Category : Gesundheit

Kinderprodukte - Augen auf beim Kauf

Kinderprodukte – AUGEN AUF BEIM KAUF

Die Initiative „Kleine Helden leben sicher“ gibt Eltern Tipps, auf welche Stoffe sie beim Einkauf achten sollten, beispielsweise Weichmacher. Barbie-Puppe, Superman Pyjamas, Funktionskleidung oder Lego – ein Leben mit Kindern, aber ohne chemische Stoffe im Kinderzimmer ist so gut wie unmöglich. Aber natürlich möchten Eltern wissen, was in den bunten Nuckelflaschen, niedlichen Babyrasseln und der bedruckten Kinderkleidung steckt. Die Sicherheitsinitiative „Kleine Helden leben sicher“ des Bundesverbandes Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller e.V. (BDKH) klärt Eltern und Verbraucher auf, auf welche Stoffe sie beim Kauf von Kinderprodukten achten sollten.

Frag den Experten

Der Verband bietet Eltern auf der Homepage www.kleineheldenlebensicher.de einen besonderen Service an: Unter der Rubrik „Frag einen Experten“ können Eltern einem unabhängigen Expertenrat ihre Fragen rund um das Thema Materialien und Inhaltstoffe bei Kinderprodukten stellen.

Babypuppen, Skibrillen, Schnorchel oder Kindersitze, die Anzahl der Artikel, mit denen Kinder in Kontakt kommen und die hohen Beanspruchungen standhalten müssen, ist riesig. Um diese Kinderprodukte weicher, dehnbarer und flexibler zu machen, werden vielfach Weichmacher eingesetzt. Es gibt kaum ein Kunststoffprodukt, das ohne diese Hilfsstoffe auskommt. Von A wie Autoreifen bis Z wie Zauberkasten, Weichmacher sind überall. Diese chemischen „Helfer“ mit dem schier unerschöpflichen Einsatzspektrum haben es in praktisch jeden Haushalt geschafft.

Dabei muss allerdings klar unterschieden werden zwischen gefährlichen und ungefährlichen Arten. Gefährliche Weichmacher wurden schon vor vielen Jahren aus dem Verkehr gezogen und durch unbedenkliche Stoffe ersetzt. Die Mitglieder des Bundesverbandes deutscher Kinderausstattungs-Hersteller (BDKH) beispielsweise haben sich einen Verhaltenskodex auferlegt, indem sie sich dazu bekennen, dass die Qualität der Produkte sowie die Sicherheit und Gesundheit ihrer Kunden oberste Priorität haben. „Nach dem Verständnis des BDKH und jedes unserer Mitglieder ist es eine besondere Verantwortung, Produkte für Babys und Kleinkinder zu entwickeln und herzustellen.

Chemische Inhaltsstoffe sollten nur dann verwendet werden, wenn wirklich notwendig. Und auch dann stets unter Berücksichtigung von gesundheitlicher Unbedenklichkeit und Nachhaltigkeit für künftige Generationen“, so Michael Neumann, Managing Director Northern Europe bei Dorel und Gründungsmitglied des BDKH. Dabei, gehen die Hersteller teilweise weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Käufer von Produkten aus Kunststoff können also sicher sein, dass europäische Hersteller von Markenprodukten darauf achten, dass bei der Herstellung ihrer Produkte alle geltenden Qualitäts– und Sicherheitsstandards eingehalten werden.

Über die Sicherheitsinitiative „Kleine Helden leben sicher”

Die Sicherheitsinitiative „Kleine Helden leben sicher“ wurde 2014 vom Bundesverband Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller e.V. ins Leben gerufen. Getreu dem Motto „Schütze, was Du liebst. Jedes Kind hat das Recht, sicher zu sein“ will die Initiative Eltern helfen, ihre Kinder zu schützen und die täglichen Risiken zu reduzieren. Unterstützt von einem Panel unabhängiger Experten verschiedener wissenschaftlicher Fachrichtungen stellt die Initiative Eltern neueste Trends und Erkenntnisse vor und erklärt aktuelle Gesetzgebungen und Normen zum Thema Kindersicherheit. Unter www.kleineheldenlebensicher.de informiert die Initiative über relevante Inhalte zu diesem Thema. Der Fokus der Initiative liegt in 2016 auf dem Thema Materialien und Inhaltstoffe bei Kinderprodukten.

Über den Bundesverband Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller e.V. (BDKH)

Der Bundesverband Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller e.V. vertritt die Kinder- und Baby-Ausstatter in Deutschland. Sein Ziel ist es, die Sicherheitsstandards bei Kinderprodukten zu verbessern und enge Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Institutionen und Behörden sowie den Dialog mit den relevanten Verbraucherorganisationen zu fördern. Darüber hinaus setzt sich der BDKH für eine kinderfreundliche Gesellschaft und die Einhaltung sozialer Standards bei der Produktion von Kinderartikeln ein. Aktuelle Mitglieder sind Britax Römer, Chicco, Maxi-Cosi, Quinny, Safety 1st, Lässig, Peg-Pérego, Rotho Babydesign, Teutonia, TFK, Ergobaby, Moon und Alvi.

Bundesverband Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller e.V. (BDKH)
Augustinusstraße 9c
50226 Frechen-Königsdorf, Deutschland
Tel: +49 92234 96 43 38
E-Mail: info@bdkh.eu
Web: http://bdkh.eu/
Web: http://www.kleineheldenlebensicher.de/
Facebook: https://www.facebook.com/kleineheldenlebensicher

Hirn-Scan gibt Aufschluss

Hirn-Scan bei Frühchen zeigt Risiko für Entwicklungsstörungen

Ein einfacher Hirn-Scan kann zeigen, ob das Gehirn eines frühgeborenen Säuglings beschädigt ist und liefert Hinweise darauf, ob das Kind eine geistige oder Bewegungsstörung entwickeln könnte. Zu diesem Schluss kommt eine kanadische Studie, die kürzlich im Fachblatt „Neurology“ erschien. Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN) begrüßt den Einsatz bildgebender Verfahren, um die Gehirne von Frühgeborenen zu beurteilen: So können mögliche Entwicklungsstörungen früh erkannt und möglicherweise behandelt werden.

