Category : Gesundheit

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Bei anhaltendem Fieber zum Arzt

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät: Eltern sollten Säuglinge bis zu drei Monaten mit einer Temperatur von 38 Grad oder höher dem Kinderarzt vorzustellen, auch wenn diese sonst keine Krankheitszeichen zeigen.

Diese Haltung vertritt auch der amerikanische Verband der Kinder- und Jugendärzte in einer aktuellen Empfehlung. „Das Fieber ist ein Hinweis, dass etwas nicht in Ordnung ist. Weil Säuglinge sich noch nicht so äußern können und es für Eltern schwer zu erkennen ist, ob etwas Ernsthaftes vorliegt, ist das Urteil des Experten notwendig. In den meisten Fällen sind die Ursachen harmlos. Bei etwa 1 von 10 Babys liegt aber eine Harnwegsinfektion vor, die behandelt werden muss. Auch eine Lungenentzündung oder ein Magen-Darm-Infekt können das Fieber auslösen. Eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung (Meningitis) ist bei Säuglingen sehr selten möglich“, sagt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des deutschen Berufsverbandes. Für bis zu drei Wochen alten Säuglinge ist das Meningitis-Risiko etwas höher im Vergleich zu den älteren Säuglingen ab etwa vier Wochen. Die Gefahr, dass sich die Bakterien im Blut übermäßig vermehren, ist für die jüngeren, weniger als 25 Tage alten Babys auch etwas größer.

Erhöhte Temperatur nach Impfungen

Ist der Allgemeinzustand des Babys beeinträchtigt, nimmt das Kind keine Flüssigkeit oder Nahrung mehr an, leidet es unter Durchfall, Erbrechen, hat einen Hautausschlag oder andere Krankheitszeichen, dann ist dies unabhängig von der Körpertemperatur ein Grund, das Kind untersuchen zu lassen. Auch ein Fieberkrampf sollte ärztlich abgeklärt werden. „Wenn das Baby eine Impfung erhalten hat, dann können sich Temperaturen bis zu 38 °C im Verlauf von 48 Stunden entwickeln. In dieser Altersgruppe ist die Rotavirus-Schluckimpfung, die Sechsfachimpfung gegen Keuchhusten, Haemophilus Typ b, Kinderlähmung, Wundstarrkrampf, Diphtherie, Hepatitis B sowie die Pneumokokkenimpfung fällig. Hier sollten Eltern bei Unsicherheiten ebenso den Arzt konsultieren“, rät Dr. Fegeler. Bei etwa 40 Prozent der Impflinge tritt in diesem Alter innerhalb von 48 Stunden Fieber auf.

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Satt nach der Mahlzeit?

Melissa L. Droddy, Stillberaterin des Carroll Hospital, Westminster (USA), gibt Müttern Tipps, wie sie erkennen können, dass ihr Baby genug Milch beim Stillen bekommt. So sind hörbares Saugen und Schlucken Anzeichen dafür, dass ein Baby richtig trinkt und entspannte Arme und Hände nach dem Stillen Hinweise auf ein sattes Kind.

Wenn das Baby hörbar schluckt sowie saugt und auch Milch in seinem Mund sichtbar ist, zeigt dies, dass es erfolgreich gestillt wird. Kieferbewegungen und Schluckbewegungen sind ein weiterer Hinweis. Mit etwa 15 bis 20 Minuten kräftigem Saugen an jeder Brust oder 20 bis 30 Minuten an einer Seite hat ein Baby meist genug Milch erhalten. Bei einem satten Säugling sind Hände und Schultern entspannt, und das Kind ist ruhig, es kann sogar schläfrig sein. Wenn das Baby spontan die Brust loslässt und zufrieden ist, weist dies darauf hin, dass das Baby satt ist.

Weichere Brüste nach dem Stillen

Die Stillhäufigkeit und –dauer orientieren sich nach den Bedürfnissen des Säuglings, rät die Nationale Stillkommission in Deutschland. Die meisten Kinder brauchen in den ersten Lebenswochen etwa 10 bis 12 Stillmahlzeiten im Verlauf von 24 Stunden.

