Category : Allgemein

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Mütter wollen reden!

Reden, das ist es, was Mütter nach der Entbindung wollen. Das sagt zumindest die Bielefelder Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Kolip. Sie hätten das Bedürfnis, die Geburt zu reflektieren. Vor allem nach einem Kaiserschnitt oder einer Saugglockengeburt sei das der Fall, erläutert die Expertin. „Aber auch, wenn alles ohne Komplikationen verlaufen ist, suchen viele Frauen nach einer Einschätzung.“ Zwar gingen Schwangere heute gut vorbereitet in die Geburt. „Aber das ist so ein existenzielles Erlebnis. Da kann man noch so gut informiert sein, es fühlt sich anders an, und häufig läuft es nicht nach Plan“, sagt Kolip. Daher seien Gespräche mit den bei der Geburt beteiligten Personen wichtig. Auch Astrid Saragosa, Familientherapeutin in Weilheim, betont die Bedeutung von Nachsorgegesprächen. Denn wenn nicht alles nach Plan laufe, gäben sich viele Frauen selbst die Schuld. „Dabei könnte eine klärende Einordnung, warum der Arzt oder die Hebamme bestimmte Maßnahmen gewählt haben, sehr hilfreich sein für die Verarbeitung des Geburtserlebnisses“, sagt Saragosa.

Wenn Mütter die Fassung verlieren

Viele Mütter erleben in den ersten Tagen nach der Entbindung eine kurze Phase, in der sie „leicht die Fassung verlieren“, stimmungslabil und ängstlich sind und grundlos weinen. Dieser sogenannte Baby Bluesklingt nach kurzer Zeit ohne Behandlung wieder ab. Wenn die depressiven Symptome allerdings über einen längeren Zeitraum anhalten, kann sich eine ernstzunehmende Erkrankung mit potenziell schwerwiegenden Folgen für Mutter wie Kind und oft auch die ganze Familie entwickeln: die Postpartale Depression.

Auch bereits während der Schwangerschaft zählen Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Viele Frauen sind in dieser Zeit sehr ängstlich, machen sich große Sorgen über die Entwicklung des Kindes im Mutterbleib. Sie (ver-)zweifeln daran, ob sie die mit der Mutterschaft verbundenen Erwartungen und Anforderungen erfüllen können. Depressionen während der Schwangerschaft können sich direkt auf den Fötus auswirken und gehen mit erhöhtem Frühgeburtsrisiko und geringerem Geburtsgewicht einher.

Neben dem Leidensdruck und den Folgen der Erkrankung für die Mutter können Prä- und Postpartale Depressionen langfristig auch die Entwicklung kognitiver oder emotionaler Fähigkeiten des Kindes beeinträchtigen. Deswegen bedürfen Depressionen rund um die Geburt eines Kindes professioneller Behandlung. Depressionen sind auch in dieser Lebensphase gut behandelbar.

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So vermeiden Sie Blähungen bei Ihrem Baby

Auf Blähungen folgen beim Baby meist schreckliche Bauchkrämpfe. Um das zu vermeiden, sollten Eltern Säuglingsmilch bei der Zubereitung rühren und nicht schütteln. „Achten Sie darauf, dass kein Schaum auf der Oberfläche ist“, rät Sandra Werlich-Praetzel, Still- und Laktationstherapeutin aus Hamburg. „Diese Luft landet sonst im Babybauch und führt zu Blähungen und Bauchweh.“ So geht’s: Einfach das Milchpulver in das Fläschchen geben und etwas abgekochtes, aber nicht mehr heißes Wasser hinzugeben. Anschließend sollten Eltern so lange mit einem Löffel rühren, bis sich das Pulver aufgelöst hat. Dann füllt man kaltes Wasser hinzu, bis die angegebene Trinkmenge erreicht und die Temperatur gut ist. Die Milch fürs Baby sollte immer frisch zubereitet und innerhalb von zwei Stunden verbraucht werden. „Auf keinen Fall den Milchrest ein zweites Mal erwärmen!“, warnt Werlich-Praetzel. „Dann können sich Bakterien wie Escherichia (E.coli) oder Salmonellen vermehren, die für kleine Kinder gefährlich sind.“

Das hilft, wenn das Baby unter Blähungen leidet

Als erste Maßnahme gegen Blähungen ist es immer gut, Ihren kleinen Schatz auf den Arm zu nehmen und zu beruhigen. Denn Nähe und Wärme von Mutter und Vater bewirken schon kleine Wunder. Auf gar keinen Fall sollten Sie Ihr Kind einfach schreien lassen. Auch wenn es sich nicht merklich beruhigt, spürt es auf Ihrem Arm doch Ihre Nähe und weiß, dass es nicht allein ist. Das ist für Babys eine wichtige Erfahrung.

Wenn es Ihnen doch einmal zu viel wird, können Sie Ihr Kind an einem sicheren Ort wie dem Babybett ablegen und für ein paar Minuten den Raum verlassen. So haben Sie die Möglichkeit, kurz zu verschnaufen. Auch können Sie Ihren Partner oder eine andere engstehende Person bitten, für einige Zeit auf Ihr Baby aufzupassen.

