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Vorsicht bei diesen Keimen!

Hustet oder niest ein kleines Kind und leidet zudem unter einer laufenden Nase, kann sich dahinter eine harmlose Erkältung verbergen, aber auch eine RSV-Infektion (Abkürzung von Respiratorisches Synzytial-Virus). Die RSV-Infektion ist wesentlich gefährlicher und kann unter anderem zu einer Lungenentzündung führen. „Entwickelt das Kind Fieber über 38 °C, hat es Schwierigkeiten beim Atmen, ist sein Auswurf gelb, grün und gräulich gefärbt, sein Nasensekret dick und/oder weigert es sich zu essen, oder verfärben sich sogar seine Lippen und Nägel bläulich, dann sind dies deutliche Warnzeichen, dass es sich um mehr als eine Erkältung handelt. Bei diesen Anzeichen oder wenn sich Eltern unsicher fühlen, sollten sie sich sofort an einen Arzt wenden“, warnt Dr. Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Schwere Infektion der Atemwege

Ein besonderes Risiko für Komplikationen haben Frühgeborene, Kinder mit angeborenen Herzfehlern oder Lungenerkrankungen oder Patienten mit einem geschwächten Immunsystem. Das Respiratorische Synzytial-Virus infiziert die Lunge und die Atemwege. Durch die Produktion von immer mehr Schleim versucht das Immunsystem, die Infektion abzuwehren. Dies erschwert gerade kleinen Kindern immer mehr das Atmen, bis sie zu keuchen beginnen.
RS-Viren werden über Tröpfchen beim Niesen oder Husten auf andere Menschen übertragen oder landen auf Oberflächen von Spielzeug, Türgriffen oder Ähnlichem, um von dort über die Hände eines anderen Kindes zu den Augen, zum Mund oder zur Nase in dessen Körper einzudringen. Auch Erwachsene und ältere Kinder können sich infizieren. Doch bei ihnen bleibt es meist bei den Erkältungssymptomen. „Eltern sollten ihr Baby von Menschenansammlungen und Erkälteten fernhalten, sich regelmäßig mindestens 20 Sekunden lang gründlich die Hände waschen und in die Ellenbeugen husten und niesen“, rät Dr. Kahl.

RS-Viren kursieren vorwiegend in der kalten Jahreszeit. Für kleine Risikopatienten wie Frühgeborene gibt es eine passive Immunisierung gegen RS-Viren.

Nina Bott

Nina Bott im Interview

Eine Sorge weniger

Nina Bott ist nicht nur eine bekannte Schauspielerin und Moderatorin, sondern auch mehrfache Mama. Anfang des Jahres kam ihr viertes Kind zur Welt. Im Interview erzählt sie uns, weshalb ihr der Impfschutz ihrer Kinder so wichtig ist und warum sie sich seit einiger Zeit für die Aufklärung über Meningokokken engagiert.

Nina, wie steht du zum Thema Impfschutz – vor allem bei deinen Kindern?

Durch Corona sind Impfungen natürlich gerade in aller Munde, aber ich habe mich auch vorher schon intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt. Es gibt so viele teils schwerwiegende Krankheiten, vor denen wir unsere Kinder heutzutage schützen können. Dafür bin ich sehr dankbar und lasse daher meine Kleinen auch impfen.

Warum engagierst du dich für die Aufklärung über Meningokokken?

Meningokokken-Erkrankungen sind durch anfänglich unspezifische Symptome nicht nur unheimlich schwer zu diagnostizieren, sie können auch schnell lebensbedrohlich werden. Zum Glück kommt es nicht häufig zu einer Erkrankung, aber ich habe mit betroffenen Müttern gesprochen, die um das Leben ihrer Kinder gebangt haben und sich gewünscht hätten, dass ihr Kind geschützt gewesen wäre. Das hat mich sehr bewegt. Durch Aufklärung und einen umfassenden Impfschutz können Meningokokken-Erkrankungen nämlich verhindert werden. Da aber momentan nur die Impfung gegen Meningokokken C zu den Standardimpfungen für Kinder gehört, wissen viele Eltern nichts von den beiden zusätzlich möglichen Impfungen für einen bestmöglichen Schutz. Daher engagiere ich mich für die Aufklärung über Meningokokken.

Meningokokken-Erkrankungen treffen meist Babys und Kleinkinder. Was macht es mit dir als Mutter, wenn du von den Geschichten hinter den Erkrankungen erfährst?

