Tag : Schwanger

Geistige und körperliche Entwicklung

Familienplanung: Schneller zum Wunschkind

Sind Paare bereit für das Abenteuer Familie, dann soll es mit dem Wunschkind möglichst schnell gehen. Viele Frauen nehmen an, dass sie schwanger werden, sobald sie nicht mehr verhüten. Doch so einfach ist es nicht – denn nur an bestimmten Tagen im Zyklus ist der weibliche Körper überhaupt empfängnisbereit. Dieser dauert laut Lehrbuch im Durchschnitt circa 28 Tage – etwa um den 14. Tag nach Beginn der letzten Periode findet der Eisprung statt. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Wie Studien zeigen, weisen 70 Prozent der Frauen längere oder kürzere Zyklen auf, und auch die Eisprungzeit kann durchaus variieren.

Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führt, bereits fünf Tage vor dem Eisprung, da der männliche Samen in der Scheidenflora so lange überleben und auf die gesprungene Eizelle „warten“ kann. Die Eizelle selbst ist auf ihrer Wanderschaft sechs bis zwölf Stunden überlebensfähig und kann in dieser Zeit befruchtet werden.

Das eigene Fruchtbarkeitsmuster erkennen

Die höchste Empfängniswahrscheinlichkeit herrscht allerdings an den zwei Tagen direkt vor dem Eisprung. Zu wissen, wann genau die fruchtbaren Tage sind, kann für Paare daher die Chance erhöhen, dass der Wunsch nach einem Kind schneller in Erfüllung geht. Ermitteln lässt sich dieser Zeitraum etwa mit dem OvulaRing. In die Scheide eingeführt, misst er die Körperkerntemperatur alle fünf Minuten, um aus tausenden Messdaten das persönliche Fruchtbarkeitsmuster der Frau zu erkennen und die Daten individuell auszuwerten. Anhand der graphischen Darstellung der Zykluskurve werden die möglichen fruchtbaren Tage für den nächsten Zyklus erkennbar. Neu ist die Anzeige der tagesaktuellen Empfängniswahrscheinlichkeit mit dem Status „Gering“, „Mittel“ oder „Hoch“. Bei der Statusangabe „Hoch“ ist die Wahrscheinlichkeit, in diesem Zyklus schwanger zu werden, am höchsten.

Entspannt bleiben trotz Kinderwunsch

In einer Studie berichtete eine Untergruppe von Anwenderinnen, dass sie nach durchschnittlich knapp vier Monaten schwanger geworden sind – persönliche Geschichten finden sich unter www.ovularing.de. Übrigens: Wenn Paare sich zu sehr unter Druck setzen und nur noch Sex nach Plan ausüben, kann sich der Stress störend auf die Fruchtbarkeit auswirken. Der Eisprung verzögert sich oder bleibt aus, bei Männern kann die Spermienqualität leiden. Eine Auszeit mit Ablenkung vom Kinderwunsch kann für mehr Gelassenheit sorgen. Innere Ruhe und Entspannung fördern auch Techniken wie Yoga oder Autogenes Training. Zudem sollte im Zuge der Familienplanung, wenn möglich, auf Alkohol und Nikotin verzichtet werden.

Worauf Kinderwunsch-Mütter achten sollten

Ein aktiver Lebensstil und eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung schaffen gute Voraussetzungen, um schwanger zu werden. So decken frisches Obst und Gemüse den Bedarf an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen im Körper. Zudem wird durch Bewegung starkes Übergewicht vermieden, welches einer Schwangerschaft im Weg stehen kann. Gut zu wissen: Wenn häufiger Geschlechtsverkehr nicht zu einer Schwangerschaft führt, kann es daran liegen, dass dabei die Zahl der Samenzellen im Sperma abnimmt. Hilfreich kann sein, den Eisprung zu erkennen, etwa mit dem OvulaRing, denn die Chance auf eine Befruchtung liegt am höchsten am errechneten Tag des Eisprungs, an den zwei bis drei Tagen davor und am Tag danach.

Heileurythmie hilft bei Rückenschmerz

Aktiv werden bei Rückenschmerzen

Schmerzen im Rücken kennt fast jeder. Bis zu 85 Prozent der Deutschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben daran. 21 Prozent haben bereits chronische Beschwerden. Gerade in den letzten Monaten vor der Geburt leiden viele Frauen aufgrund des ungewöhnlichen Gewichts an Rückenschmerzen und nach der Geburt bleiben sie durch das häufige Tragen des Babys bestehen. Die Muskulatur verspannt als Folge körperlicher Überlastung. Auch Fehlhaltungen und psychischer Stress können eine Rolle spielen. Wenn Betroffene rasch handeln, lässt sich der Entstehung eines Schmerzkreislaufes oft vorbeugen. Hilfreich können zum Beispiel anthroposophische Arzneimittel oder die Bewegungstherapie „Heileurythmie“ sein.

