Category : Schwangerschaft

Erziehung - Gelassener zum Ziel

Kinderwunsch – wenn es nicht auf Anhieb klappt

Viele Eltern wünschen sich Nachwuchs, doch wird die Frau nicht schwanger, hilft oft nur noch der Weg der künstlichen Befruchtung. Am 17. und 18. Februar 2018 findet in Berlin wieder die Publikumsmesse Kinderwunsch Tage statt. Experten aus dem Bereich der künstlichen Befruchtung klären rund um das Thema auf. Einen zweiten Termin der Messe im Jahr 2018 gibt es am 13. und 14. Oktober in den Sartory Sälen in Köln.

Am 17. und 18. Februar 2018  informieren  Gesundheitsexperten, Ärzte, Fachberater, Kliniken und Organisationen in über 60 Workshops und  Vorträgen rund um die Themen künstliche Befruchtung, Samen – und Eizellspende, Adoption oder Leihmutterschaft. Die Kinderwunsch Tage richten sich an all jene, deren Wunsch nach einem ersten oder weiteren Kind unerfüllt ist, oder  die  sich einfach nur informieren möchten.

Medizinisch korrekte und neutrale Aufklärung 
Häufig zögern betroffene Personen den Schritt hinaus , sich  medizinisch beraten zu lassen, und  suchen zunächst anonym im Internet nach Informationen zu  möglichen  Kinderwunschbehandlungen. Die Ergebnisse sind  jedoch nicht selten interessengeleitet und subjektiv. Die Kinderwunsch Tage  bieten die Möglichkeit, sich umfassend, neutral und von medizinischem Fachpersonal beraten zu lassen und sich mit anderen Betroffenen persönlich auszutauschen. Ein umfangreiches  Seminarprogramm  mit mehr als 60 Vorträgen der teilnehmenden Aussteller, Sponsoren und Experten rundet das Veranstaltungsangebot ab. Die Themen reichen von „Einfluss des Alters auf die  Fruchtbarkeit “ über „ Kinderwunsch bei  Lesben,  Schwulen und Trans * “ bis hin zu „Legale  Leihmutterschaft in einem EU-Land “.

Orientierungshilfe  bei unerfülltem  Kinderwunsch
Zu den Ausstellern und Sponsoren der Kinderwunsch Tage gehören namhafte  Experten, Kliniken und  Verbände aus Deutschland und der ganzen Welt.  Dabei ist IVI  der offizielle Bildungssponsor,  Oregon  Reproductive Medicine der offizielle Sponsor des  USA Bereichs, IVF Spain  die exklusive spanische  Partnerklinik und Praxis für Fertilität  der deutsche Bildungssponsor.  Besucher erfahren in einem  sicheren und diskreten Rahmen, welche  Behandlungen im In – und Ausland möglich sind. Die  Kinderwunsch Tage  bieten Orientierungshilfe im unübersichtlichen Fertilitätsmarkt und  bringen Licht  in die komplizierte Gesetzeslage – für verheiratete Paare gelten beispielsweise andere Regeln als für unverheiratete Paare, Homosexuelle oder auch Singles.  „ Es gibt viele  Menschen, deren  Kinderwunsch aus verschiedensten Gründen nicht erfüllt ist. Bereits im letzten Jahr haben wir  gesehen, wie wichtig es für viele ist, sich auf unkomplizierte Weise, Rat zu holen und mit Experten über verschiedene Möglichkeiten auszutauschen“, so David McAllister, Event Direktor der  Kinderwunsch Tage. „ Mit der zweiten Ausgabe der Kinderwunsch Tage  kommen wir dem großen  Interesse an Informationsbedarf  zu diesem noch immer tabuisierten Thema nach.“

Termine , Seminare und Ticketpreise
Die Kinderwunsch Tage finden am  17. und 18. Februar 2018 im  Mercure-Hotel  MOA in Berlin  und am  13. und 14. Oktober 2018  in den Sartory-Sälen in Köln statt . Ein Tagesticket kostet 20 Euro, ein  Wochenendticket 35 Euro pro Person. Das Tagesticket für zwei Personen kostet 30 Euro,  das  Wochenendticket 40 Euro. Das Seminarprogramm  der Kinderwunsch Tage in Berlin ist einzusehen unter:

https://www.kinderwunsch-tage.de/seminarbereich/

Über die Kinderwunsch Tage 
Als deutschlandweit erste Publikumsmesse für  alternative Familiengründung bieten die Kinderwunsch Tage  ( http://www.kinderwunsch – tage.de ) all denjenigen ein Forum, die sich informieren, austauschen oder beraten lassen  möchten. In über  60 Vorträgen  und Workshops  von führenden Fachberatern, Ärzten, Gesundheitsexperten und  Organisationen reichen die Themen u. a. von künstlicher Befruchtung über Samenspende bis hin zu Möglichkeiten der  Adoption und Leihmutterschaft. Aber auch Gesundheits – und Sportthemen sowie der individuelle Erfahrungsaustausch von  Besuchern finden ihren Platz. Die Kinderwunsch Tage finden am 17. und 18. Februar 2018 im Mercure Hotel MOA Berlin  und am 13. und 14. Oktober 2018 in den Sartory-Sälen in Köln statt .  Sie werden vom britischen Veranstalter für Gesundheitsmessen  f2f events  ausgerichtet.

Tickets sind im Online-Vorverkauf sowie vor Ort ab 20 Euro (Einzelbesucher) bzw. 30 Euro (Paarticket) und als Weekend Pass erhältlich.

Quelle: Kinderwunsch Tage

 

Zurück zur alten Figur

Zurück zur alten Figur

Machen wir uns nichts vor: Man braucht schon einen Personal Coach und jede Menge Nannys, wenn man innerhalb von wenigen Wochen wieder in die alte Jeans passen möchte. Ob Diäten und ein straffes Fitnessprogramm überhaupt sinnvoll sind um zur alten Figur zu gelangen, haben wir Experten gefragt .