Miningitis

Am 24. April ist Welt-Meningitis-Tag

Impfungen können Kinder vor bakterieller Hirnhautentzündung (Meningitis) schützen.

Meningokokken

Eine Meningitis kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Nicht gegen alle kann man sich schützen – gegen einige bakterielle Formen gibt es Impfungen für einen bestmöglichen Schutz. Da besonders Säuglinge und Kleinkinder von der sogenannten Meningokokken-Meningitis (Hirnhautentzündung) betroffen sind, sollten Eltern frühzeitig ihren Kinder- und Jugendarzt darauf ansprechen. Denn gegen alle in Deutschland vorkommenden Meningokokken-Typen kann man impfen.

Schutzmaßnahmen

Eltern wollen ihre Kinder so gut wie möglich schützen. Dabei müssen viele Entscheidungen getroffen werden: Welche Kleidung ist die richtige oder wie schützt man sein Baby am besten vor der Sonne? Wenn es um die Gesundheit geht, sind Impfungen eine wichtige Schutzmaßnahme in den ersten Lebensmonaten und -jahren.

Vor einer Meningokokken-Meningitis können Babys bereits frühzeitig geschützt werden. Die durch Meningokokken ausgelöste Hirnhautentzündung ist selten und vielen unbekannt, kann jedoch schnell voranschreiten. Innerhalb von wenigen Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome kann bereits akute Lebensgefahr bestehen. (1)

Standartimpfung

In Deutschland kommen fünf verschiedene Typen von Meningokokken (A, B, C, W, Y) vor. Die Impfung gegen den zweithäufigsten Meningokokken-Typ C (2)  ist bereits eine Standardimpfung und wird von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Impfung gegen den häufigsten Typ B bekommen rund 60 % der Versicherten von ihrer Krankenkasse auf Anfrage – komplett oder teilweise – erstattet (3).  Eine Impfung gegen die vergleichsweise selten vorkommenden Meningokokken-Typen A, W und Y wird bei gesundheitlicher Gefährdung oder bei Reisen in Risikogebiete empfohlen (4).

Weitere Informationen auch unter www.meningitis-bewegt.de

1 https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Meningokokken.html#doc2374538bodyText2 (Stand Februar 2019).
2 RKI Epidemiologisches Bulletin 03/2018: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2018/Ausgaben/03_18.pdf?__blob=publicationFile
3 https://www.kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/Meningokokken_B_-_Krankassenliste/UEbersicht_Kostenuebernahme_Meningokokken-B-Impfstoff.pdf
4 RKI-Ratgeber Meningokokken: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Meningokokken.html#doc2374538bodyText7 (Stand Februar 2019).
Zucker sollte nicht über Nacht am Zahn bleiben

So entsteht Zahnkaries bei Milchzähnen

Zahnkaries ist noch immer ein Problem, auch wenn Kinder heute deutlich gesündere Zähne haben. Doch immer noch erkranken viele Kinder an einer oft schmerzhaften und zerstörerischen Karies der Milchzähne.
Die Zahntrolle Karius und Baktus, die der norwegische Schriftsteller Thorbjörn Egner in der gleichnamigen Geschichte beschreibt, sind vielen Kindern in der ganzen Welt bekannt.

Bei diesen so anschaulich beschriebenen „Übeltätern“ handelt es sich in Wirklichkeit um sogenannte Mutans-Streptokokken. Dies sind bestimmte Bakterien, die durch ihren Stoffwechsel jene Säuren erzeugen, welche für die Entstehung von Zahnkaries verantwortlich sind.

Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an, was sich im beginnenden Stadium manchmal als kreidig-weißer oder bräunlicher Fleck auf dem Zahn zeigen kann. In diesem Stadium ist eine „Reparatur“ noch möglich, wenn weitere schädigende Einflüsse vermieden werden. So kann zum Beispiel der Speichel durch das darin enthaltene Kalzium und Phosphat allerfeinste Defekte im Zahnschmelz wieder ausgleichen und hat hierdurch eine karieshemmende, remineralisierende Wirkung. Allerdings brauchen die Zähne hierzu auch genügend Zeit zwischen den Mahlzeiten.

Wenn allerdings nicht gegengesteuert wird und der Zahnschmelz weiter angegriffen wird, ist Karies die Folge. Unbehandelt greift diese, früher als „Zahnfäule“ bezeichnete, Zahnerkrankung sowohl Milch- als auch die bleibenden Zähne an, was bis zum Verlust des Zahnes führen kann.

Kariesbakterien „lieben“ Zucker

Um sich zu vermehren, brauchen Kariesbakterien vor allem Zucker – und eine „angenehme Umgebung“, sprich Zahnbelag. Insbesondere zuckerhaltige Getränke und Süßigkeiten, aber auch versteckte Zucker, zum Beispiel in Ketchup, Senf und Fertiggerichten, tragen somit zur Entstehung von Karies bei. Doch auch Obst, Honig und andere „gesunde“ süße Sachen sind hiervon nicht ausgenommen.

