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Das Baby niemals schütteln

Eltern sollten ihr Baby niemals schütteln. Die Nackenmuskulatur eines Babys ist noch schwach und kann seinen großen und schweren Kopf nicht unterstützen. Wenn Eltern ihr Baby kräftig schütteln, fällt der Kopf daher hin und her. Durch die Scher- und Rotationskräfte können unter anderem die Blutgefäße zwischen harter und weicher Hirnhaut reißen, es bilden sich Blutergüsse und Schwellungen im Gehirn, die Netzhaut der Augen kann einbluten, und Nervenzellen werden geschädigt.

Auch die Wirbelsäule kann verletzt werden. „Die Folge sind schwere körperliche und geistige Schäden, wie verzögerte motorische Entwicklung, Sprach- und Sprechschwierigkeiten, Sehprobleme, Blindheit, Lähmungen, Epilepsie und sogar der Tod – Experten sprechen von Shaken-Baby-Syndrom oder Schütteltrauma“, erklärt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin aus Weimar sowie Mitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Mit den Nerven am Ende?

Untersuchungen haben ergeben, dass das Risiko eines Babys, ein Schütteltrauma zu erleiden, im ersten Lebenshalbjahr besonders groß ist. Häufig sind Schreibabys betroffen. Eltern dieser Kinder setzen sich selbst meist stark unter Druck, weil es ihnen nicht gelingt, ihr Kind zu beruhigen. „In Situationen, in denen junge Eltern mit den Nerven am Ende sind, weil das Baby nicht aufhört zu schreien, sollten sie es auf dem Rücken in sein Bettchen legen und die Tür schließen, bevor sie unüberlegt handeln. Tief durchatmen oder eine vertraute Person anrufen, kann dann helfen. Wenn das Baby mehr als zwei bis drei Stunden täglich schreit, länger als üblich schreit, es einen kranken Eindruck macht oder den Eltern Angst macht, dann sollten sie den Kinderarzt kontaktieren“, rät Dr. Niehaus. Falls Großeltern, ein Babysitter oder andere Personen einen Säugling betreuen, sollten Eltern sie rechtzeitig darüber informieren, wie gefährlich „Schütteln“ ist.

In Deutschland erleiden pro Jahr schätzungsweise 200 Babys ein Schütteltrauma. Schwere Gesundheitsschäden können auch auftreten, wenn ein Baby etwa von der Wickelkommode fällt. Deshalb das Kind niemals allein lassen, wenn es dort liegt. Fachleute empfehlen ohnehin, ein Baby auf der  Couch oder auf dem Teppich zu wickeln. Dann kann nichts Schlimmes passieren.

Miclhzähne schützen

Auch Fruchtzucker schadet

Etwa 15 Prozent der Vorschulkinder leiden an einer sichtbaren Schädigung des Zahnschmelzes. Frühkindlicher Karies gilt damit als häufigste chronische Erkrankung im Kleinkind- und Vorschulalter. Wir haben mit der Kölner Zahnärztin und Oralchirurgin Dr. Thea Lingohr, die sich auch auf die Behandlung kleiner Patienten spezialisiert hat, gesprochen. Sie hat uns im Interview erklärt, was den Zähnen schadet und was Eltern für starke Milchzähne tun können

Frau Dr. Lingohr, schenken Eltern dem Milchgebiss zu wenig Aufmerksamkeit?

Eltern können durch die richtige Pflege, gesunde Ernährung und Prophylaxe den entscheidenden Grundstein für die spätere Zahngesundheit legen. Gesunde Milchzähne sind ja eine wichtige Voraussetzung für gesunde bleibende Zähne und damit für das ganze Erwachsenenleben. Viele Eltern gehen fälschlicherweise davon aus, dass die ersten Zähne keiner gründlichen Pflege bedürfen, da sie ohnehin in absehbarer Zeit ausfallen.

Warum sind die Milchzähne so wichtig?

Gesunde Milchzähne erfüllen wichtige Aufgaben, unter anderem fördern sie den Spracherwerb, dienen als Platzhalter für den optimalen Wuchs der sogenannten bleibenden Zähne und unterstützen zudem die korrekte Ausbildung des Kinderkiefers. Daher rät der Bundesverband der Kinderzahnärzte zu regelmäßigen Zahnarztbesuchen bereits mit Durchbrechen der ersten Milchzähne, spätestens aber mit Vollendung des ersten Lebensjahres.

