Category : Allgemein

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Bei anhaltendem Fieber zum Arzt

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät: Eltern sollten Säuglinge bis zu drei Monaten mit einer Temperatur von 38 Grad oder höher dem Kinderarzt vorzustellen, auch wenn diese sonst keine Krankheitszeichen zeigen.

Diese Haltung vertritt auch der amerikanische Verband der Kinder- und Jugendärzte in einer aktuellen Empfehlung. „Das Fieber ist ein Hinweis, dass etwas nicht in Ordnung ist. Weil Säuglinge sich noch nicht so äußern können und es für Eltern schwer zu erkennen ist, ob etwas Ernsthaftes vorliegt, ist das Urteil des Experten notwendig. In den meisten Fällen sind die Ursachen harmlos. Bei etwa 1 von 10 Babys liegt aber eine Harnwegsinfektion vor, die behandelt werden muss. Auch eine Lungenentzündung oder ein Magen-Darm-Infekt können das Fieber auslösen. Eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung (Meningitis) ist bei Säuglingen sehr selten möglich“, sagt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des deutschen Berufsverbandes. Für bis zu drei Wochen alten Säuglinge ist das Meningitis-Risiko etwas höher im Vergleich zu den älteren Säuglingen ab etwa vier Wochen. Die Gefahr, dass sich die Bakterien im Blut übermäßig vermehren, ist für die jüngeren, weniger als 25 Tage alten Babys auch etwas größer.

Erhöhte Temperatur nach Impfungen

Ist der Allgemeinzustand des Babys beeinträchtigt, nimmt das Kind keine Flüssigkeit oder Nahrung mehr an, leidet es unter Durchfall, Erbrechen, hat einen Hautausschlag oder andere Krankheitszeichen, dann ist dies unabhängig von der Körpertemperatur ein Grund, das Kind untersuchen zu lassen. Auch ein Fieberkrampf sollte ärztlich abgeklärt werden. „Wenn das Baby eine Impfung erhalten hat, dann können sich Temperaturen bis zu 38 °C im Verlauf von 48 Stunden entwickeln. In dieser Altersgruppe ist die Rotavirus-Schluckimpfung, die Sechsfachimpfung gegen Keuchhusten, Haemophilus Typ b, Kinderlähmung, Wundstarrkrampf, Diphtherie, Hepatitis B sowie die Pneumokokkenimpfung fällig. Hier sollten Eltern bei Unsicherheiten ebenso den Arzt konsultieren“, rät Dr. Fegeler. Bei etwa 40 Prozent der Impflinge tritt in diesem Alter innerhalb von 48 Stunden Fieber auf.

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Satt nach der Mahlzeit?

Melissa L. Droddy, Stillberaterin des Carroll Hospital, Westminster (USA), gibt Müttern Tipps, wie sie erkennen können, dass ihr Baby genug Milch beim Stillen bekommt. So sind hörbares Saugen und Schlucken Anzeichen dafür, dass ein Baby richtig trinkt und entspannte Arme und Hände nach dem Stillen Hinweise auf ein sattes Kind.

Wenn das Baby hörbar schluckt sowie saugt und auch Milch in seinem Mund sichtbar ist, zeigt dies, dass es erfolgreich gestillt wird. Kieferbewegungen und Schluckbewegungen sind ein weiterer Hinweis. Mit etwa 15 bis 20 Minuten kräftigem Saugen an jeder Brust oder 20 bis 30 Minuten an einer Seite hat ein Baby meist genug Milch erhalten. Bei einem satten Säugling sind Hände und Schultern entspannt, und das Kind ist ruhig, es kann sogar schläfrig sein. Wenn das Baby spontan die Brust loslässt und zufrieden ist, weist dies darauf hin, dass das Baby satt ist.