Da die Milchzähne deutlich empfindlicher sind als die bleibenden Zähne, ist eine frühe Mundhygiene durch regelmäßiges Zähne putzen wichtig, um damit den Zahnbelag zu entfernen und einer Zahnschädigung durch Karies vorzubeugen.

Zahnkaries kann durch die Bakterien auch übertragen werden

Manchen Eltern ist nicht bewusst, dass Bakterien, die Karies verursachen, übertragbar sind. So bekommen manche Kinder Zahnkaries, weil ihre Eltern die Bakterien an sie weitergegeben haben. Dies kann zum Beispiel schon passieren, wenn der Schnuller mit dem Mund befeuchtet oder der Löffel des Kindes abgeleckt wird.

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
https://www.kindergesundheit-info.de

 

Zahnen - der große Durchbruch

Großer Durchbruch – Zähne

Probleme beim Zahnen sind keine Seltenheit, aber meistens sind die Begleiterscheinungen harmlos. Was ein Baby in dieser Phase außer elterlicher Zuwendung braucht .

Wenn ein freundliches und fröhliches Baby gegen Ende seines ersten Lebenshalbjahres plötzlich unruhig und weinerlich wird, kann das ein deutlicher Hinweis auf eine anstehende große Veränderung sein: Der Durchbruch des ersten Zähnchens steht nämlich an, und der ist für einige Babys mit unangenehmen Schmerzen verbunden.

Symptome

Auch plötzliche Fieberattacken, eine erhöhte Infektanfälligkeit, Hautirritationen im Gesicht und am Po sowie Durchfälle treten in dieser Entwicklungsphase vermehrt auf. Aber viele Babys bewältigen den großen Entwicklungsschritt ohne größere gesundheitliche Beeinträchtigungen. Bei ihnen wird die Veränderung erst nach dem Durchbruch sichtbar – als einzelnes winziges Zähnchen, das Babys Lächeln noch umwerfender und die stolzen Eltern noch glücklicher macht.

Wann kommen die Zähne

Wie ein Baby die Zeit des Zahndurchbruchs erlebt und verkraftet, ist sehr individuell. Ebenso wie der Zeitpunkt des ersten Durchbruchs. Oft bricht der erste Zahn um den sechsten Lebensmonat durch, manche Babys zahnen aber schon früher und andere später. Manches Baby leidet beim Durchbruch seines ersten Zähnchens sehr, bekommt die anderen Zähne, aber ohne größere Probleme. Oder umgekehrt. Eltern sollten wissen, dass in dieser wichtigen Lebensphase, in der ihr Säugling seinen Biss entwickelt, vieles normal und alles möglich ist. Und sie sollten wissen, wie sie ihren Nachwuchs in dieser manchmal schwierigen Phase unterstützen können.

Liebe, Geborgenheit und Zuneigung…

…sind das Wichtigste, was Eltern ihrem Baby jetzt geben können. Wenn das Baby plötzlich weint und quengelig ist, wenn es offensichtlich Schmerzen hat oder unter Hautausschlägen und Durchfall leidet, ist es ja nicht krank, aber besonders dankbar für elterliche Zuwendung und Trost. Mama und Papa sollten ihr Baby jetzt noch öfter auf den Arm nehmen als sonst und jede Möglichkeit nutzen, ihrem Baby zu zeigen: Ich bin für dich da – bei mir bist du sicher.

Liebkosungen und Zärtlichkeiten sind Balsam für die kleine Seele. Babys, die an Appetitlosigkeit leiden, mögen ihre Milchmahlzeit garantiert lieber, wenn man sie vorher, zwischendurch und zum Abschluss inniglich beschmust. Auch beim Waschen und Wickeln tragen zusätzliche Schmuseeinheiten viel zu Babys Seelenfrieden und Wohlbefinden bei.

Der Übergang zur Nachtruhe bietet sich noch einmal besonders für ein liebevolles Beisammensein an. Eine schöne Gute-Nacht-Geschichte am Ende des Tages beruhigt das unruhige Baby enorm. Und wenn auch das noch nicht ausreicht: Vielleicht nehmen Sie ihr Baby vorübergehend mit ins elterliche Bett. Dort ist ein Maximum an körperlicher Nähe und Geborgenheit garantiert.

Den Druck lindern

Vor dem Zahndurchbruch empfinden Babys ein mehr oder weniger starkes Druckgefühl im Zahnfleisch. Die Kleinen nehmen aus lauter Verzweiflung alles in den Mund, was in ihrer Reichweite liegt, um diesen Druckschmerz zu lindern. Weil das unter Umständen gefährlich sein kann, sollte man ihnen eine Beißhilfe anbieten. Die Ringe aus Holz oder Silikon sind dem kindlichen Kiefer angepasst. Mit ihren rauen und glatten Oberflächen sorgen sie für abwechslungsreiche Strukturen und genau den Druck, der den Schmerz am besten lindern kann.