Als Mutter berührt mich das natürlich ganz besonders. Das Schicksal der kleinen Leonie, die in diesem Jahr überall im TV und in Magazinen zu sehen ist, hat mich sehr betroffen gemacht. Ihre Mama wurde im Krankenhaus ein paar Mal mit ihr wieder nach Hause geschickt, weil auch Leonies Symptome mit einer Grippe verwechselt wurden. Danach mussten die Ärztinnen und Ärzte 85 Tage um ihr Überleben kämpfen. Die Kleine hatte Glück, dass sie die Meningokokken-Erkrankung überstanden hat, dennoch hat sie diese schweren Folgeschäden wie vernarbte Beine und Organschäden davongetragen. Jede Mutter wird bestätigen, dass man alles machen möchte, um seine Kinder davor zu beschützen.

Sind deine Kinder gegen Meningokokken geimpft?

Ja, sind sie. Der Impfschutz meiner Kinder ist mir sehr wichtig und es ist für mich eine Erleichterung, dass ich mir zumindest in diesem Punkt keine Sorgen um sie machen muss – wenn ich sie durch Impfungen vor potenziell lebensgefährlichen Erkrankungen schützen kann, dann mache ich das sehr gerne.

Was würdest du anderen Eltern gerne raten?

Ich würde mich auf jeden Fall frühzeitig von meiner Kinderärztin oder meinem Kinderarzt über einen umfassenden Impfschutz für meine Kinder beraten lassen. Und wenn Unsicherheiten bestehen, auf jeden Fall nochmal nachfragen. Die Erstattung von zusätzlichen möglichen Impfungen sollte man übrigens auch frühzeitig bei der eigenen Krankenkasse anfragen. Dranbleiben lohnt sich häufig!

Weitere Infos unter www.meningits-bewegt.de

Schnupofen oder Allergie

Hatschi! Ist das Eine Allergie?

Vor allem etwas ältere Babys und Kleinkinder können allergische Reaktionen zeigen. Was dann zu tun ist

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, hat es noch kein ausgeprägtes Immunsystem. Deshalb kann es auch keine starke Allergie entwickeln. Erst in den folgenden Monaten, wenn die Abwehrkräftewachsen, kommt es gelegentlich zu solchen Reaktionen. Denn das Immunsystem muss schon ein wenig mit den Muskeln spielen können, um die Nase laufen zu lassen oder rote Pickelchen auf die Haut zu malen. Es ist der eigentliche Auslöser einer Allergie, bei der Abwehrstoffe eigentlich harmlose Substanzen im Körper angreifen – weil sie diese irrtümlicherweise für gefährlich halten.

Die häufigsten Allergie-Auslöser

Welche Substanzen lösen am häufigsten eine Allergie aus? Das sind im wesentlichen die gleichen Stoffe, welche auch Erwachsenen Probleme bereiten können: Blütenpollen (vor allem Gräserpollen), Tierhaare, Milben-Ausscheidungen im Hausstaub und Bestandteile von Nahrungsmitteln. Gerade bei den Nahrungsmitteln gibt es eine ganze Palette möglicher Substanzen, die Babys und Kleinkinder nicht vertragen. Das betrifft allerdings nicht die Kleinsten, welche ja alle noch ausschließlich Milch oder Milchersatz bekommen.

Wenn ein Baby in den ersten fünf oder sechs Monaten, in denen es nur Milch getrunken hat, unter Bauchweh, Durchfall oder Verstopfung leidet, ist es etwas anderes. Dann verträgt es wahrscheinlich den Milchzucker nicht, hat also eine sogenannte Laktose-Intoleranz. Die gute Nachricht: Eine solche Unverträglichkeit verschwindet nicht selten wieder nach kurzer Zeit.

Allergie gegen Milcheiweiß

Etwa jeder hundertste Säugling kommt aus anderen Gründen mit der Milchnahrung nicht zurecht. Er leidet unter einer Allergie gegen das Eiweiß in der Milch. Das Problem lässt sich am besten durch Spezialnahrung lösen, in der das Eiweiß so verändert wurde, dass der Säugling es gut verträgt. Auch bei einer Laktose-Intoleranz halten die Hersteller Milchprodukte bereit, in denen kein oder kaum noch Milchzucker enthalten ist. Bevor sich die Eltern zu einer Nahrungsumstellung entschließen, sollten sie die Ursache der Probleme zunächst aber unbedingt vom Arzt klären lassen – und sich an dessen Empfehlungen halten.

