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15. März 2022

Schlummern wie ein Murmeltier

Schlaf ist fürs Baby ein Lebenselixier. Deshalb ist es ungemein wichtig, ihm jederzeit die nötige Ruhe zu verschaffen.

Kaum sind die Augen auf, fallen sie schon wieder zu: In den ersten Monaten ihres Lebens schlafen Babys bis zu 18 Stunden täglich, ziemlich gleichmäßig über den Tag verteilt. Das liegt daran, dass ihnen noch der Tag-Nacht-Rhythmus fehlt. Zwischendurch wird getrunken, schon ein bisschen gespielt mit den Händchen, geschmust mit Mama und Papa. Und dann geht’s wieder ins Reich der Träume, in dem sich das Hirn des Kindes weiterentwickelt, seine Gefühle wachsen und der kleine Körper Kraft sammelt für die nächsten paar Stunden des Wachseins.

Wichtig: ein regelmäßiger Tagesablauf

Diese fürs Baby wichtigen Schlafzeiten sollten Eltern unbedingt und möglichst immer ermöglichen. Ein regelmäßiger Tagesablauf erleichtert dem Kleinen dabei die Gewöhnung ans Leben in der Familie. Denn Babys bekommen sehr schnell mit, wann es Zeit ist fürs Mittagsnickerchen und wann die nächste Mahlzeit lockt. Das hilft ihnen, sich zu entspannen und sicher zu fühlen. Schlummern sie darüber hinaus immer oder sehr häufig daheim in ihrer vertrauten Umgebung, ist das umso besser. Dann ist ihr Schlaf noch erholsamer, und die Eltern freuen sich über ein ausgeglichenes Baby, das wenig weint und oft lacht.

Schlafmangel

Untersuchungen haben gezeigt: Wenn Eltern verzweifeln, weil ihr Säugling dauernd schreit und weint, ist ein ausgiebiger Schlummer oft das beste Heilmittel. Denn Schlafmangel gehört zu den Hauptursachen, wenn Babys nicht zu Ruhe kommen. Sie sind dann überreizt und dünnhäutig. Bei einem Kind, das sich so verhält, ist es deshalb nicht immer eine gute Idee, es etwa mittags neben sich im Kinderwagen schlafen zu lassen, während man mit der Freundin im Café plaudert. Dann ist es besser, das Baby zuhause ins Bettchen zu legen und den Plausch in die Küche zu verlegen.

Vorsicht mit Einschlafhilfen

Manchmal gerät der Tagesrhythmus etwas durcheinander. So etwas passiert halt gelegentlich. Das Baby schläft dann nicht ein, weil vielleicht zu viel los ist. Es verpasst sein „Einschlaf-Tor“, wie Fachleute es nennen. Sensible Kinder tun sich dann möglicherweise schwer, rasch wieder zum gewohnten Rhythmus zurückzukehren. Es braucht mitunter ein paar Tage, bis alles wieder wie gewohnt läuft. Ist es sinnvoll, mein Kind in den Schlaf zu kuscheln? Manchmal ja, etwa wenn das Baby sehr aufgeregt ist. „Einschlafhilfen“ werden aber sehr schnell zur Gewohnheit, so dass es ohne bald gar nicht mehr geht. Deshalb Vorsicht mit solchen Ritualen.

Auch selber ausschlafen

Die Eltern sollten ebenfalls auf genügend Schlaf achten. Wenn es nachts damit nicht klappt, sich tagsüber mal ein, zwei Stunden hinlegen. Denn die innere Ruhe nach einem erholsamen Schlummer überträgt sich auf das Baby. Umgekehrt ist es leider auch so: Überreizte und übernächtigte Eltern sind keine Einschlafhilfe fürs Kind.

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