Bitte keinen Crashkurs

Schnell wieder so schlank wie vor der Entbindung? Stars wie Heidi Klum machen vor, dass man mit enormer Disziplin und einem intensiven Fitnessprogramm die Schwangerschaftskilos ganz schnell wieder abtrainieren kann. Aber nicht alles, was machbar ist, macht auch Sinn. So raten Gynäkologen und Hebammen einhellig von Crashkuren nach einer Entbindung ab. Denn es ist alles andere als gesund, wenn man sich so kurz nach den enormen körperlichen Belastungen einer Schwangerschaft unter Druck setzt oder sich vom Partner unter Druck setzen lässt, nur um innerhalb weniger Wochen wieder in die alte Jeans oder das schicke Kostüm zu passen.

Nehmen Sie sich Zeit

Der Körper braucht, auch wenn junge Mütter sich nicht unbedingt erschöpft fühlen, Zeit zum Regenerieren. Nach neun Monaten körperlicher Höchstleistung, zwei gewaltigen Hormonverschiebungen sowie erheblichem psychischem Stress sollte man sich nicht ausgerechnet in der Gewöhnungsphase an Baby und Familienleben zusätzlichen Druck machen, sondern sich Zeit für die Rückbildung nehmen.

Knackpunkt Beckenboden

Wichtiger als ein äußerlich sichtbarer schneller Abnehmerfolg ist es, die innere Muskulatur des Beckenbodens zu straffen, bevor Spätfolgen wie Inkontinenz, eine vorzeitige Gebärmuttersenkung und Rückenprobleme entstehen können. Die elastischen Bänder, Sehnen und Muskeln des Beckenbodens sind ein wichtiges Zentrum weiblicher Gesundheit. Frauenärzte und Hebammen empfehlen deshalb, einen Rückbildungskurs zu besuchen, in dem spezielle Übungen zur Stärkung des Beckenbodens im Vordergrund stehen. Wenn man die Übungen unter qualifizierter Anleitung korrekt beherrscht, kann man das Training ruhig zu Hause gemeinsam mit dem Baby durchführen.

Stillen macht schlank

Einige der empfohlenen Übungen machen gemeinsam nämlich noch mehr Spaß. Das beste Figurtraining, auch da sind die Experten einer Meinung, ist Stillen. Jeden Monat, das berichten viele Mütter nach dem Stillen, geht dabei ein Kilo Körpergewicht verloren. Stillen ist also nicht nur gut fürs Baby, sondern kommt auch Mamas Figur zugute. Eins sollten stillende Mütter aber auf gar keinen Fall tun: während der Stillzeit eine Diät machen. Dabei werden nicht nur unerwünschte Kilos, sondern auch Stoffe freigesetzt, die in die Muttermilch übergehen. Fürs Baby ist das ein Gesundheitsrisiko, das man für eine Kleidergröße auf keinen Fall eingehen sollte!

So werden Sie die Kilos sicher los

Stillen ist die beste Diät. Jeden Monat verliert man auf diese Weise etwa ein Kilo.
Nach sechs Monaten Stillzeit ist oft nichts mehr vom Gewichtszuwachs übrig.

Besuchen Sie einen Kurs zur Rückbildung. Bei ausgebildeten Hebammen lernen junge Mütter,
wie sie den Beckenboden wieder straffen und damit späteren Gesundheitsproblemen vorbeugen können.

Beziehen Sie das Baby in Ihr Hometraining ein. Gemeinsam macht alles viel mehr Spaß!

Zähne in der Schwangerschaft

Zahngesund durch die Schwangerschaft

In den wohl aufregendsten neun Monaten im Leben einer Frau gehen mit der Vorfreude auf das Mutterglück auch Sorgen einher: Mache ich alles richtig? Wird mein Kind wohlauf sein? Mit einer gesunden Lebensweise schaffen Schwangere die beste Grundlage dafür. Ein besonderes Augenmerk sollte zudem auf der Mundpflege liegen.

Denn laut wissenschaftlichen Studien hat die Mundgesundheit von Schwangeren einen unmittelbaren Einfluss auf den Schwangerschaftsverlauf sowie auf die Entwicklung des Kindes. Genau hier liegt die Krux: Verschiedene Faktoren beeinträchtigen in der Schwangerschaft die Gesundheit des Mundraumes. Entgegenwirken kann die werdende Mutter „von innen“ mit einer vitalstoffreichen Kost, „von außen“ mit einer gründlichen Zahnpflege.

Schwangerschaft als Herausforderung für Zähne und Zahnfleisch

Wenn auch auf den ersten Blick überraschend, hat eine Schwangerschaft großen Einfluss auf die Zähne und Zahnfleisch. Durch die Hormonumstellung wird das Zahnfleisch stärker durchblutet, weicher und kann anschwellen. Schädliche Bakterien im Mundraum können so einfacher eindringen und Zahnfleischentzündungen verursachen. Es kommt zu einer Schwangerschaftsgingivitis. Diese zeigt sich durch vermehrtes Zahnfleischbluten, etwa beim Zähneputzen oder beim Essen. Unbehandelt kann die Entzündung auf das Zahnbett übergreifen und zu einer Parodontitis führen.

Eine weitere, für die Mundgesundheit ungünstige Begleiterscheinung einer Schwangerschaft ist die Morgenübelkeit. Ist das regelmäßige Erbrechen an sich schon äußerst unangenehm, leiden zusätzlich auch die Zähne darunter: Die Magensäure, die dabei an die Zähne gelangt, greift den Zahnschmelz an und weicht ihn auf. Um die Säure zu neutralisieren, ist es empfehlenswert, den Mundraum im Anschluss an das Erbrechen sofort mit einer fluoridhalten Mundspülung zu spülen.