Weichere Brüste nach dem Stillen

Die Stillhäufigkeit und –dauer orientieren sich nach den Bedürfnissen des Säuglings, rät die Nationale Stillkommission in Deutschland. Die meisten Kinder brauchen in den ersten Lebenswochen etwa 10 bis 12 Stillmahlzeiten im Verlauf von 24 Stunden.

„Sie wollen Ihrem Baby eine Brust anbieten, dann lassen Sie es so lange saugen, wie es will, erst dann nehmen Sie Ihr Baby, damit es rülpsen kann und bieten ihm dann die andere Brust an. Wenn es will, großartig. Wenn das nicht klappt, ist das auch in Ordnung „, empfiehlt Melissa L. Droddy. „Dann sollten Sie nur die Seite wechseln, mit der Sie das nächste Mal beginnen, so ist es egal, mit welcher Seite Sie aufhören.“ Droddy fügt hinzu: „Die erste Seite wird besser geleert werden, also ist es wichtig, mit einer andern Brust zu beginnen als der, mit der man aufhört.“

Wenn ein Baby nicht mehrere Stühle pro Tag hat – was typisch für gestillte Säuglinge ist -, sollten Eltern den Kinder- und Jugendarzt darüber informieren. Einige Neugeborene haben sogar nach jedem Stillen Stuhlgang. Es sollte auch mehrere nasse Windeln geben.

 

Parents lie on the couch and father read a book to child. Pregnant woman with her husband

Diabetes und Schwangerschaft

Diabetes ist eine Krankheit, die im Alltag allgegenwärtig ist. Sie spielt auch bei der Gründung einer Familie eine Rolle. Von der Zuckerkrankheit betroffene Frauen sollten möglichst „geplant“ schwanger werden, denn eine gute Vorbereitung kann gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind verringern. Eines vorweg: Ein Diabetes muss nicht unbedingt ein Hindernis sein, gesunde Kinder zu bekommen. Dennoch sind langfristig gut eingestellte Glukosewerte essenziell, um die Gesundheit für Mutter und Kind während der Schwangerschaft und Geburt erhalten zu können und Risiken für Mutter und Kind durch den Diabetes zu minimieren.

 Was beim Diabetesmanagement helfen kann

Wenn ein kleiner Mensch im Bauch heranwächst, ist das mit sehr vielen Gefühlen verbunden: Aufregung, Vorfreude, aber auch Ungewissheit und Sorgen um das Ungeborene und die kommende Zeit – in Kopf und Körper ist so viel los. Das alles kann sich bei einem Diabetes auch auf die Zuckerwerte auswirken. Schwangere müssen deswegen besonders engmaschig von ihrem Arzt betreut werden und deutlich öfter einen Blick auf ihre Werte haben als sonst. Systeme zur kontinuierlichen Gewebeglukosemessung in Echtzeit (rtCGM) sind dabei hilfreich. Untersuchungen zeigen, dass ein sogenanntes rtCGM-System die Zeit im gewünschten Glukose-Zielbereich verlängert und somit Risiken minimiert. Das System darf auch während der Schwangerschaft eingesetzt werden. Zudem besteht die Erlaubnis, dass der Sensor nicht nur am Bauch, sondern auch an der Oberarm-Rückseite getragen werden darf. Für werdende Mütter deutlich bequemer.

Ärzte sollen Frauen mit Typ-1-Diabetes, die bereits schwanger sind oder ein Baby planen, ein rtCGM-System anbieten. Denn optimierte Glukosewerte vor und während der Schwangerschaft reduzieren das Risiko, dass es zu Komplikationen bei der Schwangeren und ihrem ungeborenen Kind kommt. Außerdem wird den Frauen geraten, möglichst schon vor der Schwangerschaft Folsäure einzunehmen.

TIPP: Auch bei Diabetes Typ 2 ist die Verordnung eines rtCGM-Systems möglich,

Quelle: Dexcom G6 rtCGM

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Die Hausapotheke

In keinem Haushalt sollten Mittel gegen Alltagsbeschwerden in der Hausapotheke fehlen. Vor allem Schmerz- und Schnupfenmittel gehören dazu.

