Category : Pflege

Pflege

Sanfte Hautpflege

Weniger ist meistens mehr: Bei der Hautreinigung und -pflege ihres Babys sollten es Eltern nicht übertreiben.

Zart und wunderbar weich fühlt sich die Haut eines Babys an. Einfach perfekt. Der natürliche Säureschutzmantel, den die Haut vom ersten Tag an besitzt, schützt sie auch vor Austrocknung. Um dieses Gleichgewicht zu erhalten, müssen Mama und Papa gar nicht so viel tun. Natürlich gelangt etwas Schmutz auf die Haut, das Baby sabbert, Milchtröpfchen trocknen ein. All dies kann aber mit einemwarmen feuchten Lappen leichtweggewischt werden. Zweimal pro Woche in die Wanne, das genügt ebenfalls. Manche Eltern denken, dies alles reiche nicht, möchten ihren kleinen Wonneproppen immer topsauber haben – und tun dann in Sachen Pflege zu viel des Guten. Das ist weniger gut für die sensible Babyhaut. Sie zeigt es dann auch, indem sie sich rötet oder sogar kleine Ekzeme ausbildet. Deshalb immer vorsichtig vorgehen, wenn es um die Pflege geht.

Warmes Wasser

Meist reicht klares warmes Wasser, um gröbere Verunreinigungen abzuwischen. Wenn doch mal eine Seife oder Reinigungslotion nötig ist, im Handel ein spezielles Reinigungsprodukt für zarte Babyhaut besorgen. Solche Reinigungsseifen oder -lotionen enthalten keine künstlichen Duftstoffe, die Reizungen auslösen könnten. Stattdessen spenden sie neben den sanften Reinigungszusätzen rückfettende Pflegestoffe. Diese sorgen dafür, dass die Haut ihren Schutz nicht verliert. Wer dies testen möchte, kann nach der Reinigung und Trocknung mit der Hand über die Haut streichen. Fühlt sie sich weich und glatt an, ist alles in Ordnung. Wirkt sie trocken und rau, unbedingt nach mal nachfetten. Das kann man mit hochwertigen Babylotions machen, die Sheabutter, Olivenöl oder Ringelblumenextrakte enthalten.

Ohne Rückstände

Auch in Babylotions sind keine hautreizenden Stoffe enthalten. Die Lotion zunächst auf die Hand nehmen, dort etwas verstreichen und dann dünn mit der Hand auf der Haut verteilen. So zieht die Lotion rasch ein, befeuchtet und rückfettet die Haut, ohne Rückstände zu hinterlassen. Auch dies muss nicht jeden Tag geschehen. Nur an kritischen Hautstellen wie am Po, in Hautfalten am Bauch und hinter den Ohren immer genau hinsehen, ob es dort zu Hautreizungen kommt. Vor allem der Po braucht bei manchen Babys intensivere Pflege. Hier empfiehlt sich auch eine stärker fettende Creme, die länger vorhält. Sind schon Hautrötungen oder kleine Entzündungen zu sehen, zum Kinderarzt gehen. Wenn es sich nicht um eine bakterielle Infektion handelt, genügt in den meisten Fällen ebenfalls eine stärker rückfettende Salbe, um das Problem zu lösen.

Öl ins Badewasser

Um die Haut gleich beim Baden zu schützen, einen kleinen Schuss Mandel oder Olivenöl ins warme Badewasser geben. Das hat eine rückfettende Wirkung, so dass im Anschluss keine besondere Pflege mehr nötig ist. Tipp: Laue Luft und ein bisschen Sonnenlicht beim Spaziergang sind jetzt ebenfalls gut für die Haut. Deshalb mit dem Nachwuchs ruhig ein bis zweimal täglich vor die Tür.

Badespaß

Großer Badespaß

Was Eltern brauchen, um ihren Liebling richtig sauber zu bekommen

Die ersten Wochen nach der Geburt wird der Säugling nur vorsichtig mit einem Lappen abgewaschen. Wenn aber der Rest der Nabelschnur abgefallen und dort alles gut verheilt ist, steht dem ersten Bad nichts mehr im Wege. Die erste Frage: Wo soll das Baby gebadet werden. Viele Eltern wählen dafür erst mal das Waschbecken, aber Vorsicht: Auf dem rutschigen Untergrund und mit den nassen Händen lässt sich ein zappelndes Baby nicht immer gut festhalten. Das Waschbecken sollte auch so groß sein, dass der kleine Körper weitgehend hineinpasst und von Wasser bedeckt ist. Deshalb ist eine richtige kleine Babywanne oder ein spezieller Badeeimer meist die bessere Alternative.

Los geht es

Die Wanne wird einfach auf einen großen stabilen Tisch gestellt und mit warmem Wasser gefüllt. Bevor es richtig losgeht, erst mal die wichtigen Sachen bereitlegen. Dazu gehört frische Wäsche, eine neue Windel, ein warmes, kuscheliges Badetuch, eine sanfte Badelotion und ein Badethermometer. Der Raum sollte außerdem warm sein, um die 23 bis 24 Grad sind genau richtig. Alle Fenster schließen, damit keine Zugluft entsteht. Nun das Wasser mit einem Eimer einschütten und die Temperatur prüfen. Sie sollte zwischen 37 und 38 Grad liegen, keinesfalls höher.