 

Vitalstoffreiche Kost – auch die Zähne profitieren

Während einer Schwangerschaft holt sich das Kind im Mutterleib aus der Nahrung der werdenden Mutter alles, was es zu seiner Entwicklung braucht. Welche größere Motivation könnte es da für Schwangere geben, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten? Noch dazu, weil sie hiermit schon die Basis für eine gute Zahnsubstanz beim Kind schaffen kann, denn die Entwicklung der Milchzähne beginnt schon ab der achten Schwangerschaftswoche. Empfehlenswert sind Nahrungsmittel, die reichlich Vitalstoffe – z.B. Kalzium, Vitamin D und Fluorid – enthalten. Dazu zählen Obst und Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte, mageres Fleisch und Fisch. Stark zuckerhaltige Lebensmittel sollten dagegen mit Vorsicht genossen werden – diese führen schnell zu einer starken Vermehrung von kariesverursachenden Bakterien.

 

Schwangerschaftsgingivitis

Plaque, der weiche bakterielle Zahnbelag, ist der primäre Auslöser von entzündlichen Zahnfleischerkrankungen wie einer Schwangerschaftsgingivitis. Die beste Vorbeugung sind eine gründliche Mundhygiene sowie eine ausgeglichene und gesunde Mundflora. Einige Nahrungsergänzungsmittel wie GUM® PerioBalance® in Form von Lutschtabletten enthalten eine Kombination zweier Stämme des Milchsäurebakteriums Lactobacillus reuteri Prodentis, einem probiotischen Keim, der auch natürlich im Speichel vorkommt. Wie mehrere Studien belegen, stellt das Probiotikum bei regelmäßiger Einnahme das natürliche Gleichgewicht in der Mundhöhle wieder her.

Dies gelingt, indem sich die im Produkt enthaltenen nützlichen Bakterien im Speichel und an der Mundschleimhaut festsetzen und gleichzeitig die schädlichen verdrängen. Damit werden einerseits die natürlichen Abwehrmechanismen des Mundraumes gestärkt, andererseits das Wachstum schädlicher Bakterienarten gehemmt. Die Anfälligkeit für Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten kann somit reduziert werden.
Schon eine Lutschtablette täglich reicht zur Stärkung der Mundflora aus. Damit sich die aktiven Inhaltsstoffe des oralen Nahrungsergänzungsmittels gleichmäßig an den Flächen im Mund anhaften können, sollten Schwangere die Tablette nach dem Zähneputzen langsam im Mund zergehen lassen. Das Produkt schmeckt angenehm nach Minze hat keine Nebenwirkungen.

[1] Quelle: Lückenlos 2. Quartal 2011, das Patientenmagazin herausgegeben von den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen

 

Quelle für Bild und Text:

GUM® PerioBalance®

Fototipps vom Profi

Schwangerschaftsrechner geben schnell Auskunft

Sie sind schwanger? Wir gratulieren Ihnen!

Jetzt möchten Sie bestimmt wissen, wann Ihr Kind zur Welt kommt. Es gibt viele Schwangerschaftsrechner im Netz. Einer von Ihnen wir vom Hersteller Hipp angeboten. Er ist sehr einfach zu bedienen und gibt Ihnen sofort an, wann es voraussichtlich soweit ist. Geben Sie den Tag Ihrer letzten Monatsblutung und Ihre durchschnittliche Zykluslänge an: Danach zeigt Ihnen der Rechner den Geburtstermin, die Schwangerschaftswoche und den Beginn des Mutterschutzes.

Ab jetzt beginnt eine aufregende Zeit für Sie! Nun wächst ein ganz neuer Erdenbürger in Ihnen heran, den sie schon in Ihrer Schwangerschaft kennen lernen werden. Hat er viel Power und bewegt sich viel? Das werden Sie bald bemerken, am Strampeln und Treten. Aber keine Angst, das tut nicht weh. Im Gegenteil, es ist schön, denn sie spüren, dass es ihm oder ihr gut geht und bald mit Ihnen auch außerhalb seines neunmonatigen Zuhauses spielen will. Genießen Sie die Zeit und lassen Sie sich mit wachsendem Umfang auch mehr Zeit mit lästigen Alltagsaufgaben.Doch eines raten Frauenärzte: Schützen Sie sich möglichst vor Infektionskrankheiten.

Infektionserkrankungen während der Schwangerschaft möglichst vermeiden

Eine Reihe von Krankheitserregern ist in der Lage, die Entwicklung des Ungeborenen zu beeinträchtigen. Grundsätzlich sollte sich eine schwangere Frau von Menschen mit ansteckenden Krankheiten oder Symptomen wie hohem Fieber fernhalten. Besonders, wenn die eigentliche Erkrankung nicht bekannt ist, besteht Grund zur Vorsicht. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar hoch, dass es sich „nur“ um eine Erkältung handelt. Dies ist für Schwangere und ihr Ungeborenes in den allermeisten Fällen harmlos. Doch es gibt auch Hinweise, dass bei Müttern, die in der Frühschwangerschaft über längere Zeit hohes Fieber hatten, die Fehlbildungsrate leicht erhöht ist. Weiterhin werden durch Fieber Wehen ausgelöst. Schützen Sie sich deshalb soweit möglich vor einer Ansteckung und stärken Sie durch eine gesunde Lebensführung Ihre Abwehrkräfte.

Also: Gesund essen, regelmäßige Bewegung, gut schlafen und kein übermäßiger Stress – das sollten die Hauptziele in Ihrer Schwangerschaft sein.

Link zum Schwangerschaftsrechner:

Neue Studie gibt Entwarnung für ältere Schwangere

Entwarnung

Studien hatte in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass für ältere Mütter ab 35 Jahren das Risiko steigt, ein Kind mit niedrigem Geburtsgewicht zur Welt zu bringen oder eine Frühgeburt zu haben. Das Ärzteblatt gibt nun mit Verweis auf eine Studie, die im American Journal of Epidemiology publiziert wurde, Entwarnung: Das höhere Alter später Mütter ist nicht der wahre Grund für das erhöhte Risiko einer Frühgeburt oder niedrigen Geburtsgewichts. Die Ursachen liegen wahrscheinlich eher in den persönlichen Lebensumständen und Verhaltensweisen der Mütter. Das zeigt eine retrospektive Studie, die in diesem Jahr im American Journal of Epidemiology publiziert wurde.

