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Geburt

Weniger Schmerzen bei der Geburt

Viele Frauen haben Angst vor den Schmerzen bei einer Geburt. So gibt es immer mehr Geburten, die medizinisch begleitet werden. Diese Therapien werden am häufigsten in Anspruch genommen: Drei Prozent der Frauen ließen sich mit naturheilkundlichen Methoden wie Homöopathie oder Akupunktur helfen, für entkrampfende Mittel und/oder Schmerzmittel wie Zäpfchen oder Infusionen entschieden sich zehn Prozent, vier Prozent verwendeten Lachgas, und die „beliebteste“ Schmerztherapie ist die PDA (Periduralanästhesie), welche 25 Prozent der Frauen durchführen ließen. Einem Kaiserschnitt mit PDA unterzogen sich fast acht Prozent der Frauen und ein Prozent einem Kaiserschnitt mit Vollnarkose. 49 Prozent der Frauen haben völlig natürlich geboren, ohne schmerztherapeutische Hilfe. An der Umfrage nahmen insgesamt 313 Frauen teil.

Am Anfang helfen oft Massagen

Bei einer Geburt steigern sich die Schmerzen nach und nach. Entsprechend dem Grad der Beschwerden wird unterschiedlich behandelt. Solange die Schmerzen noch nicht so groß sind, genügen meist Massagen oder ein Bad, um sich Erleichterung zu verschaffen. Reichen diese Methoden nicht mehr aus, nutzen viele Ärzte zunächst natürliche Schmerzmittel. Sind die Schmerzen für die Frau aber nach wie vor nicht erträglich, wird eine PDA gelegt, wenn die Schwangere dies wünscht.

Die Beschwerden werden dabei stets individuell therapiert und die Gebärende darf mitbestimmen, ob und wann sie welches Medikament erhält. Allerdings muss man beachten, dass Schmerzmittel wie beispielsweise Buscopan und Meptid nicht sehr anhaltend wirken, der schmerzlindernde Effekt nimmt schon nach kurzer Zeit wieder ab. Die PDA hingegen wirkt länger.

Das Internet bietet eine Fülle an richtigen, aber auch falschen Informationen zur Schmerztherapien bei der Geburt sowie viele Horrorgeschichten. Diese führen zu Verunsicherung und können Ängste hervorrufen. In einem persönlichen Gespräch mit den Fachärzten der Gynäkologie und Anästhesie kann die werdende Mutter alle Fragen, Bedenken und Sorgen klären. Auch wer naturheilkundliche Maßnahmen in Anspruch nehmen möchte, sollte dies vorab besprechen. Nur wer diese Möglichkeiten wahrnimmt, kann für sich das beste Verfahren für die Geburt auswählen.

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Gefährliche Darminfekte bei Frühgeborenen

Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden jedes Jahr weltweit 15 Millionen Babys zu früh geboren. In Deutschland sind es jährlich ca. 65 000. Diese Frühgeborenen oder so genannten Frühchen sind wegen des noch unterentwickelten Immunsystems anfälliger für Infektionskrankheiten und neigen häufig auch zu Entzündungen des Magen-Darmtraktes. Diese Infektionen können Schädigungen der Organe nach sich ziehen.

Behandelt werden kann diese Erkrankung mit Antibiotika oder einem chirurgischenEingriff, dem jedoch lebenslange Komplikationen folgen können.  Dass auch Muttermilch schützen kann, haben unlängst wissenschaftliche Studien belegt. Es stellte sich heraus, dass Frühgeborene, die mit Muttermilch ernährt werden, seltener an diesen Infektionen erkranken als Babys, die herkömmliche Säuglingsnahrung zu sich nehmen. Die herkömmliche Säuglingsnahrung unterscheidet sich von der Muttermilch dadurch, dass letztere spezielle Zuckermoleküle enthält, welche im Milchpulver nicht vorkommen. Nach Fetten und Lactose bilden sie den drittgrößten Anteil der menschlichen Muttermilch, und sie kommen in dieser Komplexität und Menge nur in der Muttermilch vor. Sie enthält zwischen fünf und 25 Gramm davon pro Liter.

