Category : Ernährung

Wickelkommode & Co

Übergewicht durch Schlafmangel?

Schlafmangel kann ganz schön schlechte Laune machen – vermutlich jeder hat es schon einmal erlebt, nach einer Nacht mit wenig Schlaf am nächsten Tag ziemlich gerädert und außer Form zu sein. Starker Schlafmangel führt zu einer herabgesenkten Leistungs- und Aufmerksamkeitsfähigkeit. Häufig gesellt sich dazu ein stark ausgeprägter Appetit, insbesondere auf fettige oder stark gezuckerte Speisen. Grund dafür könnte das Belohnungssystem im Gehirn sein, welches bei Müdigkeit mehr als sonst „gefüttert“ werden muss und so auf Dauer zu Übergewicht führt.

Schlafmangel wird deshalb auch immer häufiger in einen Zusammenhang mit der Entstehung von Übergewicht und Adipositas gebracht. Übergewicht und Adipositas werden gängiger Weise mithilfe des Body Mass Index (kurz: BMI) klassifiziert. Zur Berechnung des BMI wird das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße gesetzt. Die Formel lautet: kg/m2. Wiegt eine Person 80 kg bei einer Körpergröße von 1,70 m, beträgt ihr BMI 27,7 (80 / 2,89 = 27,68). Ein BMI von 25 kennzeichnet Übergewicht, sodass in dem Beispiel mit einem BMI vom 27 Übergewicht vorliegt. Von Adipositas, also krankhaftem Übergewicht, spricht man ab einem BMI von 30.

Forscher aus Großbritannien und den Niederlanden untersuchten in ihrer Studie nun, ob die Schlafdauer bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen im Zusammenhang mit der Entwicklung von Übergewicht oder Adipositas steht. Die Forscher suchten in medizinischen Datenbanken nach Studien, die von anderen Forschern zu diesem Thema durchgeführt wurden. Insgesamt konnten sie 42 Studien finden.

Eine kurze Schlafdauer begünstigt bei Kindern die Entstehung von Übergewicht

7 Studien zeigten, dass eine kurze Schlafdauer im Kleinkindalter die Entstehung von Übergewicht und Adipositas begünstigt. Ähnliches konnte auch in der frühen und späten Kindheit gesehen werden. Hierzu lagen den Forschern 8 bzw. 3 Studien vor. Weitere 3 Studien zeigten, dass wenig Schlaf auch bei Jugendlichen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas mit sich brachte. Die zusammenfassende Auswertung von 16 Studien über alle Altersgruppen hinweg zeigte zudem, dass ein Anstieg der Schlafdauer zu einer Abnahme des BMIs führte.

Wenig zu schlafen stellt den Ergebnissen dieser Studie zufolge einen wichtigen Risikofaktor für ein erhöhtes Körpergewicht bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen dar. Eltern können einen wertvollen Beitrag zum Schutz ihrer Kinder vor Übergewicht leisten, wenn sie auf eine gute Schlafdauer ihrer Kinder Acht geben und darauf bedacht sind, gute Schlafgewohnheiten einzuüben.

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Original Titel:
Sleep duration and incidence of obesity in infants, children, and adolescents: a systematic review and meta-analysis of prospective studies

 

Möhre

Beikost – wichtige Hygienetipps

Selber kochen, auf namhafte Hersteller vertrauen oder beides mixen? Wer selber zum Pürierstab greifen will, sollte ein paar Regeln beachten.

Heute empfehlen Kinderärzte, schon ab dem 4. Lebensmonat mit der Beikost zu beginnen. Süße pürierte Möhren sind immer noch der Einstiegsklassiker. Nach und nach steigert sich das Menü, kommen andere Gemüsesorten hinzu und auch püriertes Fleisch. Der Anfang ist oft mühsam, die Kleinen wollen mehr mit Löffel und Essen spielen als zu essen. Hier ist Geduld gefragt. Aber mit der Zeit klappt es immer besser, und am Ende wird der kleine Liebling gerne das Löffelchen abschlecken. Beikostkalender und Beikostinformationen gibt es zuhauf. Wichtig ist, einfach damit anzufangen. Und dann stellt sich auch schon die Grundsatzfrage: Koche und püriere ich selbst, vertraue ich auf die namhaften Hersteller von Babynahrung, oder mixe ich beides? Wie auch immer Sie sich entscheiden, wichtig ist, einige Aspekte der Sauberkeit zu beachten.

Wer Gläschen verfüttert sollte folgendes beachten

Füttern Sie Ihr Kind nicht direkt mit dem Löffel aus dem Gläschen. Füllen Sie stattdessen eine kleine Menge in eine Schüssel oder auf einen Teller. So vermeiden Sie, dass über den Löffel Keime aus dem Mund Ihres Babys ins Gläschen gelangen und den Breirest verderben. Wenn Sie dennoch einmal direkt aus dem Gläschen füttern, sollten Sie Reste im Glas aus hygienischen Gründen nicht mehr verwenden.

