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Vorlesen

Vorlesen für die emotionale Entwicklung   

Forscher empfehlen, schon Babys und Kleinkindern ab drei Monaten regelmäßig etwas vorzulesen. Vorlesen fördert auch ihre emotionale Entwicklung.

Da liegt der kleine Fratz in seinem Babybettchen – und man denkt, er bekommt noch nicht viel mit. Weit gefehlt, Babys Augen und Ohren sind überall, und gierig saugt es neue Informationen auf. Trotzdem glauben die meisten Eltern, es würde ihrem Nachwuchs in diesem Alter noch nichts bringen, wenn sie ihm etwas vorlesen. Forscher haben kürzlich aber in einer Studie festgestellt. Schon ab etwa drei Monaten sind Babys in der Lage, sich auf eine einfache Geschichte zu konzentrieren. Sie begreifen dann zwar noch nicht, um was es wirklich geht – aber sie genießen die gemütliche Stimmung und finden die bunten Bilder in den Büchern interessant und aufregend.

Bunte Bilder

In dieser Lebensphase gibt es nur Bilder zu sehen, noch keinen Text. Auf jeder Seite ist ein großes Bild, das Mama oder Papa in einfachen Worten erklären kann. Wenn es was zum Aufklappen oder Befühlen gibt auf der Seite, umso besser. Das macht die Sache noch spannender. Je älter das Kind ist, umso mehr mischt es sich ein. Es zeigt auf die Seite, brabbelt dazwischen, will zurückblättern, nimmt regen Anteil. Und möchte sein Lieblingsbuch immer wieder anschauen.

Nun kommen auch die ersten Texte hinzu, richtige kleine Geschichten entstehen. Das fördert nicht nur die Phantasie des Kindes, auch sein Sprachvermögen wächst. Und nicht zuletzt entsteht eine noch innigere Verbindung zu den Eltern, denn in der kuscheligen Atmosphäre etwa auf dem Sofa fühlt sich das Kind geborgen und Mama und Papa sehr nahe.

Feste Zeiten

Besonders gut fürs Baby und Kleinkind ist es, wenn die Eltern feste Vorlesezeiten einführen. Dann kann es sich darauf freuen, sein Tag bekommt überdies mehr Struktur. Ein schönes Ritual, das einen durch die ganze Kindheit begleiten sollte: Selbst wenn Kinder schon selbst lesen können, lassen sie gern immer noch vorlesen – selbst als angehende Teenager noch. Das ist nicht so anstrengend, vor allem aber auch ein großes Gemeinschaftserlebnis. Und die Wärme und Zuneigung ihres Eltern verspüren sie beim Vorlesen durch die körperliche Nähe besonders intensiv.

Tipp: Kinderbücher am besten da ablegen, wo sich das Kind auch mal selbst eines schnappen kann. So fördern Sie sein Interesse am selbstständigen Schmökern, und Bücher werden zu einem wichtigen Bestandteil des Alltags.

Die Stiftung Lesen empfiehlt

Bücher für Kinder ab 3 Monaten

„Tierkinder“, DK Verlag, 9,95 Euro

„Meine ersten Bilder“, Ravensburger, 4,99 Euro

„Schnick Schnack Schabernack” Das Hausbuch der Reime und Lieder für die Allerkleinsten“, Gerstenberg, 22 Euro

Bücher für Kinder ab 6 Monaten

„Einschlafreime für ganz Kleine“, Fischer Duden, 6,99 Euro

„Kuckuck, wer quieckt da?“, Coppenrath, 5,99 Euro

Bücher für Kinder ab 9 Monaten

„Meine Fahrzeuge: Unkaputtbar“, Baby Pixi, 2,99 Euro

„Miffy hilft im Haus“, Diogenes, 8 Euro

„Meine ersten Sachen“, Ravensburger, 3,99 Euro

Geburtsstunde

Geburststunde – So schnell wächst das Baby im Bauch

Am Anfang sind es nur ein paar geteilte Zellen. Aber schon bald pulsiert ein winziges Herz – die Geburtsstunde eines neuen Lebens.

