Category : News

65892_web_R_K_B_by_Webwebwebber_pixelio.de

Kurse online buchen

In Deutschland gibt es mehr als 10.000 Anbieter, die sich auf Kurse rund um den Nachwuchs spezialisiert haben: Babyschwimmen, Geburtsvorbereitung, musikalische Früherziehung und viele mehr.
Für Eltern ist es schwer, den richtigen Kurs zu finden. Ebenso ist es nahezu unmöglich zu erkennen, wie gut der Kurs ist. Hinzu kommen auch bei vielen Vereinen aufwändige Buchungs- und Bezahlprozesse, einzelne Kurse werden nicht online aufgeführt oder sind schlecht erklärt.
Das soll sich nun ändern.

Vor fast einem Jahr entstand die Idee für das Startup kikudoo aus Schleswig-Holstein. Gründer Julius Timtschenko wurde Zeuge, wie seine Frau vergeblich versuchte, einen Schwimmkurs für deren damals zweijährige Tochter Mia zu buchen. „Wir wussten einfach nicht, wann die nächsten Kurse eingestellt werden. Und so war er immer bereits ausgebucht, wenn wir es versucht hatten. Dann haben wir einen Tipp für den nächsten Kurs bekommen und die Buchung nachts um eins abgeschlossen.“ Dann die Ernüchterung: Der Kursanbieter schickte eine falsche Buchungsbestätigung, Telefonisch war er nicht erreichbar und die Bezahlung zum Schluss umständlich.

Kurse buchen. Kurse verwalten. An einem Ort. Online.

So wie Julius ergeht es zahlreichen Eltern jeden Tag. Angebote für Kinderkurse müssen sie auf vielen Wegen suchen: über Freunde, Webseiten oder Flyer. Einen Kurs dann zu buchen ist ebenso kompliziert, wie eine einfache und schnelle Bezahlung durchzuführen. Der Unternehmensberater tat sich mit dem Projektleiter Clemens Gerbaulet und dem Programmierer Ivo Strugar zusammen, und gemeinsam gründeten Sie ein Unternehmen.

Die drei Väter schafften eine Plattform, auf der Kursanbieter ihre Kurse verwalten und Eltern ihr Kind anmelden und den Kurs bezahlen können. Am 5. August 2019 ging kikudoo online. Die ersten Kursanbieter haben sich bereits angemeldet. Kristin Algermissen aus Oberhausen ist eine von ihnen. Sie sagt: „Hier kann ich meine Wobbelkurse professionell verwalten und anbieten.“

Weitere Informationen finden Sie unter www.kikudoo.com.

737678_web_R_by_Alexandra H._pixelio.de

Mütter stillen zu wenig

Direkt nach der Geburt beginnen etwa 90 Prozent der Mütter mit dem Füttern an der Brust. Nach zwei Monaten werden noch 70 Prozent der Säuglinge gestillt. Nach sechs Monaten sind es nur noch zwischen 40 und 50 Prozent. „Je jünger und sozial benachteiligter die Mutter ist, desto geringer ist die Stillquote, sagt Dr. med. Gabriela Stammer, Gynäkologin aus Wennigsen anlässlich der Weltstillwoche vom 30.9. bis 6.10.2019.

Einen häufigen Grund für das zeitige Abstillen sieht Katharina Desery von der Elterninitiative Mother Hood e. V. in der fehlenden Begleitung der Mütter nach der Geburt und in den ersten Wochen. „Mütter erhalten innerhalb der ersten entscheidenden Minuten im Kreißsaal und auf der Wochenbett-Station meist zu wenig Unterstützung vom Klinikpersonal.“ Sie seien oft auf sich alleine gestellt. Dann geben sie auch unter dem Druck nach, das Gewicht des Säuglings halten zu müssen, und stimmen der Fütterung durch künstliche Säuglingsnahrung zu. Darüber hinaus begünstigen mangelnde Still-Kenntnisse, falsches Anlegen und daraus entstehende Entzündungen der Brustwarzen das zeitige Abstillen.