„Sie wollen Ihrem Baby eine Brust anbieten, dann lassen Sie es so lange saugen, wie es will, erst dann nehmen Sie Ihr Baby, damit es rülpsen kann und bieten ihm dann die andere Brust an. Wenn es will, großartig. Wenn das nicht klappt, ist das auch in Ordnung „, empfiehlt Melissa L. Droddy. „Dann sollten Sie nur die Seite wechseln, mit der Sie das nächste Mal beginnen, so ist es egal, mit welcher Seite Sie aufhören.“ Droddy fügt hinzu: „Die erste Seite wird besser geleert werden, also ist es wichtig, mit einer andern Brust zu beginnen als der, mit der man aufhört.“

Wenn ein Baby nicht mehrere Stühle pro Tag hat – was typisch für gestillte Säuglinge ist -, sollten Eltern den Kinder- und Jugendarzt darüber informieren. Einige Neugeborene haben sogar nach jedem Stillen Stuhlgang. Es sollte auch mehrere nasse Windeln geben.

 

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Die Hausapotheke

In keinem Haushalt sollten Mittel gegen Alltagsbeschwerden in der Hausapotheke fehlen. Vor allem Schmerz- und Schnupfenmittel gehören dazu.

Bei kleinen und größeren Notfällen ist die Hausapotheke oft Retter in der Not. Allerdings nur, wenn sie auch richtig bestückt ist. Ist noch alles vorhanden, nichts ausgelaufen, und sind alle Arzneimittel noch haltbar? „Einmal im Jahr sollte man die Hausapotheke einem gründlichen Check unterziehen“, sagt Apothekerin Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen- Lippe. „Bei Unsicherheiten fragen Sie in der Apotheke nach“, so Overwiening. „Schließlich sind Apothekerinnen und Apotheker Experten für Arzneimittel und wissen um die Tücken und Gefahren von angebrochenen oder schlichtweg zu alten Medikamenten.“

Akute Erkrankungen

In die Hausapotheke gehören neben individuell benötigten Medikamenten vor allem Präparate gegen akute Erkrankungen, zum Beispiel gegen Schmerzen oder Durchfall. Sinnvoll ist auch ein Schnupfenmittel. Allergiker, die etwa unter Heuschnupfen leiden, sollten immer ein oder mehrere Mittel gegen ihre Symptome in der Hausapotheke aufbewahren – vor allem, wenn sie zusätzlich unter Asthma leiden.

Im Sommer sind auch Arzneien gegen Insektenstiche und Sonnenbrand nützlich. Ebenfalls empfehlenswert sind Verbandstoffe wie Mullbinden oder Kompressen sowie ein Fieberthermometer und eine Pinzette. Auch die wichtigsten Adressen und Telefonnummern sowie eine Erste-Hilfe-Anleitung sollten nicht fehlen. Was in eine Hausapotheke gehört, hängt auch von den Lebensumständen und den individuellen Bedürfnissen ab: Die Apotheke hilft gerne bei der Zusammenstellung.“

Abgelaufene Arzneien entsorgen

Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneimittel sollten regelmäßig entsorgt und durch neue Arzneien für die Hausapotheke ausgetauscht werden, Ist das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum eines Medikaments überschritten, darf es – anders als etwa ein Lebensmittel – nicht mehr angewendet werden. Hinzu kommt, dass einige Medikamente, zum Beispiel Augentropfen, nach dem ersten Anbruch nur wenige Wochen lang verwendbar sind. Deshalb sollten Patienten das Datum der Öffnung auf der Packung notieren. Nach Ablauf der Aufbrauchfrist dürfen diese Medikamente nicht mehr angewendet werden. Sie gehören dann in den Restmüll. Auch Verbandsstoffe sollten regelmäßig ersetzt werden.

Kühl und trocken aufbewahren

Die Hausapotheke sollte besser nicht in der Küche aufbewahrt werden. Denn dort ist es zu feucht, ebenso wie im Badezimmer. Am besten ist es, die Medikamente in einem abschließbaren Schränkchen dort zu platzieren, wo Kinder und Haustiere nicht hinkommen. Gut geeignet ist grundsätzlich ein Aufbewahrungsort im Schlafzimmer, Arbeitszimmer oder im Flur. Pflaster in der Küche aufzubewahren, macht allerdings Sinn. Dort sind sie schnell zur Hand, wenn etwa ein aufgeschürftes Knie verarztet werden muss.

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Sehstörungen erkennen

In den ersten Lebensjahren werden bei Kleinkindern eine Reihe von Sehtests durchgeführt, um sicherzustellen, dass sich ihr Sehvermögen angemessen entwickelt hat. Dennoch ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn es Anzeichen für Probleme gibt oder Besorgnisse seitens der Eltern bestehen.

