Category : Entwicklung

Ideal für Stadtabenteuer

Der neue Thule Spring Buggy überzeugt mit vielen praktischen Features.

Was brauche ich, wenn ich mit meinem Kind unterwegs bin? Richtig, einen Kinderwagen, der alles mitmacht – mich problemlos durch enge Straßen begleitet oder in Geschäfte, leicht auch über holprigeres Pflaster rollt, der wendig ist und wenig Mühe beim Schieben macht. Kurz, einen praktischen, sicheren und komfortablen Buggy für alle Abenteuer nicht nur in der Stadt. Auch auf ländlicheren Pisten soll er seine Stärken entfalten durch gutes Kurvenverhalten, hohe Wendigkeit und Robustheit. Eben einer wie der neue Thule Spring Buggy.

Mit nur wenig Kraftanstrengung zu bedienen

Ein leichter und kompakter Buggy, der für alle Babys ab sechs Monaten und Kleinkinder optimiert ist, die schon stabil sitzen können. Und er ist leicht, mit nur wenig Kraftanstrengung zu bedienen. Ein ausziehbares Verdeck mit integrierter Belüftung, ein einhändig verstellbarer Schieber, Einstiegsfußstütze und ein Liegesitz kommen den unterschiedlichen Bedürfnissen des Kindes während des Tages entgegen. Das schwenkbare, arretierbare und gefederte Vorderrad bietet Komfort auf vielen Untergründen, für eine ruhige Fahrt sorgen mit pannensicherem Schaumstoff gefüllte 8,5 Zoll-Räder.

Sichere Fahrt

Dank der stabilen Fußablage können etwas ältere Kinder selbständig in den Wagen ein- und aussteigen. Die Sitzlehne lässt sich zurückklappen, so dass aus dem Buggy im Handumdrehen eine fahrbare und bequeme Liege für ein Nickerchen wird. Das einstellbare Verdeck mit integrierter Erweiterung schützt dabei vor tief stehender Sonne und bietet einen Lichtschutzfaktor von über 50 (separat erhältlich). Der Fünf-Punkt-Gurt hält das Kind stets stabil für eine sichere Fahrt.

Im Nu zusammengelegt

Der Thule Spring Buggy 2020 lässt sich mit einer Hand zusammenklappen und steht dann trotzdem noch fest und sicher. Dank dieses Einhand-Einklappmechanismus ist er im Nu zusammengelegt und lässt sich wegen des kompakten Gestells ohne große Anstrengung in jedem Kofferraum verstauen. Und nicht zuletzt ist er ein stylisch-eleganter Buggy in bester Verarbeitungsqualität, der jeden Ausflug mit dem Kind auch zum Hingucker für andere macht.

Mehr Infos bei Thule

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Sehprobleme schon bei Babys

Laut Schätzungen des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA) kann jedes zehnte Kind hierzulande nicht richtig sehen. Nur eine kleine Zahl? Ganz sicher nicht! Ein Kind, dessen Sehprobleme zu spät oder gar nicht entdeckt werden, kann nicht richtig sehen lernen und auch in seiner gesamten Entwicklung eingeschränkt sein. Nicht rechtzeitig festgestellte Sehdefizite können im späteren Leben Berufswünschen Schranken setzen.

Wer die Anzeichen für Sehprobleme kennt, kann dafür sorgen, dass Sehfehler frühzeitig entdeckt werden. Das hilft dem jungen Menschen, sich normal und gesund zu entwickeln. Tollpatschige Bewegungen bei den Kleinen, Lernschwierigkeiten bei den Größeren – das sind nur zwei Auffälligkeiten, hinter denen Probleme mit der Sehkraft stecken können. Holpriges Lesen und viele Fehler im Diktat lassen eine Lese-und Rechtschreibstörung (LRS, Legasthenie) vermuten. Probleme beim Zusammenzählen oder Malnehmen auf eine Rechenstörung (Dyskalkulie) schließen. Doch das muss es nicht sein. Auch Fehler der Augen, des Sehvermögens und der visuellen Wahrnehmung können zu Buchstabensalat, Textwirrwarr und Zahlenlotterie führen.

Das Kind bei Auffälligkeiten genau beobachten

Deshalb sollten Erwachsene bei Kindern in jedem Lebensalter genau hinschauen, ob etwas in ihrer körperlichen Verfassung und ihrem Verhalten, bei Spiel und Sport, beim Rechnen, Lesen und Schreiben ungewöhnlich und auffällig erscheint. Je früher die richtige Diagnose gestellt wird, desto größer sind die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung. Wenn es notwendig ist, verordnet der Augenarzt eine Brille.