Stillberatung vor der Geburt

Frauen sollten daher bereits vor der Geburt eine ausführliche Stillberatung erhalten, so Desery. Dabei müssen sie durch Frauenarzt, Hebamme, Klinik, Kinderarzt und ihr sozialen Umfeld informiert und unterstützt werden. „Stillberatung gehört zu den Aufgaben der Hebammen. Damit Stillberatung aber effektiv ist, muss sie auch von den andern Fachberufen geleistet werden“, sagt Jutta Eichenauer, Hebamme und 1. Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg. Ein möglicher Grund, weshalb die Beratung oft zu kurz kommt: „In der Hebammenarbeit wird die Stillberatung vergütet, beim Frauen- und Kinderarzt jedoch nicht.“ Habe die Mutter keine Hebamme – wie das heute leider allzu oft der Fall ist –, bleibe ihr eine solche Beratung meist vorenthalten.

Über die Muttermilch erhält der Säugling alles, was er zum Leben braucht. Darüber hinaus enthält Muttermilch Abwehrstoffe, die in der ersten Zeit seines Lebens das Immunsystem stärken. Das bewahrt das Baby vor Infektionen.

walnüsse Archiv

Nüsse helfen Schwangeren

Eine mediterrane Ernährung mit einem hohen Gehalt an guten ungesättigten Fetten, die in Nahrungsmitteln wie Walnüssen oder nativem Olivenöl enthalten sind, verringert das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Der gesundheitliche Vorteil dieser Ernährung wirkt sich offenbar auch bei Schwangeren aus. An der englischen Studie nahmen 1.252 werdende Mütter mit Risikofaktoren wie Übergewicht und Bluthochdruck teil. Die Frauen erhielten zusätzlich Folsäure und Vitamin D und wurden nach dem Zufallsprinzip entweder der Gruppe mit mediterraner Ernährung oder einer Kontrollgruppe zugeteilt.

Jeden Tag eine Portion Nüsse

Die Frauen, die sich mediterran ernährten, nahmen jeden Tag eine Portion Nüsse zu sich (30 g pro Tag: 15 g Walnüsse, 7,5 g Mandeln, 7,5 g Haselnüsse) und verwendeten zum Kochen hauptsächlich natives Olivenöl (0,5 l pro Woche). Darüber hinaus lag der Schwerpunkt der Ernährung auf Obst, Gemüse, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten, mäßigem bis hohem Verzehr von Fisch, geringem bis mäßigem Verzehr von Geflügel und Milchprodukten, geringem Verzehr von rotem Fleisch und Wurst und der Vermeidung von zuckerhaltigen Getränken, Fast Food und Lebensmitteln, die reich an tierischen Fetten sind.

Die Teilnehmerinnen erhielten in der 18., 20. und 28. Schwangerschaftswoche Ernährungsempfehlungen, wonach die Ernährung besser eingehalten und kulturell angepasst werden konnte. Die Wissenschaftler bewerteten die Einhaltung der Ernährung anhand von Berichten der Teilnehmerinnen mit deren eigenen Angaben.

Außerdem untersuchten die Wissenschaftler den Einfluss einer mediterranen Ernährung auf andere Schwangerschaftskomplikationen wie Bluthochdruck, Präeklampsie („Schwangerschaftsvergiftung“), Fehlgeburt oder für das Schwangerschaftsalter zu kleine Föten. Hier konnten allerdings keine signifikanten Zusammenhänge erkannt werden.

Jede vierte Mutter wies bereits zu Beginn der Schwangerschaft Übergewicht, chronischen Bluthochdruck oder einen erhöhten Lipidspiegel auf, was Schwangerschaftskomplikationen, ein langfristiges Diabetesrisiko und kardiovaskuläre Komplikationen bei Mutter und Kind verursachen kann. Fazit der Untersuchung: Die Frauen, die sich während der Schwangerschaft mediterran ernährten – einschließlich einer täglichen Portion Nüsse (die Hälfte davon Walnüsse) und natives Olivenöl – hatten ein um 35 Prozent niedrigeres Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Sie nahmen im Durchschnitt um 1,25 Kilogramm weniger an Gewicht zu.