Ungewohntes Element

Das Baby anschließend vorsichtig ins Wasser lassen und während des Badens stets stützen. Aufpassen, dass es nicht mit dem Kopf ins Wasser rutscht. Das ungewohnt nasse Element ist am Anfang für Babys irritierend. Manche wehren sich, brüllen, wollen da raus. Aber fast immer hört das nach wenigen Minuten auf, wenn sie sich sicher aufgehoben fühlen in Mamas oder Papas Armen und anfangen, das warme Wasser um sie herum zu genießen. Damit das Baby nicht auskühlt, rasch mit dem Waschen beginnen. Dazu sanft mit einem Lappen über den nassen Körper streichen, vor allem unter den Armen und im Intimbereich gründlich waschen, auch die Ohren und Füße nicht vergessen. In den Hautfalten etwa am Hals sammelt sich ebenfalls häufig Schmutz an. Den ebenfalls sorgfältig wegwischen.

Das Drumherum

Für das Gesicht einen Extra-Lappen benutzen. Bei den ersten Bädern auf Waschlotion verzichten, die Babyhaut ist noch zu zart. Erst wenn das Kind etwas älter ist, kommt auch eine sanfte Babylotion zum Einsatz. Beim Baden auch immer die Wassertemperatur im Auge behalten. Nach spätestens zehn Minuten das Baby aus der Wanne heben. Dabei sehr darauf achtgeben, dass es einem nicht durch die nassen Hände flutscht. Auf das vorgewärmte Badetuch legen und beim Einwickeln trocken tupfen und vorsichtig abrubbeln. Darauf achten, dass auch der Po, die Hautfalten, die Finger und die Achselhöhlen trocken sind. Hat das Kind schon viele Haare, diese mit einem Fön auf niedriger Temperatur trocknen.

Nach der Wanne

Sonst reicht es, die paar Haare mit einem Handtuch zu trocknen. Ist die Haut des Kindes nach dem Bad sehr trocken, ruhig ein wenig Feuchtigkeitslotion für Babys auftragen. Dann schnell die Windel anlegen und das Baby warm anziehen. Wichtig: Das Baby niemals allein lassen in der Wanne, selbst wenn man noch dringend etwas braucht oder ein wichtiger Anruf kommt. Dann lieber das Baden abbrechen, das Kind aus der Wanne holen und sich fürs nächste Mal besser vorbereiten.

So halte ich mein Kind richtig

Um es in die Wanne zu setzen, das Baby mit einer Hand unter dem Kopf und der Schulter festhalten, die andere Hand stützt den Po. So wird es vorsichtig in die Wanne gelassen. Die Hände nicht gleich wegziehen. Erst mal schauen, wie das Baby reagiert. Zappelt es nicht allzu heftig, reicht es anschließend, das Kind an der Schulter zu stützen und sanft am Arm festzuhalten, damit es nicht tief in die Wanne rutscht.

Mehr zum Thema….

Wunder Po

Wunder Po

Die Haut juckt, ist gerötet, mitunter zeigen sich auch Pusteln: Wenn solche Symptome am Po auftreten, handelt es sich praktisch immer um eine sogenannte Windeldermatitis – eine Reizung der Haut, die mit dem ständigen Tragen von Windeln zu tun hat. Kein Wunder: Eine Windel deckt schließlich den gesamten Po und die Ausscheidungsorgane ziemlich luftdicht ab, darüber liegt noch ein Strampler und möglicherweise ein Deckchen.

Frische Luft hat kaum eine Chance

Wenn die Haut des Babys sehr empfindlich ist, kann es allein dadurch schon zu ersten Rötungen kommen, weil Feuchtigkeit unter der Windel entsteht.  Hinzu kommen Urin und Stuhl, welche die Situation in der Windel dramatisch verschärfen können. Vor allem Ammoniak, ein Abbaustoff dieser Ausscheidungen, attackiert die Haut.

Was schützt am ehesten davor

Wichtig ist regelmäßiges Windelwechseln. Also nicht warten, bis die Windel ganz voll ist, sondern zwischendurch immer mal kontrollieren.  Wenn das Baby zu Wundstellen neigt, schon bei den ersten Pipitropfen eine neue Windel anlegen. Den Po anschließend gründlich säubern, trocknen und mit Pflegecreme oder eine speziellen Wundschutzcreme auftragen. Sie schützt die empfindliche Haut im Windelbereich und beugt Wundwerden vor.

Auch bei den Windeln genau hinschauen

Qualitätsprodukte sind atmungsaktiv, lassen trotz aller Dichtigkeit Luft an den Po und sind sehr saugstark. Das sorgt trotz voller Windel eine gewisse Zeit lang noch für eine halbwegs trockene Haut.  Oft entstehen auch an den Bündchen der Windel Rötungen. Dort wird die Haut ein bisschen eingedrückt, was die Gefahr von Wundstellen erhöht. Solche Reizungen zeigen sich meist als rötliche längliche oder strichförmige Wunden. Dann unbedingt auch darauf achten, dass die Windel nicht zu stramm sitzt. Möglicherweise ist eine größere Windel die Lösung.

Solche Wundstellen ebenfalls mit Wundheilungscreme versorgen. In schwereren Fällen kann der ganze Po rot und wund sein.  Eine Windeldermatitis breitet sich rasch aus, wenn sie nicht oder nicht richtig behandelt wird. Dann unbedingt zum Kinderarzt gehen. Dem Baby tut es in solchen Fällen gut, auch mal ein Stündchen ohne Windel zu strampeln – selbst wenn dann mal ein „Unglück“ passiert. Das ist weitaus weniger schlimm als eine ausgeprägte Windeldermatitis, bei der es überdies zu Pilz- und Bakterienbefall kommen kann. Gegen solche Erreger helfen spezielle Cremes, die der Arzt verschreibt.

