Category : Ernährung

Nahrungsmittel

Was Ihr Baby nicht verträgt

Im ersten Lebensjahr heißt es Vorsicht beim Füttern: Längst nicht jedes Nahrungsmittel ist für Babys geeignet.

Gut, dass es Mutter- und Ersatzmilch gibt. Weil das Baby im ersten halben Jahr praktisch nichts anderes zu sich nimmt, müssen sich die Eltern keine Gedanken über andere Lebensmittel für ihr Kind machen. Erst danach beginnt die Zeit der Beikost und später auch weiterer Lebensmittel, die das Kind dann bei gemeinsamen Mahlzeiten zu sich nimmt. Fertige Beikost aus dem Supermarkt enthält keinerlei bedenkliche Substanzen, so dass sich Mutter und Vater auch hierbei keine Sorgen zu machen brauchen.

Selber Kochen

Nur wenn sie selber Beikost produzieren, sollten sie auf diese Einschränkungen achten: Kuhmilch und Produkte aus Kuhmilch wie Joghurt sind zwar nicht unmittelbar gefährlich. Babys und Kleinkinder bis etwa zum zehnten Lebensmonat vertragen sie aber nicht gut. Denn Kuhmilch ist für sie schwerverdaulich, wegen ihres hohen Eiweißgehaltes werden auch die Nieren stark belastet. Wer ein schon etwas älteres Kleinkind hat, kann aber gern mal einen Versuch mit einem Fläschchen Kuhmilch (1,5 Prozent Fettgehalt) machen. Verträgt das Kind die Milch ohne Magenschmerzen und starke Blubbergeräusche im Bauch, ist alles ok.

Rohmilch & Co.

Vorsicht vor allem bei Rohmilch und Produkten wie Käse aus Rohmilch. Darin können in selteneren Fällen sogenannte Listerien enthalten sein. Diese Bakterien führen zu Durchfall, Erbrechen und Fieber. Hartkäse enthält keine Listerien, geriebener Parmesan etwa kann durchaus über die Nudeln gestreut werden. Auf dem Etikett des Lebensmittels steht, ob es aus Rohmilch hergestellt wurde. Dass Kinder kein rohes Fleisch oder rohen Fisch essen sollten, versteht sich fast von selbst. Sonst können Bakterien wie Salmonellen darin stecken, die schwere Magen- Darminfekte auslösen. Auch Fleisch aus der Pfanne sollte immer gut durchgebraten sein. Medium-Steaks etwa sind nichts fürs Kind.

Bakterien

Vorsicht auch bei rohem Fisch etwa im Sushi. Babys und Kleinkinder sollten davon nicht probieren wegen möglicher Bakterienbelastung. Rohe Eier sind aus demselben Grund tabu. Selbst in einem weichgekochten Ei können Keime wie Salmonellen überleben. Deshalb nur hartgekochte oder gebratene Eier geben. Eier in Backwaren sind unbedenklich. Die hohen Temperaturen im Backofen töten alle Bakterien ab. Das Baby den Löffel mit Honig abschlecken zu lassen, ist auch keine gute Idee. Gelegentlich tauchen im Honig sogenannte Botulinus-Bakterien auf, gegen die das Immunsystem des Kindes nichts ausrichten kann. Die mögliche Folge ist eine schwere Infektion mit Vergiftung und Lähmungen. Ältere Kinder und Erwachsene müssen diese Keime nicht fürchten. Ihr Immunsystem tötet sie zuverlässig ab.

Gewürze

Stark Gesalzenes ist ebenfalls nichts für Kleinkinder, auch allzu Süßes vertragen sie oft nicht gut. Deshalb sparsam sein mit solchen Geschmacksstoffen. Starke Gewürze wie Pfeffer ganz weglassen. Nüsse in gemahlener Form sind kein Problem, als Ganzes sollten sie aber wie auch größere Früchte (Beeren) nicht gegeben werden. Die Gefahr sich zu verschlucken, wäre zu groß. Alkoholisches in jeglicher Form ist selbstverständlich tabu. Dazu gehören vor allem auch Lebensmittel, die mit Alkohol zubereitet werden, etwa die Nachspeise Tiramisu.

Babys ein gesundes Ernährungsverhalten beibringen

Schmeckt gut und ist gesund!

