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Hendrik_Schwarzin

Tipps bei Neurodermitis

Entzündete Hautstellen und ein fast ständiger Juckreiz: Die häufigsten Symptome der Neurodermitis sind quälend und treffen ausgerechnet Babys und Kleinkinder besonders häufig. Die Hauterkrankung beeinträchtigt den Alltag der Familien enorm und sollte daher so früh und so wirksam wie möglich behandelt werden. Dabei gilt es einiges zu beachten.

Neurodermitis früh erkennen

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die in Schüben verläuft. Erste Symptome zeigen sich oft schon in den ersten Lebensmonaten. Bei Säuglingen und Kleinkindern bis zum Ende des zweiten Lebensjahres treten die juckenden Hautveränderungen vor allem im Gesicht auf, aber auch an Oberkopf, Nacken, Rumpf und den Außenseiten der Arme und Beine. Im Vordergrund der Erkrankung steht der sehr starke Juckreiz, der die Kinder nicht zur Ruhe kommen lässt. Daher ist es wichtig, dass Eltern schon beim ersten Verdacht auf Neurodermitis einen auf Hautkrankheiten spezialisierten Kinderarzt  oder Hautarzt aufsuchen und eine angemessene Behandlung beginnen.

Wichtig ist das tägliche Eincremen mit einer pflegenden Basistherapie, um den Mangel an Fett und Feuchtigkeit auszugleichen. Im Fall eines Ekzemschubs muss zusätzlich eine antientzündliche Behandlung erfolgen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Haut bis ins Kleinkindalter hinein noch besonders dünn, empfindlich und somit anfällig für Nebenwirkungen ist. Daher werden Mittel mit Kortison, die beim akuten Schub sehr wirksam sind, vor allem bei sehr jungen Patienten nur in den ersten Tagen eingesetzt. Zur Weiterbehandlung empfehlen Ärzte so genannte Calcineurininhibitoren. Diese hemmen die Entzündung gezielt. und dürfen auch über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden.

Eine Neurodermitis ist unberechenbar und kann immer wieder aufflammen. Die bekanntesten Auslöser für einen Schub sind Zigarettenrauch, Allergene, extreme Temperaturen, kratzende Kleidung und Stress. Praktische Tipps sowie Informationen zur Behandlung der Neurodermitis enthält die Broschüre „Neurodermitis – Grundlagen für eine erfolgreiche Behandlung“. Sie wurde mit finanzieller Unterstützung der LEO Pharma GmbH realisiert und kann kostenfrei postalisch oder im Internet angefordert werden: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-neurodermitis-therapie.de.

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Vorsicht bei zu niedriger Körpertemperatur

Eltern sollten den Kinder- und Jugendarzt aufsuchen, wenn ihr Baby eine niedrigere Temperatur hat, die nicht ansteigt, auch nachdem sie das Kind wärmer angezogen haben oder die Raumtemperatur erhöht haben. „Neben einer kalten Umgebung können auch Stoffwechselprobleme wie Unterzuckerung, oder Atemnot zu einer erniedrigten Körpertemperatur führen“, sagt Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). In sehr seltenen Fällen können schwerwiegende Infektionen von einer sinkenden Körpertemperatur begleitet sein, wie eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Blutvergiftung (Sepsis). Diese Krankheiten können bei Säuglingen manchmal Fieber verursachen, in anderen Fällen führen sie gelegentlich aber auch zu einer erniedrigten Körpertemperatur. Sowohl Meningitis als auch Sepsis sind schwere, lebensbedrohliche Infektionen. „Eltern sollten sofort medizinische Hilfe holen, wenn ihr Baby eine zu niedrige oder hohe Körpertemperatur mit einer blassen, feuchten, fleckigen Haut und eventuell mit einem Hautausschlag entwickelt, sich das Baby schlecht füttern lässt, lethargisch wirkt, schnell atmet sowie kalte Hände und Füße hat“, warnt Dr. Niehaus.

