Tag : Ja zum Baby

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Deutscher Kita-Preis

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und weitere Partner zeichnen auch 2019 besondere Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung aus / Insgesamt 130.000 Euro Preisgelder

Der Jubel war riesig, als das Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße aus Maintal und das Bremer Quartiersbildungszentrum Blockdiek Anfang Mai den Deutschen Kita-Preis entgegennehmen durften. Jetzt geht die bundesweite Auszeichnung für besondere Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung in die nächste Runde: Ab sofort können sich Kindertageseinrichtungen und lokale Bündnisse für frühe Bildung unter www.deutscher-kita-preis.de/bewerbung um den Deutschen Kita-Preis 2019 bewerben. Die Einreichungsfrist endet am 31. August 2018.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung vergeben die Auszeichnung in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Karg-Stiftung, dem Eltern-Magazin und dem Didacta-Verband. Die Preisträger werden im Mai 2019 in Berlin gekürt. In jeder der beiden Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ stehen dann 65.000 Euro Preisgelder zur Verfügung. Es werden jeweils ein erster Platz und vier zweite Plätze vergeben. Die beiden Erstplatzierten dürfen je 25.000 Euro mit nach Hause nehmen. Die vier Zweitplatzierten in jeder Kategorie werden mit je 10.000 Euro ausgezeichnet. Insgesamt ist die Auszeichnung also mit 130.000 Euro dotiert. Wer es aufs Treppchen schafft, entscheidet eine Jury aus Wissenschaft, Praxis, Politik, Verbänden und Zivilgesellschaft.

Gesucht werden Kitas und lokale Bündnisse, die sich kontinuierlich für gute Qualität in der frühen Bildung engagieren und dabei das Kind in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen. Zudem spielen Mitwirkungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern sowie die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort bei der Auswahl der Preisträger eine wichtige Rolle.

„Mit dem Deutschen Kita-Preis würdigen wir beispielhaftes Engagement für die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Wir wollen diejenigen auszeichnen, die sich dafür einsetzen, dass jedes Kind es packt. Denn wer Kinder stärker macht, macht Deutschland stärker“, sagt Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.

Und die Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Dr. Heike Kahl ergänzt: „Unsere Auszeichnung macht deutlich, wie bunt und vielfältig gute Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung aussehen kann und wie sie gelingt. Weil wir wissen, dass jede Kita unter anderen Rahmenbedingungen arbeitet, nehmen wir diese bei der Auswahl der Preisträger ganz bewusst mit in den Blick. Außerdem schauen wir beim Deutschen Kita-Preis nicht nur auf hervorragende Ergebnisse, sondern würdigen besonders gute Prozesse.“

Alle Informationen zum Deutschen Kita-Preis, zu den Bewerbungsmodalitäten, zur Auswahl der Preisträger und zur Preisverleihung finden Interessierte unter www.deutscher-kita-preis.de.

Über den Deutschen Kita-Preis
Der Deutsche Kita-Preis ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Karg-Stiftung, ELTERN und dem Didacta-Verband. Ziel ist es, gemeinsames Engagement für gute Qualität in Kitas und für Kitas sichtbar zu machen und zur Nachahmung anzuregen.

Kinder sicher aufwachsen lassen

Sicherheit für die Kleinen

Über 80 Prozent der Unfälle von Säuglingen und Kleinkindern bis zum zweiten Lebensjahr passieren in den eigenen vier Wänden. Im Gegensatz dazu schätzen Eltern die Sicherheit zuhause sehr hoch ein und vermuten, dass die Gefahren eher im Straßenverkehr lauern. Grund genug für die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. und ihren Kooperationspartner Ariel, sich gemeinsam für mehr Sicherheit in der eigenen Wohnung einzusetzen.

Typische Unfälle

„Als Kinderchirurgin behandle ich jeden Tag Kinder mit Unfallverletzungen, die häufig schwerwiegende körperliche, psychische und soziale Folgen haben. Typische Unfälle zu Hause sind Stürze, Verbrühungen, Ersticken, Ertrinken, Verbrennungen und Vergiftungen. Unfälle sind kein Zufall. Sie lassen sich durch vorausschauendes Denken vermeiden. Das Wissen über Unfallgefahren, Verhaltenshinweise und die Gestaltung einer kindersicheren Umgebung helfen Unfälle zu verhindern!“, sagt Stefanie Märzheuser, Präsidentin der BAG.Das Motto „Ich sehe was, was du nicht siehst…“ soll dazu anregen, das eigene Zuhause aus der Sicht eines Kindes zu betrachten. „Wir empfehlen Eltern von Krabbelkindern, sich auf allen Vieren durch die eigenen vier Wände zu bewegen. Wenn Eltern die Perspektive der Kleinsten einnehmen, werden sie auf Unfallrisiken aufmerksam, die ihnen sonst verborgen bleiben und die beseitigt werden können.“, so Stefanie Märzheuser.

Wertvolle Tipps

Um besonders junge Familien für dieses wichtige Thema weiter zu sensibilisieren und Hilfestellung zu geben, stellt die BAG ergänzendes Infomaterial zur Verfügung. Dabei bietet der Flyer „Ich sehe was, was du nicht siehst… – Kinderunfälle zu Hause vermeiden.“ wertvolle Tipps und Handlungshinweise, um Kinderunfälle zu Hause zu verhindern. Die Marke Ariel aus dem Haus Procter & Gamble unterstützt die BAG darin, das Informationsmaterial Kinder- und Jugendarztpraxen, Hebammen und in der Kindertagespflege kostenfrei zur Verfügung zu stellen. „Seit mehreren Jahren arbeiten wir mit der BAG erfolgreich zusammen, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen, die Unfallgefahren von Kindern in der eigenen Wohnung deutlich zu senken. Gerne realisieren wir gemeinsam mit der BAG noch in diesem Jahr eine breit angelegte Versandaktion des Informationsflyers an Arztpraxen, Hebammen und Tagespflegepersonen. Denn hier werden direkt Familien und Personen angesprochen, die im Umgang und der Erziehung mit Kindern tätig sind.“, sagt Melanie Fischer, Markenkommunikation Ariel bei Procter & Gamble.