Ein Baby oder ein Kleinkind, bei dem folgende Auffälligkeiten zu beobachten sind, sollte unverzüglich von einem Augenarzt untersucht werden. Dazu gehören vor allem Schielen, Augenzittern, auffallend große Augen, ständig tränende oder verklebte Augen, ständiges Reiben mit den Fingern an den Augen, Grimassenschneiden, Verdrehen der Augen, ohne etwas anzuschauen, große starre Pupillen auch bei Lichteinfall, weißliche Pupillen oder gelbliches Aufleuchten der Pupille bei direkt einfallendem Licht, Lichtscheue oder keine Reaktion auf Licht, getrübte Hornhaut, zwanghaftes Schiefhalten des Kopfes und wenn Babys und Kinder an Gegenständen häufiger vorbeigreifen.

Privatsphäre wahren

Darf ich das Foto posten?

Kann ich das Foto, auf dem mein Kind zu sehen ist, online teilen? Was sollte ich beachten? Und wie kann ich mein Kind einbeziehen? Auf diese Fragen möchte die Kampagne #DenkenFragenPosten des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V. Antworten geben und Eltern Wege aufzeigen, bewusst mit den Rechten ihres Kindes im Netz umzugehen. Denn Kinder haben das Recht, aktiv mitzubestimmen, ob, wie und mit wem ein Foto von ihnen geteilt wird.

DENKEN

Überlegen Sie, wie Ihr Kind gezeigt werden soll! Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Kindes und überlegen Sie, wie Sie reagieren würden, wenn bestimmte Babyfotos von Ihnen im Internet kursieren würden. Vereinbaren Sie in der Familie und im Freundeskreis Regeln, damit Bilder nicht ungewollt verbreitet werden, zum Beispiel:

  • Fotos von Kindern werden nicht ungefragt weitergeleitet.
    Kinderfotos werden nicht öffentlich gepostet.
    Kinder werden nicht leicht bekleidet oder in intimen bzw. peinlichen Situationen fotografiert. Linktipp: Der Infoflyer von Klicksafe gibt Tipps für das sichere Posten von Kinderfotos.

FRAGEN

Gefällt dir das Foto? Fragen Sie Ihr Kind und teilen Sie nicht über seinen Kopf hinweg Bilder von ihm.

  • Säuglinge oder Babys können natürlich nicht gefragt werden. Umso wichtiger ist hier eine wohl überlegte Entscheidung. Im Zweifelsfall sollte das Foto besser nicht geteilt werden.
    Schon im Kleinkind- oder Kindergartenalter haben Kinder eine eigene Meinung und Vorstellung davon, ob sie sich auf Fotos mögen oder nicht. Fragen Sie deshalb nach, ob Sie Bilder z. B. der Oma zeigen dürfen. Auch Kinder haben das Recht am eigenen Bild. Linktipp: Die Internetbeschwerdestelle erklärt das Recht am eigenen Bild.

POSTEN

Beachten Sie, wer und wie viele Menschen das Foto wahrscheinlich sehen können!

  • Überprüfen Sie genau, welchen Kontakten Sie private Fotos zugänglich machen. Gerade Profilbilder sind in der Regel für sehr viele Kontakte sichtbar.
    Gehen Sie die Einstellungsmöglichkeiten in Apps wie Instagram durch: Ist Ihr Kanal öffentlich oder können nur Kontakte Ihre Stories und geposteten Bilder sehen? Öffentlich gepostete Fotos können unbeabsichtigt in die Hände Fremder geraten, so dass Sie keine Kontrolle mehr darüber haben, was damit passiert. Es muss nicht immer WhatsApp sein! Alternative Messenger wie z. B. Threema oder Signal gehen sensibler mit personenbezogenen Daten um und bieten die gleichen Funktionen.

Tipps vom Deutschen Kinderhilfswerk mit Beispielen für unbedenkliche Kinderfotos: www.dkhw.de/kinderfotos-im-netz

Herausgeber: Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

 

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Gefährliche Darminfekte bei Frühgeborenen

Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden jedes Jahr weltweit 15 Millionen Babys zu früh geboren. In Deutschland sind es jährlich ca. 65 000. Diese Frühgeborenen oder so genannten Frühchen sind wegen des noch unterentwickelten Immunsystems anfälliger für Infektionskrankheiten und neigen häufig auch zu Entzündungen des Magen-Darmtraktes. Diese Infektionen können Schädigungen der Organe nach sich ziehen.

