Category : Schwangerschaft

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Risiko Frühgeburt

Die Wahl der richtigen Entbindungsklinik kann für Mutter und Kind alles entscheidend sein. Für Schwangere mit drohender Frühgeburt ist diese Wahl eine Herausforderung, die ohne frauenärztliche Unterstützung und Entscheidung nicht zu meistern ist.

Vielfach sind es akut einsetzende Komplikationen, die eine Frühgeburt zur Folge haben. Werdende Eltern haben kaum noch eine Entscheidungsmöglichkeit oder Zeit für eine eigene Suche, sondern müssen sich auf die Empfehlungen und die Organisation des betreuenden Frauenarztes verlassen. Jede Schwangere hat im Rahmen der  Schwangerenbetreuung nach Mutterschaftsrichtlinien einen Anspruch auf Information über die Kompetenzen der umgebenden Kliniken und auf Vorstellung zur Geburtsplanung bzw. Einweisung in eine geeignete Klinik. „Es ist also unerlässlich, dass Frauenärzte darüber informiert sind, welchen Versorgungsstatus die regionalen geburtsmedizinischen Kliniken haben und Schwangere in Kliniken aufgenommen werden, die dem Risiko entsprechen“ so Dr. med. Christian Albring, niedergelassener Frauenarzt und Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V.

Von Anfang an ins richtige Krankenhaus

Zu den Risiken und Ursachen von Frühgeburten gehören aufsteigende Infektionen, Rauchen oder eine Schwangerschaftsvergiftung (Präklampsie). Auch Mehrlingsgeburten und ein relativ hohes Alter von über 40 Jahren bei einer Schwangerschaft lassen die Risiken steigen.

Von den Kindern, die mit weniger als 1.000 Gramm Geburtsgewicht geboren werden, behalten beinahe 20 Prozent eine Behinderung wie Blindheit, Taubheit, Lähmungen oder Epilepsie. 42 Prozent haben Probleme in der Sprach-, Lern-, Hör, Seh- oder Spielentwicklung.

Somit ist die Verringerung frühkindlich entstandener Behinderungen das große Ziel, dem man durch Qualitätssicherung mit verbindlichen Anforderungskriterien an die Kliniken begegnen will. Nur die Perinatalzentren Level I – III sind für die Versorgung von Frühgeborenen zugelassen und nur ein Level-I-Zentrum darf Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm betreuen. Die Entscheidung zur Aufnahme in einem dem Risiko entsprechenden Zentrum muss vor der Geburt erfolgen, da jeder Transport eines Frühgeborenen ein zusätzliches Risiko birgt. Schwangere mit drohender Frühgeburt sind daher gut beraten, sich mit Hilfe ihres Frauenarztes rechtzeitig nach einer geeigneten Klinik zu erkundigen.

Formulare

Formulare, Formulare …

Eine Schwangerschaft ist ein besonderes Ereignis für die gesamte Familie. Vor allem in den letzten Wochen der Schwangerschaft wächst die Vorfreude auf den neuen Erdenbürger. Leider müssen bereits vor der Geburt einige Formalitäten erledigt werden. Ist das Baby erst einmal auf der Welt, kommen weitere Aufgaben hinzu. Im Folgenden sind die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Das ist zu erledigen

Die Geburtsurkunde ist ein amtliches Dokument, das die Geburt einer Person bescheinigt. Sie enthält sämtliche für Ämter wichtige Daten. Hierzu gehören zum Beispiel die Namen des Kindes und der Eltern, Geschlecht, Geburtsdatum und -ort sowie Religion des Kindes. Der Standesbeamte ergänzt die Angaben durch einige Einträge und beurkundet die Daten mit einem Siegel. Diese Formalität muss kurz nach der Geburt erledigt werden. In vielen Fällen bieten Krankenhäuser einen Anmeldeservice, bei dem Sie lediglich die Urkunde vom Standesamt abholen. Diese Unterlagen sollten Sie zur Beantragung der Geburtsurkunde mitbringen: Personalausweis, Geburtsurkunden der Eltern, Bescheinigung des Krankenhauses, Heiratsurkunde bzw. beglaubigte Abschrift der Heiratsurkunde. Ledige Mütter benötigen die Vaterschaftsanerkennung.

