Category : Allgemein

Jetzt wird es lecker 

Die Milch reicht ihm nicht mehr. Mamas und Papas Liebling will jetzt mal was Richtiges essen und signalisiert das auch. Also her mit der Beikost …

Immer nur die Brust oder das Fläschchen, das wird auf Dauer langweilig. Schon seit längerem guckt das Baby seinen Eltern interessiert beim Essen zu. Was mag da Leckeres auf dem Teller liegen? Eine völlig neue Genusswelt wartet auf da auf einen, und irgendwann ist der Tag gekommen für das erste Löffelchen.

Gemüse

Bei den meisten Babys geht es ab dem fünften oder sechsten Monat mit der Beikost los. Wenn sie mit Hilfe gut sitzen können, Dinge selbstständig zum Mund führen und Essen mit den Lippen aufnehmen können, steht dem nichts mehr im Wege. Die erste Milchmahlzeit wird am Mittag durch ein Gläschen ersetzt, das Gemüse enthält. Welches Gemüse das Baby mag, muss es selber herausfinden. Oft gibt es zunächst einen reinen Möhrenbrei. Man kann dies problemlos aber auch variieren, etwa Mais oder Kürbis mit und ohne Kartoffeln, dazu püriertes Fleisch nehmen.

Gläschen

Das Angebot namhafter Hersteller von Beikost ist groß und die Qualität dieser Produkte hoch. Wer mag, kann solche Mahlzeiten leicht auch selbst zubereiten. Dazu müssen die entsprechenden Lebensmittel nach dem Garen lediglich püriert werden und abkühlen, bevor das Baby sie essen darf. Darauf achten, dass nur hochwertige Produkte möglichst in Bioqualität im Kochtopf landen. Sie schmecken dem Kind meist auch besser.

Nach und nach

Wenn sich das Baby an die erste feste Mittagsmahlzeit gewöhnt hat, wird nach und nach auch die Abendmilch durch etwas Nahrhafteres ersetzt. Ideal hierfür ist ein Milch-Getreidebrei mit Hafer oder Gries, später (ab dem achten Monat) darf es auch Milchreis sein. Das Kind wird von diesen Breis viel gesättigter sein als nur mit seiner Milchmahlzeit und in der Nacht vermutlich besser durchschlafen.

Mehr Energie

Es braucht jetzt auch immer mehr Energie, weil es schnell wächst. Da ist ein solcher Brei genau das Richtige. Ab etwa dem ersten Lebensjahr bekommt es dann auch ein richtiges kleines Frühstück, mit Brot, Butter, Marmelade, Aufschnitt und richtiger Kuhmilch oder einem Müsli. Immer häufiger isst es auch das ganz normale Essen der Erwachsenen mit, natürlich klein geschnitten. Als Beikost eignet sich dann noch Apfel- oder Birnenmus. Alles, was das Kind schon immer gern aus dem Gläschen geschmaust hat, darf es gern weiteressen.

Gesundheitsvorsorge aus der Nabelschnur

Blut und Gewebe liefern wertvolle Stammzellen

Kaum ein menschliches Organ wird in seiner medizinischen Bedeutung so unterschätzt wie die Nabelschnur. Die Nabelschnur verbindet das ungeborene Baby mit der Plazenta und versorgt es mit allem, was es benötigt. Es ist eine einzigartige Verbindung, denn die Nabelschnur versorgt das Baby mit allem Nötigen, ohne dass es dafür atmen oder schlucken muss. Aber die Nabelschnur ist nicht nur während der Schwangerschaft ein kleines Wunderwerk, auch nach der Geburt sollte man sie nicht achtlos entsorgen, denn sie enthält ein wertvolles Reservoir für die Gesundheitsvorsorge des Neugeborenen.

Stammzellen

Sowohl im Blut als auch im Gewebe der Nabelschnur befinden sich junge, vitale Stammzellen, die sich einfrieren lassen. Selbst nach vielen Jahren „Dornröschenschlaf“ bilden sie den Rohstoff für möglicherweise lebensrettende medizinische Therapien. Die Stammzellen im Nabelschnurblut haben die Fähigkeit, sich selbst zu erneuern und dabei alle Arten von Blutzellen zu bilden. Dadurch sind sie für die Therapie von Bluterkrankungen interessant, aber beispielsweise auch für den Wiederaufbau des Knochenmarks nach einer Hochdosis-Chemotherapie.

