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Zahnen - der große Durchbruch

Großer Durchbruch – Zähne

Probleme beim Zahnen sind keine Seltenheit, aber meistens sind die Begleiterscheinungen harmlos. Was ein Baby in dieser Phase außer elterlicher Zuwendung braucht .

Wenn ein freundliches und fröhliches Baby gegen Ende seines ersten Lebenshalbjahres plötzlich unruhig und weinerlich wird, kann das ein deutlicher Hinweis auf eine anstehende große Veränderung sein: Der Durchbruch des ersten Zähnchens steht nämlich an, und der ist für einige Babys mit unangenehmen Schmerzen verbunden.

Symptome

Auch plötzliche Fieberattacken, eine erhöhte Infektanfälligkeit, Hautirritationen im Gesicht und am Po sowie Durchfälle treten in dieser Entwicklungsphase vermehrt auf. Aber viele Babys bewältigen den großen Entwicklungsschritt ohne größere gesundheitliche Beeinträchtigungen. Bei ihnen wird die Veränderung erst nach dem Durchbruch sichtbar – als einzelnes winziges Zähnchen, das Babys Lächeln noch umwerfender und die stolzen Eltern noch glücklicher macht.

Wann kommen die Zähne

Wie ein Baby die Zeit des Zahndurchbruchs erlebt und verkraftet, ist sehr individuell. Ebenso wie der Zeitpunkt des ersten Durchbruchs. Oft bricht der erste Zahn um den sechsten Lebensmonat durch, manche Babys zahnen aber schon früher und andere später. Manches Baby leidet beim Durchbruch seines ersten Zähnchens sehr, bekommt die anderen Zähne, aber ohne größere Probleme. Oder umgekehrt. Eltern sollten wissen, dass in dieser wichtigen Lebensphase, in der ihr Säugling seinen Biss entwickelt, vieles normal und alles möglich ist. Und sie sollten wissen, wie sie ihren Nachwuchs in dieser manchmal schwierigen Phase unterstützen können.

Liebe, Geborgenheit und Zuneigung…

…sind das Wichtigste, was Eltern ihrem Baby jetzt geben können. Wenn das Baby plötzlich weint und quengelig ist, wenn es offensichtlich Schmerzen hat oder unter Hautausschlägen und Durchfall leidet, ist es ja nicht krank, aber besonders dankbar für elterliche Zuwendung und Trost. Mama und Papa sollten ihr Baby jetzt noch öfter auf den Arm nehmen als sonst und jede Möglichkeit nutzen, ihrem Baby zu zeigen: Ich bin für dich da – bei mir bist du sicher.

Liebkosungen und Zärtlichkeiten sind Balsam für die kleine Seele. Babys, die an Appetitlosigkeit leiden, mögen ihre Milchmahlzeit garantiert lieber, wenn man sie vorher, zwischendurch und zum Abschluss inniglich beschmust. Auch beim Waschen und Wickeln tragen zusätzliche Schmuseeinheiten viel zu Babys Seelenfrieden und Wohlbefinden bei.

Der Übergang zur Nachtruhe bietet sich noch einmal besonders für ein liebevolles Beisammensein an. Eine schöne Gute-Nacht-Geschichte am Ende des Tages beruhigt das unruhige Baby enorm. Und wenn auch das noch nicht ausreicht: Vielleicht nehmen Sie ihr Baby vorübergehend mit ins elterliche Bett. Dort ist ein Maximum an körperlicher Nähe und Geborgenheit garantiert.

Den Druck lindern

Vor dem Zahndurchbruch empfinden Babys ein mehr oder weniger starkes Druckgefühl im Zahnfleisch. Die Kleinen nehmen aus lauter Verzweiflung alles in den Mund, was in ihrer Reichweite liegt, um diesen Druckschmerz zu lindern. Weil das unter Umständen gefährlich sein kann, sollte man ihnen eine Beißhilfe anbieten. Die Ringe aus Holz oder Silikon sind dem kindlichen Kiefer angepasst. Mit ihren rauen und glatten Oberflächen sorgen sie für abwechslungsreiche Strukturen und genau den Druck, der den Schmerz am besten lindern kann.

Kälte hilft

Gekühlt (im Kühlschrank gelagert) hat der Beißring die richtige Temperatur. Auf festen Brotringen, einer Möhre und Apfelstückchen kauen zahnende Babys auch gerne. Dann muss man das Baby aber aufmerksam im Auge behalten. Es könnte sich sonst schnell verschlucken. Zu empfehlen sind auch spezielle Zahnungsgele. Sie wirken durch ihre lokalanästhesierende Wirkung schmerzlindernd. Gute Erfahrung haben Eltern und Zahnärzte auch mit homöopathischen Mitteln gemacht.

Die ersten Zähne

In der Mitte des ersten Lebenshalbjahres – zeitliche Abweichungen nach vorne und hinten sind normal – brechen zuerst die unteren mittleren Schneidezähne durch, dann die oberen. Es folgen die seitlichen Zähne. Ab dem 16. Lebensmonat kann auch der erste Backenzahn durchbrechen. Am Ende des dritten Lebensjahres ist das Milchgebiss meistens komplett.

Das hilft Ihrem zahnenden Baby

Liebe, Zuneigung und elterliche Geborgenheit helfen dem Baby über die schwierige Zeit hinweg. Unterstützend empfehlen Kinder- und Zahnärzte zur Linderung von typischen Beschwerden:

  • gekühlte Beißringe aus Gummi oder unbehandeltem Holz,
    ein Zahnungsgel, das Erleichterung bei geschwollenem Zahnfleisch verschafft,
    homöopathische Mittel, die gegen Schwellungen wirken, Entzündungen und Schmerzen lindern,
    gegen Fieber ein fiebersenkendes Mittel nach Rücksprache mit dem Kinderarzt.