Eins von zehn Babys

In Deutschland kommt etwa eins von zehn Babys vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt. Dank des medizinischen Fortschritts haben heute sogar Kinder, die in der 24. Woche geboren werden Überlebenschancen. Doch je früher das Neugeborene auf die Welt kommt, umso größer ist auch sein Risiko, mit einem Hirnschaden ins Leben zu starten, der die gesunde kindliche Entwicklung erheblich beeinträchtigen kann. „Ein Hirn-Scan, der Lage und Ausmaß der Schäden zeigt, kann Auskunft darüber geben, wie groß das Risiko auf eine spätere Entwicklungsstörung ist“, sagt Professor Dr. med. Stefan Knecht, Mediensprecher der DGKN.

Position der Verletzung

Das kanadische Team untersuchte in einem Zeitraum von sieben Jahren 58 Frühchen, die im British Columbia’s Women Hospital mit Verletzungen in der weißen Gehirnsubstanz zur Welt kamen. Mithilfe der Magnetresonanztomografie (MRT) bestimmten sie die Lage der Verletzungen in der 32. Woche nach der Geburt. Im Alter von 18 Monaten beurteilten die Experten dann die geistigen und motorischen Fähigkeiten der Kinder. Die Ergebnisse zeigen, dass die Position der Verletzungen Auskunft über Art und Ausmaß möglicher Entwicklungsstörungen geben kann: Wenn die Schäden hauptsächlich im Stirnlappen des Gehirns lagen, stieg das Risiko auf geistige Entwicklungsrückstände um einen Faktor von 79. Das Risiko auf Bewegungsstörungen vergrößerte sich um das 64-fache.

Sauerstoffmangel

Da ihre Lunge noch nicht vollständig entwickelt ist, können Frühgeborene oft nicht richtig atmen. Zudem können die zarten Blutgefäße, die das unreife Gehirn mit Sauerstoff versorgen, leicht reißen – es kann zu Hirnblutungen und Sauerstoffmangel kommen, vor allem in der sogenannten weißen Substanz des Gehirns. Diese besteht aus den Axonen und Dendriten der Nervenzellen – die Ausläufer der Nervenzellen, die elektrische Impulse weiterleiten und verschiedene Hirnregionen miteinander vernetzen. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gehirnzellen von Frühgeborenen weniger Verbindungen bilden als bei Kinder, die zwischen der 37. und 42. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen. Je nachdem, in welcher Hirnregion die Schäden auftreten, können sich bestimmte kognitive Funktionen nicht normal entwickeln.

Das MRT

„Das MRT eignet sich hervorragend, um die Gehirne von Frühgeborenen auf Schäden zu untersuchen“, sagt Knecht, der als Chefarzt an der Klinik für Neurologie an der St. Mauritius Therapieklinik in Meerbusch arbeitet. Im Gegensatz zu anderen bildgebenden Verfahren – wie etwa Röntgenstrahlen – sind die bildgebenden Magnetwellen für das Neugeborene harmlos. Dabei erstellt das MRT wesentlich genauere Bilder als zum Beispiel eine Untersuchung per Ultraschall. „Um auch die Langzeitfolgen der Schäden ausmachen zu können, müsste die Entwicklung der Frühgeborenen auch an weiteren Zeitpunkten während der frühen und späteren Kindheit beurteilt werden“, ergänzt Knecht.

Tipps für den Babypopo

So wird der Popo nicht wund

Dr. Barbara Kunz gibt Tipps, wie die empfindliche Region rund um den Babypopo nicht wund wird. Sie ist Fachärztin für Dermatologie und verfügt über eine Zusatzausbildung in Kinderdermatologie. Neben ihrer Praxistätigkeit in Hamburg ist sie auch Mitglied der europäischen Arbeitsgruppe Neurodermitis und als Expertin für die Marke Pampers tätig.

Was sind die Hauptgründe für den wunden Babypopo?

Ein wunder Po entsteht meist durch eine Kombination aus Feuchtigkeit und Reibung unter der Windel. Die Haut wird durch längeren Kontakt mit Feuchtigkeit aufgeweicht; das unvermeidliche Reiben der Windel bei Bewegungen des Babys reicht dann schon, um eine Reizung auszulösen. Noch aggressiver ist eine Mischung aus Urin und Stuhl in der Windel. Der Stuhl enthält Enzyme, die die Haut zusätzlich angreifen können. Das erklärt, warum Babys Po bei Durchfall besonders schnell rot wird

Was kann ich dagegen tun?

Die beste vorbeugende Maßnahme ist häufige Windelkontrolle und Wechsel der Windel, sobald sie feucht ist oder Stuhl darin ist. Beim Windelwechsel sollte der Po vorsichtig und ohne starkes Rubbeln gereinigt werden. Das geht zuhause am besten mit lauwarmen Wasser, für unterwegs eignen sich Feuchttücher. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass keine Allergene enthalten sind. Es ist zusätzlich wichtig, Windeln zu verwenden, die die Feuchtigkeit gut aufnehmen und diese binden, so dass die Haut möglichst trocken bleibt. Es tut der Haut aber auch gut, wenn das Baby gelegentlich ohne Windel strampeln kann.

 Wenn trotz all dieser Maßnahmen das Problem bestehen bleibt, was soll ich dann machen? Muss ich dann auf Einwegwindeln ganz verzichten?

Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, sollte man Rat beim Kinder- oder bei einem spezialisierten Hautarzt suchen. Auf einer entzündeten Haut können sich Keime leichter ansiedeln. Besonders Infektionen mit Hefepilzen kommen im feucht-warmen Milieu unter der Windel häufig vor. Diese lassen sich mit entsprechenden Cremes gut behandeln. Die oft vermutete „Windel-Allergie“ ist dagegen sehr selten. Man muss daher in der Regel nicht auf die gewohnten Windeln verzichten.