Zukünftige Therapien

Es gibt vielversprechende Ergebnisse bei der Züchtung von Herzklappen, auch für die zukünftige Therapie von Herzinfarkten sind sie eine Option. Ebenfalls medizinisch sehr interessant sind die Stammzellen aus dem Nabelschnurgewebe. Diese Zellen, die sich nach der Geburt völlig schmerzlos für Mutter und Kind in hoher Anzahl isolieren lassen, haben eine besondere Fähigkeit: Sie können sich zu Fett-, Knorpel- oder Knochenzellen entwickeln. Deshalb bieten sie ein umfangreiches Potenzial für Anwendungen in der regenerativen Medizin.

Erneuerung

Wissenschaftler arbeiten auf der Basis dieser Stammzell-Eigenschaften zum Beispiel an Therapien zur Erneuerung von beschädigtem Knorpel oder Knochengewebe. Damit wird es auch neue Perspektiven für Betroffene von Volkskrankheiten wie Arthrose geben. Stammzell-Therapien sind seit Jahren in aller Welt ein zentrales Thema wissenschaftlicher Forschung und klinischer Studien. Das medizinische Potenzial von Nabelschnur- Stammzellen dürfte also längst noch nicht ausgeschöpft sein.

Was ist zu tun

Aber wie gehe ich vor, wenn ich das Nabelschnurblut und/oder Nabelschnurgewebe meines Babys für eine mögliche spätere Behandlung gewinnen möchte? Dazu ist zunächst ein Vertrag mit einem Anbieter nötig. Er stellt der Schwangeren ein personalisiertes Entnahmepaket zur Verfügung, das sie zur Geburt mit ins Krankenhaus nimmt. Das Nabelschnurblut und/oder das Gewebe wird/werden nach der Geburt fachgerecht von einem Arzt oder einer Hebamme entnommen und im Entnahmepaket zum Anbieter versandt.

Gefroren

In einem Speziallabor bereiten Experten dann unter sterilen Bedingungen die Stammzellen auf, frieren sie ein und untersuchen deren Qualität. Ab diesem Zeitpunkt stehen die Zellen für Therapien zur Verfügung – und zwar über viele Jahrzehnte lang.

Durch das Einfrieren kurz nach der Geburt wird der Alterungsprozess der Stammzellen aus dem Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe gestoppt. Experten sind sich einig, dass ein Stammzelldepot, wenn das richtige Know-How genutzt wird, über die Lebensspanne eines Menschen sicher eingelagert werden kann und nach dem Auftauen auch nach Jahrzehnten mit den konservierten Eigenschaften „neugeborener“ Stammzellen zur Verfügung steht.

Wieviel kostet die Therapie?

Das hängt vom Anbieter ab. In der Regel wird eine Einmal- Vorauszahlung fällig. Sie liegt günstigstenfalls bei knapp 1000 Euro, zusätzlich ist eine Jahresgebühr von 120 Euro zu entrichten. Junge Eltern eines Neugeborenen können sich aber auch mit einer höheren Einmalzahlung auf viele Jahrzehnte hin absichern, ihr Kind zahlt dann beispielsweise erst ab dem 51. Lebensjahr eine jährliche Gebühr.

Richtig Fieber messen

Wenn das Baby krank ist, muss auch mal das Thermometer gezückt werden. Aber wo soll ich messen, und welches Fieberthermometer ist geeignet?

Anhaltendes Wimmern, heiße Stirn, Husten oder Bauchkrämpfe: Dann wird es Zeit für eine Messung der Körpertemperatur beim Baby. Schließlich ist sie ein deutlicher Hinweisgeber dafür, wie schwer krank das Kleine ist. Die Frage ist nur: Welche Körperstelle eignet sich am besten dafür? Die Methoden, welche Erwachsene dann anwenden, sind für Babys und Kleinkinder nicht alle geeignet. Und die Ergebnisse können erheblich schwanken, je nach Art der Messung. So liegt die Körpertemperatur etwa unter den Achseln immer deutlich unter der, die im Po gemessen wird.