Welche Folgeschäden sind bei mangelhafter Pflege zu erwarten?

Auch nach Behandlung der sichtbaren Schäden tragen Betroffene die Bakterien ein Leben lang in sich. Bleibende Zähne, die sich unter den Milchzähnen bilden, erkranken so oft schon an Karies, noch bevor sie überhaupt durchbrechen.

Ist Karies denn ausschließlich eine Folge mangelnder Zahnpflege?

Das kann man mit einem klaren Nein beantworten. Karies entsteht vor allem als Folge einer mangelhaften und zu süßen Ernährung. Hauptverursacher sind Bakterien im Mundraum, die sogenannten Mutans-Streptokokken. Sie bilden, wenn genug Zucker zur Verfügung steht, eine Säure, die den Zahnschmelz angreift. Die Ernährung spielt bei der Entstehung von Karies also eine ganz wichtige Rolle.

Das Problem sind also die Süßigkeiten?

Nein, es ist der Zucker als solcher. Fruchtzucker, Milchzucker und Traubenzucker schaden dem Zahnschmelz im selben Maße wie Haushaltszucker oder Süßigkeiten.

Obst gilt doch als besonders gesund. Gilt das für Kinderzähne nicht?

Natürlich ist Obst ein wichtiger Bestandteil der gesunden Ernährung. Wichtig ist aber, dass die Pausen zwischen den Mahlzeiten lang genug sind. Dann können die im Speichel enthaltenen Minerale Kalzium und Phosphat durchaus erste kleine Defekte am schützenden Zahnschmelz reparieren. Dauerhaftes Nuckeln der Kleinkinder am Fläschchen mit gesüßtem Tee oder Säften ist auch deshalb ein ernsthaftes Problem, weil das ständige Trinken an sich den Reparaturprozess der Zähne stört.

Können Eltern ihren Nachwuchs denn auch mit eigenen Kariesbakterien infizieren?

Ja in der Tat, das kommt gar nicht selten vor. Auch Eltern können unwissentlich und unbeabsichtigt Kariesbakterien über ihren eigenen Speichel auf das Kind übertragen und es so anstecken. Das passiert beispielsweise, wenn Eltern den Sauger in den Mund nehmen. So überprüfen Eltern ja oft die Temperatur der Milchmahlzeit.

Prophylaxe & Pflege Dr. Lingohr empfiehlt

1 regelmäßige halbjährliche Zahnarztbesuche bereits mit Durchbrechen der ersten Milchzahne, spätestens aber mit Vollendung des ersten Lebensjahres.

2
die Kinder mit zu den eigenen Kontrollterminen nehmen und einen angstfreien Umgang mit dem Zahnarzt vorleben.

3
fluoridhaltige Kinderzahnpasta, die den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Kariesbakterien macht.

4 weiche Kinderzahnbürsten mit dickem, rutschfestem Griff und ab dem dritten Lebensjahr auch gerne die elektrische Variante. Für Sauglinge Fingerhütchen mit Kunststoff- Borstenfeld.

Wissenswert

Sowohl Milch- als auch bleibende Zähne bestehen jeweils aus drei Teilen, der Zahnkrone, dem Zahnhals und der Zahnwurzel. Kinderzahne sind etwas kleiner als ihre Nachfolger und verfügen über eine dünnere Zahnschmelzschicht. Diese überzieht den sichtbaren Teil des Zahnes, die Krone, und schützt sie vor schädlichen Einflüssen. Im Kieferknochen verborgen oder vom Zahnfleisch verdeckt liegen die unsichtbaren Teile des Gebisses, die Zahnhalse und die Zahnwurzeln, die der sogenannte Zahnzement umschließt und schützt. Die Hauptmasse des Zahns bildet das darunter liegende Zahnbein, in dessen Inneren der Zahnnerv liegt, den sowohl Nervenfasern als auch Lymph- und Blutgefäße durchziehen. Als empfindlichstes Organ des Zahns versorgt der Nerv Krone, Hals und Wurzel mit lebenswichtigen Stoffen.

Zur Person Dr. med. dent. Thea Lingohr MSc., Zahnärztin und Oralchirurgin aus Köln mit eigener Praxis in Köln Weitere Informationen unter www.dr-lingohr.de

 

Father is helping his son to tie his shoes in the room on bed.