Nehmen Sie nur die Menge aus dem Glas, von der Sie wissen, dass Ihr Kind sie isst. Den Rest können Sie dann je nach Produkt noch ein bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren und weiter verfüttern. Lesen Sie dazu die Empfehlungen der Hersteller auf dem Gläschen.

Einmal erhitzte Gläschenkost sollte grundsätzlich nicht aufbewahrt werden. Insbesondere Gläschen, die als Gemüse Spinat enthalten, sollten wegen des hohen Nitratgehaltes von Spinat grundsätzlich nicht noch einmal erwärmt werden. Zum Essen reicht allerdings Zimmertemperatur vollkommen aus, die Breie müssen also nicht unbedingt vorher erwärmt werden.  Für den Löffel gilt: Nicht ablecken, damit Sie keine Kariesbakterien auf Ihr Kind übertragen.

Selbst hergestellte Breinahrung einfrieren

Alle Küchengeräte müssen sehr sauber und gut abgespült sein. Selbstgekochter Brei hält sich einen Tag im Kühlschrank, er sollte in der kältesten Zone stehen – etwa auf der Glasplatte über dem Gemüsefach. Größere Mengen können auch portionsweise eingefroren werden. Und so wird es gemacht:

Kühlen Sie den Brei nach dem Pürieren möglichst schnell herunter und frieren Sie die Portionen direkt danach ein, damit sich keine Keime vermehren. Als Gefäße können Sie Gefrierdosen oder saubere Gläschen verwenden.

Eingefrorene Breie aus eigener Herstellung sind bei -18° Celsius bis zu zwei Monate haltbar.

Wichtig ist, den Brei einzufrieren und erst unmittelbar vor dem Füttern schnell aufzutauen, entweder im Wasserbad oder in der Mikrowelle, um Vitaminverluste zu verhindern. Lassen Sie den Brei nicht über Nacht im Kühlschrank auftauen. Vor dem Füttern müssen Sie den Brei gut durchrühren und seine Temperatur testen. Entnehmen Sie hierzu zum Beispiel mit einem eigenen Löffel eine kleine Portion zum Probieren.

Wenn Sie die eingefrorenen Gläschen in der Mikrowelle auftauen, müssen Sie besonders vorsichtig sein: Hier wird das Essen ungleichmäßig erhitzt, und das Kind könnte sich an besonders heißen Nahrungsteilen verbrühen. Hier muss das Essen also besonders sorgfältig umgerührt und seine Temperatur getestet werden.

Statt kompletter Mahlzeiten können Sie auch die einzelnen Zutaten wie Gemüse oder Fleisch – zum Beispiel in Eiswürfelschalen – einfrieren und bei Bedarf entnehmen.

Kartoffeln eignen sich allerdings nicht separat zum Einfrieren, da es hier zu erheblichen Geschmackseinbußen kommt.

Wichtig

Einmal aufgetaute Breiportionen dürfen nicht erneut erwärmt oder tiefgefroren werden.

Linktipp

Rund um den ersten Brei Informationen rund um die Beikost, einen Beikostkalender, Rezepte und weitere nützliche Tipps zur Eingewöhnung Ihres Kindes an festes Essen liefert die Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter dem Stichwort Beikost www.kindergesundheit-info.de

Kölln_Hafer-Müslis_Glutenfrei

Neue glutenfreie Müsli

Immer mehr Menschen müssen oder möchten sich glutenfrei ernähren. Mit einem deutlich niedrigeren Glutengehalt und einer anderen -struktur als zum Beispiel der Weizen hat Hafer dafür beste Ausgangsbedingungen. Wird die Vermischung mit anderen Getreidearten vom Saatgut bis zur Verpackung konsequent vermieden, gilt Hafer als „glutenfrei“. Nach der erfolgreichen Einführung von Zarte Köllnflocken Glutenfrei stellt das Unternehmen Kölln jetzt zwei zarte glutenfreie Müsli-Mischungen auf Haferbasis vor.

Kölln Zartes Hafer-Müsli Frucht glutenfrei und Kölln Zartes Hafer-Müsli Schoko glutenfrei stehen für typischen Müsli-Genuss aus dem Hause Kölln. Zusammen mit Zarte Köllnflocken Glutenfrei gehören sie zu den wenigen Vollkornprodukten für die glutenfreie Ernährung und bieten die Möglichkeit, eine glutenfreie Ernährung abwechslungsreicher zu gestalten. Beide Müslis sind Basis für ein leckeres Frühstück und eignen sich ebenfalls für die Zubereitung glutenfreier Backwaren wie Kuchen, Plätzchen und süße Brote.

