Tag : schwanger werden

Geistige und körperliche Entwicklung

Familienplanung: Schneller zum Wunschkind

Sind Paare bereit für das Abenteuer Familie, dann soll es mit dem Wunschkind möglichst schnell gehen. Viele Frauen nehmen an, dass sie schwanger werden, sobald sie nicht mehr verhüten. Doch so einfach ist es nicht – denn nur an bestimmten Tagen im Zyklus ist der weibliche Körper überhaupt empfängnisbereit. Dieser dauert laut Lehrbuch im Durchschnitt circa 28 Tage – etwa um den 14. Tag nach Beginn der letzten Periode findet der Eisprung statt. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Wie Studien zeigen, weisen 70 Prozent der Frauen längere oder kürzere Zyklen auf, und auch die Eisprungzeit kann durchaus variieren.

Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führt, bereits fünf Tage vor dem Eisprung, da der männliche Samen in der Scheidenflora so lange überleben und auf die gesprungene Eizelle „warten“ kann. Die Eizelle selbst ist auf ihrer Wanderschaft sechs bis zwölf Stunden überlebensfähig und kann in dieser Zeit befruchtet werden.

Das eigene Fruchtbarkeitsmuster erkennen

Die höchste Empfängniswahrscheinlichkeit herrscht allerdings an den zwei Tagen direkt vor dem Eisprung. Zu wissen, wann genau die fruchtbaren Tage sind, kann für Paare daher die Chance erhöhen, dass der Wunsch nach einem Kind schneller in Erfüllung geht. Ermitteln lässt sich dieser Zeitraum etwa mit dem OvulaRing. In die Scheide eingeführt, misst er die Körperkerntemperatur alle fünf Minuten, um aus tausenden Messdaten das persönliche Fruchtbarkeitsmuster der Frau zu erkennen und die Daten individuell auszuwerten. Anhand der graphischen Darstellung der Zykluskurve werden die möglichen fruchtbaren Tage für den nächsten Zyklus erkennbar. Neu ist die Anzeige der tagesaktuellen Empfängniswahrscheinlichkeit mit dem Status „Gering“, „Mittel“ oder „Hoch“. Bei der Statusangabe „Hoch“ ist die Wahrscheinlichkeit, in diesem Zyklus schwanger zu werden, am höchsten.

Entspannt bleiben trotz Kinderwunsch

In einer Studie berichtete eine Untergruppe von Anwenderinnen, dass sie nach durchschnittlich knapp vier Monaten schwanger geworden sind – persönliche Geschichten finden sich unter www.ovularing.de. Übrigens: Wenn Paare sich zu sehr unter Druck setzen und nur noch Sex nach Plan ausüben, kann sich der Stress störend auf die Fruchtbarkeit auswirken. Der Eisprung verzögert sich oder bleibt aus, bei Männern kann die Spermienqualität leiden. Eine Auszeit mit Ablenkung vom Kinderwunsch kann für mehr Gelassenheit sorgen. Innere Ruhe und Entspannung fördern auch Techniken wie Yoga oder Autogenes Training. Zudem sollte im Zuge der Familienplanung, wenn möglich, auf Alkohol und Nikotin verzichtet werden.

Worauf Kinderwunsch-Mütter achten sollten

Ein aktiver Lebensstil und eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung schaffen gute Voraussetzungen, um schwanger zu werden. So decken frisches Obst und Gemüse den Bedarf an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen im Körper. Zudem wird durch Bewegung starkes Übergewicht vermieden, welches einer Schwangerschaft im Weg stehen kann. Gut zu wissen: Wenn häufiger Geschlechtsverkehr nicht zu einer Schwangerschaft führt, kann es daran liegen, dass dabei die Zahl der Samenzellen im Sperma abnimmt. Hilfreich kann sein, den Eisprung zu erkennen, etwa mit dem OvulaRing, denn die Chance auf eine Befruchtung liegt am höchsten am errechneten Tag des Eisprungs, an den zwei bis drei Tagen davor und am Tag danach.

Mit dem Ruhepuls schwanger werden

Pulsschlag zeigt fruchtbare Tage an

Schwanger zu werden ist nicht immer einfach. Wichtig ist natürlich, die fruchtbaren Tage zu finden. Mit Ava, einem Armband des gleichnamigen Medizintechnikunternehmens, soll das jetzt einfach möglich sein.