Kleine Schuh-Kunde

Flexibel, aber trotzdem stabil. Atmungsaktiv, aber trotzdem wasserundurchlässig – die Anforderungen an den perfekten Kinderschuh sind vielfältig. Kleine Füße brauchen passendes Schuhwerk – so viel ist klar. „Und kaum sind die neuen Treter dann richtig eingelaufen, werden sie auch schon wieder zu klein“, weiß Anike von Gagern, tausendkind-Gründerin und Zweifach-Mama, und verrät ihre besten Tipps.

Schuhgröße

„Schuhgrößen fallen von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich aus und Kinder können nur schwer beurteilen, ob ein Schuh passt. Ihre Füße sind noch weich und passen sich ganz ohne Schmerzen auch an viel zu kleine Schuhe an – besonders häufig dann, wenn sie dem Kind gut gefallen. Füße sollten in ihrer Wachstumsphase in regelmäßigen Zeitabständen vermessen werden. In einem Alter zwischen 1 und 3 Jahren alle 3 Monate, zwischen 3 und 6 Jahren etwa alle 4 Monate und in einem Alter bis 10 Jahren sollten Sie alle 5 Monate die Schuhgröße Ihrer Kids überprüfen.“

Krabbelschuhe

„Dank ihres soften Materials sind Krabbelschuhe aus Leder optimal für das Baby ge- eignet. Die weiche, exible Sohle, meist aus rauem Veloursleder, minimiert die Rutschgefahr. Gummi- züge an der Ferse geben Halt und lassen sich ein- fach an- und ausziehen.“

Lauflernschuhe

„Bei Lauflernschuhen sollte die Sohle eine hohe Flexibilität aufweisen, damit der Fuß natürlich abrollen kann. Mit Klettverschlüssen und Schnürsenkeln kann der Schuhumfang optimal angepasst werden. Die richtige Schafthöhe gibt Halt und schützt vorm Umknicken.“

Stiefel und Stiefeletten

„Die perfekten Begleiter im Herbst und Winter sind Stiefel mit robuster Außensohle und Schafthöhe, die meist über dem Knöchel beginnt und bis unter das Knie reichen kann. Wasserabweisende, aber trotzdem atmungsaktive Materialien wie z.B. GoreTex halten die Füße warm und trocken.“

Herauswachsen/Vererben

„Kinderfüße wachsen schnell, und so wird das Lieblingsschuhpaar gern auch mal an kleinere Geschwister weitergegeben. Bevor Ihre Kinder in gebrauchte Schuhe schlüpfen, sollten Sie unbedingt überprüfen, ob die Innen- und Außensohlen schon abgetragen sind, da Kinderfüße sich sonst diesem Profil anpassen würden, was die Entwicklung der Füße negativ beeinflusst. Solange also die gebrauchten Schuhe weiterhin in einem guten Zustand sind, können sie auch weiter getragen werden.“

 

Vitamine & Co. in der Schwangerschaft

Vitalstoffe für Schwangere

Was die werdende Mutter jetzt braucht

Schon Frauen, die schwanger werden wollen, und vor allem Schwangere sollten auf die Ernährung achten. In der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Bedarf an Vitalstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und essentiellen Fettsäuren

Der Besuch beim Frauenarzt sorgt für Euphorie: endlich schwanger! Im ersten Trimester der Schwangerschaft leiden Frauen oft unter Übelkeit, das zweite Trimester ist dann meist eine einfach rundherum tolle Zeit. Jetzt müssen Frauen besonders auf ihre Ernährung achten, denn allein der Vitaminbedarf steigt in der Schwangerschaft um 30 Prozent. Später, in der Stillzeit, sogar um über 50 Prozent. Manche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente lassen sich nicht ohne weiteres über die Ernährung aufnehmen. Sie sollten durch spezielle, für schwangere Frauen konzipierte Präparate eingenommen werden,

Folsäure

Eine besondere Bedeutung spielt Folsäure, das sogenannte Vitamin B 9. Folsäure ist insbesondere für die Bildung der roten Blutkörperchen verantwortlich. Bei Folsäuremangel treten Missbildungen des Wirbelkanals und des Gehirns – sogenannte Neuralrohrdefekte (zum Beispiel ein offener Rücken) – auf. Mittlerweile ist bewiesen, dass eine rechtzeitige Einnahme von Folsäure dieses Risiko um bis zu 80 Prozent senken kann. Gynäkologen empfehlen, sie schon beim Kinderwunsch und bis zu 12 Wochen nach der Entbindung einzunehmen. Meist wird Folsäure sowieso nicht in den empfohlenen Mengen zugeführt. Dazu verdoppelt sich am Anfang der Schwangerschaft der Bedarf auf 0,6 Milligramm täglich.

