Category : Allgemein

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Richtig Fieber messen

Die Technik bei Fieberthermometern entwickelt sich immer weiter. Doch zeigte eine dänische Studie, dass für Kinder die rektale Messung, d.h. am Darmausgang, mit einem digitalen Fieberthermometer immer noch am exaktesten ist.

„Die meisten digitalen Thermometer können die Temperatur unter dem Arm, im Mund oder im After messen. Unter den Achselhöhlen ist die Messung am wenigsten exakt und deshalb nicht zu empfehlen. Wollen Eltern das Fieber im Mund messen, kann dies für kleinere Kinder eine Herausforderung darstellen. Sie dürfen für ein paar Minuten nur durch die Nase atmen, den Mund nicht öffnen und auch nicht auf das Thermometer beißen. Da das Fieberthermometer unter der Zunge weit nach hinten in den Mund geschoben werden soll, kann dies bei einigen Kindern evtl. einen Würgereiz auslösen. Vor der Prozedur sollte das Kind mindestens 15 Minuten nichts gegessen oder getrunken haben“, beschreibt Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) das Vorgehen bei digitalen Fieberthermometern.

Stirnthermometer sind weniger genau

Ohrthermometer und Stirnthermometer arbeiten mit Infrarotsensor, da bei fieberhaften Temperaturen mehr Infrarot-Strahlung vom Körper abgegeben wird. Ein Baby sollte für die Anwendung des ersteren mindestens ein halbes Jahr alt sein, da bei kleineren Kindern der Gehörgang zu klein ist. Auch Stirnthermometer arbeiten mit Infrarot. Der dänischen Studie zufolge geben diese Geräte allerdings nicht so exakt das Fieber wieder wie ein digitales Fieberthermometer am After. „Schmieren Sie die Spitze des Thermometers mit Vaseline ein, damit das Thermometer besser gleitet. Legen Sie Ihr Baby auf den Rücken, heben Sie die Oberschenkel an und führen Sie das Thermometer 1,3 bis 2,5 Zentimeter in den Enddarm ein. Bei Widerstand stoppen Sie sofort. Halten Sie das Thermometer locker in seiner Position, bis der Signalton kommt. Lassen Sie Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt, während Sie seine Temperatur messen. Reinigen Sie die Spitze des Thermometers vor und nach jedem Gebrauch mit Alkohol oder Seife und lauwarmem Wasser, und spülen Sie es anschließend ab“, rät Dr. Fegeler.

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Babys kurz auf den Bauch drehen

 

Amerikanische Forscher belegen in einer Übersichtsarbeit, dass ein Baby im Wachzustand auch einmal auf dem Bauch liegen sollte. Dies fördert seine grobmotorischen Fähigkeiten und insbesondere die Nackenmuskulatur und beugt einer Kopfverformung durch die Rückenlage vor.

Wenn Säuglinge im Alter von 1 bis 3 Monaten beginnen, ihre Nackenkontrolle zu entwickeln, können sie im Wachzustand – in Absprache mit dem Kinder- und Jugendarzt und unter der ständigen Aufsicht der Eltern – für kurze Zeit auf dem Bauch liegen. Dies trainiert unter anderem die Muskeln, die das Baby später zum Umdrehen, Sitzen und Krabbeln braucht. „Im Alter von 4 bis 7 Monaten können die meisten Säuglinge sich schon umdrehen. Dann stärkt die Bauchlage die Arm-, Brust- und Nackenmuskulatur, wenn sie sich mit den Armen nach oben drücken, um mehr zu sehen“, erläutert Dr. Herman Josef Kahl, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Erst auf die Brust legen

Anfangs können Mutter oder Vater ihr Kind einige Male mit dem Bauch nach unten auf ihre/seine Brust legen. Hat sich das Baby an diese Position gewöhnt, kann es versuchsweise auf einer Decke auf den Boden liegen. „Lassen Sie Ihr Kind erst einmal nur kurz auf dem Bauch liegen – je nachdem, wie wohl sich das Baby fühlt, etwa drei bis fünf Minuten. Schrittweise kann die Zeit erhöht werden und das Baby kann auch mehrmals am Tag kurz bäuchlings hingelegt werden. Bis zum Alter von drei Monaten kann ein Baby täglich insgesamt etwa bis zu einer Stunde auf dem Bauch liegen. Im Schlaf sollte das Kind unbedingt auf dem Rücken liegen“, so Dr. Kahl.

