Category : Schwangerschaft

Lieber keine Lakritze

Finger weg von Lakritze

Ist Lakritze in der Schwangerschaft gefährlich?

Ob als Schnecken, Rauten oder Taler: Lakritze als Süßigkeit schmeckt Groß und Klein. Dabei ist die aus dem Wurzelextrakt des Echten Süßholzes gewonnene Nascherei nicht nur lecker, sondern im Gegensatz zu anderen Süßigkeiten auch noch figurfreundlich. Doch eine finnische Studie zeigt jetzt, dass schwangere Frauen lieber die Finger von Lakritze lassen sollten. Warum das so ist, erklärt medicalpress.


Süßholz raspeln

Schon Tutenchamun soll ein Fan von Lakritze gewesen sein. Nicht nur im alten Ägypten nutzte man die therapeutische Wirkung des Safts der Süßholzwurzel bei Magenbeschwerden und Erkrankungen der Atemwege. Ihre wesentlichen Bestandteile sind Glycyrrhizin, Triterpene, Saponine, Flavonoide, Isoflavonoide und Chalkone. Doch gerade Glycyrrhizin steht in der Kritik: Es kann den Elektrolythaushalt des Körpers beeinflussen und zu Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Ödemen führen.

Süßes oder Saures

Ironie des Schicksals: Gerade die Schwangerschaft gilt als eine Zeit, in der sich viele Gelüste einstellen. Beinahe 85 % aller Schwangeren kennen das Gefühl des plötzlichen Heißhungers. Viele von ihnen verspüren eine enorme Lust auf Süßigkeiten, die auf einen möglichen Vitamin-B-Mangel hindeuten könnte. Doch Lakritze sollten sie meiden. Der Grund: Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass das in dem Wurzelextrakt enthaltene Glycyrrhizin die Wirkung des Stresshormons Cortisol erhöht. Das Team um Dr. Katri Räikkönen von der Universität Helsinki hat herausgefunden, dass Glycyrrhizin langfristige Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben kann.
Die Autoren der Studie, die im American Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, haben zu diesem Zweck 378 Kinder untersucht, deren Mütter während der Schwangerschaft große Mengen (mehr als 500 mg Glycyrrhizin pro Woche) und wenig (weniger als 249 mg Glycyrrhizin pro Woche) bis gar keine Lakritze zu sich nahmen. Dabei sind 500 mg Glycyrrhizin in etwa 22,6 g Lakritze enthalten.Das finnische Team wollte herausfinden, ob der Verzehr von Glycyrrhizin durch die Mütter mit endokrinen oder psychiatrischen Auffälligkeiten verbunden war oder die kognitiven Fähigkeiten der Kinder beeinflusste.

Die Wurzel des Übels?

Die Forscher fanden heraus, dass die Töchter der Mütter, die über 500 mg Glycyrrhizin in Form von Lakritze zu sich genommen hatten, sowohl eine höhere Körpergröße als auch einen höheren Body-Mass-Index aufwiesen. Gleichzeitig waren sie in einem fortgeschrittenen Stadium der Reifung. Der IQ der Kinder von den Frauen war im Durchschnitt um sieben Punkte niedriger. Auch die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von ADHS erwies sich als 3,3-fach höher. Zwischen beiden Gruppen wurden Unterschiede im Cortisolspiegel nachgewiesen.
Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass Frauen, die schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sich über die möglichen Auswirkungen von Glycyrrhizin informieren sollten. In Finnland landete Lakritze auf der Liste der Ernährungsempfehlungen des Institute of Health and Welfare in der Kategorie „nicht für Schwangere empfohlen“.Text: medicalpress.de

Schwangerschaftsdiabetes erkennen

Schwangerschaftsdiabetes

Die Gefahr für werdende Mutter und Kind minimieren

Diabetes ist eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft, die für die werdende Mutter wie für das ungeborene Kind ein erhöhtes Gesundheitsrisiko darstellt. Daher ist es umso wichtiger, dass jede Schwangere an dem gesetzlichen Screening in der Schwangerenvorsorge teilnimmt und mit der Behandlung nach der Diagnose so früh wie möglich beginnt, um die Gefahr für sich und ihr Kind zu minimieren.

„Leider sind betroffene Frauen häufig verunsichert, wieviel Therapie beim Schwangerschaftsdiabetes tatsächlich erforderlich ist“, betont Professor Dr. med. Baptist Gallwitz, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). DDG und Bundesverband Niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND) stellen klar, dass die erste Behandlungsmaßnahme in einer Änderung des Lebensstils besteht; diese Haltung teilen auch der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Ob zusätzlich Insulin gegeben werden muss, um die Risiken für Mutter und Kind in den Griff zu bekommen, müsse genau abgewogen werden.

