zum Beispiel Apfel- oder Karottensaft) enthalten Zucker und andere Kohlenhydrate, welche die Entstehung von Karies fördern können. Säfte sollten daher grundsätzlich im Verhältnis drei Teile Wasser und ein Teil Saft verdünnt und keinesfalls zum Dauernuckeln gegeben werden. Sie sollten zudem – wenn überhaupt – nur gelegentlich angeboten werden. Getränke denen zusätzlich Zucker, Honig, Sirupe, Dicksäfte, Zuckeraustauschstoffe oder Süßstoffe zugesetzt wurden, sollten Sie grundsätzlich meiden.

Quelle
www.kindergesundheit-info.de

Die Kraft introvertierter Kinder - Still und Stark

Die großen Vorteile stiller Kinder

Die Autorin und erfolgreiche Wirtschaftsanwältin Susan Cain hat ein Buch über zurückhaltende Kinder und Erwachsene geschrieben. Ihre Forderung: „Wir brauchen die Nachdenklichen mehr denn je.“ Sie will nicht die Schüchternen zu Extrovertierten machen. Im Interview erklärt sie warum.

Ihr Buch trägt den Titel „Still. Die Kraft der Introvertierten“. Sie beschreiben umfassend und kritisch die Situation von Introvertierten in unserer heutigen Welt. Neueste Ergebnisse der Hirnforschung beziehen Sie dabei ebenso ein wie historische Beispiele. Aus den Erkenntnissen leiten Sie konkrete Anregungen für alle sozialen Bereiche ab, von der Organisation des Berufslebens und den Bildungseinrichtungen für Kinder bis hin zur Konfliktlösung in der Partnerschaft.

Wie kamen Sie auf die Idee, das Buch „Still und Stark“ über Introvertierte zu schreiben. Warum lag Ihnen gerade dieses Thema besonders am Herzen?

Aus demselben Grund, aus dem Betty Friedan seinerzeit 1963 “The Feminine Mystique” veröffentlichte (auf Deutsch erschienen unter dem Titel: „Der Weiblichkeitswahn oder Die Mystifizierung der Frau“). Heute haben Introvertierte gegenüber Extrovertierten dieselbe Stellung wie seinerzeit Frauen gegenüber Männern – sie sind Bürger zweiter Klasse mit einem gewaltigen Potenzial ungenutzter Fähigkeiten. Unsere Schulen und Arbeitsplätze sind auf Extrovertierte zugeschnitten. Viele Introvertierte glauben, etwas stimme nicht mit ihnen und sie sollten versuchen, als Extrovertierte „durchzugehen“. Das ist eine gewaltige Verschwendung von Begabung, Energie und, letztendlich, Glück.

Extrovertierte Menschen gelten als aufgeschlossen, kontaktfreudig und flexibel, introvertierte hingegen als ungesellig, schweigsam und schüchtern. Bei genauerer Betrachtung entpuppen sich diese Vorstellungen jedoch als Klischees. Was sind für Sie die wichtigsten Merkmale einer introvertierten Persönlichkeit?

Eine introvertierte Persönlichkeit hat zahlreiche Vorzüge, von denen ich hier nur ein paar erwähnen möchte. Zunächst einmal lassen Studien darauf schließen, dass viele der kreativsten Menschen introvertiert sind. Introvertierte sind gründliche, nachdenkliche Menschen und können Einsamkeit in dem Maß ertragen, wie es für die meisten kreativen Arbeiten erforderlich ist. Außerdem widmen Introvertierte, entgegen der Meinung, sei seien antisozial, ihren engen Freunden und der Familie für gewöhnlich mehr Zeit als Extrovertierte. Sie gehen seltener fremd und lassen sich seltener scheiden. Wenn man nicht auf allen Hochzeiten tanzt, neigt man dazu, Beziehungen intensiver zu pflegen.
Es gibt aber auch Nachteile. Der größte ist vielleicht, dass sich Introvertierte in Gesellschaft schnell unbehaglich fühlen. Wie alle anderen auch möchten sie unter Leute kommen – die Menschen sind nun einmal soziale Wesen –, aber dadurch entsteht ein grundsätzlicher Konflikt zwischen dem Wunsch, anderen verbunden zu sein, und dem Bedürfnis nach Ruhe.