Gut zu wissen:
Ein Markenartikler wie Kölln hat den gesamten Erzeugungsprozess von A bis Z unter Kontrolle und garantiert höchste Reinheit sowie strikte Einhaltung aller Richtlinien. Beim Hafer beginnt dies mit der Verwendung von reinem Saatgut und setzt sich über die Auswahl und Vorbereitung der Felder fort. Während der Wachstums- und Reifungsphase finden zudem regelmäßig Feldbegehungen statt. Für Ernte, Transport und Lagerung wird dafür Sorge getragen, dass nur gereinigte Erntemaschinen und Transportfahrzeuge zum Einsatz kommen. In unserem Werk sind speziell geschulte Mitarbeiter für die Annahme und Verarbeitung des Hafers verantwortlich. Außerdem wird der Glutengehalt vom Saatgut über die Verarbeitung bis zum Endprodukt kontrolliert.
Auch für alle weiteren Zutaten der glutenfreien Müslis ist sichergestellt, dass sie unter kontrollierten Bedingungen hergestellt und für die glutenfreie Ernährung geeignet sind. Ebenso wie Zarte Köllnflocken Glutenfrei tragen beide glutenfreien Kölln-Müslis das Glutenfrei-Symbol der AOECS (Association of European Coeliac Societies) und werden von der Deutschen Zöliakie Gesellschaft e.V. lizenziert.

Stillen, die Persönlichkeit Ihres Babys entscheidet

Welche Still-Persönlichkeit hat Ihr Baby?

Je besser Sie Ihr Kind kennen, desto leichter wird es mit dem Stillen klappen. Und lassen Sie sich Zeit. Hebammen sagen, dass das Stillen etwas ganz Selbstverständliches geworden ist, das dauert meist drei Monate. Entscheidend für das Stillen ist auch die Persönlichkeit Ihres Babys. Wenn Sie sich erst einmal klar gemacht haben, wozu Ihr Baby gehört, fällt es oft auch leichter zu akzeptieren, dass bei Ihnen das Stillen vielleicht etwas länger dauert.

Die fünf häufigsten Typen

Der Aufgeregte

Ist Ihr kleiner Schatz, wenn der große Hunger kommt, aufgeregt und hektisch? Sucht Ihr Baby nach der Brust, von rechts, von links, findet sie mit den kleinen Lippen, lässt gleich wieder los, fängt sogar an zu weinen, anstatt mit der Mahlzeit zu beginnen? Hier ist es wichtig, dass Sie ganz entspannt und geduldig bleiben. Oft hilft es, das Baby noch mal von der Brust zu nehmen und mit Streicheleinheiten zu beruhigen. Und nach den ersten Wochen ist alles so zur Gewohnheit geworden, dass sich die Aufregung rund ums Trinken ganz von selbst legt.

Der Zauderer

Ganz anders die kleinen Zauderer: Sie scheinen erst zu überlegen, ob die Brust für sie von Interesse sein könnte. In den ersten Tagen machen sie kaum Anstalten, kräftig zu saugen. Dies verunsichert natürlich junge Mütter leicht. Wichtig ist hier: Zögerliche Babys sollen nicht zum Trinken gedrängt werden. Sie brauchen nur etwas mehr Zeit. Und das Schöne daran: Sie trinken, wachsen und gedeihen meist problemlos, sobald sie die Brust für sich entdeckt haben.

Der Träumer

Ähnlich sind die träumerischen Babys, nur dass sich dieser Charakterzug über viele Wochen oder sogar die ganze Stillzeit hindurch bemerkbar machen kann. Sie trinken, aber nur ein paar Minuten, und liegen dann schläfrig und verträumt in Mamas Arm. Danach trinken sie wieder ein bisschen, sie haben ja alle Zeit der Welt … und fordern ein Höchstmaß an Geduld. Jede Stillmahlzeit dauert richtig lang – drängen führt garantiert nicht zum Erfolg. Und die Mütter? Wer kann, entspannt dabei – wer aber einfach keine Zeit hat, beendet die Mahlzeit nach 30 Minuten konsequent. Natürlich haben die kleinen Traumtänzer dann schneller wieder Hunger, und sobald sie sich melden, sollte man die nächste Mahlzeit einfach möglichst zügig beginnen.

Der Energische

Das genaue Gegenteil sind die schnellen, energischen Kinder. Hellwach schnappen sie sich zielstrebig Mamas Brustwarze und saugen kräftig. 10 bis 20 Minuten, dann sind sie satt und zufrieden. Ein Idealtyp? Eigentlich ja, nur anfangs kann das sehr kräftige Saugen zu Schmerzen an den Brustwarzen führen. Meist härten sie aber schnell ab und die junge Mutter muss nur wenige Tage „Durststrecke“ überstehen.

Der Genießer

Nicht zuletzt gibt es den Genießer. Wie bei einem vollendeten Gourmetmenü nimmt er zunächst eine kleine Vorspeise. Er kostet ein wenig von der dünnflüssigen Milch am Anfang jeder Stillmahlzeit. Er schmatzt, nuckelt, genießt und macht vielleicht noch mal ein kleines Päuschen. Diese Zeit sollte man ihm unbedingt gönnen, denn danach geht er voller Freude und ganz entspannt, aber mit kräftigem Saugen zum Hauptgang über. Gegen Ende trinkt er langsamer, erfreut sich quasi am Dessert, denn zum Schluss der Stillmahlzeit wird die Muttermilch besonders fettreich und liefert das „Sahnehäubchen“. Ein Baby, das es auch der Mutter leicht macht, diese innige Zeit zu zweit zu genießen.