Auch das Einwohnermeldeamt muss über die Geburt Ihres Kindes informiert werden. Diese Formalität nach der Geburt dient zur behördlichen Erfassung des neuen Staatsbürgers. In der Regel erhält das Einwohnermeldeamt alle notwendigen Informationen vom Standesamt der Eltern. Allerdings gilt dies nicht für jede Stadt. Ein Anruf bei der zuständigen Behörde verschafft Ihnen Sicherheit. Sollten Sie auch einen Kinderreisepass beantragen wollen, ist der Gang zum Einwohnermeldeamt unumgänglich. Um Ihr Kind beim Einwohnermeldeamt registrieren zu lassen, legen Sie die folgenden Unterlagen vor: Personalausweis der Eltern, Geburtsbescheinigung des Kindes, ggf. Vaterschaftsanerkennung

Wenn Sie einen Kinderreisepass beantragen möchten, bringen Sie zusätzlich Folgendes mit: biometrisches Passfoto des Kindes, Sorgerechtsnachweis (bei nur einem Erziehungsberechtigten)

Wenn Mutter und Vater des Neugeborenen zum Zeitpunkt der Geburt miteinander verheiratet sind, gilt der Ehemann automatisch als Vater des Kindes. Sind die Eltern nicht ehelich verbunden oder leben in einer neuen Partnerschaft, kann der Vater die Vaterschaft kostenlos anerkennen lassen.

Geburt

Weniger Schmerzen bei der Geburt

Viele Frauen haben Angst vor den Schmerzen bei einer Geburt. So gibt es immer mehr Geburten, die medizinisch begleitet werden. Diese Therapien werden am häufigsten in Anspruch genommen: Drei Prozent der Frauen ließen sich mit naturheilkundlichen Methoden wie Homöopathie oder Akupunktur helfen, für entkrampfende Mittel und/oder Schmerzmittel wie Zäpfchen oder Infusionen entschieden sich zehn Prozent, vier Prozent verwendeten Lachgas, und die „beliebteste“ Schmerztherapie ist die PDA (Periduralanästhesie), welche 25 Prozent der Frauen durchführen ließen. Einem Kaiserschnitt mit PDA unterzogen sich fast acht Prozent der Frauen und ein Prozent einem Kaiserschnitt mit Vollnarkose. 49 Prozent der Frauen haben völlig natürlich geboren, ohne schmerztherapeutische Hilfe. An der Umfrage nahmen insgesamt 313 Frauen teil.

Am Anfang helfen oft Massagen

Bei einer Geburt steigern sich die Schmerzen nach und nach. Entsprechend dem Grad der Beschwerden wird unterschiedlich behandelt. Solange die Schmerzen noch nicht so groß sind, genügen meist Massagen oder ein Bad, um sich Erleichterung zu verschaffen. Reichen diese Methoden nicht mehr aus, nutzen viele Ärzte zunächst natürliche Schmerzmittel. Sind die Schmerzen für die Frau aber nach wie vor nicht erträglich, wird eine PDA gelegt, wenn die Schwangere dies wünscht.

Die Beschwerden werden dabei stets individuell therapiert und die Gebärende darf mitbestimmen, ob und wann sie welches Medikament erhält. Allerdings muss man beachten, dass Schmerzmittel wie beispielsweise Buscopan und Meptid nicht sehr anhaltend wirken, der schmerzlindernde Effekt nimmt schon nach kurzer Zeit wieder ab. Die PDA hingegen wirkt länger.

Das Internet bietet eine Fülle an richtigen, aber auch falschen Informationen zur Schmerztherapien bei der Geburt sowie viele Horrorgeschichten. Diese führen zu Verunsicherung und können Ängste hervorrufen. In einem persönlichen Gespräch mit den Fachärzten der Gynäkologie und Anästhesie kann die werdende Mutter alle Fragen, Bedenken und Sorgen klären. Auch wer naturheilkundliche Maßnahmen in Anspruch nehmen möchte, sollte dies vorab besprechen. Nur wer diese Möglichkeiten wahrnimmt, kann für sich das beste Verfahren für die Geburt auswählen.

Befruchtete Eizelle

Die Entstehung eines neuen Menschenlebens – Video

Ein neues Menschenleben entsteht durch die Verschmelzung von Spermium und Eizelle. Dieses Video zeigt den Befruchtungsprozess in Virtual Reality. Neben dem normalen Befruchtungsvorgang wird auch mit faszinierenden Bildern gezeigt, wie sich Spermien und Eizelle verhalten, wenn sie sich nicht in bester Verfassung befinden. Darüber hinaus wird gezeigt, welche Auswirkungen der Verzicht auf Drogen und Alkohol, regelmäßiger Sport, eine gesunde Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel auf die Samenzellen haben können.