 

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Anfälligkeit für Krankheiten steigt durch Passivrauchen

Passivrauchen gefährdet Kinder

Tabakqualm belastet Kinder ganz besonders. Dass Tabakqualm der gefährlichste und bedeutendste vermeidbare Innenschadstoff ist, ist Eltern oft nicht bewusst.

Tabakqualm belastet Kinder ganz besonders

Schätzungsweise die Hälfte aller Kinder unter sechs Jahren leben in Deutschland in einem Raucherhaushalt. Je nach Menge der gerauchten Zigaretten sind sie hierdurch erhöhten gesundheitlichen Belastungen und Risiken ausgesetzt.

Kinder reagieren besonders empfindlich auf die Giftstoffe im Tabakrauch. Ihr Körper befindet sich noch in der Entwicklung und ihre Organe, zum Beispiel die Lunge, können schnell schwer geschädigt werden. Kinder haben eine höhere Atemfrequenz und ihr Körper ist noch nicht genügend ausgereift, um Giftstoffe abzubauen; infolgedessen nehmen sie beim Passivrauchen die Schadstoffe des Tabakqualms in deutlich höherer Konzentration auf als Erwachsene. So atmet ein Kind in einem verqualmten Raum pro Stunde so viele Schadstoffe ein, als würde es selber eine Zigarette rauchen. Würde es täglich mitrauchen, nähme sein Körper in kurzer Zeit das Gift von einigen hundert Zigaretten auf.

Bei jedem Kind, das in einem Raucherhaushalt aufwächst, lassen sich die entsprechenden Schadstoffe im Blut nachweisen.

Da sich diese Schadstoffe in Tapeten, Teppichen, Vorhängen und Möbeln festsetzen, bleiben sie auch nach intensivem Lüften noch lange in der Luft und werden eingeatmet. Dies gilt umso mehr, wenn auf kleinem Raum, zum Beispiel im Auto, geraucht wird. Hier ist die Konzentration der Schadstoffe aus dem Tabakqualm besonders hoch

Passivrauchen erhöht eine Reihe gesundheitlicher Risiken für Ihr Kind

In vielen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass nicht nur Rauchen während der Schwangerschaft bestimmte Risiken für das Kind erhöht, sondern auch das Passivrauchen nach der Geburt. Dabei gilt auch väterliches Rauchen als Risikofaktor.

So geht man davon aus, dass das Risiko des plötzlichen Säuglingstodes (SIDS) durch elterliches Rauchen zwei- bis vierfach höher ist als in einem rauchfreien Zuhause. Wie stark sich das Risiko erhöht, hängt unter anderem davon ab, wie viele Zigaretten geraucht werden und wie lange das Kind dem Passivrauchen ausgesetzt ist.

Auch das Risiko des Kindes, an einer Allergie, insbesondere an allergischem Asthma bronchiale, zu erkranken, ist in Raucherhaushalten deutlich höher.

Passivrauchende Kinder sind häufiger krank

Passivrauchende Säuglinge und Kinder sind anfälliger gegenüber einer Reihe von Erkrankungen.

So erkranken Kinder aus Raucherhaushalten unter anderem häufiger an

  • akuter wie auch chronischer Mittelohrentzündung,
  • Lungenentzündung und Bronchitis,
  • Asthma und anderen Erkrankungen der Atemwege.

Doch auch das allgemeine Befinden wird durch das Mitrauchen deutlich beeinträchtigt. So klagen Kinder, deren Eltern rauchen, zum Beispiel doppelt so häufig über Husten, Schwindel und Kopfschmerzen wie Kinder aus Familien, in denen nicht geraucht wird. Sie haben öfter Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, und leiden häufiger unter Schlafstörungen.

Da das Passivrauchen auch die körpereigenen Abwehrkräfte schwächt, können sich Krankheitserreger leichter ausbreiten, so dass Kinder aus Raucherfamilien insgesamt häufiger krank sind als jene, die rauchfrei aufwachsen.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
www.kindergesundheit-info.de

 

Schlafen will gelernt sein - ALVI

Einschlafen will gelernt sein

Babys brauchen die Erfahrung, dass jemand da ist, der ihnen beim Einschlafen hilft, ihre Bedürfnisse erkennt und zuverlässig befriedigt. Geborgen und sicher finden sie leichter in den Schlaf.

In den ersten Lebensmonaten, in denen sich ein Kind „in die Welt einfindet“, muss es seinen Rhythmus zwischen Hunger und Sattsein, Schlafen und Wachsein erst noch entwickeln. In dieser Zeit braucht es besondere Aufmerksamkeit und ein einfühlsames, möglichst promptes Eingehen auf seine Bedürfnisse.

Vor allem in den ersten drei Monaten braucht Ihr Baby noch einen engen Körperkontakt, um Ihre Nähe zu spüren und sich sicher und geborgen zu fühlen. Es braucht die Erfahrung, dass seine Signale verstanden und seine Bedürfnisse nach Nahrung, nach Schlaf, aber auch nach Unterhaltung und Zuwendung verlässlich befriedigt werden.

Auch wenn Ihr Baby in der Nacht aufwacht, benötigt es ein Zeichen Ihrer Verlässlichkeit und Nähe. Indem Sie feinfühlig auf seine Signale reagieren, unterstützen Sie es darin zu lernen, zunehmend selbständig zur Ruhe zu finden. Nehmen Sie Ihr Kind aber nicht immer gleich hoch, wenn es sich bemerkbar macht, ein wenig quengelt oder wach im Bett liegt. Sprechen Sie leise mit ihm, streicheln sie es sanft – oft reichen bereits diese kleinen Zeichen Ihrer Zuwendung, damit es sich sicher und geborgen fühlt und beruhigt den Weg zurück in den Schlaf findet.