Eltern stellen die Weichen für ein gesundes Ernährungsverhalten. Aber das Essen sollte natürlich auch gut schmecken, damit der Nachwuchs Appetit auf gesundes Essen bekommt. Hier einige Anregungen auf der Grundlage der AID-Kinderpyramide

Trinken

Kinder benötigen am Tag etwa 1 Liter Flüssigkeit. Eine wichtige Quelle für die Kleinen ist und bleibt Milch. Diese enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, ist aber auch sehr nährstoffreich und gilt deshalb eigentlich als Lebensmittel. Da Kinder die Abwechslung lieben, sollte man über den Tag verteilt 5-6 Gläser unterschiedlicher Getränke anbieten. Wasser gehört auf jeden Fall dazu, auch Tee und Fruchtsäfte, gerne frisch gepresst und deshalb frei von zusätzlichem Zucker. Diese kann man wegen der Kalorien und des Fruchtzuckers am besten mit Wasser verdünnen.

Kohlenhydrate

Getreide ist nach Ernährungsempfehlungen aller Experten die Basis einer gesunden, ausgewogenen Kinderernährung. Für Kleinkinder heißt das: 5 Getreidemahlzeiten pro Tag. Idealerweise aus Vollkorn. Als Brot werden Roggen – und Roggenmischbrot empfohlen, möglichst fein gemahlen. Reis, Kartoffeln und Nudeln steuern ebenfalls viele Kohlenhydrate zur Kinderernährung bei. Da Nudeln bei vielen Kindern erfahrungsgemäß besonders gut ankommen, sollte man die Kleinen von Anfang an auch an den guten Geschmack von Kartoffeln und Reis heranführen. In den Tag startet der Nachwuchs gut mit einem Müsli. Die Mischung von Haferflocken und frischem Obst versorgt die kleinen Abenteurer mit vollen Energiespeichern.

Obst und Gemüse

Ernährungsexperten empfehlen heute Geschmacksvielfalt von Anfang an. Bieten Sie Ihrem Nachwuchs also nicht nur den bekannt gesunden Apfel an, sondern auch andere Fruchtsorten. Je nach Jahreszeit ist das Angebot an Birnen, Beeren, Bananen, Kiwis, Pfirsichen oder Kiwis mal größer und mal kleiner. Im Winter kann man durchaus zu importierter Ware greifen. In manchen Gemüsesorten stecken übrigens mehr Vitamine und Mineralstoffe als in vielen Obstsorten. Roh oder gekocht? Beides wird für eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung empfohlen. Roh schmecken Karotten, Gurken, Kohlrabi und Tomaten manchem Kleinkind besser als gekocht oder gebraten. Lassen Sie Ihr Kind einfach probieren. Je früher es eine geschmackliche Vielfalt schätzen lernt, desto besser für sein ganzes Leben.

Eiweiß

Insgesamt empfiehlt die AID-Kinderpyramide vier Portionen aus der Gruppe der eiweißhaltigen Lebensmittel. Drei davon entfallen auf Milch und Milchprodukte. Sie steuern mit ihrem hohen Gehalt an Kalzium einen wichtigen Mineralstoff für ein gesundes Knochenwachstum bei. Achten Sie aber auf den Fettgehalt. Bleibt noch eine Portion offen. Hier kann man wählen zwischen Ei, Fisch und Fleisch, schonend gegart. Da ein Zuviel an Eiweiß die kindlichen Nieren überfordern kann, sollten diese Lebensmittel achtsam angeboten werden. Auch bei Wurst und Käse gilt Zurückhaltung.

Gemeinsame Mahlzeiten sind wichtig

In der Hektik des Alltags fällt es manchmal schwer, Zeit für gemeinsame Mahlzeiten zu finden. Dabei ist das gemeinsame Essen ganz wichtig. Am Esstisch darf gegessen, gelacht und, wenn es nötig ist, auch gestritten werden. Das schafft Verbundenheit. Eine familienorientierte, ritualisierte Esskultur ist außerdem Grundstein für gesunde, regelmäßige Essgewohnheiten im späteren Leben.

Das kann ich schon!

Das hören Eltern oft und nicht unbedingt gerne. Zur Freude über den aktiven Nachwuchs gesellt sich die Sorge: Ist es nicht zu gefährlich, wenn mein Kind ein Messer in die Hand nehmen will? Aber diese Sorgen sind meistens unbegründet. Wenn es auf das Kindergartenalter zugeht, ist der Nachwuchs schon ganz schön pfiffig und geschickt im Umgang mit Küchenutensilien, Obst und Gemüse. Schließlich schauen die Kleinen ganz genau hin, was Mama und Papa in der Küche so anstellen. Trauen Sie Ihrem Kind also ruhig etwas zu. Anfangs ist es vielleicht noch eine Herausforderung, wenn die willigen Helfer Obst und Gemüse einfach nur herbeiholen sollen. Aber bald können sie es waschen, putzen und dann auch schneiden. Den Tisch decken und abräumen lernen die Kleinen auch ganz schnell. Erfolgserlebnisse sind wichtig für die Entwicklung. Da sollte man es auch in Kauf nehmen, dass schon mal eine Tasse oder ein Teller zu Bruch geht.