Je jünger ein Kind, desto geringer ist seine Fähigkeit, seine Körpertemperatur zu regulieren

Neugeborene und insbesondere Frühgeborene reagieren besonders empfindlich auf Kälte. Ein entkleidetes Neugeborenes bei 23°C Zimmertemperatur entspricht einem entkleideten Erwachsenen bei 1°C. Säuglinge haben eine relativ große Körperoberfläche im Verhältnis zur Körpermasse. Sie besitzen wenig Unterhautfettgewebe, das isolierend wirkt, und sie können noch nicht richtig zittern, um Wärme zu erzeugen. Die sogenannte Thermoregulation verbessert sich zwar schnell in den ersten Lebensmonaten, aber Babys kühlen immer noch schneller aus als ältere Kinder oder Erwachsene.

„Eltern messen bei Auffälligkeiten am besten mehrmals über den Tag verteilt die Temperatur bei ihrem gesunden Baby. Dabei sollten sie immer die gleiche Methode wählen. Am exaktesten ist die rektale Temperaturmessung, das heißt über den Darmausgang. So bekommen Eltern ein Gefühl für die Körpertemperatur ihres Kindes“, empfiehlt Dr. Niehaus. Dabei können Eltern auch feststellen, dass je nach Aktivität (Bewegung lässt Temperatur steigen), Umgebungstemperatur und Tageszeit die Körpertemperatur um bis zu 0,5° C schwanken kann, wobei die Temperatur am Abend höher ist als am Morgen.

Abwehr stärken

Das fördert die Abwehrkräfte

Mamas Antikörper schützen das Neugeborene vor Krankheiten. Schnell aber bildet sich beim Baby ein eigenes Immunsystem. Wie es gestärkt werden kann.

Rosig und propper liegt es in seinem Bettchen: Ein gesundes Baby freut die Eltern, aber eigentlich ist das etwas ganz Natürliches. Denn schon im Mutterleib profitiert das Ungeborene vom Immunsystem seiner Mama, und diesen „Nestschutz“ übernimmt es nach der Geburt. Für einige Monate ist es nun weitgehend sicher vor Krankheitskeimen, denn Mamas Antikörper wehren alle gängigen Erreger ab. Gleichzeitig bildet es rasant ein eigenes Immunsystem aus.

Natürliche Abwehrschwäche

Allerdings kommt es Monate nach der Geburt zu einer Art natürlicher Abwehrschwäche. Denn der Nestschutz der Mutter wirkt nun nicht mehr, die körpereigenen Immunkräfte sind noch nicht auf der Höhe. Tatsächlich dauert es einige Jahre, bis ein kindliches Immunsystem ausgereift ist, sprich: gegen die am häufigsten vorkommenden Keime Antikörper hergestellt hat, die es vor Krankheiten bewahren.

Erreger haben noch leichtes Spiel

Sobald das Baby daher häufiger Kontakt hat etwa zu anderen Kindern wie Geschwistern oder Babys in der Krabbelgruppe, fängt es sich leicht mal einen Schnupfen ein. Auch Magen-Darminfekte, Husten oder Mittelohr-Entzündungen nehmen jetzt zu. Die Erreger haben noch leichtes Spiel, können das Immunsystem ohne Mühe austricksen. Das ist zum Teil von der Natur auch so erwünscht.

Lernen, zu unterscheiden

Eine Studie der Unis Hannover, Münster und Bonn hat gezeigt, dass ein zu starkes Immunsystem fürs Baby gefährlich wäre. Es würde sich dann auf zu viele Keime gleichzeitig stürzen, was schwere Entzündungsreaktionen auslösen könnte. Außerdem müssen die Abwehrkräfte lernen, harmlose von bedrohlichen Keimen zu unterscheiden. Das Immunsystem wird durch dieses Training mit jedem Tag schlauer. Deshalb sollten sich die Eltern keine Sorgen machen, wenn Babys Nase läuft oder andere Infekte auftreten. Schützen können sie es vor den Keimen ohnehin nicht. Das wäre auch nicht gut fürs Kind.