Woran liegt das?

Wird das Thermometer in den Po eingeführt, dringt es etwas tiefer in den Körper ein. Es befindet sich nun schon sehr nahe an der sogenannten Kerntemperatur des Körpers. Die Messergebnisse sind hier sehr genau. Sie erhalten zuverlässige Werte, weshalb die Fiebermessung im Po (rektale Messung) speziell bei Säuglingen und Kleinkindern die beste ist. Das Thermometer hierfür mit einer Creme einfetten und dann vorsichtig und nicht zu tief (etwa 2 cm) in den After einführen.

Das Baby liegt dabei am besten auf der Seite oder auf dem Bauch. Bei klassischen Glasthermometern dauert es etwa zwei bis drei Minuten, bis der richtige Wert angezeigt wird. Das erfordert etwas Geduld von dem kleinen Patienten und seinen Eltern. Für sehr unruhige Babys eignet sich daher ein Digitalthermometer besser, weil es schon nach wenigen Sekunden piept und den exakten Wert anzeigt.

Und was ist mit der Messung unter den Achseln?

Hier wird lediglich die Hauttemperatur angezeigt, also nicht die Körper-Kerntemperatur. Die Werte sind dann auch erhöht, liegen aber niedriger als die Kerntemperatur – und sind daher nur als grobe Orientierung zu gebrauchen. Ähnlich ist es bei der Messung im Mund. Diese Variante ist für Babys ohnehin ungeeignet, weil sie auf dem Thermometer herumkauen oder es ausspucken würden.

Alternative Ohr

Brauchbar sind Messungen im Ohr mit einem speziellen Ohrthermometer. Sie sind jedoch erst bei etwas älteren Babys ab sechs Monaten zu empfehlen, weil der Gehörgang vorher noch zu eng ist. Denn das Thermometer wird so tief eingeführt, dass es nahe am Trommelfell ist. Ein Sensor im Gerät misst dann die abstrahlende Wärme des Trommelfells. Das ergibt recht genaue Werte. Allerdings ist die rektale Messung noch exakter. Zudem erfordert die Messung mit dem Ohrthermometer etwas Übung, weil das Thermometer im Gehörgang exakt positioniert sein muss. Am besten vom Arzt zeigen lassen, wie das geht. Die Ohr-Messung hat den Vorteil, dass sie das Baby kaum stört, wenig aufwendig ist und nur wenige Sekunden dauert. Bei Ohrentzündungen ist diese Methode nicht geeignet, weil sie dann zusätzliche Schmerzen auslösen könnte. Ein Ohrthermometer ist ab ca. 40 Euro erhältlich und damit deutlich teurer als ein digitales oder Glasthermometer, die jeweils nur ein paar Euro kosten.

Auf der Stirn

Neuere Varianten von Thermometern sind das Stirn- und das sogenannte Schnullerthermometer. Beim Stirnthermometer (ab ca. 17 Euro) wird der Sensor des Geräts kurz an die Stirn gehalten, beim Schnullerthermometer (ab ca. 10 Euro) ist er im Schnuller verbaut. Beide Varianten liefern eher ungenaue Messergebnisse.

548751_original_R_K_B_by_Ruth Rudolph_pixelio.de

Kein Zucker mehr im Babytee

Auf Initiative der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, wird es zukünftig ein Zuckerverbot für Baby- und Kleinkindertees geben. Der Bundesrat beschloss eine entsprechende Verordnung der Ministerin, die auch den Zusatz anderer süßender Zutaten in diesen Getränken verbietet. Vorgeschrieben wird außerdem ein Hinweis auf der Verpackung, beim Zubereiten auf die Zugabe von Zucker und anderen süßenden Zutaten zu verzichten.