Noch mehr Tipps

1 Als Portion gilt, was auf bzw. in eine Kinderhand passt.

2 Je natürlicher ein Lebensmittel, desto weniger Zusatzstoffe. Das reduziert die Allergiegefahr.

3 Bieten Sie Ihrem Nachwuchs von Anfang an eine geschmackliche Vielfalt an. Und wenn etwas nicht auf Anhieb schmeckt, ruhig öfter anbieten.

4 Nichts gegen Pizza, Pommes und andere Fertiggerichte, aber nur in Maßen. Sie enthalten viele unnötige Zusatzstoffe, zu viel Salz, zu viel Zucker und zu viel Fett.

5 Wenn Sie Ihren Nachwuchs vegetarisch ernähren mochten, sollten Sie stattdessen viele Vollkornprodukte und Nüsse auf den Tisch bringen. Und insgesamt für eine ausgewogene Ernährung sorgen.

Stillen - wie lange?

Wie lange soll ich stillen?

Das Kind anzulegen, schafft eine innige Beziehung zwischen Mutter und Säugling. Aber wie lange gestillt werden sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Ganz allein für sich entscheiden

Es ist ein großes Thema zwischen jungen Müttern. Die Still-Frage treibt auch deren Freundinnen und die Mütter um, so dass manch frischgebackene Mama etwas verwirrt aus diesen Diskussionen herausgeht. Dabei ist es im Grunde ganz einfach: Jede Mutter sollte ganz allein für sich entscheiden, wie lange sie stillen möchte.

Muttermilch erhält Schutzstoffe

Natürlich gibt es sinnvolle Empfehlungen von Experten. Diese besagen, dass ein Säugling mindestens ein halbes Jahr lang gestillt werden sollte, wenn das möglich ist. Denn mit der Muttermilch erhält das Kind auch Schutzstoffe, die es später möglicherweise vor Allergien und Übergewicht bewahren. Bei der Mutter sinkt durch längeres Stillen das Brustkrebs- und Diabetes-Risiko, wie Studien zeigen. Gute Gründe also, es zumindest mit dem Stillen zu versuchen.

Der richtige Zeitraum

Selbst wenn das Kind nur in den ersten Tagen nach der Geburt Muttermilch bekommt, soll dies nach Aussagen von Fachleuten schon helfen. Dann produziert seine Mama das sogenannte Kolostrum, die Neugeborenen-Milch. Sie ist besonders reichhaltig. Wenn es keine gesundheitlichen Probleme gibt, kann die Mutter ihr Kind auch über die empfohlene Mindestzeit von sechs Monaten hinaus stillen. Wenn sie mag, sogar ein Jahr lang oder länger.

Beikost

Allerdings sollte sie ab dem sechsten Monat Beikost zufüttern. Zunächst nur eine Mahlzeit täglich, später auch zwei Mahlzeiten. Je häufiger das Kind später feste Nahrung erhält, umso weniger wird es nach der Mutterbrust verlangen. Meist essen Kinder nach dem ersten Lebensjahr auch schon teilweise die Mahlzeiten der Erwachsenen mit, so dass sie nur noch wenig Bedarf an zusätzlicher Milchnahrung haben.

Probleme mit der Nahrungsaufnahme

Was ist, wenn ich mich schwer tue mit dem Stillen oder der Säugling Probleme mit der Nahrungsaufnahme hat? Grundsätzlich gilt: Stillen ist gut, aber keine Pflicht. Produziert die Mutter nicht genug eigene Milch, kann sie problemlos Fläschchenmilch zufüttern. Bekommt sie gesundheitliche Probleme durchs Stillen, etwa wiederholte Entzündungen an den Brustwarzen, kann sie auch komplett auf die Fläschchennahrung umschwenken. Denn diese ist sehr hochwertig und ein nahezu vollständiger Ersatz für die echte Muttermilch. Nicht wenige Frauen möchten auch einfach nicht stillen, aus welchen Gründen auch immer. Sie brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben und sollten sich dafür auch nicht rechtfertigen müssen, wenn sie ihrem Kind vom ersten Tag an künstlichen Milchersatz geben.

