Tag : Kindergeld

Leistungen

Höhere Leistungen, mehr Entlastung…

…besserer Schutz –

Das ändert sich 2017 für Familien

Mehr Kindergeld und höherer Kinderzuschlag, steigender Kinderfreibetrag und mehr Unterhaltsvorschuss für einen längeren Zeitraum: Das Jahr 2017 bringt ein weiteres Plus bei den familienpolitischen Leistungen. Auch vom Mutterschutz sollen mehr Frauen profitieren.

Mehr Kindergeld

Eine der wichtigsten Leistungen für Familien steigt: das Kindergeld wird zum 1. Januar 2017 um 2 Euro angehoben. Es beträgt dann für das

  • erste und zweite Kind 192 Euro pro Monat,
  • dritte Kind 198 Euro,
  • vierte und jedes weitere Kind 223 Euro.

Zum 1. Januar 2018 steigt das Kindergeld nochmals um 2 Euro pro Monat. Kindergeld wird einkommensunabhängig gezahlt und erreicht Familien damit direkt.

Höherer Kinderzuschlag

Auch der Kinderzuschlag steigt 2017 um 10 Euro pro Monat. Er beträgt dann maximal 170 Euro pro Kind und Monat. Der Kinderzuschlag ist eine zusätzliche finanzielle Unterstützung für Eltern mit geringem Einkommen. Haben Eltern nicht genug Einkommen für den Bedarf ihrer Kinder, sichert der Kinderzuschlag diesen zusammen mit dem Kindergeld ab. So lässt sich der Bezug von Arbeitslosengeld II vermeiden.

Steigender Kinderfreibetrag

Der Kinderfreibetrag erhöht sich zum 1. Januar 2017 um 108 Euro auf dann 4.716 Euro pro Jahr. Eltern bekommen entweder Kindergeld oder die Freibeträge für Kinder bei der Einkommenssteuer. Das Finanzamt prüft bei der jährlichen Einkommensteuerveranlagung automatisch, ob Kindergeld oder der Kinderfreibetrag für Eltern günstiger ist. Der Kinderfreibetrag steigt zum 1. Januar 2018 nochmals um weitere 72 Euro auf dann 4.788 Euro pro Jahr.

Mehr Unterhaltsvorschuss

Mit dem Unterhaltsvorschuss unterstützt der Staat Alleinerziehende und Kinder, wenn das andere Elternteil nicht oder unregelmäßig Unterhalt zahlt.

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Alter der Kinder und soll monatlich wie folgt steigen:

  • für Kinder von 0-5 Jahren von 145 Euro auf 150 Euro,
  • für Kinder von 6-11 Jahren von 194 Euro auf 201 Euro,

Das Bundeskabinett hat am 14. Dezember 2016 einen Gesetzentwurf beschlossen, der zum Ziel hat, die Unterhaltsvorschussleistungen auszubauen und für eine unbegrenzte Dauer und bis zur Volljährigkeit von Kindern zu zahlen. Parallel zum Gesetzgebungsverfahren wird mit den Ländern eine Einigung zur Finanzierung des Ausbaus des Unterhaltsvorschusses, zum Zeitpunkt und der Ausgestaltung des Inkrafttretens sowie zu der genauen Ausgestaltung der inhaltlichen Verbesserungen im Hinblick auf effiziente Verwaltungsabläufe herbeigeführt.

Verbesserter Mutterschutz

Noch in der parlamentarischen Beratung befindet sich ein Gesetzesvorhaben mit dem ab dem geplanten Inkrafttreten im Laufe des Jahres 2017 mehr schwangere und stillende Frauen vom gesetzlichen Mutterschutz profitieren sollen. Dieser schließt dann erstmals auch Schülerinnen und Studentinnen ein und gilt auch für Praktikantinnen, Frauen mit Behinderung in Behindertenwerkstätten und Frauen in betrieblicher Berufsbildung, im Bundesfreiwilligendienst sowie für Entwicklungshelferinnen. Die nachgeburtliche Schutzfrist verlängert sich von 8 auf 12 Wochen bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten und nun auch bei der Geburt eines Kindes mit Behinderung.