Behandelt werden kann diese Erkrankung mit Antibiotika oder einem chirurgischenEingriff, dem jedoch lebenslange Komplikationen folgen können.  Dass auch Muttermilch schützen kann, haben unlängst wissenschaftliche Studien belegt. Es stellte sich heraus, dass Frühgeborene, die mit Muttermilch ernährt werden, seltener an diesen Infektionen erkranken als Babys, die herkömmliche Säuglingsnahrung zu sich nehmen. Die herkömmliche Säuglingsnahrung unterscheidet sich von der Muttermilch dadurch, dass letztere spezielle Zuckermoleküle enthält, welche im Milchpulver nicht vorkommen. Nach Fetten und Lactose bilden sie den drittgrößten Anteil der menschlichen Muttermilch, und sie kommen in dieser Komplexität und Menge nur in der Muttermilch vor. Sie enthält zwischen fünf und 25 Gramm davon pro Liter.

Muttermilch schützt den Darm von Frühchen

Wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass diese natürlichen Zucker verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen auf Säuglinge haben. Sie sind präbiotisch, können das Risiko für Infektionskrankheiten wie Norovirus-Infektionen senken und fördern die neuronale Entwicklung der Neugeborenen. Zudem haben sie einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Immunsystems und die gesunde Entwicklung des Magen-Darmtraktes, was wiederum eine wichtige Rolle beim Schutz vor der gefährlichen Darmentzündungen bei Frühgeborenen spielt. In diesem Zusammenhang konnte nachgewiesen werden, dass manche Zuckermoleküle, die n der Muttermilch vorkommen, diese schädliche Darmerkrankung von Frühgeborenen abwenden können. Das bedeutet, dass vor allem gestillte Babys und Frühgeborene, die Muttermilch bekommen, von den positiven gesundheitlichen Auswirkungen dieser Zuckermoleküle profitieren können.Seit einigen Jahren gibt es jedoch auch eine künstlich hergestellte Babynahrung, die solche Zuckermoleküle enthält und nicht gestillten Babys damit einen guten Schutz bieten kann.

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Mutterliebe macht einfühlsamer

Oxytocin gilt als das „Bindungshormon“ bei Säugetieren und Menschen. Denn es stärkt Vertrauen und fördert soziale Bindungen. Es ist ein Hormon der Nähe, welches schon ganz früh in der menschlichen Entwicklung von entscheidender Bedeutung ist: Seine Produktion wird angekurbelt bei Blickkontakt, Mitgefühl oder angenehmen Berührungen. Forscher haben nun die Frage geklärt, ob das Verhalten der Mutter die Entwicklung des Oxytocin-Systems beim Säugling entscheidend beeinflussen kann. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass viel mütterliche und väterliche Fürsorge den Anteil des Oxytocins bei Babys steigert. Kinder sind somit auf diese frühen, grundlegenden Kontakte zu Mutter und Vater angewiesen, die ihnen letztendlich erleichtern, sich mit anderen zu verbinden und zu beschäftigen.

Veränderungen in der DNA

So beobachteten die Wissenschaftler eine Spielsituation zwischen Müttern und ihren fünf Monate alten Kindern. „Beim diesem Besuch und etwa ein Jahr später, als das Kind 18 Monate alt war, haben wir sowohl bei der Mutter als auch beim Säugling Speichel gesammelt. Um die Werte des Oxytocins zu untersuchen, haben wir uns das sogenannte Oxytocin-Rezeptorgen genauer angeschaut. Der Oxytocin-Rezeptor ist unerlässlich, damit das Hormon Oxytocin seine Wirkung entfalten kann.“, erklärt Kathleen Krol. Sie hat die Studie gemeinsam mit Tobias Grossmann am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig durchgeführt und arbeitet nun in Connellys Labor an der Universität.

„Wir konnten nachweisen, dass sich sogar in der DNA der Säuglinge Veränderungen ergeben hatten durch die Qualität des mütterlichen Engagements. Haben sich Mütter beim Spielen mit ihren Kindern besonders eingesetzt und gekümmert, zeigte sich dies ein Jahr später am Oxytocin-Spiegel. Ein höheres mütterliches Engagement hat also das Potenzial, den Anteil des Oxytocins bei ihren Kindern zu steigern.“, erklärt die Wissenschaftlerin.