Mehr zum Thema „Wunder Po“

Zucker sollte nicht über Nacht am Zahn bleiben

So entsteht Zahnkaries bei Milchzähnen

Zahnkaries ist noch immer ein Problem, auch wenn Kinder heute deutlich gesündere Zähne haben. Doch immer noch erkranken viele Kinder an einer oft schmerzhaften und zerstörerischen Karies der Milchzähne.
Die Zahntrolle Karius und Baktus, die der norwegische Schriftsteller Thorbjörn Egner in der gleichnamigen Geschichte beschreibt, sind vielen Kindern in der ganzen Welt bekannt.

Bei diesen so anschaulich beschriebenen „Übeltätern“ handelt es sich in Wirklichkeit um sogenannte Mutans-Streptokokken. Dies sind bestimmte Bakterien, die durch ihren Stoffwechsel jene Säuren erzeugen, welche für die Entstehung von Zahnkaries verantwortlich sind.

Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an, was sich im beginnenden Stadium manchmal als kreidig-weißer oder bräunlicher Fleck auf dem Zahn zeigen kann. In diesem Stadium ist eine „Reparatur“ noch möglich, wenn weitere schädigende Einflüsse vermieden werden. So kann zum Beispiel der Speichel durch das darin enthaltene Kalzium und Phosphat allerfeinste Defekte im Zahnschmelz wieder ausgleichen und hat hierdurch eine karieshemmende, remineralisierende Wirkung. Allerdings brauchen die Zähne hierzu auch genügend Zeit zwischen den Mahlzeiten.

Wenn allerdings nicht gegengesteuert wird und der Zahnschmelz weiter angegriffen wird, ist Karies die Folge. Unbehandelt greift diese, früher als „Zahnfäule“ bezeichnete, Zahnerkrankung sowohl Milch- als auch die bleibenden Zähne an, was bis zum Verlust des Zahnes führen kann.

Kariesbakterien „lieben“ Zucker

Um sich zu vermehren, brauchen Kariesbakterien vor allem Zucker – und eine „angenehme Umgebung“, sprich Zahnbelag. Insbesondere zuckerhaltige Getränke und Süßigkeiten, aber auch versteckte Zucker, zum Beispiel in Ketchup, Senf und Fertiggerichten, tragen somit zur Entstehung von Karies bei. Doch auch Obst, Honig und andere „gesunde“ süße Sachen sind hiervon nicht ausgenommen.

Da die Milchzähne deutlich empfindlicher sind als die bleibenden Zähne, ist eine frühe Mundhygiene durch regelmäßiges Zähne putzen wichtig, um damit den Zahnbelag zu entfernen und einer Zahnschädigung durch Karies vorzubeugen.

Zahnkaries kann durch die Bakterien auch übertragen werden

Manchen Eltern ist nicht bewusst, dass Bakterien, die Karies verursachen, übertragbar sind. So bekommen manche Kinder Zahnkaries, weil ihre Eltern die Bakterien an sie weitergegeben haben. Dies kann zum Beispiel schon passieren, wenn der Schnuller mit dem Mund befeuchtet oder der Löffel des Kindes abgeleckt wird.

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
https://www.kindergesundheit-info.de

 

Cutest baby child after bath

Öko-Test untersucht Waschgele für Babys

Die Haut von Babys ist besonders empfindlich. Gerade Waschgele enthalten nicht selten chemische Verbindungen, die Allergien oder Ekzeme auslösen können. ÖKO-TEST hat jetzt Waschgele getestet und das Prädikat sehr gut erhielt das bobini baby Waschgel für Körper & Haare. Insgesamt wurden 20 Waschlotionen und Waschgele für Babys auf bedenkliche Inhaltsstoffe getestet.

Getreu dem Motto „Für den Nachwuchs nur das Beste“ setzt bobini bei allen Pflegeprodukten der Linie bobini baby auf hypoallergene und milde Inhaltsstoffe und Lipide. So sorgt Prebiotik für eine natürliche Balance der Hautflora und bietet Schutz vor schädlichen äußeren Einflüssen. Auch zugesetztes Vitamin C und E sowie die im natürlichen Haferextrakt enthaltenen Lipide stärken die Schutzbarriere der Haut. Haferextrakt wirkt des Weiteren – ähnlich wie das enthaltende Mandelöl – feuchtigkeitsspendend, glättend und sanft pflegend. Während Emollientia zum einen Feuchtigkeit spenden und zum anderen vor dem Verlust dieser schützen, bewirkt Aloe Vera darüber hinaus eine Linderung von Hautirritationen. Um Reizungen zu vermeiden und das Allergiepotential von Anfang an zu verringern, wurde bei der Entwicklung des Produktes komplett auf SLES, Paraffine, PEGs, Farbstoffe, Parabene und Silikone verzichtet. Das bobini baby Waschgel für Körper & Haare weißt laut Testbericht keinerlei bedenkliche Inhaltsstoffe auf und kann somit mit bestem Gewissen von Eltern ab dem ersten Tag für eine sanfte und pflegende Körper-und Haarpflege des Nachwuchses verwendet werden. Die Hautverträglichkeit ist dermatologisch bestätigt.

www.bobini.de

 

Mom brushes baby's teeth with a brush that fits on her finger

Zahnpflege beginnt vor dem ersten Zahn

Regelmäßige und gründliche Zahnpflege bei Kleinkindern sollte eine Selbstverständlichkeit sein. So weit die Theorie. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Zwei repräsentative Umfragen zeigen, wie Eltern mit der täglichen Pflicht umgehen – und dass sie die Gefahr durch frühkindliche Karies mitunter unterschätzen.

