Tag : Kosten

Finanz-Check

Der neue Erdenbürger will gut versorgt sein, das kostet etliche Euro. Welche finanziellen Belastungen auf die Eltern zukommen.

Die Grundausstattung ist erst mal das Teuerste

Den Kinderwagen besorgen, das Babybettchen, die Erstausstattung an Decken, Stramplern, Windeln. Vielleicht auch das Kinderzimmer streichen und dekorieren, Kindersicherungen anbringen etwa an Steckdosen. Wenn alle diese Teile neu gekauft werden, ist schnell der erste Tausender weg. Es geht aber auch billiger, nämlich gebraucht: Kinderwagen zum Beispiel sind nach ein, zwei Jahren oft noch in einem guten Zustand und werden günstig abgegeben, ebenso Babybetten. Gebrauchte Babywäsche kostet fast gar nichts. Bei knapperer Kassse also umhören. Auf den Verkaufsplattformen im Internet lässt sich so manches Schnäppchen machen.

Ist alles vorbereitet für die Ankunft des Babys, fallen speziell bei stillenden Müttern erst mal keine großen Kosten an.

Die Muttermilch ist umsonst, lediglich die Windeln sind zunächst ein fester Kostenfaktor. Da ist, je nach Marke, mit rund 40 Euro im Monat zu rechnen. Feuchttücher sind ebenfalls nötig, aber kosten nur ein paar Euro. Das Baby wächst allerdings rasch, und neue Strampler, Schuhchen und Jäckchen werden bald nötig. Hier ist, je nach Hersteller und Anbieter, die Preisspanne groß. Günstige und gute Strampler zum Beispiel kosten im Dreierpack ab ca. 20 Euro.

Wird das Kind nicht gestillt, sondern bekommt das Fläschchen, fallen zusätzliche Kosten an.

Das Milchpulver liegt bei ca. 7 Euro pro Packung, etwa vier bis fünf davon nuckelt ein Baby im Laufe eines Monats weg. Ein guter Dampfsterilisator für die Milchfläschen liegt bei ca. 70 Euro.

Das sind grob gerechnet die Anschaffungs- und laufenden Kosten im ersten Halbjahr.

Auch im zweiten Halbjahr verändern sie sich nicht sehr. Das Baby wächst nun noch schneller aus seinen Sachen heraus, was neue Ausstattungen nötig macht.

Auch hier der Tipp: Nach gebrauchten Textilien Ausschau halten, das senkt die Kosten erheblich. Die Milch wird nun langsam immer uninteressanter fürs Kind, es möchte feste Nahrung haben. Deshalb starten die meisten Eltern um den sechsten Lebensmonat herum mit der Beikost. Knapp einen Euro kostet ein Gläschen etwa mit pürierten Möhren oder anderen Zutaten. Das macht am Anfang bei einem Gläschen pro Tag knapp 30 Euro im Monat. Später wird das Baby hungriger, bekommt abends auch Brei. Dann sind, wenn die Gläschenkost fertig gekauft wird, schon knapp zwei Euro am Tag fällig, also etwas unter 60 Euro im Monat. Allerdings lässt sich auch hier einiges sparen, indem man selber kocht. Möhren, Kartoffeln & Co. sind sehr billig im Einkauf. Da fällt nicht mal die Hälfte an Kosten an, die sonst für die Gläschen entstehen würden.

Die laufenden Kosten fürs Kind werden zumindest in der ersten Zeit durch Zuwendungen vom Staat mehr als abgedeckt.

So gibt es auf Antrag Kindergeld in Höhe von 204 Euro. Den Antrag hierfür bei der zuständigen Familienkasse der Arbeitsagentur stellen. Auch Elterngeld fließt aufs Konto. Das sind je nach vorherigem Einkommen zwischen 300 und 1800 Euro. Elterngeld soll in erster Linie den Verdienstausfall von Mutter und/oder Vater nach der Geburt auffangen. Beim Elterngeld gibt es mehrere Varianten und Besonderheiten, so dass eine eingehende Beratung bei der zuständigen Elterngeldstelle der Stadt oder Gemeinde ratsam ist.

