Category : Gesundheit

Hirn-Scan gibt Aufschluss

Fieberkrampf: Was ist das?

Fieberkrämpfe sind eine besondere Reaktion des Nervensystems, die vor allem dann auftreten kann, wenn das Fieber schnell ansteigt oder fällt. Das Kind verdreht die Augen, die Gliedmaßen werden erst steif und beginnen dann möglicherweise zu zucken, der Bereich um die Lippen ist blau gefärbt, und das Kind verliert für kurze Zeit das Bewusstsein. Ein solcher Krampfanfall kann einige Minuten dauern. Danach erholt sich das Kind rasch, ist aber meist müde und kann sich an den Krampf nicht erinnern.

Solche Fieberkrämpfe sind eher selten und betreffen etwa drei bis fünf Prozent der Kinder, meist im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. In den allermeisten Fällen geht ein Fieberkrampf nach drei bis vier Minuten wieder von selbst vorüber. Fieberkrämpfe bleiben normalerweise ohne gesundheitliche Folgen für das Kind und sind aus medizinischer Sicht eher harmlos. Kinder mit Fieberkrämpfen sind in der Regel normal entwickelt und gesund und leiden auch nicht unter einer Erkrankung des Gehirns. In manchen Familien treten Fieberkrämpfe auch gehäuft auf.

Auf Eltern wirkt es verständlicherweise sehr schlimm und bedrohlich, wenn ihr Kind einen Fieberkrampf erleidet – vor allem, wenn sie ihr Kind erstmals so erleben. So ist es denn auch leichter gesagt als getan, als Eltern möglichst Ruhe zu bewahren. Dennoch sollten Sie genau dies im Falle eines Fieberkrampfes versuchen.

  • Bleiben Sie beim Kind und versuchen Sie es zu beruhigen.
  • Lagern Sie das Kind möglichst aufrecht und lockern Sie eventuell seine Kleidung, damit es gut Luft bekommt.
  • Achten Sie darauf, dass sich das Kind während des Krampfes nicht verletzt – auch nicht durch zu starkes Festhalten –, und polstern Sie harte Gegenstände in der Nähe durch Decken oder Kissen ab.
  • Falls es erbricht, bringen Sie es in die Seitenlage, damit das Erbrochene nicht in die Lunge gelangt.
  • Keinesfalls darf das Kind geschüttelt werden, da es sich hierbei gefährliche Verletzungen zuziehen könnte.
  • Geben Sie Ihrem Kind auf keinen Fall etwas zu trinken oder zu essen (Erstickungsgefahr).
  • Versuchen Sie zu kontrollieren, wie lange der Anfall dauert.
  • Gleichzeitig sollte möglichst rasch ein Arzt oder eine Ärztin über den Notruf verständigt werden.

Nach einem Fieberkrampf sollte die Körpertemperatur gemessen und durch fiebersenkende Maßnahmen verringert werden.

Wenn Ihr Kind einen Fieberkrampf hatte, sollte es danach unbedingt kinderärztlich untersucht werden, um schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen. Ihr Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin wird Ihnen dann gegebenenfalls ein „Notfallmedikament“ verordnen und Ihnen seine Dosierung und Anwendung erläutern, falls ein Fieberkrampf wiederholt auftritt und länger als einige Minuten anhält.

In seltenen Fällen kann ein Fieberkrampf länger als 15 Minuten dauern, oder es können sich noch andere Auffälligkeiten zeigen. Ein solcher „komplizierter Fieberkrampf“ muss durch Medikamente beendet werden.

Im Zweifelsfall sollten Sie immer den Notarzt verständigen!

 

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

 

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Natürliche Medizin ist im Trend

Das Unternehmen Weleda hat eine aktuelle Trendforschung zum Thema „Wie bewusst lebt Deutschland?“veröffentlicht.  Unter anderem zeigt sie, dass natürliche, anthroposophische Medizin im Trend liegt: 73 Prozent der Deutschen bevorzugen zur Selbstmedikation leichter gesundheitlicher Beschwerden rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke, die die Selbstheilungskräfte fördern. Und 55 Prozent der Befragten wünschen sich Medikamente mit natürlichen Inhaltsstoffen.

Das Besondere der anthroposophischen Medizin ist, dass sie den Menschen ganzheitlich betrachtet und dabei schulmedizinische Erkenntnisse mit einbezieht. Gesundheit bedeutet mehr als die bloße Abwesenheit von Krankheitssymptomen – sie ist das harmonische Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele. Ziel bei einer aufgetretenen Erkrankung ist es, den Menschen in seiner Genesung zu unterstützen und die eigenen Abwehrkräfte zu stärken.

Die Trendforschung beschäftigt sich auch mit dem Thema Stress und Stressbewältigung. Bei der Auswertung vieler Studien zeigte sich, wie wichtig es ist, achtsam mit sich umzugehen. Doch die  moderne Technik nimmt häufig negativen Einfluss auf die Achtsamkeit: Allein ein Handy mit sich zu tragen, verringert sowohl die kognitive Leistungsfähigkeit als auch die Konzentration.[1] Die Aufmerksamkeitsspanne für die Medienrezeption, beispielsweise von Videos im Internet, ist innerhalb weniger Jahre von durchschnittlich zwölf auf nur noch acht Sekunden gesunken.[2] Ein Großteil aller Autounfälle kommt dadurch zustande, dass Fahrer durch verbaute Technik im Auto oder telefonierende Mitfahrer abgelenkt sind.[3] „Multitasking, also die Koordination verschiedener anspruchsvoller Aufgaben, führt oft zu Stress“, bestätigt Prof. Dr. Lars Schwabe, Leiter des Arbeitsbereiches Kognitionspsychologie an der Universität Hamburg. „Gleichzeitig sorgen lockere soziale Beziehungen, unklare Rollenverhältnisse sowie die vom Arbeitsmarkt verlangte Flexibilität für Ängste, Unsicherheit und Anspannung.“ Auf Dauer leidet darunter die Gesundheit: „Hält Anspannung lange an, führt dies zur übermäßigen Aktivität von Stresshormonen.“ Ein Zustand, der auf Dauer Entzündungsvorgänge in den Gefäßen hervorruft und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen kann.[4] Auch kurzfristig sorgt Stress oft schon für Beschwerden: „Erhöhte Reizbarkeit, Ängste, Gedächtnisprobleme und auch Herzrasen oder Kopfschmerzen zählen zu den typischen Symptomen von Anspannung“, so Prof. Schwabe.