Kohlehydrat-Überangebot

Beim Schwangerschaftsdiabetes ist der Blutzucker der Mutter entweder ständig oder auch nur ungewöhnlich lange nach den Mahlzeiten erhöht. Die hohe Zuckermenge geht direkt auf das Baby über, das dadurch überernährt wird. Es wächst häufig zu schnell, und sein Stoffwechsel stellt sich schon vor der Geburt auf das ständige Kohlehydrat-Überangebot ein, wie Professor Dr. med. Birgit Seelbach Göbel, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) erläutert.

Tritt die Erkrankung schon früh in der Schwangerschaft auf und wird nicht entdeckt, so können sich auch Fehlbildungen des Herzens entwickeln. Die Hormonsituation beim Kind verzögert außerdem die Reifung der Lungenbläschen, sodass vor allem frühgeborene Babys häufiger mit Atemnot zu kämpfen haben und beatmet werden müssen. Außerdem enthält die Fruchtblase oft zu viel Fruchtwasser. Die Gebärmutterwand wird durch das zu große Kind und die hohe Fruchtwassermenge überdehnt, sodass die Geburt oft um Wochen zu früh beginnt.

Hoher Blutdruck

Auch für die Mutter ist der Schwangerschaftsdiabetes ein Risiko, denn es entwickelt sich dann häufiger ein hoher bis sehr hoher Blutdruck mit Ödemen, Nierenproblemen und der Neigung zu Krampfanfällen, eine sogenannte Präeklampsie. Auch häufen sich Infektionen der Harnwege, die das Risiko für Frühgeburten zusätzlich erhöhen. Ein weiteres, großes Problem stellt sich oft während der Geburt selbst, so Seelbach-Göbel: Es kommt bei einem großen Kind häufiger zum Geburtsstillstand und zu Schwierigkeiten bei der Geburt der kindlichen Schultern, es muss häufiger eine Vakuumglocke verwendet und es muss häufiger ein größerer Dammschnitt gesetzt werden.

Ausgewogene Ernährung

All diese Entwicklungen können von der Frau selbst verhindert werden, betont Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). An erster Stelle stehen eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung und der weitgehende Verzicht auf Süßigkeiten und Limonaden, um den Blutzuckerspiegel niedrig zu halten. Außerdem gehören reichliche, möglichst tägliche Bewegung dazu und eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle.

„Wenn eine Frau diese Maßnahmen entschieden und konsequent umsetzt, kann sie meist die Gefahren für ihr Baby und für sich abwenden“, so Seelbach-Göbel. „Erst wenn diese Maßnahmen nicht greifen, ist eine Insulintherapie in Betracht zu ziehen, mit der dann auch nicht zu lange zugewartet werden darf, weil es ja gilt, das ständige Überangebot an Zucker von dem Baby so gut es geht fernzuhalten und die Entwicklung von Folgeschäden bei der Mutter zu verhindern“, sagt Dr. med. Nikolaus Scheper, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Niedergelassener Diabetologen e.V. (BVND).

Screening

Wie wichtig es ist, dass alle Schwangeren das Screening wahrnehmen, unterstreicht Albring. „Wir wissen zwar, dass Übergewicht, höheres Alter, Diabetes in der Familie und die frühere Geburt eines sehr großen Kindes die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass die Frau in der aktuellen Schwangerschaft einen Diabetes entwickelt. Aber 40 Prozent aller Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes sind schlank und haben auch sonst keinerlei Risiken. Würden wir unser Augenmerk nur auf die älteren, übergewichtigen Schwangeren legen, würden wir einen sehr großen Teil der gefährdeten Frauen übersehen.“

Zum Hintergrund: Beim gesetzlich vorgeschriebenen Blutzuckertest, bei dem es sich um eine international bewährte Standarddiagnostik handelt, trinkt die Schwangere zunächst 200 Milliliter Wasser mit 50 Gramm Traubenzucker, bevor eine Stunde später der Blutzucker im Venenblut gemessen wird. Der Test liefert Hinweise auf die Fähigkeit, eine bestimmte Menge Glukose innerhalb eines Zeitraumes abzubauen. Ist der Blutzuckerwert höher als 135 mg/dl, so besteht der Verdacht, dass ein Diabetes vorliegen könnte. In diesem Fall muss in den folgenden Tagen ein 75-Gramm-Diagnosetest über zwei Stunden im morgendlich nüchternen Zustand angeschlossen werden.

Erhöhte Werte

Nur dann, wenn auch dieser zweite Test erhöhte Blutzuckerwerte zeigt, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor. In diesem Fall wird ein Facharzt mit diabetologischem Schwerpunkt hinzugezogen. Er richtet sein Augenmerk auf die diabetische Stoffwechsellage, berät die Frau und entscheidet mit ihr zusammen, ob die Umstellung der Ernährungsweise und die intensivierte körperliche Bewegung ausreichen für die Normalisierung der Blutzuckerwerte. Falls das nicht der Fall ist, ist die Gabe von Medikamenten, insbesondere Insulin notwendig, um die Risiken für Mutter und Kind einzugrenzen.