Hier können Sie sich das fasziniernde Viedoe ansehen.

[caption id="attachment_2448" align="alignnone" width="360"] exceltis – ein neues Menschenleben ensteht[/caption]

Mit den wertvollen Nährstoffen bereiten Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch ihren Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Außerdem unterstützen sie zusätzlich die natürliche Entwicklung ihres Babys im Mutterleib. Um diese in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen, sind Nahrungsergänzungsmittel mit entsprechenden Wirkstoffen unerlässlich.

Auch Männer die Spermabildung unterstützen. Mit Nahrungsergänzungsmitteln, die auf den Nährstoffbedarf von Männern mit Kinderwunsch zugeschnitten sind.

Weitere Informationen zum Thema unerfülltem Kinderwunsch finden Sie unter https://www.aus2mach3.de

 

 

Vitamine & Co. in der Schwangerschaft

Vitalstoffe für Schwangere

Was die werdende Mutter jetzt braucht

Schon Frauen, die schwanger werden wollen, und vor allem Schwangere sollten auf die Ernährung achten. In der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Bedarf an Vitalstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und essentiellen Fettsäuren

Der Besuch beim Frauenarzt sorgt für Euphorie: endlich schwanger! Im ersten Trimester der Schwangerschaft leiden Frauen oft unter Übelkeit, das zweite Trimester ist dann meist eine einfach rundherum tolle Zeit. Jetzt müssen Frauen besonders auf ihre Ernährung achten, denn allein der Vitaminbedarf steigt in der Schwangerschaft um 30 Prozent. Später, in der Stillzeit, sogar um über 50 Prozent. Manche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente lassen sich nicht ohne weiteres über die Ernährung aufnehmen. Sie sollten durch spezielle, für schwangere Frauen konzipierte Präparate eingenommen werden,

Folsäure

Eine besondere Bedeutung spielt Folsäure, das sogenannte Vitamin B 9. Folsäure ist insbesondere für die Bildung der roten Blutkörperchen verantwortlich. Bei Folsäuremangel treten Missbildungen des Wirbelkanals und des Gehirns – sogenannte Neuralrohrdefekte (zum Beispiel ein offener Rücken) – auf. Mittlerweile ist bewiesen, dass eine rechtzeitige Einnahme von Folsäure dieses Risiko um bis zu 80 Prozent senken kann. Gynäkologen empfehlen, sie schon beim Kinderwunsch und bis zu 12 Wochen nach der Entbindung einzunehmen. Meist wird Folsäure sowieso nicht in den empfohlenen Mengen zugeführt. Dazu verdoppelt sich am Anfang der Schwangerschaft der Bedarf auf 0,6 Milligramm täglich.

Jod

In unserer Überflussgesellschaft ist diese Nachricht erstaunlich: Deutschland zählt zu den Jodmangelgebieten. Die durchschnittliche tägliche Jodzufuhr liegt nur bei einem Drittel der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Jodmangel in der Schwangerschaft erhöht das Risiko einer Kropfbildung sowie körperlicher und geistiger Entwicklungsstörungen beim Neugeborenen. Ungefähr ab der zwölften Schwangerschaftswoche benötigt der Fötus Jodid.

Eine ausreichende Jodzufuhr bewirkt, dass sich Schilddrüse, Gehirn und Knochen des Ungeborenen gesund entwickeln. Frauen müssen in der Schwangerschaft mindestens 230 Mikrogramm Jodid am Tag zuführen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät werdenden Müttern sogar zu einer Tageszufuhr von 250 Mikrogramm. Diese Mengen sind schwer durch jodhaltiges Salz oder jodhaltigen Fisch zu erreichen. Deshalb kann es ratsam sein, Jodpräparate einzunehmen.

Eisen

Eisen ist für eine gesunde Schwangerschaft essentiell. Es wird für die Bildung von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, benötigt sowie für zahlreiche Enzyme. Während der Schwangerschaft verdoppelt sich der Eisenbedarf, zusätzliche Verluste entstehen bei der Geburt durch den Blutverlust und während der Stillzeit. So liegt der Eisenbedarf bei Schwangeren etwa bei 30 Milligramm täglich.