Bin ich wirklich schwanger? In den ersten vier Wochen spürt die werdende Mama noch nichts von ihrem Embryo. Vielleicht wird ihr dann und wann schon mal ein bisschen übel, aber der Zellhaufen in ihrer Plazenta ist noch winzig, etwa zwei Millimeter groß. Aber, oh Wunder: Schon eine Woche später hat der Fötus sozusagen einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht, bekommt nun die Gestalt einer Kaulquappe, und sein winziges Herz beginnt zu schlagen. In den folgenden Wochen entwickelt er sich rasant, erste Umrisse einer Nase entstehen, die künftigen Arme und Beine sind schon erkennbar. Und er bewegt sich.

In der 8. Woche

ist der Fötus bereits ein Gramm schwer, seine inneren Organe haben die Arbeit aufgenommen. Nerven und Muskeln sind entstanden, eine Woche später kommen die Augenlider hinzu, Gelenke bilden sich. Machen wir einen Sprung in die 13. Woche: Stolze acht Zentimeter ist das Menschlein jetzt groß, wiegt um die 25 Gramm, hat einen eigenen Fingerabdruck, es kann Grimassen schneiden und blinzeln. Allerdings noch nichts sehen. Und er wächst mit nahezu unheimlicher Geschwindigkeit: Schon drei Wochen später wiegt er rund 150 Gramm und braucht immer mehr Platz. Mamas Bauch wächst jetzt im Eiltempo mit, die Schwangerschaft ist schon länger nicht mehr zu übersehen.

In der 20. Woche

hat der Fötus sein Gewicht noch mal verdreifacht, kommt nun auf rund 300 Gramm. Allmählich kann er auch hören, vor allem die Stimme seiner Mutter und Darmgeräusche. Aber auch laute Geräusche von außen dringen durch die Bauchdecke schon zu ihm. Er ist dick mit einer Schicht bedeckt, die sich Käseschmiere nennt. Die schützt seine Haut vor dem Fruchtwasser. Er hat großen Appetit und holt sich alles, was er zum Wachsen braucht, direkt aus dem Blutkreislauf seiner Mutter. Auch sein Gehirn wächst rasant mit, nimmt die Umgebung voll war, mit jeder Schwangerschaftswoche mehr macht das clevere Menschlein weitere Riesenfortschritte. Ab der 24. Woche sind seine Lungenbläschen entwickelt, mit viel ärztlicher Unterstützung wäre es nun bereits auch außerhalb des Mutterleibs bedingt lebensfähig.

Ab der 27. Woche

merkt die Mutter deutlich, ob ihr Baby schläft oder hellwach und zu Turnübungen aufgelegt ist. Seine Aktionen sind bereits auf der Bauchdecke spürbar, die Augen können sehen, kurz darauf ist auch die Nase funktionsfähig. Und weil das Baby immer größer wird, wird es nun auch enger im Bauch seiner Mama. Es kann sich nicht mehr frei bewegen, denn ab der 31. Woche wiegt es bereits rund 1,5 Kilo. Dafür träumt es nun. Hat es schon eine Ahnung von der Welt da draußen? Wahrscheinlich, denn sein Denkapparat rattert eifrig und reimt sich so manches zusammen.

Ab der 33. Woche

ist das Baby zu einem echten Wonneproppen herangewachsen, wiegt um die zwei Kilo, seine Entwicklung steht kurz vor dem Abschluss. Die Haut wird glatt, sein Kopf senkt sich nach unten. In den folgenden Wochen bis zur Geburt legt es weiter an Gewicht zu, wiegt am Schluss zwischen 3,5 und 4,5 Kilo, dreht und senkt sich. Die Geburt kann kommen …

 

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Presse Fleet events

Glückliche Geburt nach Transplantation

Nach jahrelanger Vorbereitung konnte im Herbst 2016 die erste Gebärmutter-Transplantation Deutschlands erfolgreich durchgeführt werden. Nun haben in der Universitäts-Frauenklinik Tübingen zwei transplantierte Frauen ihr gesundes Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Bereits im März entbanden die Ärzte ein erstes Baby, Mitte Mai folgte ein zweites.