Auch wenn die Hand-Augen-Koordination noch nicht perfekt ist, sollte das Sehvermögen im Alter von einem Jahr schon fast vollständig entwickelt sein. Wenn sich die Hand-Augen-Koordination im Laufe des ersten Lebensjahres nicht wesentlich verbessert, könnte dies ein Hinweis auf ein Problem mit dem Sehvermögen sein.

Zeigen die Augen in die gleiche Richtung?

Wenn die Augen nicht in die gleiche Richtung zeigen, kann das ein weiteres Zeichen auf Sehprobleme sein. Auch dies ist in den ersten Monaten, in denen sich das Sehvermögen noch entwickelt, durchaus normal. Aber ab einem Alter von etwa drei bis vier Monaten sollten die Augen parallel ausgerichtet sein.

Im Folgenden finden Sie weitere Anzeichen, auf die man bei Kleinkindern und älteren Kindern achten sollte:

  • Das Kind hält Gegenstände, z. B. ein Buch, sehr nah vor dem Gesicht
  • Das Kind sitzt sehr nah am Fernseher
  • Das Kind muss die Augen anstrengen, um sich zu konzentrieren
  • Regelmäßige Kopfschmerzen
  • Das Kind reibt sich häufig die Augen

Nicht zu unterschätzen sind auch Augeninfekte. Wie bei jeder Infektion ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Die meisten Augeninfektionen sind extrem ansteckend, und je früher sie behandelt werden, desto besser. Bindehautentzündungen, auch bekannt als Konjunktivitis, kommen bei Säuglingen sehr häufig vor. Wenn sie durch Bakterien verursacht werden, verschreibt der Arzt Antibiotika. Werden sie jedoch durch einen Virus verursacht, wird Ihr Arzt Ihnen alternative Behandlungen vorschlagen.

Gesunde Augen und ein gesundes Sehvermögen spielen eine entscheidende Rolle dabei, wie Babys und Kleinkinder das Sehen lernen. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass sie sich richtig entwickeln und Sie die Anzeichen für Infektionen oder Sehstörungen kennen.

Quelle: Lenstore

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Anzeichen für Hautinfektion

Nicht selten leiden schon Babys und Kleinkinder an der Hautkrankheit Neurodermitis. Sie kratzen sich oft die juckenden Hautstellen auf, was Bakterien in die Wunden eindringen lässt. Gelbliche oder honigfarbene Krusten über dem Ekzem, Bläschen, die Fieberbläschen ähneln, Pusteln sowie Rötungen auf der Haut können daher auf eine bakterielle Infektion hinweisen.

In schweren Fällen kann das Kind grippeähnliche Beschwerden mit Fieber und geschwollene Lymphknoten entwickeln. Dann sollten Eltern mit ihrem Kind umgehend zum Kinder- und Jugendarzt gehen. Jede Infektion muss entsprechend den auslösenden Erregern behandelt werden“, sagt Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Gegen eine Staphylokokken- oder Streptokokkeninfektion können zum Beispiel antibiotische Salben oder Antibiotika zum Einnehmen helfen. Viren wie Herpes können mit antiviralen Mitteln bekämpft werden.

Die richtige Hautpflege

Die Neurodermitis ist eine nicht ansteckende, chronisch entzündliche Hauterkrankung mit starkem Juckreiz, von der eine große Anzahl von Kindern und Erwachsenen betroffen ist. Mehrere Faktoren haben Einfluss darauf, ob die Krankheit ausbricht: eine bestimmte genetische Veranlagung, Umwelteinflüsse, eine gestörte Hautbarrierefunktion und immunologische Faktoren. Mikroorganismen auf der Hautoberfläche des Kindes können den juckenden Ausschlag verschlimmern und zu einer Infektion führen. „Vorbeugend sollten Kinder so wenig wie möglich kratzen.

Eltern sollten sich von einem auf Haut bzw. Dermatologie spezialisierten Kinder- und Jugendarzt genaue Anweisungen für die Hautpflege geben lassen und ihr Kind so häufig baden, wie dieser empfiehlt, um Bakterien, Viren und andere Keime von der Hautoberfläche zu entfernen. Eine Feuchtigkeitspflege verhindert, dass die Haut zu sehr austrocknen und Risse bekommt. Um eine Verunreinigung der Pflegeprodukte mit Keimen zu vermeiden, ist es am besten, bei Lotionen einen Pumpenapplikator und bei Cremes einen Löffel zu verwenden“, rät Dr. Niehaus.

