8. März 2022

Das Allergie-Risiko senken

Paare mit Kinderwunsch sollten sich frühzeitig über das Allergie-Risiko ihres künftigen Nachwuchses informieren. Denn die Einflussmöglichkeiten auf eine gesunde Entwicklung von Babys sind in den ersten 1.000 Tagen ab der Empfängnis am besten. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe hat in einer Zeitleiste von der Schwangerschaft bis zum 2. Lebensjahr des Kindes die wichtigen Maßnahmen zur Allergievorbeugung zusammengestellt.

Idealerweise wissen Eltern bereits zum Zeitpunkt des positiven Schwangerschaftstests, ob ihr Kind ein erhöhtes Allergierisiko trägt. So können sie schon in der frühen Schwangerschaft vorbeugen. Dazu gehört eine ausgewogene Ernährung der werdenden Mutter. Auch potenziell allergene Lebensmittel wie Fisch, Milch und Nüsse sollten möglichst auf dem Speiseplan stehen. Spuren davon gehen in die Muttermilch über und trainieren so das kindliche Immunsystem. Entscheidend ist es außerdem, nicht zu rauchen, auf Alkohol zu verzichten und Übergewicht zu vermeiden.

Ab dem 5. Monat gern auch Fisch

Unabhängig von einem möglichen Allergierisiko ist Muttermilch in den ersten vier bis sechs Lebensmonaten die erste Wahl. Kinder, die nicht oder nicht voll gestillt werden können, gedeihen aber auch mit Säuglingsnahrung aus dem Fläschchen. Bei erhöhtem Allergierisiko empfehlen Experten studiengeprüfte HA‑Nahrung. Für den Fall, dass es mit dem Stillen in der Geburtsklinik nicht klappt, sollten die werdenden Eltern dort eine entsprechende HA-Nahrung bereitstellen. Denn schon ein Fläschchen herkömmlicher Säuglingsnahrung kann bei erhöhtem Allergierisiko eine Sensibilisierung gegen Milcheiweiß bewirken.

Mit Beginn des fünften, spätestens aber am Anfang des siebten Monats ist es Zeit, mit der Beikost zu beginnen. Solange Mutter und Kind dies möchten, kann natürlich weiterhin gestillt werden. Führen Sie nach und nach Ihr Kind an eine Vielfalt von Lebensmitteln heran, auch an solche mit Allergiepotenzial, wie zum Beispiel Fisch oder Ei. Ganz wichtig ist es, auf das Körpergewicht des Kindes zu achten. Es gibt Hinweise, dass Übergewicht im Babyalter nicht nur die Entstehung von Diabetes, Herz-Kreislaufstörungen und orthopädischen Erkrankungen fördert, sondern auch das Risiko für allergisches Asthma erhöht.

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