Damit brachten die beiden Mütter Hanna M. (25) und Julia W. (26) das weltweit 15. bzw. 17. Kind zur Welt, das nach einer Gebärmutter-Transplantation geboren wurde. Die Tübinger Forscher konnten den beiden jungen Frauen damit ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen, ein biologisch eigenes Kind auf die Welt zu bringen. Weil die Frauen ohne Scheide und ohne Gebärmutter geboren wurden, schien das unmöglich. Professor Sara Brucker vom Universitätsklinikum Tübingen beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit Frauen, bei denen zwar Eierstöcke, aber keine Scheide und auch keine Gebärmutter angelegt werden. Nach dem Anlegen einer Scheide im Jugendalter, einer sogenannten Neovagina, konnte in Deutschland bei mittlerweile drei Frauen erfolgreich ein Uterus transplantiert werden. „Ich freue mich, dass sich die jungen Mädchen mit unserer Hilfe und dank der Neovagina als Frau fühlen können“, so die Ärztin und Forscherin. „Und jetzt endlich auch als Mutter.“

Schwangerschaft und Geburt

Bereits sechs Wochen nach der Transplantation setzte bei Julia W. die erste Menstruation ein – der erste Funktionsbeweis des transplantierten Uterus. Nachdem auch noch klar war, dass die Gebärmutter angenommen wurde und keine Abstoßungsreaktionen stattfanden, wurde ihr Mitte 2018 eine eigene, zuvor mit den Spermien des Ehemanns befruchtete Eizelle an der Uniklinik Heidelberg eingesetzt. „Wir freuen uns, dass wir in beiden Fällen gleich im ersten Versuch die Schwangerschaft erreicht hatten“, sagt Professor Thomas Strowitzki, Ärztlicher Direktor der Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen in Heidelberg. Sowohl die Schwangerschaft als auch die Entbindung verliefen normal und unauffällig. „Wie bei jeder anderen Frau“, so Brucker. Der Junge wog bei seiner Geburt fast 2200 Gramm und war 45 cm groß. „Ich kann es noch gar nicht glauben, unseren kleinen Sohn in den Armen zu halten. Unser sehnlichster Wunsch ist in Erfüllung gegangen“, sagt die überglückliche 26-jährige Mutter.

Blutzucker messen Bayer

Diabetes in der Schwangerschaft

Jährlich entwickeln über 40000 Schwangere einen Diabetes. Damit zählt dieser so genannte Gestationsdiabetes (GDM) zu den häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft. Nicht oder ungenügend therapiert, drohen Mutter und Kind schwere Gesundheitsschäden. Wesentlich für die Therapie ist die regelmäßige Überprüfung der Blutzuckerwerte bei der Mutter. Doch bekommen die Patientinnen Blutzuckermessgeräte noch immer nicht von ihren Kassen erstattet. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) fordert daher, Blutzucker-Messgeräte samt Teststreifen auch für Schwangere mit Gestationsdiabetes in den Hilfsmittelkatalog aufzunehmen.

„Patientinnen mit Gestationsdiabetes sind eine sehr sensible Patientenklientel“, erklärt DDG-Präsident Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland. „Von einer optimalen Blutzuckereinstellung der Mutter hängt nicht nur die Gesundheit des ungeborenen Kindes maßgeblich ab. Auch mögliche schwere Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen sowie ein späterer Typ-2-Diabetes der Mutter können sich aus einer schlechten Blutzuckereinstellung heraus entwickeln.“ Daher fordert die DDG den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen dazu auf, Blutzuckermessgeräte für solche Patientinnen erstattungspflichtig zu machen, sodass jede Betroffene ihren Blutzuckerstoffwechsel regelmäßig ohne eigene Kostenbeteiligung kontrollieren kann.

Bedrohliche Folgen für die Gesundheit

Patientinnen mit Gestationsdiabetes und ihren ungeborenen Kindern drohen während, aber auch nach der Schwangerschaft enorme Gesundheitsrisiken. So haben Frauen mit GDM ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Ödeme, Nierenerkrankungen, Depressionen während und nach der Schwangerschaft, Herz-Kreislauferkrankungen und chronische Harnwegsinfektionen. Schließlich steigt auch die Gefahr für einen erneuten Gestationsdiabetes bei darauffolgenden Schwangerschaften sowie für einen Typ-2-Diabetes innerhalb der nächsten zehn Jahre.