In den ersten Monaten haben Babys noch keine Kontrolle über ihre Kopfbewegungen und können die Muskeln im Nacken nicht richtig anspannen. In der Bauchlage lernen sie schneller, unter anderem ihre Nackenmuskeln anzuspannen und so zu stärken.

Kopfgneis

Hautprobleme schnell gelöst

Manche Babys entwickeln schon früh schorfige, gelbliche oder entzündliche Stellen am Kopf und im Gesicht. Was dahinter steckt und wie es sich behandeln lässt.

Wenn Eltern über Milchschorf reden, den ihr Baby angeblich hat, meinen sie in den meisten Fällen etwas anderes: nämlich Kopfgneis. Diese harmlose Hautstörung zeigt sich in Schuppenbildung auf der Kopfhaut und einer gelblichen oder rötlichen Kruste. Der Ausschlag juckt nicht und ist daher fürs Kind auch nicht störend. Nur Mama und Papa finden ihn nicht schön und würden ihn gern wegbekommen. Das ist aber gar nicht so einfach. Und Versuche, die Schuppen abzuzupfen, sollte man besser lassen. Dann können sich Wunden bilden und in der Folge Entzündungen.

Kopfgneis tritt oft schon im ersten Lebensmonat auf und heilt von selbst wieder ab. Das kann nach Wochen geschehen oder ein paar Monate dauern. Was sinnvoll ist: Nach dem Baden Babyöl auf die dann weichen Schuppen geben und über Nacht einwirken lassen. Dann fallen die Schuppen oft ab oder lassen sich leicht entfernen, ohne dass die Haut darunter geschädigt wird.

Milchschorf kann ähnlich aussehen.

Auch bei dieser Hautstörung bilden sich Schuppen und entstehen gelbliche Areale am Kopf und nicht selten auch auf den Wangen. Es kommt dabei häufig zusätzlich zu Entzündungen oder Reizungen, die betroffenen Hautstellen jucken und stressen das Baby. Milchschorf wird von Fachleuten als eine Frühform der Hautkrankheit Neurodermits angesehen. Er tritt oft ab dem dritten Lebensmonat auf und heilt mit Glück wieder ab. Dafür gibt es aber keine Gewähr.

Wenn das Kind dauernd versucht, sich dort zu kratzen und sichtbar unter den Ausschlägen leidet, sollte unbedingt ein Kinder- oder Hautarzt hinzugezogen werden. Er leitet dann eine Behandlung der Symptome ein. Echter Milchschorf ist im Gegensatz zum Kopfgneis eher selten. Die Ursache liegt im Immunsystem, das fehlgeleitet ist und übertriebene Abwehrreaktionen produziert (sogenannte Autoimmun-Erkrankung).

Zeigen sich Pickelchen auf der Haut, handelt es sich wahrscheinlich um Babyakne.

Sie kann schon wenige Tage nach der Geburt auftreten und ist kein Grund zur Sorge. Die Ursache dieser Akne ist wie später in der Pubertät eine Hormonumstellung, wodurch sich die Talgdrüsen in der Haut entzünden. Eine Babyakne tritt bevorzugt im Gesicht auf, kann sich aber auch an anderer Stelle zeigen. Sie verschwindet nach wenigen Wochen wieder und hinterlässt keine Narben oder sonstige Hautschäden. Behandeln lässt sie sich allerdings auch nicht eben gut. Die Eltern sollten am besten einfach abwarten, bis es vorbei ist. Übertriebene Hautpflege schadet mehr, als sie hilft.

Besser schlafen in der Schwangerschaft

Viele Schwangere haben Ein- und Durchschlafprobleme. Wie es zu solchen Störungen kommt und was dagegen hilft

Nach dem ersten Hurra tauchen bald auch schon ängstliche Fragen auf: Wenn Frauen erfahren, dass sie schwanger sind, geraten sie leicht in ein Wechselbad der Gefühle. Vor allem bei der ersten Schwangerschaft kann das leicht passieren. Denn bei aller Freude bedeutet dies auch einen großen Einschnitt im Leben. Hinzu kommt die Hormonumstellung im Körper. Kein Wunder, dass zahlreiche Schwangere nachts nicht gut schlafen können. Die Gedanken kreisen ums werdende Leben und den Alltag während und nach der Schwangerschaft. Geldsorgen mischen sich möglicherweise auch darunter. Oft ist es aber nur die körperliche Umstellung, die Frauen das Leben nachts schwer macht.