Häufig schaffen es Schwangere nicht, so viel Eisen mit der Ernährung zuzuführen. Dann leiden sie unter den typischen Symptomen einer Blutarmut (Anämie), fühlen sich schlapp, müde und antriebsschwach. Eisen steckt in Fleisch, grünem Gemüse und Getreide. Doch die Mengen, die der Körper in der Schwangerschaft und danach benötigt, können meist nur durch Präparate aus der Apotheke aufgenommen werden. Unterstützen können Frauen die Eisenaufnahme durch Vitamin C. Orangensaft oder Zitronensaft erhöht also indirekt die Aufnahme von Eisen.

Kalzium und Vitamin

Das Baby sollte mit starken Knochen und gesunden Zahnanlagen zur Welt kommen. Dazu benötigt es eine ausreichende Kalziumversorgung. Der Fötus im Mutterleib holt sich das von der Mutter, notfalls indem es der Mutter das Kalzium aus den Knochen zieht. Das fördert dann bei der Mutter Osteoporose. Der Kalziumbedarf in der Schwangerschaft liegt zwischen 1000 und 1500 Milligramm täglich.

Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Käse liefern viel Kalzium. Auch in Nüssen, Samen, Vollkornbrot , Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl, Fenchel, Salat wie Rucola und Kräutern steckt viel Kalzium. Jedoch verwertet der Körper pflanzliches Kalzium nicht so gut wie tierisches. Der Mineralstoff senkt auch das Risiko für eine schwangerschaftsbedingte Blutdruckerhöhung und Präeklampsie (eine Form der Schwangerschaftsgestose) Indirekt versorgen auch Spaziergänge den Körper mit Kalzium: Sonnenlicht fördert die Bildung von Vitamin D, und das wiederum spielt eine wichtige Rolle bei der Kalziumaufnahme.

Magnesium, Zink und Omega-3-Fettsäuren

Magnesium schützt vor vorzeitiger Wehentätigkeit, Wadenkrämpfen, Verstopfung und Übelkeit. Es entspannt die Muskulatur. Zink ist wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Auch die in der Muttermilch enthaltenen Omega- 3-Fettsäuren sind für die geistige Entwicklung von Bedeutung.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie diese wichtigsten Vitalstoffe in ausreichendem Maße zu sich nehmen, sollten Sie bei ihrem Frauenarzt das Thema ansprechen. Heutzutage gibt es in der Apotheke gute Kombipräparate, die den gesamten erhöhten Bedarf abdecken.

ultraschall archiv

Baby-Scanner für daheim

Noch eine Weiterentwicklung, die Mamas und Papas Herzen höher schlagen lässt: Werdende Eltern können ihr Baby jetzt dank einer Software namens Baby Scan zu jeder Zeit per Ultraschall in 2D oder 3D über eine App beobachten. Über die Cloud lassen sich die Bilder auch noch mit Verwandten fürs Familienalbum teilen. Baby-Scan sorgt dafür, dass eine Frau ihre Schwangerschaft noch intensiver erlebst. Für viele werdende Eltern dürfte es einfach toll sein, das Wachstum und die Entwicklung des Kindes sehen zu können. Vor allem, weil sie diese Bilder mit Familie und Freunden teilen können. Der Baby-Scanner ist allerdings kein Ersatz für medizinisch notwendige Ultraschalluntersuchungen. Professionelle Ultaschallgeräte, wie sie beim Arzt stehen, haben eine bessere Auflösung und lassen sich zielgerichteter steuern bei der Untersuchung. Sie bieten darüber hinaus eine Vielzahl von Diagnosemöglichkeiten. Der Scanner für den Hausgebrauch sollte daher vor allem als ein Extra betrachtet werden, das eine Schwangerschaft noch intensiver erlebbar und die Vorfreude auf den kommenden Nachwuchs noch größer macht.

Ultraschallbilder als Video speichern

Die Baby-Scan-App ist das Tool, um über alle wesentlichen Details der Entwicklung eines Babys informiert zu bleiben. Die App wird über WLAN mit dem eigentlichen Scanner verbunden. Die Ultraschallbilder können direkt als Bilder oder Videos gespeichert werden. Die Bilder werden in eine Zeitleiste gestellt, sodass die Entwicklung übersichtlich nachvollzogen werden kann. Die in der App gespeicherten Daten werden in einer sicheren Umgebung gespeichert. Dadurch ist der Datenschutz des Benutzers gewährleistet. Darüber hinaus enthält die App einen Wehen-Timer, ein Babynamen-Tool und einen Blog mit allerlei interessanten Fakten. Die App ist für alle kostenlos und kann heruntergeladen werden im AppStore oder bei Google Play. Der Scanner allerdings ist nicht umsonst. Sein Preis liegt bei ca. 500 Euro. Ähnliche Geräte gibt es schon länger auf dem Markt, auch zu deutlich niedrigeren Preisen. 3D-Aufnahmen zu nichtmedizinischen Zwecken („Babykino“) jedoch werden ab 2021 verboten sein, weil sich das Gewebe des Fötus dabei erwärmen kann. Experten empfehlen, solche Scanner daher nicht täglich einzusetzen. 2D-Aufnahmen bleiben weiterhin erlaubt.