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Zur BAG
Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. ist das nationale Fachnetzwerk zur Verhütung von Kinderunfällen. Der gemeinnützige Verein verfolgt das Ziel, die hohe Zahl von unfallbedingten Verletzungen in Deutschland zu reduzieren. Weitere Informationen zur BAG finden Sie unter www.kindersicherheit.de
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Zum Kindersicherheitstag
Der Kindersicherheitstag findet jährlich am 10. Juni statt. Er richtet sich an Multiplikatoren, an Eltern und Kinder mit dem Ziel, das Bewusstsein für Unfallgefahren zu wecken. Weitere Informationen zum Kindersicherheitstag, ergänzende Daten und Fakten sowie Präventionshinweise finden Sie unter
www.kindersicherheit.de/kindersicherheitstag/kindersicherheitstag-2018

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Wie ein Baby zur Firmengründung inspirierte

Niemand vergisst diesen Moment, zum ersten Mal das eigene Kind in den Armen zu

halten. Diese Wärme, diese weiche Haut und dieser unvergleichliche Duft. „Ich musste die ganze Zeit

an ihrem Köpfchen riechen“, erinnert sich Michaela Hagemann an die Tage nach der Geburt ihrer ersten

Tochter im Frühling 2014. „So ein Baby verändert einfach alles.“ Und tatsächlich stellte die Kleine das

Leben ihrer Mutter gehörig auf den Kopf – privat, aber auch beruflich. Denn schon Mitte 2015 gründete

die Ärztin das babyoelprojekt, kurz das boep (www.dasboep.de) – eine Naturkosmetiklinie für die ganze

Familie, die nicht nur toll aussieht, sondern auch noch wunderbar dezent duftet.

Wie auch andere erfolgreiche Start-ups entstand das boep aus einer persönlichen Erfahrung. „Ich fand

für meine Tochter einfach keine Pflegeserie, mit der ich zu 100 Prozent zufrieden war“, so die

Mainzerin. „Einerseits waren mir die Inhaltsstoffe enorm wichtig, da im Babyalter bereits der Grundstein

für eine gesunde Entwicklung der Haut gelegt wird, andererseits fand ich den Geruch der üblichen

Babypflege zu penetrant und wollte nicht, dass meine Tochter wie ein Kräutertee riecht.“ Vom oftmals

recht altmodischen Design ganz abgesehen. „Ich wollte eine hochwertige Naturkosmetik, ohne dabei

auf einen guten Duft oder ein modernes Design verzichten zu müssen.“ Eine kleine inoffizielle

Befragung unter befreundeten Müttern ergab, dass sie mit diesem Wunsch nicht alleine war. Also nahm

Michaela Hagemann ihren ganzen Mut zusammen und ging das babyoelprojekt an. Manche Freundin

hielt sie ein wenig für verrückt, hatte sie doch einen guten Beruf und zudem nun die Verantwortung für

eine Familie.

„Aber manchmal kommt es eben anders als gedacht“, so die 28-Jährige. „Noch vor drei Jahren hätte ich

nie geglaubt, da zu sein, wo ich jetzt stehe.“ Und da steht es sich ziemlich gut! Keine zwei Jahre nach

Gründung gibt es das boep nicht nur via Webshop und in Concept Stores sowie Kinderboutiquen,

sondern auch in 33 basic-, 60 Budnikowsky- und 1.100 dm-Märkten deutschlandweit. Michaela

Hagemann hat zudem seither quasi nebenbei noch eine zweite Tochter bekommen und promoviert. Den

„Dr.“ lässt sie aber meist ganz bescheiden unter den Tisch fallen. „Am Ende bin ich auch nur eine

Mama, die das Beste für ihre Kinder will und gleichzeitig versucht, sie selbst zu sein“, sagt sie.

„Manchmal ist das echt hart. Irgendwo fehlt immer etwas Zeit: entweder für das Kind oder den Mann

oder das Unternehmen oder einen selbst – oder im schlimmsten Falle für alles.“ In solchen Momenten

denkt sie daran zurück, was ihre Inspiration war und versteht, dass sie das alles ja eben genau wegen

ihrer Familie macht. Und dank der Unterstützung ihrer Familie und einer gehörigen Portion Mama-

Effektivität hat sie aus einer Idee eine Marke gemacht, der auch viele andere Familien voll vertrauen.

„Ich bin immer sowohl stolz als auch gerührt, wenn mir Mütter Mails schreiben und berichten, dass

unsere Creme endlich gegen die trockene Haut ihres Sprösslings hilft, oder wenn Bloggerinnen unsere

Lotion in den höchsten Tönen loben. Das ist mir wichtiger als jede Zahl in der Bilanz.“

Aber mal ganz ehrlich: Mit zwei kleinen Kindern in ein völlig neues Metier wechseln – hat man da nicht

auch Angst, dass es schiefgeht? „Vermutlich war es auch hilfreich, dass ich nicht nur mit viel Mut,

sondern auch mit einer gewissen Naivität an die Sache herangegangen bin.“ All die kleinen Hürden der

letzten Jahre seien zwar überwindbar gewesen, aber hätten sie vorher womöglich doch abgeschreckt.

Hinzukommt, dass das boep komplett aus eigenen Mitteln finanziert ist. Die Produkte mussten also von

Anfang an überzeugen. Top oder Flop. Das macht am Ende stolz, sorgt aber auch für eine Menge

Druck.