Ob sich diese höheren Werte auch im späteren Leben erhalten, ist allerdings noch nicht geklärt. Dazu müssten die Kinder über Jahre bis ins Erwachsenenleben hinein immer wieder getestet werden.

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Wird mein Baby beim Stillen satt?

Wird mein Baby an der Brust wirklich satt? Viele Mütter bringt diese Sorge dazu, mit dem Stillen früher als gewollt aufzuhören. Oder sie fangen gar nicht erst an, obwohl sie es eigentlich fest vorhatten. Manchmal helfen kleine Anpassungen beim Anlegen und Stillen dabei, die Milchbildung noch besser auf den Bedarf des Säuglings abzustimmen. Und das Baby zeigt auch, dass es genug Milch bekommt.

In den ersten Tagen nach der Geburt läuft die Milchbildung erst einmal an. Richtiges Anlegen ist wichtig, damit das Kind an die verfügbare Milch kommt. Mit jedem Stillen wird die Milchbildung angeregt. Menge und Zusammensetzung der Muttermilch sind auf den Bedarf des Babys genau abgestimmt und passen sich während einer Stillmahlzeit und über die gesamte Stillzeit immer wieder an. Voraussetzung dafür ist, dass sensibel auf die Hungersignale des Babys reagiert und nach Bedarf gestillt wird. Das Kind kann etwa durch Unruhe, Strampeln oder Such- und Schmatzbewegungen zeigen, dass es gestillt werden möchte. Oder auch durch eine angespannte Körperhaltung, geballte Fäuste oder Saugen am Finger. Schreien ist bereits ein spätes Hungersignal.

Mehr Hunger bei Wachstumsschüben

Wie oft und wie lange ein Baby trinkt, ist ganz verschieden. Verlangt ein Baby z. B sehr häufig die Brust oder trinkt es besonders kurz oder lange, lässt sich daraus kein „Milch-Mangel“ ableiten. Bei Wachstumsschüben braucht das Baby mehr Nahrung. Dann ist es besonders wichtig, das Kind häufiger anzulegen, damit die Milchbildung über die Stillhormone angepasst wird.

Nach dem Anlegen an die Brust macht das Baby zunächst kurze, schnelle Saugbewegungen, bis die Milch kommt. Danach saugt und schluckt es rhythmisch und ausdauernd mit gelegentlichen Pausen. Ein hörbares Schlucken jeweils nach ein- oder zweimal Saugen ist ein hilfreiches Zeichen dafür, dass es mit dem Trinken klappt. Wenn das Baby satter wird, entspannen sich seine Hände und Arme immer mehr. Es macht einen zufriedenen Eindruck, lässt die Brustwarze los und schläft vielleicht ein.

 

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Kurse online buchen

In Deutschland gibt es mehr als 10.000 Anbieter, die sich auf Kurse rund um den Nachwuchs spezialisiert haben: Babyschwimmen, Geburtsvorbereitung, musikalische Früherziehung und viele mehr.
Für Eltern ist es schwer, den richtigen Kurs zu finden. Ebenso ist es nahezu unmöglich zu erkennen, wie gut der Kurs ist. Hinzu kommen auch bei vielen Vereinen aufwändige Buchungs- und Bezahlprozesse, einzelne Kurse werden nicht online aufgeführt oder sind schlecht erklärt.
Das soll sich nun ändern.

Vor fast einem Jahr entstand die Idee für das Startup kikudoo aus Schleswig-Holstein. Gründer Julius Timtschenko wurde Zeuge, wie seine Frau vergeblich versuchte, einen Schwimmkurs für deren damals zweijährige Tochter Mia zu buchen. „Wir wussten einfach nicht, wann die nächsten Kurse eingestellt werden. Und so war er immer bereits ausgebucht, wenn wir es versucht hatten. Dann haben wir einen Tipp für den nächsten Kurs bekommen und die Buchung nachts um eins abgeschlossen.“ Dann die Ernüchterung: Der Kursanbieter schickte eine falsche Buchungsbestätigung, Telefonisch war er nicht erreichbar und die Bezahlung zum Schluss umständlich.

Kurse buchen. Kurse verwalten. An einem Ort. Online.

