31. März 2023

Kinder auf den Nachwuchs vorbereiten

Wie wird unser Kind auf den Nachwuchs reagieren? Und wie können wir es optimal auf die neue Situation vorbereiten? Mit diesen Fragen sehen sich viele Eltern, die erneut schwanger sind, konfrontiert. Auch wenn das Geschwistersein, ähnlich wie das Elternsein, in der Theorie nur schwer erlernt werden kann, gibt es ein paar Dinge, die ihr im Vorfeldplanen könnt.

Zunächst gilt es, dem Erstgeborenen die Neuigkeiten mitzuteilen. Desto älter euer Kind, desto mehr wird es verstehen, was Sache ist und dass in Mamas Bauch ein Baby heranwächst. Somit ist es möglich ein älteres Kind einzuweihen, wenn die Schwangerschaft noch nicht sichtbar ist. 

Doch spätestens, wenn das der Fall ist und ihr die ersten Vorbereitungen für den Nachwuchs trefft, ist es an der Zeit. Erklärt eurem Kind in Ruhe, was passiert und was sich ändern wird. Bleibt dabei aber realistisch, damit keine Enttäuschungen nach der Geburt entstehen und nachher alles anders ist, als Mama und Papa gesagt haben. 

Gute Gefühle vermitteln

Die Gefühle in Bezug auf die neue Rolle als Geschwisterkind können sehr unterschiedlich sein und von Freude bis hin zu Eifersucht und Verlustängsten reichen. Letzteres dreht sich um den Verlust der ungeteilten Aufmerksamkeit der Eltern und ist eine völlig normale und menschliche Reaktion. 

Je geringer der Altersabstand zwischen Geschwistern ist, desto größer sind diese Ängste bei den Älteren. Da Eifersuchtsgedanken unter Geschwistern also normal sind, sollten sie auch nicht unterdrückt werden. Wichtig ist vielmehr, dass wir die Gefühle unserer Kinder annehmen und mit ihnen in ein positives Gefühl umwandeln. Es gibt beispielsweise auch viele tolle Erklär-Bücher für Kleinkinder, die ihr euch zur Hilfe nehmen könnt. Dort wird altersgerecht vermittelt, wie es ist, ein Geschwisterchen zu bekommen. 

Betreuung während der Geburt

Auch die Betreuung eures Kindes während der Geburt ist ein wichtiger Teil in der Vorbereitung und sollte vorher genau geplant werden. Da sich der Geburtszeitpunkt nie ganz genau vorhersagen lässt, sollte die betreuende Person flexibel sein und sich auf alle Tages- und Nachtzeiten einstellen. Ihr könnt die Betreuung auch aufteilen, indem ihr zum Beispiel eine Person für die späteren Uhrzeiten einplant und eine für die früheren. 

Am wichtigsten ist eigentlich, dass die Person eine dem Kind vertraute und gut bekannte Person ist, bei der es sich wohlfühlt. Die Person sollte zuvor schon öfter mit dem Kind alleine gewesen sein, sodass die Situation nicht komplett neu für alle ist. Auch in dem Haus, indem die Betreuung stattfinden soll, sollte das Kind schon ein paar Mal gewesen sein. Denn für die Kleinen ist die Situation schon aufregend genug, dann sollte das drum herum möglichst unkompliziert sein. 

Geschwister einbeziehen

Dem älteren Geschwisterkind können wir in erster Linie ein gutes Gefühl vermitteln, indem wir es von Anfang an mit in die Schwangerschaft einbeziehen. Es darf euch zum Beispiel bei den Vorbereitungen, wie dem Einrichten des Babyzimmers oder dem Besorgen von Kleidung und anderen Utensilien, helfen. Außerdem kann das Kind in die Überlegungen für den Namen des Babys mit einbezogen werden. Später, wenn das Kleine auf der Welt ist, darf es dannbeispielsweise beim Waschen oder Füttern mitmachen. Das aktive Kümmern fördert das Selbstvertrauen und vermittelt dem älteren Geschwisterkind, dass ihr ihm vertraut und es eine wichtige Position in der Familie hat. 

Natürlich lässt es sich nicht vermeiden, dass das Neugeborene mehr Aufmerksamkeit von euch bekommen wird. Besonders in dieser Zeit, solltet ihr aber darauf achten, dass ihr auch dem älteren Kind besondere Aufmerksamkeiten schenkt, wie etwa mit gemeinsamen Spiel- oder Kuscheleinheiten. Außerdem könnt ihr euch mit dem älteren Kind alteBabyfotos von ihm anschauen. Damit erhält es neben Aufmerksamkeit auch ein besseres Verständnis für die Situation. 

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