Bei kleinen und größeren Notfällen ist die Hausapotheke oft Retter in der Not. Allerdings nur, wenn sie auch richtig bestückt ist. Ist noch alles vorhanden, nichts ausgelaufen, und sind alle Arzneimittel noch haltbar? „Einmal im Jahr sollte man die Hausapotheke einem gründlichen Check unterziehen“, sagt Apothekerin Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen- Lippe. „Bei Unsicherheiten fragen Sie in der Apotheke nach“, so Overwiening. „Schließlich sind Apothekerinnen und Apotheker Experten für Arzneimittel und wissen um die Tücken und Gefahren von angebrochenen oder schlichtweg zu alten Medikamenten.“

Akute Erkrankungen

In die Hausapotheke gehören neben individuell benötigten Medikamenten vor allem Präparate gegen akute Erkrankungen, zum Beispiel gegen Schmerzen oder Durchfall. Sinnvoll ist auch ein Schnupfenmittel. Allergiker, die etwa unter Heuschnupfen leiden, sollten immer ein oder mehrere Mittel gegen ihre Symptome in der Hausapotheke aufbewahren – vor allem, wenn sie zusätzlich unter Asthma leiden.

Im Sommer sind auch Arzneien gegen Insektenstiche und Sonnenbrand nützlich. Ebenfalls empfehlenswert sind Verbandstoffe wie Mullbinden oder Kompressen sowie ein Fieberthermometer und eine Pinzette. Auch die wichtigsten Adressen und Telefonnummern sowie eine Erste-Hilfe-Anleitung sollten nicht fehlen. Was in eine Hausapotheke gehört, hängt auch von den Lebensumständen und den individuellen Bedürfnissen ab: Die Apotheke hilft gerne bei der Zusammenstellung.“

Abgelaufene Arzneien entsorgen

Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneimittel sollten regelmäßig entsorgt und durch neue Arzneien für die Hausapotheke ausgetauscht werden, Ist das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum eines Medikaments überschritten, darf es – anders als etwa ein Lebensmittel – nicht mehr angewendet werden. Hinzu kommt, dass einige Medikamente, zum Beispiel Augentropfen, nach dem ersten Anbruch nur wenige Wochen lang verwendbar sind. Deshalb sollten Patienten das Datum der Öffnung auf der Packung notieren. Nach Ablauf der Aufbrauchfrist dürfen diese Medikamente nicht mehr angewendet werden. Sie gehören dann in den Restmüll. Auch Verbandsstoffe sollten regelmäßig ersetzt werden.

Kühl und trocken aufbewahren

Die Hausapotheke sollte besser nicht in der Küche aufbewahrt werden. Denn dort ist es zu feucht, ebenso wie im Badezimmer. Am besten ist es, die Medikamente in einem abschließbaren Schränkchen dort zu platzieren, wo Kinder und Haustiere nicht hinkommen. Gut geeignet ist grundsätzlich ein Aufbewahrungsort im Schlafzimmer, Arbeitszimmer oder im Flur. Pflaster in der Küche aufzubewahren, macht allerdings Sinn. Dort sind sie schnell zur Hand, wenn etwa ein aufgeschürftes Knie verarztet werden muss.

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Sehstörungen erkennen

In den ersten Lebensjahren werden bei Kleinkindern eine Reihe von Sehtests durchgeführt, um sicherzustellen, dass sich ihr Sehvermögen angemessen entwickelt hat. Dennoch ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn es Anzeichen für Probleme gibt oder Besorgnisse seitens der Eltern bestehen.

Auch wenn die Hand-Augen-Koordination noch nicht perfekt ist, sollte das Sehvermögen im Alter von einem Jahr schon fast vollständig entwickelt sein. Wenn sich die Hand-Augen-Koordination im Laufe des ersten Lebensjahres nicht wesentlich verbessert, könnte dies ein Hinweis auf ein Problem mit dem Sehvermögen sein.