 

Das hilft bei akuten Rückenschmerzen

  • Wärme wirkt oft lindernd und lässt sich zum Beispiel in Form von Wärmflasche, Rotlicht oder Kirschkernkissen anwenden.
  • Den Körper trotzdem weiter bewegen, soweit es Schmerz und Bewegungseinschränkung erlauben. Schonhaltungen möglichst vermeiden.
  • Physiotherapeutische Maßnahmen wie manuelle Therapie oder Osteopathie in Anspruch nehmen. Auch Heileurythmie kann helfen.
  • Rhythmische Massagen nach Dr. Ita Wegman regen über das Unterhautzellgewebe die Flüssigkeitsströme im Körper an, um so krankhaft verfestigte und verdichtete Strukturen zu lösen und wieder ins Fließen zu bringen. 
Infos unter rhythmischemassage.com
  • Öle können Wärme besonders gut vermitteln. Durch massierende Bewegungen und Berührungen beim Auftragen erhält der Körper den Impuls, selbst Wärme zu bilden, zu verteilen und Erstarrungen zu lösen. So hilft zum Beispiel das Aconit Schmerzöl von Wala mit einer Komposition aus drei Heilpflanzen und Quarz bei schmerzhaften Verspannungen. Das Öl enthält schmerzlindernden Blauen Eisenhut (Aconitum napellus), beruhigendes Lavendelöl (Lavandulae aetheroleum), durchblutungsanregenden Kampfer (Camper). Bergkristall (Quarz) soll die körpereigene Wärmebildung unterstützen und dem Auskühlen der Nerven entgegenwirken.

Den Rücken langfristig gesund halten

  • Progressive Muskelentspannung hilft beim Stressabbau.
  • Wer sich regelmäßig bewegt, tut viel für einen beschwerdefreien Rücken. Dabei ruhig ganz nach den persönlichen Vorlieben gehen: Schwimmen, Wandern, Radfahren und leichtes Krafttraining sind optimal. Das Training darf und soll Spaß machen.
  • Dehnen lockert und entspannt die Muskulatur.
  • Gegen eine einseitige Haltungen im Büro hilft, öfter mal die Position zu wechseln, aufzustehen und sich zu strecken.
  • Übergewicht ist Schwerstarbeit für die Wirbelsäule. Daher spielt eine gesunde, ausgewogene Ernährung auch bei Rückenschmerzen eine Rolle.

Schon gewusst?

Ein Großteil der Rückenbeschwerden entsteht durch zu schwache Muskeln. Nicht nur die Rücken-, sondern auch die Bauchmuskeln sind wichtig, um die Wirbelsäule zu stärken.

Heileurythmie

Die Heileurythmie ist eine Bewegungstherapie, die bereits seit 80 Jahren erfolgreich angewandt wird. Neben ihrer vielfältigen Indikation bei akuten, chronischen und degenerativen Erkrankungen wird sie zur Prävention sowie zur Prophylaxe und Nachsorge eingesetzt. Grundelemente der Heileurythmie sind die in Bewegung umgewandelten Laute unserer Sprache, die je nach Indikation und therapeutischer Zielsetzung spezifisch angewandt werden.

Die Gestaltungsdynamik, die in der Lautbildung – das heißt im Aussprechen von Vokalen und Konsonanten – enthalten ist, wird in der Heileurythmie in Bewegung umgesetzt und erlebbar gemacht. Beim gesunden Menschen wirken die Kräfte der physischen, seelischen und geistig-individuellen Ebene harmonisch ineinander. Eine Erkrankung ist eine Störung dieser Kräftekonstellation. Gezielte heileurythmische Bewegungsübungen bringen diese Ebenen wieder in ein gesundes Gleichgewicht. Der Patient kann in therapeutischer Begleitung den Heilungsprozess selbst aktiv mitgestalten.

 

Quellen

www.berufsverband-heileurythmie.de

www.walaarzneimittel.de

 

 

Stilltee

Tee trinken & genießen!

Tee schmeckt nicht nur gut. Die verwendeten Kräuter haben auch viele positive Wirkungen. Verbinden Sie also das Angenehme mit dem Nützlichen, machen Sie es sich gemütlich und genießen Sie diese und andere Tees!

Stilltee
Bei übermäßiger Milchproduktion empfiehlt sich ein Salbeitee, da dieser die Produktion von Sekreten hemmt. So wird eine weitere Milch-Produktion vermindert.

Tipps bei wunden Brustwarzen

Aus wunden Brustwarzen kann es zu einer Infektion kommen. Eine Brustinfektion ist nicht selten. Etwa fünf Prozent der stillenden Mütter sind davon betroffen und auch Mütter, die mit der Flasche füttern, können eine Infektion (Mastitis) bekommen. Empfohlen wird, die Brustwarzen nach dem Stillen mit schwarzem Tee abzuwischen.