Verdauungsprobleme

Blickpunkt Bauch

Der Darm, das weiß man heute, ist ein wichtiges Gesundheitszentrum. Doch bis er seine Aufgaben richtig wahrnehmen kann, ist ein Reifungsprozess nötig. Im ersten Lebensjahr leiden Babys deshalb besonders häufig unter Verdauungsproblemen

Drei-Monats-Koliken

Jeder Erwachsene weiß, wie schmerzhaft Blähungen sein können. Für einen Säugling müssen sie eine echte Qual sein. Kein Wunder, dass Babys, die an Drei-Monats- Koliken leiden, herzzerreißend weinen und sich stundenlang gar nicht beruhigen können. Kennzeichnend für die Koliken, deren Ursachen in der Anpassungsprob – lemen des Darms vermutet werden, sind heftige Attacken hauptsächlich am Abend. Die Kleinen ziehen dabei ihre Beinchen an und schreien sich die Lunge aus dem Leib. Im Wesentlichen können Eltern nur hoffen, dass die Koliken nach drei Monaten tatsächlich so plötzlich wieder vergehen wie sie aufgetreten sind. Bis dahin helfen Tees, die den Darm entspannen (Fenchel- Mischungen), Homöopathie, leichte Massagen des schmerzenden Bäuchleins, tröstende, liebevolle Streicheleinheiten und eine Spezialnahrung gegen Koliken.

Durchfall

Mal sind es Bakterien, mal Viren, mal ist die Ursache unbekannt. Tatsache ist, dass Babys unreifes, empfindliches Verdauungssystem schnell mit Durchfall reagiert. Je jünger der kleine Patient, desto größer die Gefahr einer Dehydrierung. Deshalb sollte man bei starkem Durchfall immer den Kinderarzt aufsuchen. Symptome, die Gefahr signalisieren, sind häufiger wässriger, übelriechender Stuhl in kurzen Zeitabständen. Dann ist es wichtig, den Verlust an Elektrolyten schnell auszugleichen und den Darm anschließend mit einer HN-Nahrung wieder zu stabilisieren. Sobald sich die Verdauung normalisiert, kann das Baby wieder seine gewohnte Nahrung bekommen.

Erbrechen

Ist nicht zu verwechseln mit dem Spucken nach einer Mahlzeit. Von Erbrechen spricht man, wenn ein Säugling seine Mahlzeit in einem kräftigen Schwall wieder von sich gibt. Weil Säuglinge, die wiederholt erbrechen, auch schnell austrocknen, muss man rasch für genug Flüssigkeit sorgen. Ziehen Sie den Kinderarzt unbedingt zu Rate. Bei Erbrechen in Kombination mit Fieber liegt wahrscheinlich ein Infekt vor. Der sollte behandelt werden. Bei häufigem Erbrechen ohne Fieber sollte man sicherheitshalber nach der Ursache suchen.

Verdauungsprobleme – Die wirksamste Hilfe

Mamas Liebe und Fürsorge sind unersetzbar und stehen bei Beschwerden immer an erster Stelle auf der Behandlungsskala. Trösten, Streicheln und Massieren lindern Bauchweh bei Drei- Monats-Koliken und geben dem Säugling das Gefühl, dass er trotz seiner Schmerzen gut behütet und geborgen ist.

Rotavirus-Infektionen bei Babys: Erkrankungsgipfel im Winter!

Rotaviren sind weltweit die häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Die Erreger sind hochansteckend. Fast alle Kinder erkranken in den ersten fünf Lebensjahren daran. Rotavirus-Infektionen kommen das ganze Jahr über vor, vorwiegend jedoch in den Wintermonaten: die Fallzahlen steigen im Oktober an und erreichen im März ihr saisonales Maximum.1 Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit 2013 eine Schluckimpfung für alle Säuglinge ab sechs Wochen.2 Für 2016 meldete das Robert Koch-Institut (RKI) bis heute über 19.000 Rotavirus-Erkrankungen. 2015 lag die Zahl der gemeldeten Fälle im gleichen Zeitfenster bei über 28.000.3

Leichtes Spiel für Rotaviren durch geschwächtes Immunsystem


Das Immunsystem von Babys und Kleinkindern ist noch nicht vollständig ausgereift und entwickelt sich im Laufe der ersten Lebensjahre. Der kleine Körper lernt kontinuierlich immer mehr Keime kennen und baut seine Abwehrkräfte auf. In der kalten Jahreszeit ist das Abwehrsystem aber aufgrund eines Mangels an Bewegung, frischem Sauerstoff und Licht – das zur Produktion von Vitamin D benötigt wird – geschwächt. So haben nicht nur Erkältungskrankheiten, sondern auch Magen-Darm-Infekte Hochsaison.4

Schnelle Viren-Verbreitung in geschlossenen Räumen


Kinder halten sich in den kalten Monaten meistens in geschlossenen und aufgeheizten Räumen auf. Die geringe Luftfeuchtigkeit sorgt dafür, dass sich die Erreger schneller verbreiten und länger infektiös bleiben.4 Die warme Heizungsluft trocknet zudem die Schleimhäute aus, was dazu führt, dass Viren und Bakterien sich besser festsetzen können. Viele Kinder auf engem Raum – wie es im Winter in Spielgruppen und Kindergärten der Fall ist – erhöhen das Risiko einer gegenseitigen Ansteckung. Rotaviren werden dabei vor allem über Spielsachen, die Kleinkinder in den Mund nehmen, übertragen. 