Wenn das Kind Anzeichen einer Allergie oder Unverträglichkeit von Milchzucker hat, wird er ohnehin ausführliche Tests vornehmen, um möglichst alle Auslöser dingfest zu machen. Stellt sich dabei heraus, dass der Säugling etwa eine Hausstaub- Allergie hat, sollte die Wohnung immer möglichst staubfrei sein. Das heißt, viel saugen und wischen. Teppiche und Teppichboden sollten dann möglichst nicht im Kinderzimmer liegen, weil sie oft von Milben bevölkert sind. Bei Heuschnupfen (Pollenallergie) die Fenster im Frühling geschlossen halten und nur kurz zum Lüften öffnen, bei windigem Wetter besser keinen Spaziergang mit dem Baby machen.

Helfen Medikamente?

Arzneien gegen Allergien gibt es natürlich auch. Der Arzt verschreibt sie wegen möglicher Nebenwirkungen bei Säuglingen aber nicht oder nur im Notfall. Etwas ältere Babys und Kleinkinder vertragen bestimmte Mittel (etwa aus der Gruppe der Antihistaminika) besser.

Beautiful young couple is smiling while cooking together in kitchen at home

Vorsicht bei diesen Lebensmitteln

Schwangere können vieles risikofrei essn. Nur bei rohen Lebensmitteln sollten sie wegen möglicher Krankheitskeime Verzicht üben.

Allzu viel muss sich beim Speisenplan nicht ändern, wenn eine Frau schwanger ist. Sie kann unbesorgt weitgehend auch das weiter essen, was ihr schon immer geschmeckt hat. Mit einigen Ausnahmen allerdings. Weil Krankheitserregern gerade auch in Lebensmitteln vorkommen und diese dem Ungeborenen schweren Schaden zufügen können, sollte bei der Zubereitung und beim Verzehr bestimmter Nahrungsmittel folgendes beachtet werden. Stichwort Listerien. Diese Bakterien sind weltweit verbreitet und nisten sich gern auch in Lebensmitteln ein. Weil sie hitzeempfindlich sind, lassen sich die Keime durch Kochen, Braten oder Backen leicht abtöten. Genau dies ist wichtig, wenn Schwangere weiterhin ihr Ei, ihre Frikadellen oder ihren Fisch genießen möchten. Denn in rohen tierischen Nahrungsmitteln vermehren sich Listerien besonders häufig.

Infektionsrisiko auch bei abgepackten Salaten

Dazu zählen Rohmilchprodukte, also unverarbeitete Milch und Rohmilchkäse, rohes Fleisch (etwa Mett) und roher Fisch zum Beispiel im Sushi. Auch manche Würste sind tabu, weil sie teilweise oder ganz aus rohem Fleisch produziert wurden. Vorsicht auch bei ferstig abgepackten Salaten. Hier kann es ebenfalls zu Verunreinigungen durch Listerien kommen. Wer Lebensmittel wie Fisch und Fleisch mehrere Minuten lang auf 70 Grad und mehr erhitzt (Kerntemperatur), geht kein Risiko mehr ein. Das macht die Speisen listerienfrei. Gefährlich fürs Ungeborene ist noch ein weiterer Keim, das Taxoplasma. Der Parasit ist Auslöser der sogenannten Taxoplasmose, die bei Ungeborenen zu Fehlbildungen und Totgeburten führen kann. Auch dieser Keim wird unter anderem über rohe Lebensmittel übertragen – und lässt sich leicht wegbruzzeln oder –kochen. Nach wenigen Minuten in der Pfanne oder im Kochtopf ist er abgetötet.

Katzen als Überträger

Die Auslöser der Taxoplasmose finden sich im Übrigen auch bei infizierten Haustieren, vor allem bei Katzen. Schwangere sollten daher die Reinigung der Katzentoilette anderen überlassen, weil sich die Erreger über die Ausscheidungen der Tiere besonders leicht übertragen.

Moter and baby daughter on a bicycle

Unterwegs mit dem Baby

Fast jeden Tag in die weite Welt: Häufig braucht man einen fahrbaren Untersatz für sich und sein Kind. Welcher ist der richtige für mehr Mobilität?

Zu Fuß lässt sich vieles erledigen, auch mit Baby. Der Gang zum Bäcker und in den Supermarkt ist oft nur kurz, zumal in der Stadt. Aber für weitere Strecken ist dann doch ein anderes Fortbewegungsmittel als die eigenen Beine nötig. Der Kinderwagen ist ganz klar die Nummer eins im Umfeld der Wohnung. Jeder mit Nachwuchs hat ihn. Der Kombi-Kinderwagen eignet sich für die meisten Alltagssituationen. Ist das Baby noch ganz klein, kann es darin gemütlich liegen und schlafen. Sobald es sich aufsetzen kann, wird aus der Liegefläche ein bequemer Sitz. Für kurze Strecken, auf Reisen und etwas ältere Babys ist der Buggy gut. Er ist leicht und wendig, lässt sich zusammengeklappt im Auto verstauen.

