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Felix Neureuther sagt: „Danke Mama“

Zum „Tag der Komplimente“ am 24. Januar bedankt sich Felix Neureuther bei seiner Mutter Rosi Mittermaier für Werte wie Offenheit und Respekt, die sie ihm vermittelt hat und die ihn zu dem Menschen gemacht haben, der er heute ist. Aktuell ist er Markenbotschafter für die internationale „Danke Mama“-Kampagne von Procter & Gamble (P&G) zu den Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang, die sich dafür einsetzt, gesellschaftliche Stereotype und Vorurteile zu überwinden.

Mit der diesjährigen Kampagne „Danke Mama“ würdigt P&G die bedingungslose Liebe von Müttern, mit der sie ihre Kinder vom ersten Tag an begleiten und ihnen helfen ihre Träume zu erreichen: Eine Mutter ist die erste und größte Fürsprecherin für ihr Kind. Sie erkennt sein Potenzial, ganz egal was andere in ihm sehen. Denn zu oft urteilen Menschen unterbewusst vorschnell aufgrund des Aussehens, der sexuellen Orientierung oder körperlicher Einschränkung einer Person.

Mütter prägen den Werdegang ihrer Kinder
„Meine Mutter hat mich zu dem offenen, positiven Menschen erzogen, der ich heute bin. Sie hat mich immer unterstützt, mir aber gleichzeitig auch beigebracht, dass man anpacken muss, um sich etwas zu verdienen“, berichtet Felix Neureuther über die wichtige Rolle, die seine Mutter bis heute für ihn spielt. Seine Dankbarkeit und die bejahende Art ihres Sohnes sind das größte Kompliment für Rosi Mittermaier. Wie Felix Neureuther bestätigen 92 % der Olympischen Athleten in einer vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gemeinsam mit P&G durchgeführten Umfrage, dass sie nicht die Person wären, die sie heute sind, ohne ihre Mutter. Auch an der Entwicklung zum erfolgreichen Sportler haben Mütter einen großen Anteil. Die Umfrage hat gezeigt, dass 84 % der Athleten der Aussage zustimmen, dass sie nicht der Athlet wären, der sie heute sind, ohne ihre Mutter.

Sport verbindet und kann Vorurteile vorbeugen
„Für die natürliche Entwicklung von Kindern ist Bewegung, im Idealfall in der Natur, sehr wichtig. Wenn sie dann noch ein Talent für etwas haben, ist das klasse“, so Rosi Mittermaier. Felix Neureuther möchte daher alle Kinder dazu motivieren, sich in ihrer Freizeit mehr zu bewegen. Seit Jahren engagiert er sich neben der „Danke Mama“-Kampagne in zahlreichen sozialen Projekten, jüngst mit einem selbstgeschriebenen Kinderbuch. Er setzt sich dafür ein, dass auch die Jüngsten die Möglichkeit bekommen, ihr Potenzial zu entfalten – unabhängig von ihrer Herkunft oder sozialen Schicht. „Respekt, Fairness und das Akzeptieren von Regeln werden nirgends besser und spielerischer vermittelt als im Sport“, so Neureuther. Ihm ist der Teamgedanke sehr wichtig, denn Sport verbindet und kann so Vorurteilen vorbeugen.

Quelle
Informationen zur „Danke Mama“-Kampagne
Zu den Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang setzt sich Procter & Gamble mit der internationalen Kampagne für eine Welt ohne Vorurteile ein und würdigt die bedingungslose Liebe von Müttern, mit der sie ihre Kinder vom ersten Tag an begleiten und ihnen helfen ihre Träume zu verwirklichen. P&G feiert Mütter und Väter als erste und größte Fürsprecher ihres Kindes. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter www.liebestattvorurteile.de.

Über P&G
Procter & Gamble (P&G) bietet Verbrauchern auf der ganzen Welt eines der stärksten Portfolios mit qualitativ hochwertigen und führenden Marken wie Always®, Ambi Pur®, Ariel®, Bounty®, Charmin®, Crest®, Dawn®, Downy®, Fairy®, Febreze®, Gain®, Gillette®, Head&Shoulders®, Lenor®, Olaz®, Oral-B®, Pampers®, Pantene®, SK-II®, Tide®, Whisper® und Wick®. P&G ist weltweit in 70 Ländern tätig. Weitere Informationen über P&G und seine Marken finden Sie unter www.pg.com und www.twitter.com/PGDeutschland.
Foto: Procter & Gamble

Mutterschutz - Änderungen 2018

Mutterschutz 2018

Um den geänderten gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu entsprechen, wurde das Mutterschutz-Gesetz grundlegend reformiert.
Das reformierte Gesetz tritt jetzt, ab dem 1.1.2018, in Kraft.

Ziel des Mutterschutzrechts ist es, den bestmöglichen Gesundheitsschutz für schwangere und stillende Frauen zu gewährleisten. Es soll nicht dazu kommen, dass Frauen durch Schwangerschaft und Stillzeit Nachteile im Berufsleben erleiden. Oder dass die selbstbestimmte Entscheidung einer Frau über ihre Erwerbstätigkeit verletzt wird. Damit werden die Chancen der Frauen verbessert und ihre Rechte gestärkt. Dem Beruf während Schwangerschaft und Stillzeit ohne Beeinträchtigung ihrer Gesundheit und der ihres Kindes weiter nachzugehen.

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) gilt für alle (werdenden) Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Darin eingeschlossen sind auch Heimarbeiterinnen, Hausangestellte, geringfügig Beschäftige, weibliche Auszubildende und unter bestimmten Voraussetzungen auch für Schülerinnen und Studentinnen.

Änderungen im Mutterschutz-Gesetz ab 2018

Zum 1. Januar 2018 sind umfängliche Änderungen des Mutterschutzrechts in Kraft getreten. Durch die Integration der bisherigen Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz (MuSchArbV) in das MuSchG sollen die Regelungen verständlicher und übersichtlicher werden. Zudem sieht das Gesetz einige weitere materielle Änderungen vor, unter anderem werden Schülerinnen und Studentinnen nun in den Anwendungsbereich des MuSchG einbezogen, soweit die Ausbildungsstelle Ort, Zeit und Ablauf der Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgibt.