Abstillen

Kräutertees unterstützen auf eine natürliche und sanfte Weise beim Abstillen, denn viele Kräuter und Produkte aus der Natur haben positive Auswirkungen auf den weiblichen Körper. In einem Abstill-Tee kommen ausgewählte Kräuter zum Einsatz, die eine milchbildungshemmende oder auch eine antibakterielle Wirkung haben. Zum Abstillen geeignet:

Pfefferminzblätter

milchreduzierende Wirkung und schmeckt zudem auch noch lecker und erfrischend

Salbei

milchbildungshemmend und wirkt antibakteriell und entzündungshemmend

Hopfenblüten

hemmen aufgrund östrogenartigen Wirkweise die Milchbildung

Rosmarin

kreislauffördernd und verhilft der stillenden Mutter zu neuen Kräften.

Walnussblätter

milchbildungshemmend und antibakteriell.

Zitronenverbene

verdauungsfördernd

Fencheltee in der Stillzeit

Mütter schwören nach der Schwangerschaft auf die Wirkung des Fencheltees. Er ist sehr gut zur Beruhigung des Verdauungstraktes und zur Reduktion von Blähungen bei Säuglingen geeignet. Ferner stimuliert er die Milchbildung, wenn gleichzeitig viel Wasser getrunken wird. Die entblähende Wirkung kann über die Muttermilch auf das Kind übertragen werden. Stillende Mütter können neben dem puren Fencheltee auch einen Tee aus gleichen Teilen von: Kümmel, Fenchel, Anis trinken, um damit die Milchbildung zu unterstützen.
Mehr Infos unter: www.teaslikeheaven.de

Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft

Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere

Welche Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel für schwangere Frauen wirklich wichtig sind und auf welche sie verzichten kann.

Schwangere Frauen erhalten viele Empfehlungen, vor allem Nahrungsergänzung und Vitamine gelten nun als wichtige Zusätze. Diese Empfehlung ist teilweise richtig, doch was ist notwendig, was überflüssig und was vielleicht sogar schädlich für das ungeborene Kind? Grundsätzlich gilt: Schwangere sollten keine Selbstmedikation betreiben, sondern vor der Einnahme alles mit ihrem Gynäkologen besprechen und sich ansonsten vollwertig und ausgewogen ernähren.

Folsäure

sollten Frauen schon zu sich nehmen, wenn sie schwanger werden wollen. Fehlt das Medikament in der Frühschwangerschaft kann das Kind einen sogenannten Neuralrohrdefekt bekommen. Dieser Defekt führt im schlimmsten Fall zum Tod oder zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Folsäure wird schon in der dritten bis vierten Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung vom Körper benötigt. Zu diesem Zeitpunkt wissen die meisten Frauen noch nicht, dass sie schwanger sind. Deshalb empfehlen Frauenärzte die Einnahme von 400 Mikrogramm pro Tag schon beim Kinderwunsch.

Jod

sollten Frauen in der Schwangerschaft ebenfalls täglich einnehmen. Der Bedarf von Jod steigert sich in der Schwangerschaft um 20 Prozent, 100 Mikrogramm sollten Frauen zusätzlich täglich zu sich nehmen.

Fischöl

ist unter Experten etwas umstritten. Einige Studien legen nahe, dass es das Risiko von Frühgeburten vor der 34. Schwangerschaftswoche senkt, darüber hinaus das Allergierisiko beim Nachwuchs vermindert und die Entwicklung der Hirn- und Sehfunktion beim Embryo verbessert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher, die Aufnahme von 200 Milligramm Omega-3-Fettsäure pro Tag. Einige Experten halten daher die Einnahme von Fischöl für empfehlenswert, andere  halten zwei bis drei Fischmahlzeiten in der Woche für ausreichend.

Vitamin D

ist wichtig für das Knochengerüst. Einige Studien deuten darauf hin, dass die kindliche Knochengesundheit im Schulalter von der zusätzlichen Aufnahme von Vitamin D in der Schwangerschaft profitiert. Besonders im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung in Deutschland für die Vitamin-D-Produktion  versiegt, sei die zusätzliche Einnahme angezeigt.

Eisen

Unter einer Eisenmangelanämie leiden etwa 10 bis 20 Prozent der Schwangeren. Sie müssen zusätzlich Eisen zu sich nehmen. In einer Blutuntersuchung beim Gynäkologen lässt sich der Status genau ermitteln. Experten raten davon ab, ohne Indikation Eisen in hohen Mengen einzunehmen. Welche Auswirkungen eine Überdosierung von Eisen auf die Schwangeren und ihr Kind haben könnten, ist nicht bekannt.

Magnesium

gehört ebenfalls zu den Ergänzungsmitteln, die fast alle Schwangeren einnehmen, ohne zu wissen, ob bei ihnen ein Mangel vorherrscht. Studien zeigen, dass kaum eine Schwangere unter Magnesiummangel leidet. Jedoch gibt es für schwangere Frauen, die ein Risiko für eine Schwangerschaftsvergiftung haben, einen Vorteil: Durch die zusätzliche Einnahme von Magnesium können sie vor ihr geschützt werden.