Kälte hilft

Gekühlt (im Kühlschrank gelagert) hat der Beißring die richtige Temperatur. Auf festen Brotringen, einer Möhre und Apfelstückchen kauen zahnende Babys auch gerne. Dann muss man das Baby aber aufmerksam im Auge behalten. Es könnte sich sonst schnell verschlucken. Zu empfehlen sind auch spezielle Zahnungsgele. Sie wirken durch ihre lokalanästhesierende Wirkung schmerzlindernd. Gute Erfahrung haben Eltern und Zahnärzte auch mit homöopathischen Mitteln gemacht.

Die ersten Zähne

In der Mitte des ersten Lebenshalbjahres – zeitliche Abweichungen nach vorne und hinten sind normal – brechen zuerst die unteren mittleren Schneidezähne durch, dann die oberen. Es folgen die seitlichen Zähne. Ab dem 16. Lebensmonat kann auch der erste Backenzahn durchbrechen. Am Ende des dritten Lebensjahres ist das Milchgebiss meistens komplett.

Das hilft Ihrem zahnenden Baby

Liebe, Zuneigung und elterliche Geborgenheit helfen dem Baby über die schwierige Zeit hinweg. Unterstützend empfehlen Kinder- und Zahnärzte zur Linderung von typischen Beschwerden:

  • gekühlte Beißringe aus Gummi oder unbehandeltem Holz,
    ein Zahnungsgel, das Erleichterung bei geschwollenem Zahnfleisch verschafft,
    homöopathische Mittel, die gegen Schwellungen wirken, Entzündungen und Schmerzen lindern,
    gegen Fieber ein fiebersenkendes Mittel nach Rücksprache mit dem Kinderarzt.

 

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Anfälligkeit für Krankheiten steigt durch Passivrauchen

Passivrauchen gefährdet Kinder

Tabakqualm belastet Kinder ganz besonders. Dass Tabakqualm der gefährlichste und bedeutendste vermeidbare Innenschadstoff ist, ist Eltern oft nicht bewusst.

Tabakqualm belastet Kinder ganz besonders

Schätzungsweise die Hälfte aller Kinder unter sechs Jahren leben in Deutschland in einem Raucherhaushalt. Je nach Menge der gerauchten Zigaretten sind sie hierdurch erhöhten gesundheitlichen Belastungen und Risiken ausgesetzt.

Kinder reagieren besonders empfindlich auf die Giftstoffe im Tabakrauch. Ihr Körper befindet sich noch in der Entwicklung und ihre Organe, zum Beispiel die Lunge, können schnell schwer geschädigt werden. Kinder haben eine höhere Atemfrequenz und ihr Körper ist noch nicht genügend ausgereift, um Giftstoffe abzubauen; infolgedessen nehmen sie beim Passivrauchen die Schadstoffe des Tabakqualms in deutlich höherer Konzentration auf als Erwachsene. So atmet ein Kind in einem verqualmten Raum pro Stunde so viele Schadstoffe ein, als würde es selber eine Zigarette rauchen. Würde es täglich mitrauchen, nähme sein Körper in kurzer Zeit das Gift von einigen hundert Zigaretten auf.

Bei jedem Kind, das in einem Raucherhaushalt aufwächst, lassen sich die entsprechenden Schadstoffe im Blut nachweisen.

Da sich diese Schadstoffe in Tapeten, Teppichen, Vorhängen und Möbeln festsetzen, bleiben sie auch nach intensivem Lüften noch lange in der Luft und werden eingeatmet. Dies gilt umso mehr, wenn auf kleinem Raum, zum Beispiel im Auto, geraucht wird. Hier ist die Konzentration der Schadstoffe aus dem Tabakqualm besonders hoch

Passivrauchen erhöht eine Reihe gesundheitlicher Risiken für Ihr Kind

In vielen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass nicht nur Rauchen während der Schwangerschaft bestimmte Risiken für das Kind erhöht, sondern auch das Passivrauchen nach der Geburt. Dabei gilt auch väterliches Rauchen als Risikofaktor.

So geht man davon aus, dass das Risiko des plötzlichen Säuglingstodes (SIDS) durch elterliches Rauchen zwei- bis vierfach höher ist als in einem rauchfreien Zuhause. Wie stark sich das Risiko erhöht, hängt unter anderem davon ab, wie viele Zigaretten geraucht werden und wie lange das Kind dem Passivrauchen ausgesetzt ist.

Auch das Risiko des Kindes, an einer Allergie, insbesondere an allergischem Asthma bronchiale, zu erkranken, ist in Raucherhaushalten deutlich höher.

Passivrauchende Kinder sind häufiger krank

Passivrauchende Säuglinge und Kinder sind anfälliger gegenüber einer Reihe von Erkrankungen.

So erkranken Kinder aus Raucherhaushalten unter anderem häufiger an

  • akuter wie auch chronischer Mittelohrentzündung,
  • Lungenentzündung und Bronchitis,
  • Asthma und anderen Erkrankungen der Atemwege.

Doch auch das allgemeine Befinden wird durch das Mitrauchen deutlich beeinträchtigt. So klagen Kinder, deren Eltern rauchen, zum Beispiel doppelt so häufig über Husten, Schwindel und Kopfschmerzen wie Kinder aus Familien, in denen nicht geraucht wird. Sie haben öfter Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, und leiden häufiger unter Schlafstörungen.