Julia Klöckner: „Zucker hat in Babytees nichts zu suchen. Deshalb habe ich eine Verordnung auf den Weg gebracht, die heute im Bundesrat angenommen wurde. Das ist ein wichtiger Schritt für eine gesunde Ernährung unserer Kleinkinder. Denn die Weichen für das Ernährungsverhalten werden früh gestellt, die ersten 1000 Tage sind entscheidend. Der Konsum gezuckerter Getränke von Anfang an erhöht die Gefahr von Karies, späterem Übergewicht oder gar Adipositas. Es besteht ein eindeutiger Zusammenhang. Das Verbot werde ich umgehend erlassen.“

Auch andere Süßungsmittel verboten

Die Regelung sieht konkret ein Verbot des Zusatzes von Zucker, Honig, Fruchtsaft (-konzentrat oder -pulver), Fruchtnektar, Malzextrakt oder anderen aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnenen Sirupen oder Dicksäften zu Säuglings- oder Kleinkindertees vor. Außerdem den verpflichtenden Hinweis, dass bei der Zubereitung oder vor der Verabreichung auf die Zugabe von Zucker und anderen süßenden Zutaten verzichtet werden soll. Hinzu kommt die Kennzeichnungsvorgabe bezüglich des Alters, ab dem das Erzeugnis verwendet werden kann. Analog zum Mindestalter für die Einführung von Beikost beträgt dies vier vollendete Lebensmonate.

Die Verordnung ist ein wichtiger Teil der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner. Die Strategie für weniger Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten wurde Ende 2018 vom Kabinett beschlossen. Zahlreiche Verbände haben sich seitdem verpflichtet, diese Inhaltsstoffe in ihren Produkten bis 2025 signifikant zu reduzieren. Kürzlich hatte es eine erste Zwischenbilanz des Max-Rubner-Instituts gegeben, welche die Wirksamkeit der Strategie wissenschaftlich bestätigt.

Brauchen Babys Nahrungsergänzungsmittel?

Pro und contra künstliche Vitalstoffe.
Normalerweise erhalten Babys und Kleinkinder über die tägliche Ernährung alles, was sie für eine gesunde Entwicklung brauchen. Es gibt aber Ausnahmen …

In Muttermilch und Milchpulver ist erst mal alles enthalten, was ein neuer Erdenbürger täglich benötigt: Eiweiß, Kalzium, Vitamine und andere Nährstoffe. Ein Rundum-Paket für die gesunde Versorgung des Babys und Kleinkindes. Das sehen seine Eltern auch an den rosigen Pausbäckchen, dem wohlgenährten Körper, dem strahlenden Lächeln. Kinder, die sich so präsentieren, benötigen normalerweise keine zusätzlichen Nährstoffe.

Ausgewogene Ernährung

Wenn sie älter werden und allmählich zur normalen Kost wechseln, liefern ihnen frisches Obst, Gemüse, Getreideprodukte, Fleisch und Fisch alles, was sie zum Wachsen und Gedeihen brauchen. Was aber, wenn das Kind richtig krank ist, nichts essen mag, und das über längere Zeit? Auch dann raten Fachleute nicht dazu, auf gut Glück irgendwelche Vitalstoffe zu geben. Erst mal zum Arzt und sich dort beraten lassen. Denn es kann leicht passieren, dass übereifrige Eltern ihrem Sprössling zu viel des Guten tun, sprich: ein solches Mittel überdosieren. Und das ist auch nicht unbedingt gesund.

Zuviel ist zuviel

Denn manche Vitamine können in zu großen Mengen durchaus Nebenwirkungen haben. Ist ein Kind sehr geschwächt und sein Immunsystem am Boden, wird der Arzt ihm vielleicht Mittel mit Vitamin C und D verschreiben oder solche Präparate empfehlen. Sie stärken die Körperabwehr. Oft sind vor allem Vitamin-D-Präparate mit Kalzium kombiniert, was gut für den Knochenaufbau ist. Kalzium kommt reichlich in Milchprodukten vor, muss also normalerweise nicht zusätzlich gegeben werden.

Blutprobe

Wenn der Arzt bei einer Blutprobe aber einen zu niedrigen Kalziumspiegel feststellt, ist zusätzliches Kalzium sinnvoll. Der Mineralstoff festigt auch die Zähne, ist am Muskelaufbau beteiligt und ein wichtiger Botenstoff für die Signalübertragung in den Nervenzellen. Fehlt es an Eisen, ist auch hier eine Unterstützung durch Eisenpräparate sinnvoll. Eisen ist für die Entwicklung des Hirns wichtig.