Für die meisten wasserlöslichen Vitamine zu denen das Vitamin C und alle B-Vitamine wie z.B. das Vitamin B6 oder auch Folsäure gilt: Sie sind meistens in ausreichendem Maße im Körper vorhanden , doch überdosiert richten sie keinen Schaden an. Der Körper scheidet sie wieder aus. Nur das Vitamin B12 kannin der Leber gespeichert werden.

Vorsicht ist bei fettlöslichen Vitaminen wie den Vitaminen A, D, E und K in  zu hohen Dosen geboten. Sie werden im Körper gespeichert. Vitamin A kann bei einer Überdosierung zu Fehlbildungen des Kindes führen. Jedoch gilt auch hier Entwarnung: In den von Apotheken und Drogerien bereitgestellten Ergänzungsmitteln werden solch hohe Dosierungen nicht angeboten.

Für die Angebote im Internet gilt diese Entwarnung nicht.

Badespaß für Ihr Baby

Planschen, hopsen, juchzen: Das Baby geht baden

Damit der Badespaß auch dauerhaft ein Vergnügen bleibt: Die besten Tipps für Eltern. Die meisten neugeborenen Erdenbürger lieben warmes Wasser. Es erinnert sie an die Zeit in Mamas Bauch, als sie noch den ganzen Tag schwimmen konnten.  7 Tipps, die für einen perfekten Badespaß sorgen.

Babys frieren schnell

Der Raum, in dem das Baby gebadet wird, sollte auf 22 bis 26 Grad aufgeheizt werden. Zugluft ist ebenfalls ein Tabu.

Babys lieben das Gefühl der Freiheit

Badeeimer geben es ihnen. In ihnen können sie strampeln, so viel sie mögen. Sie sind ergonomisch geformt und in mancherlei Hinsicht sicherer als eine Babybadewanne. Bitte niemals einen normalen Eimer benutzen, darin kann sich das Baby leicht verletzen. Eine Babybadewanne braucht einen sicheren Untergrund. Ein stabiler Tisch bietet sich an, damit die Mutter sich nicht ständig bücken muss.

Vorbereitung ist alles

Bevor es losgeht, sollte alles bereitliegen. Eine frische Windel, saubere Kleidung, ein Waschlappen, ein Badethermometer,  eine Babybürste, Babycreme oder –öl, zwei Handtücher –eines davon auf einem Heizkörper angewärmt, um es dem Baby auf dem Wickeltisch später gemütlich zu machen. Das andere für den Moment, wenn das Baby direkt aus dem Wasser kommt.

Das perfekte Planschwasser

Die Wassertemperatur sollte zwischen 37 und 38 Grad liegen. Wer kein Badethermometer zur Hand hat, hält seinen Ellenbogen ins Wasser. Fühlt sich das weder kalt noch heiß an, ist die richtige Temperatur erreicht. Der Wasserstand in der Badewanne beträgt fünf bis zehn Zentimeter sein. Das Baby darf nicht frieren. Wenn der Oberkörper herausguckt, muss es immer wieder mit warmem Wassern beträufelt werden. Dauert das Bad länger, sollte die Temperatur immer wieder überprüft werden.

Schaumparty muss warten

Neugeborene haben noch eine sehr empfindliche Haut. Schaumbäder trockenen diese Haut aus. Deshalb sollten Babys in den ersten Monaten am besten nur mit klarem Wasser gewaschen werden. Manche Hebammen empfehlen einen Tropfen Olivenöl oder Muttermilch. Sie sei gut für die Haut. Wird das Baby älter – ab drei Monaten –, kann man ihm viel Freude mit einem Schaumbad bereiten. Aber bitte immer nur die Spezialprodukte für Babys nutzen. Schaum trocknet die Haut sonst aus. Die meisten Babys spielen ausgiebig mit dem Schaum und wollen gar nicht mehr raus aus dem Wasser. Hier gilt: Wassertemperatur überprüfen. Nach dem Baden können Sie Ihr Baby eincremen, aber auch hier gilt: Nur mit Cremes, die für Babys ausgewiesen sind.

Kopfüber ins Vergnügen?

Auf keinen Fall! Gerade die kleinen Frischlinge müssen vorsichtig ans Bad herangeführt werden, brauchen in der Wanne noch Mamas Arm unter ihrem Ärmchen und Mamas Hand unter ihrem Köpfchen. Die Füße gehen voran, dann folgt der Rest des Körpers. Das Baby darf nicht untertauchen. Das Gesicht wird mit einem nassen Waschlappen vorsichtig abgerieben oder getupft, das Haar mit Wasser gespült. Meist ist das Haar noch sehr dünn, Milchschorf kann vor dem Bad mit Babyöl eingeweicht werden und dann im Bad vorsichtig ausgekämmt und abgewaschen werden. Wird der Haarschopf mit den Monaten dichter, sollte ein Shampoo ohne Tenside und Duftstoffe extra für Babys genutzt werden. Sie sind milder als normale Erwachsenenshampoos.