Jod

In unserer Überflussgesellschaft ist diese Nachricht erstaunlich: Deutschland zählt zu den Jodmangelgebieten. Die durchschnittliche tägliche Jodzufuhr liegt nur bei einem Drittel der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Jodmangel in der Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Kropfbildung sowie körperlicher und geistiger Entwicklungsstörungen beim Neugeborenen. Ungefähr ab der zwölften Schwangerschaftswoche benötigt der Fötus Jodid.

Eine ausreichende Jodzufuhr bewirkt, dass sich Schilddrüse, Gehirn und Knochen des Ungeborenen gesund entwickeln. Frauen müssen in der Schwangerschaft mindestens 230 Mikrogramm Jodid am Tag zuführen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät werdenden Müttern sogar zu einer Tageszufuhr von 250 Mikrogramm. Diese Mengen sind schwer durch jodhaltiges Salz oder jodhaltigen Fisch zu erreichen. Deshalb kann es ratsam sein, Jodpräparate einzunehmen.

Eisen

Eisen ist für eine gesunde Schwangerschaft essentiell. Es wird für die Bildung von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, benötigt sowie für zahlreiche Enzyme. Während der Schwangerschaft verdoppelt sich der Eisenbedarf, zusätzliche Verluste entstehen bei der Geburt durch den Blutverlust und während der Stillzeit. So liegt der Eisenbedarf bei Schwangeren etwa bei 30 Milligramm täglich.

Häufig schaffen es Schwangere nicht, so viel Eisen mit der Ernährung zuzuführen. Dann leiden sie unter den typischen Symptomen einer Blutarmut (Anämie), fühlen sich schlapp, müde und antriebsschwach. Eisen steckt in Fleisch, grünem Gemüse und Getreide. Doch die Mengen, die der Körper in der Schwangerschaft und danach benötigt, können meist nur durch Präparate aus der Apotheke aufgenommen werden. Unterstützen können Frauen die Eisenaufnahme durch Vitamin C. Orangensaft oder Zitronensaft erhöht also indirekt die Aufnahme von Eisen.

Kalzium und Vitamin

Das Baby sollte mit starken Knochen und gesunden Zahnanlagen zur Welt kommen. Dazu benötigt es eine ausreichende Kalziumversorgung. Der Fötus im Mutterleib holt sich das von der Mutter, notfalls indem es der Mutter das Kalzium aus den Knochen zieht. Das fördert dann bei der Mutter Osteoporose. Der Kalziumbedarf in der Schwangerschaft liegt zwischen 1000 und 1500 Milligramm täglich.

Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Käse liefern viel Kalzium. Auch in Nüssen, Samen, Vollkornbrot , Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl, Fenchel, Salat wie Rucola und Kräutern steckt viel Kalzium. Jedoch verwertet der Körper pflanzliches Kalzium nicht so gut wie tierisches. Der Mineralstoff senkt auch das Risiko für eine schwangerschaftsbedingte Blutdruckerhöhung und Präeklampsie (eine Form der Schwangerschaftsgestose) Indirekt versorgen auch Spaziergänge den Körper mit Kalzium: Sonnenlicht fördert die Bildung von Vitamin D, und das wiederum spielt eine wichtige Rolle bei der Kalziumaufnahme.

Magnesium, Zink und Omega-3-Fettsäuren

Magnesium schützt vor vorzeitiger Wehentätigkeit, Wadenkrämpfen, Verstopfung und Übelkeit. Es entspannt die Muskulatur. Zink ist wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Auch die in der Muttermilch enthaltenen Omega- 3-Fettsäuren sind für die geistige Entwicklung von Bedeutung.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie diese wichtigsten Vitalstoffe in ausreichendem Maße zu sich nehmen, sollten Sie bei ihrem Frauenarzt das Thema ansprechen. Heutzutage gibt es in der Apotheke gute Kombipräparate, die den gesamten erhöhten Bedarf abdecken.