Die Regelungen zum Verbot der Nacht- und Sonntagsarbeit sind branchenunabhängig gefasst, die Regelungen zum Verbot der Mehrarbeit ist um eine besondere Regelung zur höchstens zulässigen Mehrarbeit in Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen ergänzt.

Für die Arbeit nach 20 Uhr bis 22 Uhr wurde ein behördliches Genehmigungsverfahren eingeführt. Unter anderem muss die Frau sich ausdrücklich bereit erklären, nach 20 Uhr zu arbeiten. Während die Behörde den vollständigen Antrag prüft, kann der Arbeitgeber die Frau grundsätzlich weiterbeschäftigen. Lehnt die Behörde den Antrag nicht innerhalb von sechs Wochen ab, gilt er als genehmigt.

Ein neu einzurichtender Ausschuss für Mutterschutz wird Empfehlungen unter anderem zu Art, Ausmaß und Dauer der möglichen unverantwortbaren Gefährdung einer Schwangeren oder Stillenden erarbeiten und stellt sicherheitstechnische, arbeitsmedizinische und arbeitshygienische Regeln zum Schutz der schwangeren oder stillenden Frau und ihres Kindes auf. Die Empfehlungen sollen Orientierung bei der praxisgerechten Umsetzung der mutterschutzrechtlichen Regelungen bieten.

Damit der Arbeitgeber die Mutterschutzbestimmungen einhalten kann, sollen Frauen dem Unternehmen ihre Schwangerschaft und den voraussichtlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen diese Tatsachen bekannt sind.

Mutterschutzfristen und Beschäftigungsverbote

Werdende Mütter dürfen in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung nur mit Einwilligung beschäftigt werden. Nach der Entbindung gilt ein Beschäftigungsverbot von acht Wochen beziehungsweise zwölf Wochen bei Früh- und Mehrlingsgeburten. Bei medizinischen Frühgeburten und bei sonstigen vorzeitigen Entbindungen verlängert sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt um die Tage, die vor der Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnten.

Wird bei dem Kind innerhalb von acht Wochen nach der Entbindung eine Behinderung festgestellt, kann die Mutter eine Verlängerung der Schutzfrist von acht auf zwölf Wochen beantragen.

Außerhalb der allgemeinen Schutzfristen sieht das Mutterschutzgesetz zum Schutz der werdenden Mutter und ihres Kindes generelle Beschäftigungsverbote (zum Beispiel Akkord-, Fließband-, Mehr-, Sonntags- oder Nachtarbeit) und individuelle Beschäftigungsverbote aufgrund eines ärztlichen Attestes vor. Für die Arbeit nach 20 Uhr bis 22 Uhr wurde ein behördliches Genehmigungsverfahren eingeführt.

Um die Frau in dieser Zeit vor finanziellen Nachteilen zu schützen, regelt das Mutterschutzgesetz verschiedene Mutterschaftsleistungen:

  • das Mutterschutzgeld
  • den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld während der Mutterschutzfristen
  • das Arbeitsentgelt bei Beschäftigungsverboten außerhalb der Mutterschutzfristen (sogenannter Mutterschutzlohn)

Urlaubsanspruch

Auch während der Ausfallzeiten wegen mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote (somit auch während der Mutterschutzfristen) entstehen Urlaubsansprüche. Eine Kürzung des Erholungsurlaubs wegen mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote ist nicht zulässig.

Kündigungsschutz

Vom Beginn der Schwangerschaft an bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch das Unternehmen bis auf wenige Ausnahmen unzulässig. Auch eine Kündigung nach einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche ist unzulässig.

Pflichten der Arbeitgeber

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, der zuständigen Aufsichtsbehörde (staatliche Arbeitsschutz- oder Gewerbeaufsichtsämter) die Schwangerschaft mitzuteilen. Der Arbeitgeber muss eine werdende oder stillende Mutter während der Schwangerschaft und nach der Entbindung so beschäftigen und ihren Arbeitsplatz einschließlich der Maschinen, Werkzeuge und Geräte so einrichten, dass sie vor Gefährdungen für die Gesundheit ausreichend geschützt ist. Bei einer Gefährdungsbeurteilung hat der Arbeitgeber dem besonderen Schutzbedarf der Frau und ihres Kindes Rechnung zu tragen.

Die Aufsichtsbehörde klärt im Zweifelsfall, ob der konkrete Arbeitsplatz und die konkreten Arbeitsbedingungen zu einer Gefährdung der werdenden und stillenden Mutter führen können. Frauen und Arbeitgeber können sich bei Unklarheiten und Fragen an die Aufsichtsbehörde wenden.

Quelle:
Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend

Erziehung - Gelassener zum Ziel

Kinderwunsch – wenn es nicht auf Anhieb klappt

Viele Eltern wünschen sich Nachwuchs, doch wird die Frau nicht schwanger, hilft oft nur noch der Weg der künstlichen Befruchtung. Am 17. und 18. Februar 2018 findet in Berlin wieder die Publikumsmesse Kinderwunsch Tage statt. Experten aus dem Bereich der künstlichen Befruchtung klären rund um das Thema auf. Einen zweiten Termin der Messe im Jahr 2018 gibt es am 13. und 14. Oktober in den Sartory Sälen in Köln.

Am 17. und 18. Februar 2018  informieren  Gesundheitsexperten, Ärzte, Fachberater, Kliniken und Organisationen in über 60 Workshops und  Vorträgen rund um die Themen künstliche Befruchtung, Samen – und Eizellspende, Adoption oder Leihmutterschaft. Die Kinderwunsch Tage richten sich an all jene, deren Wunsch nach einem ersten oder weiteren Kind unerfüllt ist, oder  die  sich einfach nur informieren möchten.

Medizinisch korrekte und neutrale Aufklärung 
Häufig zögern betroffene Personen den Schritt hinaus , sich  medizinisch beraten zu lassen, und  suchen zunächst anonym im Internet nach Informationen zu  möglichen  Kinderwunschbehandlungen. Die Ergebnisse sind  jedoch nicht selten interessengeleitet und subjektiv. Die Kinderwunsch Tage  bieten die Möglichkeit, sich umfassend, neutral und von medizinischem Fachpersonal beraten zu lassen und sich mit anderen Betroffenen persönlich auszutauschen. Ein umfangreiches  Seminarprogramm  mit mehr als 60 Vorträgen der teilnehmenden Aussteller, Sponsoren und Experten rundet das Veranstaltungsangebot ab. Die Themen reichen von „Einfluss des Alters auf die  Fruchtbarkeit “ über „ Kinderwunsch bei  Lesben,  Schwulen und Trans * “ bis hin zu „Legale  Leihmutterschaft in einem EU-Land “.