Da das Passivrauchen auch die körpereigenen Abwehrkräfte schwächt, können sich Krankheitserreger leichter ausbreiten, so dass Kinder aus Raucherfamilien insgesamt häufiger krank sind als jene, die rauchfrei aufwachsen.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
www.kindergesundheit-info.de

 

Schlafen will gelernt sein - ALVI

Einschlafen will gelernt sein

Babys brauchen die Erfahrung, dass jemand da ist, der ihnen beim Einschlafen hilft, ihre Bedürfnisse erkennt und zuverlässig befriedigt. Geborgen und sicher finden sie leichter in den Schlaf.

In den ersten Lebensmonaten, in denen sich ein Kind „in die Welt einfindet“, muss es seinen Rhythmus zwischen Hunger und Sattsein, Schlafen und Wachsein erst noch entwickeln. In dieser Zeit braucht es besondere Aufmerksamkeit und ein einfühlsames, möglichst promptes Eingehen auf seine Bedürfnisse.

Vor allem in den ersten drei Monaten braucht Ihr Baby noch einen engen Körperkontakt, um Ihre Nähe zu spüren und sich sicher und geborgen zu fühlen. Es braucht die Erfahrung, dass seine Signale verstanden und seine Bedürfnisse nach Nahrung, nach Schlaf, aber auch nach Unterhaltung und Zuwendung verlässlich befriedigt werden.

Auch wenn Ihr Baby in der Nacht aufwacht, benötigt es ein Zeichen Ihrer Verlässlichkeit und Nähe. Indem Sie feinfühlig auf seine Signale reagieren, unterstützen Sie es darin zu lernen, zunehmend selbständig zur Ruhe zu finden. Nehmen Sie Ihr Kind aber nicht immer gleich hoch, wenn es sich bemerkbar macht, ein wenig quengelt oder wach im Bett liegt. Sprechen Sie leise mit ihm, streicheln sie es sanft – oft reichen bereits diese kleinen Zeichen Ihrer Zuwendung, damit es sich sicher und geborgen fühlt und beruhigt den Weg zurück in den Schlaf findet.

Für die speziellen Ansprüche von Frühchen hat der Hersteller ALVI Schlafsäcke entwickelt, die bereits ab einer Körpergröße von 40cm verwendet werden können. Das 3-Knopf-System sorgt dafür, dass der Schlafsack über drei Größen mitwächst. Da Frühchen eine kuschelige und warme Umhüllung brauchen, die Geborgenheit schafft, ist der Frühchenschlafsack leicht wattiert und besteht aus pflegeleichter Baumwolle, die die sensible Babyhaut wärmt, ohne sie zu überhitzen. Er verfügt außerdem über einen umlaufenden Reißverschluss, der das Wickeln vereinfacht. Eine kleine Kabelauslassöffnung am Außensack dient als Zugang für Versorgungs- oder Überwachungsschläuche.

Regelmäßigkeit im Alltag hilft einen Rhythmus zu finden

Auch wenn in den ersten Lebenswochen eines Babys zunächst noch einiges „drunter und drüber“ geht, ist es wichtig, dass Sie möglichst von Anfang an versuchen, den Tagesablauf mit Ihrem Kind regelmäßig zu gestalten. Frühzeitig eingeführte Routinen und Strukturen bei der Pflege, beim Stillen oder Füttern wie auch beim Schlafenlegen helfen bereits dem Baby, sich zu orientieren und seinen Rhythmus zu finden. Auch wenn Ihr Baby zum Beispiel immer wieder erlebt, wie sich Anregung und Ruhepausen entsprechend seinen jeweiligen Bedürfnissen abwechseln, lernt es nach und nach, dass alles seine Zeit hat. Denn Kinder – so jung sie auch noch sein mögen – lernen durch die Strukturen, die Eltern ihnen anbieten.

Nur ein müdes Kind kann schlafen

Babys können sich nicht „entscheiden“, jetzt zu schlafen, sondern werden vom Schlaf übermannt. Sind sie allerdings nicht wirklich müde, wenn man sie zum Schlafen in ihr Bettchen legt, sollte man sich nicht wundern, wenn sie nicht zur Ruhe kommen. Häufig überschätzen Eltern den Schlafbedarf ihres Kindes. Das Kind verbringt dann mehr Zeit im Bett, als es wirklich schlafen kann. Dabei brauchen auch junge Babys in ihren Wachphasen bereits Anregung und Beschäftigung, möchten sich „unterhalten“ und spielen. Doch achten Sie dabei immer auch auf Zeichen von Müdigkeit. Wenn Ihr Baby den Blick abwendet, gähnt, gerötete Augen hat oder – wenn es schon etwas älter ist – die Augen reibt, ist es Zeit für eine Ruhepause oder ein Schläfchen.

Aber: Bei Übermüdung fällt die Entspannung schwer

Bei Ihrem Baby auf Zeichen von Müdigkeit zu achten, ist aber auch deshalb wichtig, um Übermüdung zu vermeiden. Denn wenn Kinder übermüdet und überreizt sind, fällt das Einschlafen schwer.