Schließlich wächst der Bauch schnell,

…das Liegen wird beschwerlicher. Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, umso unbequemer wird es im Bett. Solche Ursachen von Schlaflosigkeit sind eher harmlos und lassen sich eventuell durch abstützende Kissen, Hochlagerung des Körpers oder eine andere Matratze abstellen. Manchmal hat die Schlaflosigkeit aber auch tiefer gehende Gründe, zum Beispiel Bluthochdruck. Eine bei Schwangeren nicht so seltene Störung. Hoher Blutdruck führt vor allem nachts häufig zu innerer Unruhe. Etwa jede zehnte Schwangere leidet darunter, bei Erstgebärenden ist der Anteil noch etwas höher. Mediziner empfehlen werdenden Müttern daher, ihren Blutdruck öfter mal zu kontrollieren. Liegt er bei 140/90 oder höher, unbedingt und sofort zum Arzt gehen. Denn auf Dauer kann Bluthochdruck zu schweren Komplikationen führen.

Meist aber sind die Ursachen

…weniger dramatisch, wenn einem nachts die Augen nicht zufallen wollen. Je größer das Ungeborene wird, umso mehr verdrängt es auch die inneren Organe seiner Mutter, vor allem Magen und Darm. Das führt dann leicht zu Verdauungsstörungen, die einen nachts schlechter schlummern lassen. Auch die Bewegungen des Fötus machen sich nachts mehr bemerkbar als am Tag. Wird es tagsüber ständig von Mama in den Schlaf geschaukelt, weil sie herumläuft, ist es nachts öfters wach. Dann boxt es und tritt. Das hat zwar auch etwas Beglückendes, ist aber nicht schlaffördernd.

Im letzten Drittel der Schwangerschaft

…bildet der Körper das Stillhormon Prolaktin. Es sorgt nicht nur dafür, dass pünktlich zur Geburt die Milch einschießt – sondern auch dafür, dass die Mutter nachts rasch aufwacht, wenn das Baby Hunger hat und schreit. Prolaktin macht den Schlaf insgesamt leichter und störungsanfälliger. Die meisten Medikamente zum Einschlafen sind für werdende Mütter tabu. Ihre Wirkstoffe würden das Kind zu sehr gefährden. Vorsicht auch bei pflanzlichen Mitteln, die es verschreibungsfrei gibt. Ist eine Schlafstörung wirklich hartnäckig und schlägt stark aufs Gemüt, den Arzt konsultieren.

Einige wenige Schlafmittel gibt es, die in der Schwangerschaft als wenig riskant gelten und die der Arzt dann möglicherweise verschreibt. Ansonsten lohnt es sich, auf schwere Mahlzeiten zu verzichten, keinen Kaffee und schwarzen Tee zu trinken wegen des aufputschenden Koffeins – und sich tagsüber genügend zu bewegen, damit man abends die nötige Bettschwere mitbringt.

Gelegentlich macht auch die Schilddrüse Probleme in der Schwangerschaft.

Dann produziert sie entweder zu viele oder zu wenig Schilddrüsenhormone. Beides kann zu Schlafstörungen führen. Vor allem Frauen, die schon vor der Schwangerschaft Schwierigkeiten mit ihrer Schilddrüse hatten, sollten die Werte in der Schwangerschaft regelmäßig kontrollieren lassen. Sonst kann schlimmstenfalls das Ungeborene Schaden nehmen.

An diese Versicherungen Denken

Vor allem die private Haftpflichtversicherung ist wichtig, um finanzielle Risiken zu vermeiden.