 

Rauchfrei durch die Schwangerschaft

Ohne Alkohol und Tabak durch die Schwangerschaft

Das Universitätsklinikum Tübingen hat in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein neues kostenloses Online-Beratungsprogramm für werdende Mütter entwickelt. Damit können Schwangere, denen der Verzicht auf Alkohol und Tabak schwer fällt, persönlich unterstützt werden, während ihrer Schwangerschaft alkohol- und rauchfrei zu bleiben. Nach einer Modellphase geht das Onlineprogramm www.iris-plattform.de jetzt neu an den Start. Die IRIS-Onlineberatung begleitet Schwangere individuell von der Vorbereitung des Konsumverzichts durch alle Phasen des Ausstiegs. Die teilnehmenden Frauen durchlaufen die klassischen Schritte einer Beratung, können diese aber online und in ihrem persönlichen Tempo gestalten.

Immer noch rauchen 12 Prozent der schwangeren Frauen und etwas mehr als 25 Prozent trinken zumindest gelegentlich Alkohol, obwohl die negativen Folgen von Tabak- und Alkoholkonsum wissenschaftlich vielfach belegt sind. Tabakkonsum während der Schwangerschaft schränkt die Versorgung des Embryos mit Sauerstoff und Nährstoffen ein – das kann in der Folge zu Früh- und Fehlgeburten führen. Alkohol als Zellgift behindert die geistige und körperliche Entwicklung des Embryos im Mutterleib. Die Folge können irreversible Schädigungen bis hin zum Vollbild des FASD-Syndroms (der Fetalen Alkohol-Spektrum-Störung) sein. Betroffene Kinder sind häufig ein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen.

„Alkohol und Tabak müssen ein selbstverständliches No-Go werden“

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, erklärt: „Alkohol und Tabak in der Schwangerschaft müssen endlich ein selbstverständliches ‚No-Go‘ werden! Jede Schwangere gefährdet sich und ihr Ungeborenes massiv: Die Kinder können durch den Alkoholkonsum ihrer Mütter schwerwiegende gesundheitliche Einschränkungen erleiden und später extreme Probleme bekommen, ihren Alltag zu bewältigen. Beim Tabakkonsum sind Wachstumsminderung, Fehlbildungen oder spätere Verhaltensauffälligkeiten mögliche Folgen. Wir müssen diese Kinder schützen und die Schwangeren weiter aufklären! Daher ist es wichtig und richtig, dass wir mit den Frauen durch Hilfsangebote wie IRIS direkt in den Dialog treten und sie somit auf dem Weg in die Abstinenz unterstützen.“

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, betont: „Das Programm IRIS ergänzt in hervorragender Weise die Präventionsangebote der BZgA für Schwangere im Bereich der Suchtprävention. Wir wollen Frauen darüber informieren, dass Alkohol- und Tabakkonsum in der Schwangerschaft zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen beim Ungeborenen führen kann. Gleichzeitig ist es uns ein wichtiges Anliegen, Frauen bei der Konsumreduzierung zu unterstützen. Ein persönliches, individualisiertes Online-Programm wie IRIS eignet sich dafür besonders gut.“

Projektleiter Prof. Dr. Anil Batra, Leiter der Sektion für Suchtmedizin und Suchtforschung am Universitätsklinikum Tübingen, ergänzt: „Schwangere erhalten bei IRIS die persönliche Unterstützung einer speziell qualifizierten Therapeutin per E-Mail. IRIS kann sich damit flexibel auf die individuellen Sorgen und Wünsche von Schwangeren einstellen und ihnen helfen, alkohol- und tabakfrei durch die Schwangerschaft zu gehen.“

Weitere Informationen:

https://www.iris-plattform.de/
www.facebook.com/irisplattform

Allgemeine Informationen zum Thema „Alkoholfreie Schwangerschaft“ im Rahmen der BZgA-Präventionskampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ Für Erwachsene:
https://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/schwangerschaft-und-stillzeit/

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Mütter wollen reden!