Zeigen die Augen in die gleiche Richtung?

Wenn die Augen nicht in die gleiche Richtung zeigen, kann das ein weiteres Zeichen auf Sehprobleme sein. Auch dies ist in den ersten Monaten, in denen sich das Sehvermögen noch entwickelt, durchaus normal. Aber ab einem Alter von etwa drei bis vier Monaten sollten die Augen parallel ausgerichtet sein.

Im Folgenden finden Sie weitere Anzeichen, auf die man bei Kleinkindern und älteren Kindern achten sollte:

  • Das Kind hält Gegenstände, z. B. ein Buch, sehr nah vor dem Gesicht
  • Das Kind sitzt sehr nah am Fernseher
  • Das Kind muss die Augen anstrengen, um sich zu konzentrieren
  • Regelmäßige Kopfschmerzen
  • Das Kind reibt sich häufig die Augen

Nicht zu unterschätzen sind auch Augeninfekte. Wie bei jeder Infektion ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Die meisten Augeninfektionen sind extrem ansteckend, und je früher sie behandelt werden, desto besser. Bindehautentzündungen, auch bekannt als Konjunktivitis, kommen bei Säuglingen sehr häufig vor. Wenn sie durch Bakterien verursacht werden, verschreibt der Arzt Antibiotika. Werden sie jedoch durch einen Virus verursacht, wird Ihr Arzt Ihnen alternative Behandlungen vorschlagen.

Gesunde Augen und ein gesundes Sehvermögen spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie Babys und Kleinkinder das Sehen lernen. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass sie sich richtig entwickeln und Sie die Anzeichen für Infektionen oder Sehstörungen kennen.

Quelle: Lenstore

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RS-Infektionen nehmen stark zu

Hustet oder niest ein kleines Kind und leidet zudem unter einer laufenden Nase, kann sich dahinter eine harmlose Erkältung verbergen – aber auch eine RSV-Infektion (Abkürzung von Respiratorische Synzytial-Virus). RSV-Infektionen sind zur Zeit sehr verbreitet in Deutschland,  die Kinderkrankenhäuser melden volle Stationen. Das Virus ist wesentlich gefährlicher als eine normale Erkältung und kann unter anderem zu einer Lungenentzündung führen. „Entwickelt das Kind Fieber über 38 °C, hat es Schwierigkeiten beim Atmen, ist sein Auswurf gelb, grün und gräulich gefärbt, sein Nasensekret dick und/oder weigert es sich zu essen, oder verfärben sich sogar seine Lippen und Nägel bläulich, dann sind dies deutliche Warnzeichen, dass es sich um mehr als eine Erkältung handelt. Bei diesen Anzeichen oder wenn sich Eltern unsicher fühlen, sollten sie sich sofort an einen Arzt wenden“, sagt Dr. Hermann Josef Kahl, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Frühgeborene besonders gefährdet

Ein besonderes Risiko für Komplikationen haben Frühgeborene, Kinder mit angeborenen Herzfehlern oder Lungenerkrankungen oder Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Das Respiratorische Synzytial-Virus infiziert die Lunge und die Atemwege. Durch die Produktion von immer mehr Schleim versucht das Immunsystem, die Infektion abzuwehren. Dies erschwert gerade kleinen Kindern immer mehr das Atmen, bis sie zu keuchen beginnen.
RS-Viren werden über Tröpfchen beim Niesen oder Husten auf andere Menschen übertragen oder landen auf Oberflächen von Spielzeug, Türgriffen oder Ähnlichem, um von dort über die Hände eines anderen Kindes zu den Augen, zum Mund oder zur Nase in dessen Körper einzudringen. Auch Erwachsene und ältere Kinder können sich infizieren. Doch bei ihnen bleibt es meist bei den Erkältungssymptomen. „Eltern sollten ihr Baby von Menschenansammlungen und Erkälteten fernhalten, sich regelmäßig mindestens 20 Sekunden lang gründlich die Hände waschen und in die Ellenbeugen husten und niesen“, rät Dr. Kahl.