Natürliche Wege aus dem Stress
Achtsamkeitstrainings mit Atemmeditationen oder einfachen Yogaübungen sowie die achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung (Mindfulness based stress reduction, kurz MBSR) und ein gesunder Lebensstil schützen effektiv vor Stressbeschwerden. Unterstützend eignen sich komplementärmedizinische Therapien zur
Wiederherstellung des Gleichgewichts. Bei stressbedingter Erschöpfung hat sich das anthroposophische Arzneimittel Neurodoron® von Weleda bewährt. Die 3-fach-Komposition aus den Inhaltsstoffen potenziertes Gold, Kalium phosphoricum und Ferrum-Quarz stabilisiert bei nervöser Erschöpfung und stressbedingter Unruhe mit Nervosität, Angst- und Unruhezuständen, depressiven Verstimmungen und Kopfschmerzen. Das Arzneimittel ist ab dem Alter von 12 Jahren anwendbar.

[1] B Thornton et al. The mere presence of a cell phone may be distracting. Social Psychology 2014; 45: 479–488

[2]http://www.gfk.com/fileadmin/user_upload/dyna_content/DE/documents/News/2017/Management_Summary/GfK_Insight_Summit_2017_Talkin-with-the-next_generation-Kecskes.pdf (zuletzt abgerufen am 04.10.2017)

[3] https://www.allianzdeutschland.de/ablenkung-gefaehrlicher-als-alkohol/id_79645060/index (zuletzt abgerufen am 04.10.17)

[4] Tawakol A et al. Relation between resting amygdalar activity and cardiovascular events: a longitudinal and cohort study. The Lancet 2017; 389: 834-845

 

Quelle/Foto: Weleda

 

 

Verdauungsprobleme

Säuglingsnahrung nicht selbst herstellen

Ob Marmelade, Smoothie oder Kuchen: Selbermachen liegt im Trend. Wenn es um Säuglingsnahrung fürs Fläschchen geht, sollten Eltern allerdings die Finger davon lassen. Denn Säuglinge, die nicht gestillt werden können, brauchen eine Nahrung, die die strengen Anforderungen an Nährstoffzusammensetzung und Hygiene erfüllt. Bei erhöhtem Allergierisiko muss sie außerdem hypoallergen sein. Das kann nur industriell hergestellte Säuglingsnahrung leisten.

Stillen ist die natürlichste und ideale Ernährung für Säuglinge. Denn Muttermilch ist optimal zusammengesetzt und hygienisch einwandfrei. Manche Mütter, die nicht stillen können, suchen eine möglichst natürliche Alternative und erwägen, die Nahrung für ihr Baby selbst herzustellen. Davon raten alle Fachgesellschaften dringend ab. Nur industriell hergestellte Säuglingsnahrung ist der Muttermilch in ihren ernährungsphysiologischen Eigenschaften, aber auch in Sachen Bekömmlichkeit und Verdaulichkeit bestmöglich angepasst. Diesen Standard kann selbst hergestellte Milchnahrung nicht erfüllen, egal ob auf Basis von Soja, Kuhmilch oder anderen Quellen. Zudem birgt hausgemachte Milchnahrung die Gefahr einer Infektion. Säuglinge haben noch kein ausgereiftes Immunsystem und können durch Keime krank werden, die älteren Kindern und Erwachsenen nichts ausmachen.

Selbstgemacht: Erst recht nicht bei erhöhtem Allergierisiko

Kinder, die ein erblich bedingt erhöhtes Allergierisiko tragen, sollten überdies in den ersten vier Lebensmonaten nur allergenarm ernährt werden. Muttermilch erfüllt diese Anforderung von Natur aus. Bei industrieller HA-Säuglingsnahrung werden in speziellen, wissenschaftlich ausgefeilten Verfahren1 die kritischen Bereiche des Milchproteins so aufgespalten, dass das Risiko, Allergien auszulösen, reduziert wird. Hypoallergene Nahrung selbst herzustellen ist nicht möglich. Gegen selbst gemachten Babybrei spricht natürlich nichts. Denn mit der Beikost sollen Kinder ab dem fünften Lebensmonat an das normale Familienessen herangeführt werden. Dann genügt es, auf Ausgewogenheit zu achten und die allgemeinen häuslichen Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Die Broschüre „Allergien vorbeugen – gesunde Entwicklung fördern“ informiert ausführlich über die richtige Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern. Darüber hinaus erfahren werdende und stillende Mütter, worauf sie ihrem Kind zuliebe bei ihrer eigenen Ernährung achten sollten. Der Ratgeber ist kostenlos per Post oder übers Internet erhältlich.

Bestelladresse: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-allergien-vorbeugen.de.

 

 

Quelle:

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
Heilsbachstraße 32
53123 Bonn
Germany

 

Zähne in der Schwangerschaft

Zahngesund durch die Schwangerschaft

In den wohl aufregendsten neun Monaten im Leben einer Frau gehen mit der Vorfreude auf das Mutterglück auch Sorgen einher: Mache ich alles richtig? Wird mein Kind wohlauf sein? Mit einer gesunden Lebensweise schaffen Schwangere die beste Grundlage dafür. Ein besonderes Augenmerk sollte zudem auf der Mundpflege liegen.