Gibt es Erkenntnisse darüber, wie viele Menschen insgesamt introvertiert und wie viele extrovertiert sind?

Die Studien kommen hier zu unterschiedlichen Ergebnissen, aber in einer der neuesten Untersuchungen wird der Anteil an Introvertierten unter den Amerikanern überraschenderweise auf mindesten 50% geschätzt. Da die USA unter Forschern als eines der extrovertiertesten Länder weltweit gelten, ist dieser Prozentsatz in vielen anderen Teilen der Erde sicherlich genauso hoch.

„Reden ist Silber. Schweigen ist Gold“, hieß es früher, heute hingegen gilt: „Wer nicht redet, wird nicht gehört“. Was führte zu dieser Veränderung?

Um die Wende zum 20. Jahrhundert setzte eine grundlegende Veränderung ein: Die Menschen zogen in Großstädte, begannen für große Firmen zu arbeiten und standen damit vor der Herausforderung, sich in einer anonymen und immer stärker auf Konkurrenz ausgerichteten Gesellschaft zu behaupten. Damals wandelte sich die bis dahin vorherrschende „Charakterkultur“ zu einer „Persönlichkeitskultur“, wie der Historiker Warren Susman es nannte. Diese unglaublich faszinierende Entwicklung erläutere ich ausführlich im ersten Kapitel von „Still“.

Warum werden die Eigenschaften introvertierter Menschen in der heutigen Zeit oft gering geschätzt?

Wie Sie schon andeuten, leben wir in einer Welt, die es schätzt, wenn Menschen sich „vermarkten“ können. Introvertierte passen nicht in diese Schublade, jedenfalls oberflächlich betrachtet nicht. (Allerdings verfügen viele Introvertierte über die Führungsqualität des unabhängigen Denkens und verstehen es auf ihre Weise, ihren Ideen Gehör zu verschaffen.)

Introvertierte, schreiben Sie in „Still“, erhielten bereits als Kinder die Rückmeldung, etwas stimme grundsätzlich nicht mit ihnen. Haben auch Sie diese Erfahrung gemacht?

Ich hatte das unglaublich große Glück, in einer ruhigen, gebildeten Familie aufzuwachsen. Unsere gemeinschaftliche Hauptbeschäftigung zu Hause war Lesen. Aber jedes Mal, wenn ich das Haus verließ, empfing ich diese Botschaft laut und deutlich. Ich erinnere mich an den ersten Tag im Sommercamp, als sich alle Kinder zum ersten Mal trafen. Wie sehr sehnte ich mich danach, mich abzusetzen und die Bücher zu lesen, die ich in meinem Koffer weggepackt hatte. Irgendwoher wusste ich aber, dass ich riskieren würde, ausgegrenzt zu werden, wenn ich in einem Augenblick las, in dem Geselligkeit von mir erwartet wurde. Ein Mädchen aus meiner Gruppe entfernte sich tatsächlich um zu lesen und musste den Rest des Sommers dafür zahlen.

Gab es Schlüsselerlebnisse auf Ihrem Weg zu einem selbstbewussten Umgang mit Ihrer introvertierten Persönlichkeit?

Ich habe fast zehn Jahre lang als Anwältin für Körperschaftsrecht gearbeitet. Am Anfang ging ich davon aus, dass ich als ruhiger Mensch mit einer sanften Stimme enorme Nachteile haben würde, vor allem bei Verhandlungen. Zwar habe ich nie mit der Faust auf den Tisch geschlagen, aber ich habe schon bald gelernt, meine Art für mich zu nutzen. Menschen, die bestimmt, aber freundlich sprechen, die Fragen stellen und zuhören und die lieber konstruktiv als kämpferisch an etwas herangehen, werden von jedem geschätzt, sogar in juristischen Auseinandersetzungen. In „Still“ beschreibe ich eine Erfahrung am Verhandlungstisch, die mein Leben verändert hat.