Für die speziellen Ansprüche von Frühchen hat der Hersteller ALVI Schlafsäcke entwickelt, die bereits ab einer Körpergröße von 40cm verwendet werden können. Das 3-Knopf-System sorgt dafür, dass der Schlafsack über drei Größen mitwächst. Da Frühchen eine kuschelige und warme Umhüllung brauchen, die Geborgenheit schafft, ist der Frühchenschlafsack leicht wattiert und besteht aus pflegeleichter Baumwolle, die die sensible Babyhaut wärmt, ohne sie zu überhitzen. Er verfügt außerdem über einen umlaufenden Reißverschluss, der das Wickeln vereinfacht. Eine kleine Kabelauslassöffnung am Außensack dient als Zugang für Versorgungs- oder Überwachungsschläuche.

Regelmäßigkeit im Alltag hilft einen Rhythmus zu finden

Auch wenn in den ersten Lebenswochen eines Babys zunächst noch einiges „drunter und drüber“ geht, ist es wichtig, dass Sie möglichst von Anfang an versuchen, den Tagesablauf mit Ihrem Kind regelmäßig zu gestalten. Frühzeitig eingeführte Routinen und Strukturen bei der Pflege, beim Stillen oder Füttern wie auch beim Schlafenlegen helfen bereits dem Baby, sich zu orientieren und seinen Rhythmus zu finden. Auch wenn Ihr Baby zum Beispiel immer wieder erlebt, wie sich Anregung und Ruhepausen entsprechend seinen jeweiligen Bedürfnissen abwechseln, lernt es nach und nach, dass alles seine Zeit hat. Denn Kinder – so jung sie auch noch sein mögen – lernen durch die Strukturen, die Eltern ihnen anbieten.

Nur ein müdes Kind kann schlafen

Babys können sich nicht „entscheiden“, jetzt zu schlafen, sondern werden vom Schlaf übermannt. Sind sie allerdings nicht wirklich müde, wenn man sie zum Schlafen in ihr Bettchen legt, sollte man sich nicht wundern, wenn sie nicht zur Ruhe kommen. Häufig überschätzen Eltern den Schlafbedarf ihres Kindes. Das Kind verbringt dann mehr Zeit im Bett, als es wirklich schlafen kann. Dabei brauchen auch junge Babys in ihren Wachphasen bereits Anregung und Beschäftigung, möchten sich „unterhalten“ und spielen. Doch achten Sie dabei immer auch auf Zeichen von Müdigkeit. Wenn Ihr Baby den Blick abwendet, gähnt, gerötete Augen hat oder – wenn es schon etwas älter ist – die Augen reibt, ist es Zeit für eine Ruhepause oder ein Schläfchen.

Aber: Bei Übermüdung fällt die Entspannung schwer

Bei Ihrem Baby auf Zeichen von Müdigkeit zu achten, ist aber auch deshalb wichtig, um Übermüdung zu vermeiden. Denn wenn Kinder übermüdet und überreizt sind, fällt das Einschlafen schwer.

Gerade bei Babys, die schwer zur Ruhe kommen und Schwierigkeiten haben, sich selbst zu beruhigen, kann es passieren, dass das „Tor zum Einschlafen“ verpasst wird. So nennt der Verhaltensbiologe Joachim Bensel den fürs Einschlafen günstigen Zeitpunkt, zu dem Kinder von einer aktiveren in eine ruhigere Phase eintreten und besonders gut einschlafen. Lässt man diesen Zeitpunkt verstreichen, kann es unter Umständen längere Zeit dauern, bis sich ein neues „Einschlaftor“ auftut.

Häufiges Schreien ist oft ein Zeichen von Schlafmangel

Besonders bei Kindern, die häufig und lang anhaltend schreien (sogenannten „Schreibabys“), liegt meist Schlafmangel vor: Diese Kinder bekommen häufig tagsüber einfach zu wenig Schlaf, sind übermüdet und überreizt und kommen dadurch erst recht nicht mehr zur Ruhe – ein Teufelskreis. Hier ist es besonders wichtig, erste Anzeichen von Müdigkeit und Unlust zu erkennen. Wenn Ihr Baby sehr oft überreizt und übermüdet wirkt, sollten Sie versuchen, dass es mehr Schlaf bekommt. Nehmen Sie es zum Beispiel nicht immer gleich hoch und legen es an, wenn es einmal aufwacht. Denn Säuglinge wachen durchaus öfters auf, um kurz danach wieder von allein einzuschlafen.

Eigenständigkeit am Tag hilft auch in der Nacht

Die Erfahrungen, die ein Kind am Tag macht, spielen für das Ein- und Durchschlafen eine wichtige Rolle: Ein Kind, das tagsüber darin unterstützt wird, aus eigenem Antrieb und selbstbestimmt seine Erfahrungen zu suchen, gewinnt eher das notwendige Selbstvertrauen, das es auch zum selbstständigen Einschlafen braucht. Solange Ihr Baby zum Beispiel vergnügt mit seinen Fingern spielt, können Sie es ruhig auch mal sich selbst überlassen. Damit helfen Sie ihm, erste Schritte in die Eigenständigkeit zu machen.