Urvertrauen

Hilfe bei ungewollter Kinderlosigkeit

Für viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch ist die moderne Reproduktionsmedizin die letzte Hoffnung. Doch dabei können hohe Kosten auf sie zukommen. Die meist sehr kostspieligen Behandlungen werden vom Bund und von einigen Bundesländern finanziell gefördert. Mit dem neuen Förder-Check können Kinderwunschpaare jetzt schnell und einfach herausfinden, ob grundsätzlich die Möglichkeit einer finanziellen  Unterstützung in ihrem Bundesland besteht und die Voraussetzungen bei einer  Antragstellung erfüllt sind. In Deutschland ist fast jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren ungewollt  kinderlos. Für die Erfüllung des Kinderwunsches sind diese Paare meist auf medizinische Hilfe angewiesen. Die reproduktionsmedizinische Behandlung stellt für die Betroffenen nicht nur finanziell, sondern auch physisch und psychisch eine  erhebliche Belastung dar. Das Bundesfamilienministerium hat deshalb 2012 die Bundesinitiative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ gestartet. Ziel ist es, Kinderwunschpaaren eine ergänzende finanzielle Unterstützung zu ermöglichen, das Angebot einer begleitenden psychosozialen Beratung zu verbessern und das Thema „ungewollte Kinderlosigkeit“ zu enttabuisieren.

Orientierung bei der Antragstellung: In acht Schritten zum Ergebnis  

In jedem Bundesland gelten unterschiedliche Bedingungen für die staatliche  Förderung und auch die Höhe der finanziellen Hilfen variiert. Um Paaren  unbürokratisch Informationen zur Verfügung zu stellen, gibt es auf dem  Informationsportal Kinderwunsch einen neuen Förder-Check. Durch die  Beantwortung von acht einfachen Fragen können Paare schnell und einfach herausfinden, ob die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung in ihrem  Bundesland besteht und sich ein Antrag lohnen kann.

Informationen über die Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote vor Ort sowie wichtige Hinweise rund um das  Thema „Ungewollte Kinderlosigkeit“ sind auf dem  Informationsportal  Kinderwunsch zu finden.

Zum Hintergrund: Dank des medizinischen und technischen Fortschritts stehen ungewollt  kinderlosen Paaren heute verschiedene Maßnahmen der künstlichen Befruchtung  zur Verfügung, um sich den Kinderwunsch vielleicht doch noch zu erfüllen. Aber gerade für diejenigen mit kleinen oder mittleren Einkommen stellen die hohen Behandlungskosten der Reproduktionsmedizin eine fast unüberwindliche Hürde  dar. Seit Inkrafttreten der „Richtlinie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von  Maßnahmen der assistierten Reproduktion“ am 1. April 2012 stellt der Bund  finanzielle Hilfen für Kinderwunschbehandlungen bereit. Voraussetzung ist, dass  sich die Bundesländer mit einem eigenen Landesförderprogramm entsprechend  beteiligen. Dabei können je nach Ausrichtung der Landesförderung  unterschiedliche Förderkriterien in Bezug auf Art und Umfang der Zuwendung  gelten. Am 7. Januar 2016 ist eine Erweiterung der Bundesförderrichtlinie in Kraft  getreten: Nun können erstmals auch unverheiratete Paare, die in einer auf Dauer  angelegten nichtehelichen, heterosexuellen Lebensgemeinschaften leben,  finanzielle Unterstützung aus Bundesmitteln erhalten. Voraussetzung ist auch hier, dass sich das Hauptwohnsitzbundesland des Kinderwunschpaares kofinanzierend  beteiligt und seine Landesförderung zugunsten unverheirateter Paare anpasst. Alle sechs kooperierenden Länder (Niedersachsen, Thüringen, Sachsen,  Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Berlin) haben ihre Landesförderkriterien inzwischen angepasst. Zuschüsse helfen, die Kosten zu senken Mithilfe dieser Zuschüsse, die die Kostenbeteiligungen der Krankenversicherungen ergänzen, sinkt der Eigenanteil an den Behandlungskosten erheblich. Je nach Landesförderung wird der erste bis vierte Behandlungszyklus unterstützt. Der Bund übernimmt dabei maximal 25 Prozent des den Paaren nach Abrechnung mit  der Krankenkasse verbleibenden Eigenanteils. Zusammen mit der Leistung der  gesetzlichen Krankenkasse kann der Eigenanteil für die Paare bei den ersten drei Behandlungen auf bis zu einem Viertel, bei der vierten auf bis zur Hälfte der  Kosten gesenkt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website: https://www.informationsportal – kinderwunsch.de/

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Dr. Kay Hinz Serviceteam „Informationsportal Kinderwunsch“ c/o  neues handeln GmbH informationsportal – kinderwunsch@neueshandeln.de Tel.: 030/2888378 – 41