Für das Kind ergeben sich folgende Gesundheitsrisiken: Frühgeburt mit Verlegung in die Kinderklinik, ein stark erhöhtes Geburtsgewicht, das oft einen Kaiserschnitt oder Geburtsverletzungen von Mutter und Kind bei vaginaler Geburt zur Folge hat und schließlich ein erhöhtes Risiko für einen Typ-2-Diabetes sowie Übergewicht. „Durch eintretende schwere Komplikationen und mögliche Folgeschäden bei der Mutter und ihrem Kind wird das Gesundheitssystem weitaus mehr belastet als durch eine Erstattung des Messgerätes mit entsprechenden Teststreifen“, ergänzt Müller-Wieland.

Nicht immer muss mit Insulin behandelt werden. Eine Ernährungsumstellung genügt manchmal, um die Blutzuckerwerte von Schwangeren wieder zu senken. Der Arzt muss dies jedoch lückenlos überwachen.

Hand holding tiny knitted booties

Kleine Schuh-Kunde

Flexibel, aber trotzdem stabil. Atmungsaktiv, aber trotzdem wasserundurchlässig – die Anforderungen an den perfekten Kinderschuh sind vielfältig. Kleine Füße brauchen passendes Schuhwerk – so viel ist klar. „Und kaum sind die neuen Treter dann richtig eingelaufen, werden sie auch schon wieder zu klein“, weiß Anike von Gagern, tausendkind-Gründerin und Zweifach-Mama, und verrät ihre besten Tipps.

Schuhgröße

„Schuhgrößen fallen von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich aus und Kinder können nur schwer beurteilen, ob ein Schuh passt. Ihre Füße sind noch weich und passen sich ganz ohne Schmerzen auch an viel zu kleine Schuhe an – besonders häufig dann, wenn sie dem Kind gut gefallen. Füße sollten in ihrer Wachstumsphase in regelmäßigen Zeitabständen vermessen werden. In einem Alter zwischen 1 und 3 Jahren alle 3 Monate, zwischen 3 und 6 Jahren etwa alle 4 Monate und in einem Alter bis 10 Jahren sollten Sie alle 5 Monate die Schuhgröße Ihrer Kids überprüfen.“

Krabbelschuhe

„Dank ihres soften Materials sind Krabbelschuhe aus Leder optimal für das Baby ge- eignet. Die weiche, exible Sohle, meist aus rauem Veloursleder, minimiert die Rutschgefahr. Gummi- züge an der Ferse geben Halt und lassen sich ein- fach an- und ausziehen.“

Lauflernschuhe

„Bei Lauflernschuhen sollte die Sohle eine hohe Flexibilität aufweisen, damit der Fuß natürlich abrollen kann. Mit Klettverschlüssen und Schnürsenkeln kann der Schuhumfang optimal angepasst werden. Die richtige Schafthöhe gibt Halt und schützt vorm Umknicken.“

Stiefel und Stiefeletten

„Die perfekten Begleiter im Herbst und Winter sind Stiefel mit robuster Außensohle und Schafthöhe, die meist über dem Knöchel beginnt und bis unter das Knie reichen kann. Wasserabweisende, aber trotzdem atmungsaktive Materialien wie z.B. GoreTex halten die Füße warm und trocken.“

Herauswachsen/Vererben

„Kinderfüße wachsen schnell, und so wird das Lieblingsschuhpaar gern auch mal an kleinere Geschwister weitergegeben. Bevor Ihre Kinder in gebrauchte Schuhe schlüpfen, sollten Sie unbedingt überprüfen, ob die Innen- und Außensohlen schon abgetragen sind, da Kinderfüße sich sonst diesem Profil anpassen würden, was die Entwicklung der Füße negativ beeinflusst. Solange also die gebrauchten Schuhe weiterhin in einem guten Zustand sind, können sie auch weiter getragen werden.“

 

Vitamine & Co. in der Schwangerschaft

Vitalstoffe für Schwangere

Was die werdende Mutter jetzt braucht

Schon Frauen, die schwanger werden wollen, und vor allem Schwangere sollten auf die Ernährung achten. In der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Bedarf an Vitalstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und essentiellen Fettsäuren

Der Besuch beim Frauenarzt sorgt für Euphorie: endlich schwanger! Im ersten Trimester der Schwangerschaft leiden Frauen oft unter Übelkeit, das zweite Trimester ist dann meist eine einfach rundherum tolle Zeit. Jetzt müssen Frauen besonders auf ihre Ernährung achten, denn allein der Vitaminbedarf steigt in der Schwangerschaft um 30 Prozent. Später, in der Stillzeit, sogar um über 50 Prozent. Manche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente lassen sich nicht ohne weiteres über die Ernährung aufnehmen. Sie sollten durch spezielle, für schwangere Frauen konzipierte Präparate eingenommen werden,