„Obwohl der Schwangerschaftsdiabetes nach der Geburt von allein verschwindet, ist von nun an für Mutter und Kind erhöhte Achtsamkeit notwendig“, so Gallwitz. „Jede zweite ehemalige GDM-Patientin entwickelt innerhalb von zehn Jahren einen Typ-2-Diabetes; und auch ihre Kinder haben lebenslang ein erhöhtes Diabetesrisiko, vor allem dann, wenn der Schwangerschaftsdiabetes nicht entdeckt und behandelt wurde. „Aus diesem Grund sind Früherkennung und rechtzeitiger Therapiebeginn wichtig“, sagt Scheper.

Quelle:
Deutsche Diabetes Gesellschaft DDG e.V

Leistungen

Höhere Leistungen, mehr Entlastung…

…besserer Schutz –

Das ändert sich 2017 für Familien

Mehr Kindergeld und höherer Kinderzuschlag, steigender Kinderfreibetrag und mehr Unterhaltsvorschuss für einen längeren Zeitraum: Das Jahr 2017 bringt ein weiteres Plus bei den familienpolitischen Leistungen. Auch vom Mutterschutz sollen mehr Frauen profitieren.

Mehr Kindergeld

Eine der wichtigsten Leistungen für Familien steigt: das Kindergeld wird zum 1. Januar 2017 um 2 Euro angehoben. Es beträgt dann für das

  • erste und zweite Kind 192 Euro pro Monat,
  • dritte Kind 198 Euro,
  • vierte und jedes weitere Kind 223 Euro.

Zum 1. Januar 2018 steigt das Kindergeld nochmals um 2 Euro pro Monat. Kindergeld wird einkommensunabhängig gezahlt und erreicht Familien damit direkt.

Höherer Kinderzuschlag

Auch der Kinderzuschlag steigt 2017 um 10 Euro pro Monat. Er beträgt dann maximal 170 Euro pro Kind und Monat. Der Kinderzuschlag ist eine zusätzliche finanzielle Unterstützung für Eltern mit geringem Einkommen. Haben Eltern nicht genug Einkommen für den Bedarf ihrer Kinder, sichert der Kinderzuschlag diesen zusammen mit dem Kindergeld ab. So lässt sich der Bezug von Arbeitslosengeld II vermeiden.

Steigender Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag erhöht sich zum 1. Januar 2017 um 108 Euro auf dann 4.716 Euro pro Jahr. Eltern bekommen entweder Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder bei der Einkommenssteuer. Das Finanzamt prüft bei der jährlichen Einkommensteuerveranlagung automatisch, ob Kindergeld oder der Kinderfreibetrag für Eltern günstiger ist. Der Kinderfreibetrag steigt zum 1. Januar 2018 nochmals um weitere 72 Euro auf dann 4.788 Euro pro Jahr.

Mehr Unterhaltsvorschuss

Mit dem Unterhaltsvorschuss unterstützt der Staat Alleinerziehende und Kinder, wenn das andere Elternteil nicht oder unregelmäßig Unterhalt zahlt.

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Alter der Kinder und soll monatlich wie folgt steigen:

  • für Kinder von 0-5 Jahren von 145 Euro auf 150 Euro,
  • für Kinder von 6-11 Jahren von 194 Euro auf 201 Euro,

Das Bundeskabinett hat am 14. Dezember 2016 einen Gesetzentwurf beschlossen, der zum Ziel hat, die Unterhaltsvorschussleistungen auszubauen und für eine unbegrenzte Dauer und bis zur Volljährigkeit von Kindern zu zahlen. Parallel zum Gesetzgebungsverfahren wird mit den Ländern eine Einigung zur Finanzierung des Ausbaus des Unterhaltsvorschusses, zum Zeitpunkt und der Ausgestaltung des Inkrafttretens sowie zu der genauen Ausgestaltung der inhaltlichen Verbesserungen im Hinblick auf effiziente Verwaltungsabläufe herbeigeführt.

Verbesserter Mutterschutz

Noch in der parlamentarischen Beratung befindet sich ein Gesetzesvorhaben mit dem ab dem geplanten Inkrafttreten im Laufe des Jahres 2017 mehr schwangere und stillende Frauen vom gesetzlichen Mutterschutz profitieren sollen. Dieser schließt dann erstmals auch Schülerinnen und Studentinnen ein und gilt auch für Praktikantinnen, Frauen mit Behinderung in Behindertenwerkstätten und Frauen in betrieblicher Berufsbildung, im Bundesfreiwilligendienst sowie für Entwicklungshelferinnen. Die nachgeburtliche Schutzfrist verlängert sich von 8 auf 12 Wochen bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten und nun auch bei der Geburt eines Kindes mit Behinderung.