730520_original_R_K_B_by_schenzelarts_pixelio.de

Impfung gegen gefährliche Sepsis

Neben Aufklärung über die gefährliche Erkrankung, wird es vor allem um die möglichen Schutzmaßnahmen gegen Sepsis gehen. Denn vor einigen Ursachen und den schwerwiegenden Folgen der Blutvergiftung können Impfungen schützen.

Blutvergiftungen sind die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Oft entstehen sie infolge schwerer Erkrankungen. Es gibt jedoch auch seltene Auslöser, die jeden treffen können, beispielsweise Meningokokken- Bakterien. Die 21-jährige Justina ist eine der Betroffenen. Dass sie heute wieder gehen kann, verdankt sie zwei Prothesen. Ihre beiden Unterschenkel mussten in Folge einer Meningokokken-Sepsis 2017 amputiert werden. Und doch hatte Justina Glück im Unglück, denn sie hat die schwere Erkrankung überlebt.

Babys und Kleinkinder besonders oft betroffen

Besonders häufig von Meningokokken-Erkrankungen betroffen sind Babys und Kleinkinder. Mittlerweile gibt es bereits seit einigen Jahren Impfungen, mit denen Eltern ihre Kinder bestmöglich schützen können. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch, dass viele Eltern den Impfstatus ihrer eigenen Kinder nicht genau kennen. Einem Großteil ist außerdem nicht bewusst, dass es verschiedene Meningokokken-Typen gibt.

Meningokokken B sind mit ca. 60 Prozent für die meisten Fälle in Deutschland verantwortlich – gefolgt von Y und C.4 Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird aktuell nur die Meningokokken-C-Impfung allgemein empfohlen. Diese Impfung allein schützt jedoch nicht vor den anderen Typen. Impfungen gegen diese Typen müssen meist beim Arzt angefragt werden. Gegen Meningokokken B kann schon ab dem zweiten Lebensmonat geimpft werden.

Außerdem gibt es einen Kombinationsimpfstoff gegen Meningokokken A, C, W und Y. Dieser wird vor allem bei Reisen in Risikogebiete empfohlen. Somit können Kinder vor den häufigsten Meningokokken-Typen in Deutschland bestmöglich geschützt werden.

Eltern sollten ihren Kinder- und Jugendarzt frühzeitig auf die Schutzimpfungen ansprechen und sich vorab informieren. Zum Beispiel unter www.meningitis- bewegt.de.

Meningokokken sind zudem und vor allem auch Auslöser einer gefährlichen Form der Hirnhautentzündung. Sie kann sich unbehandelt innerhalb weniger Stunden so ausbreiten, dass sie lebensgefährlich wird und schwere Spätschäden hinterlässt.

Schilddrüse Presse

Kranke Schilddrüse kann unfruchtbar machen

Eine Schilddrüsenfunktionsstörung kann die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch sein. Meist handelt es sich um eine Schilddrüsen-Unterfunktion, die wenig oder keine Beschwerden macht. So findet sich unter Frauen mit einer Schilddrüsen-Unterfunktion ein Anteil von bis zu 60 Prozent, die ihre Monatsblutung nur unregelmäßig bekommen. „Davon sind wiederum etwa dreizehn Prozent unfruchtbar“, sagt Professor Matthias Schmidt, Nuklearmediziner an der Universität Köln.

Um festzustellen, ob eine Schilddrüsenstörung vorliegt, bietet sich zunächst ein einfacher Bluttest an. Gemessen wird dabei die Konzentration eines bestimmten Hormons (TSH) im Blut. Ein erhöhter TSH-Wert weist auf eine Unterfunktion hin. Grundsätzlich gilt: Ein niedriger TSH-Wert erhöht die Chancen auf eine Schwangerschaft.

Tabletten können helfen

Erste Ansprechpartner für einen TSH-Test sind Hausarzt oder Gynäkologin. „Liegen die Werte bei bestehendem Kinderwunsch zu hoch, helfen Levothyroxin-Tabletten. Sie steigern die Erfolgschancen für eine Schwangerschaft“, erklärt Matthias Schmidt. Die genauen Zusammenhänge sind noch nicht erforscht. „Man nimmt an, dass der TSH-Wert einen Einfluss auf den Vorgang des Einnistens des Embryos in die Gebärmutter hat. Andockstellen für TSH sind in der Gebärmutterschleimhaut vorhanden, und man fand die meisten Andockstellen in der Einnistungsphase“, so Schmidt.