Trainingseffekt

Mediziner raten strikt davon ab, etwa Desinfektionsmittel in der Umgebung des Babys anzuwenden – außer wenn sich wirklich gefährliche Erreger in der Familie ausbreiten. Das Baby von anderen Kindern fernzuhalten, ist ebenfalls keine gute Idee. Denn durch den Kontakt mit anderen Menschen verstärkt sich der Trainingseffekt fürs Immunsystem. Wenn das Kind später in eine Kita kommt, gerät es wiederum mit einer Fülle neuer Keime in Kontakt.

Das führt fast zwangsläufig zu Infektionen, die aber ihren Sinn haben. Auch sie sorgen dafür, dass die Immunkräfte des Kindes immer ausgereifter und schlagkräftiger werden. Kann ich dem Immunschutz meines Babys zusätzlich auf die Sprünge helfen? Ja, über die Ernährung. In den ersten Monaten ist die Muttermilch sehr hilfreich. Sie enthält sogenannte Preobiotika. Das sind Zuckermoleküle, die die Entstehung einer gesunden Darmflora fördern.

Produzenten von Antikörpern

Der Darm gehört zu den wichtigsten Produzenten von Antikörpern. Ab dem sechsten Lebensmonat erhält das Baby außerdem Beikost. Ist sie gesund und ausgewogen, sorgen ihre Vitalstoffe und kräftigenden Substanzen für eine weitere Stärkung der Abwehrkräfte. Außerdem: keine Angst vor kühlen Winden.

Ein Baby oder Kleinkind sollte auch bei schlechterem Wetter vor die Tür kommen. Möglichst einmal am Tag eine Runde mit dem Kinderwagen drehen. Auch die wechselnden Temperaturen draußen sind ein gutes Training gegen Krankheiten.

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Richtig stillen – so geht’s

Stillen bietet für Säuglinge und Mütter viele Vorteile: Mit der Muttermilch erhält das Baby alle wichtigen Nährstoffe in der richtigen Qualität und Menge, die es für eine gesunde Entwicklung braucht.

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, betont: „Muttermilch enthält besondere Abwehr- und Schutzstoffe, die ein Kind vor Krankheiten schützen können. Und sie verhindert auch, dass das Baby überernährt wird. Sie ist zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar, hat immer die richtige Temperatur, ist hygienisch einwandfrei – und dabei kostenlos. Stillen gelingt dann am besten, wenn sich sowohl Mutter als auch Kind dabei wohlfühlen. Mit praktischen Tipps wollen wir Mütter darin bestärken, ihr Kind zu stillen.“

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt folgende Empfehlungen                    zur Stillzeit:

  • Stillende sollten sich anfangs einen ruhigen Ort suchen, an dem sie sich wohl fühlen und sich ganz auf ihr Baby konzentrieren können.
  • Bei allem Neuen sollten sie Vertrauen zu sich und ihren Möglichkeiten als Mutter haben.
  • Mütter sollten sich und ihr Baby als Team für gute gemeinsame Zeiten sehen.
  • Die Unterstützung des Partners oder der Partnerin ist von unschätzbarem Wert.
  • Stillende sollten sich mit anderen Müttern zusammen tun, um sich gegenseitig zu unterstützen, nicht nur beim Stillen.
  • Auch wenn es nicht immer einfach ist – die Mutter sollte zwischendurch auch immer wieder Ruhepausen für sich selbst finden.
  • Eine gesunde und ausgewogene Ernährung der Mutter dient sowohl dem Säugling als auch dem Wohlbefinden der Stillenden.
  • Für die optimale Ernährung des Säuglings wird das ausschließliche Stillen mindestens bis zum Beginn des fünften Lebensmonats empfohlen. Nach Einführung von Beikost sollte parallel weiter gestillt werden, solange Mutter und Kind es wollen.
  • Während der gesamten Stillzeit sind Alkohol und Rauchen schädlich.

Weiterführende Informationen zum Thema Stillen unter
https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/stillen/

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Neue Empfehlungen zur Säuglings-Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlung für die Sechsfachimpfung bei Säuglingen aktualisiert und empfiehlt jetzt das reduzierte „2+1-Impfschema“. Dieses sieht – bei gleich gutem Impfschutz – für die Grundimmunisierung von Säuglingen eine Impfstoffdosis weniger vor als beim bisherigen 3+1 Schema. Die Sechsfach-Impfung schützt gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B.