Mutterschutz sichert Frauen vor Kündigungen während der Schwangerschaft und bis zum Ende des Mutterschaftsurlaubs ab und gewährleistet den besonderen Gesundheitsschutz von schwangeren und stillenden Frauen am Arbeitsplatz. Während der Schutzfristen – 6 Wochen vor und 8 bzw. 12 Wochen nach der Geburt – dürfen Arbeitgeber diese nicht beschäftigen. Das Mutterschaftsgeld sichert Frauen in dieser Zeit finanziell ab.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Elterngeld beantragen

Was Sie schon jetzt erledigen sollten

Das Baby wachst und gedeiht prächtig in Ihrem Bauch. Sie haben das erste, oft etwas anstrengende Drittel der Schwangerschaft hinter sich und fühlen sich fit und leistungsstark. Nutzen Sie diese Phase. Nehmen Sie folgende fünf Dinge in Angriff.

Erstausstattung

Das Kinderzimmer wird vor der Geburt eingerichtet, eine Wickelkommode, ein Bett, Verdunklungsmöglichkeiten gehören genauso zur Erstausstattung wie Strampler und Schlafsacke in den Größen 56 bis 62. Vieles sollte bereitstehen wie zum Beispiel der Sicherheitssitz fürs Auto und der Kinderwagen. Das Familienministerium fasst auf seiner Homepage www.familien-wegweiser. de unter dem Stichwort „Babys Erstausstattung“ zusammen, was junge Familien vor der Geburt besorgen sollten.

Mutterschaftsgeld

Das Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen wahrend der Schutzfristen vor und nach der Entbindung (im Normalfall 6 Wochen vor der Entbindung und 8 Wochen nach der Entbindung, bei Früh- oder Mehrlingsgeburten 12 Wochen nach der Entbindung) sowie für den Entbindungstag gezahlt. Das Mutterschaftsgeld kann frühestens sieben Wochen vor dem mutmaßlichen Geburtstermin beantragt werden, da die Dies bezügliche ärztliche Bescheinigung frühestens eine Woche vor Beginn der Schutzfrist ausgestellt werden darf. Formulare für den Mutterschaftsgeldantrag bekommen Sie von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Es gibt sie meistens online oder Sie rufen die Servicestelle Ihrer Krankenkasse an.

Elterngeld

Mit dem Elterngeld unterstutzt der Staat Vater und Mutter und junge Familien. Anspruch darauf haben Eltern, die ihr Kind in den ersten 14 Lebensmonaten vorrangig selbst betreuen wollen und deshalb nicht voll erwerbstätig sind. Wo Sie Ihre jeweilige Elterngeldstelle finden, zeigt Ihnen die Website des Familienministeriums www.familien-wegweiser.de Stichwort „Elterngeld“ und dort dann der Link „Familie regional: Elterngeldstellen in Ihrer Nahe” (PLZ-Suche).

Kindergeld

Das Kindergeld wird einkommensunabhängig gezahlt. Es ist ab dem dritten Kind gestaffelt und betragt fürs erste und zweite Kind jeweils 190 Euro, fürs dritte 196 und ab dem vierten 221 Euro. Auf der Website des Familienministeriums www.familien-wegweiser.de Stichwort „Kindergeld“ finden sich am Ende des Artikels die Antragsformulare. Der Antrag kann frühzeitig ausgefüllt werden und wird direkt nach der Geburt abgeschickt.

Nabelschnurblut-Stammzellen 

In den letzten Jahrzehnten hat die Medizin enorme Fortschritte bei der Behandlung von Krankheiten gemacht. Vielleicht wird in Zukunft den Stammzellen von Nabelschnurblut eine große Bedeutung bei der Therapie von zum Beispiel Krebskrankheiten zuteil. Wer die Stammzellen seines Babys direkt nach der Geburt einfrieren lassen mochte, muss vor der Geburt wichtige Fragen klären. Zu welcher privaten Nabelschnurbank gehe ich? Was kostet das und wie finanziere ich das? Kann meine Hebamme Nabelschnurblut entnehmen? Unterstutzt meine Geburtsklinik die gewählte Nabelschnurbank? Diese Fragen sollten früh vor