Neben einer Schilddrüsen-Fehlfunktion sollte im Fall einer ausbleibenden Schwangerschaft anfänglich auch gleich abgeklärt werden, ob bei der Patientin ein sogenanntes polyzystisches Ovar-Syndrom (PCOS) vorliegt. „Darunter leiden nach Schätzungen vier bis zwölf Prozent der gebärfähigen Frauen in Deutschland“, erläutert die Hormonspezialistin und Privatdozentin Dr. Beate Quadbeck. aus Düsseldorf. Betroffene haben ihre Regelblutung selten, oft auch starken Haarwuchs an Brust, Rücken, Beinen oder Oberlippe, einen Überschuss an männlichen Hormonen und meistens kleine wassergefüllte Bläschen an den Eierstöcken, die auch als Zysten bezeichnet werden und im Ultraschall sichtbar sind.

„Schilddrüsen-Probleme und PCOS sind sehr häufige Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit und relativ einfach zu diagnostizieren“, so Quadbeck. „In Deutschland sollte keine Frau wegen einer leicht zu behandelnden Schilddrüsen-Unterfunktion auf eine Schwangerschaft verzichten müssen“, ergänzt Schmidt.

805948_original_R_B_by_Tim Reckmann_pixelio.de

Eltern vom Smartphone abgelenkt

Viele Babys und Kleinkinder müssen sich die Aufmerksamkeit ihrer Eltern schon mal mit dem Smartphone oder Tablet teilen. In einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Bilendi gaben 48 Prozent der Mütter und Väter von unter Vierjährigen an, dass sie schon mal ein schlechtes Gewissen hatten, weil sie mehr auf ihr Smartphone/Tablet geachtet haben als auf ihr Kind. Mehr als ein Drittel der Eltern (36 Prozent) räumte ein, während der gemeinsamen Familienmahlzeiten auch schon mal auf das Smartphone zu schauen.

Vertrauensvolle Eltern-Kind-Bindung gefährdet

Experten warnen vor einem solchen Verhalten. „Der Schlüssel für eine gute Entwicklung ist gute und ungeteilte Aufmerksamkeit“, sagt Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Gudrun Schwarzer von der Justus-Liebig-Universität Gießen. Kinder brauchen „Kontingenz“, also die ständige Erfahrung, dass es einen Zusammenhang zwischen dem eigenen Handeln und einer Reaktion gibt. Wenn ein Baby nun im Buggy sitzt, ein Auto sieht und „da!“ ruft, reagieren Eltern richtig mit „Oh, ein Auto!“ und tun das in der Regel prompt und automatisch. „Kommt die Reaktion aber verspätet, weil sich Mama oder Papa gerade mit dem Handy beschäftigt, kriegt das Kind gar nicht mehr die Verbindung“, betont Schwarzer. Das sei fatal und stehe der Entwicklung einer verlässlichen, vertrauensvollen Beziehung zwischen Kind und Eltern entgegen. Empfehlenswert ist, sich schon während der Schwangerschaft möglichst sechsmal am Tag für 20 Minuten eine smartphonefreie Zeit zu schaffen. Denn in etwa so oft und lange wird die Mutter später im Schnitt tagsüber ihr Kind stillen. Dabei geht es darum zu lernen, die Muße zu genießen. Keine laute Musik, kein Film. Sechsmal am Tag für 20 Minuten nichts. Diese Übung kann der werdenden Mutter und dem werdenden Vater helfen, später eine intensivere Verbindung mit dem Baby aufzubauen – und sich zudem ein Stück weit unabhängiger vom Smartphone zu machen, das für viele zu einer Art Sucht geworden ist.

Vorlesen

Vorlesen für die emotionale Entwicklung   

Forscher empfehlen, schon Babys und Kleinkindern ab drei Monaten regelmäßig etwas vorzulesen. Vorlesen fördert auch ihre emotionale Entwicklung.