Keine Sorgen über das Alter

Die Forscher um Mikko Myrskylä, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock und Alice Goisis von der London School of Economics untersuchten mehr als 124.000 Kinder aus finnischen Familien, in denen dieselbe Mutter mindestens zwei Kinder im Zeitraum von 1987 bis 2000 bekommen hatte. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Frauen sich keine Sorgen über ihr Alter an sich machen sollten, wenn sie darüber nachdenken, ein Kind zu bekommen“, so Mikko Myrskylä.

Lebensumstände

Für die einzelne Mutter sei ihr Alter nicht der tatsächliche Grund für eventuell erhöhte Geburtsrisiken, so Goisis. „Die wahren Ursachen könnten eher die individuellen Lebensumstände und Verhaltensweisen der Eltern sein, die deren höheres Alter mit sich bringt.“

Quelle:
www.aerzteblatt.de

 

Mit dem Ruhepuls schwanger werden

Pulsschlag zeigt fruchtbare Tage an

Schwanger zu werden ist nicht immer einfach. Wichtig ist natürlich, die fruchtbaren Tage zu finden. Mit Ava, einem Armband des gleichnamigen Medizintechnikunternehmens, soll das jetzt einfach möglich sein.

Erhöhter Ruhepuls

Das Medizintechnikunternehmen Ava, spezialisiert auf Gesundheit und Reproduktionsmedizin der Frau, hat erste Ergebnisse seiner klinischen Studien veröffentlicht: Die Studien zeigen eine Korrelation zwischen dem Ruhepuls und den fruchtbaren Tagen auf. Demnach steigt der Ruhepuls einer Frau zu Beginn ihres Fruchtbarkeitsfensters um circa zwei Pulsschläge pro Minute an.

Der Ruhepuls ist somit ausschlaggebend für Ava, um den Anfang der fünf fruchtbarsten Tage im Zyklus einer Frau zu identifizieren. Zusätzlich misst das Ava-Armband über Sensoren acht weitere Parameter im Schlaf. Diese nutzt der Ava-Algorithmus, zusammen mit dem Puls-Wert, um die Erkennung der fruchtbaren Tage noch individueller und genauer auf eine Person abzustimmen. Andere Methoden, wie zum Beispiel Ovulationstests (LH-Tests) können nur die letzten 24 bis 48 Stunden der fruchtbaren Phase feststellen. Methoden, die sich nur an der Basaltemperatur orientieren, können sogar nur den Tag nach dem Eisprung erkennen, wenn das fruchtbare Fenster bereits vorbei ist.

Bis zu 5 Tage

„Was viele Frauen und deren Partner nicht wissen, ist, dass Frauen nur maximal fünf Tage vor dem Eisprung und am Tag des Eisprungs selbst schwanger werden können,“ sagt Prof. Dr. med. Brigitte Leeners, Expertin für Reproduktions- und Sexualmedizin und Leiterin der Studie am Universitätsspital in Zürich.

„Wir haben in unserer Untersuchung festgestellt, dass der Ruhepuls gewöhnlich während der Regelblutung am niedrigsten ist, dann aber fünf Tage vor dem Eisprung und nochmals danach, signifikant ansteigt. Ava ist die erste Technologie, die den Ruhepuls nebst anderen Werten wie Temperatur, Herzratenvariabilität, Schlaf und Bioimpedanz verwendet, um den Beginn des fruchtbaren Fensters präzise festzustellen.“

Im Voraus erkannt

„Avas Technologie ermöglicht es, im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, die fruchtbaren Tage im Voraus zu erkennen. In der neuesten Publikation unseres klinischen Forschungspartners wird nun erklärt, warum wir das können,“ sagt Peter Stein, Mitgründer von Ava und Vizepräsident der Abteilung Forschung und Entwicklung. Die neuesten Erkenntnisse wurden im Zuge zweier separater klinischer Studien gewonnen: bei beiden Studien handelt es sich um prospektive Observationsstudien. Insgesamt wurden die Daten von 91 Frauen in der von Scientific Reports publizierten Studie analysiert, die von Prof. Dr. med. Leeners am Universitätsspital in Zürich geleitet wurde. Die Ruhepulswerte wurden dabei während des Schlafes mithilfe von photoplethysmographischen Sensoren gemessen.

Das Ziel war es, festzustellen, ob man mit einem Sensoren-Armband am Handgelenk präzise und bequem den Anfang des fruchtbaren Fensters bestimmen kann. Darüber hinaus wurde getestet, inwiefern das Sensoren-Armband Schwangerschaft oder körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft erkennen kann. Basierend auf den klinischen Daten wurde der Ava Algorithmus validiert. Ava erkennt nachweislich 5 fruchtbare Tage mit einer Genauigkeit von 89%. Der Ruhepuls erhöht sich am Anfang des Fruchtbarkeitsfensters und steigt nach dem Eisprung weiter an, bis er in der Mitte der Lutealphase (Gelbkörperphase) seinen Höhepunkt erreicht (zu dem Zeitpunkt ist der Puls 3,5 Schläge höher als zur Zeit der Periode).

Gemeinsam mit dem Universitätsspital in Zürich hat Ava seine Testergebnisse bereits an mehreren internationalen Konferenzen in Europa und den USA vorgestellt: mitunter an den Jahreskongressen der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG), der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der American Society for Reproductive Medicine (ASRM), sowie am „World Congress of the Academy of Human Reproduction“. Die Veröffentlichung der Studie in Scientific Reports (https://www.nature.com/articles/s41598-017-01433-9?WT.feed_name=subjects_epidemiology) ist der erste Beitrag der Ava Technologie-Serie.

Weitere Themen sollen u.a. das Erkennen anovulatorischen Zyklen, Verhütung und physiologische Anzeichen von Komplikationen in der Schwangerschaft, sein. Hierfür verwendet Ava bisher erfasste Daten, sowie Ergebnisse aus weiteren klinischen Tests.