Selbstständiges Einschlafen erleichtert das Durchschlafen

Schlafexperten weisen immer wieder darauf hin, dass Durchschlafprobleme im Grunde Wiedereinschlafprobleme sind. Denn alle Kinder wachen nachts mehrmals auf. Das, was wir Durchschlafprobleme nennen, tritt auf, wenn das Kind nach diesem kurzen Aufwachen nicht wieder alleine in den Schlaf zurückfindet. Wenn Ihr Baby abends wach in seinem Bettchen liegt und mit Ihrer Unterstützung nach und nach lernt, sich selbst zu beruhigen und in den Schlaf zu finden, wird es ihm auch in der Nacht eher gelingen, nach kurzem Aufwachen von alleine wieder einzuschlafen. (Stand: 19.03.2015)

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
www.kindergesundheit-info.de

Blickkontakt mit Baby

Sprechfreude durch Zuwendung steigern

Durch Ihre Zuwendung steigern Sie die Sprechfreude Ihres Kindes. Ermuntern Sie Ihr Kind, sich mit seiner Umwelt zu verständigen, und regen seine sprachliche Entwicklung an. Am besten geht das, indem  Sie Ihr Kind immer mit ihrer Stimme und mit Worten trösten und beruhigen, auch beim Streicheln und Liebkosen mit ihm reden. Gehen Sie auch auf die Signale Ihres Babys ein, wenn es zum Beispiel über den Blickkontakt Ihre Aufmerksamkeit sucht.

Lassen Sie Ihr Kind auf seine Weise die Welt „entdecken“

„Angetrieben“ von einer angeborenen Neugier, versuchen Kinder vom ersten Lebenstag an zu verstehen, was um sie herum passiert und was das mit ihnen selbst zu tun hat. Sie beschäftigen sich aktiv mit den Dingen um sie herum und eignen sich vor allem in den ersten Lebensjahren auf diese Weise ihr Wissen und Können an.

  • Bieten Sie Ihrem Kind möglichst vielfältige Anregungen, sich seinem Alter entsprechend zu beschäftigen und zu spielen.
  • Achten Sie die Bedürfnisse und Interessen Ihres Kindes und lassen Sie es selbst bestimmen, wann und wie ausgiebig es sich mit etwas beschäftigt.
  • Ermöglichen Sie Ihrem Kind, seine Umwelt auf möglichst vielfältige und unterschiedliche Weise wahrzunehmen.

Verwöhnen Sie Ihr Kind von Anfang an mit Sprache

Damit seine Sprechfreude geweckt wird, muss Ihr Kind Sprache hören. Nur so wird es mit der Sprache seiner Umgebung zunehmend vertrauter, kann seine Wahrnehmungenvon Dingen, Ereignissen und Gefühlen damit in Verbindung bringen und schließlich „seine Regeln“ ableiten, sie anwenden und verfeinern.

  • Sprechen Sie von Anfang an mit Ihrem Kind. Erzählen Sie ihm mit kurzen und einfachen Sätzen, was Sie gerade tun („Jetzt ziehe ich dir deine Windel an“, „Papa nimmt dich auf den Arm“, „Schau, da ist eine Puppe“).
  • Was Sie ansprechen, sollte Ihr Kind gleichzeitig sehen, hören oder fühlen können. Umgekehrt sollten Sie das, was Ihr Kind wahrnimmt und für das es sich interessiert, in Worte fassen („Das ist ein Ball.“, „Das ist ein Teller.“).
  • Spielen Sie Sing-, Wort- und Bewegungsspiele mit Ihrem Kind. Lieder, kurze Reime und Fingerspiele bereiten bereits dem Baby großes Vergnügen. Je häufiger Sie diese wiederholen, desto besser. Und wenn Sie Ihr Kind hierbei in seiner Babysprache nachahmen, bestätigen Sie ihm damit, dass es auf dem richtigen Weg der Sprachentwicklung ist. Erst im Kleinkindalter sollte nicht mehr in „Babysprache“ mit dem Kind geredet werden.
  • Schauen Sie auch schon im ersten Lebensjahr so oft wie möglich gemeinsam Bilderbücher an und erzählen Sie kleine Geschichten dazu. Kinder sind begeistert, wenn sie aus Büchern etwas über Figuren, Tiere und Alltagsgegenstände erfahren: Wer ist das? Wie macht die Kuh?

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
https://www.kindergesundheit-info.de

bella Baby Happy

Mit bella baby Happy trocken durch die Nacht

Gründe für das nächtliche Wachwerden gibt es viele und das ist auch ganz normal. Jedoch sollte eine nasse Windel nicht dazu gehören. Für einen erholsamen Schlaf haben wir die Qualität unserer bella baby Happy Windeln entscheidend verbessert.
Unsere Babywindeln überzeugen durch atmungsaktive, weiche Materialien, die besonders sanft zu Babys Haut sind. Die neuen elastischen Seitenbündchen vereinfachen das Anlegen der Windel und sorgen für noch mehr Tragekomfort. Die Inhaltsstoffe für die Windeln wurden mit höchster Sorgfalt ausgewählt, sind frei von Latex, Chlor und Parfümen und die Hautverträglichkeit ist dermatologisch bestätigt.
Die Windeln sind in 2 Systeme unterteilt:

Das early care system für Frühchen und Neugeborene

Das early care system der bella baby Happy Windeln in den Größen 0,1 und 2 ist auf die speziellen Bedürfnisse von Frühchen und Neugeborenen ausgerichtet. Besonders hautfreundliche und atmungsaktive Materialien garantieren eine optimale Verträglichkeit. Die neuen elastischen Seitenbündchen sorgen für einen perfekten Sitz der Windel. Der zuverlässige Schutz wird durch die hohe Saugstärke und das weiche Premium Dry-Innenvlies, welches für eine schnelle Flüssigkeitsaufnahme sorgt, garantiert. Der Urinindikator bietet eine sichere Kontrolle und zeigt an, ob ein Windelwechsel nötig ist. Ein spezieller Nabelausschnitt (Gr. 0 und 1) an der Vorderseite der Windel fördert den Heilungsprozess und beugt Entzündungen vor.