Babys machen nichts kaputt. Das kann sich aber schnell ändern, sobald das Kind laufen lernt. Je sicherer es auf den Beinen ist, umso größer die Unfallgefahr. Der Sprössling wird jetzt immer neugieriger, klettert und schlittert, tobt herum – und reißt auch mal was herunter. Solange das im eigenen Heim geschieht, bleibt der Schaden sozusagen in der Familie. Geschieht das aber bei einem Besuch etwa bei Freunden, kann es Ärger geben. Der Schaden muss wahrscheinlich ersetzt werden. Handelt es sich zum Beispiel um teure Technik, die zu Bruch gegangen ist, sind schnell mal etliche hundert Euro und mehr fällig.

Wer zahlt dann?

Grundsätzlich ist der Verursacher in der Pflicht, in diesem Fall also die Eltern des Kindes, das den Schaden verursacht hat. Glücklicherweise haben die meisten von ihnen eine private Haftpflichtversicherung, die in diesem Fall zahlt. Diese Versicherung ist für junge Eltern die wichtigste überhaupt. Sie übernimmt grundsätzlich die Kosten für Schäden, die ihr Zögling angerichtet hat. Das Kind ist immer über die Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert.

Das bietet finanzielle Sicherheit auch bei richtig großen Schäden, etwa wenn das Kind mit einem Steinchen unbemerkt ein Auto zerkratzt. Nur wenn die Eltern dabei ungerührt zusehen und die Versicherung ihnen das nachweisen kann, übernimmt sie den Schaden nicht. Mutwillige Zerstörung mit Billigung der Eltern gehört demnach zu den wenigen Ausnahmen, wo der Versicherungsschutz nicht greift.

Welche weiteren Versicherungen sind sinnvoll?

Eine private Unfallversicherung bietet eine finanzielle Absicherung, wenn das Kind durch einen Unfall bleibende gesundheitliche Schäden zurückbehält. Sie gibt es auch als Familienversicherung, so dass alle Familienmitglieder geschützt sind vor hohen finanziellen Belastungen. Neben Geld leistet diese Versicherung auch Unterstützung etwa bei der Haushaltsführung. Wer sein Kind noch besser absichern lassen möchte gegen die Unwägbarkeiten des Lebens, kann auch eine Kinder-Invaliditätsversicherung abschließen. Sie greift etwa bei schweren akuten oder chronischen Krankheiten, die zu einer Behinderung führen. Für den Zeitraum der Erkrankung und/oder Behinderung erhalten die Eltern dann eine Rente. Diese Versicherung gibt es auch als Zusatzschutz im Rahmen einer privaten Unfallversicherung.

Kinderwagen geklaut oder beschädigt?

Eine Hausratversicherung ersetzt den Schaden meist nur dann, wenn der Kinderwagen etwa bei einem Einbruchdiebstahl entwendet wurde. Wer ihn einfach auf dem Spielplatz vergisst, und eine Stunde später ist er weg, kann bei den meisten Hausratversicherungen nicht auf Entschädigung hoffen. Ist der Kinderwagen sehr teuer gewesen, kann man aber über den Abschluss einer speziellen Vollkasko- Versicherung nachdenken – die alle Schäden abdeckt. Solche Anbieter finden sich aber nur vereinzelt.

Geht der Fahrradanhänger verloren,

…ist das über die Hausratversicherung abgedeckt. Allerdings: Der Schutz greift meist nur, wenn der Anhänger fest mit dem Fahrrad verbunden war und das Rad somit ebenfalls gestohlen oder verloren wurde. Wer nur den Anhänger ohne Wenn und Aber versichern lassen möchte, muss auch hier eine Zusatzversicherung abschließen. Ist das Kind schon etwas älter, bekommt es vielleicht ein neues und ziemlich kostspieliges Rad geschenkt. Bleibt das Rad irgendwo stehen und wird geklaut, zahlt die Hausratversicherung nichts – es sei denn, man hat einen Zusatzschutz mit ihr abgeschlossen.

Spezielle Fahrradversicherungen leisten denselben Schutz. All diese Versicherungen sind meist aber nicht billig, so dass sich der Abschluss nur bei wirklich kostspieligen Rädern lohnt. Sinnvoller kann es da sein, das Geld in eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu stecken. Auch eine Risikolebensversicherung bewahrt einen beziehungsweise den Partner und die Kinder vor schweren finanziellen Einbußen etwa im Todesfall oder bei Berufsunfähigkeit. Je nach Art des Vertrages und Höhe der Einzahlungen gibt es dann eine größere Einmalzahlung oder monatliche Zuwendungen, welche die plötzlich entstandene Finanzlücke wenigstens teilweise abdecken.