Da liegt der kleine Fratz in seinem Babybettchen – und man denkt, er bekommt noch nicht viel mit. Weit gefehlt, Babys Augen und Ohren sind überall, und gierig saugt es neue Informationen auf. Trotzdem glauben die meisten Eltern, es würde ihrem Nachwuchs in diesem Alter noch nichts bringen, wenn sie ihm etwas vorlesen. Forscher haben kürzlich aber in einer Studie festgestellt. Schon ab etwa drei Monaten sind Babys in der Lage, sich auf eine einfache Geschichte zu konzentrieren. Sie begreifen dann zwar noch nicht, um was es wirklich geht – aber sie genießen die gemütliche Stimmung und finden die bunten Bilder in den Büchern interessant und aufregend.

Bunte Bilder

In dieser Lebensphase gibt es nur Bilder zu sehen, noch keinen Text. Auf jeder Seite ist ein großes Bild, das Mama oder Papa in einfachen Worten erklären kann. Wenn es was zum Aufklappen oder Befühlen gibt auf der Seite, umso besser. Das macht die Sache noch spannender. Je älter das Kind ist, umso mehr mischt es sich ein. Es zeigt auf die Seite, brabbelt dazwischen, will zurückblättern, nimmt regen Anteil. Und möchte sein Lieblingsbuch immer wieder anschauen.

Nun kommen auch die ersten Texte hinzu, richtige kleine Geschichten entstehen. Das fördert nicht nur die Phantasie des Kindes, auch sein Sprachvermögen wächst. Und nicht zuletzt entsteht eine noch innigere Verbindung zu den Eltern, denn in der kuscheligen Atmosphäre etwa auf dem Sofa fühlt sich das Kind geborgen und Mama und Papa sehr nahe.

Feste Zeiten

Besonders gut fürs Baby und Kleinkind ist es, wenn die Eltern feste Vorlesezeiten einführen. Dann kann es sich darauf freuen, sein Tag bekommt überdies mehr Struktur. Ein schönes Ritual, das einen durch die ganze Kindheit begleiten sollte: Selbst wenn Kinder schon selbst lesen können, lassen sie gern immer noch vorlesen – selbst als angehende Teenager noch. Das ist nicht so anstrengend, vor allem aber auch ein großes Gemeinschaftserlebnis. Und die Wärme und Zuneigung ihres Eltern verspüren sie beim Vorlesen durch die körperliche Nähe besonders intensiv.

Tipp: Kinderbücher am besten da ablegen, wo sich das Kind auch mal selbst eines schnappen kann. So fördern Sie sein Interesse am selbstständigen Schmökern, und Bücher werden zu einem wichtigen Bestandteil des Alltags.

Die Stiftung Lesen empfiehlt

Bücher für Kinder ab 3 Monaten

„Tierkinder“, DK Verlag, 9,95 Euro

„Meine ersten Bilder“, Ravensburger, 4,99 Euro

„Schnick Schnack Schabernack” Das Hausbuch der Reime und Lieder für die Allerkleinsten“, Gerstenberg, 22 Euro

Bücher für Kinder ab 6 Monaten

„Einschlafreime für ganz Kleine“, Fischer Duden, 6,99 Euro

„Kuckuck, wer quieckt da?“, Coppenrath, 5,99 Euro

Bücher für Kinder ab 9 Monaten

„Meine Fahrzeuge: Unkaputtbar“, Baby Pixi, 2,99 Euro

„Miffy hilft im Haus“, Diogenes, 8 Euro

„Meine ersten Sachen“, Ravensburger, 3,99 Euro

Geburtsstunde

Geburststunde – So schnell wächst das Baby im Bauch

Am Anfang sind es nur ein paar geteilte Zellen. Aber schon bald pulsiert ein winziges Herz – die Geburtsstunde eines neuen Lebens.