Niemals allein im Wasser

Das ist die wichtigste Regel. Das Baby darf keine Sekunde aus den Augen gelassen werden. Babys können in sehr niedrigem Wasser ertrinken. Kein Telefonschellen oder Türklingeln sollte die Mutter von der Badewanne weglocken können. Bleiben Sie immer bei Ihrem Baby.

Wunder Popo: Was tun?

Babys leiden schnell unter einem wunden Popo. Wichtig ist die sorgfältige Reinigung und häufiges Windelwechseln. Bei der Reinigung auf Reinigungstücher verzichten und nur Wasser benutzen und etwas Öl für hartnäckige Stellen. Beim Trocknen nicht reiben, sondern tupfen oder kurz einen Föhn mit weitem Abstand benutzen. Eincremen mit Wundcreme für den Popo ist jetzt wichtig. Die Windeln sollten luftdurchlässig sein und sich nicht wie eine gefüllte Plastiktüte anfühlen, sobald ihr Baby uriniert hat. Probieren Sie mehrere Sorten aus.

Beikost - Richtig Essen lernen

Jetzt richtig essen!

Erst nur Gemüse, dann Kartoffel und danach Fleisch: Wie sich das Baby Schritt für Schritt an feste Nahrung gewöhnt. Babys lieben Milch, sei es die von der Mutter oder aus der Flasche. Doch die meisten Babys beginnen sich ab dem vierten Monat dafür zu interessieren, was sich Mama und Papa da eigentlich immer in den Mund stopfen. Es bewegt seinen Mund beim Zuschauen und öffnet ihn, wenn die Mutter mit dem Löffel seine Wange berührt. Jetzt oder spätestens Ende des sechsten Monats ist es Zeit, mit der sogenannten Beikost, der Kost, die das Baby neben der Milch zu sich nimmt,  zu beginnen. Doch eines sollten Sie nie ignorieren: Die Signale, die Ihr Kind Ihnen gibt. Ihr Kind weiß am besten, wann es satt ist. Wenn es seinen Mund schließt und den Kopf wegdreht, sollten Sie das akzeptieren, laut „fertig“ sagen und ihr Kind säubern. Zwingen Sie Ihr Kind nie zum Essen, das verleidet ihm  das Essen nur.

Ab 5. bis 7. Monat: Gemüse-Kartoffel-Fleischbrei

Starten Sie mit etwas püriertem Gemüse wie zum Beispiel Karotten. Sie sind von Natur aus süß und schmecken schon daher Babys. Verträgt Ihr Kind keine Karotten, können Sie auch Kürbis, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi , Fenchel, Pastinake oder Zucchini nehmen. Die erste Mahlzeit, die ersetzt wird, ist meist die Mittagsmahlzeit. Wenn Ihr Baby zwei Teelöffel isst, ist das ein Erfolg. Danach bekommt es wie gewohnt seine Milch. Am Ende sollte das Kind 100 Gramm des Breis essen. Zu Beginn spucken Babys den Brei meist aus. Sie kennen den Löffel noch nicht in ihrem Mund und sie wollen die Kost erst einmal genau untersuchen, mit den Lippen, der Zunge und dem Gaumen. Meistens wollen sie ihn auch mit den Fingern und Händen berühren und mit ihm spielen. Das sollten Sie zulassen. Auch wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Kind mag keine Karotten: Versuchen Sie es am nächsten und übernächsten Tag wieder. Das Baby gewöhnt sich erst langsam an den neuen Geschmack. Das gilt für alle  Breisorten. Wenn sich Ihr Kind nach etwa einer Woche an das Gemüse gewöhnt hat und 100 Gramm davon isst, können Sie den Gemüse-Kartoffel-Brei zunächst um eine gegarte Kartoffel und einen Esslöffel Rapsöl ergänzen. Als letzter Schritt kommen noch 30 g mageres Fleisch und 1,5 EL Obstsaft hinzu. Abwechslung in den verwendeten Beikostzutaten sind erwünscht (zum Beispiel verschiedene Gemüsesorten), ebenso kleine Mengen Nudeln bzw. andere Getreideprodukte, bevorzugt aus Weizen. Ersetzen Sie gelegentlich das Fleisch durch Fisch, zum Beispiel Lachs. Isst das Baby den ganzen Gemüse-Kartoffel-Brei braucht es anschließend keine Milch mehr. Geben Sie ihm aber ungesüßten Tee oder Wasser zu trinken.