59 % der deutschen Mamas* beginnen mit der Mundhygiene nach dem ersten Babyzahn. Nur 12 % fangen damit direkt nach der Geburt an.*

Zahnärzte empfehlen, mit der Pflege des Mundraumes zu beginnen, bevor der erste Zahn sichtbar wird. Denn die regelmäßige Pflege des Mundraumes bildet die Basis für gesunde Milchzähne und sollte daher sehr früh und sorgsam angegangen werden. Vor dem Durchbruch des ersten Zahnes können zum Beispiel die Kieferkämme sanft massiert und gereinigt werden – das erleichtert das Zahnen und gewöhnt die Kleinen an das tägliche Ritual.

77 %  der befragten Mütter machen sich nicht so große bis gar keine Sorgen, dass ihr Kind Karies bekommen könnte.*

…zu Unrecht, denn eine Karieserkrankung der Milchzähne kann schwerwiegende Folgen haben: Ein erhöhtes Kariesrisiko im bleibenden Gebiss, Fehlstellungen, eine gestörte Sprachentwicklung sowie ein gemindertes Kauvermögen sind in einigen Fällen die Konsequenz einer frühkindlichen Karieserkrankung.

74 % der Eltern gehen mit ihrem Nachwuchs ab dem ersten Geburtstag zum Zahnarzt und 34 % davon sogar erst nach Vollendung des zweiten Lebensjahres.*

Das ist zu spät: Der erste Besuch beim Zahnarzt wird bereits mit dem Durchbruch der ersten Zähne empfohlen, der Kinderarzt macht Eltern bereits bei der Vorsorgeuntersuchung U5 (6.-7. Lebensmonat) darauf aufmerksam und notiert den Verweis zum Zahnarzt im Kinderuntersuchungsheft. Danach gehen die Zahnprophylaxe-Termine im halbjährlichen Turnus weiter.

Und wer ist für die Zahnpflege im Familienhaushalt zuständig?

 

1 % der Mütter gibt an, der Papa kümmere sich allein um die Kinderzahnpflege.

Mehr als die Hälfte regelt die Mundhygiene im Team mit dem Partner.

41 % der Mütter übernehmen die Ver­antwortung allein.**

————————————

*Repräsentative forsa Umfrage unter 1.003 Eltern von 3- bis 8-jährigen Kindern zum Thema „Mundhygiene und Zahngesundheit bei Kindern“ im Auftrag
von MAM Babyartikel GmbH, Stand August 2016

**Repräsentative Online-Umfrage unter 2.772 Müttern (Mitglieder des MAM Club) mit Kindern im Alter von null bis sechs Jahren;
durchgeführt im August 2017

Der richtige Sonnenschutz

Sonne satt

Jetzt heißt’s, raus ins Freie und den Sommer genießen. Dabei jedoch nicht den Sonnenschutz vergessen.  Vor allem für die kleinen neuen Erdenbürger gehört es zu den schönsten Erfahrungen, leicht bekleidet auf eine Wiese zu krabbeln, Insekten zu beobachten und Gänseblümchen zu pflücken.

Abwehrkräfte stärken

Das Spielen in der Natur stärkt die Abwehrkräfte. Zwei bis dreimal pro Woche sollten die Kleinen Gesicht, Hände und Arme für kurze Zeit – etwa die Hälfte der Zeit, in der es einen Sonnenbrand gäbe – ohne Sonnenschutz der Sonne ausgesetzt sein. Das beugt dem Vitamin-D-Mangel vor. Vitamin D ist insbesondere für den starken Knochenaufbau wichtig. Doch aufgepasst: Wenn es zu heiß wird, heißt das nicht, dass Sie Ihr Kind der prallen, manchmal auch im Frühjahr schon heißen Sonne aussetzen sollten. Im ersten Lebensjahr sollte das Kind nur im Schatten spielen. Auch dort gelangen noch genügend Sonnenstrahlen für die Vitamin-D-Bildung hin.

Dünne Haut der Kinder braucht Schutz

Kinder haben noch eine dünne Haut und keinen ausreichenden Eigenschutz gegen die gefährlichen UV-Strahlen. Der entwickelt sich erst über die Jahre.  Die richtige Kleidung  Der beste und wirksamste Schutz gegen die UV-Strahlung bietet eine sonnengerechte Kleidung. Dabei gilt: Kopf, Gesicht, Nacken und Ohren sind besonders empfindlich. Ihr Kind sollte immer einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch mit Schirm und Nackenschutz tragen. Der Stoff aus dem die Kopfbedeckung ist, sollte imprägniert sein, also Sonnenstrahlen nicht durchlassen.  Ihr Kind sollte luftige, nicht zu enge Kleidung tragen, die möglichst viel vom Körper bedeckt. Ideal sind langärmelige Hemden oder T-Shirts und weit geschnittene, möglichst lange Hosen.