Heute werden an Eliteuniversitäten und bei der Besetzung wichtiger Führungspositionen häufig extrovertiert wirkende Persönlichkeiten bevorzugt. Gibt es überhaupt einen Zusammenhang zwischen Effizienz, Erfolg und extrovertiertem Führungsstil, der diese Auswahl begründet?

Es ist erwiesen, dass Extrovertierte mit größerer Wahrscheinlichkeit auf einen Posten als Führungskraft vorbereitet werden als Introvertierte, und aus einigen Studien geht ein geringfügiger Zusammenhang zwischen Extroversion und Führungstalent hervor. Allerdings belegt eine bahnbrechende neue Studie, dass Introvertierte dann als Führungskräfte überlegen sind, wenn ihre Mitarbeiter Eigeninitiative zeigen. Das liegt daran, dass Introvertierte eher als Extrovertierte die Vorschläge der tatkräftigen Belegschaft übernehmen und aus jedem Einzelnen das Beste herausholen, statt den Dingen ihren eigenen Stempel aufdrücken zu wollen.

Studien zeigen, dass introvertierte und extrovertierte Menschen in etwa gleich viele gute Ideen haben, doch wenn es darum geht, Ideen zu präsentieren und zu realisieren, setzen sich meist die Extrovertierten durch. Welche Konsequenzen hat das – für die Menschen, die ihre Ideen einbringen, aber auch für die ganze Gesellschaft?

Das ist in der Tat ein gewaltiges Problem, auf das ich in “Still” ausführlich eingehe. Studien zeigen genau, was Sie sagen: Gruppen neigen dazu, die Vorschläge der gesprächigsten oder energischsten Leute zu übernehmen, sogar dann wenn sich die Ideen dieser Leute als nicht besser (bisweilen auch als schlechter) erwiesen haben als die jeder anderen Person. In Anbetracht der Tatsache, dass viele wichtige Entscheidungen in Gruppenprozessen getroffen werden, ist das ein sehr ernstzunehmendes Problem. Man muss die Organisationen darin ausbilden, ihre Entscheidungen anders zu treffen. Dafür brauchen wir Methoden, die gewährleisten, dass alle Ideen gleichberechtigt gewertet werden unabhängig davon, wie sie präsentiert werden.

Introvertierte bevorzugen es, allein an der Lösung einer Aufgabe zu arbeiten. Worin liegt die Kraft des selbständigen Arbeitens?

Vierzig Jahre Forschung über Brainstorming belegen, dass Einzelne mehr und bessere Ideen hervorbringen als Gruppen. Menschen in Gruppen denken nicht so klar, weil sie sich immer auf das konzentrieren, was andere von ihnen halten könnten, statt ihre wertvolle Geisteskraft auf die vorliegende Aufgabe zu lenken.

Jerry Kagan, einer der großen Entwicklungspsychologen des 20. Jahrhunderts, konnte anhand einer Reihe bahnbrechender Langzeitstudien nachweisen, dass sich bereits bei Säuglingen im Alter von vier Monaten vorhersagen lässt, welche sich später eher zu introvertierten und welche eher zu extrovertierten Menschen entwickeln werden. Ist unser Temperament Schicksal?

Ja und nein. Menschen wachsen heran und verändern sich mit der Zeit. Wie Kagan sagt, entwickeln sich viele Kinder mit sensiblem Naturell erst zu schüchternen Kindern und später zu geselligen, selbstsicheren Teenagern. Aber diese Veränderung spielt sich meist innerhalb eines bestimmten Rahmens ab. Solche Kinder verwandeln sich nicht in die Bill Clintons dieser Welt. Und das ist auch gut so. Denn wir brauchen dringend beide, Introvertierte und Extrovertierte.