Gleichzeitig veröffentlicht Ava auch eine neue Schwangerschafts-App. So können Frauen das Ava-Armband auch während ihrer Schwangerschaft nutzen. Die neue App wird ab dem 1. Juni verfügbar sein. Die neue Funktion bietet Nutzerinnen detaillierte Infos zur Entwicklung ihres Körpers und ihres heranwachsenden Kindes. Mit der neuen Funktion können Frauen zusätzlich folgende Gesundheits-Merkmale beobachten:

  • Schlaf-Qualität und -Dauer
  • Körperliche Stressanzeichen (gemessen an der Herzratenvariabilität)
  • Ruhepuls (während der Schwangerschaft erhöht)
  • Haut-Temperatur (während der Schwangerschaft erhöht)
  • Gewicht (wird manuell eingegeben)

„Wir haben mittlerweile mehr als 50 Schwangerschaften bei Ava-Nutzerinnen bestätigt. Daher wollten wir unseren Kunden Features bieten, mit denen sie ihre physiologischen Signale auch in der Schwangerschaft beobachten können,“ sagt Lea von Bidder, Mitgründerin und CEO von Ava Science, Inc. „Avas Ziel ist es, Frauen durch all ihre Lebensphasen zu begleiten und mit diesem Update sind wir unserem Ziel ein bedeutendes Stück nähergekommen.“

Über Ava

Ava wurde 2014 von Pascal Koenig, Philipp Tholen, Peter Stein und Lea von Bidder in der Schweiz gegründet. Das Unternehmen spezialisiert sich auf neue Erkenntnisse im Bereich Medizintechnik der reproduktiven Gesundheit. Das Ava Armband hat mehrere internationale Preise gewonnen, wie zum Beispiel den The Bump “Best of Baby Tech CES 2017” Preis im Bereich Fruchtbarkeit und Schwangerschaft und den “Editors’ Choice” Preis des „Women’s Health“ Magazins.

Es ist das erste Produkt der Firma für den Konsumentenmarkt und verwendet Sensor-Technologie mit klinisch getesteten Auswertungen, um den Zeitpunkt der fruchtbaren Tage einer Frau genau und in Echtzeit feststellen zu können. Das Unternehmen will sein Produkt weiter für das Schwangerschafts-Monitoring aufrüsten und führt dazu kontinuierlich klinische Studien durch. Ava hat bis dato USD12.3M (EUR11.5M) an Investitionen erhalten und ist in Zürich und San Franzisco zu Hause.

 

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel während der Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere Frauen erhalten viele Empfehlungen, vor allem Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine gelten nun als wichtige Zusätze. Diese Empfehlung ist teilweise richtig, doch was ist notwendig, was überflüssig und was vielleicht sogar schädlich für das ungeborene Kind? Grundsätzlich gilt: Schwangere sollten keine Selbstmedikation betreiben, sondern vor der Einnahme alles mit ihrem Gynäkologen besprechen und sich ansonsten vollwertig und ausgewogen ernähren.

Folsäure

sollten Frauen schon zu sich nehmen, wenn sie schwanger werden wollen. Fehlt das Medikament in der Frühschwangerschaft kann das Kind einen sogenannten Neuralrohrdefekt bekommen. Dieser Defekt führt im schlimmsten Fall zum Tod oder zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Folsäure wird schon in der dritten bis vierten Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung vom Körper benötigt. Zu diesem Zeitpunkt wissen die meisten Frauen noch nicht, dass sie schwanger sind. Deshalb empfehlen Frauenärzte die Einnahme von 400 Mikrogramm pro Tag schon beim Kinderwunsch.

Jod

sollten Frauen in der Schwangerschaft ebenfalls täglich einnehmen. Der Bedarf von Jod steigert sich in der Schwangerschaft um 20 Prozent, 100 Mikrogramm sollten Frauen zusätzlich täglich zu sich nehmen.

Fischöl

ist unter Experten etwas umstritten. Einige Studien legen nahe, dass es das Risiko von Frühgeburten vor der 34. Schwangerschaftswoche senkt, darüber hinaus das Allergierisiko beim Nachwuchs vermindert und die Entwicklung der Hirn- und Sehfunktion beim Embryo verbessert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher, die Aufnahme von 200 Milligramm Omega-3-Fettsäure pro Tag. Einige Experten halten daher die Einnahme von Fischöl für empfehlenswert, andere halten zwei bis drei Fischmahlzeiten in der Woche für ausreichend.

Vitamin D

ist wichtig für das Knochengerüst. Einige Studien deuten darauf hin, dass die kindliche Knochengesundheit im Schulalter von der zusätzlichen Aufnahme von Vitamin D in der Schwangerschaft profitiert. Besonders im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung in Deutschland für die Vitamin-D-Produktion versiegt, sei die zusätzliche Einnahme angezeigt.

Eisen

Unter einer Eisenmangelanämie leiden etwa 10 bis 20 Prozent der Schwangeren. Sie müssen zusätzlich Eisen zu sich nehmen. In einer Blutuntersuchung beim Gynäkologen lässt sich der Status genau ermitteln. Experten raten davon ab, ohne Indikation Eisen in hohen Mengen einzunehmen. Welche Auswirkungen eine Überdosierung von Eisen auf die Schwangeren und ihr Kind haben könnten, ist nicht bekannt.

Magnesium

gehört ebenfalls zu den Ergänzungsmitteln, die fast alle Schwangeren einnehmen, ohne zu wissen, ob bei ihnen ein Mangel vorherrscht. Studien zeigen, dass kaum eine Schwangere unter Magnesiummangel leidet. Jedoch gibt es für schwangere Frauen, die ein Risiko für eine Schwangerschaftsvergiftung haben, einen Vorteil: Durch die zusätzliche Einnahme von Magnesium können sie vor ihr geschützt werden.