Hagemanns bestes Mittel, um vom Alltag abzuschalten, ist das abendliche Pflegeritual mit ihren

Töchtern. Kein Handy, keine Termine, keine Pflichten – nur die Familie. „Ich liebe diese Innigkeit und die

völlige Konzentration auf meine beiden wunderbaren Mädchen. Ich bin mir sicher, dass das unsere

Bindung extrem festigt und die Mädchen sich dieses Gefühl der Geborgenheit unterbewusst stark

einprägen – auch wenn ich ihnen eines Tages nicht mehr die Wangen eincremen darf oder kann.“ Klar,

dass dabei nur das boep zum Einsatz kommt. Und auch aus dem Erwachsenenbad sind die Produkte

nicht mehr wegzudenken: Papa benutzt nur noch das Shampoo der Marke und Mama schwört auf die

Lotion. In jedem neuen Produkt steckt also auch ein bisschen das Leben der Hagemanns. „Für die

meisten ist es wahrscheinlich nur eine Cremetube, aber wenn ich mir unsere Produkte ansehe, dann

denke ich an meine Familie und daran, wie sehr sie mich erfüllt.“

 

Über das Unternehmen

Unter dem Motto „Babys haben tolle Haut und die sollen sie auch behalten“ bietet das Unternehmen mit Sitz in

München eine natürliche Pflegeserie für Babys und Kleinkinder an, die so gut ist, dass sie meist gleich von der

ganzen Familie genutzt wird. Alle Produkte sind frei von Mineralölen, Parabenen, Silikonen, Paraffinen, PEGs und

synthetischen Duftstoffen. Zudem sind sie dermatologisch getestet und nach den strengen Richtlinien für

Naturkosmetik zertifiziert. Entwickelt wurde das boep (www.dasboep.de) – kurz für das babyoelprojekt –

gemeinsam mit einem renommierten Naturkosmetikhersteller aus dem Allgäu, wo die Cremes, Öle und Lotionen

auch heute noch produziert und abgefüllt werden. Das Sortiment umfasst von der Wundcreme über Pflegeöl bis

zum Schaumbad alles, was junge Familien brauchen. Zudem gibt es im Onlineshop tolle Geschenksets wie „baby

im schwimmbad“, „babys massagekurs“ oder „babys erste wochen“ mit hochwertigen Textilien aus Biobaumwolle.

Alle Produkte sind vegan und die Verpackung ist umweltfreundlich. Das schlichte Design in zarten Pastelltönen

beugt Verwechslungen vor und sieht nicht nur am Wickeltisch, sondern auch im elterlichen Bad puristisch und fresh

aus.

Osteopathie - Hilfe für Ihr Baby

Wie Osteopathie Babys hilft

Immer öfter suchen Eltern mit ihren Babys die Hilfe von Osteopathen. Die Gründe reichen von langanhaltendem Schreien der Kleinen über häufiges Erbrechen bis hin zu Dreimonatskoliken. Auch in späteren Jahren etwa bei Wachstumsstörungen, Konzentrationsschwächen oder Wasser im Ohr führt für viele der Weg mit ihren Kindern zur schonenden manuellen Therapie. Der Arbeitskreis Kinderosteopathie des Bundesverband Osteopathie e.V. – BVO zeigt, wie die osteopathische Behandlung den Kleinen hilft und worauf Eltern achten sollten.

Sanften manuellen Techniken

Osteopathie ist ein eigenständiger medizinischer Ansatz für Vorsorge, Untersuchung und Behandlung. Er basiert auf der Erkenntnis, dass der gesamte menschliche Körper eine Funktionseinheit ist. Alle Strukturen wie Organe, Gefäße, Gewebe und Knochen stehen in Verbindung und besitzen eine normale Grundspannung. Blutkreislauf und Lymphsystem sichern die Versorgung der Bestandteile beispielsweise mit Nähr- und Botenstoffen. Störungen und Überspannungen beeinträchtigen die Zirkulation und Zufuhr etwa von Sauerstoff und Hormonen. Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Magenleiden, die ihren Ursprung in Blockaden an ganz anderer Stelle haben, können entstehen. Dort setzen Osteopathen mit ihren Händen an und lösen die Störungen mit sanften manuellen Techniken auf.

Spannungen am Bindegewebe

Osteopathie ermöglicht eine wirksame und gleichzeitig schonende Behandlung für typische Beschwerden von Säuglingen, Kleinkindern und Heranwachsenden. Das gilt beispielsweise für Schreikinder: Rund jedes fünfte Neugeborene gehört dazu, weint über einen längeren Zeitraum oft, fortdauernd und heftig. Eine Belastung für Kind und Eltern, besonders, wenn bisher keine greifbaren Ursachen gefunden wurden. Einen Grund für das Schreien sieht die Osteopathie unter anderem in Spannungen am Bindegewebe der Nahtstellen der Schädelknochen. Die Knochen sind noch beweglich, haben sich bei der Geburt auf- und zugefaltet. Sind dabei an den Knochennähten Verklebungen oder Blockaden entstanden, führt das zu unangenehmem Druck. Osteopathen spüren die Spannungen mit feinfühligen Tastbewegungen auf und normalisieren diese.

Dreimonatkoliken

Auch Dreimonatkoliken können bei Säuglingen zu Unwohlsein führen. Anstatt nur Symptome zu lindern, greifen Osteopathen die Ursachen an. Oft liegen diese in einer mangelnden Hormonversorgung und Mobilitätsstörungen des Darms, der dadurch verkrampft. Stuhl verweilt zu lange im Darm, Blähungen entstehen und die Babys verspüren kolikartige Schmerzen. Osteopathen ertasten die Verkrampfungen und lösen diese. Sie normalisieren zudem die Versorgung des Verdauungstrakts. Erbrechen sich Babys übermäßig, liegt das meist am Magenpförtner (Pylorus), der sich nicht richtig in den Darm öffnet. Durch eine Verengung kann Nahrung nicht weitergeleitet werden und wird erbrochen. Osteopathen lösen die Verkrampfung am Magenausgang und mobilisieren den Pylorus, sodass eine vollständige Öffnung erfolgen kann.

Wachstumsschmerzen

Weitere Einsatzfelder ergeben sich auch in späteren Entwicklungsphasen der Kinder. Haben sie etwa Flüssigkeit im Ohr, lassen sich durch Osteopathie operative Eingriffe vermeiden. Die Ursache liegt in Blockaden des Verbindungskanals zwischen Rachen und Ohr. Meist ergeben sie sich durch Spannungen an den Knochennähten im Umfeld der Verbindungsröhre. Durch eine osteopathische Behandlung lassen sich Verklebungen lösen und der Abfluss von Flüssigkeiten wiederherstellen. Ein anderer Bereich sind Wachstumsschmerzen, die auftreten, wenn sich Knochen und umliegende Strukturen unterschiedlich schnell entwickeln. Mit manuellen Techniken fördern Osteopathen die Versorgung von Muskeln, Faszien und Bändern. So können sie mit dem Knochenwachstum wieder schritthalten.