Baby and mother playing together on the floor

Babysitting: auf diese Fallstricke achten

 

Abends mal schnell auf ein Bier: Wer ein Baby oder kleines Kind zuhause hat, kann das vergessen. Ausgehen will geplant sein bei jungen Eltern. Wer sich schon einen zuverlässigen Babysitter „geangelt“ hat, ist gut dran. Dann klappt es vielleicht auch mal kurzfristig. Ansonsten heißt es: herumtelefonieren, bis sich jemand gefunden hat. Aber wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn man einen Babysitter engagiert?

Wenn was schief geht

Beschädigt der Gelegenheits-Babysitter etwa während der Betreuungszeit das Eigentum der Familie, oder verletzt sich das Kind versehentlich, muss er in der Regel dafür geradestehen – auch finanziell. Dabei ist es egal, ob es die Oma, der Nachbar oder ein Freund der Familie ist. Gerade für diejenigen, die solche Tätigkeiten ausüben, ist eine private Haftpflichtversicherung besonders sinnvoll. Denn gerade bei Verletzungen können die Folgekosten schnell in die Höhe gehen. Wichtig dabei: unbedingt überprüfen, ob auch die Betreuung fremder Kinder im Versicherungsschutz mit abgedeckt ist.

Bei Missgeschicken, die dem Babysitter gegenüber anderen passieren, kann auch die Haftpflichtversicherung der Eltern des betreuten Kindes greifen. Etwa, wenn der Nachbar über das im Treppenhaus geparkte Skateboard des Babysitters stolpert. Voraussetzung: In der bestehenden Haftpflichtversicherung der Familie sind explizit Personen mitversichert, die im eigenen Haushalt oder Garten arbeiten. Also am besten vorher noch mal nachschauen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte die Vertragsdetails von einem professionellen Berater prüfen lassen. Er hilft auch, den Schutz gegebenenfalls optimal anzupassen.

Ist die Kinderbetreuung nicht nur ein Freundschaftsdienst, sondern erhält der Babysitter eine Bezahlung, ist dies rentenversicherungspflichtig und muss angemeldet werden. Liegen die gesamten Verdiensteinkünfte unter 450 Euro monatlich, zählt die Tätigkeit als Minijob, und die Eltern des betreuten Kindes müssen ihn bei der Minijob-Zentrale benennen.

Da es sich um einen Privathaushalt handelt, ist hiermit ausnahmsweise auch automatisch die Meldung für die gesetzliche Unfallversicherung erfüllt. Sie schützt gegen die Folgekosten, wenn sich der Babysitter während der Betreuungszeit oder auf dem Hin- und Rückweg verletzt. Mit dem sogenannten Haushalts-Check werden dann die Beiträge zur Unfallversicherung von 1,6 Prozent zusammen mit den anderen Abgaben von der Minijob-Zentrale berechnet und eingezogen.

Young mother, kissing and hugging her newborn baby boy

Alle Frühchen brauchen besondere Fürsorge

„Späte“ Frühchen wirken fast wie normale Neugeborene. Und doch brauchen sie besondere Fürsorge. „Diese Frühchen werden am Anfang fast immer überschätzt – von den Eltern und vom Personal in der Klinik“, erläutert die Berliner Hebamme Corinna Lenné. „Aber sie sind nicht nur ein bisschen kleiner, sondern unreif und benötigen Aufmerksamkeit und Unterstützung.“ Viele späte Frühchen – Kinder, die zwischen der 34. und 38. Woche geboren wurden – haben Anpassungsprobleme. Professor Christian Poets von der Uniklinik für Kinder- und Jugendmedizin in Tübingen betont: „Mittlerweile weiß man auch, dass späte Frühchen ein erhöhtes Risiko für chronische Krankheiten haben wie auch ein höheres Risiko zu sterben.“

Das häufigste Problem ist die mangelnde Ausreifung der Lungen, die sich in ständiger Atemnot äußern kann. Zudem sind Frühchen besonders anfällig für Unterzuckerungen. Denn sie haben geringere körpereigene Energiereserven, aber einen erhöhten Bedarf, um die Körpertemperatur zu halten. „Der beste Platz für ein spätes Frühchen ist auf dem nackten Bauch der Mutter oder des Vaters“, so Lenné. Viel Hautkontakt schützt vor Auskühlung und fördert das Stillen.