Mutter & Kind

Jod gehört ebenfalls zu den Substanzen, die für die kindliche Entwicklung wesentlich sind. Babys erhalten ihre tägliche Ration über die Muttermilch oder die Fläschchenmilch. Allerdings kommt es bei stillenden Müttern nicht selten vor, dass sie selber zu wenig Jod aufnehmen und entsprechend zu wenig an ihr Baby weiterreichen. Dann sollten sie Jodtabletten einnehmen. Nach dem Abstillen sollte der Bedarf an Jod über die normale Ernährung gedeckt werden, was nicht immer gelingt. Dann kann es bei erwiesenem Jodmangel sinnvoll sein, dem Kind zusätzlich Jod zu verabreichen.

Hurra, der erste Zahn!

Alle Zähnchen sind schon da, wenn das Baby auf die Welt kommt. Sie müssen nur noch durchbrechen. Meist geschieht dies ab dem 6. Monat.

Mit einem zahnlosen Lächeln begrüßt einen der frischgebackene Erdenbürger. Es dauert allerdings nicht allzu lange, bis sich der erste Zahn zeigt. Alle 20 Milchzähne liegen schon fix und fertig im Kiefer verborgen, sie müssen nur noch ein bisschen wachsen, bis sie die dünne Haut darüber durchbrochen haben. Dafür gibt es keinen festen Termin. Jedes Baby durchläuft seine eigene Entwicklung auch beim Zahnen.

Einer nach dem anderen

Bei den meisten ist es um den 6. Lebensmonat herum so weit. Und längst nicht immer ist das Zahnen mit schlimmen Schmerzen verbunden. Während das eine Baby laut jammert, spürt das andere kaum etwas. Es zahnt fast schmerzfrei. Der erste Zahn zeigt sich fast immer im Unterkiefer – ein Frontschneidezahn. Dann folgt der zweite Frontschneidezahn im Unterkiefer, schließlich die beiden Frontschneidezähne im Oberkiefer.

Bis zu 3 Jahre

Danach wachsen die vier Schneidezähne neben den Frontschneidezähnen heraus Das dauert etwa ein halbes Jahr. Am Ende des ersten Lebensjahres kommen dann auch die Backenzähne einer nach dem anderen heraus, zusätzlich die Eckzähne – bis das Milchzahn-Gebiss im Alter von etwa zweieinhalb bis drei Jahren komplett ist.

Wenn das Baby rote Bäckchen bekommt, das Zahnfleisch geschwollen ist und es häufiger als sonst auf irgendwelchen Sachen herumkaut, ist wieder ein Zahn im Anmarsch. Manche Kinder bekommen dann auch leichtes Fieber, einen wunden Po oder gar Durchfall. Diese Symptome verschwinden nach ein bis zwei Tagen wieder, wenn die Ursache wirklich das Zahnen war. Bei länger anhaltendem Fieber oder Durchfall sicherheitshalber zum Kinderarzt gehen.

Für Kinder, die beim Zahnen starke Schmerzen haben, gibt es verschiedene Hilfsmittel.

Beißringe sind der absolute Klassiker und sehr hilfreich, wenn ein Zahn kommt. Am besten vorher in den Kühlschrank legen. Ein kalter Beißring betäubt zusätzlich den Schmerz ein wenig. Seine Hauptfunktion ist aber, dem Zahn seinen Weg nach draußen zu erleichtern. Eine sanfte Zahnfleichmassage hilft ebenfalls. Dazu mit sauberem Finger und wenig Druck über die geschwollene Stelle im Mund streichen. Noch besser klappt das mit sogenannten Fingerlingen aus Silikon. Sie haben kleine Noppen, die den Massageeffekt verstärken.

Außerdem wirksam:

Kamillen oder Salbeitee, der zunächst abkühlen muss. Dann den Tee mit einem Wattestäbchen über die schmerzende Region verteilen. Die Wirkstoffe darin beruhigen das gereizte Zahnfleisch. Bei sehr starken Schmerzen verschreibt der Arzt ein lokales Betäubungsmittel. Es handelt sich hier um ein Gel, das auf dem Zahnfleisch verstrichen wird. Es lindert die Schmerzen rasch und sorgt beim Baby und seinen Eltern für eine Atempause. Wenn der Zahn dann durchgebrochen ist, lassen die Beschwerden von allein nach.