Mutterschutz sichert Frauen vor Kündigungen während der Schwangerschaft und bis zum Ende des Mutterschaftsurlaubs ab und gewährleistet den besonderen Gesundheitsschutz von schwangeren und stillenden Frauen am Arbeitsplatz. Während der Schutzfristen – 6 Wochen vor und 8 bzw. 12 Wochen nach der Geburt – dürfen Arbeitgeber diese nicht beschäftigen. Das Mutterschaftsgeld sichert Frauen in dieser Zeit finanziell ab.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Mutterschutz - Änderungen 2018

Neues Gesetz zum Mutterschutz

Das Bundeskabinett hat das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingebrachte Gesetz zur Neuregelung des Mutterschutzrechts in diesem Jahr beschlossen. Mit diesem Gesetz soll der bestmögliche Gesundheitsschutz für schwangere und stillende Frauen gewährleistet werden. Die Regelungen zum Mutterschutz stammen im Wesentlichen aus dem Jahr 1952. Seither haben sich die Arbeitswelt, aber auch die Erwerbstätigkeit der Frauen selbst grundlegend gewandelt.

Muterschutz für alle Mütter

„Der Mutterschutz ist wichtig für Mütter und Babys. Alle Mütter sollten ihn erhalten. Mit dieser Reform passen wir den Mutterschutz an die heutigen Realitäten an. Das Gesetz war veraltet – wir bringen es auf die Höhe der Zeit. Besonders wichtig ist, dass wir den Mutterschutz für Mütter von Kindern mit Behinderung verbessern: Hier soll künftig nach der Geburt der Schutz auf 12 Wochen erhöht werden“, betonte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Die Ministerin erklärte weiter: „Mehr Frauen können künftig vom gesetzlichen Mutterschutz profitieren: Künftig haben auch Studentinnen und Schülerinnen ein Recht auf Mutterschutz. Mit diesem Gesetz sorgen wir ebenfalls für eine Flexibilisierung – denn viele Frauen möchten gerne länger bis zur Geburt arbeiten.“

Reform

Mit der Reform werden neuere gesundheitswissenschaftliche Erkenntnisse umgesetzt und gesellschaftliche Entwicklungen beim Mutterschutz berücksichtigt. Dadurch wird der Diskriminierung schwangerer und stillender Frauen entscheidend entgegengewirkt.

Die Neuregelung sieht vor:

  • Die Schutzfrist nach der Geburt eines Kindes mit Behinderung wird von acht auf zwölf Wochen verlängert, weil die Geburt in vielen dieser Fälle für die Mutter mit besonderen körperlichen und psychischen Belastungen verbunden ist.
  • Mit der Neuregelung des Anwendungsbereichs soll der gesundheitliche Mutterschutz künftig auch Frauen in Studium, Ausbildung und Schule einbeziehen.
  • Es wird ein Kündigungsschutz für Frauen nach einer nach der zwölften Woche erfolgten Fehlgeburt neu eingeführt.
  • In den Anwendungsbereich fallen auch die nach geltendem EU-Recht arbeitnehmerähnlichen Personen, z.B. selbständige Geschäftsführerinnen sowie Bundesbeamtinnen, Bundesrichterinnen und Soldatinnen sowie Landesbeamtinnen und Landesrichterinnen.
  • Die Regelungen zur Mehr- und Nachtarbeit sowie zur Sonn- und Feiertagsarbeit werden branchenunabhängig gefasst, so dass Frauen mehr Mitsprache bei der Gestaltung der Arbeitszeit bekommen.
  • Durch die Integration der Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz (MuSchArbV) in das Mutterschutzgesetz werden die Regelungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeber sowie für die Aufsichtsbehörden klarer und verständlicher.
  • Betriebe und Behörden werden durch die Einrichtung eines Ausschusses für Mutterschutz in Umsetzungsfragen beraten und begleitet.

Wesentliche Zielsetzungen des Mutterschutzes werden mit der Reform konturiert:

  • die frühzeitige und sorgfältige Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsplätze,
  • die aktive Einbeziehung der schwangeren und stillende Frauen und die praxisgerechte Sicherstellung des Mutterschutzes auf der Höhe der Zeit.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Heileurythmie hilft bei Rückenschmerz

Aktiv werden bei Rückenschmerzen

Schmerzen im Rücken kennt fast jeder. Bis zu 85 Prozent der Deutschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben daran. 21 Prozent haben bereits chronische Beschwerden. Gerade in den letzten Monaten vor der Geburt leiden viele Frauen aufgrund des ungewöhnlichen Gewichts an Rückenschmerzen und nach der Geburt bleiben sie durch das häufige Tragen des Babys bestehen. Die Muskulatur verspannt als Folge körperlicher Überlastung. Auch Fehlhaltungen und psychischer Stress können eine Rolle spielen. Wenn Betroffene rasch handeln, lässt sich der Entstehung eines Schmerzkreislaufes oft vorbeugen. Hilfreich können zum Beispiel anthroposophische Arzneimittel oder die Bewegungstherapie „Heileurythmie“ sein.