Frühgeborenen-Station als erstes Kinderzimmer

Viele Umweltfaktoren haben nachweislich einen elementaren Einfluss auf die Entwicklung von frühgeborenen Kindern“, betont Barbara Mitschdörfer vom Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. eindringlich. Für betroffene Familien werde die Frühgeborenenstation zum ersten Kinderzimmer, natürlich für einen begrenzten Zeitraum – daher seien die räumlichen Gegebenheiten von essentieller Bedeutung. „Eine moderne Frühgeborenenversorgung setzt hier auf entwicklungsfördernde Raumkonzepte für einen optimalen Start ins Leben, um den besonderen Bedürfnissen von diesen Familien gerecht zu werden“, erklärt Mitschdörfer weiter.

Durchdachte Raumkonzepte, farbliche Gestaltung und wohnliche Materialien, vereint mit einer pragmatischen Anordnung und Unterbringung modernster Medizintechnik – all diese Vorkehrungen sollen die kleinen Patienten vor unnötigem Stress schützen, der Familie einen geschützten Raum und Rückzug gewähren und somit ein höchst mögliches Maß an störungsfreier Privatsphäre in einer medizinischen Einrichtung gewährleisten. Praktiziert wird ein entwicklungsförderndes Raumkonzept zum Beispiel im Eltern-Baby-Zentrum der Landeskliniken Salzburg im benachbarten Österreich.

ultraschall archiv

Baby-Scanner für daheim

Noch eine Weiterentwicklung, die Mamas und Papas Herzen höher schlagen lässt: Werdende Eltern können ihr Baby jetzt dank einer Software namens Baby Scan zu jeder Zeit per Ultraschall in 2D oder 3D über eine App beobachten. Über die Cloud lassen sich die Bilder auch noch mit Verwandten fürs Familienalbum teilen. Baby-Scan sorgt dafür, dass eine Frau ihre Schwangerschaft noch intensiver erlebst. Für viele werdende Eltern dürfte es einfach toll sein, das Wachstum und die Entwicklung des Kindes sehen zu können. Vor allem, weil sie diese Bilder mit Familie und Freunden teilen können. Der Baby-Scanner ist allerdings kein Ersatz für medizinisch notwendige Ultraschalluntersuchungen. Professionelle Ultaschallgeräte, wie sie beim Arzt stehen, haben eine bessere Auflösung und lassen sich zielgerichteter steuern bei der Untersuchung. Sie bieten darüber hinaus eine Vielzahl von Diagnosemöglichkeiten. Der Scanner für den Hausgebrauch sollte daher vor allem als ein Extra betrachtet werden, das eine Schwangerschaft noch intensiver erlebbar und die Vorfreude auf den kommenden Nachwuchs noch größer macht.

Ultraschallbilder als Video speichern

Die Baby-Scan-App ist das Tool, um über alle wesentlichen Details der Entwicklung eines Babys informiert zu bleiben. Die App wird über WLAN mit dem eigentlichen Scanner verbunden. Die Ultraschallbilder können direkt als Bilder oder Videos gespeichert werden. Die Bilder werden in eine Zeitleiste gestellt, sodass die Entwicklung übersichtlich nachvollzogen werden kann. Die in der App gespeicherten Daten werden in einer sicheren Umgebung gespeichert. Dadurch ist der Datenschutz des Benutzers gewährleistet. Darüber hinaus enthält die App einen Wehen-Timer, ein Babynamen-Tool und einen Blog mit allerlei interessanten Fakten. Die App ist für alle kostenlos und kann heruntergeladen werden im AppStore oder bei Google Play. Der Scanner allerdings ist nicht umsonst. Sein Preis liegt bei ca. 500 Euro. Ähnliche Geräte gibt es schon länger auf dem Markt, auch zu deutlich niedrigeren Preisen. 3D-Aufnahmen zu nichtmedizinischen Zwecken („Babykino“) jedoch werden ab 2021 verboten sein, weil sich das Gewebe des Fötus dabei erwärmen kann. Experten empfehlen, solche Scanner daher nicht täglich einzusetzen. 2D-Aufnahmen bleiben weiterhin erlaubt.

 

Muss mein Baby auf Diät?

Ist mein Baby zu dick?