Infektion und Symptome


Die Rotavirus-Infektion erfolgt meist fäkal-oral über eine sogenannte „Schmierinfektion“. Dabei werden mit dem Stuhl (fäkal) ausgeschiedene Erreger über den Mund (oral) die „Tröpfcheninfektion“ möglich.5 Infektionsgefahr besteht während der akuten Krankheitsphase und solange das Virus mit dem Stuhl ausgeschieden wird – in der Regel etwa ein bis drei Wochen. Zu den Symptomen gehören wässrige Durchfälle mit Schleimbeimengungen, Erbrechen, Fieber und abdominelle Schmerzen.6 Die durchschnittliche Erkrankungsdauer beträgt etwa zwei bis sechs Tage. Durch die massiven Brechdurchfälle kann es im Säuglings- und Kleinkindalter zu einem hohen Flüssigkeitsverlust und einer starken Kreislaufbelastung kommen. Insbesondere bei den Kleinsten kann der Flüssigkeitsverlust schwere Konsequenzen nach sich ziehen. Erste mögliche Symptome sind eine starke Antriebslosigkeit und tränenloses Weinen. Eine drohende Dehydration macht sich häufig vor allem durch eine leicht eingesunkene Fontanelle bemerkbar.7 In diesem Fall ist ein stationärer Aufenthalt unumgänglich, um durch Elektrolyt-Infusion den bedrohlichen Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen.

Schluckimpfung kann Säuglinge und Kleinkinder schützen


Bei einer Erkrankung ist die regelmäßige Reinigung häufig benutzter Gegenstände, wie Spielsachen, Türklinken, Wickelfläche, Wickelauflage und des Sanitärbereichs ratsam. Zudem sollten Familienmitglieder von Betroffenen jeweils ein eigenes Handtuch benutzen, das täglich gewechselt werden muss. Dennoch lässt sich eine Ansteckung häufig nicht verhindern. Viele Seifen und Desinfektionsmittel sind unwirksam gegen das Rotavirus.8 Um Säuglingen und Kleinkindern die unangenehme Rotavirus-Erkrankung zu ersparen, ist eine einfache Schluckimpfung möglich. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit dem Jahr 2013 die Impfung gegen Rotaviren als Standardimpfung für alle Säuglinge.9 Primäres Impfziel ist die Reduktion schwerer Rotavirus-Infektionen und insbesondere dadurch verursachte Krankenhausbehandlungen bei den Kleinsten. Die Impfserie sollte möglichst früh im Alter von sechs bis zwölf Wochen begonnen werden und muss je nach Impfstoff (bestehend aus zwei oder drei Dosen) bis zur 24. beziehungsweise 32. Lebenswoche abgeschlossen sein. Damit sind Säuglinge und Kleinkinder in dem Zeitraum, in dem sie besonders anfällig sind, geschützt.7

Referenzen
1 Epidemiologisches Bulletin Nr. 44, 05. November (Datenstand: 31.10.2012).
2 Epidemiologisches Bulletin Nr. 35, 02. September 2013 (Datenstand: 28.08.2013).
3 Epidemiologisches Bulletin Nr. 40, 10. Oktober 2016 (Datenstand: 05.10.2016).
4 http://www.apotheken.de/aktuell/news/article/hochsaison-der-noroviren/.
5 http://www.gesundheit-aktuell.de/artikel/impfung-gegen-rotaviren.html?noMobile=1.
6 RKI-Ratgeber für Ärzte: „Rotaviren-Gastroenteritis“: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Rotaviren.html.
7 http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=35961.
8 http://www.rotavirus-info.de/content/e4/.
9 Bundesgesundheitsblatt (2013, 56:955-956), EpiBull 34 und 35/2013.

Warum verbreiten sich Rotaviren in der kalten Jahreszeit so schnell?


Infektionen mit den hochansteckenden Rotaviren haben vor allem im Herbst und Winter Hochkonjunktur. Die Gründe dafür sind verschieden. Dadurch, dass das Immunsystem in der kalten Jahreszeit bereits angeschlagen ist, können sich die Erreger besser im Körper ansiedeln und zum Ausbruch der Erkrankung führen. Bei Säuglingen und Kindern ist das Immunsystem generell noch nicht vollständig ausgereift und in den kalten Monaten somit noch anfälliger für die aggressiven Viren. Ein weiterer Grund für die schnelle Verbreitung der Rotaviren in den Herbst- und Wintermonaten besteht darin, dass Kinder und Erwachsene sich meist in geschlossenen Räumen aufhalten. In der dort herrschenden aufgeheizten und trockenen Luft überleben Viren länger und können sich so schneller verbreiten.1 Durch den Aufenthalt in geschlossenen Räumen kommen Menschen – vor allem Kinder in Spielgruppen und Kindergärten – außerdem schnell in Kontakt mit bereits infizierten anderen Kindern oder Erwachsenen. Auch kontaminierte Lebensmittel und Oberflächen wie Spielsachen, stellen mögliche Infektionsquellen dar.2

Referenzen
1 http://www.apotheken.de/aktuell/news/article/hochsaison-der-noroviren/.
2 Epidemiologisches Bulletin Nr. 44, 05. November 2012 (Datenstand 31.10.2012).

 

So verläuft eine Rotavirus-Infektion


Im Jahr 2016 gab es laut Robert Koch-Institut (RKI) bislang über 18.000 Erkrankungen mit Rotaviren.1 Die hochansteckenden Erreger werden vor allem durch Schmierinfektionen und Tröpfcheninfektion oral übertragen.2,3 Die Viren heften sich im Inneren des Darms, dem Darmlumen, an die Dünndarmzotten.2 Dadurch entwickelt sich eine schwere Entzündung der Darmschleimhaut, die sich im Dünndarm weiter ausbreitet. Als Folge sterben die Darmzotten ab und der Körper ist nicht mehr in der Lage, Flüssigkeit oder Elektrolyte aufzunehmen.2 Durch das Absterben der Zotten bilden sich die typischen Symptome der Rotavirus-Infektion aus: Es kommt zu akuten wässrigen Durchfällen mit Schleimbeimengungen, Erbrechen und Fieber.2 Bei Säuglingen und Kleinkindern kann es schnell zu einer gefährlichen Austrocknung des Körpers (Dehydrierung) kommen. Diese macht sich vor allem durch starke Antriebslosigkeit, tränenloses Weinen und eine eingesunkene Fontanelle bemerkbar.4 Die Zeit zwischen der Ansteckung mit Rotaviren und dem Ausbruch der Erkrankung beträgt etwa ein bis drei Tage.1

Referenzen
1 Epidemiologisches Bulletin Nr. 34, 29. August 2016 (Datenstand: 17.08.2016).
2 RKI-Ratgeber für Ärzte: „Rotaviren-Gastroenteritis“: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/RatgeberRotaviren.html
3 Epidemiologisches Bulletin Nr. 44, 05. September 2012 (Datenstand: 01.11.2012).
4 http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=35961 (02.09.2016).