Orientierungshilfe  bei unerfülltem  Kinderwunsch
Zu den Ausstellern und Sponsoren der Kinderwunsch Tage gehören namhafte  Experten, Kliniken und  Verbände aus Deutschland und der ganzen Welt.  Dabei ist IVI  der offizielle Bildungssponsor,  Oregon  Reproductive Medicine der offizielle Sponsor des  USA Bereichs, IVF Spain  die exklusive spanische  Partnerklinik und Praxis für Fertilität  der deutsche Bildungssponsor.  Besucher erfahren in einem  sicheren und diskreten Rahmen, welche  Behandlungen im In – und Ausland möglich sind. Die  Kinderwunsch Tage  bieten Orientierungshilfe im unübersichtlichen Fertilitätsmarkt und  bringen Licht  in die komplizierte Gesetzeslage – für verheiratete Paare gelten beispielsweise andere Regeln als für unverheiratete Paare, Homosexuelle oder auch Singles.  „ Es gibt viele  Menschen, deren  Kinderwunsch aus verschiedensten Gründen nicht erfüllt ist. Bereits im letzten Jahr haben wir  gesehen, wie wichtig es für viele ist, sich auf unkomplizierte Weise, Rat zu holen und mit Experten über verschiedene Möglichkeiten auszutauschen“, so David McAllister, Event Direktor der  Kinderwunsch Tage. „ Mit der zweiten Ausgabe der Kinderwunsch Tage  kommen wir dem großen  Interesse an Informationsbedarf  zu diesem noch immer tabuisierten Thema nach.“

Termine , Seminare und Ticketpreise
Die Kinderwunsch Tage finden am  17. und 18. Februar 2018 im  Mercure-Hotel  MOA in Berlin  und am  13. und 14. Oktober 2018  in den Sartory-Sälen in Köln statt . Ein Tagesticket kostet 20 Euro, ein  Wochenendticket 35 Euro pro Person. Das Tagesticket für zwei Personen kostet 30 Euro,  das  Wochenendticket 40 Euro. Das Seminarprogramm  der Kinderwunsch Tage in Berlin ist einzusehen unter:

https://www.kinderwunsch-tage.de/seminarbereich/

Über die Kinderwunsch Tage 
Als deutschlandweit erste Publikumsmesse für  alternative Familiengründung bieten die Kinderwunsch Tage  ( http://www.kinderwunsch – tage.de ) all denjenigen ein Forum, die sich informieren, austauschen oder beraten lassen  möchten. In über  60 Vorträgen  und Workshops  von führenden Fachberatern, Ärzten, Gesundheitsexperten und  Organisationen reichen die Themen u. a. von künstlicher Befruchtung über Samenspende bis hin zu Möglichkeiten der  Adoption und Leihmutterschaft. Aber auch Gesundheits – und Sportthemen sowie der individuelle Erfahrungsaustausch von  Besuchern finden ihren Platz. Die Kinderwunsch Tage finden am 17. und 18. Februar 2018 im Mercure Hotel MOA Berlin  und am 13. und 14. Oktober 2018 in den Sartory-Sälen in Köln statt .  Sie werden vom britischen Veranstalter für Gesundheitsmessen  f2f events  ausgerichtet.

Tickets sind im Online-Vorverkauf sowie vor Ort ab 20 Euro (Einzelbesucher) bzw. 30 Euro (Paarticket) und als Weekend Pass erhältlich.

Quelle: Kinderwunsch Tage

 

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Natürliche Medizin ist im Trend

Das Unternehmen Weleda hat eine aktuelle Trendforschung zum Thema „Wie bewusst lebt Deutschland?“veröffentlicht.  Unter anderem zeigt sie, dass natürliche, anthroposophische Medizin im Trend liegt: 73 Prozent der Deutschen bevorzugen zur Selbstmedikation leichter gesundheitlicher Beschwerden rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke, die die Selbstheilungskräfte fördern. Und 55 Prozent der Befragten wünschen sich Medikamente mit natürlichen Inhaltsstoffen.

Das Besondere der anthroposophischen Medizin ist, dass sie den Menschen ganzheitlich betrachtet und dabei schulmedizinische Erkenntnisse mit einbezieht. Gesundheit bedeutet mehr als die bloße Abwesenheit von Krankheitssymptomen – sie ist das harmonische Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele. Ziel bei einer aufgetretenen Erkrankung ist es, den Menschen in seiner Genesung zu unterstützen und die eigenen Abwehrkräfte zu stärken.

Die Trendforschung beschäftigt sich auch mit dem Thema Stress und Stressbewältigung. Bei der Auswertung vieler Studien zeigte sich, wie wichtig es ist, achtsam mit sich umzugehen. Doch die  moderne Technik nimmt häufig negativen Einfluss auf die Achtsamkeit: Allein ein Handy mit sich zu tragen, verringert sowohl die kognitive Leistungsfähigkeit als auch die Konzentration.[1] Die Aufmerksamkeitsspanne für die Medienrezeption, beispielsweise von Videos im Internet, ist innerhalb weniger Jahre von durchschnittlich zwölf auf nur noch acht Sekunden gesunken.[2] Ein Großteil aller Autounfälle kommt dadurch zustande, dass Fahrer durch verbaute Technik im Auto oder telefonierende Mitfahrer abgelenkt sind.[3] „Multitasking, also die Koordination verschiedener anspruchsvoller Aufgaben, führt oft zu Stress“, bestätigt Prof. Dr. Lars Schwabe, Leiter des Arbeitsbereiches Kognitionspsychologie an der Universität Hamburg. „Gleichzeitig sorgen lockere soziale Beziehungen, unklare Rollenverhältnisse sowie die vom Arbeitsmarkt verlangte Flexibilität für Ängste, Unsicherheit und Anspannung.“ Auf Dauer leidet darunter die Gesundheit: „Hält Anspannung lange an, führt dies zur übermäßigen Aktivität von Stresshormonen.“ Ein Zustand, der auf Dauer Entzündungsvorgänge in den Gefäßen hervorruft und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen kann.[4] Auch kurzfristig sorgt Stress oft schon für Beschwerden: „Erhöhte Reizbarkeit, Ängste, Gedächtnisprobleme und auch Herzrasen oder Kopfschmerzen zählen zu den typischen Symptomen von Anspannung“, so Prof. Schwabe.