Mit der Reduktion des Impfschemas verfolgt die STIKO die Ziele, den Impfplan zu vereinfachen, Arzttermine für Säugling und Eltern einzusparen und so die Umsetzung der Sechsfachimpfungen für Ärzte und Eltern zu erleichtern. Die verfügbaren Sechsfachimpfstoffe sind für beide Impfschemata zugelassen.

Um einen sicheren Impfschutz zu vermitteln, ist es bei diesem reduzierten Impfschema besonders wichtig, frühzeitig im Alter von 8 Wochen mit der Impfserie der Grundimmunisierung zu beginnen und die folgenden Impfungen zu den empfohlenen Zeitpunkten im Alter von 4 und 11 Monaten durchzuführen. Für einen zuverlässigen Langzeitschutz soll zwischen der 2. und 3. Impfstoffdosis ein Abstand von mindestens 6 Monate eingehalten werden (daher die Bezeichnung „2+1“). Es wird empfohlen, die Impfserie um den ersten Geburtstag abzuschließen, damit die Kleinkinder auch bei frühem frühem Eintritt in den Kindergarten geschützt sind.

Sehr viel weniger Erkrankungen

Die Grundimmunisierung von Säuglingen hat maßgeblich dazu beigetragen, die Zahl der Erkrankungen massiv zurückzudrängen. Auch bei Pertussis (Keuchhusten) ist ein starker Rückgang zu verzeichnen. Dennoch werden jährlich etwa 450 Pertussisfälle bei ungeimpften oder nicht ausreichend geimpften Säuglingen in Deutschland gemeldet.

Oftmals möchten Eltern ihre jungen Säuglinge aus Sorge vor einer Überforderung des Immunsystems möglichst spät impfen. Sie bedenken dabei nicht, dass gerade diese Erkrankungen im jungen Säuglingsalter besonders gefährlich sind und Impfungen den einzig sicheren Schutz bieten.

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Moderne Impfstoffe sind gut verträglich, schwerwiegende Nebenwirkiungen sehr selten. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Mehrfachimpfstoffe die Immunabwehr überlasten.

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Familienleben in Corona-Zeiten

Wie gelingt der Familienalltag in der aktuellen Coronavirus-Situation? Dieser Frage ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nachgegangen.

Die Sonderauswertung „Familien in der COVID-19 Krisensituation“ zeigt, dass Familien im Allgemeinen gut mit den derzeitigen Gegebenheiten zurechtkommen. Leben jedoch Kinder unter 14 Jahren im Haushalt, wird die Situation als deutlich belastender empfunden als in Familien mit älteren Kindern. Die Befragten äußern einen doppelt so hohen Bedarf an Telefonberatung. Familien, die von psychischen Belastungen wie Angst und Unsicherheiten berichten, bewerten das derzeitige Familienleben signifikant negativer. So fällt es ihnen beispielsweise schwerer, ihre Kinder unter den notwendigen Veränderungen im Alltag zufrieden zu halten.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Die Umfrageergebnisse der Studie zeigen, dass der Alltag in der aktuellen Lebenssituation viele Familien vor große Herausforderungen stellt. Um sie in belastenden Situationen zu unterstützen, bietet das Nationale Zentrum „Frühe Hilfen“ auf seiner Internetseite www.elternsein.info umfangreiche Informationen mit Anregungen und Hinweisen, wo Familien Beratung und Entlastung finden können.“

Das Unterstützungspaket der BZgA umfasst

Hinweise zu Beratungsangeboten, die auch in Zeiten der Kontakteinschränkungen genutzt werden können:
www.elternsein.info/coronazeiten-beratung-jetzt-fuer-eltern

Anregungen und Unterstützungsangebote für Eltern mit so genannten „Schreibabys“:
www.elternsein.info/baby-schreit-viel

Methoden, Ideen und Tipps, die Familien helfen, ihren Alltag zu erleichtern:
www.elternsein.info/ideen-fuer-familien

Darüber hinaus bieten auch weitere BZgA- Informationsseiten Hilfen und Beschäftigungsideen für Kinder zuhause, zum Beispiel unter: www.kinderstarkmachen.de,