 

Das hilft bei akuten Rückenschmerzen

  • Wärme wirkt oft lindernd und lässt sich zum Beispiel in Form von Wärmflasche, Rotlicht oder Kirschkernkissen anwenden.
  • Den Körper trotzdem weiter bewegen, soweit es Schmerz und Bewegungseinschränkung erlauben. Schonhaltungen möglichst vermeiden.
  • Physiotherapeutische Maßnahmen wie manuelle Therapie oder Osteopathie in Anspruch nehmen. Auch Heileurythmie kann helfen.
  • Rhythmische Massagen nach Dr. Ita Wegman regen über das Unterhautzellgewebe die Flüssigkeitsströme im Körper an, um so krankhaft verfestigte und verdichtete Strukturen zu lösen und wieder ins Fließen zu bringen. 
Infos unter rhythmischemassage.com
  • Öle können Wärme besonders gut vermitteln. Durch massierende Bewegungen und Berührungen beim Auftragen erhält der Körper den Impuls, selbst Wärme zu bilden, zu verteilen und Erstarrungen zu lösen. So hilft zum Beispiel das Aconit Schmerzöl von Wala mit einer Komposition aus drei Heilpflanzen und Quarz bei schmerzhaften Verspannungen. Das Öl enthält schmerzlindernden Blauen Eisenhut (Aconitum napellus), beruhigendes Lavendelöl (Lavandulae aetheroleum), durchblutungsanregenden Kampfer (Camper). Bergkristall (Quarz) soll die körpereigene Wärmebildung unterstützen und dem Auskühlen der Nerven entgegenwirken.

Den Rücken langfristig gesund halten

  • Progressive Muskelentspannung hilft beim Stressabbau.
  • Wer sich regelmäßig bewegt, tut viel für einen beschwerdefreien Rücken. Dabei ruhig ganz nach den persönlichen Vorlieben gehen: Schwimmen, Wandern, Radfahren und leichtes Krafttraining sind optimal. Das Training darf und soll Spaß machen.
  • Dehnen lockert und entspannt die Muskulatur.
  • Gegen eine einseitige Haltungen im Büro hilft, öfter mal die Position zu wechseln, aufzustehen und sich zu strecken.
  • Übergewicht ist Schwerstarbeit für die Wirbelsäule. Daher spielt eine gesunde, ausgewogene Ernährung auch bei Rückenschmerzen eine Rolle.

Schon gewusst?

Ein Großteil der Rückenbeschwerden entsteht durch zu schwache Muskeln. Nicht nur die Rücken-, sondern auch die Bauchmuskeln sind wichtig, um die Wirbelsäule zu stärken.

Heileurythmie

Die Heileurythmie ist eine Bewegungstherapie, die bereits seit 80 Jahren erfolgreich angewandt wird. Neben ihrer vielfältigen Indikation bei akuten, chronischen und degenerativen Erkrankungen wird sie zur Prävention sowie zur Prophylaxe und Nachsorge eingesetzt. Grundelemente der Heileurythmie sind die in Bewegung umgewandelten Laute unserer Sprache, die je nach Indikation und therapeutischer Zielsetzung spezifisch angewandt werden.

Die Gestaltungsdynamik, die in der Lautbildung – das heißt im Aussprechen von Vokalen und Konsonanten – enthalten ist, wird in der Heileurythmie in Bewegung umgesetzt und erlebbar gemacht. Beim gesunden Menschen wirken die Kräfte der physischen, seelischen und geistig-individuellen Ebene harmonisch ineinander. Eine Erkrankung ist eine Störung dieser Kräftekonstellation. Gezielte heileurythmische Bewegungsübungen bringen diese Ebenen wieder in ein gesundes Gleichgewicht. Der Patient kann in therapeutischer Begleitung den Heilungsprozess selbst aktiv mitgestalten.

 

Quellen

www.berufsverband-heileurythmie.de

www.walaarzneimittel.de

 

 

Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft

Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere

Welche Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel für schwangere Frauen wirklich wichtig sind und auf welche sie verzichten kann.

Schwangere Frauen erhalten viele Empfehlungen, vor allem Nahrungsergänzung und Vitamine gelten nun als wichtige Zusätze. Diese Empfehlung ist teilweise richtig, doch was ist notwendig, was überflüssig und was vielleicht sogar schädlich für das ungeborene Kind? Grundsätzlich gilt: Schwangere sollten keine Selbstmedikation betreiben, sondern vor der Einnahme alles mit ihrem Gynäkologen besprechen und sich ansonsten vollwertig und ausgewogen ernähren.

Folsäure

sollten Frauen schon zu sich nehmen, wenn sie schwanger werden wollen. Fehlt das Medikament in der Frühschwangerschaft kann das Kind einen sogenannten Neuralrohrdefekt bekommen. Dieser Defekt führt im schlimmsten Fall zum Tod oder zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Folsäure wird schon in der dritten bis vierten Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung vom Körper benötigt. Zu diesem Zeitpunkt wissen die meisten Frauen noch nicht, dass sie schwanger sind. Deshalb empfehlen Frauenärzte die Einnahme von 400 Mikrogramm pro Tag schon beim Kinderwunsch.