Pre-Milch

Diese sogenannte Pre-Milch ähnelt sehr stark der Muttermilch und kann unbesorgt bis zum sechsten Monat und darüber hinaus gegeben werden. Hierbei ist aber auch wichtig, dass ab dem sechsten oder spätestens siebten Monat die Beikost ins Spiel kommt. Mit dieser Kombination bleibt das Kind gesund. Es erhält alle Nährstoffe, die es für eine gute Entwicklung braucht. Erst ab dem ersten Lebensjahr sollte ein Kind Kuhmilch trinken. Diese Milch hat einen hohen Eiweißgehalt, der die Nieren im Babyalter zu stark belasten würde.

„Zwiemilch“ geben

Eine Kombination aus Muttermilch und Fläschchen ist kein Problem. Wenn die Mama etwa nicht genug Milch bereitstellen kann, kann sie unbesorgt mit künstlicher Pre-Milch zufüttern. Auch wenn sie in der Öffentlichkeit nicht stillen möchte, ist das Fläschchen eine gute Alternative.

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Stillen oder Flasche?

Nicht jede Mutter kann oder will ihr Baby stillen. Dann hat sie die Wahl zwischen verschiedenen hochwertigen Milchprodukten

Viele gute Argumente sprechen für die Gabe von Muttermilch, schließlich ist sie optimal auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt. Manchmal reicht die Milch aber einfach nicht, um das Kind beim Stillen satt zu bekommen. Oder Reizungen und Entzündungen an den Brustwarzen verhindern regelmäßiges Stillen. So manche Mutter verzichtet auch lieber gleich darauf, ihr Baby anzulegen, und greift direkt zur Ersatznahrung. Die gesetzlichen Vorgaben für diese Produkte sind so hoch, dass beste Qualität garantiert ist. Künstlich hergestellte Ersatzmilch ist in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch sehr ähnlich und liefert alles, was das Kind in der ersten Zeit braucht.

Optimierte Zusammensetzung

Es gibt allerdings verschiedene Arten von Milchersatz, die in ihrer Zusammensetzung auf das jeweilige Alter des Kindes und eventuelle Allergien optimiert sind. Die Pre-Milch ist der Standard bei neugeborenen Kindern. Sie ist der Muttermilch am ähnlichsten, hat sogar in etwa dieselbe dünnflüssige Konsistenz. Sie enthält nur Milchzucker (Laktose) und keinen sonstigen Zucker, ihre Eiweiße sind fast identisch mit denen von Muttermilch. Pre- Milch (auch Startmilch genannt) ist die optimale Ernährung bis zum sechsten Monat. Auch darüber hinaus kann sie gegeben werden, bis etwa zum ersten Lebensjahr.

Dem Alter entsprechend

Es kann aber sein, dass das Baby irgendwann nicht mehr ganz satt wird mit dieser Milch und nachts etwa zu häufig danach verlangt. Dann ist die 1er-Milch besser geeignet. Sie unterscheidet sich nicht sehr wesentlich von der Pre-Milch, enthält aber etwas mehr Kohlenhydrate und ist insgesamt sämiger. Das macht den Säug ling satter. Ab dem sechsten Monat reicht mitunter auch diese Milch nicht mehr, dann kommt die 2er-Milch (Folgemilch) ins Spiel. In ihr sind deutlich mehr Kalorien enthalten, unter anderem aus Zucker, außerdem Eisen und Jod, die für die Entwicklung des Kindes sinnvoll sind. Folgemilch ist aber nicht unbedingt nötig als Babynahrung, zumal die meisten Eltern ab dem sechsten Lebensmonat mit Beikost zufüttern.

Allergien

Das Baby erhält dann auch festere Nahrung und ist so leichter satt zu bekommen. Wenn ein oder beide Elternteile unter einer Kuhmilch-Allergie leiden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch ihr Baby eine solche Allergie entwickeln könnte. Für diese Kinder wurde die sogenannte HA-Milch entwickelt. Diese „hypoallergene“ Milch unterscheidet sich von der „normalen“ Milch vor allem darin, dass die Eiweiße in kleine Bruchstücke aufgespalten sind. Das macht sie leichter verdaulich und verhindert allergische Reaktionen. Diese Allergie ist etwas ganz anderes als die viel verbreitetere Laktose-Unverträglichkeit, bei welcher der Milchzucker nicht verdaut werden kann.