Sylvie Meis - Engagement für die Brustkrebsorganisation Pink Ribbon

Pink Ribbon Botschafterin Sylvie Meis

Die pinkfarbene Schleife steht weltweit als Symbol für Kampagnen und Aktivitäten gegen Brustkrebs. Pink Ribbon versucht mit seiner  Arbeit in erster Linie gesunde Menschen zu erreichen und weitergehend das Umfeld von Betroffenen. Der gesunde Mensch kann mit Selbstvorsorge und Früherkennungsuntersuchungen viel tun, denn im Falle der Erkrankung können durch Früherkennung die Heilungschancen enorm steigen.

Pink Kitchen, die Küche von Pink Ribbon

Eine von vielen Aktionen ist die „Pink Kitchen“. Sie steht für die Gesundheitsvorsorge durch gesunde Ernährung, die aber auch genussvoll und lecker ist und sich unkompliziert und schnell zubereiten lässt. Prominente Botschafterinnen und Unterstützerinnen von Pink Ribbon Deutschland haben jeweils ihre Lieblingszutat verraten und erzählt, warum diese so besonders für sie ist. Daraus hat Philips Chefkoch Guido Weber exklusiv für Pink Kitchen saisonale Gerichte kreiert und diese auch fotografiert. Mit dabei

Pink Kitchen

Sylvie Meis: „Zimt ist ein ‚Alles-Könner‘. Das Gewürz verfeinert süße wie salzige Speisen und gibt ihnen einen lieblich-süßen Geschmack. Ich freue mich immer ganz besonders auf Apfelspeisen mit Zimt, aber auch auf Reis ist er ganz wunderbar.“

Hier geht es zu Sylvies Rezept

www.pinkribbon-deutschland.de/fileadmin/websitedateien/PDF/PINKKITCHEN_Franzbroetchen.pdf

und hier zu der grandiosen Organisation: www.pinkribbon-deutschland.de

 

Verdauungsprobleme

Säuglingsnahrung nicht selbst herstellen

Ob Marmelade, Smoothie oder Kuchen: Selbermachen liegt im Trend. Wenn es um Säuglingsnahrung fürs Fläschchen geht, sollten Eltern allerdings die Finger davon lassen. Denn Säuglinge, die nicht gestillt werden können, brauchen eine Nahrung, die die strengen Anforderungen an Nährstoffzusammensetzung und Hygiene erfüllt. Bei erhöhtem Allergierisiko muss sie außerdem hypoallergen sein. Das kann nur industriell hergestellte Säuglingsnahrung leisten.

Stillen ist die natürlichste und ideale Ernährung für Säuglinge. Denn Muttermilch ist optimal zusammengesetzt und hygienisch einwandfrei. Manche Mütter, die nicht stillen können, suchen eine möglichst natürliche Alternative und erwägen, die Nahrung für ihr Baby selbst herzustellen. Davon raten alle Fachgesellschaften dringend ab. Nur industriell hergestellte Säuglingsnahrung ist der Muttermilch in ihren ernährungsphysiologischen Eigenschaften, aber auch in Sachen Bekömmlichkeit und Verdaulichkeit bestmöglich angepasst. Diesen Standard kann selbst hergestellte Milchnahrung nicht erfüllen, egal ob auf Basis von Soja, Kuhmilch oder anderen Quellen. Zudem birgt hausgemachte Milchnahrung die Gefahr einer Infektion. Säuglinge haben noch kein ausgereiftes Immunsystem und können durch Keime krank werden, die älteren Kindern und Erwachsenen nichts ausmachen.

Selbstgemacht: Erst recht nicht bei erhöhtem Allergierisiko

Kinder, die ein erblich bedingt erhöhtes Allergierisiko tragen, sollten überdies in den ersten vier Lebensmonaten nur allergenarm ernährt werden. Muttermilch erfüllt diese Anforderung von Natur aus. Bei industrieller HA-Säuglingsnahrung werden in speziellen, wissenschaftlich ausgefeilten Verfahren1 die kritischen Bereiche des Milchproteins so aufgespalten, dass das Risiko, Allergien auszulösen, reduziert wird. Hypoallergene Nahrung selbst herzustellen ist nicht möglich. Gegen selbst gemachten Babybrei spricht natürlich nichts. Denn mit der Beikost sollen Kinder ab dem fünften Lebensmonat an das normale Familienessen herangeführt werden. Dann genügt es, auf Ausgewogenheit zu achten und die allgemeinen häuslichen Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Die Broschüre „Allergien vorbeugen – gesunde Entwicklung fördern“ informiert ausführlich über die richtige Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern. Darüber hinaus erfahren werdende und stillende Mütter, worauf sie ihrem Kind zuliebe bei ihrer eigenen Ernährung achten sollten. Der Ratgeber ist kostenlos per Post oder übers Internet erhältlich.

Bestelladresse: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-allergien-vorbeugen.de.