Ab 6. bis 8. Monat: Vollmilch-Getreide-Brei

Einen Monat nach Einführung des Gemüse-Kartoffel-Breis ersetzen Sie am besten abends eine weitere Milchmahlzeit durch einen Vollmilch-Getreide-Brei, dem vitaminreicher Obstsaft oder Obstpüree zugefügt wird. Bereiten Sie den Brei selbst zu, nehmen Sie keine Rohmilch oder Vorzugsmilch, die verträgt Ihr bAby noch nicht. H-Milch oder Säuglingsmilch geht problemlos. Fertiger Milchbrei sollte keine unnötigen Zusätze wie Kakao, Schokolade, Zucker oder Aromen enthalten. Der Zusatz von Vitaminen und Mineralstoffen und Milchsäurebakterien ist überflüssig. Vorteilhaft ist der Zusatz von Jod in Form von Kaliumjodid oder Kaliumjodat Die  Milchfertigbreie werden mit Wasser, nicht mit Milch zubereitet.

Ab 7. bis 9. Monat: Getreide-Obst-Brei

Den milchfreien Getreide-Obst-Brei geben Sie Ihrem Kind etwa einen Monat nach Einführung des zweiten Breis und bevorzugt nachmittags. Sie verrühren die Vollkorngetreideflocken für Babys (möglichst ohne Zuckerzusatz) mit etwas Wasser, kochen alles auf lassen es quellen. Grieß rühren Sie in kochendes Wasser ein. Fügen Sie dem warmen Brei Früchte der Saison und Rapsöl zu. Im Handel gibt es fertige milchfreie Vollkorn-Obst-Breie im Gläschen. Achten Sie auch bei diesem Brei darauf, dass die Zusammensetzung dem selbstzubereiteten Brei möglichst ähnlich ist und die Breie keine Milchprodukte enthalten. Sollte kein Fett in den Gläschen enthalten sein, fügen Sie dieses dazu. Achten Sie auch darauf, dass möglichst Vollkorngetreide enthalten ist.

Link-Tipp

Gute Rezepte zum Selberkochen dieser ersten Beikost finden Sie auf der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung konzipierten Homepage www.kindergesundheit-info.de unter dem Stichwort „Rezepte für Säuglingsbreie“.

Fünf Tipps, wie das Breiessen bestimmt gelingt

Essen soll Spaß machen, auch wenn dabei viel gekleckert wird. Ziehen Sie sich und Ihr Kind kleckerfest an. Tisch und Boden können Sie mit Zeitungspapier auslegen.

Setzten Sie Ihr Kind so auf Ihren Schoß, dass sein Köpfchen und Hals aufrecht sind und Sie beide sich anschauen können.

Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen und reden Sie Ihrem Kind gut zu. Loben Sie es, wenn es einen Bissen runtergeschluckt hat.

Halten Sie den Löffel vor den Mund des Kindes, warten Sie, bis Ihr Kind seinen Mund öffnet. Falls der Mund zu bleibt, streichen Sie etwas Brei auf seine Lippen, um es auf den Geschmack zu bringen.

Neue Lebensmittel wie püriertes Gemüse, Kartoffeln, Nudeln oder Fleisch sollten immer erst einzeln eingeführt werden. Erst nach einigen Tagen, am besten nach einer Woche wechseln Sie zum nächsten Brei. So können Sie sehen, welchen Brei das Kind gut und welchen es schlecht verträgt.

 

Elterngeld beantragen

Was Sie schon jetzt erledigen sollten

Das Baby wachst und gedeiht prächtig in Ihrem Bauch. Sie haben das erste, oft etwas anstrengende Drittel der Schwangerschaft hinter sich und fühlen sich fit und leistungsstark. Nutzen Sie diese Phase. Nehmen Sie folgende fünf Dinge in Angriff.

Erstausstattung

Das Kinderzimmer wird vor der Geburt eingerichtet, eine Wickelkommode, ein Bett, Verdunklungsmöglichkeiten gehören genauso zur Erstausstattung wie Strampler und Schlafsacke in den Größen 56 bis 62. Vieles sollte bereitstehen wie zum Beispiel der Sicherheitssitz fürs Auto und der Kinderwagen. Das Familienministerium fasst auf seiner Homepage www.familien-wegweiser. de unter dem Stichwort „Babys Erstausstattung“ zusammen, was junge Familien vor der Geburt besorgen sollten.

Mutterschaftsgeld

Das Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen wahrend der Schutzfristen vor und nach der Entbindung (im Normalfall 6 Wochen vor der Entbindung und 8 Wochen nach der Entbindung, bei Früh- oder Mehrlingsgeburten 12 Wochen nach der Entbindung) sowie für den Entbindungstag gezahlt. Das Mutterschaftsgeld kann frühestens sieben Wochen vor dem mutmaßlichen Geburtstermin beantragt werden, da die Dies bezügliche ärztliche Bescheinigung frühestens eine Woche vor Beginn der Schutzfrist ausgestellt werden darf. Formulare für den Mutterschaftsgeldantrag bekommen Sie von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Es gibt sie meistens online oder Sie rufen die Servicestelle Ihrer Krankenkasse an.