Nicht alle Stoffe sind sonnendicht. Mittlerweile gibt es T-Shirts, Hemden und Hosen, deren Stoffe durch besondere Webtechniken oder Imprägnierungen einen besonderen UV-Schutz bieten. Diese sollten dem „UV-Standard 801“ entsprechen und der UV-Schutzfaktor (UPF) sollte mindestens 30 betragen.  Beim Plantschen oder Schwimmen werden Schultern und Rücken am besten durch ein T-Shirt geschützt. Der Stoff sollte möglichst mit einem UV-Schutzfaktor ausgestattet sein. Schuhe sollten den Fuß – auch Ferse und Fußrücken – weitgehend bedecken.

Sonnenschutzmittel reichlich auftragen

Ist Ihr Kind wie oben beschrieben angezogen, sind nur noch wenige Stellen der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Hände, Gesicht, Nacken und Fußrücken sollten eine halbe Stunde vor dem Verlassen des Hauses eingecremt werden. Das Eincremen sollte häufig wiederholt werden. Verwenden Sie nur speziell für Kinder geeignete Produkte mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 (siehe auch Info-Kasten). Wenn die Kleinen mit Wasser spielen oder am Wasser sind, sollte ein wasserfestes Produkt genommen werden. Cremes und Lotionen trockenen die empfindliche Kinderhaut weniger aus als etwa Gele.

Auch an die Augen denken

Augen reagieren stark auf Sonnenlicht und UV-Strahlen. Eine extreme UV-B-Belastung, zum Beispiel bei längeren Aufenthalten im Hochgebirge, kann zu schmerzhaften Entzündungen der Horn- und Bindehaut führen.  Achten Sie deshalb darauf, dass die Augen Ihres Kindes insbesondere im Gebirge oder an der See durch eine entsprechende Kopfbedeckung mit Sonnenschirm oder durch eine Sonnenbrille mit UV-Filter geschützt sind.

Was ist eine Sonnenallergie?

Sie ist in aller Munde und hat in Wahrheit nichts mit einer allergischen Reaktion zu tun. Ärzte vermuten, dass die Hautveränderungen bei einer Sonnenallergie durch die Freisetzung bestimmter Stoffe in der Haut verursacht werden. Auslöser hierfür sind zum größten Teil UV-A-Strahlen. Unterschieden werden folgende drei Typen der Sonnenallergie:  Polymorphe Lichtdermatose: Sie tritt häufig auch bei Kindern und jungen Erwachsenen auf. Mit einer gewissen Gewöhnung an die Sonne, verschwinden die Symptome meist wieder. Leider kehren sie auch in regelmäßigen Abständen wieder zurück.  Mallorca-Akne: Sie betrifft meist junge Erwachsene mit der Neigung zu fettiger Haut und Akne. Sie entsteht durch eine Reaktion der Haut auf bestimmte Stoffe in Sonnenschutzcremes und Körperpflegemitteln in Verbindung mit der UV-Bestrahlung. Meist verschwinden die Hautveränderungen, wenn die Betroffenen ihre Hautstellen nicht mehr der Sonneneinstrahlung aussetzen.  Photoallergische Reaktionen: Sie entstehen, wenn bestimmte Medikamente oder der Kontakt mit bestimmten Pflanzen zusammen mit der Sonnenbestrahlung zu allergischen Hautveränderungen führen.

Definition Lichtschutzfaktor

Die Höhe des Lichtschutz- oder Sonnenschutzfaktors gibt an, um wie viele Male sich jemand mit dem betreffenden Sonnenschutzmittel – je nach individuellem Hauttyp – länger in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Ein sonnenempfindlicher Hauttyp, der schon nach zehn Minuten einen Sonnenbrand bekommen würde, kann sich mit einem Lichtschutzfaktor 15 theoretisch 15-mal länger, also zweieinhalb Stunden, ohne negative Auswirkungen in der Sonne aufhalten. Das ist die Theorie: Die entsprechenden Tests fanden unter Laborbedingungen statt. In der Praxis empfehlen Hautärzte, von vornherein Sonnenschutzmittel mit höheren Lichtschutzfaktoren zu verwenden und nur 60 Prozent der errechneten Zeit auszuschöpfen.

das boep_Michaela Hagemann_14bear

Wie ein Baby zur Firmengründung inspirierte

Niemand vergisst diesen Moment, zum ersten Mal das eigene Kind in den Armen zu

halten. Diese Wärme, diese weiche Haut und dieser unvergleichliche Duft. „Ich musste die ganze Zeit

an ihrem Köpfchen riechen“, erinnert sich Michaela Hagemann an die Tage nach der Geburt ihrer ersten

Tochter im Frühling 2014. „So ein Baby verändert einfach alles.“ Und tatsächlich stellte die Kleine das

Leben ihrer Mutter gehörig auf den Kopf – privat, aber auch beruflich. Denn schon Mitte 2015 gründete

die Ärztin das babyoelprojekt, kurz das boep (www.dasboep.de) – eine Naturkosmetiklinie für die ganze

Familie, die nicht nur toll aussieht, sondern auch noch wunderbar dezent duftet.

