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Hurra, der erste Zahn!

Alle Zähnchen sind schon da, wenn das Baby auf die Welt kommt. Sie müssen nur noch durchbrechen. Meist geschieht dies ab dem 6. Monat.

Mit einem zahnlosen Lächeln begrüßt einen der frischgebackene Erdenbürger. Es dauert allerdings nicht allzu lange, bis sich der erste Zahn zeigt. Alle 20 Milchzähne liegen schon fix und fertig im Kiefer verborgen, sie müssen nur noch ein bisschen wachsen, bis sie die dünne Haut darüber durchbrochen haben. Dafür gibt es keinen festen Termin. Jedes Baby durchläuft seine eigene Entwicklung auch beim Zahnen.

Einer nach dem anderen

Bei den meisten ist es um den 6. Lebensmonat herum so weit. Und längst nicht immer ist das Zahnen mit schlimmen Schmerzen verbunden. Während das eine Baby laut jammert, spürt das andere kaum etwas. Es zahnt fast schmerzfrei. Der erste Zahn zeigt sich fast immer im Unterkiefer – ein Frontschneidezahn. Dann folgt der zweite Frontschneidezahn im Unterkiefer, schließlich die beiden Frontschneidezähne im Oberkiefer.

Bis zu 3 Jahre

Danach wachsen die vier Schneidezähne neben den Frontschneidezähnen heraus Das dauert etwa ein halbes Jahr. Am Ende des ersten Lebensjahres kommen dann auch die Backenzähne einer nach dem anderen heraus, zusätzlich die Eckzähne – bis das Milchzahn-Gebiss im Alter von etwa zweieinhalb bis drei Jahren komplett ist.

Wenn das Baby rote Bäckchen bekommt, das Zahnfleisch geschwollen ist und es häufiger als sonst auf irgendwelchen Sachen herumkaut, ist wieder ein Zahn im Anmarsch. Manche Kinder bekommen dann auch leichtes Fieber, einen wunden Po oder gar Durchfall. Diese Symptome verschwinden nach ein bis zwei Tagen wieder, wenn die Ursache wirklich das Zahnen war. Bei länger anhaltendem Fieber oder Durchfall sicherheitshalber zum Kinderarzt gehen.

Für Kinder, die beim Zahnen starke Schmerzen haben, gibt es verschiedene Hilfsmittel.

Beißringe sind der absolute Klassiker und sehr hilfreich, wenn ein Zahn kommt. Am besten vorher in den Kühlschrank legen. Ein kalter Beißring betäubt zusätzlich den Schmerz ein wenig. Seine Hauptfunktion ist aber, dem Zahn seinen Weg nach draußen zu erleichtern. Eine sanfte Zahnfleichmassage hilft ebenfalls. Dazu mit sauberem Finger und wenig Druck über die geschwollene Stelle im Mund streichen. Noch besser klappt das mit sogenannten Fingerlingen aus Silikon. Sie haben kleine Noppen, die den Massageeffekt verstärken.

Außerdem wirksam:

Kamillen oder Salbeitee, der zunächst abkühlen muss. Dann den Tee mit einem Wattestäbchen über die schmerzende Region verteilen. Die Wirkstoffe darin beruhigen das gereizte Zahnfleisch. Bei sehr starken Schmerzen verschreibt der Arzt ein lokales Betäubungsmittel. Es handelt sich hier um ein Gel, das auf dem Zahnfleisch verstrichen wird. Es lindert die Schmerzen rasch und sorgt beim Baby und seinen Eltern für eine Atempause. Wenn der Zahn dann durchgebrochen ist, lassen die Beschwerden von allein nach.

Nicht zuletzt ist Ablenkung ein gutes Mittel, wenn das Baby weint.

Wer mit ihm spielt und spazieren fährt, bringt es auf andere Gedanken. Auch eine kleine Kasperle- Aufführung oder etwas Ähnliches kann Wunder bewirken. Dann ist der Schmerz wie fortgeblasen.