Der aktuelle Shutdown, bei dem Schulen und Kitas vorerst weiter geöffnet bleiben, hat allerdings auch für Entlastung in den Familien gesorgt. Mütter und Väter können ihrer Arbeit nachgehen, das Familienleben hat sich normalisiert. Bei Millionen Menschen in Deutschland fehlt es derzeit aber auch am nötigen Geld, etwa weil sie Selbstständige sind und ihre Betriebe wegen Corona geschlossen haben. Auch Kurzarbeiter müssen mit weniger Lohn auskommen. Das hat zumindest längerfristig nachteilige Auswirkungen auf die Kinder.

 

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Spontangeburt im Auto

Eine Geburt ist immer ein einzigartiges, unvergessliches Ereignis. Die Geburt des kleinen Noah allerdings ist etwas ganz Besonderes. Der kleine Mann hatte es besonders eilig: Vor kurzem hat Lisa-Marie-K. aus Cottbus ihr Kind in ihrem Auto zur Welt gebracht. „Ich hatte den ganzen Tag Schmerzen in den Oberschenkeln. Ich hielt sie aber nicht für Wehen, von meiner ersten Entbindung hatte ich da ganz andere Erfahrungen,“, berichtet die 22jährige.

Sie habe dann noch ihren anderthalb jährigen Sohn in die Kita gebracht und sich danach zur Entspannung in die Badewanne gelegt. Doch dort wurden die Schmerzen nicht besser – im Gegenteil. Beim Aussteigen gingen die ersten Presswehen los. Mit Unterstützung ihres Partners und der Schwiegermutter schafft sie es gerade noch bis zum Auto. „Ich habe gerufen ‚Der Kopf kommt, ich spüre das‘. Ich hatte solche Panik, dass ich zur Beruhigung noch ein paar Runden ums Auto gelaufen bin“ erinnert sich Lisa-Marie. Wieder im Auto geht dann alles ganz schnell, die Fruchtblase platzt und nach nur einer Presswehe ist der Kopf da.

Schwiegermutter wurde zur Hebamme

„Da hatte ich mich dann wieder gefasst und habe meiner Schwiegermutter sogar noch Anweisungen gegeben. Durch Zufall hatte ich zwei Tage zuvor ein youtube-Video von genau solch einer Geburt gesehen. Deswegen habe ich zu ihr gesagt, dass sie den Kopf jetzt richtig festhalten muss, da er sehr glitschig und instabil ist“, so die junge Mutter. Nach einer weiteren Presswehe war ihr Sohn dann geboren und schnell in eine Decke eingewickelt. „Ich habe auch überprüft, ob er atmet und wir haben ihn dann schnell auf meine Brust gelegt, damit er meine Körperwärme aufnehmen konnte.“

Den Mitarbeitern des Rettungsdienstes blieb eigentlich nur noch, die Nabelschnur zu durchtrennen und den Säugling in eine spezielle Wärmeschutzhülle zu legen, da er durch die besondere Geburt etwas unterkühlt war. „Eine solche Entbindung ist auch für uns etwas sehr Seltenes. Und an eine Entbindung im Auto kann ich mich überhaupt nicht erinnern“, so der Notarzt Dr. Thomas Lembcke.

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Die richtige Ernährung für werdende Eltern

Werdende Eltern wissen, dass man auf seine Ernährung achten sollte, wenn man sich ein Kind wünscht, doch viele sind sich nicht dessen bewusst, dass sich schlechte Ernährung – sogar vor der Empfängnis – direkt auf das Wachstum und die Entwicklung des Babys auswirken kann. Das ist die wichtigste Erkenntnis einer aktuellen Umfrage.

Während die meisten Menschen weltweit wissen, dass eine ausgewogene Ernährung mit vielen Nährstoffen wichtig ist, sind sich 60 Prozent nicht bewusst, dass sich die Ernährung direkt auf das Wachstum und die Entwicklung des Babys im Mutterleib auswirkt. 75 Prozent der Befragten wussten nicht, dass sich schlechte Ernährung negativ auf die Spermienqualität auswirken kann.