Bin ich wirklich schwanger? In den ersten vier Wochen spürt die werdende Mama noch nichts von ihrem Embryo. Vielleicht wird ihr dann und wann schon mal ein bisschen übel, aber der Zellhaufen in ihrer Plazenta ist noch winzig, etwa zwei Millimeter groß. Aber, oh Wunder: Schon eine Woche später hat der Fötus sozusagen einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht, bekommt nun die Gestalt einer Kaulquappe, und sein winziges Herz beginnt zu schlagen. In den folgenden Wochen entwickelt er sich rasant, erste Umrisse einer Nase entstehen, die künftigen Arme und Beine sind schon erkennbar. Und er bewegt sich.

In der 8. Woche

ist der Fötus bereits ein Gramm schwer, seine inneren Organe haben die Arbeit aufgenommen. Nerven und Muskeln sind entstanden, eine Woche später kommen die Augenlider hinzu, Gelenke bilden sich. Machen wir einen Sprung in die 13. Woche: Stolze acht Zentimeter ist das Menschlein jetzt groß, wiegt um die 25 Gramm, hat einen eigenen Fingerabdruck, es kann Grimassen schneiden und blinzeln. Allerdings noch nichts sehen. Und er wächst mit nahezu unheimlicher Geschwindigkeit: Schon drei Wochen später wiegt er rund 150 Gramm und braucht immer mehr Platz. Mamas Bauch wächst jetzt im Eiltempo mit, die Schwangerschaft ist schon länger nicht mehr zu übersehen.

In der 20. Woche

hat der Fötus sein Gewicht noch mal verdreifacht, kommt nun auf rund 300 Gramm. Allmählich kann er auch hören, vor allem die Stimme seiner Mutter und Darmgeräusche. Aber auch laute Geräusche von außen dringen durch die Bauchdecke schon zu ihm. Er ist dick mit einer Schicht bedeckt, die sich Käseschmiere nennt. Die schützt seine Haut vor dem Fruchtwasser. Er hat großen Appetit und holt sich alles, was er zum Wachsen braucht, direkt aus dem Blutkreislauf seiner Mutter. Auch sein Gehirn wächst rasant mit, nimmt die Umgebung voll war, mit jeder Schwangerschaftswoche mehr macht das clevere Menschlein weitere Riesenfortschritte. Ab der 24. Woche sind seine Lungenbläschen entwickelt, mit viel ärztlicher Unterstützung wäre es nun bereits auch außerhalb des Mutterleibs bedingt lebensfähig.

Ab der 27. Woche

merkt die Mutter deutlich, ob ihr Baby schläft oder hellwach und zu Turnübungen aufgelegt ist. Seine Aktionen sind bereits auf der Bauchdecke spürbar, die Augen können sehen, kurz darauf ist auch die Nase funktionsfähig. Und weil das Baby immer größer wird, wird es nun auch enger im Bauch seiner Mama. Es kann sich nicht mehr frei bewegen, denn ab der 31. Woche wiegt es bereits rund 1,5 Kilo. Dafür träumt es nun. Hat es schon eine Ahnung von der Welt da draußen? Wahrscheinlich, denn sein Denkapparat rattert eifrig und reimt sich so manches zusammen.

Ab der 33. Woche

ist das Baby zu einem echten Wonneproppen herangewachsen, wiegt um die zwei Kilo, seine Entwicklung steht kurz vor dem Abschluss. Die Haut wird glatt, sein Kopf senkt sich nach unten. In den folgenden Wochen bis zur Geburt legt es weiter an Gewicht zu, wiegt am Schluss zwischen 3,5 und 4,5 Kilo, dreht und senkt sich. Die Geburt kann kommen …

 

Das könnte Sie auch interessieren – der Schwangerschaftsrechner

 

Presse Fleet events

Glückliche Geburt nach Transplantation

Nach jahrelanger Vorbereitung konnte im Herbst 2016 die erste Gebärmutter-Transplantation Deutschlands erfolgreich durchgeführt werden. Nun haben in der Universitäts-Frauenklinik Tübingen zwei transplantierte Frauen ihr gesundes Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Bereits im März entbanden die Ärzte ein erstes Baby, Mitte Mai folgte ein zweites.