Muttermilch schützt den Darm von Frühchen

Wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass diese natürlichen Zucker verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen auf Säuglinge haben. Sie sind präbiotisch, können das Risiko für Infektionskrankheiten wie Norovirus-Infektionen senken und fördern die neuronale Entwicklung der Neugeborenen. Zudem haben sie einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems und die gesunde Entwicklung des Magen-Darmtraktes, was wiederum eine wichtige Rolle beim Schutz vor der gefährlichen Darmentzündungen bei Frühgeborenen spielt. In diesem Zusammenhang konnte nachgewiesen werden, dass manche Zuckermoleküle, die n der Muttermilch vorkommen, diese schädliche Darmerkrankung von Frühgeborenen abwenden können. Das bedeutet, dass vor allem gestillte Babys und Frühgeborene, die Muttermilch bekommen, von den positiven gesundheitlichen Auswirkungen dieser Zuckermoleküle profitieren können.Seit einigen Jahren gibt es jedoch auch eine künstlich hergestellte Babynahrung, die solche Zuckermoleküle enthält und nicht gestillten Babys damit einen guten Schutz bieten kann.

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Mutterliebe macht einfühlsamer

Oxytocin gilt als das „Bindungshormon“ bei Säugetieren und Menschen. Denn es stärkt Vertrauen und fördert soziale Bindungen. Es ist ein Hormon der Nähe, welches schon ganz früh in der menschlichen Entwicklung von entscheidender Bedeutung ist: Seine Produktion wird angekurbelt bei Blickkontakt, Mitgefühl oder angenehmen Berührungen. Forscher haben nun die Frage geklärt, ob das Verhalten der Mutter die Entwicklung des Oxytocin-Systems beim Säugling entscheidend beeinflussen kann. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass viel mütterliche und väterliche Fürsorge den Anteil des Oxytocins bei Babys steigert. Kinder sind somit auf diese frühen, grundlegenden Kontakte zu Mutter und Vater angewiesen, die ihnen letztendlich erleichtern, sich mit anderen zu verbinden und zu beschäftigen.

Veränderungen in der DNA

So beobachteten die Wissenschaftler eine Spielsituation zwischen Müttern und ihren fünf Monate alten Kindern. „Beim diesem Besuch und etwa ein Jahr später, als das Kind 18 Monate alt war, haben wir sowohl bei der Mutter als auch beim Säugling Speichel gesammelt. Um die Werte des Oxytocins zu untersuchen, haben wir uns das sogenannte Oxytocin-Rezeptorgen genauer angeschaut. Der Oxytocin-Rezeptor ist unerlässlich, damit das Hormon Oxytocin seine Wirkung entfalten kann.“, erklärt Kathleen Krol. Sie hat die Studie gemeinsam mit Tobias Grossmann am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig durchgeführt und arbeitet nun in Connellys Labor an der Universität.

„Wir konnten nachweisen, dass sich sogar in der DNA der Säuglinge Veränderungen ergeben hatten durch die Qualität des mütterlichen Engagements. Haben sich Mütter beim Spielen mit ihren Kindern besonders eingesetzt und gekümmert, zeigte sich dies ein Jahr später am Oxytocin-Spiegel. Ein höheres mütterliches Engagement hat also das Potenzial, den Anteil des Oxytocins bei ihren Kindern zu steigern.“, erklärt die Wissenschaftlerin.

Ob sich diese höheren Werte auch im späteren Leben erhalten, ist allerdings noch nicht geklärt. Dazu müssten die Kinder über Jahre bis ins Erwachsenenleben hinein immer wieder getestet werden.

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Urlaubstipps für Schwangere

Eine Urlaubsreise ist bei einer unkomplizierten Schwangerschaft kein Problem, wenn einige wichtige Aspekte beachtet werden. „Grundsätzlich sollte für eine schwangere Frau auf der Fahrt und am Urlaubsziel immer medizinische Hilfe erreichbar sein“, empfiehlt Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. Seiner Erfahrung nach ist das Reisen im zweiten Trimester am wenigsten belastend, also etwa zwischen der 13. und 30. Woche. „In den ersten drei Monaten haben viele Frauen mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen. Auch ist am Anfang der Schwangerschaft immer damit zu rechnen, dass Blutungen auftreten, die bei Ruhe meist spontan zum Stillstand kommen. Es ist besser, dann nicht gerade im Urlaub zu sein“, erläutert der Frauenarzt. „Und in den letzten Wochen der Schwangerschaft fallen alle körperlichen Anstrengungen immer schwerer.“

Genug trinken auf der Reise

Bei Reisen, die über zwei Stunden dauern, sollte die Schwangere daran denken, immer wieder die Beine zu bewegen, um Thrombosen zu verhindern. „Außerdem sollte sie immer genug Flüssigkeit zu sich nehmen und gegebenenfalls auch leichte Stützstrümpfe tragen“, empfiehlt Albring. Bei einem Urlaub in den Bergen muss berücksichtigt werden, dass mit zunehmender Höhe der Sauerstoffgehalt der Luft abnimmt. „Die Schwangere wird dann kurzatmig und ist sehr schnell erschöpft. Bei der Anreise und auch am Urlaubsort selbst gilt deshalb die Regel, dass pro Tag der Höhenunterschied nicht mehr als 500 Meter betragen sollte.