Das 360° comfort system für etwas größere Babys

Das innovative 360° comfort system der bella baby Happy Windeln in den Größen 3, 4, 4+, 5 und 6 ist speziell an die veränderten Anforderungen der sich entwickelnden Kinder angepasst. Die elastischen Elemente der Windel gewährleisten einen perfekten Sitz und absolute Bewegungsfreiheit. Ein spezielles Vlies im Inneren der Windel sorgt für eine optimale Verteilung der Flüssigkeit, der anatomisch geformte Saugkern nimmt diese schnell auf. Es bleibt ein angenehmes Gefühl der Trockenheit.
Wir wünschen schöne Träume und trockene Nächte!

Das haus kindersicher machen

So wird das Haus kindersicher

Die ersten selbstständigen Ausflüge des Kleinkindes sind lustig anzuschauen. Mühsam, aber voller Entdeckerdrang robbt der Nachwuchs über den Boden, hält sich fest, fasst alles an. Je geschickter er das macht, umso schneller erobert er schließlich die ganze Wohnung noch vor den ersten Schritten. Das ist natürlich mit großen Risiken verbunden. Vor seinen Händen ist nichts mehr sicher, was auf dem Boden oder niedrigen Tischen steht. Er reißt alles um, steckt sich so manches in den Mund, auch Blätter und Früchte von mitunter giftigen Pflanzen und Gegenständen, die ihm im Hals stecken bleiben können.

Sicherheitsmaßnahmen

Als erste Sicherheitsmaßnahme daher alles wegräumen, was potenziell gefährlich ist für das Baby. Dazu gehören alle herumliegenden Gegenstände, die es greifen kann – außer den altersgerechten Spielsachen. Aber auch hier aufpassen, dass es nicht etwa bunte Holzkugeln in den Mund steckt und runterschluckt. Regale und Kommoden unbedingt an der Wand befestigen, denn hier gibt es ein großes Gefahrenpotenzial auch für ältere Kinder.

Wenn sie anfangen darauf herum zu klettern, können solche Möbel umfallen und schwere Verletzungen nach sich ziehen. Daher grundsätzlich alle Möbel, auch Elektrogeräte wie Fernseher, so aufstellen, dass Kinder sie nicht so leicht umwerfen können. Bei Möbeln außerdem auf harte Kanten achten. Im Handel gibt es Plastikkappen für solche Kanten, die sie runder und weicher machen, so dass das Kind sich nicht verletzt, wenn es daran stößt.

Strom

Auch Steckdosenmüssen unbedingt kindersicher werden. Dafür bietet der Fachhandel kindersichere Einsätze an, die tief in der Steckdose angebracht werden. Kabel von Elektrogeräten so anbringen, dass sie nicht herausgerissen werden oder daran hängende Lampen umfallen können.

Treppen

Gibt es im Haus Treppen? Auch sie müssen kindersicher gemacht werden. Das lässt sich mit Absperrungen bewerkstelligen (Treppenschutzgitter), in die Türchen eingelassen sind. Allzu ängstlich sollte man diesbezüglich aber nicht sein, denn Kinder sollen das Treppensteigen ja auch möglichst bald lernen. Deshalb das Türchen zum Üben auch mal offen lassen und mitgehen, wenn das Kind zum Bergsteiger wird. Die Eltern werden erfreut feststellen, dass es sich beim Hoch- und Runterkrabbeln schon bald sehr geschickt anstellt.

Hat das Haus noch eine alte Holztreppe? Die Streben stehen dann möglicherweise recht weit auseinander. Vorsicht, sehr kleine Kinder können sich möglicherweise durchzwängen oder den Kopf durchstecken und beim Zurückziehen des Kopfen zwischen den Streben hängenbleiben. Dann sollte zusätzlich das Geländer gesichert werden. Am besten einen Handwerker fragen.

In den Schränken

In Küchenschränken stehen oft in Bodenhöhe allerlei Reinigungsmittel. Und weil Kinder fast alles probieren wollen, sind auch sie eine Gefahr. Das Ganze also irgendwo anders sicher unterbringen. Auch zerbrechliche Dinge wie Vasen oder Geschirr hochstellen, damit das Kind sie nicht kaputtmachen und sich dann an den Scherben verletzen kann.

Babyschlafsack

Der richtige Babyschlafsack

Ein Babyschlafsack ist in jedem Fall einer Decke vorzuziehen: Das Risiko, dass das Baby mit dem Kopf unter die Decke rutscht und im schlimmsten Fall ersticken könnte, ist einfach zu groß. Doch worauf kommt es bei der Wahl des Schlafsacks an?
Im Interview klärt Hebamme Luzia Kiesl auf.

Welche Schlafsack-Größe ist die richtige für mein Baby?

Luzia Kiesl: „Die Wahl der richtigen Größe ist beim Babyschlafsack besonders wichtig. Denn ist dieser zu klein, hat das Baby zu wenig Bewegungsfreiheit. Bei zu großen Schlafsäcken besteht hingegen die Gefahr, dass sich das Kind darin verwickelt. Darüber hinaus kann ein großer Babyschlafsack zu Wärmeverlust führen. Besonders wichtig ist, dass die Halsöffnung auf gar keinen Fall größer sein darf als der Kopfumfang des Babys, da es sonst in den Schlafsack hineinrutschen kann.

Generell gilt für die Babyschlafsack-Größe: Der Nachwuchs muss aus dem passenden Schlafsack herauswachsen. Wächst Ihr Baby in den Schlafsack hinein, dann ist dieser zu groß! Die Faustregel, die ich allen Müttern nenne ist, dass der Abstand zwischen dem Nacken des Nachwuchses und dem Halsausschnitt des Schlafsacks circa einer Fingerbreite entsprechen sollte.“

Auf welches Material sollten Eltern beim Babyschlafsack zurückgreifen?