Kinderosteopathie

„Osteopathie für Kinder ist eine Spezialdisziplin der Osteopathie“, unterstreicht Christoph Bellmann vom BVO-Arbeitskreis Kinderosteopathie. „Sie erfordert eine besondere Ausbildung. Babys und Heranwachsende sind mitten in ihrer Entwicklung. Beständig verändern sich ihre Muskeln, Gewebe und Knochen ebenso wie ihr Hormonhaushalt und Stoffwechsel. Kinderosteopathen benötigen umfassende Kenntnisse zu Entwicklung und Wachstum der Kleinen, um ihre Beschwerden sicher und wirksam behandeln zu können.“ Der Bundesverband Osteopathie e.V. – BVO zertifiziert Kinderosteopathen mit einem speziellen Siegel. Die Therapeuten müssen dafür eine reguläre Osteopathie- sowie eine umfangreiche Kinderosteopathie-Ausbildung nachweisen.

Über den Bundesverband Osteopathie e.V. – BVO

Der Bundesverband Osteopathie e.V. – BVO ist die berufliche Interessenvertretung für alle osteopathisch arbeitenden Therapeuten, Schulen und Einrichtungen in Deutschland. Seit 15 Jahren setzen sich die Organisation und ihre über 2.600 Mitglieder für eine Anerkennung der Osteopathie als Beruf durch ein Bundesgesetz ein. Als Basis dafür fordert der Verband eine Ausbildung mit mindestens 1.350 Unterrichtseinheiten begleitend zu einem Beruf als Arzt, Physiotherapeut, Heilpraktiker und medizinischen Masseur oder eine Vollzeitausbildung mit mindestens 5.000 Unterrichtseinheiten. Für die jährlich Millionen Patienten von Osteopathen führt der BVO in einem Online-Verzeichnis Therapeuten, die diesen Standards folgen. Dort findet sich zudem eine Liste mit rund 100 gesetzlichen Krankenkassen, die Osteopathie als wirksame medizinische Leistung teilweise oder ganz bezuschussen.

Quelle: Bundesverband Osteopathie e.V. www.bv-osteopathie.de

Schwangere junge Frau leidet unter Heuschnupfen

Heuschnupfen: Mythos und Wahrheit

Wenn in diesen Tagen die meisten Menschen auf Sonnenschein und steigende Temperaturen hoffen, warten andere auf Regen und das baldige Ende des Frühlings. Für viele Allergiker beginnt die unangenehme Heuschnupfen Zeit. Die AOK Sachsen-Anhalt erklärt einige Allergie-Mythen und gibt Tipps, wie Allergiker die kommenden Wochen gut überstehen.

So wenige Medikamente wie möglich einnehmen

Medikamente können Allergien nicht heilen. Antihistaminika wie Loratadin und Cetirizin lindern allerdings allergische Symptome wie Schnupfen, Niesen und juckende Augen und sollten deshalb eingenommen werden. Manchmal machen diese Mittel schläfrig. Wer solche Nebenwirkungen spürt, kann die Medikamente auch abends einnehmen. Bei schwereren Symptomen, zum Beispiel zunehmende Luftnot, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Denn mit der Zeit kann es zum sogenannten Etagenwechsel kommen. Die Beschwerden wandern von den oberen Atemwegen in die Lunge und können dort zu chronischer Bronchitis oder Asthma führen.

Frische Luft hilft

Falsch. Allergiker sollten das Allergen soweit wie möglich meiden. Während der Pollenflugsaison halten sie sich deshalb nicht länger als nötig an der frischen Luft auf und die Fenster geschlossen, auch wenn draußen der Frühling lockt. Aufgrund des schwächeren Pollenflugs sollte bevorzugt morgens und abends gelüftet werden. Pollenschutzgitter vor dem Fenster bieten zusätzlichen Schutz. Duschen und Haarewaschen vor dem Zubettgehen sowie häufigerer Kleidungswechsel schützen davor, Pollen in Wohn- und Schlafzimmer zu tragen. Erholsam kann ein Ausflug oder kurzer Urlaub in den Bergen oder am Meer sein. Der Pollenflug ist dort meist schwächer oder tritt erst verspätet ein. In Sachsen-Anhalt ist der Harz selbst während der Allergie-Hochsaison fast pollenfrei.

Vitamin C gegen Heuschnupfen

Vereinzelte Studien weisen darauf hin, dass Vitamin C  Heuschnupfen-Symptome verringern kann. Aber egal ob Allergiker oder nicht – Vitamin C ist für den Erhalt der Gesundheit unerlässlich. Unser Körper kann allerdings nicht unbegrenzt Vitamin C aufnehmen. Kiwi, Paprika, Zitrone und andere Vitamin-Versorger sollten wir  deswegen gleichmäßig über den Tag verteilt zu uns nehmen.

Regen lindert die Beschwerden

Im Frühling, wenn die Baumpollen unterwegs sind, bindet stärkerer Regen die Plagegeister und lässt sie auf den Boden fallen. Nach dem Regen sinkt die Belastung durch Birke und Co. merklich. Nach einem Schauer bietet sich also eine gute Gelegenheit für einen Spaziergang. Anders ist es bei Gräsern. Ein starker Regen kann deren Samenstände erst richtig aufplatzen lassen, so dass sie ihre Pollen freigeben.

Als Erwachsener bekommt man keine Allergie mehr

Heuschnupfen kann leider jeden treffen und tritt unabhängig vom Alter auf. Viele Menschen können auch jenseits der 50 Jahre noch Pech haben, und an einer Pollenallergie erkranken. Die meisten Neuerkrankungen treten allerdings im Kindes- und Jugendalter auf.