Die beiden Arten von Milch-Unverträglichkeit daher nicht miteinander verwechseln. HA-Milch gibt es als Anfangs- und Folgemilch. Besteht kein oder nur ein geringes Allergierisiko, muss diese Milch nicht gegeben werden. Kinder mögen sie nicht immer so gern, weil sie weniger süß ist. Vor allem, wenn sie erst die andere süßere Milch bekommen haben, fällt die Umstellung deshalb gelegentlich etwas schwerer. Leidet der Säugling bereits nachweislich unter einer Kuhmilch-Allergie, ist auch die HA-Milch nicht das Richtige. Dann braucht das Kind eine spezielle Milch, deren Eiweiß in noch kleinere Bruchstücke aufgespalten ist. Diese Milch gibt es in Apotheken.

Zu früh geborene Babys wiederum erhalten die sogenannte Frühchenmilch. Sie hat einen höheren Energiegehalt, damit die Winzlinge schneller an Gewicht zulegen, außerdem besondere Inhaltsstoffe für die Entwicklung des Hirns, der Nerven, des Darms und des Immunsystems

„Zwiemilch“ geben, das geht auch

Warum nicht beides seinem Baby geben, Muttermilch und Fläschchenmilch? Experten sehen darin kein Problem. Wenn eine Mutter nicht genügend Milch für ihr Baby hat, kann sie ihm zusätzlich das Fläschchen mit Ersatznahrung geben. Auch für unterwegs ist diese Ernährungs-Variante gut geeignet – oder wenn die Mutter tagsüber keine Zeit hat, etwa arbeiten geht. Dann braucht sie nicht mühsam Milch abzupumpen, sondern der Papa oder eine andere Betreuungsperson kann einfach ein Milchfläschchen aus Milchpulver zubereiten. Die Mutter sollte nur darauf achten, noch genügend von ihrer eigenen Milch zu geben. Damit sie nicht aus Versehen und ohne es gleich zu bemerken abstillt.

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Zucker verboten

Auf Initiative der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, wird es zukünftig ein Zuckerverbot für Baby- und Kleinkindertees geben. Der Bundesrat hat eine entsprechende Verordnung der Ministerin beschlossen, die auch den Zusatz anderer süßender Zutaten in diesen Getränken verbietet. Vorgeschrieben wird außerdem ein Hinweis auf der Verpackung, beim Zubereiten auf die Zugabe von Zucker und anderen süßenden Zutaten zu verzichten. Julia Klöckner: „Das ist ein wichtiger Schritt für eine gesunde Ernährung unserer Kleinkinder. Denn die Weichen für das Ernährungsverhalten werden früh gestellt, die ersten 1000 Tage sind entscheidend. Der Konsum gezuckerter Getränke von Anfang an erhöht die Gefahr von Karies, späterem Übergewicht oder gar Adipositas. Es besteht ein eindeutiger Zusammenhang.“

Strategie für weniger Zucker, Fette und Salz

Die Regelung sieht konkret vor: ein Verbot des Zusatzes von Zucker, Honig, Fruchtsaft (-konzentrat oder -pulver), Fruchtnektar, Malzextrakt oder anderen aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnenen Sirupen oder Dicksäften zu Säuglings- oder Kleinkindertees. Die Verordnung ist ein wichtiger Teil der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie. Die Strategie für weniger Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten wurde Ende 2018 vom Kabinett beschlossen. Zahlreiche Verbände haben sich seitdem verpflichtet, diese Inhaltsstoffe in ihren Produkten bis 2025 signifikant zu reduzieren. Kürzlich hatte es eine erste Zwischenbilanz des Max-Rubner-Instituts gegeben, die die Wirksamkeit der Strategie wissenschaftlich bestätigt.

Ein weiterer Baustein der ganzheitlich angelegten Ernährungspolitik ist die Entscheidung der Bundesministerin, als erweiterte Nährwertkennzeichnung den Nutri-Score auf der Vorderseite von Verpackungen einzuführen. Dieser ermöglicht es Verbrauchern, auf einen Blick die Nährwerteigenschaften eines Lebensmittels zu erfassen und verschiedene Produkte innerhalb einer Produktgruppe hinsichtlich ihres Nährwertes miteinander zu vergleichen. Zudem hatte Ministerin Julia Klöckner im vergangenen Jahr das Institut für Kinderernährung am Max-Rubner-Institut in Karlsruhe gegründet. Hier wird wissenschaftlich erforscht, welche Ernährung Kinder wirklich brauchen.