Reden, das ist es, was Mütter nach der Entbindung wollen. Das sagt zumindest die Bielefelder Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Kolip. Sie hätten das Bedürfnis, die Geburt zu reflektieren. Vor allem nach einem Kaiserschnitt oder einer Saugglockengeburt sei das der Fall, erläutert die Expertin. „Aber auch, wenn alles ohne Komplikationen verlaufen ist, suchen viele Frauen nach einer Einschätzung.“ Zwar gingen Schwangere heute gut vorbereitet in die Geburt. „Aber das ist so ein existenzielles Erlebnis. Da kann man noch so gut informiert sein, es fühlt sich anders an, und häufig läuft es nicht nach Plan“, sagt Kolip. Daher seien Gespräche mit den bei der Geburt beteiligten Personen wichtig. Auch Astrid Saragosa, Familientherapeutin in Weilheim, betont die Bedeutung von Nachsorgegesprächen. Denn wenn nicht alles nach Plan laufe, gäben sich viele Frauen selbst die Schuld. „Dabei könnte eine klärende Einordnung, warum der Arzt oder die Hebamme bestimmte Maßnahmen gewählt haben, sehr hilfreich sein für die Verarbeitung des Geburtserlebnisses“, sagt Saragosa.

Wenn Mütter die Fassung verlieren

Viele Mütter erleben in den ersten Tagen nach der Entbindung eine kurze Phase, in der sie „leicht die Fassung verlieren“, stimmungslabil und ängstlich sind und grundlos weinen. Dieser sogenannte Baby Bluesklingt nach kurzer Zeit ohne Behandlung wieder ab. Wenn die depressiven Symptome allerdings über einen längeren Zeitraum anhalten, kann sich eine ernstzunehmende Erkrankung mit potenziell schwerwiegenden Folgen für Mutter wie Kind und oft auch die ganze Familie entwickeln: die Postpartale Depression.

Auch bereits während der Schwangerschaft zählen Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Viele Frauen sind in dieser Zeit sehr ängstlich, machen sich große Sorgen über die Entwicklung des Kindes im Mutterbleib. Sie (ver-)zweifeln daran, ob sie die mit der Mutterschaft verbundenen Erwartungen und Anforderungen erfüllen können. Depressionen während der Schwangerschaft können sich direkt auf den Fötus auswirken und gehen mit erhöhtem Frühgeburtsrisiko und geringerem Geburtsgewicht einher.

Neben dem Leidensdruck und den Folgen der Erkrankung für die Mutter können Prä- und Postpartale Depressionen langfristig auch die Entwicklung kognitiver oder emotionaler Fähigkeiten des Kindes beeinträchtigen. Deswegen bedürfen Depressionen rund um die Geburt eines Kindes professioneller Behandlung. Depressionen sind auch in dieser Lebensphase gut behandelbar.

Pregnant woman suffering with headache and nausea

Trotz Depressionen Schwanger

Diese Studie gab Entwarnung für Frauen, die unter Depressionen leiden und einen Kinderwunsch haben: eine Depression der Frau allein muss kein Hinderungsgrund für eine Schwangerschaft und Lebendgeburt sein. Allerdings deutet die Studie an, dass die Behandlung der Depressionen durchaus ein kritischer Punkt sein kann – hier empfiehlt es sich, bei dem Arzt, der die Depressionen behandelt, deutlich den Kinderwunsch anzusprechen. Die Medikamentenwahl sollte diesem Wunsch natürlich gerecht werden. Auch Gynäkologen geben sicher gern ihre Einschätzung dazu ab.

Wie aber kann eine Depression des Mannes hinderlich beim Kinderwunsch sein? Auch hier könnte die Behandlung der Depressionen kritisch sein – auch der Mann sollte also bei Kinderwunsch dieses Thema beim behandelnden Arzt ansprechen. Allerdings kann die Studie nicht eindeutig klären, ob die Depressionen dem bisher unerfüllten Kinderwunsch voraus gingen oder doch eventuell eine Folge der Unfruchtbarkeit sind. In beiden Fällen sollte man also auch den männlichen Partner eines Paares mit Kinderwunsch nicht vergessen – Depressionen des Mannes gehören natürlich ebenso bestmöglich behandelt und zwar nicht nur, um ein gemeinsames Baby bekommen zu können.

