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7. Mai 2024

Still- und Babytees 

Die Zeit mit einem Neugeborenen kann wunderschön sein, aber auch stressig. Wie wäre es da mit einer guten Tasse Tee? Das Heißgetränk kann sowohl Mama als auch Baby zu Entspannung und Linderung verhelfen – auf die richtigen Sorten kommt es an.

Vorm ersten Kind haben viele eine romantische Vorstellung davon, wie sie die ersten Tage und Wochen mit ihrem Baby verbringen möchten. Oft holt einen die Realität dann schneller ein, als man möchte. Frauen, die davon träumten, ihrem Baby die Brust zu geben, stellen manchmal fest, dass das alles nicht immer so einfach ist. Solltet ihr Probleme beim Stillen haben, lasst euch auf jeden Fall von eurer Hebamme beraten und habt vor allem Geduld mit euch selbst. Sollte bei euch die Milch nicht (ausreichend) fließen, könnt ihr es mit Stilltees versuchen. Bei vielen Müttern haben die eine positive Wirkung. Enthalten ist meist eine Kombination aus Kräutern, die genau auf die Befürfnisse von Stillenden abgestimmt ist. Wissenschaftlich erwiesen ist die Wirkung zwar nicht, aber viele Mütter bestätigen einen positiven Effekt. Und allein schon die vermehrte Flüssigkeitszufuhr ist für die Milchbildung wichtig.

Fenchel, Anis und Kümmel

Zu den in Stilltees enthaltenen Kräutern zählen Fenchel, Anis und Kümmel, denen eine entkrampfende Wirkung nachgesagt wird. Dazu kommen oft noch weitere Kräuter wie Melisse, die beruhigend wirkt, und Bockshornklee, der den Milchfluss anregen soll. Manche setzen zusätzlich noch auf Himbeerblätter, Brennessel, Majoran oder Verbenenkraut. Bis zu drei Tassen Tee pro Tag werden Stillenden empfohlen. Aber, Achtung! Von Salbei- oder Pfefferminztee solltet ihr in der Stillzeit die Hände lassen – diese Kräuter hemmen die Milchbildung.

Ungesüßter Tee für Babys

Was für die Mama gilt, gilt aber nicht unbedingt gleichermaßen fürs Kind. So dürfen zwar auch Babys schon Tee bekommen, allerdings nicht alle Sorten, und auch erst, wenn eine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr zur Muttermilch oder Milchnahrung nötig ist. Das ist spätestens bei Einführung der dritten Breimahlzeit der Fall. Empfohlen wird dann eine zusätzliche Menge von 200 ml Wasser oder ungesüßtem Tee. Dabei sollen Babys und Kinder unter vier Jahren laut Europäischer Arzneimittelagentur anders als Stillende keinen Fenchel- oder Anistee trinken. Auch Schwarz- und Grüntee sind für die Kleinen tabu, denn diese enthalten anregend wirkende Gerbstoffe. Und auch der bei Krankheit so gern gegebene Pfefferminztee ist wegen der ätherischen Öle für Babys ungeeignet. Greift daher lieber zu unbedenklichen Sorten wie Hagebutte, Hibiskus (stärken das Immunsystem), Kamille (beruhigend) oder Roiboos (krampflösend). 

Das hilft Babys bei leichten Beschwerden

Schnupfen, Husten oder Bauchschmerzen – oft kann die richtige Teesorte eurem Baby Linderung verschaffen. 

Erkältungen und Husten: Bei Erkältungen, Bronchitis oder Keuchhusten hat sich Thymiantee bewährt, den dürfen Kinder ab einem Jahr bekommen. Drei Tassen täglich fördern das Abhusten, lösen den Schleim und mildern den Hustenreiz. Ähnliche Wirkung haben Lindenblüten, Holunderblüten und Eibisch.

Bauchschmerzen: Wenn der Bauch drückt, ist eine Kombination aus Anis- und Kümmelsamen der Klassiker. Einen Tee daraus können auch schon Säuglinge bekommen. Anis hilft gegen Bauchkrämpfe, Kümmel fördert die Verdauung und beide wirken gegen Blähungen. In vielen Fällen kann auch Kamillentee eine hilfreiche Rolle spielen, bei Blähungen und Bauchschmerzen kann er Krämpfe lösen und Entzündungen hemmen. Die meisten Kinder vertragen ihn gut, in seltenen Fällen kann es aber zu allergischen Reaktionen kommen. 

Wichtig: Wenn ihr Tee als Heilmittel einsetzt, solltet ihr das unbedingt vorher mit eurer Kinderärztin oder eurem Kinderarzt besprechen!

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