 

Jetzt wird es lecker 

Die Milch reicht ihm nicht mehr. Mamas und Papas Liebling will jetzt mal was Richtiges essen und signalisiert das auch. Also her mit der Beikost …

Immer nur die Brust oder das Fläschchen, das wird auf Dauer langweilig. Schon seit längerem guckt das Baby seinen Eltern interessiert beim Essen zu. Was mag da Leckeres auf dem Teller liegen? Eine völlig neue Genusswelt wartet auf da auf einen, und irgendwann ist der Tag gekommen für das erste Löffelchen.

Gemüse

Bei den meisten Babys geht es ab dem fünften oder sechsten Monat mit der Beikost los. Wenn sie mit Hilfe gut sitzen können, Dinge selbstständig zum Mund führen und Essen mit den Lippen aufnehmen können, steht dem nichts mehr im Wege. Die erste Milchmahlzeit wird am Mittag durch ein Gläschen ersetzt, das Gemüse enthält. Welches Gemüse das Baby mag, muss es selber herausfinden. Oft gibt es zunächst einen reinen Möhrenbrei. Man kann dies problemlos aber auch variieren, etwa Mais oder Kürbis mit und ohne Kartoffeln, dazu püriertes Fleisch nehmen.

Gläschen

Das Angebot namhafter Hersteller von Beikost ist groß und die Qualität dieser Produkte hoch. Wer mag, kann solche Mahlzeiten leicht auch selbst zubereiten. Dazu müssen die entsprechenden Lebensmittel nach dem Garen lediglich püriert werden und abkühlen, bevor das Baby sie essen darf. Darauf achten, dass nur hochwertige Produkte möglichst in Bioqualität im Kochtopf landen. Sie schmecken dem Kind meist auch besser.

Nach und nach

Wenn sich das Baby an die erste feste Mittagsmahlzeit gewöhnt hat, wird nach und nach auch die Abendmilch durch etwas Nahrhafteres ersetzt. Ideal hierfür ist ein Milch-Getreidebrei mit Hafer oder Gries, später (ab dem achten Monat) darf es auch Milchreis sein. Das Kind wird von diesen Breis viel gesättigter sein als nur mit seiner Milchmahlzeit und in der Nacht vermutlich besser durchschlafen.

Mehr Energie

Es braucht jetzt auch immer mehr Energie, weil es schnell wächst. Da ist ein solcher Brei genau das Richtige. Ab etwa dem ersten Lebensjahr bekommt es dann auch ein richtiges kleines Frühstück, mit Brot, Butter, Marmelade, Aufschnitt und richtiger Kuhmilch oder einem Müsli. Immer häufiger isst es auch das ganz normale Essen der Erwachsenen mit, natürlich klein geschnitten. Als Beikost eignet sich dann noch Apfel- oder Birnenmus. Alles, was das Kind schon immer gern aus dem Gläschen geschmaust hat, darf es gern weiteressen.

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Kein Zucker mehr im Babytee

Auf Initiative der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, wird es zukünftig ein Zuckerverbot für Baby- und Kleinkindertees geben. Der Bundesrat beschloss eine entsprechende Verordnung der Ministerin, die auch den Zusatz anderer süßender Zutaten in diesen Getränken verbietet. Vorgeschrieben wird außerdem ein Hinweis auf der Verpackung, beim Zubereiten auf die Zugabe von Zucker und anderen süßenden Zutaten zu verzichten.

Julia Klöckner: „Zucker hat in Babytees nichts zu suchen. Deshalb habe ich eine Verordnung auf den Weg gebracht, die heute im Bundesrat angenommen wurde. Das ist ein wichtiger Schritt für eine gesunde Ernährung unserer Kleinkinder. Denn die Weichen für das Ernährungsverhalten werden früh gestellt, die ersten 1000 Tage sind entscheidend. Der Konsum gezuckerter Getränke von Anfang an erhöht die Gefahr von Karies, späterem Übergewicht oder gar Adipositas. Es besteht ein eindeutiger Zusammenhang. Das Verbot werde ich umgehend erlassen.“

Auch andere Süßungsmittel verboten

Die Regelung sieht konkret ein Verbot des Zusatzes von Zucker, Honig, Fruchtsaft (-konzentrat oder -pulver), Fruchtnektar, Malzextrakt oder anderen aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnenen Sirupen oder Dicksäften zu Säuglings- oder Kleinkindertees vor. Außerdem den verpflichtenden Hinweis, dass bei der Zubereitung oder vor der Verabreichung auf die Zugabe von Zucker und anderen süßenden Zutaten verzichtet werden soll. Hinzu kommt die Kennzeichnungsvorgabe bezüglich des Alters, ab dem das Erzeugnis verwendet werden kann. Analog zum Mindestalter für die Einführung von Beikost beträgt dies vier vollendete Lebensmonate.

