21. Dezember 2022

Gesunder und erholsamer Schlaf

Ein fester, erholsamer Schlummer sorgt für gute Laune beim Baby und auch seinen Eltern.

Am Anfang ist Schlaf sozusagen ihr Lebenselixier. Neugeborene verbringen die meiste Zeit im Reich der Träume. Bis zu 18 Stunden pro Tag schlummern sie selig, unterteilt in meist fünf Schlafphasen. Dazwischen trinken sie und schauen sich ein bisschen um, bis die Augen schon wieder schwer werden. Allerdings fehlt ihnen noch der Tag-Nacht- Rhythmus der älteren Kinder und Erwachsenen, so dass sie zu jeder Tages- und Nachtzeit wach werden können. Allzu viel benötigen Babys nicht, um mühelos wegschlummern zu können. Allerdings sollten die Eltern ihnen ein paar grundsätzliche Voraussetzungen erfüllen, damit der Schlaf erholsam ist. Der Raum, in dem das Baby etwa tagsüber schläft, sollte ruhig und nicht zu warm sein. Er sollte sich abdunkeln lassen, denn auch Säuglinge schlummern besser hinter zugezogenen Vorhängen – obwohl sie noch nicht viel sehen können. Wichtig sind auch feste Abläufe. Sie müssen nicht jeden Tag völlig identisch sein, aber eine gewisse Regelmäßigkeit fördert den Schlaf.

Körperliche Nähe

Babys möchten (nicht nur) vorm Schlafengehen auch gern bekuschelt und gestreichelt werden, das verschafft ihnen mehr Sicherheit. Überhaupt ist die spürbare Nähe der Eltern sehr bedeutsam für sie. Obwohl sie von ihrer Umgebung noch nicht viel begreifen – die Stimmen, den Körpergeruch, die Hände von Mama und Papa erkennen sie sehr wohl und fühlen sich aufgehoben, wenn sie umsorgt sind. Das macht ihren Schlaf erholsamer.

Die richtige Position

Was Experten noch empfehlen: Egal ob Mittagsschlaf oder nachts, Babys sollten auf dem Rücken schlafen. Liegen sie auf dem Bauch, besteht Erstickungsgefahr durch die Unterlage oder andere Gegenstände. Auch eine feste Matratze ist empfehlenswert, denn diese stützt zusätzlich die sichere Schlafposition.  Spielzeug sollte nicht im Babybett landen.

Das Outfit

Obwohl für Erwachsene Bettdecke und Kissen im eigenen Bett nicht wegzudenken sind, sollte auch auf diese Dinge im Babybett verzichtet werden. Eine tragbare Babydecke oder ein Schlafsack sind vollkommen ausreichend und vor allem sicher. Sogenannte SleepSacks beispielsweise wurden entwickelt, um lose Decken im Kinderbett zu ersetzen. Diese können nämlich im schlimmsten Fall das Gesicht des Babys bedecken und so die Atmung beeinträchtigen. Babys richtig anziehen: Die Kleinsten sollten weder zu dick noch zu dünn angezogen werden.

Ein Tipp: Zwischen den Schulterblättern lässt sich die Temperatur gut erfühlen. Dort sollte das Baby nicht schwitzen, es sollte sich aber auch nicht kalt anfühlen.  

Die Temperatur

Die optimale Raumtemperatur für Babys Schlaf liegt zwischen 20 und 22 Grad. Kleidung für die Nacht in mehreren Lagen hilft, dass die Temperatur für das Baby durchgehend angenehm ist.

Gemeinsam oder alleine?

Das Zimmer können und sollten die Eltern mit ihrem Baby gern teilen, das Bett aber lieber nicht: Besonders in den ersten Monaten ist es wichtig, das Baby nah bei sich zu haben, auch nachts und beim Schlafen. So wird die Bindung gefördert und Dinge wie nächtliches Füttern werden erleichtert. Ein Beistellbett eignet sich hier wunderbar. Im selben Bett mit den Eltern zu schlafen, birgt hingegen Risiken. Ein eigener Schlafbereich ist sicherer, und es gibt viele Optionen, Nähe zu fördern, ohne die Sicherheit des Kindes zu gefährden. Ist das Kind schon einige Monate alt, kann es sehen und greifen, braucht es vielleicht einen ersten kleinen Kameraden auch im Bett. So ein Kuscheltier zum Umarmen, Knuddeln und Liebhaben gibt noch mehr innere Sicherheit – gerade dann, wenn die Eltern mal für einen Moment nicht in der Nähe sind. Anfangs ein vertrauter Kuschelfreund in Babys Bettchen oder Kinderwagen, entwickelt sich das Plüschtier später zum wichtigen Bezugsobjekt.

Fördern Schnuller das Einschlafen?

Für viele Babys sind sie ein unverzichtbares Ritual, das Saugen und Nuckeln beruhigt sie. Andere Kinder mögen keine Schnuller, das ist halt eine Frage des Ausprobierens. Auf jeden Fall sollte man hier zur Markenware greifen, damit das Kind sich nicht aus Versehen daran verschlucken kann und die Materialien garantiert geprüft und unschädlich sind.

Rituale

Später, wenn das Baby schon zuhören kann, sind auch Einschlaflieder und melodisches Summen eine gute Brücke in den Schlaf. Was aber, wenn das Kind partout nicht wegratzen will oder kann? Auch solche Babys gibt es, sie brauchen einfach weniger Schlaf. Dem müssen sich die Eltern dann anpassen und das Kind nicht zwangsweise dauernd ins Bettchen legen. Es wird schon von ganz alleine einschlummern, wenn es müde ist. Die Eltern sollten auch ein Auge darauf haben, dass ihr Kind nach den Mahlzeiten satt ist. Denn ständiger Hunger erzeugt Unruhe und lautes Weinen – was gar nicht selten die Ursache des Schreiens gerade in der langen Nacht ist.

Auf Krankheitszeichen achten

Schlechter Schlaf kann auch ein Hinweis auf gesundheitliche Störungen sein. Das Kind deshalb zum Arzt bringen, wenn es länger als ein paar Tage schlecht schläft. Ist das Baby erkältet und etwa seine Nase verstopft, schläft es natürlich auch nicht so gut. Mit der erfolgreichen Behandlung verschwinden dann auch die Schlafprobleme.

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