Denn laut wissenschaftlichen Studien hat die Mundgesundheit von Schwangeren einen unmittelbaren Einfluss auf den Schwangerschaftsverlauf sowie auf die Entwicklung des Kindes. Genau hier liegt die Krux: Verschiedene Faktoren beeinträchtigen in der Schwangerschaft die Gesundheit des Mundraumes. Entgegenwirken kann die werdende Mutter „von innen“ mit einer vitalstoffreichen Kost, „von außen“ mit einer gründlichen Zahnpflege.

Schwangerschaft als Herausforderung für Zähne und Zahnfleisch

Wenn auch auf den ersten Blick überraschend, hat eine Schwangerschaft großen Einfluss auf die Zähne und Zahnfleisch. Durch die Hormonumstellung wird das Zahnfleisch stärker durchblutet, weicher und kann anschwellen. Schädliche Bakterien im Mundraum können so einfacher eindringen und Zahnfleischentzündungen verursachen. Es kommt zu einer Schwangerschaftsgingivitis. Diese zeigt sich durch vermehrtes Zahnfleischbluten, etwa beim Zähneputzen oder beim Essen. Unbehandelt kann die Entzündung auf das Zahnbett übergreifen und zu einer Parodontitis führen.

Eine weitere, für die Mundgesundheit ungünstige Begleiterscheinung einer Schwangerschaft ist die Morgenübelkeit. Ist das regelmäßige Erbrechen an sich schon äußerst unangenehm, leiden zusätzlich auch die Zähne darunter: Die Magensäure, die dabei an die Zähne gelangt, greift den Zahnschmelz an und weicht ihn auf. Um die Säure zu neutralisieren, ist es empfehlenswert, den Mundraum im Anschluss an das Erbrechen sofort mit einer fluoridhalten Mundspülung zu spülen.

 

Vitalstoffreiche Kost – auch die Zähne profitieren

Während einer Schwangerschaft holt sich das Kind im Mutterleib aus der Nahrung der werdenden Mutter alles, was es zu seiner Entwicklung braucht. Welche größere Motivation könnte es da für Schwangere geben, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten? Noch dazu, weil sie hiermit schon die Basis für eine gute Zahnsubstanz beim Kind schaffen kann, denn die Entwicklung der Milchzähne beginnt schon ab der achten Schwangerschaftswoche. Empfehlenswert sind Nahrungsmittel, die reichlich Vitalstoffe – z.B. Kalzium, Vitamin D und Fluorid – enthalten. Dazu zählen Obst und Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte, mageres Fleisch und Fisch. Stark zuckerhaltige Lebensmittel sollten dagegen mit Vorsicht genossen werden – diese führen schnell zu einer starken Vermehrung von kariesverursachenden Bakterien.

 

Schwangerschaftsgingivitis

Plaque, der weiche bakterielle Zahnbelag, ist der primäre Auslöser von entzündlichen Zahnfleischerkrankungen wie einer Schwangerschaftsgingivitis. Die beste Vorbeugung sind eine gründliche Mundhygiene sowie eine ausgeglichene und gesunde Mundflora. Einige Nahrungsergänzungsmittel wie GUM® PerioBalance® in Form von Lutschtabletten enthalten eine Kombination zweier Stämme des Milchsäurebakteriums Lactobacillus reuteri Prodentis, einem probiotischen Keim, der auch natürlich im Speichel vorkommt. Wie mehrere Studien belegen, stellt das Probiotikum bei regelmäßiger Einnahme das natürliche Gleichgewicht in der Mundhöhle wieder her.

Dies gelingt, indem sich die im Produkt enthaltenen nützlichen Bakterien im Speichel und an der Mundschleimhaut festsetzen und gleichzeitig die schädlichen verdrängen. Damit werden einerseits die natürlichen Abwehrmechanismen des Mundraumes gestärkt, andererseits das Wachstum schädlicher Bakterienarten gehemmt. Die Anfälligkeit für Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten kann somit reduziert werden.
Schon eine Lutschtablette täglich reicht zur Stärkung der Mundflora aus. Damit sich die aktiven Inhaltsstoffe des oralen Nahrungsergänzungsmittels gleichmäßig an den Flächen im Mund anhaften können, sollten Schwangere die Tablette nach dem Zähneputzen langsam im Mund zergehen lassen. Das Produkt schmeckt angenehm nach Minze hat keine Nebenwirkungen.

[1] Quelle: Lückenlos 2. Quartal 2011, das Patientenmagazin herausgegeben von den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen

 

Quelle für Bild und Text:

GUM® PerioBalance®

Fototipps vom Profi

Schwangerschaftsrechner geben schnell Auskunft

Sie sind schwanger? Wir gratulieren Ihnen!

Jetzt möchten Sie bestimmt wissen, wann Ihr Kind zur Welt kommt. Es gibt viele Schwangerschaftsrechner im Netz. Einer von Ihnen wir vom Hersteller Hipp angeboten. Er ist sehr einfach zu bedienen und gibt Ihnen sofort an, wann es voraussichtlich soweit ist. Geben Sie den Tag Ihrer letzten Monatsblutung und Ihre durchschnittliche Zykluslänge an: Danach zeigt Ihnen der Rechner den Geburtstermin, die Schwangerschaftswoche und den Beginn des Mutterschutzes.

Ab jetzt beginnt eine aufregende Zeit für Sie! Nun wächst ein ganz neuer Erdenbürger in Ihnen heran, den sie schon in Ihrer Schwangerschaft kennen lernen werden. Hat er viel Power und bewegt sich viel? Das werden Sie bald bemerken, am Strampeln und Treten. Aber keine Angst, das tut nicht weh. Im Gegenteil, es ist schön, denn sie spüren, dass es ihm oder ihr gut geht und bald mit Ihnen auch außerhalb seines neunmonatigen Zuhauses spielen will. Genießen Sie die Zeit und lassen Sie sich mit wachsendem Umfang auch mehr Zeit mit lästigen Alltagsaufgaben.Doch eines raten Frauenärzte: Schützen Sie sich möglichst vor Infektionskrankheiten.

