Bild: Thomas / pixelio.de
13. Juli 2022

Hilfe bei Wespenstichen

„Hat eine Wespe oder Biene zugestochen, entfernen Erwachsene am besten gleich den meist noch in der Haut steckenden Stachel, denn dieser pumpt weiter Gift unter die Haut. Eine kalte Kompresse auf einer Einstichstellen – ob Biene oder Wespe – lindert den Schmerz und reduziert die Schwellung. Wespenstiche lösen gelegentlich bakterielle Infektionen aus, da diese Tiere ihren Stachel auch für den Beutefang einsetzen“, erläutert Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von www.kinderaerzte-im-netz.de. Dann kann eine antibiotische Behandlung erforderlich sein.

Standort mit Bedacht wählen

Säuglinge und ältere Babys sollten bei Picknicks oder ähnlichen Treffen nicht direkt neben dem Essen und Trinken platziert werden. Bei Familienmahlzeiten auf der Terrasse oder dem Balkon dürfen Getränke und Essbares nicht unbedeckt stehen bleiben, damit möglichst wenig Wespen angelockt werden. Aus Dosen oder Flaschen trinken Kinder besser mit einem Strohhalm, um kein Insekt zu erwischen, das ins Gefäß geraten ist. „Ein Stich im Mundraum kann lebensgefährlich werden, da die Atmung dadurch beeinträchtigt werden kann. In diesem Fall sollten Eltern umgehend einen Arzt rufen. Kalte Tücher um den Hals und das Lutschen eines Eiswürfels bis zu dessen Eintreffen verzögern das Anschwellen des Halses“, rät Prof. Nentwich.

Allergische Reaktionen

Bienen- und Wespenstiche kosten in Deutschland etwa 10 Menschen pro Jahr das Leben, doch meist aufgrund einer Insektengiftallergie. Je häufiger jemand gestochen wird, desto größer ist das Risiko, eine allergische Reaktion zu entwickeln. Die Gefahr erhöht sich, wenn eine Person innerhalb von kurzer Zeit zweimal gestochen wird. Bei einer Bienen- bzw. Wespenstichallergie ist eine spezifische Immuntherapie (SIT) sinnvoll. Eltern sollten sich beim Kinder- und Jugendarzt beraten lassen. In Europa reagieren schätzungsweise etwa 1 bis 7% der Bevölkerung allergisch.

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