Wie wirken sich Depressionen auf die Erfüllung eines Kinderwunsches aus? Frauen mit Endometriose leiden auch häufiger unter Unfruchtbarkeit – tatsächlich kommt es oft im Rahmen einer Fruchtbarkeitsbehandlung zur Diagnose Endometriose oder auch PCO-Syndrom (polyzystisches Ovarialsyndrom), die beide die Schwierigkeiten, schwanger zu werden, erklären können. Auch Depressionen treten als Begleiterkrankung von Endometriose und PCO-Syndrom häufig auf. Eine aktuelle Studie untersuchte nun, ob Depressionen bei Frauen, die Behandlung mit Antidepressiva oder aber eventuell auch eine Depression beim Mann mit größeren Fruchtbarkeitsproblemen einhergehen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Unfruchtbarkeit und Depressionen?

Dies wurde von Gynäkologin Prof. Evans-Hoeker und Kollegen einer US-amerikanischen Fruchtbarkeitsklinik bei Patienten untersucht, die an einer von zwei Studien teilnahmen. In einer Studie wurden medikamentöse Behandlungen für das PCO-Syndrom untersucht (Clomiphencitrat versus Letrozol), in einer anderen wurden ähnliche Medikamente bei unerklärter Unfruchtbarkeit getestet (Gonadotropin versus Clomiphencitrat versus Letrozol). Die teilnehmenden Paare füllten jeweils einen Fragebogen zur Patientengesundheit (PHQ-9) aus. Ein Ergebnis in dieser Befragung von mehr als 10 Punkten wurde als Zeichen einer derzeitigen depressiven Erkrankung gedeutet. Zusätzlich wurde erfasst, welche Medikamente die Frauen aktuell einnahmen.

Die zentrale Frage der Studie war, ob die Paare ein Baby bekamen, also ob eine Lebendgeburt erfolgte. Auch die Häufigkeit von Schwangerschaften sowie von Fehlgeburten im ersten Drittel der Schwangerschaft wurde ermittelt, um eine den Einflusses von Depressionen auf die Fruchtbarkeit abschätzen zu können. Die Forscher analysierten die Ergebnisse unter Berücksichtigung von Alter, Herkunft, Einkommen, Raucherstatus und Behandlungsgruppe (PCO-Patientinnen oder unerklärte Unfruchtbarkeit), aber auch danach, wie lange die Paare bereits versucht hatten, ein Kind zu bekommen.

Zahl der Schwangerschaften, Fehlgeburten und Lebendgeburten bei PCO-Syndrom oder Fruchtbarkeitsbehandlung mit und ohne Begleiterkrankung Depression

In die Analyse konnten die Daten von 1650 Frauen und 1608 Männern aufgenommen werden. Dabei zeigte sich, dass aktuelle Depressionen der Frauen (wenn keine Antidepressiva genommen wurden) keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit zu haben schienen. Frauen mit Depressionen wurden also ähnlich häufig schwanger (sogar geringfügig häufiger) oder bekamen Babies wie Frauen ohne Depressionen. Eine medikamentöse antidepressive Behandlung (Daten von 90 Frauen) führte allerdings häufiger zu Fehlgeburten, als dies bei Frauen ohne Antidepressiva der Fall war. Auch bei Depressionen der Männer kam es in dieser Studie seltener zu einer Schwangerschaft.

Depressive Frauen werden nicht seltener schwanger, Depressionen der Männer stehen Schwangerschaften eher im Weg

Damit gibt es Entwarnung: eine Depression der Frau allein muss kein Hinderungsgrund für eine Schwangerschaft und Lebendgeburt sein. Allerdings deutet die Studie an, dass die Behandlung der Depressionen durchaus ein kritischer Punkt sein kann – hier empfiehlt es sich, bei dem Arzt, der die Depressionen behandelt, deutlich den Kinderwunsch anzusprechen. Die Medikamentenwahl sollte diesem Wunsch natürlich gerecht werden. Auch Gynäkologen geben sicher gern ihre Einschätzung dazu ab. Wie aber kann eine Depression des Mannes hinderlich beim Kinderwunsch sein? Auch hier könnte die Behandlung der Depressionen kritisch sein – auch der Mann sollte also dieses Thema beim behandelnden Arzt ansprechen.

Allerdings kann die Studie nicht eindeutig klären, ob die Depressionen dem bisher unerfüllten Kinderwunsch voraus gingen oder doch eventuell eine Folge der Unfruchtbarkeit sind. In beiden Fällen sollte man also auch den männlichen Partner eines Paares mit Kinderwunsch nicht vergessen – Depressionen des Mannes gehören natürlich ebenso bestmöglich behandelt und zwar nicht nur, um ein gemeinsames Baby bekommen zu können.