Ähnlich verhält es sich mit Hitze. Eine Außentemperatur von 30 Grad und darüber ist nicht von vornherein ungesund, meint Albring. „Aber der Kreislauf macht dann schneller schnapp, die Schwangere ermüdet schneller“, meint Dr. Albring. „Auf jeden Fall sollte die heiße Tageszeit möglichst im Schatten verbracht werden, sie sollte unbedingt genug trinken, am besten Wasser, Kräutertee oder stark verdünnte Obstsäfte.“ Am leichtesten kämen meistens Frauen mit Hitze zurecht, die über die Schwangerschaft hinweg nicht zu viel Gewicht zugelegt haben, sportlich und aktiv geblieben sind.

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Den Schlaf technisch überwachen?

Smarte Technik erobert nicht nur Wohnzimmer und Küchen, sondern kommt zunehmend auch rund ums Babybett zum Einsatz: Es gibt eine große Auswahl an Geräten, die den Schlaf des Babys aufzeichnen und seine Körperfunktionen überwachen. Experten sehen die elektronischen Helfer kritisch. „Nur bei sehr wenigen Säuglingen ist eine Schlafüberwachung tatsächlich medizinisch notwendig“, sagt Dr. Alfred Wiater, Kinder- und Jugendarzt und Schlafmediziner aus Köln. „Etwa bei schwer ausgeprägten Atmungs- und Herz-Kreislauf-Störungen.“ In solchen Fällen erfolge die ärztlich verordnete Heimüberwachung durch einen kombinierten Herz-Atmungs-Monitor. „Die Eltern werden gezielt geschult, wie sie sich bei einem Alarm verhalten sollen und wie sie ihr Kind im Notfall reanimieren können.“

Angst vorm plötzlichen Kindstod

Das Problem, das der Experte bei solchen Geräten und Apps sieht: Sind sie hinreichend getestet und sicher? Sind sie störanfällig, lösen sie häufiger falschen Alarm aus und versetzen Eltern so eher in Angst und Schrecken? Hinzu kommt, dass bestimmte Überwachungsfunktionen manche bedrohliche Situation gar nicht erkennen. „Registriert ein Gerät zum Beispiel nur Atembewegungen, aber nicht die Herzfrequenz, dann kann das Kind trotz Monitoring in einen Sauerstoffmangel geraten“, so der Mediziner.

Die Angst vorm plötzlichen Kindstod ist es, die Eltern meist zu solchen Überwachungsaktionen verleitet. Die Ursachen sind nach wie vor nicht restlos geklärt. Ärzte vermuten eine Hirnstörung. Besonders häufig tritt der plötzliche Kindstod in den ersten sechs Lebensmonaten auf, männliche Babys sind etwas häufiger betroffen. Untersuchungen zeigen: Mit der richtigen Vorbeugung lässt sich das Risiko stark senken. So sollte das Baby immer in Rückenlage schlafen und möglichst in einem Schlafsack, in den es nicht tief hineinrutschen kann. Der Kopf sollte immer frei sein. Von einer Decke raten Mediziner eher ab, weil sie hochrutschen und den Kopf des Babys abdecken kann. Schläft das Baby im Elternschlafzimmer, fördern die Schlafgeräusche der Eltern die regelmäßige Atmung des Kindes.

Kinderrechte

30 Jahre Kinderrechte

Mit dem 20. November 1989 verbindet das Deutsche Kinderhilfswerk ein ganz besonders historisches Ereignis: die UN-Kinderrechtskonvention wurde „geboren“. 54 Artikel, die Kindheit als eigenständige Lebensphase betrachten und den Kindern weltweit besondere Rechte garantieren. Was heute vielleicht selbstverständlich erscheint, war vor 30 Jahren revolutionär!

Denn waren Kinder bis 1989 rechtlich gesehen Schutzbefohlene von Erwachsenen, besitzen sie nun durch die UN-Kinderrechtskonvention erstmals eigene, einklagbare Rechte. Ein großer Unterschied, der Kindern mehr Schutz, Förderung und Beteiligung zusichert.