Jod

sollten Frauen in der Schwangerschaft ebenfalls täglich einnehmen. Der Bedarf von Jod steigert sich in der Schwangerschaft um 20 Prozent, 100 Mikrogramm sollten Frauen zusätzlich täglich zu sich nehmen.

Fischöl

ist unter Experten etwas umstritten. Einige Studien legen nahe, dass es das Risiko von Frühgeburten vor der 34. Schwangerschaftswoche senkt, darüber hinaus das Allergierisiko beim Nachwuchs vermindert und die Entwicklung der Hirn- und Sehfunktion beim Embryo verbessert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher, die Aufnahme von 200 Milligramm Omega-3-Fettsäure pro Tag. Einige Experten halten daher die Einnahme von Fischöl für empfehlenswert, andere  halten zwei bis drei Fischmahlzeiten in der Woche für ausreichend.

Vitamin D

ist wichtig für das Knochengerüst. Einige Studien deuten darauf hin, dass die kindliche Knochengesundheit im Schulalter von der zusätzlichen Aufnahme von Vitamin D in der Schwangerschaft profitiert. Besonders im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung in Deutschland für die Vitamin-D-Produktion  versiegt, sei die zusätzliche Einnahme angezeigt.

Eisen

Unter einer Eisenmangelanämie leiden etwa 10 bis 20 Prozent der Schwangeren. Sie müssen zusätzlich Eisen zu sich nehmen. In einer Blutuntersuchung beim Gynäkologen lässt sich der Status genau ermitteln. Experten raten davon ab, ohne Indikation Eisen in hohen Mengen einzunehmen. Welche Auswirkungen eine Überdosierung von Eisen auf die Schwangeren und ihr Kind haben könnten, ist nicht bekannt.

Magnesium

gehört ebenfalls zu den Ergänzungsmitteln, die fast alle Schwangeren einnehmen, ohne zu wissen, ob bei ihnen ein Mangel vorherrscht. Studien zeigen, dass kaum eine Schwangere unter Magnesiummangel leidet. Jedoch gibt es für schwangere Frauen, die ein Risiko für eine Schwangerschaftsvergiftung haben, einen Vorteil: Durch die zusätzliche Einnahme von Magnesium können sie vor ihr geschützt werden.

Für die meisten wasserlöslichen Vitamine zu denen das Vitamin C und alle B-Vitamine wie z.B. das Vitamin B6 oder auch Folsäure gilt: Sie sind meistens in ausreichendem Maße im Körper vorhanden , doch überdosiert richten sie keinen Schaden an. Der Körper scheidet sie wieder aus. Nur das Vitamin B12 kannin der Leber gespeichert werden.

Vorsicht ist bei fettlöslichen Vitaminen wie den Vitaminen A, D, E und K in  zu hohen Dosen geboten. Sie werden im Körper gespeichert. Vitamin A kann bei einer Überdosierung zu Fehlbildungen des Kindes führen. Jedoch gilt auch hier Entwarnung: In den von Apotheken und Drogerien bereitgestellten Ergänzungsmitteln werden solch hohe Dosierungen nicht angeboten.

Für die Angebote im Internet gilt diese Entwarnung nicht.

Elterngeld beantragen

Was Sie schon jetzt erledigen sollten

Das Baby wachst und gedeiht prächtig in Ihrem Bauch. Sie haben das erste, oft etwas anstrengende Drittel der Schwangerschaft hinter sich und fühlen sich fit und leistungsstark. Nutzen Sie diese Phase. Nehmen Sie folgende fünf Dinge in Angriff.

Erstausstattung

Das Kinderzimmer wird vor der Geburt eingerichtet, eine Wickelkommode, ein Bett, Verdunklungsmöglichkeiten gehören genauso zur Erstausstattung wie Strampler und Schlafsacke in den Größen 56 bis 62. Vieles sollte bereitstehen wie zum Beispiel der Sicherheitssitz fürs Auto und der Kinderwagen. Das Familienministerium fasst auf seiner Homepage www.familien-wegweiser. de unter dem Stichwort „Babys Erstausstattung“ zusammen, was junge Familien vor der Geburt besorgen sollten.

Mutterschaftsgeld

Das Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen wahrend der Schutzfristen vor und nach der Entbindung (im Normalfall 6 Wochen vor der Entbindung und 8 Wochen nach der Entbindung, bei Früh- oder Mehrlingsgeburten 12 Wochen nach der Entbindung) sowie für den Entbindungstag gezahlt. Das Mutterschaftsgeld kann frühestens sieben Wochen vor dem mutmaßlichen Geburtstermin beantragt werden, da die Dies bezügliche ärztliche Bescheinigung frühestens eine Woche vor Beginn der Schutzfrist ausgestellt werden darf. Formulare für den Mutterschaftsgeldantrag bekommen Sie von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Es gibt sie meistens online oder Sie rufen die Servicestelle Ihrer Krankenkasse an.