Nicht zuletzt ist Ablenkung ein gutes Mittel, wenn das Baby weint.

Wer mit ihm spielt und spazieren fährt, bringt es auf andere Gedanken. Auch eine kleine Kasperle- Aufführung oder etwas Ähnliches kann Wunder bewirken. Dann ist der Schmerz wie fortgeblasen.

Finanz-Check

Der neue Erdenbürger will gut versorgt sein, das kostet etliche Euro. Welche finanziellen Belastungen auf die Eltern zukommen.

Die Grundausstattung ist erst mal das Teuerste

Den Kinderwagen besorgen, das Babybettchen, die Erstausstattung an Decken, Stramplern, Windeln. Vielleicht auch das Kinderzimmer streichen und dekorieren, Kindersicherungen anbringen etwa an Steckdosen. Wenn alle diese Teile neu gekauft werden, ist schnell der erste Tausender weg. Es geht aber auch billiger, nämlich gebraucht: Kinderwagen zum Beispiel sind nach ein, zwei Jahren oft noch in einem guten Zustand und werden günstig abgegeben, ebenso Babybetten. Gebrauchte Babywäsche kostet fast gar nichts. Bei knapperer Kassse also umhören. Auf den Verkaufsplattformen im Internet lässt sich so manches Schnäppchen machen.

Ist alles vorbereitet für die Ankunft des Babys, fallen speziell bei stillenden Müttern erst mal keine großen Kosten an.

Die Muttermilch ist umsonst, lediglich die Windeln sind zunächst ein fester Kostenfaktor. Da ist, je nach Marke, mit rund 40 Euro im Monat zu rechnen. Feuchttücher sind ebenfalls nötig, aber kosten nur ein paar Euro. Das Baby wächst allerdings rasch, und neue Strampler, Schuhchen und Jäckchen werden bald nötig. Hier ist, je nach Hersteller und Anbieter, die Preisspanne groß. Günstige und gute Strampler zum Beispiel kosten im Dreierpack ab ca. 20 Euro.

Wird das Kind nicht gestillt, sondern bekommt das Fläschchen, fallen zusätzliche Kosten an.

Das Milchpulver liegt bei ca. 7 Euro pro Packung, etwa vier bis fünf davon nuckelt ein Baby im Laufe eines Monats weg. Ein guter Dampfsterilisator für die Milchfläschen liegt bei ca. 70 Euro.

Das sind grob gerechnet die Anschaffungs- und laufenden Kosten im ersten Halbjahr.

Auch im zweiten Halbjahr verändern sie sich nicht sehr. Das Baby wächst nun noch schneller aus seinen Sachen heraus, was neue Ausstattungen nötig macht.

Auch hier der Tipp: Nach gebrauchten Textilien Ausschau halten, das senkt die Kosten erheblich. Die Milch wird nun langsam immer uninteressanter fürs Kind, es möchte feste Nahrung haben. Deshalb starten die meisten Eltern um den sechsten Lebensmonat herum mit der Beikost. Knapp einen Euro kostet ein Gläschen etwa mit pürierten Möhren oder anderen Zutaten. Das macht am Anfang bei einem Gläschen pro Tag knapp 30 Euro im Monat. Später wird das Baby hungriger, bekommt abends auch Brei. Dann sind, wenn die Gläschenkost fertig gekauft wird, schon knapp zwei Euro am Tag fällig, also etwas unter 60 Euro im Monat. Allerdings lässt sich auch hier einiges sparen, indem man selber kocht. Möhren, Kartoffeln & Co. sind sehr billig im Einkauf. Da fällt nicht mal die Hälfte an Kosten an, die sonst für die Gläschen entstehen würden.

Die laufenden Kosten fürs Kind werden zumindest in der ersten Zeit durch Zuwendungen vom Staat mehr als abgedeckt.