Natürliche Wege aus dem Stress
Achtsamkeitstrainings mit Atemmeditationen oder einfachen Yogaübungen sowie die achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung (Mindfulness based stress reduction, kurz MBSR) und ein gesunder Lebensstil schützen effektiv vor Stressbeschwerden. Unterstützend eignen sich komplementärmedizinische Therapien zur
Wiederherstellung des Gleichgewichts. Bei stressbedingter Erschöpfung hat sich das anthroposophische Arzneimittel Neurodoron® von Weleda bewährt. Die 3-fach-Komposition aus den Inhaltsstoffen potenziertes Gold, Kalium phosphoricum und Ferrum-Quarz stabilisiert bei nervöser Erschöpfung und stressbedingter Unruhe mit Nervosität, Angst- und Unruhezuständen, depressiven Verstimmungen und Kopfschmerzen. Das Arzneimittel ist ab dem Alter von 12 Jahren anwendbar.

[1] B Thornton et al. The mere presence of a cell phone may be distracting. Social Psychology 2014; 45: 479–488

[2]http://www.gfk.com/fileadmin/user_upload/dyna_content/DE/documents/News/2017/Management_Summary/GfK_Insight_Summit_2017_Talkin-with-the-next_generation-Kecskes.pdf (zuletzt abgerufen am 04.10.2017)

[3] https://www.allianzdeutschland.de/ablenkung-gefaehrlicher-als-alkohol/id_79645060/index (zuletzt abgerufen am 04.10.17)

[4] Tawakol A et al. Relation between resting amygdalar activity and cardiovascular events: a longitudinal and cohort study. The Lancet 2017; 389: 834-845

 

Quelle/Foto: Weleda

 

 

Kinderwagen-Kauf

Welcher Wagen passt zu mir

Das Angebot ist groß und dadurch manchmal auch verwirrend – wir geben eine kleine Orientierungshilfe.

Es gibt sportliche Familien, die direkt aktiv mit dem Baby werden wollen. Andere bevorzugen den Ausflug in den Wald und wieder andere möchten Menschen sehen, die Stadt mit ihrem Baby erkunden. Für sie alle gibt es unterschiedliche Kinderwagentypen.

Die Einsatzbereiche

Neben allen anderen Funktionen ist eine für die meisten Mütter die wichtigste: Das einfache Einkaufen gehen mit Kinderwagen. Nun kommt es darauf an, dass der Wagen nicht nur kompakt, sondern auch wendig ist und schwenkbare Vorderräder hat, so dass die Mutter mit dem Wagen leicht zwischen den Regalreihen hindurch kommt. Kinderwagen in diesem Bereich sind meist auch wahre Stauwunder, hier können problemlos die Einkäufe eingepackt werden.

Die Handhabung

Wer mobil ist und viel mit dem Auto unterwegs ist, der sollte darauf achten, dass der Kinderwagen schnell zusammenklappbar ist und leicht. Manche Modelle werben damit, wie klein sie zusammengeklappt werden können, verschweigen jedoch, dass die komplizierte Auf- und Abbau-Technik verzweifeln lässt. Ein guter Kinderwagen zeigt sich in solchen Details: Ein Handgriff und er steht, bzw. er ist eingeklappt. Und wichtig: Vor dem Kauf prüfen, ob die Maße auch zur Kofferraumgröße des Autos passen.

Gelände- Kinderwagen

Viele Familien gehen mit ihren Kindern oft spazieren. Für die Natur und das Gelände ist allerdings ein Kinderwagen erforderlich, der das Kind gut vor Wind und Wetter schützt und robust ist. Auch eine gute Bereifung ist wichtig, so dass der Wagen Waldwegen, steinigen Wegen und Asphaltstraßen standhält. Kleine Räder sind in diesem Fall nicht zu empfehlen, besser sind große Reifen, diese sorgen für die notwendige Stabilität.

Kinderwagen als Sportwagen

Gerade für Sportler, besonders für Jogger, sind die Räder des Kinderwagens wichtig. Außerdem sollte er leicht zu lenken sein, da die erhöhte Geschwindigkeit eine schnelle Reaktion erfordert. Zudem kann mit wenig Kraftaufwand sehr schnell eine andere Richtung eingeschlagen werden. Achten Sie beim Kauf auf eine gut eingestellte Lenkachse. So wird das Kind optimal gegen Zusammenstöße oder Stolperer im Lauftempo geschützt. Wer häufig auf unbefestigten Wald- und Feldwegen joggt, sollte gut gefederten Kinderwagen mit größeren Rädern den Vorzug geben.

Weitere Tipps für den Kinderwagenkauf

Der ADAC hat ein paar Tipps zusammengestellt, die jedes Elternpaar beim Kauf beachten sollte:

Wer schiebt (meistens)?

Für große Menschen – ist der Schieber hoch genug, ohne dass man sich herunterbeugen muss? _ Ist ein verstellbarer, ggf. schwenkbarer Schiebegriff vorhanden?

Räder: wald- und feldwegtauglich, auch bei schlechtem Wetter?

Schwenkräder = gut im Einkaufszentrum oder besser große Luftkammerreifen = gut auf Kopfsteinpflaster und Feldwegen _ Größe und Flexibilität: Muss der Kinderwagen in Bus oder Bahn?

Gewicht: Muss der Kinderwagen viel getragen werden, z.B. in den Keller, weil man das teure Gefährt nicht im Hausflur stehen lassen kann?

Packmaß: Muss der Kinderwagen in den Kofferraum passen?

Wie lange kann man den Kinderwagen nutzen, gibt es eine Umbaumöglichkeit zum Sportwagen/Buggy? _ Transportmöglichkeiten: wird ein großes Gepäcknetz benötigt?

Soll der Kinderwagen beim nächsten Kind weiter verwendet werden? Wie hoch ist der Wiederverkaufswert (Tipp: ebay -> „beendete Angebote“ prüfen)?

Haltbarkeit, Service (Ersatzteile), Qualität?