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RS-Infektionen nehmen stark zu

Hustet oder niest ein kleines Kind und leidet zudem unter einer laufenden Nase, kann sich dahinter eine harmlose Erkältung verbergen – aber auch eine RSV-Infektion (Abkürzung von Respiratorische Synzytial-Virus). RSV-Infektionen sind zur Zeit sehr verbreitet in Deutschland,  die Kinderkrankenhäuser melden volle Stationen. Das Virus ist wesentlich gefährlicher als eine normale Erkältung und kann unter anderem zu einer Lungenentzündung führen. „Entwickelt das Kind Fieber über 38 °C, hat es Schwierigkeiten beim Atmen, ist sein Auswurf gelb, grün und gräulich gefärbt, sein Nasensekret dick und/oder weigert es sich zu essen, oder verfärben sich sogar seine Lippen und Nägel bläulich, dann sind dies deutliche Warnzeichen, dass es sich um mehr als eine Erkältung handelt. Bei diesen Anzeichen oder wenn sich Eltern unsicher fühlen, sollten sie sich sofort an einen Arzt wenden“, sagt Dr. Hermann Josef Kahl, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Frühgeborene besonders gefährdet

Ein besonderes Risiko für Komplikationen haben Frühgeborene, Kinder mit angeborenen Herzfehlern oder Lungenerkrankungen oder Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Das Respiratorische Synzytial-Virus infiziert die Lunge und die Atemwege. Durch die Produktion von immer mehr Schleim versucht das Immunsystem, die Infektion abzuwehren. Dies erschwert gerade kleinen Kindern immer mehr das Atmen, bis sie zu keuchen beginnen.
RS-Viren werden über Tröpfchen beim Niesen oder Husten auf andere Menschen übertragen oder landen auf Oberflächen von Spielzeug, Türgriffen oder Ähnlichem, um von dort über die Hände eines anderen Kindes zu den Augen, zum Mund oder zur Nase in dessen Körper einzudringen. Auch Erwachsene und ältere Kinder können sich infizieren. Doch bei ihnen bleibt es meist bei den Erkältungssymptomen. „Eltern sollten ihr Baby von Menschenansammlungen und Erkälteten fernhalten, sich regelmäßig mindestens 20 Sekunden lang gründlich die Hände waschen und in die Ellenbeugen husten und niesen“, rät Dr. Kahl.

RS-Viren kursieren vorwiegend in der kalten Jahreszeit. Für kleine Risikopatienten wie  Frühgeborene gibt es eine passive Immunisierung gegen RS-Viren.

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Vorsicht bei diesen Keimen!

Hustet oder niest ein kleines Kind und leidet zudem unter einer laufenden Nase, kann sich dahinter eine harmlose Erkältung verbergen, aber auch eine RSV-Infektion (Abkürzung von Respiratorisches Synzytial-Virus). Die RSV-Infektion ist wesentlich gefährlicher und kann unter anderem zu einer Lungenentzündung führen. „Entwickelt das Kind Fieber über 38 °C, hat es Schwierigkeiten beim Atmen, ist sein Auswurf gelb, grün und gräulich gefärbt, sein Nasensekret dick und/oder weigert es sich zu essen, oder verfärben sich sogar seine Lippen und Nägel bläulich, dann sind dies deutliche Warnzeichen, dass es sich um mehr als eine Erkältung handelt. Bei diesen Anzeichen oder wenn sich Eltern unsicher fühlen, sollten sie sich sofort an einen Arzt wenden“, warnt Dr. Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Schwere Infektion der Atemwege

Ein besonderes Risiko für Komplikationen haben Frühgeborene, Kinder mit angeborenen Herzfehlern oder Lungenerkrankungen oder Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Das Respiratorische Synzytial-Virus infiziert die Lunge und die Atemwege. Durch die Produktion von immer mehr Schleim versucht das Immunsystem, die Infektion abzuwehren. Dies erschwert gerade kleinen Kindern immer mehr das Atmen, bis sie zu keuchen beginnen.
RS-Viren werden über Tröpfchen beim Niesen oder Husten auf andere Menschen übertragen oder landen auf Oberflächen von Spielzeug, Türgriffen oder Ähnlichem, um von dort über die Hände eines anderen Kindes zu den Augen, zum Mund oder zur Nase in dessen Körper einzudringen. Auch Erwachsene und ältere Kinder können sich infizieren. Doch bei ihnen bleibt es meist bei den Erkältungssymptomen. „Eltern sollten ihr Baby von Menschenansammlungen und Erkälteten fernhalten, sich regelmäßig mindestens 20 Sekunden lang gründlich die Hände waschen und in die Ellenbeugen husten und niesen“, rät Dr. Kahl.

