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17. März 2023

Selbstbewusstsein von Kindern stärken

Der Grundstein für unser Selbstbewusstsein wird in den ersten 6 Lebensjahren gelegt. Ob ein Kind also später zu einem selbstbewussten Erwachsenen heranwächst, hängt davon ab, wie sie in ihrer frühsten Kindheit geprägt werden. Wunderweib zeigt uns, wie wir das Selbstbewusstsein von Kindern stärken.

Kinder, die von ihren Eltern stark kritisiert werden, die von anderen Kindern gehänselt werden, häufig mit anderen Kindern verglichen werden oder zu hohe Erwartungen nicht erfüllen können, leiden zwangsläufig unter einem geringen Selbstwertgefühl. Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl muss man als Eltern Schritt für Schritt aufbauen. Es entwickelt sich nicht von einem Tag auf den anderen. Und am allerwichtigsten ist, mit gutem Beispiel voranzugehen. Denn wie soll ein Kind lernen, sich neuen Herausforderungen zu stellen, auf andere zuzugehen und für seine eigene Meinung einzustehen, wenn wir ihnen das als Eltern nicht vorleben?

So stärkt ihr das Selbstbewusstsein eurer Kinder

Interesse zeigen: Ermutigt euer Kind, jeden Tag über sich zu sprechen. Fragt, zum Beispiel wie es im Kindergarten oder in der Schule war. Fragt außerdem nach seiner Meinung, seinen Wünschen und Ängsten. Auf diese Weise wird das Selbstwertgefühl des Kindes aufgebaut. Es lernt: Ich bin wichtig, meine Meinung zählt, andere Menschen interessieren sich für mich.

Anerkennung und Lob aussprechen: Lobende Worte und Gesten sind ein schneller und effektiver Weg, das Selbstbewusstsein des Kindes aufzubauen. Ähnlich wie wir Erwachsene wollen auch Kinder ihrer selbst wegen geliebt werden. Egal ob sie Fehler machen und welche Stärken und Schwächen sie haben. Lobt euer Kind mindestens einmal am Tag, am besten für etwas, für das es sich anstrengen musste. Lobt aber auch, wenn etwas nicht gelungen ist. Nämlich für den Versuch und den Mut, etwas Neues auszuprobieren.

Neue Dinge ausprobieren: Ermutigt eure Kinder, neue Dinge auszuprobieren, gebt ihnen aber gleichzeitig auch den Rückhalt und die Sicherheit, dass ihr da seid, wenn es euch braucht. Neue Dinge zu erkunden und neugierig zu sein, ist für jedes Kind enorm wichtig und trägt nicht nur dazu bei den eigenen Horizont zu erweitern, sondern auch, in Zukunft offen für Neues zu sein.

Liebe und Zuwendung geben: Ein Kind mit einem geringen Selbstbewusstsein braucht besonders viel Zuspruch. Nehmt es mindestens einmal am Tag in den Arm und sagt ihm, dass ihr es lieb habt und dass ihr froh seid, dass es da ist. Emotionale Wärme in Form eines Lächelns oder einer liebevollen Geste, wie zum Beispiel sanft über den Kopf zu streichen, sind genauso wichtig. Jedes Kind braucht das Gefühl geliebt zu werden. Mit diesen Emotionen sollten Eltern also niemals geizen.

Verhalten kritisieren, aber niemals die Person: Ein Kind zu kritisieren, dass eh schon ein sehr geringes Selbstbewusstsein hat, kann gefährlich sein. Daher sollten wir Eltern unbedingt darauf achten, wie wir Kritik üben. Von daher gilt: Das Verhalten kritisieren, aber nicht die Person. Ein Beispiel: „Ich hab dich lieb, aber dein frecher Ton gefällt mir nicht.“

Ein Vorbild sein: Wenn ihr wollt, dass eure Kinder richtig mit Fehlern und Schwächen umgehen, dann solltet ihr mit gutem Beispiel vorangehen. Zeigt eurem Kind, dass es es sich für seine Fehler und Schwächen nicht schämen muss, sondern dass es wichtig ist, daraus zu lernen, um gestärkt daraus hervorgehen zu können.

Vergleiche mit anderen Kindern lassen: Jedes Kind sollte das Gefühl haben, einzigartig zu sein. Vergleiche untergraben die Selbstachtung, nicht nur von Kindern, auch von Erwachsenen. Vergleicht euer Kind also nicht mit seinen Geschwistern oder Freunden. Das erzeugt bei dem Kind nur den Eindruck, als wäre es weniger wert.

Das Kind nicht in Watte packen: Um ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln zu können, müssen Kinder in jungen Jahren Risiken eingehen, Fehler machen, Niederlagen einstecken und manchmal auch Kummer und Schmerz fühlen. Alle Eltern wollen ihre Kinder beschützen, doch durch Überbehütung gaukeln wir ihnen eine Welt vor, die es so nicht gibt. Kummer und Krisen in der Kindheit und Jugend zu erleben und zu verarbeiten, hilft einem als Erwachsener besser damit umzugehen. Denn spätestens mit dem Einstieg ins Berufsleben fühlen sich überhütete Kinder schnell überfordert und sind somit anfälliger für Burn-out und Depressionen.

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