Es ist belegt, dass eine gute Ernährung während der ersten 1.000 Tage des Lebens (beginnend mit der Empfängnis) lebenslang einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben kann. Die Schwangerschaft stellt die Ernährung aber vor einige Herausforderungen, und Studien von Bayer haben gezeigt, dass Frauen nicht immer mit den nötigen Nährstoffen versorgt werden.

Um hier Abhilfe zu schaffen, startet die Firma Bayer eine neue Kampagne, um das Bewusstsein und Verständnis bei Eltern und werdenden Eltern dafür zu stärken, wie wichtig eine gute Ernährung ist, um einem Baby den besten Start ins Leben zu ermöglichen.

Ernährung für eine gesunde Zukunft

„Nourishing the Future“ (Ernährung für eine gesunde Zukunft) ist eines der größten Forschungsprojekte  seiner Art. In zehn Ländern wurden 8.500 Frauen (70 Prozent) und Männer (30 Prozent) im gebärfähigen bzw. zeugungsfähigen Alter befragt. Zu den untersuchten Themen gehörten das Verständnis für die Bedeutung der Ernährung von der Empfängnis über die Geburt hinaus bis zur Stillzeit, die Rolle von Nahrungsergänzungsmitteln während der Schwangerschaft, der Geburt und den ersten Tagen des Lebens sowie unterschiedliche Ansichten – und ein unterschiedliches Maß an Wissen – bezüglich der Ernährung.

Während die meisten Teilnehmer der Studie wussten, dass spezielle Nährstoffe im Rahmen ihrer Ernährung nützlich sind, wenn sie Eltern werden möchten (von 59 Prozent während der Empfängnis über 73 Prozent während der Schwangerschaft und 68 Prozent während der Stillzeit), wussten viele nicht, woher man diese Nährstoffe bekommt oder wofür sie wichtig sind.

 

 

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Was Schrei-Babys helfen kann

Wenn Babys stundenlang schreien, geht das Eltern an die Substanz. Lässt sich das Kind durch nichts und niemanden beruhigen, können sogenannte Regulationsstörungen die Ursache sein. „Die Kinder können sich dann oft nicht selbst zur Ruhe bringen, sich selbst regulieren“, erklärt Kinderärztin Dr. Margret Ziegler, Leiterin der Schreiambulanz des KBO-Kinderzentrums in München. Dieses nicht tröstbare und scheinbar grundlose Schreien beginne meistens um die zweite Lebenswoche und klinge häufig im Alter von drei Monaten wieder ab.

Lange waren die Regulationsstörungen fälschlicherweise unter dem Namen Dreimonatskoliken bekannt. „Weil die Kinder in dieser Zeit auch ein geblähtes Bäuchlein haben und beim Schreien öfters Winde abgehen, dachte man, dass es sich um Koliken handelt“, sagt Ziegler. Heute weiß man: Die Luft im Bauch ist die Folge des Luftschluckens während des Schreiens. Therapien zum Entblähen, Tees oder Massagen helfen daher nicht. Da scheinbar grundloses Weinen in seltenen Fällen eine organische Ursache haben kann, sollte der erste Weg immer zum Kinderarzt führen, wenn das Baby stundenlang schreit.

Selbst zur Ruhe kommen

Babys mit Regulationsstörungen sind meistens mit den Eindrücken aus ihrer Umwelt überfordert – sie nehmen mehr auf, als sie verarbeiten können. Die Eltern kann stundenlanges Schreien an den Rand der Verzweiflung bringen. In Extremfällen schlägt diese Verzweiflung laut Ziegler in Aggressivität um: „Das Wichtigste ist, dass es nicht zum Schütteln kommt.“ Das sei letztlich ein Ziel von Schreiambulanzen. Sobald sich Eltern überfordert fühlen, sollten sie sich der Expertin zufolge Hilfe holen.