Damit brachten die beiden Mütter Hanna M. (25) und Julia W. (26) das weltweit 15. bzw. 17. Kind zur Welt, das nach einer Gebärmutter-Transplantation geboren wurde. Die Tübinger Forscher konnten den beiden jungen Frauen damit ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen, ein biologisch eigenes Kind auf die Welt zu bringen. Weil die Frauen ohne Scheide und ohne Gebärmutter geboren wurden, schien das unmöglich. Professor Sara Brucker vom Universitätsklinikum Tübingen beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit Frauen, bei denen zwar Eierstöcke, aber keine Scheide und auch keine Gebärmutter angelegt werden. Nach dem Anlegen einer Scheide im Jugendalter, einer sogenannten Neovagina, konnte in Deutschland bei mittlerweile drei Frauen erfolgreich ein Uterus transplantiert werden. „Ich freue mich, dass sich die jungen Mädchen mit unserer Hilfe und dank der Neovagina als Frau fühlen können“, so die Ärztin und Forscherin. „Und jetzt endlich auch als Mutter.“

Schwangerschaft und Geburt

Bereits sechs Wochen nach der Transplantation setzte bei Julia W. die erste Menstruation ein – der erste Funktionsbeweis des transplantierten Uterus. Nachdem auch noch klar war, dass die Gebärmutter angenommen wurde und keine Abstoßungsreaktionen stattfanden, wurde ihr Mitte 2018 eine eigene, zuvor mit den Spermien des Ehemanns befruchtete Eizelle an der Uniklinik Heidelberg eingesetzt. „Wir freuen uns, dass wir in beiden Fällen gleich im ersten Versuch die Schwangerschaft erreicht hatten“, sagt Professor Thomas Strowitzki, Ärztlicher Direktor der Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen in Heidelberg. Sowohl die Schwangerschaft als auch die Entbindung verliefen normal und unauffällig. „Wie bei jeder anderen Frau“, so Brucker. Der Junge wog bei seiner Geburt fast 2200 Gramm und war 45 cm groß. „Ich kann es noch gar nicht glauben, unseren kleinen Sohn in den Armen zu halten. Unser sehnlichster Wunsch ist in Erfüllung gegangen“, sagt die überglückliche 26-jährige Mutter.

Miclhzähne schützen

Auch Fruchtzucker schadet

Etwa 15 Prozent der Vorschulkinder leiden an einer sichtbaren Schädigung des Zahnschmelzes. Frühkindlicher Karies gilt damit als häufigste chronische Erkrankung im Kleinkind- und Vorschulalter. Wir haben mit der Kölner Zahnärztin und Oralchirurgin Dr. Thea Lingohr, die sich auch auf die Behandlung kleiner Patienten spezialisiert hat, gesprochen. Sie hat uns im Interview erklärt, was den Zähnen schadet und was Eltern für starke Milchzähne tun können

Frau Dr. Lingohr, schenken Eltern dem Milchgebiss zu wenig Aufmerksamkeit?

Eltern können durch die richtige Pflege, gesunde Ernährung und Prophylaxe den entscheidenden Grundstein für die spätere Zahngesundheit legen. Gesunde Milchzähne sind ja eine wichtige Voraussetzung für gesunde bleibende Zähne und damit für das ganze Erwachsenenleben. Viele Eltern gehen fälschlicherweise davon aus, dass die ersten Zähne keiner gründlichen Pflege bedürfen, da sie ohnehin in absehbarer Zeit ausfallen.

Warum sind die Milchzähne so wichtig?

Gesunde Milchzähne erfüllen wichtige Aufgaben, unter anderem fördern sie den Spracherwerb, dienen als Platzhalter für den optimalen Wuchs der sogenannten bleibenden Zähne und unterstützen zudem die korrekte Ausbildung des Kinderkiefers. Daher rät der Bundesverband der Kinderzahnärzte zu regelmäßigen Zahnarztbesuchen bereits mit Durchbrechen der ersten Milchzähne, spätestens aber mit Vollendung des ersten Lebensjahres.

Welche Folgeschäden sind bei mangelhafter Pflege zu erwarten?