 

Quelle:

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Prinzregentenplatz 9
81675 München

Borchert & Schrader PR GmbH
Antwerpener Straße 6-12
50672 Köln

 

Tetanusimpfung für die Kinder in der 3. Welt

Pampers für UNICEF: Partner im Kampf gegen Tetanus bei Neugeborenen

Von November 2016 bis Januar 2017 gibt Pampers mit jedem Kauf einer Packung Windeln mit UNICEF-Logo oder eines Baby-Dry Sparpacks im Aktionszeitraum den Gegenwert einer lebensrettenden Impfdosisan UNICEF. Gemeinsam wollen die beiden Partner dazu beitragen, Tetanus bei Müttern und Neugeborenen weltweit zu besiegen. Die Schauspielerin Jasmin Gerat ist Botschafterin der Aktion, reiste in dieser Funktion im Sommer nach Äthiopien und erzählt im Interview von ihren Erlebnissen.

In Ihrer Rolle als Aktionsbotschafterin der Initiative von Pampers für UNICEF „1 Packung = 1 lebensrettende Impfdosis*“ sind Sie diesen Sommer nach Äthiopien gereist. Mit welchen Erwartungen sind Siein Afrika gelandet?

„Das waren weniger konkrete Erwartungen, stattdessen habe ich gespürt, dass mit dieser Reise etwas Großes auf mich zukommt. Ich war zwar durch Dreharbeiten vorher schon ein paar Mal in Afrika, aber ich wusste auch, dass ich in meiner Rolle als Aktionsbotschafterin für Pampers und UNICEF ein ganz anderes Afrika kennenlernen würde. Dazu kommt, dass ich ja gerade erst letzten Winter zum zweiten Mal Mutter geworden und daher den Themen Babys, Geburt und Krankheiten natürlich noch ganz nah bin. Da hat ja jeder so seine Ängste und deshalb wusste ich schon im Vorfeld: Das wird mich emotional umhauen!“

Was genau ist der Hintergrund der Initiative von Pampers für UNICEF?

„Pampers unterstützt UNICEF bereits im elften Jahr dabei, Tetanus als Todesursache bei Neugeborenen zu besiegen und dabei wurde schon sehr viel erreicht. In 19 Ländern** weltweit konnte Tetanus bei Müttern und Neugeborenen seit Beginn der Partnerschaft 2006 eliminiert werden. Doch gerade in Äthiopien haben wir gesehen, dass das harte Arbeit ist, die auch weiter Unterstützung verdient und benötigt. Denn auch wenn Tetanus bei uns in Europa kein Problem mehr ist, stirbt weltweit noch immer alle 11 Minuten ein Baby an dieser schlimmen Infektionskrankheit***.

Mit Äthiopien sind es insgesamt19 Länder**** weltweit, in denen Babys und ihre Mütter noch von Tetanus bedroht sind. Ähnlich wie in Äthiopien, das zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, leben die Menschen in diesen Ländern häufig in schwer zugänglichen Gebieten, teilweise leiden sie unter Krisen oder leben in Kriegsgebieten.“

Warum unterstützen Sie die Initiative?

„Als Mutter liegt mir dieses Engagement sehr am Herzen. Ich kenne die Initiative von Pampers für UNICEF schon seit vielen Jahren, weil ich ja bereits eine ältere Tochter habe und ich kann zu 100 Prozent hinter diesem Engagement stehen. Deshalb möchte ich gerne meinen Teil dazu beitragen, dass die Aktion auch im elften Jahr ihres Bestehens wieder ein Erfolg wird. Die Reise hat mir gezeigt, wie viel wir deutschen Eltern gemeinsam mit unseren Babys auf so eine einfache Art und Weise für andere erreichen können. Ich habe hier im Krankenhaus und in den Impfstationen erlebt, dass die Hilfe ankommt, und das macht mich auch ein bisschen stolz.“

Äthiopien hat gerade die schlimmste Dürre der letzten 50 Jahre erlebt. Welche Auswirkungen waren für das Impfprogramm gegen Tetanus bei Müttern und Neugeborenen spürbar?

„In dieser schlimmen Situation mussten sich viele Hilfsangebote in den betroffenen Regionen auf die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und Nahrungsmitteln konzentrieren. Der Kampf gegen eine Krankheit wie Tetanus hat auch sehr viel mit Aufklärung zu tun. Verständlich, dass das ein wenig in den Hintergrund rückt, wenn die Menschen so schon ums Überleben kämpfen müssen. Angesichts der herrschenden Armut kann aber gerade diese Aufklärung, zum Beispiel über die Risiken einer Hausgeburt, die Verwendung von sterilen Instrumenten bei der Durchtrennung der Nabelschnur und eben über die Möglichkeit zu Impfen, einen großen Unterschied machen.

In Häusern mit Fußböden aus loser Erde, wie viele Familien sie hier bewohnen, sind die Tetanussporen überall, da sie im Erdreich vorkommen. Da ist das Ansteckungsrisiko gleich viel höher. Deshalb strengen sich die Mitarbeiter von UNICEF und viele Freiwillige gerade in dieser Situation umso mehr an und benötigen dann auch entsprechende Ressourcen, um den Frauen und ihren Babys zu helfen.“

Wie laufen die Impfungen hier in Äthiopien ab?