Um diese drei Monate etwas gelassener zu überstehen, sei es gut, wenn Eltern selbst wieder lernten, zur Ruhe zu kommen. „Die meisten wissen ja, was sie brauchen, um wieder ein bisschen zu entspannen.“ Musik hören oder ein warmes Bad zum Beispiel. „Wenn die Eltern zur Ruhe kommen, hilft es auch dem Kind, wieder zur Ruhe zu kommen.“

Quelle: Baby und Familie

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Dreimonats-Koliken – Das beruhigt Ihr Baby

Wenn das Kind in den ersten Lebensmonaten unruhig ist und viel schreit, können die sogenannten Dreimonats-Koliken dahinter stecken

Unruhig zappelt das Kind in seinem Bettchen, wimmert und schreit Tag und Nacht.

Das kann Eltern den letzten Nerv rauben. Vor allem aber fragen sie sich: Was ist der Grund dafür? Der Arzt kann nichts Körperliches finden, allenfalls eine angespannte Bauchdecke. Hat das Baby etwa Bauchweh? Fragen kann man es nicht, weshalb die Ursachensuche dann oft so schwierig ist. Neuere Untersuchungen legen den Verdacht nahe, dass die Luft im Bauch oft nicht von Koliken herrührt – sondern davon, dass sich das Baby beim Schreien öfters verschluckt und sich deshalb die Bauchdecke verspannt.

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Die eigentliche Ursache bliebe dann im Dunkeln, denn die Frage, warum das Baby schreit, kann derzeit niemand beantworten. Bei den allermeisten Kindern hört das Wimmern und Schreien nach etwa drei Monaten von selbst auf. Daher die Bezeichnung für diese Störung. Andererseits gibt es Säuglinge, bei denen etwa eine sanfte Streichelmassage des Bauches durchaus hilft. Den Bauch am besten im Uhrzeigersinn massieren. Das Baby beruhigt sich, pupst vielleicht auch, die Bauchdecke wirkt danach viel entspannter.

Fliegergriff

Auch der „Fliegergriff“ hat manchmal eine gute Wirkung: Das Kind mit dem Bauch nach unten auf den Unterarm legen, den Kopf abstützen und sanft hin und herwiegen. Ungeübte sollten dies zunächst nur im Elternbett machen. Falls das Baby durch eine ungeschickte Bewegung herunter plumpst, fällt es weich und tut sich nicht weh. Vielen Eltern hilft es auch, ihr Kind eng am Körper zu tragen, etwa in einem Tuch. Das hat häufig eine sehr beruhigende Wirkung aufs Baby. Durch die Körperwärme von Mama oder Papa kommt es zusätzlich zu einer Entspannung im ganzen Körper, auch in der Bauchgegend. Was könnte noch der Auslöser fürs Bauchweh und/oder die Schreiattacken sein?

Mögliche Eiweißallergie

Möglicherweise verträgt das Kind, wenn es nicht gestillt wird, die angebotene Milch nicht. Eine Eiweißallergie ist dann die Ursache. Das Kind reagiert allergisch auf die in der Milch schwimmenden Bestandteile des Kuh-Eiweißes. Die Lösung: Dem Baby versuchsweise eine Zeitlang eine sogenannte hypoallergene Milch zu trinken geben. In dieser Milch sind die Eiweiße so fein aufgespalten, dass der Körper sie nicht als Fremdstoffe erkennt. Dann verschwinden auch die Blähungen und Bauchschmerzen. Nach einigen Tagen müsste der Effekt schon deutlich spürbar sein. Das Kind wird ruhiger, schreit weniger, die Bauchdecke ist nicht mehr so gespannt. Glück gehabt: Die Ursache der Koliken ist entlarvt und beseitigt.

Schreiambulanz für Eltern in Not

Wenn die Eltern durch das Schreien chronisch überlastet sind und gar nicht mehr weiter wissen, können sie mit ihrem Baby zu einer sogenannten Schreiambulanz gehen. Diese Ambulanzen gibt es in ganz Deutschland, vorwiegend in größeren Städten. Hier stehen ihnen Experten für dieses Problem zur Verfügung, die mit ihrem Wissen und praktischen Tipps das Schreiproblem zumindest lindern können. Am einfachsten ist die Suche nach einer Schreiambulanz im Internet, etwa unter www.elternsein.info/suche-schreiambulanzen/