 

 

Quelle:

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
Heilsbachstraße 32
53123 Bonn
Germany

 

Verschiedene Milchnahrungen für das Baby

Kleine Milchkunde

Milchnahrung: Welche ist gut für die Entwicklungsphasen des ersten Lebensjahres Ihres Babys

Pre-Nahrung

Mit dieser Milchnahrung kann ein Säugling von seinem ersten Lebenstag an gefüttert werden. Sie ist im Eiweiß-, Fett- und Mineralstoffgehalt der Muttermilch angepasst. Als einziges Kohlenhydrat enthalten sie Lactose (Milchzucker). Der sorgt für die nötige Energie, die das Baby in seinen ersten Lebensmonaten benötigt. Aber der Zuckeranteil und damit der Moppel-Faktor ist extrem gering. Deshalb kann ein Baby von der dünnflüssigen Pre-Milch so viel trinken wie es möchte. Wenn Pre-Nahrung nicht mehr ausreichend sättigt, sollte man zur nächsten Stufe wechseln. Aber Pre-Milch eignet sich sowohl als alleinige Nährstoffquelle wie auch für die Zwei-Ernährung, also ergänzend zur Muttermilch, wenn die alleine nicht ausreicht.

Milchnahrungen der Stufe 1

Eine so genannte teiladaptierte Anfangsnahrung, die auch vom ersten Lebenstag gefüttert werden kann. Ihr Eiweißgehalt ist teiladaptiert, unterscheidet sich also schon etwas stärker von der Muttermilch. Außerdem enthält sie mehr Kohlenhydrate und möglicherweise auch etwas Stärke. Milchnahrungen der Stufe 1 sind sämiger und sättigen stärker. So kann man die Fütterungsintervalle verlängern. Allerdings sollte man sich bei der Zubereitung genau an die Vorgaben halten. Denn der höhere Anteil der Kohlenhydrate kann bei Überdosierung eine Basis für Übergewicht sein.

Milchnahrungen Stufe 2 (Folgemilch)

Das gilt erst recht für eine Milchnahrung der Stufe 2. Sie wird für Kinder frühestens nach dem 4., spätestens ab dem 6. Lebensmonat empfohlen. Dem Wachstum des Kindes und dementsprechend auch seinem Bewegungsdrang zu Folge benötigt der Nachwuchs mit 6 Monaten einfach mehr Energie. Dafür sorgt ein deutlich höherer Anteil an Stärke bzw. Kohlenhydraten. Auch der Gehalt an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen (z.B. Eisen, Jod) wird dem wachsenden Bedarf des Babys angepasst. Folgemilch sättigt folglich länger, viele Babys kommen mit einer Folgemilch am Abend gut durch die Nacht. Endlich durchschlafen – auch ein angenehmes Plus.

HA-Nahrung für allergiegefährdete Kinder

Allergien sind zu einer Volkskrankheit geworden, die sich auch unter Kindern ausbreitet. Für allergiegefährdete Kinder wird Stillen als erste Option empfohlen. Wenn das nicht möglich ist, sollten sie vom ersten Lebenstag (!) an mit einer so genannten HA-Nahrung ernährt werden. Je nach Hersteller sind die Eiweißbestandteile dieser Milch stark oder weniger stark zerkleinert (hydrolisiert), die potenziell allergene Wirkung wird auf diese Weise erheblich reduziert. Wichtig ist auch, dass durchgängig eine HA-Nahrung gefüttert wird, also beginnend mit der Pre- bis hin zur Stufe 2 oder 3.

Das macht Milch so gesund

Milch bleibt auch nach dem Säuglingsalter wertvoll. Das liegt vor allem an seinen gesunden Inhaltsstoffen. Eiweiß ist ein wichtiger Baustoff für Muskeln und Organe. Milcheiweiß ist tierisches Eiweiß und kann besonders gut in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden. Kalzium ist das Fundament für einen stabilen Knochenbau und Basis einer gesunden Zahnsubstanz. Der Mineralstoff beeinflusst unsere Gesundheit und unser Wohlergehen bis ins hohe Alter, weil er vor Osteoporose schützen und vorzeitigem Zahnausfall vorbeugen kann. Mit ihrem hohen Anteil an Magnesium (Muskeln) und Phosphor, Zink (Immunsystem) und Jod (Schilddrüse) sowie den B-Vitaminen fördert Milch die gesunde kindliche Entwicklung.

Durst stillen, Richtig Trinken

Richtig trinken von Anfang an!

In den ersten vier bis sechs Monaten erhält Ihr Baby durch die Muttermilch oder Flaschennahrung genügend Flüssigkeit. Zusätzliche Getränke sind in dieser Zeit nur an besonders heißen Tagen, bei Fieber oder Durchfall nötig – am besten Leitungswasser oder ungesüßter Früchte- und Kräutertee. Leitungswasser muss nicht abgekocht werden. Lassen Sie es aber immer so lange ablaufen, bis kaltes Wasser aus der Leitung fließt.

Es sollte kein Trinkwasser aus Bleileitungen verwendet werden. Wasser aus Hausbrunnen sollte nur verwendet werden, wenn die Eignung zuvor geprüft wurde. Auch wenn Ihr Kind die Flasche schon greifen und halten kann: Überlassen Sie Ihrem Kind die Flasche nicht zum Dauernuckeln und auch nicht als Einschlafhilfe. Schwere Karies, sogenannte Nuckelflaschenkaries, kann die Folge sein.