Heuschnupfen kann spontan verschwinden

Die gute Nachricht zum Schluss: Spontane Heilung bei Allergien ist möglich. Beim Heuschnupfen ist sie allerdings sehr selten. Die Ursachen für das plötzliche Verschwinden sind aber noch weitgehend unbekannt.

Unter www.aok.de/heuschnupfen gibt die Gesundheitskasse weitere Tipps für Allergiker.

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Hausmittel gegen Durchfall: Was wirklich hilft!

Zwieback, viel trinken und Obst – vermutlich kennt jeder die elterlichen Tipps bei Durchfall. Welche dieser Hausmittel tatsächlich helfen und von welchen man lieber die Finger lässt, erklärt Prof. (Univ. Chisinau) Dr. Dr. Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe von der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover und Vorsitzender des Berufsverbands Qualifizierter Medizinischer Sachverständiger Deutschlands.

Vorsicht bei Salzstangen, Cola und Zwieback

Immer noch glauben sehr viele, dass Salzstangen und Cola besonders gut geeignet seien, um den beim Durchfall entstandenen Mineralverlust auszugleichen. Und tatsächlich: Kurzfristig tritt durch den Softdrink ein gesteigertes Wohlbefinden ein. Denn bei entsprechenden Verdauungsproblemen führt der Flüssigkeitsverlust zu niedrigem Blutdruck, den Cola temporär wieder erhöht. Doch das gute Gefühl hält nicht lange an, durch das koffeinhaltige Getränk steigert sich die Darmtätigkeit noch zusätzlich. Außerdem führt der viele Zucker oftmals zu einer vermehrten Wasserausscheidung über die Nieren und dadurch zum Ausspülen der bei flüssigem Stuhl besonders wichtigen Elektrolyte wie Kalium und Natrium. Letzteres ist zwar in Salzstangen enthalten, diese führen dem Körper allerdings keinerlei andere wichtige Nährstoffe zu. Zwieback dagegen hilft aufgrund des Gehalts von Einfachzuckern eher, den Nährstoffverlust auszugleichen. Menschen mit bekannten Unverträglichkeiten sollten aber Vorsicht walten lassen. „Bestimmte Getreidesorten reizen den Darm und der übermäßige Konsum der Ballaststoffe im Teig führt ebenfalls oft zu Durchfallschüben“, erklärt der Experte.

Was wirklich hilft

Besonders Obst und Tee sorgen bei Verdauungsproblemen für Besserung. Bananen beinhalten beispielsweise Vitamine sowie Stärke und führen dem Körper das bei Durchfall verloren gegangene Kalium wieder zu. Heidelbeeren wird eine keimhemmende Eigenschaft nachgesagt und Äpfel enthalten sowohl entzündungshemmende Polyphenole als auch Pektine. Letztere quellen im Darm, saugen Flüssigkeit auf und verdicken so den Stuhl. Zusätzlich absorbieren deren Vielfachzucker Giftstoffe und beruhigen die Schleimhäute. Für einen optimalen Effekt empfiehlt es sich, die Äpfel samt Schale zu einem Mus zu reiben. Dadurch ist das Obst bekömmlicher und Wasser wird bei der Verdauung am besten gebunden. Tee gilt als eines der effektivsten Mittel bei Diarrhö: Er beruhigt den Verdauungstrakt, führt dem Organismus Flüssigkeit zu und hat aufgrund seiner Gerb- und Bitterstoffe sowie der ätherischen Öle oftmals einen entzündungshemmenden Effekt. Insbesondere Pfefferminze hat einen hohen Gerbstoffanteil. Kamille wirkt gegen Keime und zusätzlich krampflösend. Nur von Schwarztee sollten Betroffene absehen, denn bei übermäßigem Genuss tritt eine ähnliche Wirkung ein wie bei Cola. „Koffein verstärkt diese Art der Darmprobleme“, betont Prof. Dr. Dr. Hillejan.

Im Notfall zum Experten

Hält der Durchfall trotz aller Maßnahmen länger als zwei Tage an, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Handelt es sich beim Betroffenen um ein Kind oder treten Begleiterscheinungen wie Fieber und Kreislaufbeschwerden auf, sollte umgehend ein Experte aufgesucht werden. Elektrolytlösungen, medizinische Kohle und Hefepilztabletten aus der Apotheke helfen zwar bei ausgeprägten Formen der Beschwerden, ersetzen in diesen Fällen aber nicht den Gang zum Arzt.

Mehr Informationen auch unter www.praxisklinik.com

 

Urvertrauen

Hilfe bei ungewollter Kinderlosigkeit

Für viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ist die moderne Reproduktionsmedizin die letzte Hoffnung. Doch dabei können hohe Kosten auf sie zukommen. Die meist sehr kostspieligen Behandlungen werden vom Bund und von einigen Bundesländern finanziell gefördert. Mit dem neuen Förder-Check können Kinderwunschpaare jetzt schnell und einfach herausfinden, ob grundsätzlich die Möglichkeit einer finanziellen  Unterstützung in ihrem Bundesland besteht und die Voraussetzungen bei einer  Antragstellung erfüllt sind. In Deutschland ist fast jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren ungewollt  kinderlos. Für die Erfüllung des Kinderwunsches sind diese Paare meist auf medizinische Hilfe angewiesen. Die reproduktionsmedizinische Behandlung stellt für die Betroffenen nicht nur finanziell, sondern auch physisch und psychisch eine  erhebliche Belastung dar. Das Bundesfamilienministerium hat deshalb 2012 die Bundesinitiative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ gestartet. Ziel ist es, Kinderwunschpaaren eine ergänzende finanzielle Unterstützung zu ermöglichen, das Angebot einer begleitenden psychosozialen Beratung zu verbessern und das Thema „ungewollte Kinderlosigkeit“ zu enttabuisieren.