Elterngeld

Mit dem Elterngeld unterstutzt der Staat Vater und Mutter und junge Familien. Anspruch darauf haben Eltern, die ihr Kind in den ersten 14 Lebensmonaten vorrangig selbst betreuen wollen und deshalb nicht voll erwerbstätig sind. Wo Sie Ihre jeweilige Elterngeldstelle finden, zeigt Ihnen die Website des Familienministeriums www.familien-wegweiser.de Stichwort „Elterngeld“ und dort dann der Link „Familie regional: Elterngeldstellen in Ihrer Nahe” (PLZ-Suche).

Kindergeld

Das Kindergeld wird einkommensunabhängig gezahlt. Es ist ab dem dritten Kind gestaffelt und betragt fürs erste und zweite Kind jeweils 190 Euro, fürs dritte 196 und ab dem vierten 221 Euro. Auf der Website des Familienministeriums www.familien-wegweiser.de Stichwort „Kindergeld“ finden sich am Ende des Artikels die Antragsformulare. Der Antrag kann frühzeitig ausgefüllt werden und wird direkt nach der Geburt abgeschickt.

Nabelschnurblut-Stammzellen 

In den letzten Jahrzehnten hat die Medizin enorme Fortschritte bei der Behandlung von Krankheiten gemacht. Vielleicht wird in Zukunft den Stammzellen von Nabelschnurblut eine große Bedeutung bei der Therapie von zum Beispiel Krebskrankheiten zuteil. Wer die Stammzellen seines Babys direkt nach der Geburt einfrieren lassen mochte, muss vor der Geburt wichtige Fragen klären. Zu welcher privaten Nabelschnurbank gehe ich? Was kostet das und wie finanziere ich das? Kann meine Hebamme Nabelschnurblut entnehmen? Unterstutzt meine Geburtsklinik die gewählte Nabelschnurbank? Diese Fragen sollten früh vor

Das Immunsystem stärken

Mit jedem Infekt stärker

Auch wenn es nur ein schwacher Trost für Eltern ist: Die Infektanfälligkeit in den ersten Lebensjahren hat auch eine gute Seite. Jeder Infekt stärkt das kindliche Immunsystem

Auch Kinder leiden jetzt vermehrt an Schnupfen und Husten. Aber anders als Erwachsene fangen sich die Kleinen auch im Sommer einen Infekt ein. Denn von den über 200 Viren, die eine Erkältung auslösen können, sind viele ganzjährig in unserer Umwelt präsent. Vor allem im ersten Lebensjahr stecken sich Kinder bis zu zwölf Mal neu an, weil ihr Immunsystem noch keine angemessene Antwort auf die Herausforderung durch Krankheitserreger hat. Es ist einfach noch nicht fit für die Gefahrenabwehr.

Die allgegenwärtigen Erkältungsviren, vor allem sind es Rhinoviren, die Infekte der oberen Atemwege auslösen, haben es deshalb überall dort ganz leicht, wo Kinder auf engem Raum aufeinandertreffen, beispielsweise in der Kita. Die so genannte Tröpfcheninfektion ist der Hauptübertragungsweg bei Erkältungsinfekten. Da genügt ein Nieser und die Viren werden gleichmäßig in der ganzen Kindergruppe verteilt. So gelangen sie direkt in die oberen Atemwege, in Nase, Hals und Bronchien oder landen auf dem Spielzeug, auf Türklinken, Tischen und Stühlen.

Kinder fassen alles an und greifen sich anschließend ins Gesicht oder berühren ein anderes Kind. Auch so gelangen Viren an ihr Ziel. Infektionen im Kindesalter haben, so unangenehm sie auch sind, aus medizinischer Sicht eine gute Seite. Jeder Infekt ist nämlich ein Training für das kindliche Immunsystem. In ihren ersten Lebensmonaten zehren die Kleinen noch vom so genannten mütterlichen Nestschutz, also von den Antikörpern, die die Mutter auf ihr Baby überträgt. Wenn der nachlässt, muss der kleine Körper selbst aktiv werden. Das kann er aber nur in der Auseinandersetzung mit Krankheitserregern.

Mit jedem durchgestandenen Infekt gewinnt die körpereigene Abwehr an Kraft, bis ein Kind eines Tages trotz grassierender Erkältungswelle ganz verschont von Triefnase, Husten und Halsweh bleibt.

Erkältung oder Grippe

Wenn ihr Nachwuchs matt und müde im Bettchen liegt, die Augen fiebrig glänzen, der Appetit gering ist und die Nase läuft, fragen sich Eltern natürlich zu Recht: Ist es wirklich nur eine Erkältung oder womöglich eine Grippe? Natürlich ist eine Ansteckung mit echten Grippeviren möglich, aber meistens steckt hinter den Beschwerden ein Erkältungsinfekt. Auch der wird durch Viren übertragen, aber diese sind eher harmlos. Allerdings gibt es, weil so viele Viren am Krankheitsbild beteiligt sind, keine vorbeugende Schutzimpfung.