Mit der Beikost wächst der Durst

Erst wenn die dritte Breimahlzeit (Getreide-Obst-Brei) eingeführt ist, braucht das Baby – mit Ausnahme der oben genannten Situationen – zusätzliche Flüssigkeit.

  • Geben Sie Ihrem Baby bevorzugt aus Becher oder Tasse zu trinken und nicht aus der Flasche.
  • Bieten Sie Ihrem Baby zu den Mahlzeiten und auch zwischendurch immer wieder etwas zu trinken an. Leitungswasser, stilles Mineralwasser, ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee sind auch jetzt die erste Wahl.

Machen Sie sich jedoch keine Sorgen, wenn Ihr Baby am Anfang nur wenig trinkt. Das wird sich mit zunehmendem Alter und der sich verändernden Zusammensetzung der Mahlzeiten in der Regel von selbst ändern, wenn Sie ihm regelmäßig etwas zu trinken anbieten.

Mit der Familienkost wird mehr Flüssigkeit nötig

Wenn die Nahrung beim Übergang auf die Familienkost fester wird, braucht Ihr Kind zusätzliche Flüssigkeit – zunächst etwa eine Bechermenge (200 ml) pro Tag. Wenn der Übergang zur Familienkost abgeschlossen ist, sollte die tägliche Trinkmenge zu jeder Mahlzeit und zwischendurch insgesamt etwa 600–700 ml betragen. Versuchen Sie, Ihr Kind von Anfang an Getränke aus Tasse oder Becher trinken zu lassen, auch wenn es anfangs noch nicht die Lippen um den Tassenrand schließen kann. So gewöhnt es sich erst gar nicht daran, seinen Durst aus der Flasche zu stillen und dauernd daran zu nuckeln.

Noch ein Tipp: Füllen Sie den Becher am Anfang bis zum Rand, damit die Oberlippe Ihres Kindes gleich befeuchtet wird. Dadurch öffnet es automatisch seinen Mund. Dabei sollte Ihr Kind sitzen. Zu den Mahlzeiten und zwischendurch sollten Sie Ihrem Kind regelmäßig etwas in kleinen Bechern zu trinken anbieten. Mindestens eine halbe Stunde vor dem Essen sollten jedoch keine Getränke mehr gegeben werden, um nicht unnötig den Hunger auf die Mahlzeiten zu verringern.

Wasser und ungesüßte Tees sind die erste Wahl

Leitungswasser und stilles Mineralwasser, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist, sind die bevorzugten Getränke im ersten Lebensjahr und auch noch danach. Wenn Sie Ihrem Kind vor Beginn der Beikost etwas zu trinken geben möchten, dann empfiehlt es sich, spezielle Teebeutel für Säuglinge zu verwenden. Sie unterliegen besonderen gesetzlichen Auflagen für die Säuglingsernährung und sind nahezu schadstofffrei und ungesüßt.

Mit Beginn der Beikost können Sie Ihrem Kind – neben Leitungs- oder Mineralwasser – die gängigen Früchte- und Kräutertees zu trinken geben. Heilkräutertees, wie zum Beispiel Kamillentee, sollte Ihr Kind jedoch nur bei Krankheit bekommen. Auch Fenchel-, Pfefferminz- und Melissentee sollten nicht jeden Tag gegeben werden. Für die darin enthaltenen ätherischen Öle kann eine gesundheitsschädigende Wirkung bei Dauereinsatz nicht ausgeschlossen werden. Am besten wechseln Sie die Teesorten einfach ab.

Gießen Sie den Tee mit sprudelnd heißem Wasser auf und lassen Sie ihn fünf Minuten ziehen. Ein Beutel Tee auf eine Tasse Wasser ist dabei ausreichend. Der Tee sollte anschließend auf Körpertemperatur abgekühlt werden. Von Instanttees mit Zuckerzusatz ist abzuraten. Keinesfalls sollten sie zum Dauernuckeln angeboten werden. Vor allem das ständige Umspülen mit der Zuckerlösung kann schwere Karies verursachen – selbst wenn die Zähnchen noch gar nicht durchgebrochen sind.

Das Richtige Trinken

Auch Obst- und Gemüsesäfte (zum Beispiel Apfel- oder Karottensaft) enthalten Zucker und andere Kohlenhydrate, welche die Entstehung von Karies fördern können. Säfte sollten daher grundsätzlich im Verhältnis drei Teile Wasser und ein Teil Saft verdünnt und keinesfalls zum Dauernuckeln gegeben werden. Sie sollten zudem – wenn überhaupt – nur gelegentlich angeboten werden. Getränke denen zusätzlich Zucker, Honig, Sirupe, Dicksäfte, Zuckeraustauschstoffe oder Süßstoffe zugesetzt wurden, sollten Sie grundsätzlich meiden.

Quelle
www.kindergesundheit-info.de

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel während der Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere Frauen erhalten viele Empfehlungen, vor allem Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine gelten nun als wichtige Zusätze. Diese Empfehlung ist teilweise richtig, doch was ist notwendig, was überflüssig und was vielleicht sogar schädlich für das ungeborene Kind? Grundsätzlich gilt: Schwangere sollten keine Selbstmedikation betreiben, sondern vor der Einnahme alles mit ihrem Gynäkologen besprechen und sich ansonsten vollwertig und ausgewogen ernähren.