So gibt es auf Antrag Kindergeld in Höhe von 204 Euro. Den Antrag hierfür bei der zuständigen Familienkasse der Arbeitsagentur stellen. Auch Elterngeld fließt aufs Konto. Das sind je nach vorherigem Einkommen zwischen 300 und 1800 Euro. Elterngeld soll in erster Linie den Verdienstausfall von Mutter und/oder Vater nach der Geburt auffangen. Beim Elterngeld gibt es mehrere Varianten und Besonderheiten, so dass eine eingehende Beratung bei der zuständigen Elterngeldstelle der Stadt oder Gemeinde ratsam ist.

715739_original_R_B_by_Mirko Waltermann_pixelio.de

Infekte verhindern Schwangerschaft

Als Ursache für die zunehmende Zahl von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch vermuten Experten, dass sich immer mehr Paare erst in einem höheren Lebensalter bemühen, Kinder zu zeugen, wenn die Chance auf eine Empfängnis bereits durch Alterungsprozesse herabgesetzt ist. Doch auch die Anzahl der Sexualpartner vor dem Kinderwunsch spielt überraschenderweise eine Rolle: Je mehr Sexualpartner eine Frau hatte, desto höher ist das Risiko für Infektionen, die durch entzündliche Prozesse eine Befruchtung erschweren können.

Ungleichgewicht der Vaginalflora

Voraussetzung für eine erfolgreiche Befruchtung und sichere Schwangerschaft ist ein infektionsfreier Genitaltrakt während des Eisprungs und der Schwangerschaft. Infektionen können eine Befruchtung verhindern und während der Schwangerschaft zu Früh- und Fehlgeburten führen. Bakterielle Infektionen im Scheidenmilieu entwickeln sich häufig aufgrund eines bakteriellen Ungleichgewichts der sogenannten Vaginalflora, bei der krank machende Keime gegenüber den natürlich vorkommenden Milchsäurebakterien die Oberhand gewinnen. Eine solche bakterielle Vaginose (BV) kann sich durch einen unangenehmen Geruch bemerkbar machen, jedoch auch gänzlich ohne Beschwerden verlaufen. Bis zu 20 Prozent der Schwangeren sind davon betroffen. Frauen mit Kinderwunsch können einer solchen Infektion vorbeugen, wenn sie zum Beispiel ein Präparat aus Milchsäure und Glykogen verwenden. Milchsäure und Glykogen unterstützen die natürliche Vaginalflora, so dass sich krankheitserregende Bakterien weniger leicht vermehren können.

Ein weiterer Grund für die steigende Anzahl von Paaren, die ungewollt kinderlos bleiben, ist vermutlich eine Abnahme der Samenqualität beim Mann. Paare mit bisher unerfülltem Kinderwunsch können einige Faktoren selbst beeinflussen, um die Chance auf eine Schwangerschaft zu verbessern. So können Frauen sich vergewissern, wann genau ihr Eisprung stattfindet, um den günstigsten Zeitpunkt für eine Befruchtung zu nutzen. Die fruchtbaren Tage lassen sich mit einem Ovulationstest feststellen, der die typischen Hormonveränderungen zur Zeit des Eisprungs misst. Wenden Paare während der fruchtbaren Tage zusätzlich ein spezielles, spermienfreundliches Gel mit Hyaluronsäure an, geben sie den Samenzellen eine optimale Starthilfe. Denn Hyaluronsäure mit einem speziellen pH-Wert fördert gesunde Spermien und bessert deren Lebensfähigkeit und Beweglichkeit.

Sonnenhut

Die Haut jetzt schützen

Bald beginnen die Sommerferien. Wer in den Urlaub fährt, oder die Sonne zuhause genießen möchte, sollte von Anfang an auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten. Vor allem Kinder sollten nur geschützt in die Sonne. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert über den richtigen Sonnenschutz für Kinder auf Ferienreisen und zu Hause. Babys sollten zum Beispiel nie direkte Sonne abbekommen und auch bei Kleinkindern ist überwiegend Schatten wichtig.

Ein ausreichender Sonnenschutz ist vor allem für Babys und Kleinkinder ein Muss. Denn der Eigenschutz der Haut ist in den ersten Lebensjahren noch nicht voll ausgebildet, und jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Doch ob zu Hause oder am Urlaubsort: Beim Spielen sind Kinder kaum dazu zu bringen, sich immer nur unter einem schützenden Sonnenschirm aufzuhalten. Dabei strahlt vor allem in Ferienregionen am Meer oder in den Bergen die Sonne besonders intensiv.