RS-Viren kursieren vorwiegend in der kalten Jahreszeit. Für kleine Risikopatienten wie Frühgeborene gibt es eine passive Immunisierung gegen RS-Viren.

Nina Bott

Nina Bott im Interview

Eine Sorge weniger

Nina Bott ist nicht nur eine bekannte Schauspielerin und Moderatorin, sondern auch mehrfache Mama. Anfang des Jahres kam ihr viertes Kind zur Welt. Im Interview erzählt sie uns, weshalb ihr der Impfschutz ihrer Kinder so wichtig ist und warum sie sich seit einiger Zeit für die Aufklärung über Meningokokken engagiert.

Nina, wie steht du zum Thema Impfschutz – vor allem bei deinen Kindern?

Durch Corona sind Impfungen natürlich gerade in aller Munde, aber ich habe mich auch vorher schon intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt. Es gibt so viele teils schwerwiegende Krankheiten, vor denen wir unsere Kinder heutzutage schützen können. Dafür bin ich sehr dankbar und lasse daher meine Kleinen auch impfen.

Warum engagierst du dich für die Aufklärung über Meningokokken?

Meningokokken-Erkrankungen sind durch anfänglich unspezifische Symptome nicht nur unheimlich schwer zu diagnostizieren, sie können auch schnell lebensbedrohlich werden. Zum Glück kommt es nicht häufig zu einer Erkrankung, aber ich habe mit betroffenen Müttern gesprochen, die um das Leben ihrer Kinder gebangt haben und sich gewünscht hätten, dass ihr Kind geschützt gewesen wäre. Das hat mich sehr bewegt. Durch Aufklärung und einen umfassenden Impfschutz können Meningokokken-Erkrankungen nämlich verhindert werden. Da aber momentan nur die Impfung gegen Meningokokken C zu den Standardimpfungen für Kinder gehört, wissen viele Eltern nichts von den beiden zusätzlich möglichen Impfungen für einen bestmöglichen Schutz. Daher engagiere ich mich für die Aufklärung über Meningokokken.

Meningokokken-Erkrankungen treffen meist Babys und Kleinkinder. Was macht es mit dir als Mutter, wenn du von den Geschichten hinter den Erkrankungen erfährst?

Als Mutter berührt mich das natürlich ganz besonders. Das Schicksal der kleinen Leonie, die in diesem Jahr überall im TV und in Magazinen zu sehen ist, hat mich sehr betroffen gemacht. Ihre Mama wurde im Krankenhaus ein paar Mal mit ihr wieder nach Hause geschickt, weil auch Leonies Symptome mit einer Grippe verwechselt wurden. Danach mussten die Ärztinnen und Ärzte 85 Tage um ihr Überleben kämpfen. Die Kleine hatte Glück, dass sie die Meningokokken-Erkrankung überstanden hat, dennoch hat sie diese schweren Folgeschäden wie vernarbte Beine und Organschäden davongetragen. Jede Mutter wird bestätigen, dass man alles machen möchte, um seine Kinder davor zu beschützen.

Sind deine Kinder gegen Meningokokken geimpft?

Ja, sind sie. Der Impfschutz meiner Kinder ist mir sehr wichtig und es ist für mich eine Erleichterung, dass ich mir zumindest in diesem Punkt keine Sorgen um sie machen muss – wenn ich sie durch Impfungen vor potenziell lebensgefährlichen Erkrankungen schützen kann, dann mache ich das sehr gerne.

Was würdest du anderen Eltern gerne raten?