So wie Julius ergeht es zahlreichen Eltern jeden Tag. Angebote für Kinderkurse müssen sie auf vielen Wegen suchen: über Freunde, Webseiten oder Flyer. Einen Kurs dann zu buchen ist ebenso kompliziert, wie eine einfache und schnelle Bezahlung durchzuführen. Der Unternehmensberater tat sich mit dem Projektleiter Clemens Gerbaulet und dem Programmierer Ivo Strugar zusammen, und gemeinsam gründeten Sie ein Unternehmen.

Die drei Väter schafften eine Plattform, auf der Kursanbieter ihre Kurse verwalten und Eltern ihr Kind anmelden und den Kurs bezahlen können. Am 5. August 2019 ging kikudoo online. Die ersten Kursanbieter haben sich bereits angemeldet. Kristin Algermissen aus Oberhausen ist eine von ihnen. Sie sagt: „Hier kann ich meine Wobbelkurse professionell verwalten und anbieten.“

Weitere Informationen finden Sie unter www.kikudoo.com.

Schilddrüse Presse

Kranke Schilddrüse kann unfruchtbar machen

Eine Schilddrüsenfunktionsstörung kann die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch sein. Meist handelt es sich um eine Schilddrüsen-Unterfunktion, die wenig oder keine Beschwerden macht. So findet sich unter Frauen mit einer Schilddrüsen-Unterfunktion ein Anteil von bis zu 60 Prozent, die ihre Monatsblutung nur unregelmäßig bekommen. „Davon sind wiederum etwa dreizehn Prozent unfruchtbar“, sagt Professor Matthias Schmidt, Nuklearmediziner an der Universität Köln.

Um festzustellen, ob eine Schilddrüsenstörung vorliegt, bietet sich zunächst ein einfacher Bluttest an. Gemessen wird dabei die Konzentration eines bestimmten Hormons (TSH) im Blut. Ein erhöhter TSH-Wert weist auf eine Unterfunktion hin. Grundsätzlich gilt: Ein niedriger TSH-Wert erhöht die Chancen auf eine Schwangerschaft.

Tabletten können helfen

Erste Ansprechpartner für einen TSH-Test sind Hausarzt oder Gynäkologin. „Liegen die Werte bei bestehendem Kinderwunsch zu hoch, helfen Levothyroxin-Tabletten. Sie steigern die Erfolgschancen für eine Schwangerschaft“, erklärt Matthias Schmidt. Die genauen Zusammenhänge sind noch nicht erforscht. „Man nimmt an, dass der TSH-Wert einen Einfluss auf den Vorgang des Einnistens des Embryos in die Gebärmutter hat. Andockstellen für TSH sind in der Gebärmutterschleimhaut vorhanden, und man fand die meisten Andockstellen in der Einnistungsphase“, so Schmidt.

Neben einer Schilddrüsen-Fehlfunktion sollte im Fall einer ausbleibenden Schwangerschaft anfänglich auch gleich abgeklärt werden, ob bei der Patientin ein sogenanntes polyzystisches Ovar-Syndrom (PCOS) vorliegt. „Darunter leiden nach Schätzungen vier bis zwölf Prozent der gebärfähigen Frauen in Deutschland“, erläutert die Hormonspezialistin und Privatdozentin Dr. Beate Quadbeck. aus Düsseldorf. Betroffene haben ihre Regelblutung selten, oft auch starken Haarwuchs an Brust, Rücken, Beinen oder Oberlippe, einen Überschuss an männlichen Hormonen und meistens kleine wassergefüllte Bläschen an den Eierstöcken, die auch als Zysten bezeichnet werden und im Ultraschall sichtbar sind.

„Schilddrüsen-Probleme und PCOS sind sehr häufige Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit und relativ einfach zu diagnostizieren“, so Quadbeck. „In Deutschland sollte keine Frau wegen einer leicht zu behandelnden Schilddrüsen-Unterfunktion auf eine Schwangerschaft verzichten müssen“, ergänzt Schmidt.

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Ein Gel gegen Unterzucker beim Baby

Neugeborene, die von Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes zur Welt gebracht werden, haben häufig einen zu niedrigen Blutzucker. Stabilisiert frühes Füttern den kindlichen Blutzuckerspiegel nicht, sollte nach der Arzt nach Auskunft der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zusätzlich ein Dextrose-Gel geben. Denn das Gel, das in die Wangenschleimhaut des Säuglings gerieben wird, kann einer Studie zufolge vor gefährlicher Unterzuckerung schützen. Schwangere mit Diabetes sollten sich frühzeitig über die Gel-Behandlung informieren und in einem Krankenhaus entbinden, das über Spezialabteilungen für Frühgeborene verfügt.