Wie können Introvertierte in einer Welt bestehen, in der Selbstdarstellung großgeschrieben und ein Hype um „charismatische“ Persönlichkeiten veranstaltet wird? Sollten sie sich anpassen und ein forsches Auftreten antrainieren oder lieber Existenznischen suchen?

Ich glaube, alle Introvertierten sollten sich eine extrovertierte Rolle zurechtlegen, in die sie schlüpfen können, wenn das erforderlich ist. Aber langfristig sollten sie versuchen, ihr Arbeitsumfeld und Sozialleben so zu gestalten, dass es zu ihrem Naturell passt. Dasselbe gilt auch für Extrovertierte. Sie sollten lernen, umsichtiger zu sein und erst einmal zu überlegen, bevor sie sprechen, und so weiter. Aber grundsätzlich sollten sie sich ein Umfeld suchen, in dem sie rasch und nach außen orientiert handeln und reden können.

„In der Ruhe liegt die Kraft“: Können Sie uns Beispiele prominenter Menschen nennen, die die Welt bewegt und Herausragendes geschaffen haben, obwohl oder gerade weil sie Introvertierte sind?

Es gibt so viele! Ein paar, die mir gerade einfallen sind Charles Darwin, Eleanor Roosevelt, Mahatma Gandhi und Al Gore. In „Still“ erläutere ich, wie diesen Schlüsselfiguren ihre Introversion zugutegekommen ist.

Sie prophezeien, dass sich in den kommenden Jahrzehnten der Stellenwert introvertierter Menschen in der Gesellschaft von Grund auf verändern wird. Was lässt Sie so sicher sein?

Wie Mitte des 20. Jahrhunderts die Frauen, werden sich jetzt die Introvertierten ihrer selbst bewusst und treten damit nach außen. Es gibt eine wachsende Bewegung und ein zunehmendes Selbstbewusstsein, und gerade werden Studien bekannt wie die bereits erwähnte über die Vorzüge eines introvertierten Führungsstils. „Still“ ist eines der ersten Bücher zu diesem Thema, aber es wird nicht das letzte sein.

Das Interview führte Elke Kreil

Quelle: Goldmann Verlag

Buch:

Susan Cain: Still und Stark
304 Seiten
€ 15,00 [D] / € 15,50 [A] / CHF 13,50 (UVP)
ISBN: 978-3-442-15928-4
Erscheinungstermin: 18. September 2017

Ertrinkungsrisiko Gartenteich

Achtung Gartenteich!

Selbst seichte Wasserstellen im Garten bergen ein hohes Ertrinkungsrisiko für Kleinkinder, denn schon bei einer Wassertiefe von wenigen Zentimetern können Kinder ertrinken – das entspricht in etwa dem Wasserstand einer Vogeltränke oder eines Planschbeckens.

Ertrinkungsrisiko

Und: Kinder ertrinken schnell und leise, auch wenn Filmszenen von Ertrinkungsunfällen etwas anderes suggerieren, nämlich Hilferufe, wildes Fuchteln mit den Armen und spritzendes Wasser.  „Für ein Kleinkind kann es deshalb schon riskant sein, wenn Papa oder Mama es im Garten nur wenige Minuten aus den Augen lassen“, sagt Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH), Hamburg.

Die DSH rät zu diesen Vorsichtsmaßnahmen

– Sichern Sie Gartenteiche durch einen Zaun und ein Teichgitter.
– Auf Höhe der Wasseroberfläche sorgt ein Teichgitter für Sicherheit.
– Stellen Sie Vogeltränken auf einen erhöhten Platz, zum Beispiel eine Mauer oder auf einen stabilen Ständer.
– Planschbecken sollten nach dem Benutzen abgedeckt oder aber geleert und umgedreht werden.
– Sobald Wasser in der Nähe ist, sollten Eltern ihre  Kinder nicht aus dem  Auge lassen.

Nützliche Tipps rund um das Thema wie sichere ich das Haus für meine Kinder bietet die Homepage von www.das-sichere-haus.de

Quelle Text und Bild: DSH