Luzia Kiesl: „Babyschlafsäcke gibt es in ganz unterschiedlichen Materialien, wie beispielsweise Baumwolle oder Fleece zu kaufen. Für ein besonders trockenes und gesundes Schlafklima sorgen Schlafsäcke, die aus TENCEL® Naturfasern in Kombination mit Polyester gefertigt sind. Denn TENCEL® Fasern vereinen die Vorzüge vieler Materialien und nehmen deutlich mehr Feuchtigkeit auf als Baumwolle.“

Worauf ist bei der Belüftung eines Babyschlafsacks zu achten?

Luzia Kiesl: „Die Überhitzung des Schlafraumes sowie Wärmestau im Babybett sollten als potentielle Risikofaktoren unbedingt vermieden werden. Ein „atmender“ Schlafsack ist neben einer luftdurchlässigen Matratze deshalb unerlässlich. Zwei Belüftungsschlitze am Babyschlafsack garantieren eine zusätzliche Regulierbarkeit der Temperatur. Durch die ausreichende Belüftung wird Wärmestau zuverlässig vermieden.“

Und worauf kommt es in Sachen Verarbeitung an?

Luzia Kiesl: „Beim Kauf eines Babyschlafsacks sollte Eltern auf höchste Qualität und eine optimale Verarbeitung achten. Ich rate stets dazu Druckknöpfe normalen Knöpfen vorzuziehen, da diese nicht verschluckt werden und zudem nicht selbst vom Nachwuchs geöffnet werden können. Darüber hinaus sollten unnötige Bändchen und Schnüre am Babyschlafsack vermieden werden. Aus meiner Sicht unerlässlich ist ein Reißverschluss mit Feststellmechanismus, damit sich das Baby nicht einklemmt oder den Reißverschluss von selbst öffnen kann.“

Worauf gilt es Hinsichtlich der Funktionalität zu achten?

Luzia Kiesl: „Viele Babyschlafsäcke punkten zwar mit einem tollen Design, können in Sachen Funktionalität aber leider nicht überzeugen – dabei kommt es gerade darauf an. Eltern sollten zu einem Produkt mit einem Rundumreißverschluss greife, da dieser ein einfaches Wickeln sowie An- und Ausziehen ermöglicht! Besonders praktisch und kostensparend ist außerdem ein Modell, das mitwächst. Wie der LIEBMICH Babyschlafsack sind diese Schlafsäcke durch Druckknöpfe an den Trägern verstellbar und versprechen einen längerfristigen Gebrauch.“

Quelle:
Träumeland GmbH – der Baby- und Kindermatratzenspezialist für gesunden Schlaf
www.traeumeland.com

#geistigeEntwicklung

Wie Babys die Welt verstehen

Bereits das Baby möchte „die Welt verstehen“ können. Die Welt ist für ein Baby zunächst so, wie sie ist. Doch gegen Ende seines ersten Lebensjahres kann es bereits gezielt Mittel einsetzen, um etwas zu erreichen. Auch in seiner geistigen Entwicklung spielt ein Kind von Anfang an eine aktive Rolle: Von Geburt an nimmt es seine Umwelt bereits mit allen Sinnen wahr und setzt sich auf seine ganz eigene Weise mit seiner Umgebung, mit Gegenständen und mit Handlungen auseinander. Es begreift und überprüft Zusammenhänge, verarbeitet seine Eindrücke und Vorstellungen und „tastet“ sich an neue „Erkenntnisse“ heran, es beginnt lansam zu verstehen.

Geistige Entwicklung

  • Ist das, was ich wahrnehme, mir schon bekannt oder unbekannt?
  • Signalisiert es etwas Wichtiges, wie beispielsweise die bevorstehende Mahlzeit?
  • Ist es angenehm oder unangenehm?
  • Hängt es auf irgendeine Weise mit meinem eigenen Verhalten zusammen?
  • Kann ich es durch mein Verhalten erneut hervorrufen?

Verschiedene Sinne

Schon mit wenigen Monaten ist ein Säugling in der Lage, seine verschiedenen Sinneserfahrungen zu ersten einfachen Vorstellungen zu verknüpfen – von den Gegenständen in seiner Umgebung, aber auch von Ihnen, von Ihrem Verhalten, von Ihrer Gestalt und von seinem eigenen Körper.

Diese Erfahrungen macht Ihr Kind vor allem im Miteinander und Austausch mit Ihnen – wenn Sie es ermuntern, mit ihm reden, es bestätigen und sein Vergnügen teilen, das es an seinem Spiel mit den Dingen hat.

Aus den Augen, aus dem Sinn

Etwa bis etwa zum Alter von acht Monaten existiert für Ihr Baby nur das, was es unmittelbar sieht und erlebt: Wenn Sie sich zum Beispiel unter einem Tuch verstecken oder aus dem Zimmer gehen, sind Sie für Ihr Kind weg. Das Stofftier, das unter die Decke gerutscht ist, existiert nicht mehr. Hier fehlt noch das Verstehen.

Mit etwa sechs, sieben Monaten beginnt Ihr Baby, eine erste Vorstellung von den Dingen zu entwickeln. Es ist nun mehr und mehr in der Lage, alltägliche Gegenstände zu erkennen und zu unterscheiden.

