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Brei

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Genuss aus dem Glas

Wenn das Baby etwa ein halbes Jahr alt ist, werden die Milchgaben allmählich durch festere Mahlzeiten ersetzt.

Das Kind wächst und wächst. Immer größer werden die Milchportionen, die es braucht, um satt zu werden. Ab dem fünften bis sechsten Lebensmonat ist es deshalb an der Zeit, mehr Vielfalt in den Speiseplan zu bringen. Diese sogenannte Beikost gibt’s praktischerweise im Gläschen zu kaufen und mit etlichen verschiedenen Zutaten. Als erstes wird der Brei idealerweise mittags zugefüttert, dafür entfällt eine Milchmahlzeit. Das Baby erhält auf diese Weise wesentlich mehr Nährstoffe und wichtige Spurenelemente wie Eisen, was wichtig für seine weitere Entwicklung ist.

Am Anfang lässt sich die Beikost auch gut mit einer kleinen Milchmahlzeit kombinieren, bis sich das Baby endgültig an die neue Nahrung gewöhnt hat. Dazu zunächst ein paar Löffelchen pürierten Brei geben und anschließend noch einige Schlückchen Milch.

Was zusätzliche Kraft gibt

Schon sehr bald wird das Baby nach mehr kräftigender Beikost verlangen. Neben Gemüse und Kartoffeln werden nun auch püriertes Fleisch und Fisch angeboten. Das gibt zusätzliche Kraft. Fleisch liefert außerdem das für seine Entwicklung wesentliche Eisen. Auch Nudeln oder Reis sind beliebte und gern gegessene Beigaben am Mittagstisch. Hat sich das Kind an die Beikost am Mittag gewöhnt, können seine Eltern rund einen Monat später die Milch auch abends allmählich durch einen Brei ersetzen. Optimal ist ein Getreidebrei, der durch ein bisschen frischen Obstsaft oder püriertes Obst angereichert wird. Ein Teelöffelchen Rapsöl dazu, und die leckere Mahlzeit ist fertig.

Milchbreis lassen sich in vielen Varianten leicht selbst herstellen. Wer mal keine Zeit dafür hat, kann sich ein paar Fertiggläschen als Reserve hinstellen. Die Qualität solcher industriell hergestellter Breis ist so gut wie die von selbstgemachter Beikost, denn die gesetzlichen Anforderungen an die Hersteller sind sehr hoch.

Training für die Geschmacksnerven

Ab etwa dem ersten Lebensjahr kommt dann auch ein richtiges kleines Frühstück auf den Tisch. Alles was das Kind mag und gut kauen und schlucken kann, ist prinzipiell geeignet. Etwa Brot ohne harte Rinde, Butter, Marmelade, Aufschnitt und Müsli. Normale Kuhmilch kann jetzt auch gegeben werden. Das ganz normale Essen der Erwachsenen wird fürs Kleinkind ebenfalls immer interessanter. Neugierig nimmt es die verschiedenen Gerüche auf und darf gern probieren. So werden auch seine Geschmacksnerven trainiert. Alles, was das Kind schon immer gern aus dem Gläschen geschmaust hat, darf es gern weiteressen.

Auch Milch als Durstlöscher ist in Ordnung, aber auch pures Wasser oder schwach gesüßter Kindertee und verdünnte Säfte sollten seinen Flüssigkeitsbedarf decken.

Was Vegetarier beachten sollten

Wer Vegetarier ist und sein Baby ebenfalls so ernähren möchte, kann dies ohne Risiko für seinen Sprössling tun – wenn er dabei einige wichtige Regeln beachtet. Am besten mit dem Arzt und/oder einer Ernährungsberaterin sprechen, damit keine Fehler passieren. Grundsätzlich erhält das Kind die gleiche Kost wie bei nichtvegetarischer Ernährung abgesehen vom Fleisch. Dabei darauf achten, dass es genügend Eisen aufnimmt. Eisen ist unter anderem in Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten enthalten. Von einer veganen Ernährung des Babys raten Experten wegen drohender Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen ab.