Für die meisten wasserlöslichen Vitamine zu denen das Vitamin C und alle B-Vitamine wie z.B. das Vitamin B6 oder auch Folsäure gilt: Sie sind meistens in ausreichendem Maße im Körper vorhanden , doch überdosiert richten sie keinen Schaden an. Der Körper scheidet sie wieder aus. Nur das Vitamin B12 kann in der Leber gespeichert werden.

Vorsicht ist bei fettlöslichen Vitaminen wie den Vitaminen A, D, E und K in zu hohen Dosen geboten. Sie werden im Körper gespeichert. Vitamin A kann bei einer Überdosierung zu Fehlbildungen des Kindes führen. Jedoch gilt auch hier Entwarnung: In den von Apotheken und Drogerien bereitgestellten Ergänzungsmitteln werden solch hohe Dosierungen nicht angeboten.

Für die Angebote im Internet gilt diese Entwarnung nicht.

Was soll ich nehmen?

Es gibt eine Fülle an Präparaten für Schwangere. Vor der Einnahme sollte sich jede schwangere Frau mit ihrem Gynäkologen beraten.

Das neue Produkt Doppelherz system Kinderwunsch DHA+EPA+Folsäure setzt besonders auf Omega-3-Fettsäuren, die werdende Mutter und Schwangere wird daher intensiv mit einem Omega-3-Konzentrat versorgt, dazu enthalten die Kapseln noch einen hohem DHA- und EPA-Gehalt in Kombination mit Folsäure sowie weiteren Nährstoffen.

Elevit 2 von Bayer geht gezielt auf die Ansprüche der fortschreitenden Schwangerschaft ein. Das Produkt greift auf einen Vitamin- und Mineralstoffkomplex zurück, der speziell für das zweite und dritte Schwangerschaftstrimester und die Stillzeit konzipiert ist. Die Kapseln enthalten Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA), 400 μg Folat als Folsäure und Metafolin, Jod und Selen für die Schilddrüsenfunktion, das Nervensystem und den Energiestoffwechsel, Eisen und die Vitamine B6 und B12, Vitamin D und Vitamin C.

Für Frauen, die zum Beispiel keine Tabletten oder Kapseln mögen, hat die Marke Babys Life einen Schwangerschaftsdrink entwickelt, der alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in 60 Milliliter vereint. Den Drink gibt es in der Apotheke.

 

Den Kinderwunsch erfüllt

Kinderwunsch: Fruchtbare Tage im Schlaf finden

Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland haben einen Kinderwunsch, der sich nicht so leicht verwirklicht wie erhofft – für zwei Millionen bleibt er dauerhaft unerfüllt. Eine natürliche Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft zu erhöhen, ist die Temperaturmethode. Sie ist sehr zuverlässig und seit Jahrzehnten bestens erforscht. Allerdings ist sie auch aufwändig und birgt Fehlerquellen. Das neue hormonfreie Wearable „trackle“ hat die Temperaturmethode verbessert, automatisiert und in die digitale Welt übertragen. Frauen finden ihre fruchtbaren Tage dadurch buchstäblich wie im Schlaf. Mit einem Crowdfunding will das Medizinprodukt noch in diesem Jahr den breiten Markteintritt schaffen.

trackle basiert auf standardisierten Methoden der symptothermalen Familienplanung, die sehr gut erforscht sind. Im Mittelpunkt steht dabei die tägliche Erfassung und exakte Bestimmung der niedrigsten Körperkerntemperatur. Zusätzlich werden weitere Informationen zum Zyklus erfasst. Die Temperaturmethode wird von vielen Frauen zur Familienplanung sowie zur Verhütung eingesetzt und ist so sicher wie die Pille – bei korrekter Anwendung. Aber genau hier liegt eine Hürde: Die Umsetzung ist nicht so einfach und gilt bei vielen Frauen deshalb als unsicher. Beispielsweise ist die nur punktuell gemessene Aufwachtemperatur oft durch äußere Einflüsse ungenau. Auch die Übertragung der Temperatur per Hand auf das Zyklusblatt oder in eine App birgt Fehlerpotenzial.

trackle vereinfacht Temperaturmethode

Der Temperatursensor trackle bewahrt die Vorteile der bewährten Temperaturmethode und minimiert gleichzeitig häufige Fehlerquellen: Das kleine Wearable ist tampongroß, voll in Silikon gegossen und wird in der Nacht vaginal getragen. Dort wird die Körperkerntemperatur über die gesamte Dauer des Schlafes äußerst zuverlässig und genau gemessen. Morgens sieht die Nutzerin die Ergebnisse sofort und anschaulich auf ihrem Smartphone. Katrin Reuter, Gründerin und Geschäftsführerin von trackle, erklärt: „Tagsüber kommt der Sensor in seine Box zum Aufladen. Von dort werden die Daten drahtlos auf das Handy übertragen. Die trackle App zeigt dann genau an, ob sich die Frau in einer fruchtbaren oder nicht fruchtbaren Zyklusphase befindet. Durch die intelligente Technik macht das selbstlernende System extrem gute Prognosen.“

Auch die Frauenärztin Dr. Tonja Ameziane aus Bonn ist von dem innovativen System überzeugt: „Aus medizinischer Sicht ist trackle absolut sinnvoll. Bei jeder Frau steigt die Körperkerntemperatur um den Zeitpunkt des Eisprungs herum an. Das ist somit ein sehr wichtiges Merkmal zur Bestimmung der Fruchtbarkeit und auch für uns Ärzte sehr aussagekräftig.“ Der Wert wird in Beziehung zu den Werten der anderen Nächte gesetzt, um verlässlich den Eisprung vorherzusagen. Die Suche nach den fruchtbaren Tagen kann durch das zertifizierte Medizinprodukt einfach in den Alltag integriert werden.

