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An diese Versicherungen Denken

Vor allem die private Haftpflichtversicherung ist wichtig, um finanzielle Risiken zu vermeiden.

Babys machen nichts kaputt. Das kann sich aber schnell ändern, sobald das Kind laufen lernt. Je sicherer es auf den Beinen ist, umso größer die Unfallgefahr. Der Sprössling wird jetzt immer neugieriger, klettert und schlittert, tobt herum – und reißt auch mal was herunter. Solange das im eigenen Heim geschieht, bleibt der Schaden sozusagen in der Familie. Geschieht das aber bei einem Besuch etwa bei Freunden, kann es Ärger geben. Der Schaden muss wahrscheinlich ersetzt werden. Handelt es sich zum Beispiel um teure Technik, die zu Bruch gegangen ist, sind schnell mal etliche hundert Euro und mehr fällig.

Wer zahlt dann?

Grundsätzlich ist der Verursacher in der Pflicht, in diesem Fall also die Eltern des Kindes, das den Schaden verursacht hat. Glücklicherweise haben die meisten von ihnen eine private Haftpflichtversicherung, die in diesem Fall zahlt. Diese Versicherung ist für junge Eltern die wichtigste überhaupt. Sie übernimmt grundsätzlich die Kosten für Schäden, die ihr Zögling angerichtet hat. Das Kind ist immer über die Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert.

Das bietet finanzielle Sicherheit auch bei richtig großen Schäden, etwa wenn das Kind mit einem Steinchen unbemerkt ein Auto zerkratzt. Nur wenn die Eltern dabei ungerührt zusehen und die Versicherung ihnen das nachweisen kann, übernimmt sie den Schaden nicht. Mutwillige Zerstörung mit Billigung der Eltern gehört demnach zu den wenigen Ausnahmen, wo der Versicherungsschutz nicht greift.

Welche weiteren Versicherungen sind sinnvoll?

Eine private Unfallversicherung bietet eine finanzielle Absicherung, wenn das Kind durch einen Unfall bleibende gesundheitliche Schäden zurückbehält. Sie gibt es auch als Familienversicherung, so dass alle Familienmitglieder geschützt sind vor hohen finanziellen Belastungen. Neben Geld leistet diese Versicherung auch Unterstützung etwa bei der Haushaltsführung. Wer sein Kind noch besser absichern lassen möchte gegen die Unwägbarkeiten des Lebens, kann auch eine Kinder-Invaliditätsversicherung abschließen. Sie greift etwa bei schweren akuten oder chronischen Krankheiten, die zu einer Behinderung führen. Für den Zeitraum der Erkrankung und/oder Behinderung erhalten die Eltern dann eine Rente. Diese Versicherung gibt es auch als Zusatzschutz im Rahmen einer privaten Unfallversicherung.

Kinderwagen geklaut oder beschädigt?

Eine Hausratversicherung ersetzt den Schaden meist nur dann, wenn der Kinderwagen etwa bei einem Einbruchdiebstahl entwendet wurde. Wer ihn einfach auf dem Spielplatz vergisst, und eine Stunde später ist er weg, kann bei den meisten Hausratversicherungen nicht auf Entschädigung hoffen. Ist der Kinderwagen sehr teuer gewesen, kann man aber über den Abschluss einer speziellen Vollkasko- Versicherung nachdenken – die alle Schäden abdeckt. Solche Anbieter finden sich aber nur vereinzelt.

Geht der Fahrradanhänger verloren,

…ist das über die Hausratversicherung abgedeckt. Allerdings: Der Schutz greift meist nur, wenn der Anhänger fest mit dem Fahrrad verbunden war und das Rad somit ebenfalls gestohlen oder verloren wurde. Wer nur den Anhänger ohne Wenn und Aber versichern lassen möchte, muss auch hier eine Zusatzversicherung abschließen. Ist das Kind schon etwas älter, bekommt es vielleicht ein neues und ziemlich kostspieliges Rad geschenkt. Bleibt das Rad irgendwo stehen und wird geklaut, zahlt die Hausratversicherung nichts – es sei denn, man hat einen Zusatzschutz mit ihr abgeschlossen.

Spezielle Fahrradversicherungen leisten denselben Schutz. All diese Versicherungen sind meist aber nicht billig, so dass sich der Abschluss nur bei wirklich kostspieligen Rädern lohnt. Sinnvoller kann es da sein, das Geld in eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu stecken. Auch eine Risikolebensversicherung bewahrt einen beziehungsweise den Partner und die Kinder vor schweren finanziellen Einbußen etwa im Todesfall oder bei Berufsunfähigkeit. Je nach Art des Vertrages und Höhe der Einzahlungen gibt es dann eine größere Einmalzahlung oder monatliche Zuwendungen, welche die plötzlich entstandene Finanzlücke wenigstens teilweise abdecken.