Der Autokindersitz: In viele Gestelle passen auch Auto-Babyschalen. Daher sollte man sich im Vorfeld beraten lassen, weil das nicht immer der Fall ist. Viele Hersteller bieten in diesem Bereich auch spezielle Adapter an

Ältere Schwangere

Mehrkindfamilien stärken die Gesellschaft

Familien mit drei und mehr Kindern sind ein großer Gewinn für die Gesellschaft. Sie haben sogar einen einen volkswirtschaftlich messbaren positiven Wert. Diese These wird nun in einem  Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln untermauert. Unter dem dem Titel „Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Mehrkindfamilien in Deutschland“ wurde diese Frage untersucht und ein Fazit lautet: Wenn ein Kind aus einer Mehrkindfamilie einen hohen Bildungsabschluss erreicht, bedeutet das für die Gesellschaft einen Reingewinn von 448.500 Euro. Ein mittlerer Abschluss ergibt einen gesamtfiskalischen Wert von 58.700 Euro. Mehrkindfamilien bergen ein enormes volkswirtschaftliches Potential an jungen Menschen und verantwortungsbereiten Eltern.
Damit sich dieses Potential besser entfalten kann und die Lasten gerechter verteilt werden, braucht es jedoch deutliche Steuerentlastungen für Familien, gezielte Förderung von Bildung und Ausbildung der Kinder, Verbesserung der Mobilität und Anerkennung der Erziehungsleistung bei der Rente. Der „Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.“ (KRFD) fordert das schon lange und sieht sich mit der neuen Studie bestätigt.
Den Forderungen, so der Verband,  komme auch deshalb eine erhöhte Bedeutung zu, weil die sinkenden Geburtenzahlen in Deutschland nachweisbar hauptsächlich dem Rückgang der kinderreichen Familien und nur in zweiter Linie einer wachsenden Kinderlosigkeit geschuldet sind. Nun bestünde jedoch insbesondere bei Familien mit bereits zwei Kindern oftmals der Wunsch und die Bereitschaft, ein drittes Kind oder sogar weitere zu bekommen. Die Familie ist eingespielt, die Eltern haben sich als Partner bewährt und das Projekt „Familienvergrößerung“ kann gestemmt werden. Diese Bereitschaft darf der Staat nicht weiter durch falsche Rahmenbedingungen hemmen, fordert der Verband. Vielmehr muss er Starthilfe leisten, denn der Sprung in die „Liga der Mehrkindfamilien“ erfordert Investitionen: Oft braucht die Familie mehr Wohnraum und ein größeres Auto – schließlich ist Familie auch Logistik und Organisation. Die Familie leistet einen immensen Beitrag für die zukünftigen Rentenkassen, wenn es gelingt, ihre Kinder gut zu bilden und auszubilden. Dabei muss sie staatlicherseits unterstützt werden durch Steuerentlastungen und Berücksichtigung der Familienform bei den Sozialversicherungsbeiträgen, darüber hinaus bspw. auch durch die Förderung von familiengeeigneten und erschwinglichen Wohnraums.
Über den Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. 
Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) ist im Jahr 2011 aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien entstanden, vertritt 1,2 Millionen kinderreicher Familien in Deutschland und setzt sich in Politik, Wirtschaft und Medien für ihre Interessen ein. Der Verband versteht sich als Netzwerk von Mehrkindfamilien, die sich untereinander unterstützen und die Öffentlichkeit für ihre Anliegen erreichen wollen. Der Verband ist konfessionell ungebunden und überparteilich.
Quelle:
Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.
Dr. Elisabeth Müller
Korschenbroicher Str. 83
41065 Mönchengladbach
Tel. 02161-3030953
Verschiedene Milchnahrungen für das Baby

Kleine Milchkunde

Milchnahrung: Welche ist gut für die Entwicklungsphasen des ersten Lebensjahres Ihres Babys

Pre-Nahrung

Mit dieser Milchnahrung kann ein Säugling von seinem ersten Lebenstag an gefüttert werden. Sie ist im Eiweiß-, Fett- und Mineralstoffgehalt der Muttermilch angepasst. Als einziges Kohlenhydrat enthalten sie Lactose (Milchzucker). Der sorgt für die nötige Energie, die das Baby in seinen ersten Lebensmonaten benötigt. Aber der Zuckeranteil und damit der Moppel-Faktor ist extrem gering. Deshalb kann ein Baby von der dünnflüssigen Pre-Milch so viel trinken wie es möchte. Wenn Pre-Nahrung nicht mehr ausreichend sättigt, sollte man zur nächsten Stufe wechseln. Aber Pre-Milch eignet sich sowohl als alleinige Nährstoffquelle wie auch für die Zwei-Ernährung, also ergänzend zur Muttermilch, wenn die alleine nicht ausreicht.

Milchnahrungen der Stufe 1

Eine so genannte teiladaptierte Anfangsnahrung, die auch vom ersten Lebenstag gefüttert werden kann. Ihr Eiweißgehalt ist teiladaptiert, unterscheidet sich also schon etwas stärker von der Muttermilch. Außerdem enthält sie mehr Kohlenhydrate und möglicherweise auch etwas Stärke. Milchnahrungen der Stufe 1 sind sämiger und sättigen stärker. So kann man die Fütterungsintervalle verlängern. Allerdings sollte man sich bei der Zubereitung genau an die Vorgaben halten. Denn der höhere Anteil der Kohlenhydrate kann bei Überdosierung eine Basis für Übergewicht sein.

Milchnahrungen Stufe 2 (Folgemilch)

Das gilt erst recht für eine Milchnahrung der Stufe 2. Sie wird für Kinder frühestens nach dem 4., spätestens ab dem 6. Lebensmonat empfohlen. Dem Wachstum des Kindes und dementsprechend auch seinem Bewegungsdrang zu Folge benötigt der Nachwuchs mit 6 Monaten einfach mehr Energie. Dafür sorgt ein deutlich höherer Anteil an Stärke bzw. Kohlenhydraten. Auch der Gehalt an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen (z.B. Eisen, Jod) wird dem wachsenden Bedarf des Babys angepasst. Folgemilch sättigt folglich länger, viele Babys kommen mit einer Folgemilch am Abend gut durch die Nacht. Endlich durchschlafen – auch ein angenehmes Plus.