Wie auch andere erfolgreiche Start-ups entstand das boep aus einer persönlichen Erfahrung. „Ich fand

für meine Tochter einfach keine Pflegeserie, mit der ich zu 100 Prozent zufrieden war“, so die

Mainzerin. „Einerseits waren mir die Inhaltsstoffe enorm wichtig, da im Babyalter bereits der Grundstein

für eine gesunde Entwicklung der Haut gelegt wird, andererseits fand ich den Geruch der üblichen

Babypflege zu penetrant und wollte nicht, dass meine Tochter wie ein Kräutertee riecht.“ Vom oftmals

recht altmodischen Design ganz abgesehen. „Ich wollte eine hochwertige Naturkosmetik, ohne dabei

auf einen guten Duft oder ein modernes Design verzichten zu müssen.“ Eine kleine inoffizielle

Befragung unter befreundeten Müttern ergab, dass sie mit diesem Wunsch nicht alleine war. Also nahm

Michaela Hagemann ihren ganzen Mut zusammen und ging das babyoelprojekt an. Manche Freundin

hielt sie ein wenig für verrückt, hatte sie doch einen guten Beruf und zudem nun die Verantwortung für

eine Familie.

„Aber manchmal kommt es eben anders als gedacht“, so die 28-Jährige. „Noch vor drei Jahren hätte ich

nie geglaubt, da zu sein, wo ich jetzt stehe.“ Und da steht es sich ziemlich gut! Keine zwei Jahre nach

Gründung gibt es das boep nicht nur via Webshop und in Concept Stores sowie Kinderboutiquen,

sondern auch in 33 basic-, 60 Budnikowsky- und 1.100 dm-Märkten deutschlandweit. Michaela

Hagemann hat zudem seither quasi nebenbei noch eine zweite Tochter bekommen und promoviert. Den

„Dr.“ lässt sie aber meist ganz bescheiden unter den Tisch fallen. „Am Ende bin ich auch nur eine

Mama, die das Beste für ihre Kinder will und gleichzeitig versucht, sie selbst zu sein“, sagt sie.

„Manchmal ist das echt hart. Irgendwo fehlt immer etwas Zeit: entweder für das Kind oder den Mann

oder das Unternehmen oder einen selbst – oder im schlimmsten Falle für alles.“ In solchen Momenten

denkt sie daran zurück, was ihre Inspiration war und versteht, dass sie das alles ja eben genau wegen

ihrer Familie macht. Und dank der Unterstützung ihrer Familie und einer gehörigen Portion Mama-

Effektivität hat sie aus einer Idee eine Marke gemacht, der auch viele andere Familien voll vertrauen.

„Ich bin immer sowohl stolz als auch gerührt, wenn mir Mütter Mails schreiben und berichten, dass

unsere Creme endlich gegen die trockene Haut ihres Sprösslings hilft, oder wenn Bloggerinnen unsere

Lotion in den höchsten Tönen loben. Das ist mir wichtiger als jede Zahl in der Bilanz.“

Aber mal ganz ehrlich: Mit zwei kleinen Kindern in ein völlig neues Metier wechseln – hat man da nicht

auch Angst, dass es schiefgeht? „Vermutlich war es auch hilfreich, dass ich nicht nur mit viel Mut,

sondern auch mit einer gewissen Naivität an die Sache herangegangen bin.“ All die kleinen Hürden der

letzten Jahre seien zwar überwindbar gewesen, aber hätten sie vorher womöglich doch abgeschreckt.

Hinzukommt, dass das boep komplett aus eigenen Mitteln finanziert ist. Die Produkte mussten also von

Anfang an überzeugen. Top oder Flop. Das macht am Ende stolz, sorgt aber auch für eine Menge

Druck.

Hagemanns bestes Mittel, um vom Alltag abzuschalten, ist das abendliche Pflegeritual mit ihren

Töchtern. Kein Handy, keine Termine, keine Pflichten – nur die Familie. „Ich liebe diese Innigkeit und die

völlige Konzentration auf meine beiden wunderbaren Mädchen. Ich bin mir sicher, dass das unsere

Bindung extrem festigt und die Mädchen sich dieses Gefühl der Geborgenheit unterbewusst stark

einprägen – auch wenn ich ihnen eines Tages nicht mehr die Wangen eincremen darf oder kann.“ Klar,

dass dabei nur das boep zum Einsatz kommt. Und auch aus dem Erwachsenenbad sind die Produkte

nicht mehr wegzudenken: Papa benutzt nur noch das Shampoo der Marke und Mama schwört auf die

Lotion. In jedem neuen Produkt steckt also auch ein bisschen das Leben der Hagemanns. „Für die

meisten ist es wahrscheinlich nur eine Cremetube, aber wenn ich mir unsere Produkte ansehe, dann

denke ich an meine Familie und daran, wie sehr sie mich erfüllt.“

 

Über das Unternehmen

Unter dem Motto „Babys haben tolle Haut und die sollen sie auch behalten“ bietet das Unternehmen mit Sitz in

München eine natürliche Pflegeserie für Babys und Kleinkinder an, die so gut ist, dass sie meist gleich von der

ganzen Familie genutzt wird. Alle Produkte sind frei von Mineralölen, Parabenen, Silikonen, Paraffinen, PEGs und

synthetischen Duftstoffen. Zudem sind sie dermatologisch getestet und nach den strengen Richtlinien für

Naturkosmetik zertifiziert. Entwickelt wurde das boep (www.dasboep.de) – kurz für das babyoelprojekt –

gemeinsam mit einem renommierten Naturkosmetikhersteller aus dem Allgäu, wo die Cremes, Öle und Lotionen

auch heute noch produziert und abgefüllt werden. Das Sortiment umfasst von der Wundcreme über Pflegeöl bis

zum Schaumbad alles, was junge Familien brauchen. Zudem gibt es im Onlineshop tolle Geschenksets wie „baby

im schwimmbad“, „babys massagekurs“ oder „babys erste wochen“ mit hochwertigen Textilien aus Biobaumwolle.