„In den Krankenhäusern und Gesundheitszentren gibt es regelmäßige Impftage. Da hier im Land aber wahnsinnig viele verschiedene Sprachen gesprochen werden, muss sich das erst einmal unter den Frauen herumsprechen, dass es das gibt und dass die Impfung wichtig für die Frauen ist, damit Mutter und Baby nicht krank werden. Und während ich beim Impfen ganz nah bei den Müttern und ihren Babys war, habe ich gemerkt, dass sich viele Dinge gar nicht unterscheiden, egal, ob man in Berlin ist oder in Äthiopien: Wenn das Baby den Piekser der Spritze spürt, wird erst mal geweint und Mama muss trösten, aber dann ist auch schnell wieder alles in Ordnung.“

Welche Eindrücke, vor allem von den Menschen hier, nehmen Sie mit nach Hause?

„Reisen macht mich immer demütig und hier in Äthiopien war das ganz besonders der Fall. Ich habe sehr viele Fotos gemacht und die werde ich zuhause meinen Kindern zeigen und ihnen dann ganz viel davon erzählen, wie es den Kindern hier geht. Mich hat der Zusammenhalt der äthiopischen Familiensehr beeindruckt. Alle packen mit an. Keiner kreist nur um sich selbst und wenn es sein muss, unterstützt auch mal das ganze Dorf. Ich habe mir abends immer die Zeit genommen, den Tag nochmals Revue passieren zu lassen, weil es so viele Eindrücke waren, die ich tagsüber nur so aufgesogen habe.

Die Menschen und vor allem die Kinder hier haben ein sehr offenes Herz ohne Vorurteile und ohne Schubladen. Auch wenn wir uns nicht über Sprache verständigen konnten, wusste ich in diesen Augenblicken trotzdem, was sie mir sagen wollen, und das ging mir sehr nahe. Ich habe einen Riesenrespekt vor den Müttern hier, die teilweise gemeinsam mit ihren größeren Kindern bis zu zehn Kilometer bis zum nächsten Gesundheitsposten laufen und möchte mir für mein Leben zuhause das eine oder andere von ihnen abschauen.“

Fußnoten

*Mit jedem Kauf einer Packung Pampers mit UNICEF-Logo oder eines Baby Dry Sparpacks im Aktionszeitraumvom 01.11.2016 bis 31.01.2017 unterstützt Procter & Gamble UNICEF im Kampf gegen Tetanus bei Neugeborenen mit € 0,078 [bzw. 0,084 CHF]. Dieser Betrag entspricht z. B. den Kosten einer Tetanus-Impfdosis oder unterstützt ihre Verteilung. Weitere Informationen unter www.pampers.de oder www.unicef.de. UNICEF bevorzugt keine Marken oder Produkte.

** Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gabun, Ghana, Guinea-Bissau, Indonesien, Kambodscha, Kamerun, Laos, Liberia, Madagaskar, Mauretanien, Myanmar, Niger, Osttimor, Senegal, Sierra Leone, Tansania und Uganda

*** Basierend auf der Child Health Epidemiology Reference Group (CHERG) von WHO und UNICEF (Lancet, Oktober2014)

**** Afghanistan, Angola, Äquatorialguinea, Äthiopien, Demokratische Republik Kongo, Guinea, Haiti, Jemen, Kenia, Mali, Nigeria, Pakistan, Papua Neuguinea, Philippinen, Somalia, Sudan, Südsudan, Tschad, Zentralafrikanische Republik

 

Quelle für Text und Bild/Grafik

Procter & Gamble Germany GmbH & Co Operations oHG

Sulzbacher Straße 40

65824 Schwalbach am Taunus

Verbrühungen bei Kindenr vermeiden

Heiße Gefahren für Kinder!

„Gerade im häuslichen Bereich lauern viele Gefahren für Kinder, sich zu verbrennen oder zu verbrühen“, weiß Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. Unter dem Motto „Heiße Gefahren für Kinder!“ werden Aktionspartner wie Feuerwehren, Kliniken, Apotheken, Kitas und Arztpraxen am diesjährigen „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember Gefahren aufzeigen und erklären, wie man Kinder vor diesen folgenschweren Unfällen schützen kann.

Schwerste Verbrühungen

Unfälle mit heißen Flüssigkeiten, wie Tee, Kaffee oder umgefallene Wasserkocher verursachen schwerste Verbrühungen bei Kindern. Kaum jemand weiß, dass heiße Flüssigkeiten schon ab 52°C die zarte Kinderhaut schädigen können. „Große Schmerzen, zahlreiche Operationen und Behandlungen, die sich oft über Monate und Jahre hinziehen, sind die traurige Folge für die betroffenen Kinder“, berichtet die Kinderchirurgin Dr. Mechthild Sinnig, Vorstandsmitglied des Arbeitskreises „Das schwerbrandverletzte Kind“ und leitende Ärztin des Zentrums für schwerbrandverletzte Kinder im Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT in Hannover. „Diese Unfälle bedeuten einen großen persönlichen Einschnitt für die Familien.“

Unfälle vermeiden

Jährlich werden mehr als 30.000 Kinder in Deutschland wegen Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich behandelt. Knapp 6000 Kinder und Jugendliche sind so schwer verletzt, dass sie stationär behandelt werden müssen. Die häufigste Unfallursache bei thermischen Verletzungen im Kindesalter sind Verbrühungen. Mehr als 70% der Kinder sind zum Unfallzeitpunkt jünger als 5 Jahre. Experten schätzen, dass ca. 60% aller Unfälle vermieden werden könnten. Mit Sicherheitsmaßnahmen im kindlichen Umfeld, die der sich ständig vergrößernden Reichweite eines heranwachsenden Kindes angepasst werden, könnten viele dieser Unfälle verhindert werden.