HA-Nahrung für allergiegefährdete Kinder

Allergien sind zu einer Volkskrankheit geworden, die sich auch unter Kindern ausbreitet. Für allergiegefährdete Kinder wird Stillen als erste Option empfohlen. Wenn das nicht möglich ist, sollten sie vom ersten Lebenstag (!) an mit einer so genannten HA-Nahrung ernährt werden. Je nach Hersteller sind die Eiweißbestandteile dieser Milch stark oder weniger stark zerkleinert (hydrolisiert), die potenziell allergene Wirkung wird auf diese Weise erheblich reduziert. Wichtig ist auch, dass durchgängig eine HA-Nahrung gefüttert wird, also beginnend mit der Pre- bis hin zur Stufe 2 oder 3.

Das macht Milch so gesund

Milch bleibt auch nach dem Säuglingsalter wertvoll. Das liegt vor allem an seinen gesunden Inhaltsstoffen. Eiweiß ist ein wichtiger Baustoff für Muskeln und Organe. Milcheiweiß ist tierisches Eiweiß und kann besonders gut in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden. Kalzium ist das Fundament für einen stabilen Knochenbau und Basis einer gesunden Zahnsubstanz. Der Mineralstoff beeinflusst unsere Gesundheit und unser Wohlergehen bis ins hohe Alter, weil er vor Osteoporose schützen und vorzeitigem Zahnausfall vorbeugen kann. Mit ihrem hohen Anteil an Magnesium (Muskeln) und Phosphor, Zink (Immunsystem) und Jod (Schilddrüse) sowie den B-Vitaminen fördert Milch die gesunde kindliche Entwicklung.

Die Kraft introvertierter Kinder - Still und Stark

Die großen Vorteile stiller Kinder

Die Autorin und erfolgreiche Wirtschaftsanwältin Susan Cain hat ein Buch über zurückhaltende Kinder und Erwachsene geschrieben. Ihre Forderung: „Wir brauchen die Nachdenklichen mehr denn je.“ Sie will nicht die Schüchternen zu Extrovertierten machen. Im Interview erklärt sie warum.

Ihr Buch trägt den Titel „Still. Die Kraft der Introvertierten“. Sie beschreiben umfassend und kritisch die Situation von Introvertierten in unserer heutigen Welt. Neueste Ergebnisse der Hirnforschung beziehen Sie dabei ebenso ein wie historische Beispiele. Aus den Erkenntnissen leiten Sie konkrete Anregungen für alle sozialen Bereiche ab, von der Organisation des Berufslebens und den Bildungseinrichtungen für Kinder bis hin zur Konfliktlösung in der Partnerschaft.

Wie kamen Sie auf die Idee, das Buch „Still und Stark“ über Introvertierte zu schreiben. Warum lag Ihnen gerade dieses Thema besonders am Herzen?

Aus demselben Grund, aus dem Betty Friedan seinerzeit 1963 “The Feminine Mystique” veröffentlichte (auf Deutsch erschienen unter dem Titel: „Der Weiblichkeitswahn oder Die Mystifizierung der Frau“). Heute haben Introvertierte gegenüber Extrovertierten dieselbe Stellung wie seinerzeit Frauen gegenüber Männern – sie sind Bürger zweiter Klasse mit einem gewaltigen Potenzial ungenutzter Fähigkeiten. Unsere Schulen und Arbeitsplätze sind auf Extrovertierte zugeschnitten. Viele Introvertierte glauben, etwas stimme nicht mit ihnen und sie sollten versuchen, als Extrovertierte „durchzugehen“. Das ist eine gewaltige Verschwendung von Begabung, Energie und, letztendlich, Glück.

Extrovertierte Menschen gelten als aufgeschlossen, kontaktfreudig und flexibel, introvertierte hingegen als ungesellig, schweigsam und schüchtern. Bei genauerer Betrachtung entpuppen sich diese Vorstellungen jedoch als Klischees. Was sind für Sie die wichtigsten Merkmale einer introvertierten Persönlichkeit?

Eine introvertierte Persönlichkeit hat zahlreiche Vorzüge, von denen ich hier nur ein paar erwähnen möchte. Zunächst einmal lassen Studien darauf schließen, dass viele der kreativsten Menschen introvertiert sind. Introvertierte sind gründliche, nachdenkliche Menschen und können Einsamkeit in dem Maß ertragen, wie es für die meisten kreativen Arbeiten erforderlich ist. Außerdem widmen Introvertierte, entgegen der Meinung, sei seien antisozial, ihren engen Freunden und der Familie für gewöhnlich mehr Zeit als Extrovertierte. Sie gehen seltener fremd und lassen sich seltener scheiden. Wenn man nicht auf allen Hochzeiten tanzt, neigt man dazu, Beziehungen intensiver zu pflegen.
Es gibt aber auch Nachteile. Der größte ist vielleicht, dass sich Introvertierte in Gesellschaft schnell unbehaglich fühlen. Wie alle anderen auch möchten sie unter Leute kommen – die Menschen sind nun einmal soziale Wesen –, aber dadurch entsteht ein grundsätzlicher Konflikt zwischen dem Wunsch, anderen verbunden zu sein, und dem Bedürfnis nach Ruhe.

Gibt es Erkenntnisse darüber, wie viele Menschen insgesamt introvertiert und wie viele extrovertiert sind?

Die Studien kommen hier zu unterschiedlichen Ergebnissen, aber in einer der neuesten Untersuchungen wird der Anteil an Introvertierten unter den Amerikanern überraschenderweise auf mindesten 50% geschätzt. Da die USA unter Forschern als eines der extrovertiertesten Länder weltweit gelten, ist dieser Prozentsatz in vielen anderen Teilen der Erde sicherlich genauso hoch.

„Reden ist Silber. Schweigen ist Gold“, hieß es früher, heute hingegen gilt: „Wer nicht redet, wird nicht gehört“. Was führte zu dieser Veränderung?

Um die Wende zum 20. Jahrhundert setzte eine grundlegende Veränderung ein: Die Menschen zogen in Großstädte, begannen für große Firmen zu arbeiten und standen damit vor der Herausforderung, sich in einer anonymen und immer stärker auf Konkurrenz ausgerichteten Gesellschaft zu behaupten. Damals wandelte sich die bis dahin vorherrschende „Charakterkultur“ zu einer „Persönlichkeitskultur“, wie der Historiker Warren Susman es nannte. Diese unglaublich faszinierende Entwicklung erläutere ich ausführlich im ersten Kapitel von „Still“.

