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Bild: Mirko Waltermann / pixelio.de

Infekte verhindern Schwangerschaft

Als Ursache für die zunehmende Zahl von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch vermuten Experten, dass sich immer mehr Paare erst in einem höheren Lebensalter bemühen, Kinder zu zeugen, wenn die Chance auf eine Empfängnis bereits durch Alterungsprozesse herabgesetzt ist. Doch auch die Anzahl der Sexualpartner vor dem Kinderwunsch spielt überraschenderweise eine Rolle: Je mehr Sexualpartner eine Frau hatte, desto höher ist das Risiko für Infektionen, die durch entzündliche Prozesse eine Befruchtung erschweren können.

Ungleichgewicht der Vaginalflora

Voraussetzung für eine erfolgreiche Befruchtung und sichere Schwangerschaft ist ein infektionsfreier Genitaltrakt während des Eisprungs und der Schwangerschaft. Infektionen können eine Befruchtung verhindern und während der Schwangerschaft zu Früh- und Fehlgeburten führen. Bakterielle Infektionen im Scheidenmilieu entwickeln sich häufig aufgrund eines bakteriellen Ungleichgewichts der sogenannten Vaginalflora, bei der krank machende Keime gegenüber den natürlich vorkommenden Milchsäurebakterien die Oberhand gewinnen. Eine solche bakterielle Vaginose (BV) kann sich durch einen unangenehmen Geruch bemerkbar machen, jedoch auch gänzlich ohne Beschwerden verlaufen. Bis zu 20 Prozent der Schwangeren sind davon betroffen. Frauen mit Kinderwunsch können einer solchen Infektion vorbeugen, wenn sie zum Beispiel ein Präparat aus Milchsäure und Glykogen verwenden. Milchsäure und Glykogen unterstützen die natürliche Vaginalflora, so dass sich krankheitserregende Bakterien weniger leicht vermehren können.

Ein weiterer Grund für die steigende Anzahl von Paaren, die ungewollt kinderlos bleiben, ist vermutlich eine Abnahme der Samenqualität beim Mann. Paare mit bisher unerfülltem Kinderwunsch können einige Faktoren selbst beeinflussen, um die Chance auf eine Schwangerschaft zu verbessern. So können Frauen sich vergewissern, wann genau ihr Eisprung stattfindet, um den günstigsten Zeitpunkt für eine Befruchtung zu nutzen. Die fruchtbaren Tage lassen sich mit einem Ovulationstest feststellen, der die typischen Hormonveränderungen zur Zeit des Eisprungs misst. Wenden Paare während der fruchtbaren Tage zusätzlich ein spezielles, spermienfreundliches Gel mit Hyaluronsäure an, geben sie den Samenzellen eine optimale Starthilfe. Denn Hyaluronsäure mit einem speziellen pH-Wert fördert gesunde Spermien und bessert deren Lebensfähigkeit und Beweglichkeit.