Brauche ich ein neues Auto?

Apropos Auto: Ohne speziellen Kindersitz geht da gar nichts. Damit die Fahrt fürs Baby sicher wird, beim Kauf eines solchen Kindersitzes auf Qualität achten. In einem neueren Vergleichstest des ADAC ist übrigens kein Produkt durchgefallen. Es ist also auch ein bisschen Geschmackssache und eine Frage des Geldbeutels, für welches Modell man sich entscheidet. Ist mein Auto eigentlich groß genug für die all die Sachen, die ich bei einem Baby mitnehmen muss? Wer nur einen Sprössling hat, kommt auch mit einem Kleinwagen gut zurecht. Bei zwei und mehr Kindern sollte es schon ein größerer Kombi sein. Super sind dann auch umgebaute Kleintransporter, die optimal für größere Familien ausgestattet sind und jede Menge Stauraum bieten. Als Neuwagen sind sie teuer. Gebraucht gibt es sie natürlich deutlich billiger.

Kindersitz oder Anhänger fürs Fahrrad

Ein Anhänger am Fahrrad ist für Besorgungen in der Umgebung eine gute Sache. Die Kleinen sind darin auch vor Kälte und Regen geschützt, zwei haben meist nebeneinander Platz. Ein hochwertiger Anhänger läuft leicht und ist für einigermaßen trainierte Eltern kein Problem. Zügiges Fortkommen ist garantiert. Hochwertige Anhänger kosten neu zwar etliche Hunderter, ihre Anschaffung lohnt sich aber gleich für mehrere Jahre: Das Kind lässt sich später so auch in die Kita oder zum Kindergeburtstag fahren und wieder abholen. Wer lieber ohne Anhänger, aber auch mit dem Rad fahren will, sollte sich einen guten Kindersitz fürs Fahrrad besorgen. Er wird fest am Fahrrad befestigt, das Kind sitzt bequem und sicher. Gerade bei schönem Wetter eine luftige und lustige Sache. Wichtig jedoch: Wer sich so mit seinem Kind fortbewegen will, sollte ein sicherer Radfahrer sein und keine gesundheitlichen Probleme haben – damit das Sturzrisiko so gering wie möglich ist.

Gebrauchtes kaufen oder schenken lassen

Freunde und Bekannte bieten einem oft ihre ausrangierten Kinderwagen oder Kindersitze an. Das spart viel Geld. Trotzdem sollte man sich solche Angebote gut anschauen, ob alles damit in Ordnung ist, alle Schrauben festsitzen und nichts beschädigt ist. Speziell Kinderwagen waren oft ja schon Jahre im Einsatz und haben dann offene oder vesteckte Mängel. Deshalb immer auch eine ausgiebige Proberunde drehen, bevor man das gute Stück übernimmt.

benefits of breastfeeding for newborns

Fläschchen statt Stillen

Nicht jede Mutter kann und will ihr Kind stillen. Für solche Fälle gibt es ausgereifte Ersatznahrung, die dem Baby alles Notwendige liefert.

W er sein Baby mit dem Fläschchen großzieht, ist beileibe keine Rabenmutter. Es gibt viele Gründe, weshalb Mamas aufs Stillen verzichten. Manchmal gibt die Brust einfach nicht genug Milch her, oder häufige Entzündungen machen das Stillen zur allzu schmerzhaften Angelegenheit. Dann wandert der Blick schnell Zum Regal mit den vielen Milchersatz-Produkten fürs Baby. Das Sortiment ist erst mal verwirrend, so unterschiedlich erscheinen einem die einzelnen Angebote. Aber im Grunde ist es ganz einfach …

Anfangsmilch reicht völlig aus

Wer sich für Ersatznahrung entscheidet, sollte mit der sogenannten Anfangsmilch beginnen. Bei dem einen Hersteller heißt sie tatsächlich so, der andere Hersteller hat eine vielleicht etwas phantasievollere Bezeichnung dafür. Wichtig ist nur die Zahl auf der Verpackung. Anfangsmilch beginnt mit einer „1“ oder dem Zusatz „pre“. Die „pre“ ist etwas weniger sättigend, aber genauso geeignet für den Einstieg in die Fläschchen-Ernährung. Diese Anfangsmilch enthält alle fürs Baby wichtigen Bestandteile der Ernährung, unter anderem Öle, Milchzucker, Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. Die Milchprodukte gibt es seit Jahren und Jahrzehnten, sie sind entsprechend ausgereift und werden streng geprüft. Wer sie verfüttert, muss sich keine Sorgen mehr machen um die Ernährung seines Kindes. Es ist in den ersten Monaten auch nicht nötig, zusätzlich etwas zu geben. Die Milchnahrung allein reicht völlig aus, um das Baby auf gesunde Weise satt zu bekommen.