Infektionserkrankungen während der Schwangerschaft möglichst vermeiden

Eine Reihe von Krankheitserregern ist in der Lage, die Entwicklung des Ungeborenen zu beeinträchtigen. Grundsätzlich sollte sich eine schwangere Frau von Menschen mit ansteckenden Krankheiten oder Symptomen wie hohem Fieber fernhalten. Besonders, wenn die eigentliche Erkrankung nicht bekannt ist, besteht Grund zur Vorsicht. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar hoch, dass es sich „nur“ um eine Erkältung handelt. Dies ist für Schwangere und ihr Ungeborenes in den allermeisten Fällen harmlos. Doch es gibt auch Hinweise, dass bei Müttern, die in der Frühschwangerschaft über längere Zeit hohes Fieber hatten, die Fehlbildungsrate leicht erhöht ist. Weiterhin werden durch Fieber Wehen ausgelöst. Schützen Sie sich deshalb soweit möglich vor einer Ansteckung und stärken Sie durch eine gesunde Lebensführung Ihre Abwehrkräfte.

Also: Gesund essen, regelmäßige Bewegung, gut schlafen und kein übermäßiger Stress – das sollten die Hauptziele in Ihrer Schwangerschaft sein.

Link zum Schwangerschaftsrechner:
Der 1. Zahnarztbesuch

Erster Zahnarztbesuch: Kindern die Angst nehmen

Regelmäßige Vorsorge und eine gute Mundhygiene von frühester Kindheit an können die Weichen für lebenslange Zahngesundheit stellen.

Eltern tun daher gut daran, den ersten Besuch beim Zahnarzt nicht allzu lange vor sich herzuschieben. „Rund 15 Prozent aller Kinder haben vor ihrem dritten Geburtstag bereits Karies. Idealerweise steht der erste Arzttermin an, sobald sich der erste Milchzahn zeigt“, sagt Anke Hartosch, Expertin der ERGO Direkt Versicherungen. Zunächst steht die Gewöhnung an Arzt und Praxis im Vordergrund. Das Kind soll positive Erfahrungen sammeln, ehe die erste Behandlung notwendig ist. Hartosch erklärt: „Beim ersten Besuch sollte es nur ums Kennenlernen gehen. Der Zahnarzt gibt dann oft auch Tipps, was bei der Zahnpflege zu beachten ist.“ Viele Praxen haben sich auf die kleinen Patienten spezialisiert. In solchen Kinderzahnarzt-Praxen ist vom Mobiliar bis zu den speziell geschulten Kräften alles auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten.

Teddy beim Zahnarzt


Die Eltern können schon im Vorfeld Einiges tun, um ihr Kind auf den Zahnarzttermin einzustimmen. Es hilft, wenn Vater oder Mutter die Untersuchung mit Puppen oder Teddybären nachspielen und in aller Ruhe erklären, was in der Praxis geschehen wird. „Sie können sich auch mit einer Lampe in den Mund leuchten lassen oder ihre Zähne zählen“, sagt Anke Hartosch. „Gut bewährt haben sich außerdem Kinderbücher, die den kleinen Patienten mit den Abläufen beim Zahnarzt vertraut machen.“ Ratsam ist es auch, über eigene positive Erfahrungen zu sprechen, um dem Kind Zuversicht zu vermitteln. Doch Achtung: Ebenso leicht können sich auch negative Gefühle und Ängste übertragen, warnt Hartosch: „Je mehr die Eltern von unangenehmen oder schmerzhaften Behandlungen beim Zahnarzt sprechen, umso mehr Stress bedeutet der Termin für das Kind.“ Kontraproduktiv sind vermeintlich beruhigende Worte wie: „Du musst keine Angst haben – es tut bestimmt nicht weh“. Denn solche Phrasen schüren Ängste vielmehr. Auch wer dem Kind eine Belohnung verspricht, tut ihm keinen Gefallen: Die Aussicht auf ein heiß begehrtes Geschenk kann den kleinen Patienten bei der Behandlung erheblich unter Druck setzen.

Süße Getränke sind Gift für Milchzähne


Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können entscheidend dazu beitragen, Karies einzudämmen. Damit schädliche Bakterien keine Chance haben, kommt es aber vor allem auf konsequente Pflege und die richtige Ernährung an. „Eine Hauptursache für frühkindliche Karies sind süße oder säurehaltige Getränke“, weiß Hartosch. „Daher sollten Kinder zuckerhaltige Säfte, Tees oder Limo nur in Maßen zu sich nehmen – und auf keinen Fall aus der Flasche nuckeln. Dann hat der Zucker nämlich viel mehr Kontakt mit den Zähnen. Als Durstlöscher eignen sich ungesüßte Tees und Wasser.“ Zwar müssen die Eltern Süßigkeiten nicht ganz verbieten. Sie sollten aber darauf achten, dass die Kinder nicht andauernd naschen, damit die Zähne sich regenerieren können.

„Was viele nicht wissen: Karies ist übertragbar. Eltern können die Bakterien also an ihre Kinder weitergeben“, so Anke Hartosch. „Wichtig ist daher, auch auf die eigene Zahngesundheit zu achten.“ Generell sollten die Eltern nie etwas ablutschen, was danach ihr Kind in den Mund nimmt, etwa Schnuller oder Babylöffel. Weil die Milchzähne besonders kariesanfällig sind, ist regelmäßiges Putzen Pflicht – und zwar vom ersten Zähnchen an. In den ersten beiden Lebensjahren reicht es aus, einmal am Tag mit fluoridhaltiger Zahnpasta zu putzen. Gut funktioniert die Pflege als Teil des abendlichen Zubettgehrituals. Danach empfiehlt es sich, die Zähne zweimal pro Tag zu putzen.