Down

Ergotherapie beim Down-Syndrom

Eltern lieben ihre Kinder – vielleicht umso mehr, wenn sie besonders sind, etwa eine Beeinträchtigung haben wie Trisomie 21, landläufig als Down-Syndrom bekannt. Dennoch sind der Betreuungsaufwand und der Stress, die im Familiensystem dadurch entstehen, nicht zu unterschätzen. Entlastung und Förderung gibt es bei Ergotherapeuten. Die kümmern sich bereits um Säuglinge mit Down-Syndrom. Wegen der fehlenden Muskelspannung haben Kinder mit dem Down-Syndrom häufig schon in den ersten Monaten ihres Lebens Schwierigkeiten mit der Feinmotorik. Diese trainieren Ergotherapeuten mit Babys mit Trisomie 21. Das verbessert und fördert deren Verständnis für die eigene Umwelt ebenso wie ihre intellektuellen Fähigkeiten.

Teil der Gesellschaft

Dank steigender Zahlen an inklusiven Kitas und Schulen sind Kinder mit Down-Syndrom zunehmend Teil der Gesellschaft. Sie gehen ausgesprochen gerne in die Schule und auch ihre Mitschüler profitieren: sie können so einen natürlichen und ungezwungenen Umgang mit Kindern entwickeln, die ‚anders‘ sind. Ergotherapeuten bahnen daher bei ihren kleinen Klienten mit Trisomie 21 schon früh alle nötigen Fähigkeiten an, damit sie im für sie möglichen Rahmen Lesen und Schreiben lernen können. Zudem führen sie eine größtmögliche Selbstständigkeit dieser Kinder herbei – ganz wichtig, um in der Schule zurechtzukommen. Das wirkt sich auch auf den Alltag zuhause und das Miteinander im Familiensystem positiv aus. Der Stress wird weniger, es läuft öfter rund.

Das Erfolgsgeheimnis ergotherapeutischer Interventionen, an der auch die Eltern teilnehmen sofern es ihnen möglich und sinnvoll ist, besteht darin, das Positive zu verstärken. Ergotherapeuten fokussieren sich auf die Fähigkeiten und Ressourcen. Nicht die Krankheit, also hier das Down-Syndrom, steht im Mittelpunkt, sondern die vorhandenen Begabungen und Fertigkeiten. Und die bauen Ergotherapeuten konsequent aus und holen für mehr Nachhaltigkeit ihrer Arbeit die Eltern mit ins Boot, um die positiven Effekte auch außerhalb ihrer Intervention weiter zu verstärken.

Weitere Informationen und Ergotherapeuten vor Ort gibt es auf der Homepage des Verbands (dve.info); Aktuelles auch auf facebook (der dve) und twitter (@DVEergotherapie)

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Kein Olivenöl für die Hautpflege

Die Haut des Babys mit Ölen einzufetten ist recht beliebt. Allerdings sollten Eltern dabei nicht ins Küchenregal greifen und Oliven- oder Sonnenblumenöl dafür nutzen. Solche Öle haben zunächst zwar eine fettende Wirkung, längerfristig stellt sich möglicherweise aber der gegenteilige Effekt ein: „Die natürliche Barriere der Haut, die das Austrocknen verhindern soll, Allergene und Infektionen abwehrt, wird durch diese Öle beeinträchtigt“, sagt Dr. Burkhard Lawrenz, Sprecher des Ausschusses Prävention und Frühtherapie beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Er bezieht sich dabei unter anderem auf eine Studie von Experten aus Großbritannien und Katar. Die Forscher hatten die Barrierefunktion beziehungsweise Hornschicht der Haut mit einer Wand aus Ziegeln verglichen. Das Unterhautfettgewebe (epidermale Barrierelipide) bezeichneten sie als „Mörtel“, der die Ziegel beziehungsweise Zellen zusammenhält. Öl beschädigt möglicherweise diesen „Mörtel“, es bilden sich Risse, die Feuchtigkeit kann entweichen und Fremdkörper können eindringen, so die Autoren der Studie. Dies wiederum würde die Entwicklung von Ekzemen erleichtern. Die Autoren selbst halten jedoch weitere Studien für notwendig.