Orientierung bei der Antragstellung: In acht Schritten zum Ergebnis  

In jedem Bundesland gelten unterschiedliche Bedingungen für die staatliche  Förderung und auch die Höhe der finanziellen Hilfen variiert. Um Paaren  unbürokratisch Informationen zur Verfügung zu stellen, gibt es auf dem  Informationsportal Kinderwunsch einen neuen Förder-Check. Durch die  Beantwortung von acht einfachen Fragen können Paare schnell und einfach herausfinden, ob die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung in ihrem  Bundesland besteht und sich ein Antrag lohnen kann.

Informationen über die Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote vor Ort sowie wichtige Hinweise rund um das  Thema „Ungewollte Kinderlosigkeit“ sind auf dem  Informationsportal  Kinderwunsch zu finden.

Zum Hintergrund: Dank des medizinischen und technischen Fortschritts stehen ungewollt  kinderlosen Paaren heute verschiedene Maßnahmen der künstlichen Befruchtung  zur Verfügung, um sich den Kinderwunsch vielleicht doch noch zu erfüllen. Aber gerade für diejenigen mit kleinen oder mittleren Einkommen stellen die hohen Behandlungskosten der Reproduktionsmedizin eine fast unüberwindliche Hürde  dar. Seit Inkrafttreten der „Richtlinie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von  Maßnahmen der assistierten Reproduktion“ am 1. April 2012 stellt der Bund  finanzielle Hilfen für Kinderwunschbehandlungen bereit. Voraussetzung ist, dass  sich die Bundesländer mit einem eigenen Landesförderprogramm entsprechend  beteiligen. Dabei können je nach Ausrichtung der Landesförderung  unterschiedliche Förderkriterien in Bezug auf Art und Umfang der Zuwendung  gelten. Am 7. Januar 2016 ist eine Erweiterung der Bundesförderrichtlinie in Kraft  getreten: Nun können erstmals auch unverheiratete Paare, die in einer auf Dauer  angelegten nichtehelichen, heterosexuellen Lebensgemeinschaften leben,  finanzielle Unterstützung aus Bundesmitteln erhalten. Voraussetzung ist auch hier, dass sich das Hauptwohnsitzbundesland des Kinderwunschpaares kofinanzierend  beteiligt und seine Landesförderung zugunsten unverheirateter Paare anpasst. Alle sechs kooperierenden Länder (Niedersachsen, Thüringen, Sachsen,  Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Berlin) haben ihre Landesförderkriterien inzwischen angepasst. Zuschüsse helfen, die Kosten zu senken Mithilfe dieser Zuschüsse, die die Kostenbeteiligungen der Krankenversicherungen ergänzen, sinkt der Eigenanteil an den Behandlungskosten erheblich. Je nach Landesförderung wird der erste bis vierte Behandlungszyklus unterstützt. Der Bund übernimmt dabei maximal 25 Prozent des den Paaren nach Abrechnung mit  der Krankenkasse verbleibenden Eigenanteils. Zusammen mit der Leistung der  gesetzlichen Krankenkasse kann der Eigenanteil für die Paare bei den ersten drei Behandlungen auf bis zu einem Viertel, bei der vierten auf bis zur Hälfte der  Kosten gesenkt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website: https://www.informationsportal – kinderwunsch.de/

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Dr. Kay Hinz Serviceteam „Informationsportal Kinderwunsch“ c/o  neues handeln GmbH informationsportal – kinderwunsch@neueshandeln.de Tel.: 030/2888378 – 41

Der Spion im Smartphone

Der Spion im Smartphone

Kinder sind immer schneller digital unterwegs. Die ersten Youtube-Videos werden meist schon vor dem 2. Geburtstag angeklickt, das Symbol kennen die Kleinen schneller als sie sich selbst die Schuhe zubinden können. Schon im Vorschulalter haben die meisten verstanden, dass sie auch Apps herunterladen können. Das nutzen Firmen oft aus. Wer nicht aufpasst, stellt ihnen jede Menge Daten zur Verfügung. Technisch ist es zum Beispiel möglich, dass Apps mithilfe des Mikrofons zuhören. „Der Sion im Smartphone“ Gerade erst ist bekannt geworden, dass knapp 1000 Apps mit einer Software ausgestattet sind, die scannt, was die Nutzer im Fernsehen schauen.

SCHAU HIN!

rät deshalb, sich vor dem Download genau zu informieren.

Technisch ist es heute problemlos möglich, dass Apps – auch, wenn sie gerade gar nicht genutzt werden – den Nutzer „belauschen“. Genauso kann zum Beispiel per GPS verfolgt werden, wohin sich die Smartphone-Besitzer bewegen. Manche Programme wollen Zugriff auf die Kamera oder die Kontakte, auch, wenn das gar nicht notwendig ist. Meist stehen dahinter kommerzielle Interessen. „Unternehmen wollen Produkte verkaufen. Mit dem Smartphone haben sich viele neue Möglichkeiten der Marktforschung ergeben. Nutzer müssen genau aufpassen, welche Funktionen der Geräte genutzt werden – und wofür“, sagt SCHAU HIN!-Mediencoach Iren Schulz.
Die New York Times hatte gerade erst darüber berichtet, dass etwa 1000 Apps mit Software des Herstellers „Alphonso“ ausgestattet sind. Die Software hört mit, ob Nutzer fernsehen, und wenn ja, welche Werbung sie sehen. Dann wird anhand von Bewegungsprofilen verglichen, ob die Menschen zum Beispiel in der Werbung angepriesene Geschäfte tatsächlich besuchen.

Der Spion im Smartphone – Was Eltern beachten können

„Alphonso“ betont, dass die Software in den App-Stores beschrieben ist und in den Geschäftsbedingungen auf die Nutzung hingewiesen wird. SCHAU HIN! empfiehlt deshalb, sich Apps vor dem Download immer genau anzuschauen. „Ein Blick in die Geschäftsbedingungen und App-Beschreibungen lohnt sich immer – auch wenn das Zeit kostet“, sagt Schulz. „Außerdem können nach dem Download viele Zugriffsberechtigungen einer App wieder deaktiviert werden – so auch das Mikrofon.“ Es gebe in aller Regel keinen Grund dafür, dass Spiele-Apps für Kinder auf Fotos, Kontaktlisten, den Standort, das Mikrofon und die Kamera zugreifen müssen. „Wenn die Aktivierung dieser Funktionen von der App verlangt wird, ist es empfehlenswert, die Gründe dafür zu prüfen und abzuwägen, ob sie nachvollziehbar sind“, sagt Schulz.