Quelle für Text und Foto: ERGO Direkt Versicherungen

Neue Studie gibt Entwarnung für ältere Schwangere

Entwarnung

Studien hatte in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass für ältere Mütter ab 35 Jahren das Risiko steigt, ein Kind mit niedrigem Geburtsgewicht zur Welt zu bringen oder eine Frühgeburt zu haben. Das Ärzteblatt gibt nun mit Verweis auf eine Studie, die im American Journal of Epidemiology publiziert wurde, Entwarnung: Das höhere Alter später Mütter ist nicht der wahre Grund für das erhöhte Risiko einer Frühgeburt oder niedrigen Geburtsgewichts. Die Ursachen liegen wahrscheinlich eher in den persönlichen Lebensumständen und Verhaltensweisen der Mütter. Das zeigt eine retrospektive Studie, die in diesem Jahr im American Journal of Epidemiology publiziert wurde.

Keine Sorgen über das Alter

Die Forscher um Mikko Myrskylä, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock und Alice Goisis von der London School of Economics untersuchten mehr als 124.000 Kinder aus finnischen Familien, in denen dieselbe Mutter mindestens zwei Kinder im Zeitraum von 1987 bis 2000 bekommen hatte. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Frauen sich keine Sorgen über ihr Alter an sich machen sollten, wenn sie darüber nachdenken, ein Kind zu bekommen“, so Mikko Myrskylä.

Lebensumstände

Für die einzelne Mutter sei ihr Alter nicht der tatsächliche Grund für eventuell erhöhte Geburtsrisiken, so Goisis. „Die wahren Ursachen könnten eher die individuellen Lebensumstände und Verhaltensweisen der Eltern sein, die deren höheres Alter mit sich bringt.“

Quelle:
www.aerzteblatt.de

 

Mit dem Ruhepuls schwanger werden

Pulsschlag zeigt fruchtbare Tage an

Schwanger zu werden ist nicht immer einfach. Wichtig ist natürlich, die fruchtbaren Tage zu finden. Mit Ava, einem Armband des gleichnamigen Medizintechnikunternehmens, soll das jetzt einfach möglich sein.

Erhöhter Ruhepuls

Das Medizintechnikunternehmen Ava, spezialisiert auf Gesundheit und Reproduktionsmedizin der Frau, hat erste Ergebnisse seiner klinischen Studien veröffentlicht: Die Studien zeigen eine Korrelation zwischen dem Ruhepuls und den fruchtbaren Tagen auf. Demnach steigt der Ruhepuls einer Frau zu Beginn ihres Fruchtbarkeitsfensters um circa zwei Pulsschläge pro Minute an.

Der Ruhepuls ist somit ausschlaggebend für Ava, um den Anfang der fünf fruchtbarsten Tage im Zyklus einer Frau zu identifizieren. Zusätzlich misst das Ava-Armband über Sensoren acht weitere Parameter im Schlaf. Diese nutzt der Ava-Algorithmus, zusammen mit dem Puls-Wert, um die Erkennung der fruchtbaren Tage noch individueller und genauer auf eine Person abzustimmen. Andere Methoden, wie zum Beispiel Ovulationstests (LH-Tests) können nur die letzten 24 bis 48 Stunden der fruchtbaren Phase feststellen. Methoden, die sich nur an der Basaltemperatur orientieren, können sogar nur den Tag nach dem Eisprung erkennen, wenn das fruchtbare Fenster bereits vorbei ist.

Bis zu 5 Tage

„Was viele Frauen und deren Partner nicht wissen, ist, dass Frauen nur maximal fünf Tage vor dem Eisprung und am Tag des Eisprungs selbst schwanger werden können,“ sagt Prof. Dr. med. Brigitte Leeners, Expertin für Reproduktions- und Sexualmedizin und Leiterin der Studie am Universitätsspital in Zürich.

„Wir haben in unserer Untersuchung festgestellt, dass der Ruhepuls gewöhnlich während der Regelblutung am niedrigsten ist, dann aber fünf Tage vor dem Eisprung und nochmals danach, signifikant ansteigt. Ava ist die erste Technologie, die den Ruhepuls nebst anderen Werten wie Temperatur, Herzratenvariabilität, Schlaf und Bioimpedanz verwendet, um den Beginn des fruchtbaren Fensters präzise festzustellen.“

Im Voraus erkannt

„Avas Technologie ermöglicht es, im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, die fruchtbaren Tage im Voraus zu erkennen. In der neuesten Publikation unseres klinischen Forschungspartners wird nun erklärt, warum wir das können,“ sagt Peter Stein, Mitgründer von Ava und Vizepräsident der Abteilung Forschung und Entwicklung. Die neuesten Erkenntnisse wurden im Zuge zweier separater klinischer Studien gewonnen: bei beiden Studien handelt es sich um prospektive Observationsstudien. Insgesamt wurden die Daten von 91 Frauen in der von Scientific Reports publizierten Studie analysiert, die von Prof. Dr. med. Leeners am Universitätsspital in Zürich geleitet wurde. Die Ruhepulswerte wurden dabei während des Schlafes mithilfe von photoplethysmographischen Sensoren gemessen.

Das Ziel war es, festzustellen, ob man mit einem Sensoren-Armband am Handgelenk präzise und bequem den Anfang des fruchtbaren Fensters bestimmen kann. Darüber hinaus wurde getestet, inwiefern das Sensoren-Armband Schwangerschaft oder körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft erkennen kann. Basierend auf den klinischen Daten wurde der Ava Algorithmus validiert. Ava erkennt nachweislich 5 fruchtbare Tage mit einer Genauigkeit von 89%. Der Ruhepuls erhöht sich am Anfang des Fruchtbarkeitsfensters und steigt nach dem Eisprung weiter an, bis er in der Mitte der Lutealphase (Gelbkörperphase) seinen Höhepunkt erreicht (zu dem Zeitpunkt ist der Puls 3,5 Schläge höher als zur Zeit der Periode).

