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Bild: Uwe Hahn / pixelio.de

Anzeichen für Hautinfektion

Nicht selten leiden schon Babys und Kleinkinder an der Hautkrankheit Neurodermitis. Sie kratzen sich oft die juckenden Hautstellen auf, was Bakterien in die Wunden eindringen lässt. Gelbliche oder honigfarbene Krusten über dem Ekzem, Bläschen, die Fieberbläschen ähneln, Pusteln sowie Rötungen auf der Haut können daher auf eine bakterielle Infektion hinweisen.

In schweren Fällen kann das Kind grippeähnliche Beschwerden mit Fieber und geschwollene Lymphknoten entwickeln. Dann sollten Eltern mit ihrem Kind umgehend zum Kinder- und Jugendarzt gehen. Jede Infektion muss entsprechend den auslösenden Erregern behandelt werden“, sagt Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Gegen eine Staphylokokken- oder Streptokokkeninfektion können zum Beispiel antibiotische Salben oder Antibiotika zum Einnehmen helfen. Viren wie Herpes können mit antiviralen Mitteln bekämpft werden.

Die richtige Hautpflege

Die Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronisch entzündliche Hauterkrankung mit starkem Juckreiz, von der eine große Anzahl von Kindern und Erwachsenen betroffen ist. Mehrere Faktoren haben Einfluss darauf, ob die Krankheit ausbricht: eine bestimmte genetische Veranlagung, Umwelteinflüsse, eine gestörte Hautbarrierefunktion und immunologische Faktoren. Mikroorganismen auf der Hautoberfläche des Kindes können den juckenden Ausschlag verschlimmern und zu einer Infektion führen. „Vorbeugend sollten Kinder so wenig wie möglich kratzen.

Eltern sollten sich von einem auf Haut bzw. Dermatologie spezialisierten Kinder- und Jugendarzt genaue Anweisungen für die Hautpflege geben lassen und ihr Kind so häufig baden, wie dieser empfiehlt, um Bakterien, Viren und andere Keime von der Hautoberfläche zu entfernen. Eine Feuchtigkeitspflege verhindert, dass die Haut zu sehr austrocknen und Risse bekommt. Um eine Verunreinigung der Pflegeprodukte mit Keimen zu vermeiden, ist es am besten, bei Lotionen einen Pumpenapplikator und bei Cremes einen Löffel zu verwenden“, rät Dr. Niehaus.