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Schnupofen oder Allergie

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Hatschi! Ist das Eine Allergie?

Vor allem etwas ältere Babys und Kleinkinder können allergische Reaktionen zeigen. Was dann zu tun ist

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, hat es noch kein ausgeprägtes Immunsystem. Deshalb kann es auch keine starke Allergie entwickeln. Erst in den folgenden Monaten, wenn die Abwehrkräftewachsen, kommt es gelegentlich zu solchen Reaktionen. Denn das Immunsystem muss schon ein wenig mit den Muskeln spielen können, um die Nase laufen zu lassen oder rote Pickelchen auf die Haut zu malen. Es ist der eigentliche Auslöser einer Allergie, bei der Abwehrstoffe eigentlich harmlose Substanzen im Körper angreifen – weil sie diese irrtümlicherweise für gefährlich halten.

Die häufigsten Allergie-Auslöser

Welche Substanzen lösen am häufigsten eine Allergie aus? Das sind im wesentlichen die gleichen Stoffe, welche auch Erwachsenen Probleme bereiten können: Blütenpollen (vor allem Gräserpollen), Tierhaare, Milben-Ausscheidungen im Hausstaub und Bestandteile von Nahrungsmitteln. Gerade bei den Nahrungsmitteln gibt es eine ganze Palette möglicher Substanzen, die Babys und Kleinkinder nicht vertragen. Das betrifft allerdings nicht die Kleinsten, welche ja alle noch ausschließlich Milch oder Milchersatz bekommen.

Wenn ein Baby in den ersten fünf oder sechs Monaten, in denen es nur Milch getrunken hat, unter Bauchweh, Durchfall oder Verstopfung leidet, ist es etwas anderes. Dann verträgt es wahrscheinlich den Milchzucker nicht, hat also eine sogenannte Laktose-Intoleranz. Die gute Nachricht: Eine solche Unverträglichkeit verschwindet nicht selten wieder nach kurzer Zeit.

Allergie gegen Milcheiweiß

Etwa jeder hundertste Säugling kommt aus anderen Gründen mit der Milchnahrung nicht zurecht. Er leidet unter einer Allergie gegen das Eiweiß in der Milch. Das Problem lässt sich am besten durch Spezialnahrung lösen, in der das Eiweiß so verändert wurde, dass der Säugling es gut verträgt. Auch bei einer Laktose-Intoleranz halten die Hersteller Milchprodukte bereit, in denen kein oder kaum noch Milchzucker enthalten ist. Bevor sich die Eltern zu einer Nahrungsumstellung entschließen, sollten sie die Ursache der Probleme zunächst aber unbedingt vom Arzt klären lassen – und sich an dessen Empfehlungen halten.

Wenn das Kind Anzeichen einer Allergie oder Unverträglichkeit von Milchzucker hat, wird er ohnehin ausführliche Tests vornehmen, um möglichst alle Auslöser dingfest zu machen. Stellt sich dabei heraus, dass der Säugling etwa eine Hausstaub- Allergie hat, sollte die Wohnung immer möglichst staubfrei sein. Das heißt, viel saugen und wischen. Teppiche und Teppichboden sollten dann möglichst nicht im Kinderzimmer liegen, weil sie oft von Milben bevölkert sind. Bei Heuschnupfen (Pollenallergie) die Fenster im Frühling geschlossen halten und nur kurz zum Lüften öffnen, bei windigem Wetter besser keinen Spaziergang mit dem Baby machen.

Helfen Medikamente?

Arzneien gegen Allergien gibt es natürlich auch. Der Arzt verschreibt sie wegen möglicher Nebenwirkungen bei Säuglingen aber nicht oder nur im Notfall. Etwas ältere Babys und Kleinkinder vertragen bestimmte Mittel (etwa aus der Gruppe der Antihistaminika) besser.