Gemeinsam mit dem Universitätsspital in Zürich hat Ava seine Testergebnisse bereits an mehreren internationalen Konferenzen in Europa und den USA vorgestellt: mitunter an den Jahreskongressen der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG), der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der American Society for Reproductive Medicine (ASRM), sowie am „World Congress of the Academy of Human Reproduction“. Die Veröffentlichung der Studie in Scientific Reports (https://www.nature.com/articles/s41598-017-01433-9?WT.feed_name=subjects_epidemiology) ist der erste Beitrag der Ava Technologie-Serie.

Weitere Themen sollen u.a. das Erkennen anovulatorischen Zyklen, Verhütung und physiologische Anzeichen von Komplikationen in der Schwangerschaft, sein. Hierfür verwendet Ava bisher erfasste Daten, sowie Ergebnisse aus weiteren klinischen Tests.

Gleichzeitig veröffentlicht Ava auch eine neue Schwangerschafts-App. So können Frauen das Ava-Armband auch während ihrer Schwangerschaft nutzen. Die neue App wird ab dem 1. Juni verfügbar sein. Die neue Funktion bietet Nutzerinnen detaillierte Infos zur Entwicklung ihres Körpers und ihres heranwachsenden Kindes. Mit der neuen Funktion können Frauen zusätzlich folgende Gesundheits-Merkmale beobachten:

  • Schlaf-Qualität und -Dauer
  • Körperliche Stressanzeichen (gemessen an der Herzratenvariabilität)
  • Ruhepuls (während der Schwangerschaft erhöht)
  • Haut-Temperatur (während der Schwangerschaft erhöht)
  • Gewicht (wird manuell eingegeben)

„Wir haben mittlerweile mehr als 50 Schwangerschaften bei Ava-Nutzerinnen bestätigt. Daher wollten wir unseren Kunden Features bieten, mit denen sie ihre physiologischen Signale auch in der Schwangerschaft beobachten können,“ sagt Lea von Bidder, Mitgründerin und CEO von Ava Science, Inc. „Avas Ziel ist es, Frauen durch all ihre Lebensphasen zu begleiten und mit diesem Update sind wir unserem Ziel ein bedeutendes Stück nähergekommen.“

Über Ava

Ava wurde 2014 von Pascal Koenig, Philipp Tholen, Peter Stein und Lea von Bidder in der Schweiz gegründet. Das Unternehmen spezialisiert sich auf neue Erkenntnisse im Bereich Medizintechnik der reproduktiven Gesundheit. Das Ava Armband hat mehrere internationale Preise gewonnen, wie zum Beispiel den The Bump “Best of Baby Tech CES 2017” Preis im Bereich Fruchtbarkeit und Schwangerschaft und den “Editors’ Choice” Preis des „Women’s Health“ Magazins.

Es ist das erste Produkt der Firma für den Konsumentenmarkt und verwendet Sensor-Technologie mit klinisch getesteten Auswertungen, um den Zeitpunkt der fruchtbaren Tage einer Frau genau und in Echtzeit feststellen zu können. Das Unternehmen will sein Produkt weiter für das Schwangerschafts-Monitoring aufrüsten und führt dazu kontinuierlich klinische Studien durch. Ava hat bis dato USD12.3M (EUR11.5M) an Investitionen erhalten und ist in Zürich und San Franzisco zu Hause.

 

Mit Baby die Badesaison genießen

Perfekter Schutz in der Badesaison

Bald kommt der Sommer und dann geht auch die Badesaison los. Nun gibt es auch eine neue Windel für den Spaß im Nassen: die Pampers Splashers Schwimmwindel. Sie ist der Höschenwindel ähnlich, quillt im Wasser nicht auf und hat ein doppeltes Beinbündchen – damit auch ja kein Unfall passiert. Aber worauf Sie beim Plantschen mit Ihrem Liebling noch achten sollten, dazu gibt Dr. Barbara Kunz, Pampers-Expertin und Kinderdermatologin, Auskunft.

Viele Babys und Eltern lieben das gemeinsame Plantschen im kühlen Nass  – aber kann Babyhaut beim Schwimmen besonders strapaziert werden und  wenn ja, wodurch? Welche Auswirkungen kann das haben?  

Schon Babyhaut besitzt genau wie Erwachsenenhaut alle wichtigen Schutzmechanismen. Allerdings sind manche noch nicht voll ausgereift, wie die Regelung des Wasserhaushaltes. Babyhaut nimmt mehr Wasser auf als  Erwachsenenhaut. Bei längerem Kontakt mit Wasser quillt die Haut deshalb  auf und wird leichter verletzlich. Auf der anderen Seite gibt sie das Wasser  auch schnell wieder ab. Die Folge, Babyhaut trocknet rascher aus. Bei  empfindlicher Haut kann das zu rauen oder schuppenden Stellen führen.  Deshalb – und auch weil Babys leichter auskühlen – sollte man den Aufenthalt im Wasser nicht zu sehr  ausdehnen. Babys unter einem Jahr sollten nicht länger als 30 Minuten im Wasser bleiben. Nach dem  Plantschen gilt: Rasch trockentupfen und anziehen. Kinder, die zu trockener Haut neigen, sollten außerdem  nach dem Schwimmen mit einer für empfindliche Babyhaut geeigneten Lotion eingecremt werden.

Was bedeutet das für die Pflege? Sollten Eltern besondere Pflege verwenden, damit die Haut ihres  Babys gesund bleibt?  

Babyhaut ist durchlässiger als Erwachsenenhaut. Eltern sollten immer bedenken, dass Pflegeprodukte,  die für Erwachsene gemacht wurden, Substanzen enthalten, die ihrem Baby schaden könnten. Dazu  gehören z. B. ätherische Öle, aber auch bestimmte allergieauslösende Duft- und Konservierungsstoffe.  Eltern sollten daher nur für Babys geeignete Produkte verwenden. Im Zweifelsfall können Eltern beim  Kinder- oder Hautarzt nachfragen und sich beraten lassen.