Aktionstag

Der „Tag des brandverletzten Kindes“ bietet den Aktionspartnern eine Plattform, um auf die hohen Unfallzahlen hinzuweisen und den Eltern Maßnahmen an die Hand zu geben, wie sie ihre Kinder vor diesen folgenschweren Unfällen schützen können. Je mehr Aktionen stattfinden, desto mehr Aufmerksamkeit wird das Thema „Heiße Gefahren für Kinder!“ und „Thermische Verletzungen im Kindesalter“ bekommen. Alle Aktionen und Veranstaltungen zum 7. Dezember werden im Aktionskalender auf der Website www.tag-des-brandverletzten-indes.de veröffentlicht.

 

Den Kinderwunsch erfüllt

Meningokokken – Impfungen können schützen

Eine Infektion mit Meningokokken-Bakterien kann bereits innerhalb von 24 Stunden tödlich enden.1 In etwa zehn Prozent der Fälle stirbt ein Erkrankter auch.1 Aufgrund der unspezifischen, grippeähnlichen Symptome wird eine Erkrankung oft zu spät erkannt. Auch Fehldiagnosen sind häufig. Aus einer Ansteckung kann eine Meningitis (Hirnhautentzündung) oder eine Sepsis (Blutvergiftung) resultieren. Besonders betroffen sind Säuglinge im ersten Lebensjahr sowie Kleinkinder und Jugendliche. Insgesamt gibt es zwölf verschiedene Unterstämme von Meningokokken-Bakterien, von denen  die Serogruppen A, B, C, W135 und Y die am häufigsten vorkommenden Typen sind.

Dr. Stephan von Landwüst, Kinderarzt aus Leverkusen, beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema.

Herr Dr. von Landwüst, wie können sich Kinder überhaupt mit Meningokokken anstecken?

Wie bei Masern und Windpocken werden Meningokokken-Bakterien als Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen. Das geschieht z. B. beim Atmen, Husten, Niesen oder Sprechen. Etwa jeder Zehnte trägt die Erreger im Nasen-Rachen-Raum – ohne es zu wissen. Dabei besteht die Möglichkeit, Säuglinge oder Kleinkinder anzustecken. Deren Immunsystem ist nämlich oft noch nicht ausgereift und besonders anfällig für Infektionen.

Und welche typischen Symptome treten bei einer Meningokokken-Infektion auf?

Die ersten Symptome bei einer Meningokokken-Infektion treten nach etwa drei bis vier Tagen auf. In vielen Fällen kommt es zu einer Nackensteifheit. Oft leiden die Betroffenen unter Krampfanfällen und haben typische grippeähnliche Symptome wie Fieber, Lichtempfindlichkeit, Müdigkeit und Benommenheit. Deshalb werden Meningokokken-Infektionen oft erst spät erkannt und fehldiagnostiziert. Auch Nierenversagen, Hirnschäden oder Gehörverlust sind möglich. Wenn die Bakterien sich über die Blutbahn im gesamten Körper verteilen, kann es zu einer Sepsis kommen. Dabei ist das Absterben einzelner Gliedmaßen möglich – eine Amputation ist oft der einzige Weg, um das Leben des Erkrankten zu retten.

Wie können Eltern erkennen, ob sich ihr Kind möglicherweise mit Meningokokken infiziert hat?

Neben den typisch grippeähnlichen Symptomen reagieren Säuglinge oft teilnahmslos, unruhig, verweigern die Nahrungsaufnahme und sind berührungsempfindlich. Manchmal zeigt sich auch eine vorgewölbte oder harte Fontanelle – das ist die Spalte zwischen den Schädelplatten von Säuglingen. Die Nackensteifigkeit kann hingegen fehlen.

Wie können Eltern ihre Kinder vor einer Meningokokken-Infektion schützen?

In Deutschland können Eltern ihre Kinder durch eine Impfung gegen die am häufigsten vorkommenden Serogruppen schützen. Seitens der Ständigen Impfkommission (STIKO)  wird derzeit eine Impfung gegen Meningokokken C für alle Kinder ab dem zwölften Lebensmonat empfohlen. Zu einer Impfung gegen Meningokokken B werden beispielsweise seit September 2015 Personen mit eingeschränkter Immunfunktion (z. B. nach Milzentfernung) oder jene mit engem Kontakt zu einem Meningokokken-Erkrankten geraten. In den neuen Bundesländern sieht das anders aus: Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg empfehlen die Meningokokken-B-Impfung bereits seit zwei Jahren. Für die nur selten vorkommenden Serogruppen A, W135 oder Y gibt es zudem eine Impfempfehlung, falls eine gesundheitliche Gefährdung – z. B. bei Laborpersonal oder bei Reisen in Risikogebiete – vorliegt.

Was müssen Eltern tun, wenn sie eine Meningokokken-Infektion vermuten?

Bei ersten Anzeichen einer Ansteckung mit Meningokokken sollten Eltern mit ihren Kindern sofort ein Krankenhaus aufsuchen. Dort müssen Kinder unbedingt mit einem Antibiotikum behandelt werden. Nach einer erfolgreichen Therapie besteht nach 24 Stunden keine Ansteckungsgefahr mehr. Wichtig ist: Den besten Schutz vor einer Meningokokken-Infektion stellt eine zeitgerechte Impfung dar.

Referenzen:

1 World Health Organization. Meningococcal Meningitis Factsheet N°141. November 2012. Available at http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs141/en/, August 2016

 

Ultraschall bei Knochenbrüchen

Ultraschall statt Röntgen: Knochenbrüche ohne Strahlen feststellen

In Deutschland erleiden jährlich schätzungsweise 253 000 Kinder im Wachstumsalter einen Knochenbruch. Bei der Diagnose gilt das Röntgenbild als Mittel der Wahl, weswegen Ärzte diese Technik großzügig einsetzen. Doch gerade bei Handgelenks- und anderen Armbrüchen bietet in vielen Fällen die Ultraschalldiagnostik eine Alternative. Da Kinder etwa zehnmal empfindlicher auf Röntgenstrahlen reagieren als Erwachsene, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM), die kleinen Patienten – wann immer es möglich und sinnvoll ist – mittels Ultraschall zu untersuchen. Auf einer Pressekonferenz der DEGUM am 8. Juni 2016 in Berlin erörtert Privatdozent Dr. med. Ole Ackermann aus Mettmann unter anderem, wie dadurch pro Jahr 350 000 Röntgenuntersuchungen verzichtbar werden könnten.