Erhöhter Ruhepuls

Das Medizintechnikunternehmen Ava, spezialisiert auf Gesundheit und Reproduktionsmedizin der Frau, hat erste Ergebnisse seiner klinischen Studien veröffentlicht: Die Studien zeigen eine Korrelation zwischen dem Ruhepuls und den fruchtbaren Tagen auf. Demnach steigt der Ruhepuls einer Frau zu Beginn ihres Fruchtbarkeitsfensters um circa zwei Pulsschläge pro Minute an.

Der Ruhepuls ist somit ausschlaggebend für Ava, um den Anfang der fünf fruchtbarsten Tage im Zyklus einer Frau zu identifizieren. Zusätzlich misst das Ava-Armband über Sensoren acht weitere Parameter im Schlaf. Diese nutzt der Ava-Algorithmus, zusammen mit dem Puls-Wert, um die Erkennung der fruchtbaren Tage noch individueller und genauer auf eine Person abzustimmen. Andere Methoden, wie zum Beispiel Ovulationstests (LH-Tests) können nur die letzten 24 bis 48 Stunden der fruchtbaren Phase feststellen. Methoden, die sich nur an der Basaltemperatur orientieren, können sogar nur den Tag nach dem Eisprung erkennen, wenn das fruchtbare Fenster bereits vorbei ist.

Bis zu 5 Tage

„Was viele Frauen und deren Partner nicht wissen, ist, dass Frauen nur maximal fünf Tage vor dem Eisprung und am Tag des Eisprungs selbst schwanger werden können,“ sagt Prof. Dr. med. Brigitte Leeners, Expertin für Reproduktions- und Sexualmedizin und Leiterin der Studie am Universitätsspital in Zürich.

„Wir haben in unserer Untersuchung festgestellt, dass der Ruhepuls gewöhnlich während der Regelblutung am niedrigsten ist, dann aber fünf Tage vor dem Eisprung und nochmals danach, signifikant ansteigt. Ava ist die erste Technologie, die den Ruhepuls nebst anderen Werten wie Temperatur, Herzratenvariabilität, Schlaf und Bioimpedanz verwendet, um den Beginn des fruchtbaren Fensters präzise festzustellen.“

Im Voraus erkannt

„Avas Technologie ermöglicht es, im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, die fruchtbaren Tage im Voraus zu erkennen. In der neuesten Publikation unseres klinischen Forschungspartners wird nun erklärt, warum wir das können,“ sagt Peter Stein, Mitgründer von Ava und Vizepräsident der Abteilung Forschung und Entwicklung. Die neuesten Erkenntnisse wurden im Zuge zweier separater klinischer Studien gewonnen: bei beiden Studien handelt es sich um prospektive Observationsstudien. Insgesamt wurden die Daten von 91 Frauen in der von Scientific Reports publizierten Studie analysiert, die von Prof. Dr. med. Leeners am Universitätsspital in Zürich geleitet wurde. Die Ruhepulswerte wurden dabei während des Schlafes mithilfe von photoplethysmographischen Sensoren gemessen.

Das Ziel war es, festzustellen, ob man mit einem Sensoren-Armband am Handgelenk präzise und bequem den Anfang des fruchtbaren Fensters bestimmen kann. Darüber hinaus wurde getestet, inwiefern das Sensoren-Armband Schwangerschaft oder körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft erkennen kann. Basierend auf den klinischen Daten wurde der Ava Algorithmus validiert. Ava erkennt nachweislich 5 fruchtbare Tage mit einer Genauigkeit von 89%. Der Ruhepuls erhöht sich am Anfang des Fruchtbarkeitsfensters und steigt nach dem Eisprung weiter an, bis er in der Mitte der Lutealphase (Gelbkörperphase) seinen Höhepunkt erreicht (zu dem Zeitpunkt ist der Puls 3,5 Schläge höher als zur Zeit der Periode).