Warum werden die Eigenschaften introvertierter Menschen in der heutigen Zeit oft gering geschätzt?

Wie Sie schon andeuten, leben wir in einer Welt, die es schätzt, wenn Menschen sich „vermarkten“ können. Introvertierte passen nicht in diese Schublade, jedenfalls oberflächlich betrachtet nicht. (Allerdings verfügen viele Introvertierte über die Führungsqualität des unabhängigen Denkens und verstehen es auf ihre Weise, ihren Ideen Gehör zu verschaffen.)

Introvertierte, schreiben Sie in „Still“, erhielten bereits als Kinder die Rückmeldung, etwas stimme grundsätzlich nicht mit ihnen. Haben auch Sie diese Erfahrung gemacht?

Ich hatte das unglaublich große Glück, in einer ruhigen, gebildeten Familie aufzuwachsen. Unsere gemeinschaftliche Hauptbeschäftigung zu Hause war Lesen. Aber jedes Mal, wenn ich das Haus verließ, empfing ich diese Botschaft laut und deutlich. Ich erinnere mich an den ersten Tag im Sommercamp, als sich alle Kinder zum ersten Mal trafen. Wie sehr sehnte ich mich danach, mich abzusetzen und die Bücher zu lesen, die ich in meinem Koffer weggepackt hatte. Irgendwoher wusste ich aber, dass ich riskieren würde, ausgegrenzt zu werden, wenn ich in einem Augenblick las, in dem Geselligkeit von mir erwartet wurde. Ein Mädchen aus meiner Gruppe entfernte sich tatsächlich um zu lesen und musste den Rest des Sommers dafür zahlen.

Gab es Schlüsselerlebnisse auf Ihrem Weg zu einem selbstbewussten Umgang mit Ihrer introvertierten Persönlichkeit?

Ich habe fast zehn Jahre lang als Anwältin für Körperschaftsrecht gearbeitet. Am Anfang ging ich davon aus, dass ich als ruhiger Mensch mit einer sanften Stimme enorme Nachteile haben würde, vor allem bei Verhandlungen. Zwar habe ich nie mit der Faust auf den Tisch geschlagen, aber ich habe schon bald gelernt, meine Art für mich zu nutzen. Menschen, die bestimmt, aber freundlich sprechen, die Fragen stellen und zuhören und die lieber konstruktiv als kämpferisch an etwas herangehen, werden von jedem geschätzt, sogar in juristischen Auseinandersetzungen. In „Still“ beschreibe ich eine Erfahrung am Verhandlungstisch, die mein Leben verändert hat.

Heute werden an Eliteuniversitäten und bei der Besetzung wichtiger Führungspositionen häufig extrovertiert wirkende Persönlichkeiten bevorzugt. Gibt es überhaupt einen Zusammenhang zwischen Effizienz, Erfolg und extrovertiertem Führungsstil, der diese Auswahl begründet?

Es ist erwiesen, dass Extrovertierte mit größerer Wahrscheinlichkeit auf einen Posten als Führungskraft vorbereitet werden als Introvertierte, und aus einigen Studien geht ein geringfügiger Zusammenhang zwischen Extroversion und Führungstalent hervor. Allerdings belegt eine bahnbrechende neue Studie, dass Introvertierte dann als Führungskräfte überlegen sind, wenn ihre Mitarbeiter Eigeninitiative zeigen. Das liegt daran, dass Introvertierte eher als Extrovertierte die Vorschläge der tatkräftigen Belegschaft übernehmen und aus jedem Einzelnen das Beste herausholen, statt den Dingen ihren eigenen Stempel aufdrücken zu wollen.

Studien zeigen, dass introvertierte und extrovertierte Menschen in etwa gleich viele gute Ideen haben, doch wenn es darum geht, Ideen zu präsentieren und zu realisieren, setzen sich meist die Extrovertierten durch. Welche Konsequenzen hat das – für die Menschen, die ihre Ideen einbringen, aber auch für die ganze Gesellschaft?

Das ist in der Tat ein gewaltiges Problem, auf das ich in “Still” ausführlich eingehe. Studien zeigen genau, was Sie sagen: Gruppen neigen dazu, die Vorschläge der gesprächigsten oder energischsten Leute zu übernehmen, sogar dann wenn sich die Ideen dieser Leute als nicht besser (bisweilen auch als schlechter) erwiesen haben als die jeder anderen Person. In Anbetracht der Tatsache, dass viele wichtige Entscheidungen in Gruppenprozessen getroffen werden, ist das ein sehr ernstzunehmendes Problem. Man muss die Organisationen darin ausbilden, ihre Entscheidungen anders zu treffen. Dafür brauchen wir Methoden, die gewährleisten, dass alle Ideen gleichberechtigt gewertet werden unabhängig davon, wie sie präsentiert werden.

Introvertierte bevorzugen es, allein an der Lösung einer Aufgabe zu arbeiten. Worin liegt die Kraft des selbständigen Arbeitens?

Vierzig Jahre Forschung über Brainstorming belegen, dass Einzelne mehr und bessere Ideen hervorbringen als Gruppen. Menschen in Gruppen denken nicht so klar, weil sie sich immer auf das konzentrieren, was andere von ihnen halten könnten, statt ihre wertvolle Geisteskraft auf die vorliegende Aufgabe zu lenken.

Jerry Kagan, einer der großen Entwicklungspsychologen des 20. Jahrhunderts, konnte anhand einer Reihe bahnbrechender Langzeitstudien nachweisen, dass sich bereits bei Säuglingen im Alter von vier Monaten vorhersagen lässt, welche sich später eher zu introvertierten und welche eher zu extrovertierten Menschen entwickeln werden. Ist unser Temperament Schicksal?

Ja und nein. Menschen wachsen heran und verändern sich mit der Zeit. Wie Kagan sagt, entwickeln sich viele Kinder mit sensiblem Naturell erst zu schüchternen Kindern und später zu geselligen, selbstsicheren Teenagern. Aber diese Veränderung spielt sich meist innerhalb eines bestimmten Rahmens ab. Solche Kinder verwandeln sich nicht in die Bill Clintons dieser Welt. Und das ist auch gut so. Denn wir brauchen dringend beide, Introvertierte und Extrovertierte.