Der Sommer steht vor der Tür und damit die Saison von Freibad und Badesee. Wie können Eltern die  Haut ihres Babys schützen, wenn sie Sonne und Wasser ausgesetzt ist? 

Wichtig ist, Babys unter einem Jahr dürfen nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden. Auch bei Kleinkindern  sollten Eltern immer für Schatten sorgen, gerade in den Mittagsstunden, wenn die Sonne am  stärksten brennt. Gute Lösungen sind ein Sonnenschirm oder eine Strandmuschel.  Auch später im Kleinkindalter ist Sonnenschutz genauso bedeutend. Neben Schatten schützt Kleidung  auch vor Sonnenbrand. Eltern sollten ihre Kinder nicht nackt in der Sonne spielen lassen und lieber anziehen.  Spezielle Lichtschutztextilien bieten den besten Schutz. Am besten ein T-Shirt, eine bequeme,  nicht zu eng anliegende Hose, einen Hut mit Krempe und Nackenschutz, in die Badetasche einpacken. Sonnenschutz darf natürlich auch nicht fehlen. Meine Empfehlung, mindestens LSF 30 und bei sehr  hellhäutigen, blonden oder rothaarigen Kindern sogar LSF 50. Die Kindersonnencreme sollte in ausreichender Menge auf die nackten Hautpartien aufgetragen und vor allem regelmäßig wieder aufgetragen  werden. Das gilt auch bei wasserfester Sonnencreme. Besonders nach dem Baden, auf nasser Haut  besteht erhöhte Sonnenbrandgefahr, deshalb sollten Babys nach dem Schwimmen sofort abgetrocknet  und wieder eingecremt werden.

Muss man beim Baden in gechlortem Wasser besonderen Hautschutz verwenden?  

Babys mit gesunder Haut brauchen auch im Schwimmbad im Chlorwasser keinen besonderen Hautschutz.  Dennoch sollten Babys nach dem Schwimmen im Chlorwasser gründlich mit klarem Wasser  abgeduscht werden.

Was muss ich beachten, wenn mein Baby z.B. Neurodermitis hat?  

Bei Kindern mit Neurodermitis reagiert die Haut individuell auf den Kontakt mit Chlorwasser. Grundsätzlich  ist Chlorwasser bei Neurodermitis nicht verboten und kann in Einzelfällen die Haut sogar verbessern,  denn das desinfizierende Chlorwasser kann entzündungsfördernde Bakterien auf der Haut reduzieren.

Wie wirkt Chlorwasser, wenn Babys und Kleinkinder kleinere Wunden haben?  

Die Verträglichkeit von Chlorwasser hängt vom Hautzustand ab. Bei offenen Stellen oder akuten Entzündungen ist Wasserkontakt, nicht nur bei Salzwasser, generell unangenehm. Wenn sie als Eltern unsicher  sind, ob die Haut einen Besuch im Schwimmbad oder am Meeresstrand zulässt, sollten sie beim Kinder- oder Hautarzt nachfragen. Zur zusätzlichen Vorsorge und um die Haut nicht weiter zu strapazieren, kann  man vor und nach dem Schwimmbadbesuch eine hautverträgliche Pflege auftragen.

Welche Wirkung hat Salzwasser im Unterschied zu Chlor- oder Süßwasser auf empfindliche Babyhaut?  

Egal ob Süß-, Salz- oder Chlorwasser, alle drei trocknen die Haut aus. Pauschal kann man nicht festlegen,  welcher Wassertyp am besten verträglich ist. Es kommt vielmehr auf die Zusammensetzung an. Stark kalkhaltiges Süßwasser, sogenanntes hartes Wasser, kann insbesondere zusammen mit Seife zu Hautreizungen  führen und das Ekzemrisiko erhöhen. Salzwasser wiederum, von dem viele denken, es  trocknet die Haut besonders aus, wird erfolgreich zur Behandlung von Neurodermitis eingesetzt.  Wasser mit hoher Chlorkonzentration kann hautreizend wirken. In Schwimmbecken ist das zugesetzte  Chlor aber stark genug verdünnt, damit es auch für Babyhaut gut verträglich ist.

Wenn ich meinem Baby beim Plantschen eine Schwimmwindel anziehe, worauf muss ich achten?  

Genauso wie bei normalen Windeln gilt auch bei Schwimmwindeln – regelmäßig kontrollieren, ob sie voll  sind. Bei einer vollen Windel geht es zurück „an Land“, um sie dort zu wechseln. Wenn ihr Baby aus dem Wasser kommt, sollten Eltern die Windel sofort ausziehen. Danach den Babypo  mit klarem Wasser abspülen, trocken tupfen und zum Spielen auf der Wiese eine normale Windel anziehen.  Außerdem sitzen Schwimmwindeln enger am Körper. Eltern sollten darauf, dass keine Scheuerstellen  entstehen. Gerade feuchte Haut ist empfindlicher für Scheuerstellen.

Gibt es besondere Pflegetipps für den Windelbereich während der Badesaison?  

Im Schatten können Eltern bei sommerlichen Temperaturen ihr Baby auch mal ohne Windel strampeln  oder krabbeln lassen. Als Pflege sollten sie besonders im Windelbereich keine zu fetten Salben verwenden.

 

Schwangerschaftsdiabetes erkennen

Schwangerschaftsdiabetes

Die Gefahr für werdende Mutter und Kind minimieren

Diabetes ist eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft, die für die werdende Mutter wie für das ungeborene Kind ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellt. Daher ist es umso wichtiger, dass jede Schwangere an dem gesetzlichen Screening in der Schwangerenvorsorge teilnimmt und mit der Behandlung nach der Diagnose so früh wie möglich beginnt, um die Gefahr für sich und ihr Kind zu minimieren.