Erstes Erinnern

Mit etwa acht, neun Monaten kann ein Kind seine Vorstellung von einem Gegenstand als Erinnerung kurz abspeichern. Es beginnt allmählich zu begreifen, dass Menschen und Dinge auch dann noch da sind, wenn sie aus seinem Blickfeld verschwunden sind: Ihr Kind sucht nun nach seinem Spielzeug oder möchte, dass Sie es finden. Und wenn Sie sich unter einem Tuch versteckt haben, weiß es jetzt, dass Sie immer noch da sind.

Diese aufregende Erkenntnis möchte Ihr Kind in seinem Spiel nun unermüdlich auf die Probe stellen:

  • Wohin rollt der Ball, wohin verschwindet sein Spielzeug, wenn es auf den Boden fällt?
  • Es verdeckt sein Kuscheltier mit dem Kissen, nimmt das Kissen gleich darauf wieder weg: Ist der Teddybär tatsächlich noch da?

Am meisten Spaß hat Ihr Kind aber wahrscheinlich, wenn Sie mit ihm „Guck-guck“ spielen – Ihr Gesicht zum Beispiel unter dem Kissen oder hinter der Sessellehne verstecken, um im nächsten Moment mit einem lachenden „Guck-guck“ wieder hervorzukommen.

Erste Absichten

Etwa zum gleichen Zeitpunkt – mit acht, neun Monaten – macht Ihr Kind noch eine weitere großartige Entdeckung: Wenn es zum Beispiel an der Schnur seiner Spieluhr zieht, ertönt die Musik. Bewegt es seinen Arm, gibt die Rassel in seiner Hand Töne von sich, und wenn es an der Schnur seiner Laufente zieht, kommt sie so nahe, dass es sie greifen kann.

Damit beginnt Ihr Kind, Auswirkungen von einfachen Handlungen und erste Zusammenhänge von Ursache und Wirkung zu begreifen. Es kann nun bereits gezielt Mittel einsetzen, um etwas zu erreichen und probiert diese Erfahrung mit größtem Vergnügen an den verschiedensten Dingen aus:

  • Brummt der Bär, wenn es seinen Bauch presst?
  • Geht das Licht an, wenn es den Lichtschalter drückt?
  • Fließt Wasser aus dem Wasserhahn, wenn es ihn öffnet?

Auch in den Folgejahren lassen sich wesentliche Schritte der geistigen Entwicklung vor allem daran erkennen, womit sich ein Kind gerade gut und gerne beschäftigt: Das kindliche Spiel lässt meist gut erkennen, welchen neuen „Erkenntnissen“ das Kind gerade auf der Spur ist.

Quelle
www.kindergesundheit-info.de
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Fetalchirugie - noch vor dre Geburt operieren

Fetalchirurgie

Ein Eingriff schon bei ungeborenen Babys? Ja, das ist seit längerem möglich und wird auch mehr und mehr gemacht. Oftmals sind danach die Prognosen für das Baby sehr viel besser als wenn es erst nach der Geburt operiert würde. Seit Juli bietet das Deutsche Zentrum für Fetalchirurgie & minimal-invasive Therapie (DZFT) an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) die Behandlung von Fehlbildungen und Erkrankungen ungeborener Babys an. Mit Professor Dr. med. Thomas Kohl leitet ein international anerkannter Pionier der minimal-invasiven Fetalchirurgie das Zentrum.

Minimal-invasiv

Professor Kohl ist ein internationaler Pionier der minimal-invasiven Fetalchirurgie und befasst sich bereits seit 25 Jahren mit Eingriffen bei ungeborenen Babys: Bereits 1993 entwickelte er an der University of California (San Francisco, USA) neuartige Operationstechniken zur Behandlung von Herzfehlern bei Feten im Mutterleib. 2002 brachte er seine für Mutter und Kind besonders schonende minimal-invasive Methode erstmals in Deutschland beim Verschluss eines ‚offenen Rückens‘ (Spina bifida) zum Einsatz. Dabei nutzt er im Gegensatz zu anderen Behandlungsmethoden nur winzige Zugänge zur Fruchthöhle und operiert das ungeborene Baby, ohne es dazu aus der Gebärmutter zu entnehmen.

Weiter entwickelt

„Wird ein ‚offener Rücken‘ bereits im Mutterleib operiert, können wir den Kindern die sonst unvermeidlichen Lähmungen der Beine oft ersparen und sie können ein weitgehend normales Leben führen“, erläutert Kohl und ergänzt: „Seit der Einführung der minimal-invasiven Operation haben wir das Verfahren immer weiter entwickelt, so dass heute nach der Geburt meist keine weitere Operation mehr nötig ist.“ Kohl bietet auch neuartige Verfahren zum minimal-invasiven Verschluss der Luftröhre an, die bei Zwerchfellhernien, Hydrothorax (Flüssigkeitsansammlungen im Brustraum des Fetus) oder frühzeitigem Blasensprung die Reifung der Lunge beschleunigen können. „Bei der Behandlung lebensbedrohlicher Zwerchfellhernien hat Professor Kohl schon lange sehr eng mit der Klinik für Neonatologie an der UMM zusammengearbeitet“, berichtet Professor Dr. med. Frederik Wenz, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums. „Mit der unmittelbaren Nähe zwischen der neuen Fetalchirurgie und Neonatologie werden wir diese Kooperation weiter ausbauen und vertiefen – zum Vorteil unserer kleinsten Patienten.“