Nicht in die pralle Mittagssonne

Auf www.kindergesundheit-info.de finden Eltern hilfreiche Tipps und Hinweise, wie sie ihre Kinder möglichst wirksam vor zuviel Sonnenbestrahlung schützen können, ohne dass der Ferienspaß darunter leidet. Luftige, bequeme Kleidung, die möglichst viel vom Körper bedeckt,  schattige Plätze  und möglichst keine pralle Mittagssonne schützen Kinder vor gefährlichen Sonnenbränden. Eine Kopfbedeckung mit Schirm und Nackenschutz sowie für Kinder geeignete Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor bieten ebenfalls wirkungsvollen Sonnenschutz, ohne Kinder in ihrer Spiel- und Bewegungsfreude einzuschränken. Babys sollten grundsätzlich im Schatten bleiben. Ihre zarte Haut verträgt noch keine längere UV-Bestrahlung, und Sonnenschutzmittel sollten ihre Eltern möglichst auch nicht auftragen. Babys Haut ist dafür noch zu empfindlich. Vorsicht, selbst im Schatten kann die UV-Strahlung zu hoch sein, vor allem in südlichen Ländern und direkt am Wasser. Dann schützen spezielle Bekleidungsstoffe mit „eingebautem“ UV-Schutz zusätzlich.

Ausführliche Informationen und attraktive Downloads – speziell auch zum Sonnenschutz in typischen Ferienregionen – und eine anschauliche Infografik stehen zum Download bereit unter: www.kindergesundheit-info.de/sonnenschutz-fuer-kinder.

technik g

Zu viel Technik am Babybettchen

Eine Anmutung fast wie auf der Intensivstation: Smarte Technik erobert nicht nur Wohnzimmer und Küchen, sondern kommt zunehmend auch rund ums Babybett zum Einsatz: Es gibt eine große Auswahl an Geräten und Wearables, also tragbaren Accessoires, die den Schlaf des Babys aufzeichnen und seine Körperfunktionen überwachen. Experten sehen die elektronischen Helfer kritisch. „Nur bei sehr wenigen Säuglingen ist eine Schlafüberwachung tatsächlich medizinisch notwendig“, sagt Dr. Alfred Wiater, Kinder- und Jugendarzt und Schlafmediziner aus Köln. „Etwa bei schwer ausgeprägten Atmungs- und Herz-Kreislauf-Störungen.“ In solchen Fällen erfolge die ärztlich verordnete Heimüberwachung durch einen kombinierten Herz-Atmungs-Monitor. „Die Eltern werden gezielt geschult, wie sie sich bei einem Alarm verhalten sollen und wie sie ihr Kind im Notfall reanimieren können.“

Falscher Alarm löst unnötige Panik aus

Das Problem, das der Experte bei Apps und Wearables sieht: Sind sie hinreichend getestet und sicher? Sind sie störanfällig, lösen sie häufiger falschen Alarm aus und versetzen Eltern so eher in Angst und Schrecken? Hinzu kommt, dass bestimmte Überwachungsfunktionen manche bedrohliche Situation gar nicht erkennen. „Registriert ein Gerät zum Beispiel nur Atembewegungen, aber nicht die Herzfrequenz, dann kann das Kind trotz Monitoring in einen Sauerstoffmangel geraten“, so der Mediziner.

Ein Hauptgrund, warum sich Eltern für eine technische Überwachung ihres Säuglings entscheiden, ist die Angst vorm plötzlichen Kindstod. Diese Gefahr besteht vor allem im ersten Lebenshalbjahr und hier vor allem bis zum vierten Lebensmonat. Allerdings tritt ein solches Ereignis eher selten auf. Statistisch betrachtet trifft es 0,2 von 1000 Kindern, über die Ursachen ist noch nicht viel bekannt. Bei Frühgeborenen oder Säuglingen mit sehr geringem Geburtsgewicht tritt der plötzliche Kindstod häufiger auf, auch wenn die Mutter alkohol- oder drogenabhängig ist. Ein weiterer möglicher Risikofaktor ist Überhitzung im Bettchen, wenn das Baby über längere Zeit zu warm eingepackt ist.