Besser ist eine Feuchtigkeit spendende Lotion

„Sind Eltern unsicher, können sie sich von ihrem Kinder- und Jugendarzt beraten lassen. Insbesondere wenn bei Familienangehörigen Neurodermitis bekannt ist, sollte der Säugling täglich mit einer Feuchtigkeit spendenden Lotion eingecremt werden“, rät Dr. Lawrenz. Zwei- bis dreimal wöchentlich für fünf bis zehn Minuten baden gilt als empfehlenswert. Rückfettende und pH-neutrale Badezusätze eignen sich besonders für Babys. Auf Schaumbäder und normale Seifen sollten Eltern bei ihrem Säugling generell verzichten, da sie der Haut Feuchtigkeit entziehen. Nach dem Bad sollten Eltern ihr Baby rasch sanft und gründlich abtrocknen, damit es nicht auskühlt. Anschließendes Eincremen verhindert, dass die Haut rissig wird. Wenn sich schon rote, rissige oder entzündete Hautstellen gebildet haben, mit dem Kind am besten zu einem Hautarzt gehen.

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Rettender Eingriff beim kleinen Pepe

Schätzungsweise 100 Babys erleiden im Jahr in Deutschland rund um die Geburt einen Schlaganfall, sehr selten findet sich dabei ein Verschluss der Hirnstammarterie, der lebensbedrohlich ist. Am Universitätsklinikum Münster gelang es jetzt, bei dem frischgeborenen kleinen Pepe das lebenswichtige Gefäß innerhalb von 14 Stunden nach der Geburt wiederzueröffnen. Der Kathetereingriff über die Leiste des Babys  war die weltweit früheste beschriebene Intervention bei einem Schlaganfall eines Neugeborenen.

Als Pepe am 15. März kurz nach Mitternacht geboren wurde, war er ein vitales Neugeborenes ohne besondere Auffälligkeiten. Die Geburtsklinik im sauerländischen Hüsten verzeichnete erst morgens um sechs Uhr neurologische Auffälligkeiten, die die Ärzte veranlassten, sich mit den Spezialisten der Universitätskinderklinik in Münster in Verbindung zu setzen. „Pepe bekam plötzlich Krampfanfälle, zeigte eine unregelmäßige Atmung mit einem auffälligen Bewegungsmuster der Armen und Beine “, sagt Oberarzt Dr. Ronald Sträter.

Pepe wurde innerhalb einer Stunde in das UKM verlegt, um zu schauen, ob die Möglichkeit besteht, das Gerinnsel (Thrombus) aus dem Gehirn zu entfernen und somit die Durchblutung des Gehirns zu normalisieren. Nachdem sich die Diagnose durch eine umgehende Ultraschalluntersuchung bestätigt hatte, entfernten Neuroradiologen das Gerinnsel. Mit dem minimalinvasiven Eingriff gelang es im ersten Anlauf, die Hirnstammarterie wieder durchgängig zu machen. Was zu diesem Zeitpunkt niemandem bewusst war: Pepe ist weltweit der erste beschriebene Fall einer erfolgreichen Thrombektomie direkt am Tag der Geburt.

Pepe selbst hat den Eingriff gut überstanden, allerdings wurde bei ihm noch ein kleinerer Herzfehler gefunden, der beobachtet und eventuell behoben werden muss. „Seine Prognose ist generell gut“, freut sich Sträter. Zwar könne man erst auf längere Sicht sagen, ob das Kind den Hirninfarkt ohne Schaden überstanden hat, aber zumindest konnte man den neurologischen Notfall abwenden. Der Schlaganfallspezialist ist zuversichtlich, weil es bei Pepe keine weiteren Hirninfarkte mehr gegeben hat und die Durchblutung des lebenswichtigen Hirnstamms erhalten werden konnte. Und die Neuropädiaterin Dr. Barbara Fiedler ergänzt: „Wir konnten Pepe schon zu Ostern wieder nach Hause entlassen. Insgesamt sind wir sehr zuversichtlich, dass Pepe ein weitgehend gesundes und glückliches Leben führen wird.“

Meningitis

Meningokokken-Meningitis

„Als wir unser Baby nach 85 Tagen wieder nach Hause bringen durften, war es das größte Glück, das wir je hatten.“

Als Leonie (Name geändert) mit elf Monaten an Meningokokken erkrankt, erleben ihre Eltern einen Albtraum. Die Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus kämpfen 85 Tage um das Überleben der Kleinen. Sie schafft es, trägt jedoch schwere Folgeschäden davon. Dass es Schutzimpfungen gegen die Erkrankung gibt, erfahren Leonies Eltern erst hinterher.