Empfehlungen folgen und Smartphone richtig einstellen


Empfehlungen für gute Kinder-Apps finden Eltern zum Beispiel durch Softwarepreise, wie dem TOMMI. Auch auf www.klick-tipps.net finden Eltern kindgerechte Apps. Kriterium ist hier unter anderem, dass die Apps nur die nötigsten Berechtigungen einfordern und die Privatsphäre schützen. Über die Datensicherheit bei Spiele-Apps berichtet www.app-geprueft.net. Besitzen Kinder bereits eigene Geräte, ist es wichtig, den App-Store möglichst sicher einzurichten: Eltern können Downloads mit einem Passwort sperren oder nur Apps für bestimmte Altersgruppen anzeigen lassen. Wie Smartphone und Co. sicher eingerichtet werden können, erklärt SCHAU HIN! unter http://www.schau-hin.info/informieren/medien/surfen.

Quelle:
„Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht.“
Das ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Tag der Komplimente - Felix Neureuther sagt Danke

Felix Neureuther sagt: „Danke Mama“

Zum „Tag der Komplimente“ am 24. Januar bedankt sich Felix Neureuther bei seiner Mutter Rosi Mittermaier für Werte wie Offenheit und Respekt, die sie ihm vermittelt hat und die ihn zu dem Menschen gemacht haben, der er heute ist. Aktuell ist er Markenbotschafter für die internationale „Danke Mama“-Kampagne von Procter & Gamble (P&G) zu den Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang, die sich dafür einsetzt, gesellschaftliche Stereotype und Vorurteile zu überwinden.

Mit der diesjährigen Kampagne „Danke Mama“ würdigt P&G die bedingungslose Liebe von Müttern, mit der sie ihre Kinder vom ersten Tag an begleiten und ihnen helfen ihre Träume zu erreichen: Eine Mutter ist die erste und größte Fürsprecherin für ihr Kind. Sie erkennt sein Potenzial, ganz egal was andere in ihm sehen. Denn zu oft urteilen Menschen unterbewusst vorschnell aufgrund des Aussehens, der sexuellen Orientierung oder körperlicher Einschränkung einer Person.

Mütter prägen den Werdegang ihrer Kinder

„Meine Mutter hat mich zu dem offenen, positiven Menschen erzogen, der ich heute bin. Sie hat mich immer unterstützt, mir aber gleichzeitig auch beigebracht, dass man anpacken muss, um sich etwas zu verdienen“, berichtet Felix Neureuther über die wichtige Rolle, die seine Mutter bis heute für ihn spielt. Seine Dankbarkeit und die bejahende Art ihres Sohnes sind das größte Kompliment für Rosi Mittermaier. Wie Felix Neureuther bestätigen 92 % der Olympischen Athleten in einer vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gemeinsam mit P&G durchgeführten Umfrage, dass sie nicht die Person wären, die sie heute sind, ohne ihre Mutter. Auch an der Entwicklung zum erfolgreichen Sportler haben Mütter einen großen Anteil. Die Umfrage hat gezeigt, dass 84 % der Athleten der Aussage zustimmen, dass sie nicht der Athlet wären, der sie heute sind, ohne ihre Mutter.

Sport verbindet und kann Vorurteile vorbeugen

„Für die natürliche Entwicklung von Kindern ist Bewegung, im Idealfall in der Natur, sehr wichtig. Wenn sie dann noch ein Talent für etwas haben, ist das klasse“, so Rosi Mittermaier. Felix Neureuther möchte daher alle Kinder dazu motivieren, sich in ihrer Freizeit mehr zu bewegen. Seit Jahren engagiert er sich neben der „Danke Mama“-Kampagne in zahlreichen sozialen Projekten, jüngst mit einem selbstgeschriebenen Kinderbuch. Er setzt sich dafür ein, dass auch die Jüngsten die Möglichkeit bekommen, ihr Potenzial zu entfalten – unabhängig von ihrer Herkunft oder sozialen Schicht. „Respekt, Fairness und das Akzeptieren von Regeln werden nirgends besser und spielerischer vermittelt als im Sport“, so Neureuther. Ihm ist der Teamgedanke sehr wichtig, denn Sport verbindet und kann so Vorurteilen vorbeugen.

Quelle:
Informationen zur „Danke Mama“-Kampagne
Zu den Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang setzt sich Procter & Gamble mit der internationalen Kampagne für eine Welt ohne Vorurteile ein und würdigt die bedingungslose Liebe von Müttern, mit der sie ihre Kinder vom ersten Tag an begleiten und ihnen helfen ihre Träume zu verwirklichen. P&G feiert Mütter und Väter als erste und größte Fürsprecher ihres Kindes. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter www.liebestattvorurteile.de.

Über P&G
Procter & Gamble (P&G) bietet Verbrauchern auf der ganzen Welt eines der stärksten Portfolios mit qualitativ hochwertigen und führenden Marken wie Always®, Ambi Pur®, Ariel®, Bounty®, Charmin®, Crest®, Dawn®, Downy®, Fairy®, Febreze®, Gain®, Gillette®, Head&Shoulders®, Lenor®, Olaz®, Oral-B®, Pampers®, Pantene®, SK-II®, Tide®, Whisper® und Wick®. P&G ist weltweit in 70 Ländern tätig. Weitere Informationen über P&G und seine Marken finden Sie unter www.pg.com und www.twitter.com/PGDeutschland.

Mutterschutz - Änderungen 2018

Mutterschutz 2018

Um den geänderten gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu entsprechen, wurde das Mutterschutz-Gesetz grundlegend reformiert.
Das reformierte Gesetz tritt jetzt, ab dem 1.1.2018, in Kraft.