Die Verordnung ist ein wichtiger Teil der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner. Die Strategie für weniger Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten wurde Ende 2018 vom Kabinett beschlossen. Zahlreiche Verbände haben sich seitdem verpflichtet, diese Inhaltsstoffe in ihren Produkten bis 2025 signifikant zu reduzieren. Kürzlich hatte es eine erste Zwischenbilanz des Max-Rubner-Instituts gegeben, welche die Wirksamkeit der Strategie wissenschaftlich bestätigt.

Brauchen Babys Nahrungsergänzungsmittel?

Pro und contra künstliche Vitalstoffe.
Normalerweise erhalten Babys und Kleinkinder über die tägliche Ernährung alles, was sie für eine gesunde Entwicklung brauchen. Es gibt aber Ausnahmen …

In Muttermilch und Milchpulver ist erst mal alles enthalten, was ein neuer Erdenbürger täglich benötigt: Eiweiß, Kalzium, Vitamine und andere Nährstoffe. Ein Rundum-Paket für die gesunde Versorgung des Babys und Kleinkindes. Das sehen seine Eltern auch an den rosigen Pausbäckchen, dem wohlgenährten Körper, dem strahlenden Lächeln. Kinder, die sich so präsentieren, benötigen normalerweise keine zusätzlichen Nährstoffe.

Ausgewogene Ernährung

Wenn sie älter werden und allmählich zur normalen Kost wechseln, liefern ihnen frisches Obst, Gemüse, Getreideprodukte, Fleisch und Fisch alles, was sie zum Wachsen und Gedeihen brauchen. Was aber, wenn das Kind richtig krank ist, nichts essen mag, und das über längere Zeit? Auch dann raten Fachleute nicht dazu, auf gut Glück irgendwelche Vitalstoffe zu geben. Erst mal zum Arzt und sich dort beraten lassen. Denn es kann leicht passieren, dass übereifrige Eltern ihrem Sprössling zu viel des Guten tun, sprich: ein solches Mittel überdosieren. Und das ist auch nicht unbedingt gesund.

Zuviel ist zuviel

Denn manche Vitamine können in zu großen Mengen durchaus Nebenwirkungen haben. Ist ein Kind sehr geschwächt und sein Immunsystem am Boden, wird der Arzt ihm vielleicht Mittel mit Vitamin C und D verschreiben oder solche Präparate empfehlen. Sie stärken die Körperabwehr. Oft sind vor allem Vitamin-D-Präparate mit Kalzium kombiniert, was gut für den Knochenaufbau ist. Kalzium kommt reichlich in Milchprodukten vor, muss also normalerweise nicht zusätzlich gegeben werden.

Blutprobe

Wenn der Arzt bei einer Blutprobe aber einen zu niedrigen Kalziumspiegel feststellt, ist zusätzliches Kalzium sinnvoll. Der Mineralstoff festigt auch die Zähne, ist am Muskelaufbau beteiligt und ein wichtiger Botenstoff für die Signalübertragung in den Nervenzellen. Fehlt es an Eisen, ist auch hier eine Unterstützung durch Eisenpräparate sinnvoll. Eisen ist für die Entwicklung des Hirns wichtig.

Mutter & Kind

Jod gehört ebenfalls zu den Substanzen, die für die kindliche Entwicklung wesentlich sind. Babys erhalten ihre tägliche Ration über die Muttermilch oder die Fläschchenmilch. Allerdings kommt es bei stillenden Müttern nicht selten vor, dass sie selber zu wenig Jod aufnehmen und entsprechend zu wenig an ihr Baby weiterreichen. Dann sollten sie Jodtabletten einnehmen. Nach dem Abstillen sollte der Bedarf an Jod über die normale Ernährung gedeckt werden, was nicht immer gelingt. Dann kann es bei erwiesenem Jodmangel sinnvoll sein, dem Kind zusätzlich Jod zu verabreichen.

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Babys brauchen keinen Tee

In den ersten Lebensmonaten brauchen Eltern auch einem kranken Baby noch keinen Tee anzubieten. „Rhein theoretisch können Babys tatsächlich von Anfang an auch Tee trinken. Notwendig ist das aber nicht“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn. „Voll gestillte Säuglinge brauchen, selbst wenn sie krank sind, meist nur Muttermilch.“ Generell benötigt ein gestilltes Baby erst zusätzliche Flüssigkeit, wenn der dritte Brei eingeführt ist – etwa aber dem siebten Lebensmonat. Dann kann man ab und zu Tee geben. Je nach Sorte lindert er auch manche Beschwerden.