Lebensqualität

2007 entwickelte Professor Kohl das nach ihm benannte „Kohl-Verfahren“, eine spezielle Sauerstofftherapie zur Behandlung von Ungeborenen mit zu kleinen Herz- und Gefäßstrukturen. Eine 2016 veröffentlichte Studie belegte die Wirksamkeit des Verfahrens: Ohne Sauerstofftherapie mussten 75 Prozent der untersuchten Babys nach ihrer Geburt am Herzen operiert werden, mit der vorgeburtlichen Sauerstofftherapie nur 20 Prozent. „Mit dem DZFT erweitern wir unsere Expertise bei der vorgeburtlichen Diagnose von Erkrankungen um modernste medizinische und chirurgische Behandlungsmethoden“, betont Professor Dr. med. Marc Sütterlin, Direktor der UMM-Frauenklinik, an die das DZFT als eigenständige Sektion angegliedert ist. „So können wir viele Kinder mit guter Lebenserwartung und Lebensqualität auf die Welt bringen, die noch vor wenigen Jahren kaum eine Chance hatten.“

Dr. med. Thomas Kohl

Kohl studierte von 1983 bis 1990 Medizin an der Universität-Gesamthochschule Essen. Nach seiner Approbation 1992 war er an der Kinderklinik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster tätig, wo er sich vorrangig mit Kinderkardiologie befasste. Bei einem dreijährigen Forschungsaufenthalt in den USA entwickelte er erste minimal-invasive Operationstechniken zur Behandlung von Herzfehlern bei Feten im Mutterleib.

In Deutschland gründete er eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung experimenteller und klinischer fetal-kardialer Interventionstechniken, legte 2001 die Prüfung zum Facharzt für Kinderheilkunde ab und habilitierte sich im gleichen Jahr an der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

2002 wechselte er als Oberarzt für Klinische und Experimentelle Fetale Kardiologie und Fetalchirurgie an die Universitätsfrauenklinik Bonn. Dort wurde er 2004 leitender Oberarzt des von ihm gegründeten Deutschen Zentrums für Fetalchirurgie & minimal-invasive Therapie (DZFT). 2010 wechselte er als Chefarzt des DZFT an das Universitätsklinikum Gießen und Marburg.

Seit Juli 2018 leitet er das Deutsche Zentrum für Fetalchirurgie & minimal-invasive Therapie am Universitätsklinikum Mannheim (UMM), wo er bei der nachgeburtlichen Versorgung der von ihm operierten Kinder eng mit der Klinik für Neonatologie zusammenarbeitet.

Internationales Engagement

Die von Professor Kohl entwickelten und verfeinerten Operationsmethoden kommen inzwischen teilweise auch in São Paulo (Brasilien), an der Bilim Universität in Istanbul (Türkei), an der Universität Warschau (Polen) und der University of Texas (USA) zum Einsatz. Für sein internationales Engagement und die Verbreitung seiner Operationstechniken wurde er mit Ehrenprofessuren der Bilim Universität, Istanbul (Türkei) und der China Medical University, Shenjing, ausgezeichnet.

Mother and baby daughter plays at home on the sofa

10 Tipps, wie Sie beim „Großwerden“ helfen

Beim Großwerden ihres Babys fragen sich viele Eltern ständig: Was ist zu viel, was zu wenig Anregung?  Einerseits können Sie durch Anregungen und vielseitige Erfahrungsmöglichkeiten Ihr Kind darin unterstützen, dass es in seinen neu erworbenen Fähigkeiten immer geschickter und sicherer wird. Allerdings müssen Sie ihm zu seiner „Förderung“ nicht ständig neue Angebote machen und jede Menge Abwechslung bieten.  Hier die wichtigsten Tipps, wie Sie Ihr Kind beim Großwerden am besten unterstützen.

10 Tipps für Eltern

  1. Versuchen Sie nicht, Ihrem Kind etwas beizubringen, wozu es noch nicht bereit ist.
  2. Stellen Sie wirklichkeitsnahe Erwartungen an Ihr Kind. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Kinderarzt  oder Ihre Kinderärztin. Manche Kinder können sich schon früh sehr gut allein beschäftigen, aber ein  zweijähriges Kind kann z. B. in der Regel noch nicht über längere Zeit allein spielen.
  3. Stimmen Sie Ihre  Anregungen auf die Interessen Ihres Kindes ab.
  4. Bestärken und loben Sie Ihr Kind, wenn es etwas von sich aus und selbst machen möchte, und  freuen Sie sich mit ihm über alles, was es neu gelernt hat.
  5.  Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, sein Können im alltäglichen Leben auch anzuwenden. Jedes  eigene Tun stärkt sein Selbstgefühl und gibt ihm Selbstvertrauen und Selbstsicherheit.
  6. Entmutigen Sie Ihr Kind nicht, wenn etwas nicht gleich klappt. Ermuntern Sie es zu neuen Versuchen  und geben Sie ihm, wenn es nötig erscheint, kleine Hilfestellungen.
  7. Helfen Sie Ihrem Kind nur bei den Dingen, zu denen es selbst (noch) nicht in der Lage ist.
  8. Lassen Sie Ihr Kind ruhig auch einmal enttäuscht sein. Kinder müssen lernen, mit  Enttäuschungen und Rückschlägen umzugehen und sich durch sie nicht entmutigen zu lassen. Dies gilt auch, wenn  Ihr Kind in seiner Entwicklung verzögert ist oder eine Behinderung hat und es Ihnen vielleicht  besonders schwerfällt, seine Enttäuschung bei einem Misserfolg mit anzusehen.
  9. Sagen Sie Ihrem Kind eindeutig und klar, wenn Sie etwas von ihm möchten, und geben Sie ihm nicht  zu viele Anweisungen auf einmal.
  10. Bieten Sie Ihrem Kind – vor allem wenn es älter ist – immer wieder Gelegenheit, mit anderen Kindern  zu spielen. Gehen Sie auf Spielplätze, laden Sie Kinder zu sich nach Hause ein, lassen Sie es in die  Kindertagesstätte gehen.

 

 

 

Quelle:

Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung
www.kindergesundheit-info.de