Gerade bei Babys, die schwer zur Ruhe kommen und Schwierigkeiten haben, sich selbst zu beruhigen, kann es passieren, dass das „Tor zum Einschlafen“ verpasst wird. So nennt der Verhaltensbiologe Joachim Bensel den fürs Einschlafen günstigen Zeitpunkt, zu dem Kinder von einer aktiveren in eine ruhigere Phase eintreten und besonders gut einschlafen. Lässt man diesen Zeitpunkt verstreichen, kann es unter Umständen längere Zeit dauern, bis sich ein neues „Einschlaftor“ auftut.

Häufiges Schreien ist oft ein Zeichen von Schlafmangel

Besonders bei Kindern, die häufig und lang anhaltend schreien (sogenannten „Schreibabys“), liegt meist Schlafmangel vor: Diese Kinder bekommen häufig tagsüber einfach zu wenig Schlaf, sind übermüdet und überreizt und kommen dadurch erst recht nicht mehr zur Ruhe – ein Teufelskreis. Hier ist es besonders wichtig, erste Anzeichen von Müdigkeit und Unlust zu erkennen. Wenn Ihr Baby sehr oft überreizt und übermüdet wirkt, sollten Sie versuchen, dass es mehr Schlaf bekommt. Nehmen Sie es zum Beispiel nicht immer gleich hoch und legen es an, wenn es einmal aufwacht. Denn Säuglinge wachen durchaus öfters auf, um kurz danach wieder von allein einzuschlafen.

Eigenständigkeit am Tag hilft auch in der Nacht

Die Erfahrungen, die ein Kind am Tag macht, spielen für das Ein- und Durchschlafen eine wichtige Rolle: Ein Kind, das tagsüber darin unterstützt wird, aus eigenem Antrieb und selbstbestimmt seine Erfahrungen zu suchen, gewinnt eher das notwendige Selbstvertrauen, das es auch zum selbstständigen Einschlafen braucht. Solange Ihr Baby zum Beispiel vergnügt mit seinen Fingern spielt, können Sie es ruhig auch mal sich selbst überlassen. Damit helfen Sie ihm, erste Schritte in die Eigenständigkeit zu machen.

Selbstständiges Einschlafen erleichtert das Durchschlafen

Schlafexperten weisen immer wieder darauf hin, dass Durchschlafprobleme im Grunde Wiedereinschlafprobleme sind. Denn alle Kinder wachen nachts mehrmals auf. Das, was wir Durchschlafprobleme nennen, tritt auf, wenn das Kind nach diesem kurzen Aufwachen nicht wieder alleine in den Schlaf zurückfindet. Wenn Ihr Baby abends wach in seinem Bettchen liegt und mit Ihrer Unterstützung nach und nach lernt, sich selbst zu beruhigen und in den Schlaf zu finden, wird es ihm auch in der Nacht eher gelingen, nach kurzem Aufwachen von alleine wieder einzuschlafen. (Stand: 19.03.2015)

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
www.kindergesundheit-info.de

Blickkontakt mit Baby

Sprechfreude durch Zuwendung steigern

Durch Ihre Zuwendung steigern Sie die Sprechfreude Ihres Kindes. Ermuntern Sie Ihr Kind, sich mit seiner Umwelt zu verständigen, und regen seine sprachliche Entwicklung an. Am besten geht das, indem  Sie Ihr Kind immer mit ihrer Stimme und mit Worten trösten und beruhigen, auch beim Streicheln und Liebkosen mit ihm reden. Gehen Sie auch auf die Signale Ihres Babys ein, wenn es zum Beispiel über den Blickkontakt Ihre Aufmerksamkeit sucht.

Lassen Sie Ihr Kind auf seine Weise die Welt „entdecken“

„Angetrieben“ von einer angeborenen Neugier, versuchen Kinder vom ersten Lebenstag an zu verstehen, was um sie herum passiert und was das mit ihnen selbst zu tun hat. Sie beschäftigen sich aktiv mit den Dingen um sie herum und eignen sich vor allem in den ersten Lebensjahren auf diese Weise ihr Wissen und Können an.

  • Bieten Sie Ihrem Kind möglichst vielfältige Anregungen, sich seinem Alter entsprechend zu beschäftigen und zu spielen.
  • Achten Sie die Bedürfnisse und Interessen Ihres Kindes und lassen Sie es selbst bestimmen, wann und wie ausgiebig es sich mit etwas beschäftigt.
  • Ermöglichen Sie Ihrem Kind, seine Umwelt auf möglichst vielfältige und unterschiedliche Weise wahrzunehmen.

Verwöhnen Sie Ihr Kind von Anfang an mit Sprache

Damit seine Sprechfreude geweckt wird, muss Ihr Kind Sprache hören. Nur so wird es mit der Sprache seiner Umgebung zunehmend vertrauter, kann seine Wahrnehmungenvon Dingen, Ereignissen und Gefühlen damit in Verbindung bringen und schließlich „seine Regeln“ ableiten, sie anwenden und verfeinern.