Elterngeld

Mit dem Elterngeld unterstutzt der Staat Vater und Mutter und junge Familien. Anspruch darauf haben Eltern, die ihr Kind in den ersten 14 Lebensmonaten vorrangig selbst betreuen wollen und deshalb nicht voll erwerbstätig sind. Wo Sie Ihre jeweilige Elterngeldstelle finden, zeigt Ihnen die Website des Familienministeriums www.familien-wegweiser.de Stichwort „Elterngeld“ und dort dann der Link „Familie regional: Elterngeldstellen in Ihrer Nahe” (PLZ-Suche).

Kindergeld

Das Kindergeld wird einkommensunabhängig gezahlt. Es ist ab dem dritten Kind gestaffelt und betragt fürs erste und zweite Kind jeweils 190 Euro, fürs dritte 196 und ab dem vierten 221 Euro. Auf der Website des Familienministeriums www.familien-wegweiser.de Stichwort „Kindergeld“ finden sich am Ende des Artikels die Antragsformulare. Der Antrag kann frühzeitig ausgefüllt werden und wird direkt nach der Geburt abgeschickt.

Nabelschnurblut-Stammzellen 

In den letzten Jahrzehnten hat die Medizin enorme Fortschritte bei der Behandlung von Krankheiten gemacht. Vielleicht wird in Zukunft den Stammzellen von Nabelschnurblut eine große Bedeutung bei der Therapie von zum Beispiel Krebskrankheiten zuteil. Wer die Stammzellen seines Babys direkt nach der Geburt einfrieren lassen mochte, muss vor der Geburt wichtige Fragen klären. Zu welcher privaten Nabelschnurbank gehe ich? Was kostet das und wie finanziere ich das? Kann meine Hebamme Nabelschnurblut entnehmen? Unterstutzt meine Geburtsklinik die gewählte Nabelschnurbank? Diese Fragen sollten früh vor

Die Zukunft planen

Vor Ihnen liegen 40 aufregende Wochen mit unvergleichlichen Erfahrungen und Erlebnissen. Genießen Sie die Zeit zu zweit. Wir zeigen Ihnen, wie Sie am besten mit den großen Veränderungen umgehen und im Gleichgewicht mit sich selbst bleiben

Gibt es etwas Natürlicheres als eine Schwangerschaft? Sie gehört zu den normalsten und am stärksten perfektionierten Vorgängen im Leben überhaupt. Diese Tatsache sollte werdenden Müttern, die unsicher sind, ob sie den Herausforderungen und Belastungen überhaupt gewachsen sind, einige Sicherheit geben. Viele Prozesse, die für die Entwicklung des Babys wichtig sind, laufen automatisch ab. Und das ist auch gut so, denn in den ersten Wochen einer bestehenden Schwangerschaft wissen viele Frauen noch gar nicht, dass ein neues Leben in ihrem Körper heranwächst.

So gehört es zu den großen Wundern des Lebens, dass sich der weibliche Körper innerhalb kürzester Zeit auf die neuen Bedingungen einstellt. Für den Körper der werdenden Mama bedeutet eine Schwangerschaft Schwerstarbeit. Sie muss schließlich 40 Wochen lang Nahrung fürs wachsende Baby heranschaffen und über ihren Blutkreislauf zwei Menschenleben in Gang halten. Aber keine Angst: Der weibliche Körper ist optimal auf diese Aufgabe vorbereitet, auch wenn Schwangere anfangs häufig an Übelkeit leiden, der Kreislauf in den Keller wandert und der wachsende Bauchumfang schmerzhaft aufs Kreuz drückt. Seien Sie zuversichtlich und gehen Sie die Veränderungen mit Optimismus und Vertrauen an!

Schwangerschaftsvorsorge schafft Sicherheit

Schwangerschaften verlaufen im Allgemeinen ohne größere gesundheitliche Probleme. Aber es gibt sie, die Ausnahmen von der Regel. Nicht alle Schwangerschaften verlaufen reibungslos, und nicht alle Babys sind so gesund, wie die werdenden Eltern sich das wünschen. Dank der intensiven Betreuung durch Frauenärzte und Frauenärztinnen können Frauen heute aber so sicher wie noch nie sein, dass ihr Baby gesund auf die Welt kommt. Dazu hat das engmaschige Vorsorgesystem beigetragen, dass es dem Frauenarzt bzw. der Frauenärztin ermöglicht, die Schwangere intensiv zu begleiten und die Entwicklung des Babys zu beobachten. Regelmäßige Schwangerschaftsvorsorge ist die beste Garantie dafür, dass bestehende Risiken und Komplikationen rechtzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden können. Schwangere sollten die vorgesehenen Termine beim Frauenarzt deshalb unbedingt wahrnehmen. Sie finden anfangs alle vier Wochen, aber ab der 32. Schwangerschaftswoche alle 14 Tage statt. Ab der 38. Schwangerschaftswoche eventuell jede Woche. Zu den frauenärztlichen Leistungen gehören eingehende Blutuntersuchungen, die Überwachung des Blutdrucks sowie die Kontrolle von Babys Entwicklung per Ultraschall. Wenn erforderlich, kann eine werdende Mutter auch die weitergehende pränatale Diagnostik in Anspruch nehmen.

