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Geschwollene Beine

Bild: iStock

5 Tipps gegen schwere Beine

Vor allem im letzten Schwangerschafts-Drittel leiden Frauen häufig unter geschwollenen Beinen – sogenannten Ödemen. Was dahinter steckt, wie sie sich lindern lassen.

Im Sommer ist es noch unangenehmer: Wenn es heiß ist, dehnen sich die Blutgefäße aus. Das sorgt dann vor allem in den Beinen für Schmerzen, weil das Blut darin nicht mehr so leicht abließen kann. Menschen mit Venenproblemen kennen das nur allzu gut. Leider geht es Frauen im letzten Schwangerschafts-Drittel nicht viel anders. Auch bei ihnen sind die Venen in den Beinen gestresst vom Druck des Blutes. Das liegt daran, dass in der Schwangerschaft etwa ein Drittel mehr Blut im Körper zirkuliert als sonst. Außerdem ist das Blut dünner, es enthält mehr Wasser. Das wiederum führt dazu, dass durch die Venen Flüssigkeit ins umliegende Gewebe drückt.

Natürliche Folge hoher Belastungen

Die Folge sind schwere und angeschwollene Beine. Kurz vor der Geburt haben die meisten Frauen damit zu kämpfen. Die Haut ist gespannt, was an sich schon unangenehm ist. Hinzu können Schmerzen auftreten durch den Druck der Wasseransammlungen (Ödeme). Gefährlich ist diese Störung nicht, weshalb Ärzte sie auch nicht als Krankheit betrachten. Sie ist sozusagen eine natürliche Folge der hohen Belastungen, die der Körper gegen Ende der Schwangerschaft aushalten muss. Gelegentlich treten solche Ödeme auch an anderen Körperstellen auf, etwa an den Handgelenken. Dann können sie derart auf die dort verlaufenden Nerven drücken, dass es zu Gefühlsstörungen kommt. Das äußert sich dann in einem Kribbeln in der Hand und in den Fingern bis hin zur Gefühlslosigkeit. Gegen solche Gesundheitsprobleme sollte der Arzt vorgehen. Sind „nur“ die Beine betroffen, reicht es zumeist, wenn die Frauen selber etwas dagegen unternehmen. Die folgenden Tipps helfen, die Wasseransammlungen zumindest zu reduzieren und somit weniger Beschwerden zu haben:

Die Beine hochlegen

Die Beine hochlegen, wenn immer das möglich ist. Diese simple Maßnahme ist die beste Therapie und gleichzeitig eine effektive Vorbeugung gegen neue Ödeme. Das Prinzip dahinter: Sind die Beine hochgelagert, fließt das Blut schneller zurück zum Herzen. Die Venen werden stark entlastet. Das wiederum lässt auch die Wassereinlagerungen leichter abfließen.

Stützstrümpfe

Sind die Beine sehr stark angeschwollen und tun weh, gelten Stützstrümpfe als gute Wahl. Das ist speziell im Sommer zwar keine reine Freude, weil die Strümpfe stramm sitzen und man leicht darunter schwitzt. Aber wirksam sind sie schon. Durch den gleichmäßigen Druck, den sie entfalten, pressen sie sozusagen die überschüssige Flüssigkeit aus den Beinen zurück in den Oberkörper.

Bewegung

Ruhig etwas Sport machen. Sind die Beine gerade mal nicht hochgelagert, damit in die Gänge kommen. Wenn das noch möglich ist, hilft Walken recht gut oder auch nur ein ausführlicher Spaziergang. Auch Gymnastik hat sich bewährt. Wichtig dabei: Die Muskeln in den Beinen sollten gestärkt werden. Dann funktioniert die sogenannte Venenmuskel-Pumpe besser. Dieses körpereigene System befördert das Blut aus den Beinen heraus.

Wechselbäder

Bei Hitze eine Wohltat und ebenfalls hilfreich sind Wechselbäder. Die Temperatur sollte allerdings nicht heiß sein, sondern nur warm. Mehrmals zwischen warm und kalt wechseln und das Wasser über die Unterschenkel und Füße laufen lassen. Das trainiert die Venen.

Ernährung

Sogar gesunde Ernährung kann ein wenig helfen. Vollkornprodukte, Obst und Gemüse liefern Mineralstoffe, die Wassereinlagerungen verringern können. Spezielle Diäten dagegen sind nutzlos. Wichtig: genug trinken und nicht versuchen, durch Verzicht auf Flüssigkeit die Ödeme kleiner zu machen. Das würde ohnehin nicht funktionieren.