Markteintritt mit Crowdfunding


trackle wurde in Deutschland entwickelt, auch die Produktion wird vollständig in Deutschland sitzen. Um den Markteintritt zu ermöglichen, hat die trackle GmbH eine Crowdfunding-Kampagne auf www.startnext.de ins Leben gerufen. Reuter ist davon überzeugt, dass der Bedarf an Produkten wie trackle groß ist: „Mit dieser Kampagne sammeln wir Geld und Vorbestellungen, um den Markteintritt sobald wie möglich realisieren zu können.“

Das Projekt kann auf www.startnext.de/trackle unterstützt werden. Dort stehen verschiedene sogenannte „Dankeschöns“ wie ein Early Bird trackle System, ein Treffen mit den Startup-Gründer/-innen oder ein Fanpaket bereit.

Für die langfristige Finanzierung hat sich das Unternehmen bereits Unterstützung von Investoren/-innen und Institutionen wie der NRW.Bank gesichert sowie weitere Unterstützung aus Startup-Wettbewerben wie dem Rheinland-Pitch. Vom Beirat „Digitale Wirtschaft NRW“ ist trackle als eines der zehn innovativsten Startups vom 20. bis 24. März zur CeBIT eingeladen worden (Startup Halle „Scale 11“ am DWNRW-Stand, Halle 11, B 56).

Über die trackle GmbH


Die trackle GmbH ist ein Hightech Startup aus Bonn und wurde im Dezember 2015 gegründet. Wir entwickeln und vertreiben ein Wearable Device, das Frauen im Zyklustracking unterstützt: Durch Erfassung und Auswertung der Körperkerntemperatur können sie ihr individuelles Fruchtbarkeitsfenster erkennen. Das ist wichtig für alle Frauen, die einen Kinderwunsch haben und für solche, die mit alternativen Methoden verhüten möchten. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter www.trackle.de

Lieber keine Lakritze

Finger weg von Lakritze

Ist Lakritze in der Schwangerschaft gefährlich?

Ob als Schnecken, Rauten oder Taler: Lakritze als Süßigkeit schmeckt Groß und Klein. Dabei ist die aus dem Wurzelextrakt des Echten Süßholzes gewonnene Nascherei nicht nur lecker, sondern im Gegensatz zu anderen Süßigkeiten auch noch figurfreundlich. Doch eine finnische Studie zeigt jetzt, dass schwangere Frauen lieber die Finger von Lakritze lassen sollten. Warum das so ist, erklärt medicalpress.


Süßholz raspeln

Schon Tutenchamun soll ein Fan von Lakritze gewesen sein. Nicht nur im alten Ägypten nutzte man die therapeutische Wirkung des Safts der Süßholzwurzel bei Magenbeschwerden und Erkrankungen der Atemwege. Ihre wesentlichen Bestandteile sind Glycyrrhizin, Triterpene, Saponine, Flavonoide, Isoflavonoide und Chalkone. Doch gerade Glycyrrhizin steht in der Kritik: Es kann den Elektrolythaushalt des Körpers beeinflussen und zu Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Ödemen führen.

Süßes oder Saures

Ironie des Schicksals: Gerade die Schwangerschaft gilt als eine Zeit, in der sich viele Gelüste einstellen. Beinahe 85 % aller Schwangeren kennen das Gefühl des plötzlichen Heißhungers. Viele von ihnen verspüren eine enorme Lust auf Süßigkeiten, die auf einen möglichen Vitamin-B-Mangel hindeuten könnte. Doch Lakritze sollten sie meiden. Der Grund: Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass das in dem Wurzelextrakt enthaltene Glycyrrhizin die Wirkung des Stresshormons Cortisol erhöht. Das Team um Dr. Katri Räikkönen von der Universität Helsinki hat herausgefunden, dass Glycyrrhizin langfristige Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben kann.
Die Autoren der Studie, die im American Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, haben zu diesem Zweck 378 Kinder untersucht, deren Mütter während der Schwangerschaft große Mengen (mehr als 500 mg Glycyrrhizin pro Woche) und wenig (weniger als 249 mg Glycyrrhizin pro Woche) bis gar keine Lakritze zu sich nahmen. Dabei sind 500 mg Glycyrrhizin in etwa 22,6 g Lakritze enthalten.Das finnische Team wollte herausfinden, ob der Verzehr von Glycyrrhizin durch die Mütter mit endokrinen oder psychiatrischen Auffälligkeiten verbunden war oder die kognitiven Fähigkeiten der Kinder beeinflusste.

Die Wurzel des Übels?

Die Forscher fanden heraus, dass die Töchter der Mütter, die über 500 mg Glycyrrhizin in Form von Lakritze zu sich genommen hatten, sowohl eine höhere Körpergröße als auch einen höheren Body-Mass-Index aufwiesen. Gleichzeitig waren sie in einem fortgeschrittenen Stadium der Reifung. Der IQ der Kinder von den Frauen war im Durchschnitt um sieben Punkte niedriger. Auch die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von ADHS erwies sich als 3,3-fach höher. Zwischen beiden Gruppen wurden Unterschiede im Cortisolspiegel nachgewiesen.
Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass Frauen, die schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sich über die möglichen Auswirkungen von Glycyrrhizin informieren sollten. In Finnland landete Lakritze auf der Liste der Ernährungsempfehlungen des Institute of Health and Welfare in der Kategorie „nicht für Schwangere empfohlen“.Text: medicalpress.de

Schwangerschaftsdiabetes erkennen

Schwangerschaftsdiabetes

Die Gefahr für werdende Mutter und Kind minimieren

Diabetes ist eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft, die für die werdende Mutter wie für das ungeborene Kind ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellt. Daher ist es umso wichtiger, dass jede Schwangere an dem gesetzlichen Screening in der Schwangerenvorsorge teilnimmt und mit der Behandlung nach der Diagnose so früh wie möglich beginnt, um die Gefahr für sich und ihr Kind zu minimieren.