Folsäure

Eine besondere Bedeutung spielt Folsäure, das sogenannte Vitamin B 9. Folsäure ist insbesondere für die Bildung der roten Blutkörperchen verantwortlich. Bei Folsäuremangel treten Missbildungen des Wirbelkanals und des Gehirns – sogenannte Neuralrohrdefekte (zum Beispiel ein offener Rücken) – auf. Mittlerweile ist bewiesen, dass eine rechtzeitige Einnahme von Folsäure dieses Risiko um bis zu 80 Prozent senken kann. Gynäkologen empfehlen, sie schon beim Kinderwunsch und bis zu 12 Wochen nach der Entbindung einzunehmen. Meist wird Folsäure sowieso nicht in den empfohlenen Mengen zugeführt. Dazu verdoppelt sich am Anfang der Schwangerschaft der Bedarf auf 0,6 Milligramm täglich.

Jod

In unserer Überflussgesellschaft ist diese Nachricht erstaunlich: Deutschland zählt zu den Jodmangelgebieten. Die durchschnittliche tägliche Jodzufuhr liegt nur bei einem Drittel der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Jodmangel in der Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Kropfbildung sowie körperlicher und geistiger Entwicklungsstörungen beim Neugeborenen. Ungefähr ab der zwölften Schwangerschaftswoche benötigt der Fötus Jodid.

Eine ausreichende Jodzufuhr bewirkt, dass sich Schilddrüse, Gehirn und Knochen des Ungeborenen gesund entwickeln. Frauen müssen in der Schwangerschaft mindestens 230 Mikrogramm Jodid am Tag zuführen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät werdenden Müttern sogar zu einer Tageszufuhr von 250 Mikrogramm. Diese Mengen sind schwer durch jodhaltiges Salz oder jodhaltigen Fisch zu erreichen. Deshalb kann es ratsam sein, Jodpräparate einzunehmen.

Eisen

Eisen ist für eine gesunde Schwangerschaft essentiell. Es wird für die Bildung von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, benötigt sowie für zahlreiche Enzyme. Während der Schwangerschaft verdoppelt sich der Eisenbedarf, zusätzliche Verluste entstehen bei der Geburt durch den Blutverlust und während der Stillzeit. So liegt der Eisenbedarf bei Schwangeren etwa bei 30 Milligramm täglich.

Häufig schaffen es Schwangere nicht, so viel Eisen mit der Ernährung zuzuführen. Dann leiden sie unter den typischen Symptomen einer Blutarmut (Anämie), fühlen sich schlapp, müde und antriebsschwach. Eisen steckt in Fleisch, grünem Gemüse und Getreide. Doch die Mengen, die der Körper in der Schwangerschaft und danach benötigt, können meist nur durch Präparate aus der Apotheke aufgenommen werden. Unterstützen können Frauen die Eisenaufnahme durch Vitamin C. Orangensaft oder Zitronensaft erhöht also indirekt die Aufnahme von Eisen.

Kalzium und Vitamin

Das Baby sollte mit starken Knochen und gesunden Zahnanlagen zur Welt kommen. Dazu benötigt es eine ausreichende Kalziumversorgung. Der Fötus im Mutterleib holt sich das von der Mutter, notfalls indem es der Mutter das Kalzium aus den Knochen zieht. Das fördert dann bei der Mutter Osteoporose. Der Kalziumbedarf in der Schwangerschaft liegt zwischen 1000 und 1500 Milligramm täglich.

Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Käse liefern viel Kalzium. Auch in Nüssen, Samen, Vollkornbrot , Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl, Fenchel, Salat wie Rucola und Kräutern steckt viel Kalzium. Jedoch verwertet der Körper pflanzliches Kalzium nicht so gut wie tierisches. Der Mineralstoff senkt auch das Risiko für eine schwangerschaftsbedingte Blutdruckerhöhung und Präeklampsie (eine Form der Schwangerschaftsgestose) Indirekt versorgen auch Spaziergänge den Körper mit Kalzium: Sonnenlicht fördert die Bildung von Vitamin D, und das wiederum spielt eine wichtige Rolle bei der Kalziumaufnahme.