Sämiger und sättigender

Die Anfangsmilch kann nach etwa sechs Monaten durch die sogenannte Folgemilch mit der Bezeichnung „2“ ersetzt werden. Diese Milch ist sämiger und sättigender. Wer möchte, kann die Anfangsmilch aber auch das ganze erste Jahr hindurch füttern. Das Baby beginnt nach einem halben Jahr ohnehin, seinen ersten Brei zu schmausen und dann auch zunehmend kräfigendere feste Nahrung zu sich zu nehmen. Die Milch wird dadurch immer mehr zum Begleitprogramm und zum Durstlöscher. Mit dem Ende des ersten Lebensjahres kann das Baby auch fettarme Kuhmilch trinken, soweit es sie verträgt. Neben den Klassikern im Milchersatz-Sortiment gibt es auch Spezialmilch für Babys, die zum Beispiel keinen Milchzucker vertragen (Laktose-Intoleranz) oder allergisch auf das Eiweiß in der Milch reagieren. Selbst Frühgeborene müssen nicht darben. Auch für sie gibt es eine besondere Milch mit höherem Nährstoffgehalt, die sich an wissenschaftlichen Empfehlungen orientiert. Das Frühchen erhält so einen zusätzlichen Kick an Energie, was für eine rasche Gewichtszunahme sorgt.

Stillen plus Fläschchen geben

Mütter können problemlos beide Ernährungsarten miteinander kombinieren, also Stillen und Fläschchennahrung im Wechsel. Wenn das Baby beide Milchsorten akzeptiert, steht dieser Ernährung nichts im Wege. Sie wird „als Zwiemilch“ bezeichnet und ist unter anderem ideal für Mütter, die selbst weniger Milch geben können oder berufstätig sind. Wer zusätzlich stillt, produziert auch weniger Verpackungsabfall. Eine nachhaltige Art der Ernährung …

Brei

Genuss aus dem Glas

Wenn das Baby etwa ein halbes Jahr alt ist, werden die Milchgaben allmählich durch festere Mahlzeiten ersetzt.

Das Kind wächst und wächst. Immer größer werden die Milchportionen, die es braucht, um satt zu werden. Ab dem fünften bis sechsten Lebensmonat ist es deshalb an der Zeit, mehr Vielfalt in den Speiseplan zu bringen. Diese sogenannte Beikost gibt’s praktischerweise im Gläschen zu kaufen und mit etlichen verschiedenen Zutaten. Als erstes wird der Brei idealerweise mittags zugefüttert, dafür entfällt eine Milchmahlzeit. Das Baby erhält auf diese Weise wesentlich mehr Nährstoffe und wichtige Spurenelemente wie Eisen, was wichtig für seine weitere Entwicklung ist.

Am Anfang lässt sich die Beikost auch gut mit einer kleinen Milchmahlzeit kombinieren, bis sich das Baby endgültig an die neue Nahrung gewöhnt hat. Dazu zunächst ein paar Löffelchen pürierten Brei geben und anschließend noch einige Schlückchen Milch.

Was zusätzliche Kraft gibt

Schon sehr bald wird das Baby nach mehr kräftigender Beikost verlangen. Neben Gemüse und Kartoffeln werden nun auch püriertes Fleisch und Fisch angeboten. Das gibt zusätzliche Kraft. Fleisch liefert außerdem das für seine Entwicklung wesentliche Eisen. Auch Nudeln oder Reis sind beliebte und gern gegessene Beigaben am Mittagstisch. Hat sich das Kind an die Beikost am Mittag gewöhnt, können seine Eltern rund einen Monat später die Milch auch abends allmählich durch einen Brei ersetzen. Optimal ist ein Getreidebrei, der durch ein bisschen frischen Obstsaft oder püriertes Obst angereichert wird. Ein Teelöffelchen Rapsöl dazu, und die leckere Mahlzeit ist fertig.