Zweimal wird Kathrin (Name geändert) mit ihrer Tochter Leonie im Krankenhaus nach Hause geschickt, da die Symptome des Babys einem grippalen Infekt ähneln und weitere Untersuchungen keine Ergebnisse bringen. Das Fieber geht zuhause jedoch trotz fiebersenkender Medikamente nicht herunter, sondern steigt immer weiter an.

Als Leonie nur noch flach atmet und dunkle Flecken auf ihrer Haut bekommt, fährt ihre Mutter das dritte Mal mit ihr ins Krankenhaus: „Als sie Leonie so sahen, fingen alle sofort an zu rennen und alles musste so schnell wie möglich gehen, um sie zu retten. Sie hatte einen septischen Schock, mehrere Organe versagten und aufgrund der Hauteinblutungen vermuteten die Ärztinnen und Ärzte sofort eine Meningokokken-Erkrankung.“

Der Verdacht bestätigt sich. Die bakterielle Meningitis (Hirnhautentzündung) verursacht zudem eine Sepsis (Blutvergiftung). Leonie bekommt Bluttransfusionen, muss wegen des Organversagens an die Dialyse und wird mehr als 20-mal an ihrem Bein operiert. Sie verbringt 85 Tage im Krankenhaus. Die Ärztinnen und Ärzte geben ihr Möglichstes und können sie retten.

Unspezifische und grippeähnliche Symptome

Babys und Kleinkinder wie Leonie sind besonders gefährdet, an Meningokokken zu erkranken, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist.1 Die Diagnose wird häufig dadurch erschwert, dass die Symptome anfänglich unspezifisch und grippeähnlich sind.1 Meningokokken-Erkrankungen sind zwar selten, sie können allerdings schwere Folgen haben und innerhalb weniger Stunden lebensgefährlich verlaufen.2

Schwere Folgen bei Meningokokken-Erkrankungen möglich

In Deutschland versterben ca. zehn Prozent der Patient*innen trotz intensivmedizinischer Behandlung.3 Bei jedem bzw. jeder fünften Erkrankten treten trotz Behandlung Komplikationen und Folgeschäden auf.1  Infolge einer Hirnhautentzündung können zum Beispiel Entwicklungsstörungen, Krampfleiden, Erblindung und Hörverlust auftreten. Kommt es zu einer Blutvergiftung, kann es zu Haut- und Gewebezerstörung und Vernarbungen kommen, in Extremfällen sogar zu Amputationen.1

Leonie hat überlebt, aber auch sie hat starke Folgeschäden davongetragen. Ihre Nebenniere ist wahrscheinlich dauerhaft geschädigt und ihr Immunsystem ist geschwächt. Sie hat heute, rund ein Jahr nach ihrer Erkrankung, noch immer eine Ernährungssonde und kann nicht schlucken. Sie hat allein 20 Operationen an ihrem rechten Bein hinter sich, dabei wurde ein Muskel entfernt. Ob ihr stark vernarbtes Bein amputiert werden muss oder ob es gerettet werden kann, ist noch nicht sicher.

Neben den Standardimpfungen gibt es weitere zusätzlich mögliche Impfungen

Leonie hat zum Zeitpunkt ihrer Erkrankung alle standardmäßig empfohlenen Impfungen entsprechend ihres Alters bekommen. Doch auch die Standardimpfung gegen Meningokokken C, die in Deutschland für alle Kinder im Alter von zwölf Monaten empfohlen ist,4 hätte sie nicht schützen können, da sie an einer anderen Meningokokken-Gruppe erkrankt ist. Ihre Eltern wussten jedoch nicht, dass es für einen umfassenden Schutz zusätzlich mögliche Impfungen gegen die Gruppen B und ACWY gibt. Gruppe B tritt in Deutschland am häufigsten auf, gefolgt von Y und C.5