Magnesium, Zink und Omega-3-Fettsäuren

Magnesium schützt vor vorzeitiger Wehentätigkeit, Wadenkrämpfen, Verstopfung und Übelkeit. Es entspannt die Muskulatur. Zink ist wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Auch die in der Muttermilch enthaltenen Omega- 3-Fettsäuren sind für die geistige Entwicklung von Bedeutung.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie diese wichtigsten Vitalstoffe in ausreichendem Maße zu sich nehmen, sollten Sie bei ihrem Frauenarzt das Thema ansprechen. Heutzutage gibt es in der Apotheke gute Kombipräparate, die den gesamten erhöhten Bedarf abdecken.

Baby and mother playing together on the floor

Babysitting: auf diese Fallstricke achten

 

Abends mal schnell auf ein Bier: Wer ein Baby oder kleines Kind zuhause hat, kann das vergessen. Ausgehen will geplant sein bei jungen Eltern. Wer sich schon einen zuverlässigen Babysitter „geangelt“ hat, ist gut dran. Dann klappt es vielleicht auch mal kurzfristig. Ansonsten heißt es: herumtelefonieren, bis sich jemand gefunden hat. Aber wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn man einen Babysitter engagiert?

Wenn was schief geht

Beschädigt der Gelegenheits-Babysitter etwa während der Betreuungszeit das Eigentum der Familie, oder verletzt sich das Kind versehentlich, muss er in der Regel dafür geradestehen – auch finanziell. Dabei ist es egal, ob es die Oma, der Nachbar oder ein Freund der Familie ist. Gerade für diejenigen, die solche Tätigkeiten ausüben, ist eine private Haftpflichtversicherung besonders sinnvoll. Denn gerade bei Verletzungen können die Folgekosten schnell in die Höhe gehen. Wichtig dabei: unbedingt überprüfen, ob auch die Betreuung fremder Kinder im Versicherungsschutz mit abgedeckt ist.

Bei Missgeschicken, die dem Babysitter gegenüber anderen passieren, kann auch die Haftpflichtversicherung der Eltern des betreuten Kindes greifen. Etwa, wenn der Nachbar über das im Treppenhaus geparkte Skateboard des Babysitters stolpert. Voraussetzung: In der bestehenden Haftpflichtversicherung der Familie sind explizit Personen mitversichert, die im eigenen Haushalt oder Garten arbeiten. Also am besten vorher noch mal nachschauen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte die Vertragsdetails von einem professionellen Berater prüfen lassen. Er hilft auch, den Schutz gegebenenfalls optimal anzupassen.

Ist die Kinderbetreuung nicht nur ein Freundschaftsdienst, sondern erhält der Babysitter eine Bezahlung, ist dies rentenversicherungspflichtig und muss angemeldet werden. Liegen die gesamten Verdiensteinkünfte unter 450 Euro monatlich, zählt die Tätigkeit als Minijob, und die Eltern des betreuten Kindes müssen ihn bei der Minijob-Zentrale benennen.

Da es sich um einen Privathaushalt handelt, ist hiermit ausnahmsweise auch automatisch die Meldung für die gesetzliche Unfallversicherung erfüllt. Sie schützt gegen die Folgekosten, wenn sich der Babysitter während der Betreuungszeit oder auf dem Hin- und Rückweg verletzt. Mit dem sogenannten Haushalts-Check werden dann die Beiträge zur Unfallversicherung von 1,6 Prozent zusammen mit den anderen Abgaben von der Minijob-Zentrale berechnet und eingezogen.

Happy Young Mother Snuggling Newborn Baby Daughter in Bed

Alle Frühchen brauchen besondere Fürsorge

„Späte“ Frühchen wirken fast wie normale Neugeborene. Und doch brauchen sie besondere Fürsorge. „Diese Frühchen werden am Anfang fast immer überschätzt – von den Eltern und vom Personal in der Klinik“, erläutert die Berliner Hebamme Corinna Lenné. „Aber sie sind nicht nur ein bisschen kleiner, sondern unreif und benötigen Aufmerksamkeit und Unterstützung.“ Viele späte Frühchen – Kinder, die zwischen der 34. und 38. Woche geboren wurden – haben Anpassungsprobleme. Professor Christian Poets von der Uniklinik für Kinder- und Jugendmedizin in Tübingen betont: „Mittlerweile weiß man auch, dass späte Frühchen ein erhöhtes Risiko für chronische Krankheiten haben wie auch ein höheres Risiko zu sterben.“