Gemeinsam mit dem Universitätsspital in Zürich hat Ava seine Testergebnisse bereits an mehreren internationalen Konferenzen in Europa und den USA vorgestellt: mitunter an den Jahreskongressen der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG), der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der American Society for Reproductive Medicine (ASRM), sowie am „World Congress of the Academy of Human Reproduction“. Die Veröffentlichung der Studie in Scientific Reports (https://www.nature.com/articles/s41598-017-01433-9?WT.feed_name=subjects_epidemiology) ist der erste Beitrag der Ava Technologie-Serie.

Weitere Themen sollen u.a. das Erkennen anovulatorischen Zyklen, Verhütung und physiologische Anzeichen von Komplikationen in der Schwangerschaft, sein. Hierfür verwendet Ava bisher erfasste Daten, sowie Ergebnisse aus weiteren klinischen Tests.

Gleichzeitig veröffentlicht Ava auch eine neue Schwangerschafts-App. So können Frauen das Ava-Armband auch während ihrer Schwangerschaft nutzen. Die neue App wird ab dem 1. Juni verfügbar sein. Die neue Funktion bietet Nutzerinnen detaillierte Infos zur Entwicklung ihres Körpers und ihres heranwachsenden Kindes. Mit der neuen Funktion können Frauen zusätzlich folgende Gesundheits-Merkmale beobachten:

  • Schlaf-Qualität und -Dauer
  • Körperliche Stressanzeichen (gemessen an der Herzratenvariabilität)
  • Ruhepuls (während der Schwangerschaft erhöht)
  • Haut-Temperatur (während der Schwangerschaft erhöht)
  • Gewicht (wird manuell eingegeben)

„Wir haben mittlerweile mehr als 50 Schwangerschaften bei Ava-Nutzerinnen bestätigt. Daher wollten wir unseren Kunden Features bieten, mit denen sie ihre physiologischen Signale auch in der Schwangerschaft beobachten können,“ sagt Lea von Bidder, Mitgründerin und CEO von Ava Science, Inc. „Avas Ziel ist es, Frauen durch all ihre Lebensphasen zu begleiten und mit diesem Update sind wir unserem Ziel ein bedeutendes Stück nähergekommen.“

Über Ava

Ava wurde 2014 von Pascal Koenig, Philipp Tholen, Peter Stein und Lea von Bidder in der Schweiz gegründet. Das Unternehmen spezialisiert sich auf neue Erkenntnisse im Bereich Medizintechnik der reproduktiven Gesundheit. Das Ava Armband hat mehrere internationale Preise gewonnen, wie zum Beispiel den The Bump “Best of Baby Tech CES 2017” Preis im Bereich Fruchtbarkeit und Schwangerschaft und den “Editors’ Choice” Preis des „Women’s Health“ Magazins.

Es ist das erste Produkt der Firma für den Konsumentenmarkt und verwendet Sensor-Technologie mit klinisch getesteten Auswertungen, um den Zeitpunkt der fruchtbaren Tage einer Frau genau und in Echtzeit feststellen zu können. Das Unternehmen will sein Produkt weiter für das Schwangerschafts-Monitoring aufrüsten und führt dazu kontinuierlich klinische Studien durch. Ava hat bis dato USD12.3M (EUR11.5M) an Investitionen erhalten und ist in Zürich und San Franzisco zu Hause.

 

Kinder sicher aufwachsen lassen

Kinderwunsch: Fruchtbare Tage im Schlaf finden

Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland haben einen Kinderwunsch, der sich nicht so leicht verwirklicht wie erhofft – für zwei Millionen bleibt er dauerhaft unerfüllt. Eine natürliche Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft zu erhöhen, ist die Temperaturmethode. Sie ist sehr zuverlässig und seit Jahrzehnten bestens erforscht. Allerdings ist sie auch aufwändig und birgt Fehlerquellen. Das neue hormonfreie Wearable „trackle“ hat die Temperaturmethode verbessert, automatisiert und in die digitale Welt übertragen. Frauen finden ihre fruchtbaren Tage dadurch buchstäblich wie im Schlaf. Mit einem Crowdfunding will das Medizinprodukt noch in diesem Jahr den breiten Markteintritt schaffen.