Kinder- und Jugendärztin bzw. -arzt klärt über Meningokokken auf

Ihr Kind nach 85 Tagen voller Angst und Zweifel, ob sie es schaffen würde, aus dem Krankenhaus mit nach Hause zu nehmen war für Leonies Eltern das größte Glück überhaupt. Leonie ist eine Kämpferin und hat ihre Fröhlichkeit beibehalten. Dennoch sollte niemand das Leid durchleben müssen, das die Familie mitgemacht hat. Die Geschichte ihrer Tochter zu veröffentlichen, ist auch ein Appell an andere Eltern, sich zu informieren und zu handeln.

Die Kinder- und Jugendärztin bzw. der -arzt berät Eltern frühzeitig über einen bestmöglichen Schutz vor Meningokokken.

Mehr Informationen auch unter www.meningitis-bewegt.de

 

 

1 Deutsches Grünes Kreuz: „Häufige Fragen und Antworten zu Meningokokken-Erkrankungen“. Verfügbar unter: https://bit.ly/2X7aroA. März 2021.

2 BZgA: „Erregersteckbrief Meningokokken“. Verfügbar unter: https://bit.ly/32Bnccl. März 2021.

3 RKI: „Epidemiologisches Bulletin 43/2016“. Verfügbar unter: https://bit.ly/36Vwpzq. März 2021.

4 RKI: „Epidemiologisches Bulletin 34/2020“. Verfügbar unter https://bit.ly/3jhaiJ0. März 2021.

5 RKI: SurvStat@RKI 2.0, https://survstat.rki.de, Stand: Epidemiologisches Jahrbuch 2019, Invasive Meningokokken-Erkrankungen gemäß Referenzdefinition; Meldepflicht gemäß IfSG; 2019; März 2020.

 

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Riskantes Virus für Säuglinge

Hustet oder niest ein kleines Kind und leidet zudem unter einer laufenden Nase, kann sich dahinter eine harmlose Erkältung verbergen, aber auch eine RSV-Infektion (Abkürzung von Respiratorische Synzytial-Virus oder englisch respiratory syncytial virus). Die RSV-Infektion ist wesentlich gefährlicher und kann unter anderem zu einer Lungenentzündung führen. „Entwickelt das Kind Fieber über 38 °C, hat es Schwierigkeiten beim Atmen, ist sein Auswurf gelb, grün und gräulich gefärbt, sein Nasensekret dick und/oder weigert es sich zu essen, oder verfärben sich sogar seine Lippen und Nägel bläulich, dann sind dies deutliche Warnzeichen, dass es sich um mehr als eine Erkältung handelt. Bei diesen Anzeichen oder wenn sich Eltern unsicher fühlen, sollten sie sich sofort an einen Arzt wenden“, warnt Dr. Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Höheres Risiko für Frühgeborene

Ein besonderes Risiko für Komplikationen haben Frühgeborene, Kinder mit angeborenen Herzfehlern oder Lungenerkrankungen oder Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Das Respiratorische Synzytial-Virus infiziert die Lunge und die Atemwege. Durch die Produktion von immer mehr Schleim versucht das Immunsystem, die Infektion abzuwehren. Dies erschwert gerade kleinen Kindern immer mehr das Atmen, bis sie zu keuchen beginnen.
RS-Viren werden über Tröpfchen beim Niesen oder Husten auf andere Menschen übertragen oder landen auf Oberflächen von Spielzeug, Türgriffen oder Ähnlichem, um von dort über die Hände eines anderen Kindes zu den Augen, zum Mund oder zur Nase in dessen Körper einzudringen. Auch Erwachsene und ältere Kinder können sich infizieren. Doch bei ihnen bleibt es meist bei den Erkältungssymptomen. „Eltern sollten ihr Baby von Menschenansammlungen und Erkälteten fernhalten, sich regelmäßig mindestens 20 Sekunden lang gründlich die Hände waschen und in die Ellenbeugen husten und niesen“, rät Dr. Kahl.

Eine Therapie, welche die Viren direkt bekämpft, gibt es noch nicht. Deshalb konzentriert sich der Arzt auf die Behandlung der Symptome. Dazu gehören fiebersenkende Mittel und Maßnahmen, damit das Kind besser atmen kann.