RS-Viren kursieren vorwiegend in der kalten Jahreszeit. Für kleine Risikopatienten wie  Frühgeborene gibt es eine passive Immunisierung gegen RS-Viren.

Weihnacht mit Baby

Babys erstes Weihnachtsfest

Kuschelig ist es in der Wohnung, die ersten Adventskerzen leuchten. Wenn Oma leckere Plätzchen backt, weht ein weihnachtlicher Duft durch die Räume. Die Nase des kleinen Erdenbürgers schnuppert neugierig. Die Advents- und Weihnachtszeit steckt voller schöner Ereignisse, die selbst Neugeborene unbewusst in sich aufnehmen.

Gäste einladen? Hat die Mutter erst kürzlich entbunden, ist das möglicherweise noch zu anstrengend. Aber wenn andere die Arbeit machen und sie nur am Tisch sitzen und essen muss, geht es vielleicht doch und ist eine willkommene Abwechslung. Der Papa kann dann auch die Weihnachtsdeko anbringen mit Leuchtsternen am Fenster oder was immer einem gefällt. Hauptsache, die Stimmung steigt. Was nur nicht sein darf: lautstarke Unterhaltungen bis in die Nacht. Bei aller Feierfreude – das Baby braucht seine Ruhe.

Möglichst daheim bleiben

Die Bedürfnisse des Kindes stehen immer an erster Stelle, auch wenn die Großeltern oder andere Verwandte an Weihnachten zu Besuch kommen. Das ist übrigens praktischer, als mit Sack und Pack selber loszuzuiehen. In der ersten Zeit nach der Geburt sollte die junge Familie möglichst oft daheim sein. So bleibt das Baby in seiner geschützten Umgebung und die Eltern ersparen sich die mühevollen Reisevorbereitungen.

Bekommt mein Baby ein Geschenk zu Weihnachten? Natürlich. Auch wenn es das selbst noch nicht so toll finden kann, eine süße neue Mütze oder ein hübscher Strampler steht im richtig gut. Und auch ein paar altersgerechte Spielsachen kann es schon nutzen, wenn es bereits etwas älter ist.

Bei aller Festtagsfreude auch an die Sicherheit denken. Kerzen so aufstellen, dass sie nicht durch eine unbedachte Bewegung herunterfallen können. Den Weihnachtsbaum gut am Ständer festschrauben. Bei aller Festtagsromantik in der Wohnung trotzdem für genügend Licht sorgen, damit man nicht aus Versehen über etwas stolpert, wenn das Baby gerade im Arm liegt. Und immer mal durchlüften, wenn Kerzen gebrannt haben. Dann kommt wieder frischer Sauerstoff in die Kinderlungen.

 

 

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Vorsicht bei diesen Keimen!

Hustet oder niest ein kleines Kind und leidet zudem unter einer laufenden Nase, kann sich dahinter eine harmlose Erkältung verbergen, aber auch eine RSV-Infektion (Abkürzung von Respiratorisches Synzytial-Virus). Die RSV-Infektion ist wesentlich gefährlicher und kann unter anderem zu einer Lungenentzündung führen. „Entwickelt das Kind Fieber über 38 °C, hat es Schwierigkeiten beim Atmen, ist sein Auswurf gelb, grün und gräulich gefärbt, sein Nasensekret dick und/oder weigert es sich zu essen, oder verfärben sich sogar seine Lippen und Nägel bläulich, dann sind dies deutliche Warnzeichen, dass es sich um mehr als eine Erkältung handelt. Bei diesen Anzeichen oder wenn sich Eltern unsicher fühlen, sollten sie sich sofort an einen Arzt wenden“, warnt Dr. Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Schwere Infektion der Atemwege