Zucker in Form von Glukose ist der wichtigste Kraftstoff für das Gehirn. Neugeborene benötigen in den ersten Lebenstagen fast ihre gesamten Glukosevorräte für das Gehirn, das auf regelmäßigen Nachschub angewiesen ist. „Jede Unterzuckerung kann Schäden hinterlassen und die spätere Entwicklung des Kindes behindern“, sagt Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel, DDG-Präsident und Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin – Gastroenterologie, Diabetologie und Ernährungsmedizin am St. Josefskrankenhaus Heidelberg GmbH. Bei allen Neugeborenen wird deshalb nach der Geburt der Blutzucker kontrolliert.

Frühgeborene häufiger betroffen

Eine Unterzuckerung ist keineswegs selten. „Bis zu 15 Prozent aller Neugeborenen haben vorübergehend eine Hypoglykämie“, sagt Siegel. Betroffen sind häufig Frühgeborene sowie Kinder von Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes – in Deutschland tritt bei vier Prozent der Schwangeren ein solcher Gestationsdiabetes auf. Den Neugeborenen ist die Hypoglykämie, die meist in den ersten sechs Lebensstunden auftritt, nicht immer anzusehen. Die Anzeichen können sehr unterschiedlich sein: Manche Kinder sind extrem gereizt und schreien, andere wirken lethargisch. In schweren Fällen kann es zu Krampfanfällen oder Atemaussetzern kommen.

Babies von Müttern mit Diabetes sollten daher dreißig Minuten nach der Geburt gestillt oder gefüttert werden, um die Gefahr einer Unterzuckerung von vornherein abzuwenden. „Die frühe Nahrungsaufnahme ist eine sehr effektive Vorbeugemaßnahme“, betont Siegel. Zwei Stunden später sollte der Arzt den Blutzucker des Neugeborenen auf nüchternem Magen bestimmen, gefolgt von weiteren Messungen im Alter von sechs und zwölf Stunden sowie flankiert von regelmäßigen Fütterungen. Bessert sich der Blutzuckerspiegel trotz Frühfütterung nicht, kann ein Dextrose-Gel hilfreich sein.

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Eltern vom Smartphone abgelenkt

Viele Babys und Kleinkinder müssen sich die Aufmerksamkeit ihrer Eltern schon mal mit dem Smartphone oder Tablet teilen. In einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Bilendi gaben 48 Prozent der Mütter und Väter von unter Vierjährigen an, dass sie schon mal ein schlechtes Gewissen hatten, weil sie mehr auf ihr Smartphone/Tablet geachtet haben als auf ihr Kind. Mehr als ein Drittel der Eltern (36 Prozent) räumte ein, während der gemeinsamen Familienmahlzeiten auch schon mal auf das Smartphone zu schauen.

Vertrauensvolle Eltern-Kind-Bindung gefährdet

Experten warnen vor einem solchen Verhalten. „Der Schlüssel für eine gute Entwicklung ist gute und ungeteilte Aufmerksamkeit“, sagt Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Gudrun Schwarzer von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Kinder brauchen „Kontingenz“, also die ständige Erfahrung, dass es einen Zusammenhang zwischen dem eigenen Handeln und einer Reaktion gibt. Wenn ein Baby nun im Buggy sitzt, ein Auto sieht und „da!“ ruft, reagieren Eltern richtig mit „Oh, ein Auto!“ und tun das in der Regel prompt und automatisch. „Kommt die Reaktion aber verspätet, weil sich Mama oder Papa gerade mit dem Handy beschäftigt, kriegt das Kind gar nicht mehr die Verbindung“, betont Schwarzer. Das sei fatal und stehe der Entwicklung einer verlässlichen, vertrauensvollen Beziehung zwischen Kind und Eltern entgegen. Empfehlenswert ist, sich schon während der Schwangerschaft möglichst sechsmal am Tag für 20 Minuten eine smartphonefreie Zeit zu schaffen. Denn in etwa so oft und lange wird die Mutter später im Schnitt tagsüber ihr Kind stillen. Dabei geht es darum zu lernen, die Muße zu genießen. Keine laute Musik, kein Film. Sechsmal am Tag für 20 Minuten nichts. Diese Übung kann der werdenden Mutter und dem werdenden Vater helfen, später eine intensivere Verbindung mit dem Baby aufzubauen – und sich zudem ein Stück weit unabhängiger vom Smartphone zu machen, das für viele zu einer Art Sucht geworden ist.