Das häufigste Problem ist die mangelnde Ausreifung der Lungen, die sich in ständiger Atemnot äußern kann. Zudem sind Frühchen besonders anfällig für Unterzuckerungen. Denn sie haben geringere körpereigene Energiereserven, aber einen erhöhten Bedarf, um die Körpertemperatur zu halten. „Der beste Platz für ein spätes Frühchen ist auf dem nackten Bauch der Mutter oder des Vaters“, so Lenné. Viel Hautkontakt schützt vor Auskühlung und fördert das Stillen.

Frühgeborenen-Station als erstes Kinderzimmer

Viele Umweltfaktoren haben nachweislich einen elementaren Einfluss auf die Entwicklung von frühgeborenen Kindern“, betont Barbara Mitschdörfer vom Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. eindringlich. Für betroffene Familien werde die Frühgeborenenstation zum ersten Kinderzimmer, natürlich für einen begrenzten Zeitraum – daher seien die räumlichen Gegebenheiten von essentieller Bedeutung. „Eine moderne Frühgeborenenversorgung setzt hier auf entwicklungsfördernde Raumkonzepte für einen optimalen Start ins Leben, um den besonderen Bedürfnissen von diesen Familien gerecht zu werden“, erklärt Mitschdörfer weiter.

Durchdachte Raumkonzepte, farbliche Gestaltung und wohnliche Materialien, vereint mit einer pragmatischen Anordnung und Unterbringung modernster Medizintechnik – all diese Vorkehrungen sollen die kleinen Patienten vor unnötigem Stress schützen, der Familie einen geschützten Raum und Rückzug gewähren und somit ein höchst mögliches Maß an störungsfreier Privatsphäre in einer medizinischen Einrichtung gewährleisten. Praktiziert wird ein entwicklungsförderndes Raumkonzept zum Beispiel im Eltern-Baby-Zentrum der Landeskliniken Salzburg im benachbarten Österreich.

Colourful image of pregnancy ultrasound monitor

Baby-Scanner für daheim

Noch eine Weiterentwicklung, die Mamas und Papas Herzen höher schlagen lässt: Werdende Eltern können ihr Baby jetzt dank einer Software namens Baby Scan zu jeder Zeit per Ultraschall in 2D oder 3D über eine App beobachten. Über die Cloud lassen sich die Bilder auch noch mit Verwandten fürs Familienalbum teilen. Baby-Scan sorgt dafür, dass eine Frau ihre Schwangerschaft noch intensiver erlebst. Für viele werdende Eltern dürfte es einfach toll sein, das Wachstum und die Entwicklung des Kindes sehen zu können. Vor allem, weil sie diese Bilder mit Familie und Freunden teilen können. Der Baby-Scanner ist allerdings kein Ersatz für medizinisch notwendige Ultraschalluntersuchungen. Professionelle Ultaschallgeräte, wie sie beim Arzt stehen, haben eine bessere Auflösung und lassen sich zielgerichteter steuern bei der Untersuchung. Sie bieten darüber hinaus eine Vielzahl von Diagnosemöglichkeiten. Der Scanner für den Hausgebrauch sollte daher vor allem als ein Extra betrachtet werden, das eine Schwangerschaft noch intensiver erlebbar und die Vorfreude auf den kommenden Nachwuchs noch größer macht.

Ultraschallbilder als Video speichern

Die Baby-Scan-App ist das Tool, um über alle wesentlichen Details der Entwicklung eines Babys informiert zu bleiben. Die App wird über WLAN mit dem eigentlichen Scanner verbunden. Die Ultraschallbilder können direkt als Bilder oder Videos gespeichert werden. Die Bilder werden in eine Zeitleiste gestellt, sodass die Entwicklung übersichtlich nachvollzogen werden kann. Die in der App gespeicherten Daten werden in einer sicheren Umgebung gespeichert. Dadurch ist der Datenschutz des Benutzers gewährleistet. Darüber hinaus enthält die App einen Wehen-Timer, ein Babynamen-Tool und einen Blog mit allerlei interessanten Fakten. Die App ist für alle kostenlos und kann heruntergeladen werden im AppStore oder bei Google Play. Der Scanner allerdings ist nicht umsonst. Sein Preis liegt bei ca. 500 Euro. Ähnliche Geräte gibt es schon länger auf dem Markt, auch zu deutlich niedrigeren Preisen. 3D-Aufnahmen zu nichtmedizinischen Zwecken („Babykino“) jedoch werden ab 2021 verboten sein, weil sich das Gewebe des Fötus dabei erwärmen kann. Experten empfehlen, solche Scanner daher nicht täglich einzusetzen. 2D-Aufnahmen bleiben weiterhin erlaubt.