Ein besonderes Risiko für Komplikationen haben Frühgeborene, Kinder mit angeborenen Herzfehlern oder Lungenerkrankungen oder Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Das Respiratorische Synzytial-Virus infiziert die Lunge und die Atemwege. Durch die Produktion von immer mehr Schleim versucht das Immunsystem, die Infektion abzuwehren. Dies erschwert gerade kleinen Kindern immer mehr das Atmen, bis sie zu keuchen beginnen.
RS-Viren werden über Tröpfchen beim Niesen oder Husten auf andere Menschen übertragen oder landen auf Oberflächen von Spielzeug, Türgriffen oder Ähnlichem, um von dort über die Hände eines anderen Kindes zu den Augen, zum Mund oder zur Nase in dessen Körper einzudringen. Auch Erwachsene und ältere Kinder können sich infizieren. Doch bei ihnen bleibt es meist bei den Erkältungssymptomen. „Eltern sollten ihr Baby von Menschenansammlungen und Erkälteten fernhalten, sich regelmäßig mindestens 20 Sekunden lang gründlich die Hände waschen und in die Ellenbeugen husten und niesen“, rät Dr. Kahl.

RS-Viren kursieren vorwiegend in der kalten Jahreszeit. Für kleine Risikopatienten wie Frühgeborene gibt es eine passive Immunisierung gegen RS-Viren.

Nina Bott

Nina Bott im Interview

Eine Sorge weniger

Nina Bott ist nicht nur eine bekannte Schauspielerin und Moderatorin, sondern auch mehrfache Mama. Anfang des Jahres kam ihr viertes Kind zur Welt. Im Interview erzählt sie uns, weshalb ihr der Impfschutz ihrer Kinder so wichtig ist und warum sie sich seit einiger Zeit für die Aufklärung über Meningokokken engagiert.

Nina, wie steht du zum Thema Impfschutz – vor allem bei deinen Kindern?

Durch Corona sind Impfungen natürlich gerade in aller Munde, aber ich habe mich auch vorher schon intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt. Es gibt so viele teils schwerwiegende Krankheiten, vor denen wir unsere Kinder heutzutage schützen können. Dafür bin ich sehr dankbar und lasse daher meine Kleinen auch impfen.

Warum engagierst du dich für die Aufklärung über Meningokokken?

Meningokokken-Erkrankungen sind durch anfänglich unspezifische Symptome nicht nur unheimlich schwer zu diagnostizieren, sie können auch schnell lebensbedrohlich werden. Zum Glück kommt es nicht häufig zu einer Erkrankung, aber ich habe mit betroffenen Müttern gesprochen, die um das Leben ihrer Kinder gebangt haben und sich gewünscht hätten, dass ihr Kind geschützt gewesen wäre. Das hat mich sehr bewegt. Durch Aufklärung und einen umfassenden Impfschutz können Meningokokken-Erkrankungen nämlich verhindert werden. Da aber momentan nur die Impfung gegen Meningokokken C zu den Standardimpfungen für Kinder gehört, wissen viele Eltern nichts von den beiden zusätzlich möglichen Impfungen für einen bestmöglichen Schutz. Daher engagiere ich mich für die Aufklärung über Meningokokken.

Meningokokken-Erkrankungen treffen meist Babys und Kleinkinder. Was macht es mit dir als Mutter, wenn du von den Geschichten hinter den Erkrankungen erfährst?

Als Mutter berührt mich das natürlich ganz besonders. Das Schicksal der kleinen Leonie, die in diesem Jahr überall im TV und in Magazinen zu sehen ist, hat mich sehr betroffen gemacht. Ihre Mama wurde im Krankenhaus ein paar Mal mit ihr wieder nach Hause geschickt, weil auch Leonies Symptome mit einer Grippe verwechselt wurden. Danach mussten die Ärztinnen und Ärzte 85 Tage um ihr Überleben kämpfen. Die Kleine hatte Glück, dass sie die Meningokokken-Erkrankung überstanden hat, dennoch hat sie diese schweren Folgeschäden wie vernarbte Beine und Organschäden davongetragen. Jede Mutter wird bestätigen, dass man alles machen möchte, um seine Kinder davor zu beschützen.