„Leider sind betroffene Frauen häufig verunsichert, wieviel Therapie beim Schwangerschaftsdiabetes tatsächlich erforderlich ist“, betont Professor Dr. med. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). DDG und Bundesverband Niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND) stellen klar, dass die erste Behandlungsmaßnahme in einer Änderung des Lebensstils besteht; diese Haltung teilen auch der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Ob zusätzlich Insulin gegeben werden muss, um die Risiken für Mutter und Kind in den Griff zu bekommen, müsse genau abgewogen werden.

Kohlehydrat-Überangebot

Beim Schwangerschaftsdiabetes ist der Blutzucker der Mutter entweder ständig oder auch nur ungewöhnlich lange nach den Mahlzeiten erhöht. Die hohe Zuckermenge geht direkt auf das Baby über, das dadurch überernährt wird. Es wächst häufig zu schnell, und sein Stoffwechsel stellt sich schon vor der Geburt auf das ständige Kohlehydrat-Überangebot ein, wie Professor Dr. med. Birgit Seelbach Göbel, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) erläutert.

Tritt die Erkrankung schon früh in der Schwangerschaft auf und wird nicht entdeckt, so können sich auch Fehlbildungen des Herzens entwickeln. Die Hormonsituation beim Kind verzögert außerdem die Reifung der Lungenbläschen, sodass vor allem frühgeborene Babys häufiger mit Atemnot zu kämpfen haben und beatmet werden müssen. Außerdem enthält die Fruchtblase oft zu viel Fruchtwasser. Die Gebärmutterwand wird durch das zu große Kind und die hohe Fruchtwassermenge überdehnt, sodass die Geburt oft um Wochen zu früh beginnt.

Hoher Blutdruck

Auch für die Mutter ist der Schwangerschaftsdiabetes ein Risiko, denn es entwickelt sich dann häufiger ein hoher bis sehr hoher Blutdruck mit Ödemen, Nierenproblemen und der Neigung zu Krampfanfällen, eine sogenannte Präeklampsie. Auch häufen sich Infektionen der Harnwege, die das Risiko für Frühgeburten zusätzlich erhöhen. Ein weiteres, großes Problem stellt sich oft während der Geburt selbst, so Seelbach-Göbel: Es kommt bei einem großen Kind häufiger zum Geburtsstillstand und zu Schwierigkeiten bei der Geburt der kindlichen Schultern, es muss häufiger eine Vakuumglocke verwendet und es muss häufiger ein größerer Dammschnitt gesetzt werden.

Ausgewogene Ernährung

All diese Entwicklungen können von der Frau selbst verhindert werden, betont Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). An erster Stelle stehen eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung und der weitgehende Verzicht auf Süßigkeiten und Limonaden, um den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten. Außerdem gehören reichliche, möglichst tägliche Bewegung dazu und eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle.

„Wenn eine Frau diese Maßnahmen entschieden und konsequent umsetzt, kann sie meist die Gefahren für ihr Baby und für sich abwenden“, so Seelbach-Göbel. „Erst wenn diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine Insulintherapie in Betracht zu ziehen, mit der dann auch nicht zu lange zugewartet werden darf, weil es ja gilt, das ständige Überangebot an Zucker von dem Baby so gut es geht fernzuhalten und die Entwicklung von Folgeschäden bei der Mutter zu verhindern“, sagt Dr. med. Nikolaus Scheper, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND).

Screening

Wie wichtig es ist, dass alle Schwangeren das Screening wahrnehmen, unterstreicht Albring. „Wir wissen zwar, dass Übergewicht, höheres Alter, Diabetes in der Familie und die frühere Geburt eines sehr großen Kindes die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die Frau in der aktuellen Schwangerschaft einen Diabetes entwickelt. Aber 40 Prozent aller Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes sind schlank und haben auch sonst keinerlei Risiken. Würden wir unser Augenmerk nur auf die älteren, übergewichtigen Schwangeren legen, würden wir einen sehr großen Teil der gefährdeten Frauen übersehen.“

Zum Hintergrund: Beim gesetzlich vorgeschriebenen Blutzuckertest, bei dem es sich um eine international bewährte Standarddiagnostik handelt, trinkt die Schwangere zunächst 200 Milliliter Wasser mit 50 Gramm Traubenzucker, bevor eine Stunde später der Blutzucker im Venenblut gemessen wird. Der Test liefert Hinweise auf die Fähigkeit, eine bestimmte Menge Glukose innerhalb eines Zeitraumes abzubauen. Ist der Blutzuckerwert höher als 135 mg/dl, so besteht der Verdacht, dass ein Diabetes vorliegen könnte. In diesem Fall muss in den folgenden Tagen ein 75-Gramm-Diagnosetest über zwei Stunden im morgendlich nüchternen Zustand angeschlossen werden.

Erhöhte Werte

Nur dann, wenn auch dieser zweite Test erhöhte Blutzuckerwerte zeigt, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor. In diesem Fall wird ein Facharzt mit diabetologischem Schwerpunkt hinzugezogen. Er richtet sein Augenmerk auf die diabetische Stoffwechsellage, berät die Frau und entscheidet mit ihr zusammen, ob die Umstellung der Ernährungsweise und die intensivierte körperliche Bewegung ausreichen für die Normalisierung der Blutzuckerwerte. Falls das nicht der Fall ist, ist die Gabe von Medikamenten, insbesondere Insulin notwendig, um die Risiken für Mutter und Kind einzugrenzen.

„Obwohl der Schwangerschaftsdiabetes nach der Geburt von allein verschwindet, ist von nun an für Mutter und Kind erhöhte Achtsamkeit notwendig“, so Gallwitz. „Jede zweite ehemalige GDM-Patientin entwickelt innerhalb von zehn Jahren einen Typ-2-Diabetes; und auch ihre Kinder haben lebenslang ein erhöhtes Diabetesrisiko, vor allem dann, wenn der Schwangerschaftsdiabetes nicht entdeckt und behandelt wurde. „Aus diesem Grund sind Früherkennung und rechtzeitiger Therapiebeginn wichtig“, sagt Scheper.

Quelle:
Deutsche Diabetes Gesellschaft DDG e.V

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