Ich würde mich auf jeden Fall frühzeitig von meiner Kinderärztin oder meinem Kinderarzt über einen umfassenden Impfschutz für meine Kinder beraten lassen. Und wenn Unsicherheiten bestehen, auf jeden Fall nochmal nachfragen. Die Erstattung von zusätzlichen möglichen Impfungen sollte man übrigens auch frühzeitig bei der eigenen Krankenkasse anfragen. Dranbleiben lohnt sich häufig!

Weitere Infos unter www.meningits-bewegt.de

Schnupofen oder Allergie

Hatschi! Ist das Eine Allergie?

Vor allem etwas ältere Babys und Kleinkinder können allergische Reaktionen zeigen. Was dann zu tun ist

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, hat es noch kein ausgeprägtes Immunsystem. Deshalb kann es auch keine starke Allergie entwickeln. Erst in den folgenden Monaten, wenn die Abwehrkräftewachsen, kommt es gelegentlich zu solchen Reaktionen. Denn das Immunsystem muss schon ein wenig mit den Muskeln spielen können, um die Nase laufen zu lassen oder rote Pickelchen auf die Haut zu malen. Es ist der eigentliche Auslöser einer Allergie, bei der Abwehrstoffe eigentlich harmlose Substanzen im Körper angreifen – weil sie diese irrtümlicherweise für gefährlich halten.

Die häufigsten Allergie-Auslöser

Welche Substanzen lösen am häufigsten eine Allergie aus? Das sind im wesentlichen die gleichen Stoffe, welche auch Erwachsenen Probleme bereiten können: Blütenpollen (vor allem Gräserpollen), Tierhaare, Milben-Ausscheidungen im Hausstaub und Bestandteile von Nahrungsmitteln. Gerade bei den Nahrungsmitteln gibt es eine ganze Palette möglicher Substanzen, die Babys und Kleinkinder nicht vertragen. Das betrifft allerdings nicht die Kleinsten, welche ja alle noch ausschließlich Milch oder Milchersatz bekommen.

Wenn ein Baby in den ersten fünf oder sechs Monaten, in denen es nur Milch getrunken hat, unter Bauchweh, Durchfall oder Verstopfung leidet, ist es etwas anderes. Dann verträgt es wahrscheinlich den Milchzucker nicht, hat also eine sogenannte Laktose-Intoleranz. Die gute Nachricht: Eine solche Unverträglichkeit verschwindet nicht selten wieder nach kurzer Zeit.

Allergie gegen Milcheiweiß

Etwa jeder hundertste Säugling kommt aus anderen Gründen mit der Milchnahrung nicht zurecht. Er leidet unter einer Allergie gegen das Eiweiß in der Milch. Das Problem lässt sich am besten durch Spezialnahrung lösen, in der das Eiweiß so verändert wurde, dass der Säugling es gut verträgt. Auch bei einer Laktose-Intoleranz halten die Hersteller Milchprodukte bereit, in denen kein oder kaum noch Milchzucker enthalten ist. Bevor sich die Eltern zu einer Nahrungsumstellung entschließen, sollten sie die Ursache der Probleme zunächst aber unbedingt vom Arzt klären lassen – und sich an dessen Empfehlungen halten.

Wenn das Kind Anzeichen einer Allergie oder Unverträglichkeit von Milchzucker hat, wird er ohnehin ausführliche Tests vornehmen, um möglichst alle Auslöser dingfest zu machen. Stellt sich dabei heraus, dass der Säugling etwa eine Hausstaub- Allergie hat, sollte die Wohnung immer möglichst staubfrei sein. Das heißt, viel saugen und wischen. Teppiche und Teppichboden sollten dann möglichst nicht im Kinderzimmer liegen, weil sie oft von Milben bevölkert sind. Bei Heuschnupfen (Pollenallergie) die Fenster im Frühling geschlossen halten und nur kurz zum Lüften öffnen, bei windigem Wetter besser keinen Spaziergang mit dem Baby machen.

Helfen Medikamente?

Arzneien gegen Allergien gibt es natürlich auch. Der Arzt verschreibt sie wegen möglicher Nebenwirkungen bei Säuglingen aber nicht oder nur im Notfall. Etwas ältere Babys und Kleinkinder vertragen bestimmte Mittel (etwa aus der Gruppe der Antihistaminika) besser.

Urlaub

Gesund auf Reisen

Die Urlaubsvorereitung

Für jede Reise gilt es, im Vorfeld einiges vorzubereiten. Insbesondere wenn man mit Kindern verreist, muss an Vieles gedacht werden. Will man verreisen, müssen zunächst die notwendigen Dokumente bereitgelegt und ggf. noch besorgt werden: Ausweispapiere, Reiseunterlagen, Bargeld und Kreditkarte, Versichertenkarte, EHIC und Impfausweis.