Milchbreis lassen sich in vielen Varianten leicht selbst herstellen. Wer mal keine Zeit dafür hat, kann sich ein paar Fertiggläschen als Reserve hinstellen. Die Qualität solcher industriell hergestellter Breis ist so gut wie die von selbstgemachter Beikost, denn die gesetzlichen Anforderungen an die Hersteller sind sehr hoch.

Training für die Geschmacksnerven

Ab etwa dem ersten Lebensjahr kommt dann auch ein richtiges kleines Frühstück auf den Tisch. Alles was das Kind mag und gut kauen und schlucken kann, ist prinzipiell geeignet. Etwa Brot ohne harte Rinde, Butter, Marmelade, Aufschnitt und Müsli. Normale Kuhmilch kann jetzt auch gegeben werden. Das ganz normale Essen der Erwachsenen wird fürs Kleinkind ebenfalls immer interessanter. Neugierig nimmt es die verschiedenen Gerüche auf und darf gern probieren. So werden auch seine Geschmacksnerven trainiert. Alles, was das Kind schon immer gern aus dem Gläschen geschmaust hat, darf es gern weiteressen.

Auch Milch als Durstlöscher ist in Ordnung, aber auch pures Wasser oder schwach gesüßter Kindertee und verdünnte Säfte sollten seinen Flüssigkeitsbedarf decken.

Was Vegetarier beachten sollten

Wer Vegetarier ist und sein Baby ebenfalls so ernähren möchte, kann dies ohne Risiko für seinen Sprössling tun – wenn er dabei einige wichtige Regeln beachtet. Am besten mit dem Arzt und/oder einer Ernährungsberaterin sprechen, damit keine Fehler passieren. Grundsätzlich erhält das Kind die gleiche Kost wie bei nichtvegetarischer Ernährung abgesehen vom Fleisch. Dabei darauf achten, dass es genügend Eisen aufnimmt. Eisen ist unter anderem in Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten enthalten. Von einer veganen Ernährung des Babys raten Experten wegen drohender Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen ab.

Urlaub

Gesund auf Reisen

Die Urlaubsvorereitung

Für jede Reise gilt es, im Vorfeld einiges vorzubereiten. Insbesondere wenn man mit Kindern verreist, muss an Vieles gedacht werden. Will man verreisen, müssen zunächst die notwendigen Dokumente bereitgelegt und ggf. noch besorgt werden: Ausweispapiere, Reiseunterlagen, Bargeld und Kreditkarte, Versichertenkarte, EHIC und Impfausweis.

Je nachdem wohin es geht, sind Impfungen erforderlich. Das Auswärtige Amt gibt Auskunft darüber, für welches Land, welche Reiseschutzimpfungen empfohlen werden. Je nach Impfung sind mehrere Teilimpfungen nötig. Daher sollte man sich rechtzeitig darum kümmern.

Übrigens: Im Rahmen des Gesundheitskontos übernimmt die AOK Hessen sogar die Kosten für die Reiseschutzimpfungen.

Die Reiseapotheke

Endlich steht der Urlaub kurz bevor und es heißt: Koffer packen! Jetzt muss auch die Reiseapotheke zusammengestellt werden:

  • Verbandsmaterial (Schere, Pflaster, sterile Kompressen, Mullbinden, Einmalhandschuhe)
  • Schmerzmittel (mit den Wirkstoffen Ibuprofen, ASS oder Paracetamol)
  • Durchfallmittel (Elektrolyt-Pulver, Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid)
  • Mittel gegen Reiseübelkeit (mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat)
  • insektenabweisende Mittel (sogenannte Repellentien)
  • juckreizstillendes Gel gegen Insektenstiche
  • Sonnenschutzmittel, entsprechend dem Hauttyp und dem Reiseziel
  • kühlende Salbe gegen Sonnenbrand
  • Salbe gegen Entzündungen und Aufschürfungen
  • Mittel gegen Allergien (Antihistaminika)
  • in einigen Ländern Malariamittel und Moskitonetz

Denken Sie bitte an kindgerechte Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Schmerzen und Erkältungen sowie einen speziellen Sonnenschutz für Ihr Kind. Auch das Insektenschutzmittel sollte für Ihr Kind gut verträglich sein.

Patienten mit chronischen Erkrankungen sollten vor Reiseantritt den Inhalt der Reiseapotheke genau mit dem behandelnden Arzt besprechen und ausreichend Medikamente mitnehmen.

Tabletten gegen Reisekrankheit, Verhütungsmittel und regelmäßig einzunehmende Medikamente gehören ins Handgepäck und sind nicht mit dem übrigen Reisegepäck aufzugeben. Für den Fall, dass Ihre Koffer später ankommen, haben Sie dann alles dabei, was Sie kurzfristig benötigen.

Steril verpackte Reiseapotheken bekommen Sie in jeder Apotheke.

Am Urlaubsort

Endlich angekommen, heißt es entspannen und die Seele baumeln lassen. Kurz: den Urlaub genießen. Damit die Urlaubsstimmung nicht durch Reisekrankheiten getrübt wird, hier noch ein paar Tipps:

  • Regelmäßig Hände waschen
    Besonders nach jedem Toilettenbesuch oder wenn man Haltegriffe oder Türklinken angefasst hat.
  • Nur in sauberem Gewässer baden gehen
    Anschließend immer abduschen. Beim Pool auf klares, gechlortes Wasser achten.
  • Vorsicht bei offenen Wunden
    Auch die kleinsten Verletzungen desinfizieren und mit sterilem Pflaster abdecken. Am besten immer Schuhe tragen.
  • Niemals Leitungswasser trinken
    Auf Eiswürfel lieber auch verzichten. Bei Getränken darauf achten, dass die Flaschen versiegelt sind.
  • Besonders in tropischen Ländern: auf rohe Speisen verzichten
    Rohes Fleisch und Schalentiere sowie Salate und rohes Gemüse können eine Quelle für Hepatitis-A-Viren sein.
  • Eis und Tiefkühlkost vermeiden
    Wenn die Kühlkette unterbrochen wurde, kann dies zu Magen-Darm-Problemen führen.
  • Safer Sex
    In vielen Ländern besteht hohe Ansteckungsgefahr mit Aids und Hepatitis.

Wenn man trotz aller Vorsicht erkrankt, sollte man sich die entsprechenden Medikamente dagegen besorgen – am besten in heimischen Apotheken. Außerdem sollte man viel Wasser und/oder Tee trinken und nur gut verträgliche Speisen verzehren. Und wenn die Beschwerden anhalten oder zunehmen, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Quelle: AOK Hessen

 

Eisenmangel

Eisenmangel

Etwa jede fünfte Frau leidet im Anschluss an die Geburt unter Eisenmangel. Das kann ernste Auswirkungen haben, die eine rasche Therapie nötig machen

Ein wichtiges Spurenelement, das für die Blutbildung und damit die Sauerstoff- Versorgung unersetzlich ist. Eisen hält fit und vital und sorgt nebenbei auch für seelischen Schwung. Wenn es fehlt, macht sich dieser Mangel schnell bemerkbar. Vor allem in der Zeit nach der Geburt schleicht sich bei vielen jungen Müttern ein gravierender Eisenmangel (Anämie) ein, der oft gar nicht bemerkt wird. Ein Grund dafür ist hoher Blutverlust während der Geburt, den der Körper so leicht nicht ausgleichen kann. Wenn Frauen schon vor der Geburt eher wenig Eisen im Blut hatten, macht sich dieser Mangel umso mehr bemerkbar.

Weiter verbreitet als gedacht

Eisenmangel ist weiter verbreitet als gedacht – was nicht selten mit der Ernährung zusammenhängt. Weil Eisen in größeren Mengen in Fleisch und Wurst vorkommt, sind Vegetarierinnen und Veganerinnen häufiger mit diesem Problem konfrontiert. Frauen mit starker Regelblutung neigen ebenfalls zu chronischem Eisenmangel, der sich dann nach der Geburt umso stärker auswirkt. Bei manchen Menschen kann der Körper das Spurenelemnt überdies nicht richtig aufnehmen. Sie nehmen zwar genügend Eisen zu sich, es wird aber zum großen Teil ungenutzt ausgeschieden.

Welche Folgen hat das für junge Mütter?

Eisenmangel lässt sie möglicherweise schlechter schlafen als sonst, sie fühlen sich sehr schlapp, erholen sich kaum von der Geburt. Auch Herzrasen kann ein Symptom sein, nicht selten kommt auch ein seelisches Ungleichgewicht hinzu. Das drückt sich in Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen aus. Leidet eine junge Mutter unter Wochenbett- Depressionen, sollte der Arzt auf jeden Fall zunächst einen Bluttest veranlassen – um sicherzugehen, dass nicht Eisenmangel die Ursache ist.