Muss ich mein Baby etwa auf Diät setzen? Wenn sich die Backen blähen, gerät so manche Mama in Sorge

Rund und rosig strahlt einen der kleine Wonneproppen an, kleine Speckpölsterchen an Armen und Beinen, schöne dicke Backen. Das Baby ist rundumzufrieden mit seiner Figur, nur seine Eltern kommen ins Zweifeln: Hat es vielleicht doch ein Pfündchen zuviel auf den Rippen? Mag sein, aber im zarten Alter bis zu einem Jahr spielt das noch keine Rolle. Es gibt Kinder, die mit deutlich mehr Gewicht auf die Welt kommen als andere und es in der ersten Zeit auch halten. Später wachsen sie in Windeseile aus ihren Speckschichten heraus und werden gertenschlank.

Das Geburtsgewicht ist nicht entscheidend

Das Gewicht eines Babys lässt daher keine Rückschlüsse darauf zu, ob es später übergewichtig sein wird oder nicht. So gibt es Babys, die als Hänfling geboren werden, aber schon bald einen sehr guten Appetit entwickeln. Sie nehmen rasch zu. Umgekehrt können proppere Neugeborene rasch abnehmen, weil sie weniger Hunger haben als andere Babys. In der ersten Zeit sollten Eltern nur darauf achten, dass ihr Nachwuchs regelmäßig das bekommt, was er einfordert. Allenfalls bei „Flaschenkindern“ darauf achten, dass die Milch-Mischung nicht zu kräftig ist. Manche Eltern geben zum Beispiel nachts noch ein Extralöffelchen des Milchpulvers in die Lösung, damit ihr Kind besser durchschläft. Das sollten sie lieber lassen, denn so gewöhnt sich das Baby schnell an die größeren Portionen.

Weniger Gewichtsprobleme

Studien haben gezeigt, dass gestillte Kinder später seltener Gewichtsprobleme haben als Flaschenkinder. Im Einzelfall wiederumkann das aber ganz anders aussehen. Viel hängt einfach von der Genetik ab. Wer schlanke Eltern hat, wird tendenziell ebenfalls schlank werden. Mami und Papi mit Moppel-Genen vererben ihren Kindern dieses Erbgut häufig, so dass sie in späteren Jahren durchaus auf ihr Gewicht achten sollten. Babys und Kleinkinder entwickeln manchmal auch einen großen Bauch. Der verschwindet mit dem nächsten Wachstumsschub meist wieder, kann aber zurückkehren.

Klassische Dickmacher vermeiden

Wenn sich der kleine Wanst immer wieder zeigt oder gar noch größer wird, doch mal zum Arzt gehen mit dem Kind. Er rechnet dann anhand der Körpergröße und des Gewichts aus, ob es da ein Problem gibt und das Kind vielleicht weniger Kalorien aufnehmen sollte. Speziell Kleinkinder ab einem Jahr, die schon an Süßigkeiten herankommen oder häufiger Fastfood essen, sollten solche Dickmacher nicht zwischen in die Finger bekommen. Frischobst, kleingeschnittene Gurken oder Möhren stillen dann die Lust aufs Essen und auch auf Süßes mit gesunden Vitaminen und Ballaststoffen.

Hormonstörungen

In seltenen Fällen kann es auch bei Babys und Kleinkindern schon zu Hormonstörungen kommen, die zu Übergewicht führen. Auch ein Diabetes als Ursache ist dann denkbar. Wenn das Kind trotz normaler Kost immer dicker wird und aus seinem Übergewicht auch nicht rauswächst, kann ein Bluttest auf solche verborgenen Störungen sinnvoll sein.

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Wie stillfreundlich ist Deutschland?

Immer wieder gibt es Berichte darüber, wie offen stillende Frauen mehr oder weniger höflich aus Restaurants komplimentiert oder aus Bussen verwiesen werden. Stillen ja, aber nur im stillen Kämmerlein – das scheint die Ansicht vieler zu sein. Wie kann Deutschland stillfreundlicher werden? Den Weg dahin weisen neue Empfehlungen zur Stillförderung in Deutschland aus dem Forschungsvorhaben Becoming Breastfeeding Friendly. Die Ergebnisse wurden kürzlich auf der Fachkonferenz „Wie stillfreundlich ist Deutschland?“ vorgestellt. Sie können einen wesentlichen Beitrag zum gesunden Aufwachsen und zur Gesundheitsförderung bei Kindern leisten.