Allerdings werden auch in Deutschland noch heute Kinderrechte verletzt. Trotz Wirtschaftswachstum und Rückgang der Arbeitslosenquote ist hierzulande jedes 5. Kind von Armut betroffen. Diese Kinder erleben meist schlechtere Bedingungen, wenn sie spielen, erreichen mit großem Abstand nicht die Bildungsabschlüsse von Kindern aus besser gestellten Familien, leben ungesünder – und haben somit auch insgesamt schlechtere Zukunftsperspektiven.

Mehr Infos finden Sie hier www.dkhw.de

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Wird mein Baby beim Stillen satt?

Wird mein Baby an der Brust wirklich satt? Viele Mütter bringt diese Sorge dazu, mit dem Stillen früher als gewollt aufzuhören. Oder sie fangen gar nicht erst an, obwohl sie es eigentlich fest vorhatten. Manchmal helfen kleine Anpassungen beim Anlegen und Stillen dabei, die Milchbildung noch besser auf den Bedarf des Säuglings abzustimmen. Und das Baby zeigt auch, dass es genug Milch bekommt.

In den ersten Tagen nach der Geburt läuft die Milchbildung erst einmal an. Richtiges Anlegen ist wichtig, damit das Kind an die verfügbare Milch kommt. Mit jedem Stillen wird die Milchbildung angeregt. Menge und Zusammensetzung der Muttermilch sind auf den Bedarf des Babys genau abgestimmt und passen sich während einer Stillmahlzeit und über die gesamte Stillzeit immer wieder an. Voraussetzung dafür ist, dass sensibel auf die Hungersignale des Babys reagiert und nach Bedarf gestillt wird. Das Kind kann etwa durch Unruhe, Strampeln oder Such- und Schmatzbewegungen zeigen, dass es gestillt werden möchte. Oder auch durch eine angespannte Körperhaltung, geballte Fäuste oder Saugen am Finger. Schreien ist bereits ein spätes Hungersignal.

Mehr Hunger bei Wachstumsschüben

Wie oft und wie lange ein Baby trinkt, ist ganz verschieden. Verlangt ein Baby z. B sehr häufig die Brust oder trinkt es besonders kurz oder lange, lässt sich daraus kein „Milch-Mangel“ ableiten. Bei Wachstumsschüben braucht das Baby mehr Nahrung. Dann ist es besonders wichtig, das Kind häufiger anzulegen, damit die Milchbildung über die Stillhormone angepasst wird.

Nach dem Anlegen an die Brust macht das Baby zunächst kurze, schnelle Saugbewegungen, bis die Milch kommt. Danach saugt und schluckt es rhythmisch und ausdauernd mit gelegentlichen Pausen. Ein hörbares Schlucken jeweils nach ein- oder zweimal Saugen ist ein hilfreiches Zeichen dafür, dass es mit dem Trinken klappt. Wenn das Baby satter wird, entspannen sich seine Hände und Arme immer mehr. Es macht einen zufriedenen Eindruck, lässt die Brustwarze los und schläft vielleicht ein.

 

Befruchtete Eizelle

Die Entstehung eines neuen Menschenlebens – Video

Ein neues Menschenleben entsteht durch die Verschmelzung von Spermium und Eizelle. Dieses Video zeigt den Befruchtungsprozess in Virtual Reality. Neben dem normalen Befruchtungsvorgang wird auch mit faszinierenden Bildern gezeigt, wie sich Spermien und Eizelle verhalten, wenn sie sich nicht in bester Verfassung befinden. Darüber hinaus wird gezeigt, welche Auswirkungen der Verzicht auf Drogen und Alkohol, regelmäßiger Sport, eine gesunde Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel auf die Samenzellen haben können.

Hier können Sie sich das fasziniernde Viedoe ansehen.

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Mit den wertvollen Nährstoffen bereiten Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch ihren Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Außerdem unterstützen sie zusätzlich die natürliche Entwicklung ihres Babys im Mutterleib. Um diese in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen, sind Nahrungsergänzungsmittel mit entsprechenden Wirkstoffen unerlässlich.

Auch Männer die Spermabildung unterstützen. Mit Nahrungsergänzungsmitteln, die auf den Nährstoffbedarf von Männern mit Kinderwunsch zugeschnitten sind.

Weitere Informationen zum Thema unerfülltem Kinderwunsch finden Sie unter https://www.aus2mach3.de

 

 

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Kurse online buchen

In Deutschland gibt es mehr als 10.000 Anbieter, die sich auf Kurse rund um den Nachwuchs spezialisiert haben: Babyschwimmen, Geburtsvorbereitung, musikalische Früherziehung und viele mehr.
Für Eltern ist es schwer, den richtigen Kurs zu finden. Ebenso ist es nahezu unmöglich zu erkennen, wie gut der Kurs ist. Hinzu kommen auch bei vielen Vereinen aufwändige Buchungs- und Bezahlprozesse, einzelne Kurse werden nicht online aufgeführt oder sind schlecht erklärt.
Das soll sich nun ändern.