Basis für eine gute Elternschaft legen

Noch sind Sie zu zweit, aber bald werden Sie eine kleine Familie sein. Mit allen Veränderungen, die das auch für die Partnerschaft mit sich bringen wird. Ihr Partner freut sich genauso wie Sie selbst auf das Baby? Das ist die ideale Voraussetzung für den neuen Lebensabschnitt. Eine funktionierende Kommunikation ist in jedem Fall die beste Voraussetzung für das Gelingen. Sprechen Sie beide offen und ehrlich über die Gefühle und Empfindungen, die Sie jetzt bewegen. Ihr Leben wird sich grundlegend ändern – da ist es nur natürlich, dass sich bei aller Freude aufs Baby auch Ängste und Befürchtungen in das Denken einschleichen. Beziehen Sie den Partner in Ihre Empfindungen ein und nehmen Sie auch seine Gefühle ernst. Je früher Sie mögliche Problemfelder ansprechen, desto geringer die Gefahr, dass sie sich nach der Geburt zur Belastung für die Beziehung entwickeln. Das gilt natürlich erst recht, wenn Ihre eigene Vorfreude aufs Baby die deswerdenden Vaters deutlich übersteigt. Dann ist Kommunikation wirklich das Allerwichtigste überhaupt, damit sich keine unheilbaren Risse in der Beziehung entwickeln. Ansonsten aber gilt: Genießen Sie die Zeit zu zweit und tun Sie alles, was Ihnen beiden Spaß macht.

Bleiben Sie aktiv

Sportliche Frauen verkraften die Strapazen und Belastungen von Schwangerschaft und Geburt besser als untrainierte Frauen. Schwangere sollten sich aber auch nicht überfordern. Wichtig ist, dass Sie nicht zu sehr ins Schwitzen geraten und Ihr Kreislauf nur maßvoll belastet wird. Spaziergänge erfordern keinen Kraftaufwand und tun doch einfach gut. Die frische Luft macht auch müde Geister munter. Wenn Sie dabei bewusst tief ein- und ausatmen, werden Sie und Ihr Baby optimal mit Sauerstoff versorgt. Schwimmen ist für Schwangere eine wahre Wohltat. Im warmen Wasser spüren sie ihr Gewicht nicht mehr, man fühlt sich frei und unbeschwert. Beim Schwimmen mit anderen schwangeren Frauen wird zudem die Körperakzeptanz gestärkt. Auch typische Beschwerden bei der Schwangerschaft werden im Wasser gemildert, Wassereinlagerungen im Körper reguliert. Das Gewebe wird geschmeidiger und dehnbarer. Walken oder Rad fahren trainieren das Herz und verbessern die Vitalität. Mutter und Kind profitieren davon, dass der Körper besser durchblutet wird.

Nehmen Sie Hilfe an!

Für Frauen, die schon Kinder haben, kann eine erneute Schwangerschaft erheblichen Druck bedeuten. Die Arbeit im Haushalt, die Betreuung der Kinder und vielleicht noch halbtags berufstätig sein – das schafft niemand mit links. Nehmen Sie deshalb jede Unterstützung wahr, die der Partner, die Familie oder Freunde geben können. Wenn Sie während der Schwangerschaft krank werden sollten, haben Sie Anspruch auf eine durch die Krankenkasse finanzierte Haushaltshilfe.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!

Frauen, die an Stress und Höchstleistung gewohnt sind, fällt es oft schwer, einen Gang zurückzuschalten. Aber in Ihrem eigenen und im Interesse ihres Kindes sollten Sie jeden Perfektionismus zurückstellen. Dauerhafter Druck sorgt für ein Gefühl der Überforderung und macht am Ende krank. Lassen Sie sich also nicht unter Druck setzen. Trauen Sie sich, auch mal konsequent Nein zu sagen, wenn Sie sich von einer Aufgabe überfordert fühlen. Druck entsteht übrigens auch, weil viele Schwangere ihre Freizeit mit besonders viel Aktivitäten anfüllen möchten. Wer weiß schließlich, wie viel freie Zeit nach der Geburt des Babys noch bleibt? Nehmen Sie sich das Recht, auch in dieser Hinsicht einen Gang runter zuschalten. Denn auch Freizeitstress ist Stress. Gönnen Sie sich ganz bewusste Aus-Zeiten und entspannen Sie sich!

Nehmen Sie Ihre Rechte am Arbeitsplatz wahr!

Damit Schwangere durch besonders belastende oder gefährliche Arbeiten nicht krank werden, hat der Gesetzgeber Schutzregeln für den Arbeitsbereich erlassen. Nehmen Sie diese Rechte wahr. Sie dienen Ihrer eigenen Gesundheit und dem Wohlbefinden Ihres Babys. Auch angesichts der angespannten Situation am Arbeitsmarkt sollte es in diesem Punkt keine Kompromisse geben.

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