Sind deine Kinder gegen Meningokokken geimpft?

Ja, sind sie. Der Impfschutz meiner Kinder ist mir sehr wichtig und es ist für mich eine Erleichterung, dass ich mir zumindest in diesem Punkt keine Sorgen um sie machen muss – wenn ich sie durch Impfungen vor potenziell lebensgefährlichen Erkrankungen schützen kann, dann mache ich das sehr gerne.

Was würdest du anderen Eltern gerne raten?

Ich würde mich auf jeden Fall frühzeitig von meiner Kinderärztin oder meinem Kinderarzt über einen umfassenden Impfschutz für meine Kinder beraten lassen. Und wenn Unsicherheiten bestehen, auf jeden Fall nochmal nachfragen. Die Erstattung von zusätzlichen möglichen Impfungen sollte man übrigens auch frühzeitig bei der eigenen Krankenkasse anfragen. Dranbleiben lohnt sich häufig!

Weitere Infos unter www.meningits-bewegt.de

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Engpass im Magen sorgt für Erbrechen

Wenn sich ein etwa drei bis acht Wochen altes Baby immer circa eine halbe Stunde nach dem Essen schwallartig erbrechen muss, kann eine verdickte Muskulatur des Magenausgangs die Ursache sein. „Eine verdickte Muskulatur des Magenausganges verhindert den Durchtritt des Essens in den Darm. Anzeichen ist ein typischerweise schwallartiges Erbrechen etwa 30 Minuten nach dem Füttern. Bevor das Baby sich übergibt, können Eltern evtl. Bewegungen in der Magengegend erkennen, wenn der Magen das Essen durch die Engstelle weiterbefördern will. Da diese sogenannte hypertrophe Pylorusstenose die Nahrungsaufnahme im Darm verhindert, haben Babys häufig nach dem Übergeben wieder Hunger. Längerfristig nehmen sie nicht an Gewicht zu.

Mehrere Ursachen möglich

Muss sich ein Säugling also mehrmals nach dem Essen schwallartig übergeben, sollten Eltern mit ihm zum Kinder- und Jugendarzt. Insbesondere kleine Kinder können durch den Flüssigkeitsverlust schnell austrocknen“, warnt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Der Pädiater klärt unter anderem auch, ob andere Gründe für das Erbrechen vorliegen, etwa ein Infekt, Zurückfließen von Magensäure (Reflux) oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.

Wenn ein Baby sich erbricht, sollten Eltern es aufrecht hinsetzen, um ein Verschlucken von Erbrochenem zu vermeiden. Übergibt ein Kind sich im Liegen, sollte man es sofort mit dem Gesicht nach unten hochnehmen. „Bei Verdacht auf eine hypertrophe Pylorusstenose hilft diagnostisch die Ultraschalluntersuchung des Magenausganges weiter. Mit ihr kann sicher erkannt werden, ob der Muskel des Magenausganges (Ringmuskel) verdickt ist“, erklärt Dr. Fegeler. „Wenn eine verdickte Magenringmuskulatur der Grund dafür ist, dass das Baby die Nahrung nicht bei sich behalten kann, so muss eine kleine Operation – offen chirurgisch oder minimal-invasiv – vorgenommen werden. Häufig kann das Baby bereits 2 bis 4 Stunden nach der Operation Milchnahrung bekommen.“

Etwa 2 von 1000 Säuglingen leiden unter der Magenentleerungsstörung. Jungen sind etwa viermal häufiger als Mädchen betroffen. Da die Störung in manchen Familien gehäuft auftritt, stehen genetische Faktoren als Auslöser im Verdacht. Doch warum sich die Muskulatur des Magenausgangs verdickt, ist letztendlich noch nicht völlig geklärt.