  • Sprechen Sie von Anfang an mit Ihrem Kind. Erzählen Sie ihm mit kurzen und einfachen Sätzen, was Sie gerade tun („Jetzt ziehe ich dir deine Windel an“, „Papa nimmt dich auf den Arm“, „Schau, da ist eine Puppe“).
  • Was Sie ansprechen, sollte Ihr Kind gleichzeitig sehen, hören oder fühlen können. Umgekehrt sollten Sie das, was Ihr Kind wahrnimmt und für das es sich interessiert, in Worte fassen („Das ist ein Ball.“, „Das ist ein Teller.“).
  • Spielen Sie Sing-, Wort- und Bewegungsspiele mit Ihrem Kind. Lieder, kurze Reime und Fingerspiele bereiten bereits dem Baby großes Vergnügen. Je häufiger Sie diese wiederholen, desto besser. Und wenn Sie Ihr Kind hierbei in seiner Babysprache nachahmen, bestätigen Sie ihm damit, dass es auf dem richtigen Weg der Sprachentwicklung ist. Erst im Kleinkindalter sollte nicht mehr in „Babysprache“ mit dem Kind geredet werden.
  • Schauen Sie auch schon im ersten Lebensjahr so oft wie möglich gemeinsam Bilderbücher an und erzählen Sie kleine Geschichten dazu. Kinder sind begeistert, wenn sie aus Büchern etwas über Figuren, Tiere und Alltagsgegenstände erfahren: Wer ist das? Wie macht die Kuh?

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
https://www.kindergesundheit-info.de

Was darf ich in der Stillzeit essen?

Die richtige Ernährung in der Stillzeit

Führt Kohl zu Blähungen auch beim Baby? Einfach drauflos futtern oder sorgsam das Essen auswählen? Stillende Mütter fragen sich oft, welche Lebensmittel sie genießen oder besser weglassen sollten. Ernährungsexperten sehen grundsätzlich kein Problem in einer gesunden Mischkost. Ob Obst, Gemüse, roh oder gekocht, Fleisch, Wurst oder Fisch: Wenn die Frau solche Lebensmittel schon vor der Schwangerschaft gut vertragen hat, sollte sie diese Ernährung fortführen. Ein Mix aus frischen Lebensmitteln ist für Mutter und Kind die beste Grundlage und sichert dem Baby alle Nährstoffe, die es braucht.

Kohl in der Stillzeit

Blähende Substanzen, wie sie etwa bei Kohl oder Linsen vorkommen, belasten ein Baby eher nicht. Wenn die Mutter mit solchen Gemüsesorten gut klar kommt, geht es ihrem Nachwuchs ebenfalls gut. Allerdings kann sich der Geschmack der Muttermilch durch unterschiedliche Lebensmittel etwas verändern. Das bemerkt das Baby durchaus. Hat die Mama aber schon in der Schwangerschaft solche Lebensmittel zu sich genommen, ist das Baby an die speziellen Aromen gewöhnt und akzeptiert sie in der Regel. Ein Großteil der Stoffe landet ohnehin nicht in der Muttermilch.

Was ist mit Gewürzen?

Selbst scharfe Sachen wie Chili und Gewöhnungsbedürfiges wie Knoblauch müssen Mütter nicht per se weglassen. Viele Babys vertragen solche Gewürze problemlos. Ist das Kind aber quengelig, hat Koliken und vielleicht sogar einen wunden Po, scharfe Gewürze erst mal weglassen. Nach ein paar Tagen kann man dann vorsichtig mit einem Gewürz nach dem anderen durchtesten, was vertragen wird und was nicht – und ob es überhaupt ein Gewürz oder Lebensmittel war, welches das Unwohlsein hervorgerufen hat.

Fruchtsäuren

Auch Fruchtsäuren können in selteneren Fällen zu solchen Symptomen führen. Deshalb gehört auch Obst zu den möglichen Auslösern von Verdauungsproblemen in der Stillzeit. Das ist aber eher selten der Fall, weshalb die Mama nicht gleich beim ersten feuchten Pupser ihres Babys panisch die Frischvitamine weglassen sollte. Waren Rohmilchkäse und ungebratenes Hackfleisch (Tatar) in der Schwangerschaft wegen möglicher Infektionsgefahren noch tabu, sind diese Lebensmittel beim Stillen wieder erlaubt. Denn solche Keime werden, sollte man sie sich mal eingefangen haben, nicht über die Muttermilch übertragen.

Fisch

Wichtig ist eine Fischmahlzeit pro Woche. Vor allem fetter Meeresfisch wie Makrele und Lachs mindert das Risiko des Kindes für spätere Allergien, wie Studien besagen. Das ist zwar noch nicht hundertprozentig belegt, gesund ist Meeresfisch aber auf jeden Fall und eine willkommene Abwechslung im Speiseplan.