Ziel des Mutterschutzrechts ist es, den bestmöglichen Gesundheitsschutz für schwangere und stillende Frauen zu gewährleisten. Es soll nicht dazu kommen, dass Frauen durch Schwangerschaft und Stillzeit Nachteile im Berufsleben erleiden. Oder dass die selbstbestimmte Entscheidung einer Frau über ihre Erwerbstätigkeit verletzt wird. Damit werden die Chancen der Frauen verbessert und ihre Rechte gestärkt. Dem Beruf während Schwangerschaft und Stillzeit ohne Beeinträchtigung ihrer Gesundheit und der ihres Kindes weiter nachzugehen.

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) gilt für alle (werdenden) Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Darin eingeschlossen sind auch Heimarbeiterinnen, Hausangestellte, geringfügig Beschäftige, weibliche Auszubildende und unter bestimmten Voraussetzungen auch für Schülerinnen und Studentinnen.

Änderungen im Mutterschutz-Gesetz ab 2018

Zum 1. Januar 2018 sind umfängliche Änderungen des Mutterschutzrechts in Kraft getreten. Durch die Integration der bisherigen Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz (MuSchArbV) in das MuSchG sollen die Regelungen verständlicher und übersichtlicher werden. Zudem sieht das Gesetz einige weitere materielle Änderungen vor, unter anderem werden Schülerinnen und Studentinnen nun in den Anwendungsbereich des MuSchG einbezogen, soweit die Ausbildungsstelle Ort, Zeit und Ablauf der Ausbildungsveranstaltung verpflichtend vorgibt.

Die Regelungen zum Verbot der Nacht- und Sonntagsarbeit sind branchenunabhängig gefasst, die Regelungen zum Verbot der Mehrarbeit ist um eine besondere Regelung zur höchstens zulässigen Mehrarbeit in Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen ergänzt.

Für die Arbeit nach 20 Uhr bis 22 Uhr wurde ein behördliches Genehmigungsverfahren eingeführt. Unter anderem muss die Frau sich ausdrücklich bereit erklären, nach 20 Uhr zu arbeiten. Während die Behörde den vollständigen Antrag prüft, kann der Arbeitgeber die Frau grundsätzlich weiterbeschäftigen. Lehnt die Behörde den Antrag nicht innerhalb von sechs Wochen ab, gilt er als genehmigt.

Ein neu einzurichtender Ausschuss für Mutterschutz wird Empfehlungen unter anderem zu Art, Ausmaß und Dauer der möglichen unverantwortbaren Gefährdung einer Schwangeren oder Stillenden erarbeiten und stellt sicherheitstechnische, arbeitsmedizinische und arbeitshygienische Regeln zum Schutz der schwangeren oder stillenden Frau und ihres Kindes auf. Die Empfehlungen sollen Orientierung bei der praxisgerechten Umsetzung der mutterschutzrechtlichen Regelungen bieten.

Damit der Arbeitgeber die Mutterschutzbestimmungen einhalten kann, sollen Frauen dem Unternehmen ihre Schwangerschaft und den voraussichtlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen diese Tatsachen bekannt sind.

Mutterschutzfristen und Beschäftigungsverbote

Werdende Mütter dürfen in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung nur mit Einwilligung beschäftigt werden. Nach der Entbindung gilt ein Beschäftigungsverbot von acht Wochen beziehungsweise zwölf Wochen bei Früh- und Mehrlingsgeburten. Bei medizinischen Frühgeburten und bei sonstigen vorzeitigen Entbindungen verlängert sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt um die Tage, die vor der Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnten.

Wird bei dem Kind innerhalb von acht Wochen nach der Entbindung eine Behinderung festgestellt, kann die Mutter eine Verlängerung der Schutzfrist von acht auf zwölf Wochen beantragen.

Außerhalb der allgemeinen Schutzfristen sieht das Mutterschutzgesetz zum Schutz der werdenden Mutter und ihres Kindes generelle Beschäftigungsverbote (zum Beispiel Akkord-, Fließband-, Mehr-, Sonntags- oder Nachtarbeit) und individuelle Beschäftigungsverbote aufgrund eines ärztlichen Attestes vor. Für die Arbeit nach 20 Uhr bis 22 Uhr wurde ein behördliches Genehmigungsverfahren eingeführt.

Um die Frau in dieser Zeit vor finanziellen Nachteilen zu schützen, regelt das Mutterschutzgesetz verschiedene Mutterschaftsleistungen:

  • das Mutterschutzgeld
  • den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld während der Mutterschutzfristen
  • das Arbeitsentgelt bei Beschäftigungsverboten außerhalb der Mutterschutzfristen (sogenannter Mutterschutzlohn)

Urlaubsanspruch

Auch während der Ausfallzeiten wegen mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote (somit auch während der Mutterschutzfristen) entstehen Urlaubsansprüche. Eine Kürzung des Erholungsurlaubs wegen mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote ist nicht zulässig.

Kündigungsschutz

Vom Beginn der Schwangerschaft an bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung ist die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch das Unternehmen bis auf wenige Ausnahmen unzulässig. Auch eine Kündigung nach einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche ist unzulässig.

Pflichten der Arbeitgeber

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, der zuständigen Aufsichtsbehörde (staatliche Arbeitsschutz- oder Gewerbeaufsichtsämter) die Schwangerschaft mitzuteilen. Der Arbeitgeber muss eine werdende oder stillende Mutter während der Schwangerschaft und nach der Entbindung so beschäftigen und ihren Arbeitsplatz einschließlich der Maschinen, Werkzeuge und Geräte so einrichten, dass sie vor Gefährdungen für die Gesundheit ausreichend geschützt ist. Bei einer Gefährdungsbeurteilung hat der Arbeitgeber dem besonderen Schutzbedarf der Frau und ihres Kindes Rechnung zu tragen.

Die Aufsichtsbehörde klärt im Zweifelsfall, ob der konkrete Arbeitsplatz und die konkreten Arbeitsbedingungen zu einer Gefährdung der werdenden und stillenden Mutter führen können. Frauen und Arbeitgeber können sich bei Unklarheiten und Fragen an die Aufsichtsbehörde wenden.

Quelle:
Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend