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Brei

Genuss aus dem Glas

Wenn das Baby etwa ein halbes Jahr alt ist, werden die Milchgaben allmählich durch festere Mahlzeiten ersetzt.

Das Kind wächst und wächst. Immer größer werden die Milchportionen, die es braucht, um satt zu werden. Ab dem fünften bis sechsten Lebensmonat ist es deshalb an der Zeit, mehr Vielfalt in den Speiseplan zu bringen. Diese sogenannte Beikost gibt’s praktischerweise im Gläschen zu kaufen und mit etlichen verschiedenen Zutaten. Als erstes wird der Brei idealerweise mittags zugefüttert, dafür entfällt eine Milchmahlzeit. Das Baby erhält auf diese Weise wesentlich mehr Nährstoffe und wichtige Spurenelemente wie Eisen, was wichtig für seine weitere Entwicklung ist.

Am Anfang lässt sich die Beikost auch gut mit einer kleinen Milchmahlzeit kombinieren, bis sich das Baby endgültig an die neue Nahrung gewöhnt hat. Dazu zunächst ein paar Löffelchen pürierten Brei geben und anschließend noch einige Schlückchen Milch.

Was zusätzliche Kraft gibt

Schon sehr bald wird das Baby nach mehr kräftigender Beikost verlangen. Neben Gemüse und Kartoffeln werden nun auch püriertes Fleisch und Fisch angeboten. Das gibt zusätzliche Kraft. Fleisch liefert außerdem das für seine Entwicklung wesentliche Eisen. Auch Nudeln oder Reis sind beliebte und gern gegessene Beigaben am Mittagstisch. Hat sich das Kind an die Beikost am Mittag gewöhnt, können seine Eltern rund einen Monat später die Milch auch abends allmählich durch einen Brei ersetzen. Optimal ist ein Getreidebrei, der durch ein bisschen frischen Obstsaft oder püriertes Obst angereichert wird. Ein Teelöffelchen Rapsöl dazu, und die leckere Mahlzeit ist fertig.

Milchbreis lassen sich in vielen Varianten leicht selbst herstellen. Wer mal keine Zeit dafür hat, kann sich ein paar Fertiggläschen als Reserve hinstellen. Die Qualität solcher industriell hergestellter Breis ist so gut wie die von selbstgemachter Beikost, denn die gesetzlichen Anforderungen an die Hersteller sind sehr hoch.

Training für die Geschmacksnerven

Ab etwa dem ersten Lebensjahr kommt dann auch ein richtiges kleines Frühstück auf den Tisch. Alles was das Kind mag und gut kauen und schlucken kann, ist prinzipiell geeignet. Etwa Brot ohne harte Rinde, Butter, Marmelade, Aufschnitt und Müsli. Normale Kuhmilch kann jetzt auch gegeben werden. Das ganz normale Essen der Erwachsenen wird fürs Kleinkind ebenfalls immer interessanter. Neugierig nimmt es die verschiedenen Gerüche auf und darf gern probieren. So werden auch seine Geschmacksnerven trainiert. Alles, was das Kind schon immer gern aus dem Gläschen geschmaust hat, darf es gern weiteressen.

Auch Milch als Durstlöscher ist in Ordnung, aber auch pures Wasser oder schwach gesüßter Kindertee und verdünnte Säfte sollten seinen Flüssigkeitsbedarf decken.

Was Vegetarier beachten sollten

Wer Vegetarier ist und sein Baby ebenfalls so ernähren möchte, kann dies ohne Risiko für seinen Sprössling tun – wenn er dabei einige wichtige Regeln beachtet. Am besten mit dem Arzt und/oder einer Ernährungsberaterin sprechen, damit keine Fehler passieren. Grundsätzlich erhält das Kind die gleiche Kost wie bei nichtvegetarischer Ernährung abgesehen vom Fleisch. Dabei darauf achten, dass es genügend Eisen aufnimmt. Eisen ist unter anderem in Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten enthalten. Von einer veganen Ernährung des Babys raten Experten wegen drohender Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen ab.

Urlaub

Gesund auf Reisen

Die Urlaubsvorereitung

Für jede Reise gilt es, im Vorfeld einiges vorzubereiten. Insbesondere wenn man mit Kindern verreist, muss an Vieles gedacht werden. Will man verreisen, müssen zunächst die notwendigen Dokumente bereitgelegt und ggf. noch besorgt werden: Ausweispapiere, Reiseunterlagen, Bargeld und Kreditkarte, Versichertenkarte, EHIC und Impfausweis.

Je nachdem wohin es geht, sind Impfungen erforderlich. Das Auswärtige Amt gibt Auskunft darüber, für welches Land, welche Reiseschutzimpfungen empfohlen werden. Je nach Impfung sind mehrere Teilimpfungen nötig. Daher sollte man sich rechtzeitig darum kümmern.

Übrigens: Im Rahmen des Gesundheitskontos übernimmt die AOK Hessen sogar die Kosten für die Reiseschutzimpfungen.

Die Reiseapotheke

Endlich steht der Urlaub kurz bevor und es heißt: Koffer packen! Jetzt muss auch die Reiseapotheke zusammengestellt werden:

  • Verbandsmaterial (Schere, Pflaster, sterile Kompressen, Mullbinden, Einmalhandschuhe)
  • Schmerzmittel (mit den Wirkstoffen Ibuprofen, ASS oder Paracetamol)
  • Durchfallmittel (Elektrolyt-Pulver, Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid)
  • Mittel gegen Reiseübelkeit (mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat)
  • insektenabweisende Mittel (sogenannte Repellentien)
  • juckreizstillendes Gel gegen Insektenstiche
  • Sonnenschutzmittel, entsprechend dem Hauttyp und dem Reiseziel
  • kühlende Salbe gegen Sonnenbrand
  • Salbe gegen Entzündungen und Aufschürfungen
  • Mittel gegen Allergien (Antihistaminika)
  • in einigen Ländern Malariamittel und Moskitonetz

Denken Sie bitte an kindgerechte Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Schmerzen und Erkältungen sowie einen speziellen Sonnenschutz für Ihr Kind. Auch das Insektenschutzmittel sollte für Ihr Kind gut verträglich sein.

Patienten mit chronischen Erkrankungen sollten vor Reiseantritt den Inhalt der Reiseapotheke genau mit dem behandelnden Arzt besprechen und ausreichend Medikamente mitnehmen.

Tabletten gegen Reisekrankheit, Verhütungsmittel und regelmäßig einzunehmende Medikamente gehören ins Handgepäck und sind nicht mit dem übrigen Reisegepäck aufzugeben. Für den Fall, dass Ihre Koffer später ankommen, haben Sie dann alles dabei, was Sie kurzfristig benötigen.

Steril verpackte Reiseapotheken bekommen Sie in jeder Apotheke.

Am Urlaubsort

Endlich angekommen, heißt es entspannen und die Seele baumeln lassen. Kurz: den Urlaub genießen. Damit die Urlaubsstimmung nicht durch Reisekrankheiten getrübt wird, hier noch ein paar Tipps:

  • Regelmäßig Hände waschen
    Besonders nach jedem Toilettenbesuch oder wenn man Haltegriffe oder Türklinken angefasst hat.
  • Nur in sauberem Gewässer baden gehen
    Anschließend immer abduschen. Beim Pool auf klares, gechlortes Wasser achten.
  • Vorsicht bei offenen Wunden
    Auch die kleinsten Verletzungen desinfizieren und mit sterilem Pflaster abdecken. Am besten immer Schuhe tragen.
  • Niemals Leitungswasser trinken
    Auf Eiswürfel lieber auch verzichten. Bei Getränken darauf achten, dass die Flaschen versiegelt sind.
  • Besonders in tropischen Ländern: auf rohe Speisen verzichten
    Rohes Fleisch und Schalentiere sowie Salate und rohes Gemüse können eine Quelle für Hepatitis-A-Viren sein.
  • Eis und Tiefkühlkost vermeiden
    Wenn die Kühlkette unterbrochen wurde, kann dies zu Magen-Darm-Problemen führen.
  • Safer Sex
    In vielen Ländern besteht hohe Ansteckungsgefahr mit Aids und Hepatitis.

Wenn man trotz aller Vorsicht erkrankt, sollte man sich die entsprechenden Medikamente dagegen besorgen – am besten in heimischen Apotheken. Außerdem sollte man viel Wasser und/oder Tee trinken und nur gut verträgliche Speisen verzehren. Und wenn die Beschwerden anhalten oder zunehmen, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Quelle: AOK Hessen

 

Eisenmangel

Eisenmangel

Etwa jede fünfte Frau leidet im Anschluss an die Geburt unter Eisenmangel. Das kann ernste Auswirkungen haben, die eine rasche Therapie nötig machen

Ein wichtiges Spurenelement, das für die Blutbildung und damit die Sauerstoff- Versorgung unersetzlich ist. Eisen hält fit und vital und sorgt nebenbei auch für seelischen Schwung. Wenn es fehlt, macht sich dieser Mangel schnell bemerkbar. Vor allem in der Zeit nach der Geburt schleicht sich bei vielen jungen Müttern ein gravierender Eisenmangel (Anämie) ein, der oft gar nicht bemerkt wird. Ein Grund dafür ist hoher Blutverlust während der Geburt, den der Körper so leicht nicht ausgleichen kann. Wenn Frauen schon vor der Geburt eher wenig Eisen im Blut hatten, macht sich dieser Mangel umso mehr bemerkbar.

Weiter verbreitet als gedacht

Eisenmangel ist weiter verbreitet als gedacht – was nicht selten mit der Ernährung zusammenhängt. Weil Eisen in größeren Mengen in Fleisch und Wurst vorkommt, sind Vegetarierinnen und Veganerinnen häufiger mit diesem Problem konfrontiert. Frauen mit starker Regelblutung neigen ebenfalls zu chronischem Eisenmangel, der sich dann nach der Geburt umso stärker auswirkt. Bei manchen Menschen kann der Körper das Spurenelemnt überdies nicht richtig aufnehmen. Sie nehmen zwar genügend Eisen zu sich, es wird aber zum großen Teil ungenutzt ausgeschieden.

Welche Folgen hat das für junge Mütter?

Eisenmangel lässt sie möglicherweise schlechter schlafen als sonst, sie fühlen sich sehr schlapp, erholen sich kaum von der Geburt. Auch Herzrasen kann ein Symptom sein, nicht selten kommt auch ein seelisches Ungleichgewicht hinzu. Das drückt sich in Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen aus. Leidet eine junge Mutter unter Wochenbett- Depressionen, sollte der Arzt auf jeden Fall zunächst einen Bluttest veranlassen – um sicherzugehen, dass nicht Eisenmangel die Ursache ist.

Eiseninfusionen wirken am schnellsten

Die Behandlung ist recht einfach. In leichteren Fällen verordnet der Arzt Eisentabletten, die den Eisenwert allmählich wieder auf gesunde Höhen anheben. Sind die Symptome stark, und ist der Eisenwert viel zu niedrig (Hb-Wert unter 8), helfen Eiseninfusionen am besten. Sie heben den Eisenwert sofort deutlich an, so dass sich die junge Mutter auch gleich besser fühlt. Nur in seltenen Fällen, wenn der Eisenwert in einem lebensbedrohlich niedrigen Bereich liegt, werden die Mediziner sogar eine Bluttransfusion in Erwägung ziehen.

Infusionen nur beim Spezialisten

Eiseninfusionen können in selteneren Fällen Nebenwirkungen wie Übelkeit bis hin zu gefährlichen Schockzuständen auslösen. Deshalb verabreichen die meisten niedergelassenen Ärzte solche Infusionen nicht in ihrer Praxis. Junge Mütter, die nicht stationär im Krankenhaus behandelt werden, sollten sich an einen Facharzt wenden. In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 50 Zentren, die auf solche Eiseninfusionen spezialisiert sind. Auch so mancher Frauenarzt traut sich diese Therapie zu.

Radfahren

Mobil auf zwei Rädern

Fit bleiben – das ist auch für Schwangere und junge Mütter wichtig. Radfahren eignet sich gut dafür, wenn man einige Einschränkungen beachtet.

Nur noch bequem auf dem Sofa zu liegen, das tut auch Schwangeren nicht gut. Sie brauchen Bewegung, denn sie sollten möglichst fit sein vor allem bei der Geburt. Wer ein Fahrrad zu Hause stehen hat, sollte sich daher mindestens zweimal wöchentlich in den Sattel schwingen und eine größere Runde drehen.

Auch die täglichen Besorgungen und Besuche lassen sich prima und klimaneutral mit dem Rad erledigen. Das trainiert den Kreislauf, fördert die Durchblutung vor allem auch in den Beinen, die im späteren Verlauf der Schwangerschaft zu Krampfadern neigen. Auch Rückenbeschwerden lassen nach, der Schlaf wird fester und tiefer, die Stimmung steigt, und die zähe Müdigkeit verfliegt. Viel Bewegung kann sogar einem Schwangerschafts-Diabetes entgegenwirken.

Nicht zu sehr anstrengen

Allerdings sollten sich Schwangere dabei nicht überfordern. Waren sie vorher sehr sportlich und leistungsorientiert, sollten sie nun nicht versuchen, dieses Level zu halten. Also einen Gang zurückschalten und gemächlicher in die Pedale treten. Vor allem im späteren Verlauf der Schwangerschaft, wenn der Bauch schon recht groß ist, leidet meist der Gleichgewichtssinn.

Frauen stehen dann nicht mehr so sicher und radeln oft auch etwas wackeliger als sonst. Deshalb Strecken bevorzugen, die nicht stark befahren sind, etwa ruhige Radwege oder Waldwege. Auch einen Blick auf den Untergrund werfen. Ist der Weg sehr holprig? Dann besser umdrehen und eine andere Strecke wählen. Denn größere und häufige Erschütterungen sind nicht gut fürs Ungeborene.

Tut auch der Psyche gut

Nach der Geburt ist erst mal Erholung wichtig. Also nichts unternehmen, was einen überfordert. Aber sobald sich die junge Mutter wieder gut fühlt, sollte sie auch ein wenig trainieren. Radeln ist eine ideale Therapie, um schneller wieder fit zu werden und den Körper zu straffen. Nach der Geburt sind die Bindegewebe und Bänder noch schlaff. Das ändert sich rasch durch regelmäßiges Radfahren.

Wer mag und die Zeit dafür hat, kann sich gern jeden Tag aufschwingen und nach Herzenslust herumsausen. Das tut auch der Psyche sehr gut. Ist der Partner oder ein anderer Erwachsener daheim und passt auf das Baby auf, sollte jede Frau diese Möglichkeit zu einer Auszeit nutzen – und vielleicht gemeinsam mit einer Freundin die Umgebung erkunden. Denn zu zweit macht das Radeln noch mehr Freude.

Erst den Arzt fragen

Wenn der Arzt etwa wegen Blutungen von anstrengenden Tätigkeiten abrät, gilt dies auch fürs Radeln. Dann das Rad nicht benutzen. Auch bei hohem Blutdruck, Übelkeit und Schwindelanfällen erst den Arzt fragen, ob er diese Art der Fortbewegung gutheißt. Wer sich auf dem Rad nicht wohl und sicher fühlt, sollte es besser stehen lassen.

Dreimonts-Koliken

Wenn das Bäuchlein kneift

Was tun bei Dreimonats-Koliken?

Babys, die viel schreien und weinen, leiden häufig unter Bauchweh. Mehr über die möglichen Ursachen dieser Beschwerden.

Morgens liegt es noch friedlich und fröhlich in seiner Wiege, aber später am Tag ändert sich das: Mit rotem Kopf weint und schreit das Baby, zieht die Beinchen immer wieder an, die Bauchdecke ist gespannt, und viele kleine Pupser entweichen durch die Windel. Dies sind klassische Anzeichen für Dreimonats- Koliken. Bis heute ist nicht restlos geklärt, wie es zu diesen schmerzhaften Blähungen kommt. Liegt es an der Milch? Studien zeigen, dass gestillte Babys seltener unter solchen Koliken leiden als Babys, die mit Fläschchennahrung gefüttert werden. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass Magen und Darmd es Säuglings noch nicht so gut mit künstlich hergestellter Milch zurechtkommen, weil ihnen bestimmte Verdauungsenzyme fehlen. Der gesamte Verdauungstrakt ist in den ersten Monaten noch nicht ausgereift. Das ändert sich erst nach den ersten drei Lebensmonaten. Dann hören die Koliken meist von allein auf.

Zuviel Luft geschluckt?

Allerdings ist dies nur eine Theorie, wenn auch eine naheliegende. Eine weitere Erklärung könnte sein, dass Babys beim Schreien viel Luft schlucken und sich deshalb der Bauch aufbläht. Dann liegt die eigentliche Ursache nicht im Magen- Darmtrakt. Das Baby schreit aus anderen Gründen, etwa weil es überreizt ist oder zu wenig Schlaf bekommen hat. Vielleicht ist es auch sehr sensibel und reagiert stark auf Geräusche oder Änderungen im Tagesablauf. Wie auch immer – für die Eltern bricht mit solchen Problemen oft eine schwere Zeit an. Denn die Schmerzen und das Schreien können sich bis tief in die Nacht hinziehen und Mama und Papa den Schlaf rauben. Eine echte Nervenprobe.

Was kann ich dagegen tun? Dem Baby als erstes mehr Ruhe gönnen. Es sollte auch tagsüber genügend Gelegenheit haben, in vertrauter Umgebung zu schlafen. Denn ausgeruhte Babys sind entspannter und neigen weniger zu Blähungen. Der gewohnte Tag- und Nachtrhythmus sollte weitestgehend beibehalten werden. Das gibt dem Säugling mehr Sicherheit, was ihn zusätzlich entlastet. Auf jeden Fall auch zum Arzt gehen, wenn die Beschwerden über mehrere Tage oder länger anhalten. Denn manchmal ist eine Allergie der Grund für die Blähungen. Eher selten kann es sogar sein, dass sich eine chronische Magen-Darm-Erkrankung dahinter verbirgt. Beim Stillen und Fläschengeben außerdem darauf achten, dass das Baby nicht zuviel Luft schluckt. Manchmal hilft es, den Säugling anders anzulegen, damit er zum Beispiel müheloser mit dem Mund an die Brust kommt. Spezielle Anti-Kolik-Fläschchen sorgen beim Trinken von Ersatznahrung dafür, dass weniger Luft mit einsaugt wird.

Fingergriff bei Blähungen

Eine sanfte Bäuchleinmassage kann ebenfalls helfen. Dabei mit zwei Fingern sachte und im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum massieren. Das sorgt häufig für Entspannung. Babys lieben es auch zu kuscheln. Deshalb ruhig mal daneben legen und den Säugling sanft in den Arm nehmen, vielleicht dazu eine Melodie summen oder leise mit ihm sprechen. Der sogenannte Fliegergriff hat sich bei Blähungen ebenfalls bewährt: Hierzu das Baby bäuchlings auf den Unterarm legen und es mit der anderen Hand gut, aber vorsichtig festhalten.

Vorher am besten auf einer weichen Unterlage in die Hocke gehen – nur zur Sicherheit, falls das Baby mal wegrutscht. Den Kopf stützen und nun sachte hin- und herwiegen. Das bringt fast immer mehr Ruhe ins Bäuchlein. Nicht zuletzt: ruhig und gelassen bleiben. Sind Eltern nervös und gereizt, überträgt sich das aufs Baby. Selbst wenn man innerlich angespannt und übermüdet ist, lohnt es sich unbedingt, das vor dem Kind nicht zu zeigen …

Übeltäter Milchzucker

In seltenen Fällen leidet der Säugling unter einer sogenannten Laktose-Intoleranz. Er verträgt dann den Milchzucker in der Mutter- oder Ersatzmilch nicht. Das äußert sich in ständigen Durchfällen und starken Blähungen. Bei Verdacht auf diese Störung sind Tests nötig, um die Diagnose zu sichern. Die Lösung: Ersatzmilch ohne Milchzucker.

Bei manchen Babys ist nicht der Milchzucker, sondern das Eiweiß in der Milch schuld an den Verdauungsstörungen. Das betrifft aber fast ausschließlich Kinder, die mit Bestandteilen aus Kuhmilch ernährt werden. Auch hier sind zunächst Untersuchungen angezeigt, die Klarheit über die Ursache verschaffen. Bei einer nachgewiesenen Kuhmilch-Allergie kann das Kind mit einer speziellen Ersatzmilch gefüttert werden, die keine Beschwerden auslöst.

Bei diesen Symptomen zum Arzt gehen

Wenn das Kind Fieber hat, kann hinter den Blähungen auch etwas anderes stecken. Dann rasch zum Arzt. Das gilt auch, falls sich schaumige Durchfälle einstellen oder der Stuhl sehr hart ist. Nimmt das Baby kaum an Gewicht zu und will nicht trinken, sollte sich dies ebenfalls der Arzt anschauen.

Auch interessant: Dreimonats-Koliken – Das beruhigt Ihr Baby

Der erste Zahn

Der erste Zahn!

Das Ende des zahnlosen Lächelns: Nach den ersten sechs Lebensmonaten zeigt sich das erste kleine Zahn.

Die ersten Zähne sind schon da, sogar die bleibenden Zähne stecken bereits tief im Kiefer. Alles ist startklar bei der Geburt. Aber es dauert noch einige Monate, bis sich das erste Milchzähnchen zeigt. Langsam schiebt es sich heraus, bald folgt das zweite und so weiter Die mittleren unteren Schneidezähne machen meist den Anfang. Dann folgen die oberen Schneidezähne und im Anschluss deren direkte Nachbarn. Wie es dann weitergeht, ist bei jedem Kind unterschiedlich. Mit zwei bis drei Jahren sind alle Milchzähne vorhanden, insgesamt 20 Stück.

Gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch

Leider ist das Zahnen nicht immer schmerzfrei. Obwohl die meisten Kinder kaum Probleme haben, wenn die Milchzähne durchbrechen, kann es im Einzelfall doch sehr wehtun. Das Kind fasst sich möglicherweise an den Mund oder steckt einen Finger hinein. Es weint vor allem nachts, gelegentlich schreit es auch auf – wenn ein Zahn auf einmal „durchstößt“ und dabei die dünne Haut darüber verletzt. Ein häufiges Symptom des Zahnens ist auch ein verstärkter Speichelfluss, gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch.

Wie kann ich meinem Kind helfen?

Ein Klassiker ist der Beißring. Kaut das Kind häufig darauf herum, erleichtert es sich damit das Zahnen. Die Haut über dem noch verborgenen Zahn gibt dann leichter nach. Auch andere Dinge, etwa eine Möhre, haben diese Wirkung. Dabei aufpassen, dass das Kind den Gegenstand nicht versehentlich verschlucken kann. Wenn das Kind es zulässt, kann man das Zahnfleisch auch vorsichtig mit der Fingerkuppe massieren oder dafür eine Zahnbürste mit Noppen nehmen. Ein kalter Schnuller aus dem Kühlschrank sorgt durch den leicht betäubenden Effekt ebenfalls für Linderung.

Treue Begleiter in den ersten Jahren

Die Milchzähne sitzen nicht sonderlich fest im Mund, sie haben nur kleine Wurzeln. Trotzdem halten sie in den ersten Lebensjahren tapfer durch. Erst ab etwa dem sechsten Lebensjahr haben sie ihre Aufgaben allmählich erfüllt. Ihre Wurzeln lösen sich langsam auf, so dass die bleibenden Zähne sie wegdrücken können. Die Milchzähne fallen einer nach dem anderen aus. Dieser Prozess kann sich über Jahre hinziehen.

Mehr zum Thema Zähne: So entsteht Zahnkaries bei Milchzähnen

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Vorsicht, Hitzestau!

Hohe Temperaturen können Babys sehr zu schaffen machen: Sie können ihre Körpertemperatur, insbesondere die Schweißproduktion, nur unzureichend  selbst regulieren und neigen  von daher  zu Hitzestaus, weil sie oft auch zu warm angezogen sind. „Dass man bei 35 Grad Celsius das Kind nicht in der Mittagsonne im Freien liegen lassen soll, sondern Schatten aufsucht, sollte klar sein“, sagt Profesor Dr. Jens Möller, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Saarbrücken. Bei Temperaturen über 30 Grad kühlt das Baby nicht aus. Deshalb ist es  oft eine gute Lösung, den Säugling nur mit Windeln auf einer Decke im Schatten zu lagern.

Mehr trinken als sonst

Für Erwachsene und Kinder gilt: ausreichend trinken! Am besten eignen sich Wasser oder stark verdünnte Fruchtsäfte. Wenn ein Baby noch gestillt wird, wird es häufiger trinken wollen. Erst wenn das Baby Beikost erhält, sollte es zusätzlich Wasser oder ungesüßte Tees bekommen.
„Neben der größeren Gefahr des Austrocknens haben Kinder alle Probleme wie Erwachsene“, so der Mediziner. Mögliche Folgen von zu großer Hitze für den Organismus können Sonnenstich, Hitzeerschöpfung, Hitzekollaps, Hitzeschlag und Hitzekrampf sein. „Achten Sie auf Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Schläfrigkeit beim Kind. Sie können auf einen Sonnenstich deuten“, so Professor Möller.

Die schwerste Form der Hitzeerkrankungen ist der Hitzschlag, bei dem die Körpertemperatur über 40 Grad Celsius ansteigen kann. Mögliche Symptome sind Desorientierung, Kopfschmerzen und Übelkeit, schneller Puls und eine heiße, trockene Haut. Das Kind dann mit leicht erhöhtem Oberkörper lagern und den Kopf mit feuchten Umschlägen kühlen. Wenn innerhalb von zehn Minuten keine Besserung eintritt, sollte ein Arzt verständigt werden.

Mit folgenden Tipps  lässt sich die sommerliche Hitze für Kinder besser ertragen:

  • Nachts und am frühen Morgen die Wohnung beziehungsweise das Kinderzimmer gut durchlüften. Tagsüber die Räume verdunkeln.
  • Kinder stündlich zum Trinken animieren.
  • Vor der Sonne durch entsprechende Sonnenschutzprodukte, Sonnenhut und Sonnenbrille schützen.
  • Zum Schlafen reicht im Sommer ein kurzärmeliger Baumwollbody und ein dünner Schlafsack.
  • Wichtig ist auch die richtige Kleidung: Natürliche Stoffe wie Baumwolle, sind ideal, da sie die Haut genügend atmen lassen. Nackt zu strampeln ist Genuss und nicht Qual für Babys!
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Richtig Fieber messen

Die Technik bei Fieberthermometern entwickelt sich immer weiter. Doch zeigte eine dänische Studie, dass für Kinder die rektale Messung, d.h. am Darmausgang, mit einem digitalen Fieberthermometer immer noch am exaktesten ist.

„Die meisten digitalen Thermometer können die Temperatur unter dem Arm, im Mund oder im After messen. Unter den Achselhöhlen ist die Messung am wenigsten exakt und deshalb nicht zu empfehlen. Wollen Eltern das Fieber im Mund messen, kann dies für kleinere Kinder eine Herausforderung darstellen. Sie dürfen für ein paar Minuten nur durch die Nase atmen, den Mund nicht öffnen und auch nicht auf das Thermometer beißen. Da das Fieberthermometer unter der Zunge weit nach hinten in den Mund geschoben werden soll, kann dies bei einigen Kindern evtl. einen Würgereiz auslösen. Vor der Prozedur sollte das Kind mindestens 15 Minuten nichts gegessen oder getrunken haben“, beschreibt Dr. Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) das Vorgehen bei digitalen Fieberthermometern.

Stirnthermometer sind weniger genau

Ohrthermometer und Stirnthermometer arbeiten mit Infrarotsensor, da bei fieberhaften Temperaturen mehr Infrarot-Strahlung vom Körper abgegeben wird. Ein Baby sollte für die Anwendung des ersteren mindestens ein halbes Jahr alt sein, da bei kleineren Kindern der Gehörgang zu klein ist. Auch Stirnthermometer arbeiten mit Infrarot. Der dänischen Studie zufolge geben diese Geräte allerdings nicht so exakt das Fieber wieder wie ein digitales Fieberthermometer am After. „Schmieren Sie die Spitze des Thermometers mit Vaseline ein, damit das Thermometer besser gleitet. Legen Sie Ihr Baby auf den Rücken, heben Sie die Oberschenkel an und führen Sie das Thermometer 1,3 bis 2,5 Zentimeter in den Enddarm ein. Bei Widerstand stoppen Sie sofort. Halten Sie das Thermometer locker in seiner Position, bis der Signalton kommt. Lassen Sie Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt, während Sie seine Temperatur messen. Reinigen Sie die Spitze des Thermometers vor und nach jedem Gebrauch mit Alkohol oder Seife und lauwarmem Wasser, und spülen Sie es anschließend ab“, rät Dr. Fegeler.

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Babys kurz auf den Bauch drehen

 

Amerikanische Forscher belegen in einer Übersichtsarbeit, dass ein Baby im Wachzustand auch einmal auf dem Bauch liegen sollte. Dies fördert seine grobmotorischen Fähigkeiten und insbesondere die Nackenmuskulatur und beugt einer Kopfverformung durch die Rückenlage vor.

Wenn Säuglinge im Alter von 1 bis 3 Monaten beginnen, ihre Nackenkontrolle zu entwickeln, können sie im Wachzustand – in Absprache mit dem Kinder- und Jugendarzt und unter der ständigen Aufsicht der Eltern – für kurze Zeit auf dem Bauch liegen. Dies trainiert unter anderem die Muskeln, die das Baby später zum Umdrehen, Sitzen und Krabbeln braucht. „Im Alter von 4 bis 7 Monaten können die meisten Säuglinge sich schon umdrehen. Dann stärkt die Bauchlage die Arm-, Brust- und Nackenmuskulatur, wenn sie sich mit den Armen nach oben drücken, um mehr zu sehen“, erläutert Dr. Herman Josef Kahl, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Erst auf die Brust legen

Anfangs können Mutter oder Vater ihr Kind einige Male mit dem Bauch nach unten auf ihre/seine Brust legen. Hat sich das Baby an diese Position gewöhnt, kann es versuchsweise auf einer Decke auf den Boden liegen. „Lassen Sie Ihr Kind erst einmal nur kurz auf dem Bauch liegen – je nachdem, wie wohl sich das Baby fühlt, etwa drei bis fünf Minuten. Schrittweise kann die Zeit erhöht werden und das Baby kann auch mehrmals am Tag kurz bäuchlings hingelegt werden. Bis zum Alter von drei Monaten kann ein Baby täglich insgesamt etwa bis zu einer Stunde auf dem Bauch liegen. Im Schlaf sollte das Kind unbedingt auf dem Rücken liegen“, so Dr. Kahl.

In den ersten Monaten haben Babys noch keine Kontrolle über ihre Kopfbewegungen und können die Muskeln im Nacken nicht richtig anspannen. In der Bauchlage lernen sie schneller, unter anderem ihre Nackenmuskeln anzuspannen und so zu stärken.

Kopfgneis

Hautprobleme schnell gelöst

Manche Babys entwickeln schon früh schorfige, gelbliche oder entzündliche Stellen am Kopf und im Gesicht. Was dahinter steckt und wie es sich behandeln lässt.

Wenn Eltern über Milchschorf reden, den ihr Baby angeblich hat, meinen sie in den meisten Fällen etwas anderes: nämlich Kopfgneis. Diese harmlose Hautstörung zeigt sich in Schuppenbildung auf der Kopfhaut und einer gelblichen oder rötlichen Kruste. Der Ausschlag juckt nicht und ist daher fürs Kind auch nicht störend. Nur Mama und Papa finden ihn nicht schön und würden ihn gern wegbekommen. Das ist aber gar nicht so einfach. Und Versuche, die Schuppen abzuzupfen, sollte man besser lassen. Dann können sich Wunden bilden und in der Folge Entzündungen.

Kopfgneis tritt oft schon im ersten Lebensmonat auf und heilt von selbst wieder ab. Das kann nach Wochen geschehen oder ein paar Monate dauern. Was sinnvoll ist: Nach dem Baden Babyöl auf die dann weichen Schuppen geben und über Nacht einwirken lassen. Dann fallen die Schuppen oft ab oder lassen sich leicht entfernen, ohne dass die Haut darunter geschädigt wird.

Milchschorf kann ähnlich aussehen.

Auch bei dieser Hautstörung bilden sich Schuppen und entstehen gelbliche Areale am Kopf und nicht selten auch auf den Wangen. Es kommt dabei häufig zusätzlich zu Entzündungen oder Reizungen, die betroffenen Hautstellen jucken und stressen das Baby. Milchschorf wird von Fachleuten als eine Frühform der Hautkrankheit Neurodermits angesehen. Er tritt oft ab dem dritten Lebensmonat auf und heilt mit Glück wieder ab. Dafür gibt es aber keine Gewähr.

Wenn das Kind dauernd versucht, sich dort zu kratzen und sichtbar unter den Ausschlägen leidet, sollte unbedingt ein Kinder- oder Hautarzt hinzugezogen werden. Er leitet dann eine Behandlung der Symptome ein. Echter Milchschorf ist im Gegensatz zum Kopfgneis eher selten. Die Ursache liegt im Immunsystem, das fehlgeleitet ist und übertriebene Abwehrreaktionen produziert (sogenannte Autoimmun-Erkrankung).

Zeigen sich Pickelchen auf der Haut, handelt es sich wahrscheinlich um Babyakne.

Sie kann schon wenige Tage nach der Geburt auftreten und ist kein Grund zur Sorge. Die Ursache dieser Akne ist wie später in der Pubertät eine Hormonumstellung, wodurch sich die Talgdrüsen in der Haut entzünden. Eine Babyakne tritt bevorzugt im Gesicht auf, kann sich aber auch an anderer Stelle zeigen. Sie verschwindet nach wenigen Wochen wieder und hinterlässt keine Narben oder sonstige Hautschäden. Behandeln lässt sie sich allerdings auch nicht eben gut. Die Eltern sollten am besten einfach abwarten, bis es vorbei ist. Übertriebene Hautpflege schadet mehr, als sie hilft.