Wie können Introvertierte in einer Welt bestehen, in der Selbstdarstellung großgeschrieben und ein Hype um „charismatische“ Persönlichkeiten veranstaltet wird? Sollten sie sich anpassen und ein forsches Auftreten antrainieren oder lieber Existenznischen suchen?

Ich glaube, alle Introvertierten sollten sich eine extrovertierte Rolle zurechtlegen, in die sie schlüpfen können, wenn das erforderlich ist. Aber langfristig sollten sie versuchen, ihr Arbeitsumfeld und Sozialleben so zu gestalten, dass es zu ihrem Naturell passt. Dasselbe gilt auch für Extrovertierte. Sie sollten lernen, umsichtiger zu sein und erst einmal zu überlegen, bevor sie sprechen, und so weiter. Aber grundsätzlich sollten sie sich ein Umfeld suchen, in dem sie rasch und nach außen orientiert handeln und reden können.

„In der Ruhe liegt die Kraft“: Können Sie uns Beispiele prominenter Menschen nennen, die die Welt bewegt und Herausragendes geschaffen haben, obwohl oder gerade weil sie Introvertierte sind?

Es gibt so viele! Ein paar, die mir gerade einfallen sind Charles Darwin, Eleanor Roosevelt, Mahatma Gandhi und Al Gore. In „Still“ erläutere ich, wie diesen Schlüsselfiguren ihre Introversion zugutegekommen ist.

Sie prophezeien, dass sich in den kommenden Jahrzehnten der Stellenwert introvertierter Menschen in der Gesellschaft von Grund auf verändern wird. Was lässt Sie so sicher sein?

Wie Mitte des 20. Jahrhunderts die Frauen, werden sich jetzt die Introvertierten ihrer selbst bewusst und treten damit nach außen. Es gibt eine wachsende Bewegung und ein zunehmendes Selbstbewusstsein, und gerade werden Studien bekannt wie die bereits erwähnte über die Vorzüge eines introvertierten Führungsstils. „Still“ ist eines der ersten Bücher zu diesem Thema, aber es wird nicht das letzte sein.

Das Interview führte Elke Kreil

Quelle: Goldmann Verlag

Buch:

Susan Cain: Still und Stark
304 Seiten
€ 15,00 [D] / € 15,50 [A] / CHF 13,50 (UVP)
ISBN: 978-3-442-15928-4
Erscheinungstermin: 18. September 2017

Ertrinkungsrisiko Gartenteich

Achtung Gartenteich!

Selbst seichte Wasserstellen im Garten bergen ein hohes Ertrinkungsrisiko für Kleinkinder, denn schon bei einer Wassertiefe von wenigen Zentimetern können Kinder ertrinken – das entspricht in etwa dem Wasserstand einer Vogeltränke oder eines Planschbeckens.

Ertrinkungsrisiko

Und: Kinder ertrinken schnell und leise, auch wenn Filmszenen von Ertrinkungsunfällen etwas anderes suggerieren, nämlich Hilferufe, wildes Fuchteln mit den Armen und spritzendes Wasser.  „Für ein Kleinkind kann es deshalb schon riskant sein, wenn Papa oder Mama es im Garten nur wenige Minuten aus den Augen lassen“, sagt Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH), Hamburg.

Die DSH rät zu diesen Vorsichtsmaßnahmen

– Sichern Sie Gartenteiche durch einen Zaun und ein Teichgitter.
– Auf Höhe der Wasseroberfläche sorgt ein Teichgitter für Sicherheit.
– Stellen Sie Vogeltränken auf einen erhöhten Platz, zum Beispiel eine Mauer oder auf einen stabilen Ständer.
– Planschbecken sollten nach dem Benutzen abgedeckt oder aber geleert und umgedreht werden.
– Sobald Wasser in der Nähe ist, sollten Eltern ihre  Kinder nicht aus dem  Auge lassen.

Nützliche Tipps rund um das Thema wie sichere ich das Haus für meine Kinder bietet die Homepage von www.das-sichere-haus.de

Quelle Text und Bild: DSH

Achtung Auto

Achtung Straßenverkehr

Kopfhörer im Ohr und die Augen auf das Smartphone gerichtet – immer  wieder verunglücken Kinder und Jugendliche bei Unfällen im Straßenverkehr, weil sie abgelenkt sind. Eine offizielle schulische Anleitung für Kinder zum sicheren Umgang mit Smartphones gibt es bislang nicht. Deshalb greift der ADAC in seinem  Verkehrssicherheitsprogramm „Achtung Auto“ gemeinsam mit Michelin und Opel jetzt das Thema „Ablenkung“ auf und widmet ihm mit Beginn des nächsten Schuljahres ein eigenes Modul.

Achtung Auto

Schon erwachsenen Autofahrern ist oft nicht bewusst, welche Risiken  durch Ablenkung auftreten. Umso mehr gefährdet sind Kinder und Jugendliche als ungeschützte Verkehrsteilnehmer zu Fuß oder auf dem  Fahrrad. Ihnen ist oft nicht klar, dass sie beim Musikhören oder beim Tippen auf dem Handy das Geschehen um sich herum ausblenden. Im  Programm „Achtung Auto“ sollen die Kinder erleben, dass sie bei  visueller und auditiver Ablenkung durch ein Smartphone die Gefahren  erst sehr viel später wahrnehmen als ihre nicht abgelenkten  Mitschüler. Nach der Veranstaltung erhalten Lehrer und Eltern  Lehrmaterial.

Gefahren erkennen

Bislang haben mehr als 2,5 Millionen Mädchen und Jungen der 5. und 6. Klassen im Rahmen des Programms gelernt, wie lange es dauert, bis ein Auto zum Stehen kommt. Während der 90-minütigen Schulveranstaltung  können sie sich ein Bild davon machen, wie sehr sich der Anhalteweg  verlängert, wenn aufgrund eines unerwarteten Hindernisses der  Reaktionsweg hinzukommt. Zudem können sie als Beifahrer hautnah  erleben, welche Kräfte bei einer Vollbremsung auf Mensch und Auto  einwirken und wie wichtig der Sicherheitsgurt ist. Mit dem neuen  Ablenkungs-Modul im Programm „Achtung Auto“ schließen der ADAC und  seine Partner nun eine wichtige Lücke.

Quelle: ADAC