Folsäure

sollten Frauen schon zu sich nehmen, wenn sie schwanger werden wollen. Fehlt das Medikament in der Frühschwangerschaft kann das Kind einen sogenannten Neuralrohrdefekt bekommen. Dieser Defekt führt im schlimmsten Fall zum Tod oder zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Folsäure wird schon in der dritten bis vierten Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung vom Körper benötigt. Zu diesem Zeitpunkt wissen die meisten Frauen noch nicht, dass sie schwanger sind. Deshalb empfehlen Frauenärzte die Einnahme von 400 Mikrogramm pro Tag schon beim Kinderwunsch.

Jod

sollten Frauen in der Schwangerschaft ebenfalls täglich einnehmen. Der Bedarf von Jod steigert sich in der Schwangerschaft um 20 Prozent, 100 Mikrogramm sollten Frauen zusätzlich täglich zu sich nehmen.

Fischöl

ist unter Experten etwas umstritten. Einige Studien legen nahe, dass es das Risiko von Frühgeburten vor der 34. Schwangerschaftswoche senkt, darüber hinaus das Allergierisiko beim Nachwuchs vermindert und die Entwicklung der Hirn- und Sehfunktion beim Embryo verbessert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher, die Aufnahme von 200 Milligramm Omega-3-Fettsäure pro Tag. Einige Experten halten daher die Einnahme von Fischöl für empfehlenswert, andere halten zwei bis drei Fischmahlzeiten in der Woche für ausreichend.

Vitamin D

ist wichtig für das Knochengerüst. Einige Studien deuten darauf hin, dass die kindliche Knochengesundheit im Schulalter von der zusätzlichen Aufnahme von Vitamin D in der Schwangerschaft profitiert. Besonders im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung in Deutschland für die Vitamin-D-Produktion versiegt, sei die zusätzliche Einnahme angezeigt.

Eisen

Unter einer Eisenmangelanämie leiden etwa 10 bis 20 Prozent der Schwangeren. Sie müssen zusätzlich Eisen zu sich nehmen. In einer Blutuntersuchung beim Gynäkologen lässt sich der Status genau ermitteln. Experten raten davon ab, ohne Indikation Eisen in hohen Mengen einzunehmen. Welche Auswirkungen eine Überdosierung von Eisen auf die Schwangeren und ihr Kind haben könnten, ist nicht bekannt.

Magnesium

gehört ebenfalls zu den Ergänzungsmitteln, die fast alle Schwangeren einnehmen, ohne zu wissen, ob bei ihnen ein Mangel vorherrscht. Studien zeigen, dass kaum eine Schwangere unter Magnesiummangel leidet. Jedoch gibt es für schwangere Frauen, die ein Risiko für eine Schwangerschaftsvergiftung haben, einen Vorteil: Durch die zusätzliche Einnahme von Magnesium können sie vor ihr geschützt werden.

Für die meisten wasserlöslichen Vitamine zu denen das Vitamin C und alle B-Vitamine wie z.B. das Vitamin B6 oder auch Folsäure gilt: Sie sind meistens in ausreichendem Maße im Körper vorhanden , doch überdosiert richten sie keinen Schaden an. Der Körper scheidet sie wieder aus. Nur das Vitamin B12 kann in der Leber gespeichert werden.

Vorsicht ist bei fettlöslichen Vitaminen wie den Vitaminen A, D, E und K in zu hohen Dosen geboten. Sie werden im Körper gespeichert. Vitamin A kann bei einer Überdosierung zu Fehlbildungen des Kindes führen. Jedoch gilt auch hier Entwarnung: In den von Apotheken und Drogerien bereitgestellten Ergänzungsmitteln werden solch hohe Dosierungen nicht angeboten.

Für die Angebote im Internet gilt diese Entwarnung nicht.

Was soll ich nehmen?

Es gibt eine Fülle an Präparaten für Schwangere. Vor der Einnahme sollte sich jede schwangere Frau mit ihrem Gynäkologen beraten.

Das neue Produkt Doppelherz system Kinderwunsch DHA+EPA+Folsäure setzt besonders auf Omega-3-Fettsäuren, die werdende Mutter und Schwangere wird daher intensiv mit einem Omega-3-Konzentrat versorgt, dazu enthalten die Kapseln noch einen hohem DHA- und EPA-Gehalt in Kombination mit Folsäure sowie weiteren Nährstoffen.

Elevit 2 von Bayer geht gezielt auf die Ansprüche der fortschreitenden Schwangerschaft ein. Das Produkt greift auf einen Vitamin- und Mineralstoffkomplex zurück, der speziell für das zweite und dritte Schwangerschaftstrimester und die Stillzeit konzipiert ist. Die Kapseln enthalten Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA), 400 μg Folat als Folsäure und Metafolin, Jod und Selen für die Schilddrüsenfunktion, das Nervensystem und den Energiestoffwechsel, Eisen und die Vitamine B6 und B12, Vitamin D und Vitamin C.