 

Muss mein Baby auf Diät?

Ist mein Baby zu dick?

Muss ich mein Baby etwa auf Diät setzen? Wenn sich die Backen blähen, gerät so manche Mama in Sorge

Rund und rosig strahlt einen der kleine Wonneproppen an, kleine Speckpölsterchen an Armen und Beinen, schöne dicke Backen. Das Baby ist rundumzufrieden mit seiner Figur, nur seine Eltern kommen ins Zweifeln: Hat es vielleicht doch ein Pfündchen zuviel auf den Rippen? Mag sein, aber im zarten Alter bis zu einem Jahr spielt das noch keine Rolle. Es gibt Kinder, die mit deutlich mehr Gewicht auf die Welt kommen als andere und es in der ersten Zeit auch halten. Später wachsen sie in Windeseile aus ihren Speckschichten heraus und werden gertenschlank.

Das Geburtsgewicht ist nicht entscheidend

Das Gewicht eines Babys lässt daher keine Rückschlüsse darauf zu, ob es später übergewichtig sein wird oder nicht. So gibt es Babys, die als Hänfling geboren werden, aber schon bald einen sehr guten Appetit entwickeln. Sie nehmen rasch zu. Umgekehrt können proppere Neugeborene rasch abnehmen, weil sie weniger Hunger haben als andere Babys. In der ersten Zeit sollten Eltern nur darauf achten, dass ihr Nachwuchs regelmäßig das bekommt, was er einfordert. Allenfalls bei „Flaschenkindern“ darauf achten, dass die Milch-Mischung nicht zu kräftig ist. Manche Eltern geben zum Beispiel nachts noch ein Extralöffelchen des Milchpulvers in die Lösung, damit ihr Kind besser durchschläft. Das sollten sie lieber lassen, denn so gewöhnt sich das Baby schnell an die größeren Portionen.

Weniger Gewichtsprobleme

Studien haben gezeigt, dass gestillte Kinder später seltener Gewichtsprobleme haben als Flaschenkinder. Im Einzelfall wiederumkann das aber ganz anders aussehen. Viel hängt einfach von der Genetik ab. Wer schlanke Eltern hat, wird tendenziell ebenfalls schlank werden. Mami und Papi mit Moppel-Genen vererben ihren Kindern dieses Erbgut häufig, so dass sie in späteren Jahren durchaus auf ihr Gewicht achten sollten. Babys und Kleinkinder entwickeln manchmal auch einen großen Bauch. Der verschwindet mit dem nächsten Wachstumsschub meist wieder, kann aber zurückkehren.

Klassische Dickmacher vermeiden

Wenn sich der kleine Wanst immer wieder zeigt oder gar noch größer wird, doch mal zum Arzt gehen mit dem Kind. Er rechnet dann anhand der Körpergröße und des Gewichts aus, ob es da ein Problem gibt und das Kind vielleicht weniger Kalorien aufnehmen sollte. Speziell Kleinkinder ab einem Jahr, die schon an Süßigkeiten herankommen oder häufiger Fastfood essen, sollten solche Dickmacher nicht zwischen in die Finger bekommen. Frischobst, kleingeschnittene Gurken oder Möhren stillen dann die Lust aufs Essen und auch auf Süßes mit gesunden Vitaminen und Ballaststoffen.

Hormonstörungen

In seltenen Fällen kann es auch bei Babys und Kleinkindern schon zu Hormonstörungen kommen, die zu Übergewicht führen. Auch ein Diabetes als Ursache ist dann denkbar. Wenn das Kind trotz normaler Kost immer dicker wird und aus seinem Übergewicht auch nicht rauswächst, kann ein Bluttest auf solche verborgenen Störungen sinnvoll sein.