Quelle:
DeutschesGesundheitsPortal.de

Referenzen:

Evans-Hoeker EA, Eisenberg E, Diamond MP, et al. Major depression, antidepressant use, and male and female fertility. Fertil Steril. 2018;109(5):879-887. doi:10.1016/j.fertnstert.2018.01.029.

 

Geistige und körperliche Entwicklung

Familienplanung: Schneller zum Wunschkind

Sind Paare bereit für das Abenteuer Familie, dann soll es mit dem Wunschkind möglichst schnell gehen. Viele Frauen nehmen an, dass sie schwanger werden, sobald sie nicht mehr verhüten. Doch so einfach ist es nicht – denn nur an bestimmten Tagen im Zyklus ist der weibliche Körper überhaupt empfängnisbereit. Dieser dauert laut Lehrbuch im Durchschnitt circa 28 Tage – etwa um den 14. Tag nach Beginn der letzten Periode findet der Eisprung statt. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Wie Studien zeigen, weisen 70 Prozent der Frauen längere oder kürzere Zyklen auf, und auch die Eisprungzeit kann durchaus variieren.

Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führt, bereits fünf Tage vor dem Eisprung, da der männliche Samen in der Scheidenflora so lange überleben und auf die gesprungene Eizelle „warten“ kann. Die Eizelle selbst ist auf ihrer Wanderschaft sechs bis zwölf Stunden überlebensfähig und kann in dieser Zeit befruchtet werden.

Das eigene Fruchtbarkeitsmuster erkennen

Die höchste Empfängniswahrscheinlichkeit herrscht allerdings an den zwei Tagen direkt vor dem Eisprung. Zu wissen, wann genau die fruchtbaren Tage sind, kann für Paare daher die Chance erhöhen, dass der Wunsch nach einem Kind schneller in Erfüllung geht. Ermitteln lässt sich dieser Zeitraum etwa mit dem OvulaRing. In die Scheide eingeführt, misst er die Körperkerntemperatur alle fünf Minuten, um aus tausenden Messdaten das persönliche Fruchtbarkeitsmuster der Frau zu erkennen und die Daten individuell auszuwerten. Anhand der graphischen Darstellung der Zykluskurve werden die möglichen fruchtbaren Tage für den nächsten Zyklus erkennbar. Neu ist die Anzeige der tagesaktuellen Empfängniswahrscheinlichkeit mit dem Status „Gering“, „Mittel“ oder „Hoch“. Bei der Statusangabe „Hoch“ ist die Wahrscheinlichkeit, in diesem Zyklus schwanger zu werden, am höchsten.

Entspannt bleiben trotz Kinderwunsch

In einer Studie berichtete eine Untergruppe von Anwenderinnen, dass sie nach durchschnittlich knapp vier Monaten schwanger geworden sind – persönliche Geschichten finden sich unter www.ovularing.de. Übrigens: Wenn Paare sich zu sehr unter Druck setzen und nur noch Sex nach Plan ausüben, kann sich der Stress störend auf die Fruchtbarkeit auswirken. Der Eisprung verzögert sich oder bleibt aus, bei Männern kann die Spermienqualität leiden. Eine Auszeit mit Ablenkung vom Kinderwunsch kann für mehr Gelassenheit sorgen. Innere Ruhe und Entspannung fördern auch Techniken wie Yoga oder Autogenes Training. Zudem sollte im Zuge der Familienplanung, wenn möglich, auf Alkohol und Nikotin verzichtet werden.

Worauf Kinderwunsch-Mütter achten sollten

Ein aktiver Lebensstil und eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung schaffen gute Voraussetzungen, um schwanger zu werden. So decken frisches Obst und Gemüse den Bedarf an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen im Körper. Zudem wird durch Bewegung starkes Übergewicht vermieden, welches einer Schwangerschaft im Weg stehen kann. Gut zu wissen: Wenn häufiger Geschlechtsverkehr nicht zu einer Schwangerschaft führt, kann es daran liegen, dass dabei die Zahl der Samenzellen im Sperma abnimmt. Hilfreich kann sein, den Eisprung zu erkennen, etwa mit dem OvulaRing, denn die Chance auf eine Befruchtung liegt am höchsten am errechneten Tag des Eisprungs, an den zwei bis drei Tagen davor und am Tag danach.