Blog

Radfahren

Bild: iStock

Mobil auf zwei Rädern

Fit bleiben – das ist auch für Schwangere und junge Mütter wichtig. Radfahren eignet sich gut dafür, wenn man einige Einschränkungen beachtet.

Nur noch bequem auf dem Sofa zu liegen, das tut auch Schwangeren nicht gut. Sie brauchen Bewegung, denn sie sollten möglichst fit sein vor allem bei der Geburt. Wer ein Fahrrad zu Hause stehen hat, sollte sich daher mindestens zweimal wöchentlich in den Sattel schwingen und eine größere Runde drehen.

Auch die täglichen Besorgungen und Besuche lassen sich prima und klimaneutral mit dem Rad erledigen. Das trainiert den Kreislauf, fördert die Durchblutung vor allem auch in den Beinen, die im späteren Verlauf der Schwangerschaft zu Krampfadern neigen. Auch Rückenbeschwerden lassen nach, der Schlaf wird fester und tiefer, die Stimmung steigt, und die zähe Müdigkeit verfliegt. Viel Bewegung kann sogar einem Schwangerschafts-Diabetes entgegenwirken.

Nicht zu sehr anstrengen

Allerdings sollten sich Schwangere dabei nicht überfordern. Waren sie vorher sehr sportlich und leistungsorientiert, sollten sie nun nicht versuchen, dieses Level zu halten. Also einen Gang zurückschalten und gemächlicher in die Pedale treten. Vor allem im späteren Verlauf der Schwangerschaft, wenn der Bauch schon recht groß ist, leidet meist der Gleichgewichtssinn.

Frauen stehen dann nicht mehr so sicher und radeln oft auch etwas wackeliger als sonst. Deshalb Strecken bevorzugen, die nicht stark befahren sind, etwa ruhige Radwege oder Waldwege. Auch einen Blick auf den Untergrund werfen. Ist der Weg sehr holprig? Dann besser umdrehen und eine andere Strecke wählen. Denn größere und häufige Erschütterungen sind nicht gut fürs Ungeborene.

Tut auch der Psyche gut

Nach der Geburt ist erst mal Erholung wichtig. Also nichts unternehmen, was einen überfordert. Aber sobald sich die junge Mutter wieder gut fühlt, sollte sie auch ein wenig trainieren. Radeln ist eine ideale Therapie, um schneller wieder fit zu werden und den Körper zu straffen. Nach der Geburt sind die Bindegewebe und Bänder noch schlaff. Das ändert sich rasch durch regelmäßiges Radfahren.

Wer mag und die Zeit dafür hat, kann sich gern jeden Tag aufschwingen und nach Herzenslust herumsausen. Das tut auch der Psyche sehr gut. Ist der Partner oder ein anderer Erwachsener daheim und passt auf das Baby auf, sollte jede Frau diese Möglichkeit zu einer Auszeit nutzen – und vielleicht gemeinsam mit einer Freundin die Umgebung erkunden. Denn zu zweit macht das Radeln noch mehr Freude.

Erst den Arzt fragen

Wenn der Arzt etwa wegen Blutungen von anstrengenden Tätigkeiten abrät, gilt dies auch fürs Radeln. Dann das Rad nicht benutzen. Auch bei hohem Blutdruck, Übelkeit und Schwindelanfällen erst den Arzt fragen, ob er diese Art der Fortbewegung gutheißt. Wer sich auf dem Rad nicht wohl und sicher fühlt, sollte es besser stehen lassen.