Babys Favorit ist mit seinem leicht süßlichen Geschmack Fencheltee. „Er wirkt bei Blähungen und Bauchweh beruhigend“, sagt Babara Absolon, Apothekerin aus Deggendorf. Fenchelsamen enthalten ätherische Öle, die die Luftbläschen im Magen-Darm-Bereich auflösen. „Allerdings entfalten sie ihre Wirkung nur, wenn man die Samen vor dem Aufguss leicht andrückt, damit sich die Ölkammern öffnen.“ Auch Kamillen- oder Anistee kommen in Frage. Die Wirkstoffe der Kamille sind entzündungshemmend und beruhigen den Magen-Darm-Trakt. Anis löst festsitzenden Hustenschleim, lindert Blähungen und Krämpfe bei Bauchschmerzen. Dagegen sind Schwarz- und Grüntee sowie Tee mit Aromastoffen nichts für Babys.

Wenn ein Baby trotz Stillen unter einem Mangel an Flüssigkeit leidet, kann es zusätzlich Fläschchennahrung erhalten. Diese als „Zwiemilch“ bekannte Ernährungsmethode ist eine Kombination aus Muttermilch und künstlicher Milch. Auch Babys und Kleinkinder, die keinen Tee mögen und ihn wieder ausspucken, erhalten auf diese Weise mehr Flüssigkeit. Das kann bei Durchfall nötig sein. Wenn ein Baby sichtlich zuwenig Flüssigkeit hat, sollten die Eltern mit ihm unbedingt und sofort zum Kinderarzt gehen. Er kann am ehesten feststellen, wie dramatisch der Mangel ist und ob das Kind eine weitere Behandlung braucht. Wenn die Haut des Kindes trocken ist und auffällig blass, kann das ein erster Hinweis auf zu wenig Flüssigkeit im Körper des Kindes sein.

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Wird mein Baby beim Stillen satt?

Wird mein Baby an der Brust wirklich satt? Viele Mütter bringt diese Sorge dazu, mit dem Stillen früher als gewollt aufzuhören. Oder sie fangen gar nicht erst an, obwohl sie es eigentlich fest vorhatten. Manchmal helfen kleine Anpassungen beim Anlegen und Stillen dabei, die Milchbildung noch besser auf den Bedarf des Säuglings abzustimmen. Und das Baby zeigt auch, dass es genug Milch bekommt.

In den ersten Tagen nach der Geburt läuft die Milchbildung erst einmal an. Richtiges Anlegen ist wichtig, damit das Kind an die verfügbare Milch kommt. Mit jedem Stillen wird die Milchbildung angeregt. Menge und Zusammensetzung der Muttermilch sind auf den Bedarf des Babys genau abgestimmt und passen sich während einer Stillmahlzeit und über die gesamte Stillzeit immer wieder an. Voraussetzung dafür ist, dass sensibel auf die Hungersignale des Babys reagiert und nach Bedarf gestillt wird. Das Kind kann etwa durch Unruhe, Strampeln oder Such- und Schmatzbewegungen zeigen, dass es gestillt werden möchte. Oder auch durch eine angespannte Körperhaltung, geballte Fäuste oder Saugen am Finger. Schreien ist bereits ein spätes Hungersignal.

Mehr Hunger bei Wachstumsschüben

Wie oft und wie lange ein Baby trinkt, ist ganz verschieden. Verlangt ein Baby z. B sehr häufig die Brust oder trinkt es besonders kurz oder lange, lässt sich daraus kein „Milch-Mangel“ ableiten. Bei Wachstumsschüben braucht das Baby mehr Nahrung. Dann ist es besonders wichtig, das Kind häufiger anzulegen, damit die Milchbildung über die Stillhormone angepasst wird.

Nach dem Anlegen an die Brust macht das Baby zunächst kurze, schnelle Saugbewegungen, bis die Milch kommt. Danach saugt und schluckt es rhythmisch und ausdauernd mit gelegentlichen Pausen. Ein hörbares Schlucken jeweils nach ein- oder zweimal Saugen ist ein hilfreiches Zeichen dafür, dass es mit dem Trinken klappt. Wenn das Baby satter wird, entspannen sich seine Hände und Arme immer mehr. Es macht einen zufriedenen Eindruck, lässt die Brustwarze los und schläft vielleicht ein.