Strahlenbelastung

Auch wenn die Röntgentechnik heute sicherer und strahlungsärmer ist als in der Vergangenheit, bleibt bei jeder Röntgenaufnahme ein Rest an Strahlenbelastung. Weil der kindliche Körper außerdem empfindlicher auf Röntgenstrahlen reagiert als der Körper eines Erwachsenen, ist Strahlenschutz im Wachstumsalter besonders wichtig. „Der wirksamste Schutz ist die Vermeidung von Röntgenaufnahmen, wobei sichergestellt sein muss, dass die Qualität von Diagnose und Behandlung nicht leidet“, sagt Privatdozent Dr. med. Ole Ackermann, Oberarzt der Abteilung Unfallchirurgie und Orthopädie am Evangelischen Krankenhaus Mettmann.

Ultraschalldiagnostik

In vielen Fällen biete die Ultraschalldiagnostik eine Alternative zum Röntgenbild. So könnten sehr häufig vorkommende Handgelenksbrüche in neun vor zehn Fällen rein sonografisch diagnostiziert und kontrolliert werden. Bei Ellenbogenbrüchen ließen sich 70 Prozent und an der Schulter sogar drei Viertel der Röntgenbilder einsparen, so Ackermann. „Die Sonografie basiert auf ungefährlichen Schallwellen und hat auch bei intensiver Anwendung keine gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen“, ergänzt der Experte.

In den letzten 15 Jahren haben wissenschaftliche Arbeitsgruppen weltweit mehrere tausend Patienten untersucht und die Sonografie mit der Röntgendiagnostik verglichen. „Dadurch wurden sichere Anwendungsbereiche definiert und standardisierte Vorgehensweisen entwickelt“, erklärt Ackermann und betont:  „Wir befürworten ausdrücklich, dass Ärzte im Sinne der Patienten – gerade der Kinder – den Ultraschall als schonendes Verfahren hier viel häufiger einsetzen.“ Dies gelte umso mehr, als die erforderlichen Geräte bereits flächendeckend in Kliniken und Arztpraxen vorhanden sind. Die notwendige Qualifikation können Ärzte bei der DEGUM in Intensivkursen erwerben.

Kostenerstattung

Ärzten, die weniger röntgen und mehr schallen möchten, stellt sich jedoch ein Problem: „Leider werden die Ultraschalluntersuchungen von den Krankenkassen noch nicht kostendeckend vergütet“, kritisiert Ackermann. Auf der Pressekonferenz der DEGUM am 8. Juni 2016 fordern Experten, die Ultraschalluntersuchung zur Diagnostik von kindlichen Knochenbrüchen vermehrt anzuwenden und die entsprechenden Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Über die DEGUM

Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) bietet ein Forum für den wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des medizinischen Ultraschalls. Sie vereint rund 10 000 Ärzte verschiedener Fachgebiete, medizinische Assistenten, Naturwissenschaftler und Techniker. Ultraschalldiagnostik ist heute das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren in der Medizin. Ultraschallanwendern bescheinigt die DEGUM eine entsprechende Qualifikation mit einem Zertifikat der Stufen I bis III. DEGUM zertifizierte Ärzte finden Patienten im Internet unter: www.degum.de

Quelle und Fotos: DEGUM

 

Stilltee

Tee trinken & genießen!

Tee schmeckt nicht nur gut. Die verwendeten Kräuter haben auch viele positive Wirkungen. Verbinden Sie also das Angenehme mit dem Nützlichen, machen Sie es sich gemütlich und genießen Sie diese und andere Tees!

Stilltee
Bei übermäßiger Milchproduktion empfiehlt sich ein Salbeitee, da dieser die Produktion von Sekreten hemmt. So wird eine weitere Milch-Produktion vermindert.

Tipps bei wunden Brustwarzen

Aus wunden Brustwarzen kann es zu einer Infektion kommen. Eine Brustinfektion ist nicht selten. Etwa fünf Prozent der stillenden Mütter sind davon betroffen und auch Mütter, die mit der Flasche füttern, können eine Infektion (Mastitis) bekommen. Empfohlen wird, die Brustwarzen nach dem Stillen mit schwarzem Tee abzuwischen.

Abstillen

Kräutertees unterstützen auf eine natürliche und sanfte Weise beim Abstillen, denn viele Kräuter und Produkte aus der Natur haben positive Auswirkungen auf den weiblichen Körper. In einem Abstill-Tee kommen ausgewählte Kräuter zum Einsatz, die eine milchbildungshemmende oder auch eine antibakterielle Wirkung haben. Zum Abstillen geeignet:

Pfefferminzblätter

milchreduzierende Wirkung und schmeckt zudem auch noch lecker und erfrischend

Salbei

milchbildungshemmend und wirkt antibakteriell und entzündungshemmend

Hopfenblüten

hemmen aufgrund östrogenartigen Wirkweise die Milchbildung

Rosmarin

kreislauffördernd und verhilft der stillenden Mutter zu neuen Kräften.

Walnussblätter

milchbildungshemmend und antibakteriell.

Zitronenverbene

verdauungsfördernd

Fencheltee in der Stillzeit

Mütter schwören nach der Schwangerschaft auf die Wirkung des Fencheltees. Er ist sehr gut zur Beruhigung des Verdauungstraktes und zur Reduktion von Blähungen bei Säuglingen geeignet. Ferner stimuliert er die Milchbildung, wenn gleichzeitig viel Wasser getrunken wird. Die entblähende Wirkung kann über die Muttermilch auf das Kind übertragen werden. Stillende Mütter können neben dem puren Fencheltee auch einen Tee aus gleichen Teilen von: Kümmel, Fenchel, Anis trinken, um damit die Milchbildung zu unterstützen.
Mehr Infos unter: www.teaslikeheaven.de