Für Frauen, die zum Beispiel keine Tabletten oder Kapseln mögen, hat die Marke Babys Life einen Schwangerschaftsdrink entwickelt, der alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in 60 Milliliter vereint. Den Drink gibt es in der Apotheke.

 

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft

Kinderleichte Ernährung in der Schwangerschaft

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft ist die beste Grundlage für eine optimale Entwicklung des Kindes. Einige Regeln bei der Lebensmittelauswahl gilt es zu beachten.

„Schwangere sollten auf eine ausgewogene Lebensmittelauswahl mit komplexen Kohlenhydraten achten, wie sie in Vollkornprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten und Kartoffeln enthalten sind“, sagt Dr. Kathrin Rauh vom Kompetenzzentrum für Ernährung. Dafür öfter zu frischem und gründlich gewaschenem Obst und Gemüse greifen. „Pflanzliche Öle mit wertvollen Fettsäuren sollen in der Küche den Vorzug bekommen. Dazu zählen Raps-, Walnuss- oder Olivenöl. Auch Milch und die daraus hergestellten Produkte wie Joghurt, Käse und Quark haben während der Schwangerschaft ihren Platz auf dem Speiseplan“, so Rauh weiter. Sie untersucht im Rahmen der Studie „Gesund leben in der Schwangerschaft“ (GeliS) den Einfluss der Ernährung in der Schwangerschaft auf die Gesundheit von Mutter und Kind. Übergewicht vermeiden und die Gesundheit von Mutter und Kind stärken – das sind die Ziele von GeliS.

Nichts Rohes vom Tier

Auch fettarmes Fleisch und Fisch gehören zu einer abwechslungsreichen Mischkost. Fettreicher Seefisch wie Lachs, Makrele oder Hering ist durch den hohen Jod- und Omega-3-Fettsäuregehalt gut für Mutter und Kind und sollte zweimal pro Woche auf den Teller kommen. Allerdings ist zu beachten, dass die Produkte durchgegart sein müssen. Roher Fisch in Sushi, roher Schinken oder auch Rohmilch und daraus hergestellter Käse sind tabu, ebenso Speisen in denen rohe Lebensmittel verarbeitet sind, wie rohe Eier im Tiramisu oder Schokoladenmousse. „Dadurch wird das Risiko möglicher Lebensmittelinfektionen wie Listeriose oder Toxoplasmose so gering wie möglich gehalten“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin. Auch Innereien und Leber gehören zu den Lebensmitteln, die während der Schwangerschaft und Stillzeit aufgrund möglicher Schwermetallbelastung nicht empfehlenswert sind. Um Infektionen zu vermeiden, spielt auch die Hygiene eine besondere Rolle. Daher regelmäßig Händewaschen, zerkratzte Schneidebretter in der Küche austauschen und Spüllappen heiß waschen oder ersetzen.

Den erhöhten Flüssigkeitsbedarf decken Schwangere am besten über Wasser und ungesüßte Tees. Auch Fruchtsaftschorlen sind gute Durstlöscher. Kaffee und koffeinhaltige Tees (grüner Tee, schwarzer Tee) sind in Maßen erlaubt. Beim Thema Alkohol gilt es während der Schwangerschaft und Stillzeit komplett darauf zu verzichten, damit es beim Kind nicht zu Wachstumsstörungen, Fehlbildungen oder Schädigungen des Nervensystems kommt.

Mikronährstoffe gezielt ergänzen

Eine abwechslungsreiche Mischkost deckt in den meisten Fällen den erhöhten Bedarf an Nährstoffen. Ausnahmen bilden Folsäure und Jod, die durch zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen sind. Auch Eisen, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren können – je nach Bedarf und in Absprache mit dem Arzt – supplementiert werden. Rauh rät Schwangeren, sich nicht pauschal mit Nährstoffpräparaten zu versorgen, sondern sich „ausgewogen zu ernähren und gezielt zu ergänzen.“

Eine Portion Süßes am Tag ist durchaus in Ordnung. Jedoch sollten es Schwangere nicht mit Schokolade und Co. übertreiben. Der Energiebedarf steigt in der Schwangerschaft nämlich lediglich leicht an, der Bedarf verschiedener Nährstoffe stark. Eine Schale Müsli mit Milch und Früchten deckt den zusätzlichen Energiebedarf.

 „Schwanger & Essen“-App als mobiler Begleiter

Weitere Informationen zu gesunder Ernährung und Bewegung bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft bietet die kostenlose App „Schwanger & Essen“, herausgegeben vom Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) und gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF). Experten wie Dr. Kathrin Rauh geben praktische Tipps zu Ernährung, Bewegung und Wohlbefinden. Die App ist Bestandteil einer Trilogie bestehend aus den Apps Schwanger & Essen, Baby & Essen und Kind & Essen in Kooperation mit dem Netzwerk Gesund ins Leben und der Stiftung Kindergesundheit. Weitere Informationen unter www.familie-gesund-ernährt.de.

Quelle: Kompetenzzentrum für Ernährung

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