trackle basiert auf standardisierten Methoden der symptothermalen Familienplanung, die sehr gut erforscht sind. Im Mittelpunkt steht dabei die tägliche Erfassung und exakte Bestimmung der niedrigsten Körperkerntemperatur. Zusätzlich werden weitere Informationen zum Zyklus erfasst. Die Temperaturmethode wird von vielen Frauen zur Familienplanung sowie zur Verhütung eingesetzt und ist so sicher wie die Pille – bei korrekter Anwendung. Aber genau hier liegt eine Hürde: Die Umsetzung ist nicht so einfach und gilt bei vielen Frauen deshalb als unsicher. Beispielsweise ist die nur punktuell gemessene Aufwachtemperatur oft durch äußere Einflüsse ungenau. Auch die Übertragung der Temperatur per Hand auf das Zyklusblatt oder in eine App birgt Fehlerpotenzial.

trackle vereinfacht Temperaturmethode

Der Temperatursensor trackle bewahrt die Vorteile der bewährten Temperaturmethode und minimiert gleichzeitig häufige Fehlerquellen: Das kleine Wearable ist tampongroß, voll in Silikon gegossen und wird in der Nacht vaginal getragen. Dort wird die Körperkerntemperatur über die gesamte Dauer des Schlafes äußerst zuverlässig und genau gemessen. Morgens sieht die Nutzerin die Ergebnisse sofort und anschaulich auf ihrem Smartphone. Katrin Reuter, Gründerin und Geschäftsführerin von trackle, erklärt: „Tagsüber kommt der Sensor in seine Box zum Aufladen. Von dort werden die Daten drahtlos auf das Handy übertragen. Die trackle App zeigt dann genau an, ob sich die Frau in einer fruchtbaren oder nicht fruchtbaren Zyklusphase befindet. Durch die intelligente Technik macht das selbstlernende System extrem gute Prognosen.“

Auch die Frauenärztin Dr. Tonja Ameziane aus Bonn ist von dem innovativen System überzeugt: „Aus medizinischer Sicht ist trackle absolut sinnvoll. Bei jeder Frau steigt die Körperkerntemperatur um den Zeitpunkt des Eisprungs herum an. Das ist somit ein sehr wichtiges Merkmal zur Bestimmung der Fruchtbarkeit und auch für uns Ärzte sehr aussagekräftig.“ Der Wert wird in Beziehung zu den Werten der anderen Nächte gesetzt, um verlässlich den Eisprung vorherzusagen. Die Suche nach den fruchtbaren Tagen kann durch das zertifizierte Medizinprodukt einfach in den Alltag integriert werden.

Markteintritt mit Crowdfunding


trackle wurde in Deutschland entwickelt, auch die Produktion wird vollständig in Deutschland sitzen. Um den Markteintritt zu ermöglichen, hat die trackle GmbH eine Crowdfunding-Kampagne auf www.startnext.de ins Leben gerufen. Reuter ist davon überzeugt, dass der Bedarf an Produkten wie trackle groß ist: „Mit dieser Kampagne sammeln wir Geld und Vorbestellungen, um den Markteintritt sobald wie möglich realisieren zu können.“

Das Projekt kann auf www.startnext.de/trackle unterstützt werden. Dort stehen verschiedene sogenannte „Dankeschöns“ wie ein Early Bird trackle System, ein Treffen mit den Startup-Gründer/-innen oder ein Fanpaket bereit.

Für die langfristige Finanzierung hat sich das Unternehmen bereits Unterstützung von Investoren/-innen und Institutionen wie der NRW.Bank gesichert sowie weitere Unterstützung aus Startup-Wettbewerben wie dem Rheinland-Pitch. Vom Beirat „Digitale Wirtschaft NRW“ ist trackle als eines der zehn innovativsten Startups vom 20. bis 24. März zur CeBIT eingeladen worden (Startup Halle „Scale 11“ am DWNRW-Stand, Halle 11, B 56).

Über die trackle GmbH


Die trackle GmbH ist ein Hightech Startup aus Bonn und wurde im Dezember 2015 gegründet. Wir entwickeln und vertreiben ein Wearable Device, das Frauen im Zyklustracking unterstützt: Durch Erfassung und Auswertung der Körperkerntemperatur können sie ihr individuelles Fruchtbarkeitsfenster erkennen. Das ist wichtig für alle Frauen, die einen Kinderwunsch haben und für solche, die mit alternativen Methoden verhüten möchten. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter www.trackle.de