Kuhmilch

Kuhmilch dürfen kleine Babys noch nicht trinken, das ist klar. Aber die Mutter? Kein Problem, sagen Experten. Nur ganz selten kommt es dadurch zu Blähungen oder Koliken beim Kind. Denn die Kuhmilch wird in Magen und Darm vollständig verdaut, wenn die Mama grundsätzlich keine Probleme mit Milch – allergie und Laktose-Intoleranz hat. Dann bleiben nur die Vitamine, Milchfette und Eiweiße übrig, und die sind gesund fürs Baby.

Kaffee

Anders ist es mit Kaffee. Hier ist noch ein wenig Vorsicht geboten. Zwei oder drei Tassen täglich sind meist kein Problem. Wird es aber mehr, kann das Baby unruhig werden. Denn teilweise geht das Koffein im Kaffee in die Muttermilch über. Das gilt auch für schwarzen Tee. Am besten nach drei Uhr nachmittags keinen Kaffee oder starken schwarzen Tee mehr trinken, damit das Baby nachts gut schläft.

Alkohol

Zurückhaltung bitte auch bei Alkoholischem. Mal am Sekt nippen – kein Problem. Auch ein Glas Bier ist erlaubt, besser aber nicht mehr.

Vegetarisch

Veganerinnen sollten sich in der Stillzeit beraten lassen, welcher Mix an Lebensmitteln ihnen und ihrem Baby gut tut. Grundsätzlich haben auch sie mit dem richtigen Ernährungsplan kein Problem. Lediglich bei einigen wenigen Vitalstoffen, die vor allem im Fleisch und in Kuhmilch enthalten sind, könnte eine Nahrungsergänzung durch Tabletten nötig sein, unter anderem beim Vitamin B12.

Das haus kindersicher machen

So wird das Haus kindersicher

Die ersten selbstständigen Ausflüge des Kleinkindes sind lustig anzuschauen. Mühsam, aber voller Entdeckerdrang robbt der Nachwuchs über den Boden, hält sich fest, fasst alles an. Je geschickter er das macht, umso schneller erobert er schließlich die ganze Wohnung noch vor den ersten Schritten. Das ist natürlich mit großen Risiken verbunden. Vor seinen Händen ist nichts mehr sicher, was auf dem Boden oder niedrigen Tischen steht. Er reißt alles um, steckt sich so manches in den Mund, auch Blätter und Früchte von mitunter giftigen Pflanzen und Gegenständen, die ihm im Hals stecken bleiben können.

Sicherheitsmaßnahmen

Als erste Sicherheitsmaßnahme daher alles wegräumen, was potenziell gefährlich ist für das Baby. Dazu gehören alle herumliegenden Gegenstände, die es greifen kann – außer den altersgerechten Spielsachen. Aber auch hier aufpassen, dass es nicht etwa bunte Holzkugeln in den Mund steckt und runterschluckt. Regale und Kommoden unbedingt an der Wand befestigen, denn hier gibt es ein großes Gefahrenpotenzial auch für ältere Kinder.

Wenn sie anfangen darauf herum zu klettern, können solche Möbel umfallen und schwere Verletzungen nach sich ziehen. Daher grundsätzlich alle Möbel, auch Elektrogeräte wie Fernseher, so aufstellen, dass Kinder sie nicht so leicht umwerfen können. Bei Möbeln außerdem auf harte Kanten achten. Im Handel gibt es Plastikkappen für solche Kanten, die sie runder und weicher machen, so dass das Kind sich nicht verletzt, wenn es daran stößt.

Strom

Auch Steckdosenmüssen unbedingt kindersicher werden. Dafür bietet der Fachhandel kindersichere Einsätze an, die tief in der Steckdose angebracht werden. Kabel von Elektrogeräten so anbringen, dass sie nicht herausgerissen werden oder daran hängende Lampen umfallen können.

Treppen

Gibt es im Haus Treppen? Auch sie müssen kindersicher gemacht werden. Das lässt sich mit Absperrungen bewerkstelligen (Treppenschutzgitter), in die Türchen eingelassen sind. Allzu ängstlich sollte man diesbezüglich aber nicht sein, denn Kinder sollen das Treppensteigen ja auch möglichst bald lernen. Deshalb das Türchen zum Üben auch mal offen lassen und mitgehen, wenn das Kind zum Bergsteiger wird. Die Eltern werden erfreut feststellen, dass es sich beim Hoch- und Runterkrabbeln schon bald sehr geschickt anstellt.

Hat das Haus noch eine alte Holztreppe? Die Streben stehen dann möglicherweise recht weit auseinander. Vorsicht, sehr kleine Kinder können sich möglicherweise durchzwängen oder den Kopf durchstecken und beim Zurückziehen des Kopfen zwischen den Streben hängenbleiben. Dann sollte zusätzlich das Geländer gesichert werden. Am besten einen Handwerker fragen.

In den Schränken

In Küchenschränken stehen oft in Bodenhöhe allerlei Reinigungsmittel. Und weil Kinder fast alles probieren wollen, sind auch sie eine Gefahr. Das Ganze also irgendwo anders sicher unterbringen. Auch zerbrechliche Dinge wie Vasen oder Geschirr hochstellen, damit das Kind sie nicht kaputtmachen und sich dann an den Scherben verletzen kann.