Auch nach Behandlung der sichtbaren Schäden tragen Betroffene die Bakterien ein Leben lang in sich. Bleibende Zähne, die sich unter den Milchzähnen bilden, erkranken so oft schon an Karies, noch bevor sie überhaupt durchbrechen.

Ist Karies denn ausschließlich eine Folge mangelnder Zahnpflege?

Das kann man mit einem klaren Nein beantworten. Karies entsteht vor allem als Folge einer mangelhaften und zu süßen Ernährung. Hauptverursacher sind Bakterien im Mundraum, die sogenannten Mutans-Streptokokken. Sie bilden, wenn genug Zucker zur Verfügung steht, eine Säure, die den Zahnschmelz angreift. Die Ernährung spielt bei der Entstehung von Karies also eine ganz wichtige Rolle.

Das Problem sind also die Süßigkeiten?

Nein, es ist der Zucker als solcher. Fruchtzucker, Milchzucker und Traubenzucker schaden dem Zahnschmelz im selben Maße wie Haushaltszucker oder Süßigkeiten.

Obst gilt doch als besonders gesund. Gilt das für Kinderzähne nicht?

Natürlich ist Obst ein wichtiger Bestandteil der gesunden Ernährung. Wichtig ist aber, dass die Pausen zwischen den Mahlzeiten lang genug sind. Dann können die im Speichel enthaltenen Minerale Kalzium und Phosphat durchaus erste kleine Defekte am schützenden Zahnschmelz reparieren. Dauerhaftes Nuckeln der Kleinkinder am Fläschchen mit gesüßtem Tee oder Säften ist auch deshalb ein ernsthaftes Problem, weil das ständige Trinken an sich den Reparaturprozess der Zähne stört.

Können Eltern ihren Nachwuchs denn auch mit eigenen Kariesbakterien infizieren?

Ja in der Tat, das kommt gar nicht selten vor. Auch Eltern können unwissentlich und unbeabsichtigt Kariesbakterien über ihren eigenen Speichel auf das Kind übertragen und es so anstecken. Das passiert beispielsweise, wenn Eltern den Sauger in den Mund nehmen. So überprüfen Eltern ja oft die Temperatur der Milchmahlzeit.

Prophylaxe & Pflege Dr. Lingohr empfiehlt

1 regelmäßige halbjährliche Zahnarztbesuche bereits mit Durchbrechen der ersten Milchzahne, spätestens aber mit Vollendung des ersten Lebensjahres.

2
die Kinder mit zu den eigenen Kontrollterminen nehmen und einen angstfreien Umgang mit dem Zahnarzt vorleben.

3
fluoridhaltige Kinderzahnpasta, die den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Kariesbakterien macht.

4 weiche Kinderzahnbürsten mit dickem, rutschfestem Griff und ab dem dritten Lebensjahr auch gerne die elektrische Variante. Für Sauglinge Fingerhütchen mit Kunststoff- Borstenfeld.

Wissenswert

Sowohl Milch- als auch bleibende Zähne bestehen jeweils aus drei Teilen, der Zahnkrone, dem Zahnhals und der Zahnwurzel. Kinderzahne sind etwas kleiner als ihre Nachfolger und verfügen über eine dünnere Zahnschmelzschicht. Diese überzieht den sichtbaren Teil des Zahnes, die Krone, und schützt sie vor schädlichen Einflüssen. Im Kieferknochen verborgen oder vom Zahnfleisch verdeckt liegen die unsichtbaren Teile des Gebisses, die Zahnhalse und die Zahnwurzeln, die der sogenannte Zahnzement umschließt und schützt. Die Hauptmasse des Zahns bildet das darunter liegende Zahnbein, in dessen Inneren der Zahnnerv liegt, den sowohl Nervenfasern als auch Lymph- und Blutgefäße durchziehen. Als empfindlichstes Organ des Zahns versorgt der Nerv Krone, Hals und Wurzel mit lebenswichtigen Stoffen.

Zur Person Dr. med. dent. Thea Lingohr MSc., Zahnärztin und Oralchirurgin aus Köln mit eigener Praxis in Köln Weitere Informationen unter www.dr-lingohr.de