Nationale und internationale Expertengruppen empfehlen, das Stillen als natürliche und bevorzugte Ernährungsform für Säuglinge zu fördern. Die gesundheitliche Bedeutung für Mutter und Kind ist gut belegt. Auch aus Sicht der Bindungsförderung und der Gesundheitsökonomie spricht vieles für das Stillen. Dennoch stillen in Deutschland nur rund zwei Drittel der Mütter ihre neu geborenen Säuglinge ausschließlich – in den folgenden Monaten sinkt diese Zahl deutlich. Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen werden seltener und kürzer gestillt. Sie profitieren daher weniger vom gesundheitlichen Nutzen des Stillens. Das gilt ebenso für Kinder von jungen Müttern und von Frauen, die in der Schwangerschaft geraucht haben. Frauen und junge Familien begegnen offensichtlich noch nicht überall einem stillfreundlichen Umfeld.

„Wichtiges nationales Anliegen“

Im internationalen Forschungsvorhaben Becoming Breastfeeding Friendly (BBF) wurde ab September 2017 eine systematische Bestandsaufnahme zum Stand der Stillförderung in Deutschland vorgenommen. Es wird auf Initiative des Bundesernährungsministeriums vom Netzwerk Gesund ins Leben und der Nationalen Stillkommission gemeinsam mit der Yale School of Public Health durchgeführt. Deutschland ist gemäß der BBF-Auswertung derzeit lediglich als moderat stillfreundlich zu beschreiben. Das Land braucht daher eine nationale Strategie zur Stillförderung. „Stillförderung ist ein wichtiges nationales Anliegen, das mit Blick auf ganz Deutschland gestaltet werden muss. Das Bundesernährungsministerium wird deshalb eine zentrale Koordinierungsstelle für die Entwicklung und Umsetzung einer nationalen Strategie zur Stillförderung einrichten“, verkündete Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatsekretär des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Adorable cute newborn shirtless baby wearing diaper lying on white sheet

Nabelbruch: erst mal abwarten oder gleich operieren?

Ohne Nabelschnur könnte sich ein ungeborenes Kind im Mutterleib nicht entwickeln. Denn darüber wird es mit Blut und allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Nach der Geburt trocknen die Reste der Nabelschnur ein und fallen ab. Zurück bleibt als Erinnerung der Bauchnabel. Die kleine Vertiefung kann sich bei Kindern nach außen stülpen und eine Wölbung bilden. Das wird als Nabelbruch bezeichnet. Etwa zehn bis 20 Prozent der Babys haben einen Nabelbruch, auch Nabelhernie genannt: Die kleine Lücke in der Bauchwand, durch die die Nabelschnur führte, ist nicht vollständig zugewachsen – und so können sich im Extremfall Darmschlingen nach außen drücken. „In der Regel kann man einfach abwarten“, betont der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, Professor Bernd Tillig. „Bei ungefähr 90 Prozent der Kinder verschwindet die Hernie im ersten Lebensjahr von alleine.“

Ambulanter Eingriff reicht meist bei Kleinkindern

Die Wölbung wird meist dann sichtbar, wenn das Kind presst oder schreit. Ist der Bruch jedoch sehr groß, wird er im ersten Jahr nicht kleiner und der Nabel tritt ständig aus, steht eine OP an. Wenn sich der Inhalt des Bruchsacks nicht mehr zurückschieben lässt und das Kind heftige Schmerzen hat, eventuell mit Übelkeit und Erbrechen, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. „Kinder, die älter sind als ein halbes Jahr, operieren wir meist ambulant“, sagt Tillig. Bei dem Eingriff unter Vollnarkose macht der Chirurg einen bogenförmigen Hautschnitt im Nabel. Er drückt anschließend den Darm in die Bauchhöhle und verschließt die Lücke. Darüber näht er die Bauchmuskeln zusammen und verschließt den Schnitt im Nabel. Die OP dauert meist nicht länger als eine halbe Stunde und gilt als risikoarm.

Ein Nabelbruch löst eher selten starke Schmerzen aus, weil das Baby zumeist auf dem Rücken liegt oder der Nabel nicht belastet wird. Nur wenn sich der entsprechende Bereich verhärtet, immer größer wird oder es zu Einklemmungen kommt, treten Beschwerden auf.