Alle Produkte sind vegan und die Verpackung ist umweltfreundlich. Das schlichte Design in zarten Pastelltönen

beugt Verwechslungen vor und sieht nicht nur am Wickeltisch, sondern auch im elterlichen Bad puristisch und fresh

aus.

Der 1. Zahnarztbesuch

Erster Zahnarztbesuch: Kindern die Angst nehmen

Regelmäßige Vorsorge und eine gute Mundhygiene von frühester Kindheit an können die Weichen für lebenslange Zahngesundheit stellen.

Eltern tun daher gut daran, den ersten Besuch beim Zahnarzt nicht allzu lange vor sich herzuschieben. „Rund 15 Prozent aller Kinder haben vor ihrem dritten Geburtstag bereits Karies. Idealerweise steht der erste Arzttermin an, sobald sich der erste Milchzahn zeigt“, sagt Anke Hartosch, Expertin der ERGO Direkt Versicherungen. Zunächst steht die Gewöhnung an Arzt und Praxis im Vordergrund. Das Kind soll positive Erfahrungen sammeln, ehe die erste Behandlung notwendig ist. Hartosch erklärt: „Beim ersten Besuch sollte es nur ums Kennenlernen gehen. Der Zahnarzt gibt dann oft auch Tipps, was bei der Zahnpflege zu beachten ist.“ Viele Praxen haben sich auf die kleinen Patienten spezialisiert. In solchen Kinderzahnarzt-Praxen ist vom Mobiliar bis zu den speziell geschulten Kräften alles auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten.

Teddy beim Zahnarzt


Die Eltern können schon im Vorfeld Einiges tun, um ihr Kind auf den Zahnarzttermin einzustimmen. Es hilft, wenn Vater oder Mutter die Untersuchung mit Puppen oder Teddybären nachspielen und in aller Ruhe erklären, was in der Praxis geschehen wird. „Sie können sich auch mit einer Lampe in den Mund leuchten lassen oder ihre Zähne zählen“, sagt Anke Hartosch. „Gut bewährt haben sich außerdem Kinderbücher, die den kleinen Patienten mit den Abläufen beim Zahnarzt vertraut machen.“ Ratsam ist es auch, über eigene positive Erfahrungen zu sprechen, um dem Kind Zuversicht zu vermitteln. Doch Achtung: Ebenso leicht können sich auch negative Gefühle und Ängste übertragen, warnt Hartosch: „Je mehr die Eltern von unangenehmen oder schmerzhaften Behandlungen beim Zahnarzt sprechen, umso mehr Stress bedeutet der Termin für das Kind.“ Kontraproduktiv sind vermeintlich beruhigende Worte wie: „Du musst keine Angst haben – es tut bestimmt nicht weh“. Denn solche Phrasen schüren Ängste vielmehr. Auch wer dem Kind eine Belohnung verspricht, tut ihm keinen Gefallen: Die Aussicht auf ein heiß begehrtes Geschenk kann den kleinen Patienten bei der Behandlung erheblich unter Druck setzen.

Süße Getränke sind Gift für Milchzähne


Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können entscheidend dazu beitragen, Karies einzudämmen. Damit schädliche Bakterien keine Chance haben, kommt es aber vor allem auf konsequente Pflege und die richtige Ernährung an. „Eine Hauptursache für frühkindliche Karies sind süße oder säurehaltige Getränke“, weiß Hartosch. „Daher sollten Kinder zuckerhaltige Säfte, Tees oder Limo nur in Maßen zu sich nehmen – und auf keinen Fall aus der Flasche nuckeln. Dann hat der Zucker nämlich viel mehr Kontakt mit den Zähnen. Als Durstlöscher eignen sich ungesüßte Tees und Wasser.“ Zwar müssen die Eltern Süßigkeiten nicht ganz verbieten. Sie sollten aber darauf achten, dass die Kinder nicht andauernd naschen, damit die Zähne sich regenerieren können.

„Was viele nicht wissen: Karies ist übertragbar. Eltern können die Bakterien also an ihre Kinder weitergeben“, so Anke Hartosch. „Wichtig ist daher, auch auf die eigene Zahngesundheit zu achten.“ Generell sollten die Eltern nie etwas ablutschen, was danach ihr Kind in den Mund nimmt, etwa Schnuller oder Babylöffel. Weil die Milchzähne besonders kariesanfällig sind, ist regelmäßiges Putzen Pflicht – und zwar vom ersten Zähnchen an. In den ersten beiden Lebensjahren reicht es aus, einmal am Tag mit fluoridhaltiger Zahnpasta zu putzen. Gut funktioniert die Pflege als Teil des abendlichen Zubettgehrituals. Danach empfiehlt es sich, die Zähne zweimal pro Tag zu putzen.

Quelle für Text und Foto: ERGO Direkt Versicherungen

Frühgeborene - Kleine Helden

Optimal versorgt – Frühgeborene

Frühgeborene sind in der Regel nicht krank, sondern hauptsächlich unreif und daher auf eine optimale Umgebung angewiesen. Neben der besten medizinischen Versorgung ist ein stabiles familiäres Umfeld wesentliche Voraussetzung für die möglichst gesunde Entwicklung dieser Kinder. Eine starke Eltern-Kind-Bindung basiert auf elterlichen Kompetenzen, wie Selbstwirksamkeit und Feinfühligkeit, um die Entwicklungspotentiale des eigenen Kindes zu erkennen und bestmöglich fördern zu können.