„Leider sind betroffene Frauen häufig verunsichert, wieviel Therapie beim Schwangerschaftsdiabetes tatsächlich erforderlich ist“, betont Professor Dr. med. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). DDG und Bundesverband Niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND) stellen klar, dass die erste Behandlungsmaßnahme in einer Änderung des Lebensstils besteht; diese Haltung teilen auch der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Ob zusätzlich Insulin gegeben werden muss, um die Risiken für Mutter und Kind in den Griff zu bekommen, müsse genau abgewogen werden.

Kohlehydrat-Überangebot

Beim Schwangerschaftsdiabetes ist der Blutzucker der Mutter entweder ständig oder auch nur ungewöhnlich lange nach den Mahlzeiten erhöht. Die hohe Zuckermenge geht direkt auf das Baby über, das dadurch überernährt wird. Es wächst häufig zu schnell, und sein Stoffwechsel stellt sich schon vor der Geburt auf das ständige Kohlehydrat-Überangebot ein, wie Professor Dr. med. Birgit Seelbach Göbel, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) erläutert.

Tritt die Erkrankung schon früh in der Schwangerschaft auf und wird nicht entdeckt, so können sich auch Fehlbildungen des Herzens entwickeln. Die Hormonsituation beim Kind verzögert außerdem die Reifung der Lungenbläschen, sodass vor allem frühgeborene Babys häufiger mit Atemnot zu kämpfen haben und beatmet werden müssen. Außerdem enthält die Fruchtblase oft zu viel Fruchtwasser. Die Gebärmutterwand wird durch das zu große Kind und die hohe Fruchtwassermenge überdehnt, sodass die Geburt oft um Wochen zu früh beginnt.

Hoher Blutdruck

Auch für die Mutter ist der Schwangerschaftsdiabetes ein Risiko, denn es entwickelt sich dann häufiger ein hoher bis sehr hoher Blutdruck mit Ödemen, Nierenproblemen und der Neigung zu Krampfanfällen, eine sogenannte Präeklampsie. Auch häufen sich Infektionen der Harnwege, die das Risiko für Frühgeburten zusätzlich erhöhen. Ein weiteres, großes Problem stellt sich oft während der Geburt selbst, so Seelbach-Göbel: Es kommt bei einem großen Kind häufiger zum Geburtsstillstand und zu Schwierigkeiten bei der Geburt der kindlichen Schultern, es muss häufiger eine Vakuumglocke verwendet und es muss häufiger ein größerer Dammschnitt gesetzt werden.

Ausgewogene Ernährung

All diese Entwicklungen können von der Frau selbst verhindert werden, betont Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). An erster Stelle stehen eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung und der weitgehende Verzicht auf Süßigkeiten und Limonaden, um den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten. Außerdem gehören reichliche, möglichst tägliche Bewegung dazu und eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle.

„Wenn eine Frau diese Maßnahmen entschieden und konsequent umsetzt, kann sie meist die Gefahren für ihr Baby und für sich abwenden“, so Seelbach-Göbel. „Erst wenn diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine Insulintherapie in Betracht zu ziehen, mit der dann auch nicht zu lange zugewartet werden darf, weil es ja gilt, das ständige Überangebot an Zucker von dem Baby so gut es geht fernzuhalten und die Entwicklung von Folgeschäden bei der Mutter zu verhindern“, sagt Dr. med. Nikolaus Scheper, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND).

Screening

Wie wichtig es ist, dass alle Schwangeren das Screening wahrnehmen, unterstreicht Albring. „Wir wissen zwar, dass Übergewicht, höheres Alter, Diabetes in der Familie und die frühere Geburt eines sehr großen Kindes die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die Frau in der aktuellen Schwangerschaft einen Diabetes entwickelt. Aber 40 Prozent aller Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes sind schlank und haben auch sonst keinerlei Risiken. Würden wir unser Augenmerk nur auf die älteren, übergewichtigen Schwangeren legen, würden wir einen sehr großen Teil der gefährdeten Frauen übersehen.“

Zum Hintergrund: Beim gesetzlich vorgeschriebenen Blutzuckertest, bei dem es sich um eine international bewährte Standarddiagnostik handelt, trinkt die Schwangere zunächst 200 Milliliter Wasser mit 50 Gramm Traubenzucker, bevor eine Stunde später der Blutzucker im Venenblut gemessen wird. Der Test liefert Hinweise auf die Fähigkeit, eine bestimmte Menge Glukose innerhalb eines Zeitraumes abzubauen. Ist der Blutzuckerwert höher als 135 mg/dl, so besteht der Verdacht, dass ein Diabetes vorliegen könnte. In diesem Fall muss in den folgenden Tagen ein 75-Gramm-Diagnosetest über zwei Stunden im morgendlich nüchternen Zustand angeschlossen werden.

Erhöhte Werte

Nur dann, wenn auch dieser zweite Test erhöhte Blutzuckerwerte zeigt, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor. In diesem Fall wird ein Facharzt mit diabetologischem Schwerpunkt hinzugezogen. Er richtet sein Augenmerk auf die diabetische Stoffwechsellage, berät die Frau und entscheidet mit ihr zusammen, ob die Umstellung der Ernährungsweise und die intensivierte körperliche Bewegung ausreichen für die Normalisierung der Blutzuckerwerte. Falls das nicht der Fall ist, ist die Gabe von Medikamenten, insbesondere Insulin notwendig, um die Risiken für Mutter und Kind einzugrenzen.

„Obwohl der Schwangerschaftsdiabetes nach der Geburt von allein verschwindet, ist von nun an für Mutter und Kind erhöhte Achtsamkeit notwendig“, so Gallwitz. „Jede zweite ehemalige GDM-Patientin entwickelt innerhalb von zehn Jahren einen Typ-2-Diabetes; und auch ihre Kinder haben lebenslang ein erhöhtes Diabetesrisiko, vor allem dann, wenn der Schwangerschaftsdiabetes nicht entdeckt und behandelt wurde. „Aus diesem Grund sind Früherkennung und rechtzeitiger Therapiebeginn wichtig“, sagt Scheper.

Quelle:
Deutsche Diabetes Gesellschaft DDG e.V