Je nachdem wohin es geht, sind Impfungen erforderlich. Das Auswärtige Amt gibt Auskunft darüber, für welches Land, welche Reiseschutzimpfungen empfohlen werden. Je nach Impfung sind mehrere Teilimpfungen nötig. Daher sollte man sich rechtzeitig darum kümmern.

Übrigens: Im Rahmen des Gesundheitskontos übernimmt die AOK Hessen sogar die Kosten für die Reiseschutzimpfungen.

Die Reiseapotheke

Endlich steht der Urlaub kurz bevor und es heißt: Koffer packen! Jetzt muss auch die Reiseapotheke zusammengestellt werden:

  • Verbandsmaterial (Schere, Pflaster, sterile Kompressen, Mullbinden, Einmalhandschuhe)
  • Schmerzmittel (mit den Wirkstoffen Ibuprofen, ASS oder Paracetamol)
  • Durchfallmittel (Elektrolyt-Pulver, Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid)
  • Mittel gegen Reiseübelkeit (mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat)
  • insektenabweisende Mittel (sogenannte Repellentien)
  • juckreizstillendes Gel gegen Insektenstiche
  • Sonnenschutzmittel, entsprechend dem Hauttyp und dem Reiseziel
  • kühlende Salbe gegen Sonnenbrand
  • Salbe gegen Entzündungen und Aufschürfungen
  • Mittel gegen Allergien (Antihistaminika)
  • in einigen Ländern Malariamittel und Moskitonetz

Denken Sie bitte an kindgerechte Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Schmerzen und Erkältungen sowie einen speziellen Sonnenschutz für Ihr Kind. Auch das Insektenschutzmittel sollte für Ihr Kind gut verträglich sein.

Patienten mit chronischen Erkrankungen sollten vor Reiseantritt den Inhalt der Reiseapotheke genau mit dem behandelnden Arzt besprechen und ausreichend Medikamente mitnehmen.

Tabletten gegen Reisekrankheit, Verhütungsmittel und regelmäßig einzunehmende Medikamente gehören ins Handgepäck und sind nicht mit dem übrigen Reisegepäck aufzugeben. Für den Fall, dass Ihre Koffer später ankommen, haben Sie dann alles dabei, was Sie kurzfristig benötigen.

Steril verpackte Reiseapotheken bekommen Sie in jeder Apotheke.

Am Urlaubsort

Endlich angekommen, heißt es entspannen und die Seele baumeln lassen. Kurz: den Urlaub genießen. Damit die Urlaubsstimmung nicht durch Reisekrankheiten getrübt wird, hier noch ein paar Tipps:

  • Regelmäßig Hände waschen
    Besonders nach jedem Toilettenbesuch oder wenn man Haltegriffe oder Türklinken angefasst hat.
  • Nur in sauberem Gewässer baden gehen
    Anschließend immer abduschen. Beim Pool auf klares, gechlortes Wasser achten.
  • Vorsicht bei offenen Wunden
    Auch die kleinsten Verletzungen desinfizieren und mit sterilem Pflaster abdecken. Am besten immer Schuhe tragen.
  • Niemals Leitungswasser trinken
    Auf Eiswürfel lieber auch verzichten. Bei Getränken darauf achten, dass die Flaschen versiegelt sind.
  • Besonders in tropischen Ländern: auf rohe Speisen verzichten
    Rohes Fleisch und Schalentiere sowie Salate und rohes Gemüse können eine Quelle für Hepatitis-A-Viren sein.
  • Eis und Tiefkühlkost vermeiden
    Wenn die Kühlkette unterbrochen wurde, kann dies zu Magen-Darm-Problemen führen.
  • Safer Sex
    In vielen Ländern besteht hohe Ansteckungsgefahr mit Aids und Hepatitis.

Wenn man trotz aller Vorsicht erkrankt, sollte man sich die entsprechenden Medikamente dagegen besorgen – am besten in heimischen Apotheken. Außerdem sollte man viel Wasser und/oder Tee trinken und nur gut verträgliche Speisen verzehren. Und wenn die Beschwerden anhalten oder zunehmen, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Quelle: AOK Hessen