Vor fast einem Jahr entstand die Idee für das Startup kikudoo aus Schleswig-Holstein. Gründer Julius Timtschenko wurde Zeuge, wie seine Frau vergeblich versuchte, einen Schwimmkurs für deren damals zweijährige Tochter Mia zu buchen. „Wir wussten einfach nicht, wann die nächsten Kurse eingestellt werden. Und so war er immer bereits ausgebucht, wenn wir es versucht hatten. Dann haben wir einen Tipp für den nächsten Kurs bekommen und die Buchung nachts um eins abgeschlossen.“ Dann die Ernüchterung: Der Kursanbieter schickte eine falsche Buchungsbestätigung, Telefonisch war er nicht erreichbar und die Bezahlung zum Schluss umständlich.

Kurse buchen. Kurse verwalten. An einem Ort. Online.

So wie Julius ergeht es zahlreichen Eltern jeden Tag. Angebote für Kinderkurse müssen sie auf vielen Wegen suchen: über Freunde, Webseiten oder Flyer. Einen Kurs dann zu buchen ist ebenso kompliziert, wie eine einfache und schnelle Bezahlung durchzuführen. Der Unternehmensberater tat sich mit dem Projektleiter Clemens Gerbaulet und dem Programmierer Ivo Strugar zusammen, und gemeinsam gründeten Sie ein Unternehmen.

Die drei Väter schafften eine Plattform, auf der Kursanbieter ihre Kurse verwalten und Eltern ihr Kind anmelden und den Kurs bezahlen können. Am 5. August 2019 ging kikudoo online. Die ersten Kursanbieter haben sich bereits angemeldet. Kristin Algermissen aus Oberhausen ist eine von ihnen. Sie sagt: „Hier kann ich meine Wobbelkurse professionell verwalten und anbieten.“

Weitere Informationen finden Sie unter www.kikudoo.com.

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Mütter stillen zu wenig

Direkt nach der Geburt beginnen etwa 90 Prozent der Mütter mit dem Füttern an der Brust. Nach zwei Monaten werden noch 70 Prozent der Säuglinge gestillt. Nach sechs Monaten sind es nur noch zwischen 40 und 50 Prozent. „Je jünger und sozial benachteiligter die Mutter ist, desto geringer ist die Stillquote, sagt Dr. med. Gabriela Stammer, Gynäkologin aus Wennigsen anlässlich der Weltstillwoche vom 30.9. bis 6.10.2019.

Einen häufigen Grund für das zeitige Abstillen sieht Katharina Desery von der Elterninitiative Mother Hood e. V. in der fehlenden Begleitung der Mütter nach der Geburt und in den ersten Wochen. „Mütter erhalten innerhalb der ersten entscheidenden Minuten im Kreißsaal und auf der Wochenbett-Station meist zu wenig Unterstützung vom Klinikpersonal.“ Sie seien oft auf sich alleine gestellt. Dann geben sie auch unter dem Druck nach, das Gewicht des Säuglings halten zu müssen, und stimmen der Fütterung durch künstliche Säuglingsnahrung zu. Darüber hinaus begünstigen mangelnde Still-Kenntnisse, falsches Anlegen und daraus entstehende Entzündungen der Brustwarzen das zeitige Abstillen.

Stillberatung vor der Geburt

Frauen sollten daher bereits vor der Geburt eine ausführliche Stillberatung erhalten, so Desery. Dabei müssen sie durch Frauenarzt, Hebamme, Klinik, Kinderarzt und ihr sozialen Umfeld informiert und unterstützt werden. „Stillberatung gehört zu den Aufgaben der Hebammen. Damit Stillberatung aber effektiv ist, muss sie auch von den andern Fachberufen geleistet werden“, sagt Jutta Eichenauer, Hebamme und 1. Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg. Ein möglicher Grund, weshalb die Beratung oft zu kurz kommt: „In der Hebammenarbeit wird die Stillberatung vergütet, beim Frauen- und Kinderarzt jedoch nicht.“ Habe die Mutter keine Hebamme – wie das heute leider allzu oft der Fall ist –, bleibe ihr eine solche Beratung meist vorenthalten.

Über die Muttermilch erhält der Säugling alles, was er zum Leben braucht. Darüber hinaus enthält Muttermilch Abwehrstoffe, die in der ersten Zeit seines Lebens das Immunsystem stärken. Das bewahrt das Baby vor Infektionen.