Eiseninfusionen wirken am schnellsten

Die Behandlung ist recht einfach. In leichteren Fällen verordnet der Arzt Eisentabletten, die den Eisenwert allmählich wieder auf gesunde Höhen anheben. Sind die Symptome stark, und ist der Eisenwert viel zu niedrig (Hb-Wert unter 8), helfen Eiseninfusionen am besten. Sie heben den Eisenwert sofort deutlich an, so dass sich die junge Mutter auch gleich besser fühlt. Nur in seltenen Fällen, wenn der Eisenwert in einem lebensbedrohlich niedrigen Bereich liegt, werden die Mediziner sogar eine Bluttransfusion in Erwägung ziehen.

Infusionen nur beim Spezialisten

Eiseninfusionen können in selteneren Fällen Nebenwirkungen wie Übelkeit bis hin zu gefährlichen Schockzuständen auslösen. Deshalb verabreichen die meisten niedergelassenen Ärzte solche Infusionen nicht in ihrer Praxis. Junge Mütter, die nicht stationär im Krankenhaus behandelt werden, sollten sich an einen Facharzt wenden. In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 50 Zentren, die auf solche Eiseninfusionen spezialisiert sind. Auch so mancher Frauenarzt traut sich diese Therapie zu.

Radfahren

Mobil auf zwei Rädern

Fit bleiben – das ist auch für Schwangere und junge Mütter wichtig. Radfahren eignet sich gut dafür, wenn man einige Einschränkungen beachtet.

Nur noch bequem auf dem Sofa zu liegen, das tut auch Schwangeren nicht gut. Sie brauchen Bewegung, denn sie sollten möglichst fit sein vor allem bei der Geburt. Wer ein Fahrrad zu Hause stehen hat, sollte sich daher mindestens zweimal wöchentlich in den Sattel schwingen und eine größere Runde drehen.

Auch die täglichen Besorgungen und Besuche lassen sich prima und klimaneutral mit dem Rad erledigen. Das trainiert den Kreislauf, fördert die Durchblutung vor allem auch in den Beinen, die im späteren Verlauf der Schwangerschaft zu Krampfadern neigen. Auch Rückenbeschwerden lassen nach, der Schlaf wird fester und tiefer, die Stimmung steigt, und die zähe Müdigkeit verfliegt. Viel Bewegung kann sogar einem Schwangerschafts-Diabetes entgegenwirken.

Nicht zu sehr anstrengen

Allerdings sollten sich Schwangere dabei nicht überfordern. Waren sie vorher sehr sportlich und leistungsorientiert, sollten sie nun nicht versuchen, dieses Level zu halten. Also einen Gang zurückschalten und gemächlicher in die Pedale treten. Vor allem im späteren Verlauf der Schwangerschaft, wenn der Bauch schon recht groß ist, leidet meist der Gleichgewichtssinn.

Frauen stehen dann nicht mehr so sicher und radeln oft auch etwas wackeliger als sonst. Deshalb Strecken bevorzugen, die nicht stark befahren sind, etwa ruhige Radwege oder Waldwege. Auch einen Blick auf den Untergrund werfen. Ist der Weg sehr holprig? Dann besser umdrehen und eine andere Strecke wählen. Denn größere und häufige Erschütterungen sind nicht gut fürs Ungeborene.

Tut auch der Psyche gut

Nach der Geburt ist erst mal Erholung wichtig. Also nichts unternehmen, was einen überfordert. Aber sobald sich die junge Mutter wieder gut fühlt, sollte sie auch ein wenig trainieren. Radeln ist eine ideale Therapie, um schneller wieder fit zu werden und den Körper zu straffen. Nach der Geburt sind die Bindegewebe und Bänder noch schlaff. Das ändert sich rasch durch regelmäßiges Radfahren.

Wer mag und die Zeit dafür hat, kann sich gern jeden Tag aufschwingen und nach Herzenslust herumsausen. Das tut auch der Psyche sehr gut. Ist der Partner oder ein anderer Erwachsener daheim und passt auf das Baby auf, sollte jede Frau diese Möglichkeit zu einer Auszeit nutzen – und vielleicht gemeinsam mit einer Freundin die Umgebung erkunden. Denn zu zweit macht das Radeln noch mehr Freude.

Erst den Arzt fragen

Wenn der Arzt etwa wegen Blutungen von anstrengenden Tätigkeiten abrät, gilt dies auch fürs Radeln. Dann das Rad nicht benutzen. Auch bei hohem Blutdruck, Übelkeit und Schwindelanfällen erst den Arzt fragen, ob er diese Art der Fortbewegung gutheißt. Wer sich auf dem Rad nicht wohl und sicher fühlt, sollte es besser stehen lassen.