Kleine Helden

Am 1. Juni startet daher die Kampagne „Kleine Helden – große Helfer – gemeinsam für optimale Lebenschancen von Frühgeborenen!“.  „Wir wollen gemeinsam unterstützend tätig werden. Das entspricht auch dem erst kürzlich veröffentlichten nationalen Gesundheitsziel ‘Gesundheit rund um die Geburt und im ersten Lebensjahr‘, initiiert und herausgegeben vom Bundesgesundheitsministerium.

Damit wird die Bedeutung von passgenauen Hilfsangeboten in der Schwangerschaft, rund um die Geburt und im ersten Lebensjahr für eine gesunde Entwicklung aller Kinder unterstrichen“, erklärt Barbara Grieb, die Vorsitzende des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V. den Hintergrund der Kampagne.

Ab 1. Juni 2017 will der Bundesverband gemeinsam mit seinen Partnern und im Bereich der Frühgeborenenversorgung aktiven Einrichtungen mittels der Online-Kampagne „Kleine Helden – große Helfer“ unter www.kleine-helden.org auf das Thema Frühgeburt und deren Folgen aufmerksam machen – „es gilt die besonderen Bedürfnisse von betroffenen Familien schlicht noch tiefer in das Bewusstsein unserer Gesellschaft zu rücken“, so Grieb weiter.

Kinder brauchen ihre Eltern und Eltern brauchen ihre Kinder!

„Ein tragfähiges soziales Familiengefüge ist für die gesunde Entwicklung von Frühgeborenen ganz besonders wichtig und muss daher von Beginn an bestmöglich gefördert werden“, erklärt Barbara Grieb. Ziel muss es sein, in der Klinik mehr Zeit und Raum für die Familie als Ganzes zu schaffen. „Wenn es um die Versorgung kranker Kinder geht, sind Eltern für Kinderärzte und Pflegekräfte ein unverzichtbarer Partner. Wir brauchen gut informierte Eltern, die schon in der Schwangerschaft eine Vorstellung davon haben, was nach der Geburt auf sie zukommt – ein entsprechendes Elterncoaching ist daher unverzichtbar“, so Grieb weiter.

Familie im Mittelpunkt

In diesem Zusammenhang stellt unter anderem das Universitätsklinikum Dresden das Konzept „FamilieNetz Dresden“ vor. Auch der Bundesverband „Bunter Kreis e.V.“ beteiligt sich an der Kampagne, ebenso das Perinatalzentrum an der Uniklinik Köln, das unter dem Themenschwerpunkt „Familie im Mittelpunkt“ auf die enge Bindung von Eltern und Kind bereits im Kreissaal eingeht.

„Wenn ein Kind zu früh oder krank geboren wird, ist häufig schon die Vorfreude in der Schwangerschaft durch Sorgen und Ängste getrübt und vielfach müssen die Erwartungen, die an die Geburt und das Leben mit dem Kind in der ersten Phase geknüpft wurden, relativiert werden“, betont Dr. Angela Kribs, Leiterin der Neonatologie an der Uniklinik Köln, der es aufgrund dessen ein großes Anliegen war, sich der Kampagne anzuschließen.

Natürlich seien darüber hinaus bundesweit alle auf dem Gebiet der Frühgeborenenversorgung aktiven Einrichtungen aufgerufen, sich an der Kampagne zu beteiligen und unter www.kleine-helden.org Einblicke in ihre wertvolle Arbeit zu gewähren. „Wir freuen uns über weitere Beiträge, die deutlich machen, wie vielfältig Unterstützungs- und Hilfsangebote aussehen können“, erläutert die Bundesverbandsvorsitzende Barbara Grieb.

Prominente Unterstützung

Mit der Skilangläuferin und Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle hat die Kampagne „Kleine Helden – große Helfer“ auch prominente Unterstützung. „Ich bin selbst sieben Wochen zu früh auf die Welt gekommen und habe mich mit dem Thema Frühgeburtlichkeit intensiv auseinandergesetzt. Sämtlichen Widerständen zum Trotz habe ich mich nicht nur ins Leben gekämpft, sondern auch an die sportliche Spitze im Skilanglauf und Biathlon“, so die zweifache Goldmedaillen-Gewinnerin.

Die Kampagne „Kleine Helden – große Helfer“ wurde vom Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. in Kooperation mit der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin sowie der Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. aufgebaut. Unterstützt wird die Kampagne dabei von Medela Deutschland und der Kinderklinik Dritter Orden Passau. Weitere Unterstützer sind das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, die AbbVie Deutschland GmbH sowie die Chiesi GmbH.

Weltfrühgeborenentag

Im kommenden halben Jahr werden nach dem Thema „Familie im Mittelpunkt“ in monatlicher Abfolge die Kernbotschaften „Muttermilch“, „Wir setzen auf vernetzen“, „Patientensicherheit“, „Qualifiziertes Team“ und „Zuhause auf Zeit“ fokussiert. Die Kampagne mündet in der interdisziplinär ausgerichteten Vortrags- und Diskussionsveranstaltung Forum – „Das frühgeborene Kind 2017“ mit dem Titel „Kleine Helden – große Helfer“ rund um den Weltfrühgeborenentag am 17.11.2017, welche anlässlich der Eröffnung des neuen Eltern-Baby-und Familienzentrums an der Kinderklinik Dritter Orden in Passau stattfinden wird.

Quelle Text und Bild:
BV „Das frühgeborene Kind“ e.V.

 

  • 1
  • 2