Anders bei der echten Influenza-Grippe. Die Impfexperten des Robert-Koch-Instituts empfehlen wegen der erheblichen Gesundheitsrisiken eine Grippeimpfung für Kinder. Auf jeden Fall sollten chronisch kranke Kinder, die an Asthma, chronischer Bronchitis oder Herz-Kreislaufkrankheiten leiden, unbedingt geimpft werden. Eine weitere Impfempfehlung betrifft Frühgeborene: Sie haben ein hohes Risiko, sich mit dem RSV-Virus anzustecken. Dieses Virus richtet in den Bronchioliden erheblichen Schaden an, löst akute Entzündungen und möglicherweise gravierende Spätschäden aus. Die Erkrankung tritt schwerpunktmäßig ab Oktober auf. Eine Impfung sollte rechtzeitig erfolgen.

Vorbeugen ist bei Erkältungsinfekten im Kindesalter also kaum möglich. Was also tun, wenn der Nachwuchs sich einen Infekt eingefangen hat? Liebevolle Fürsorge ist das Wichtigste, was Eltern ihrem kranken Nachwuchs geben können. Und eine Medizin, die die Beschwerden auf sanfte Weise zuverlässig lindert.

Hilfe bei Schnupfen & Husten

Damit ein verschnupftes Kind schnell wieder gesund wird, müssen vor allem die Schleimhäute der Nase wieder gut arbeiten können. Das A und O der Schnupfenbehandlung besteht deshalb darin, Babys Näschen so schnell, aber auch so sanft wie möglich freizubekommen. Krankheitserreger und festsitzender Schleim sollten deshalb aus der Nasenhöhle entfernt werden. Nur dann kann die Nase ihren Hauptaufgaben, nämlich dem Befeuchten, Erwärmen und Reinigen der Atemluft, hundertprozentig nachkommen. Auf diese Weise kann auch einer Nasennebenhöhlen-Entzündung vorgebeugt werden.

Viel Trinken

Säuglinge, die noch gestillt werden, kommen auch in der Erkältungszeit mit Mamas Milch gut über die Runden. Wenn die nicht reicht oder bei Fläschchenkindern: eine gleichwertige Milchnahrung anbieten. Aber Dehydrieren muss unbedingt vermieden werden. Außerdem verdünnt man durch das Trinken von Flüssigkeit (am besten ist Wasser) den Schleim in der Nase und spült sie aus. Auch Schleim, der sich in den Bronchien festgesetzt hat, wird flüssiger und kann

Nasenspray

Abschwellende Nasensprays auf chemischer Basis sind für eine langfristige Befreiung der verstopften Nase nicht geeignet. Fragen Sie in der Apotheke nach einem Mittel, das die kindliche Nasenschleimhaut nicht austrocknet. Einige Wirkstoffe können nämlich bei häufigerer und längerer Anwendung die Nasenschleimhaut schädigen.

Nasensauger

Mit einer Ballonspritze kann man die Nase von Kindern, bei denen Naseputzen noch nicht funktioniert, wieder frei bekommen. Die Ballonspritze wird mit einer salzhaltigen Lösung (aus der Apotheke) gefüllt. Der Kopf des Babys muss nach hinten geneigt sein, damit man 10 bis 20 Tropfen Salzlösung in jedes Nasenloch drücken kann. Etwas warten und dann den Schleim samt Salzlösung einzusaugen. Nur im Akutfall, nicht über längere Zeit einsetzen.

So lernen Kinder das Naseputzen

Frühestens mit zwei Jahren können Kinder lernen, ihre Nase zu putzen. Am besten lernen sich durch das Vorbild der Eltern, aber man sollte dem Nachwuchs genau erklären, warum zu tun ist. Zu hartes Schnauben kann nämlich die Ohren verletzen. Lassen Sie Ihr Kind ein Nasenloch zuhalten und die Luft durch das offene Nasenloch herausblasen. Aber ganz sanft. Zeigen Sie Ihm, dass benutzte Taschentücher in den Abfalleimer gehören. Nach dem Naseputzen das Händewaschen nicht vergessen!

Fieber nicht sofort senken

Kranke Babys fiebern schnell und oft auch erschreckend hoch. Trotzdem sollte man das Fieber nicht sofort bekämpfen. Fieber ist nämlich eine sinnvolle Abwehrrektion des Körpers und hilft bei der Bekämpfung der Krankheitserreger. Wenn das Baby aber hoch fiebert, nicht trinkt und richtig krank wirkt, sofort den Kinderarzt aufsuchen!

Streicheleinheiten

Pflege mit viel Gefühl

Mit seinen Augen kann ein Baby die Umwelt nur schemenhaft und unscharf erkennen. Was es hört, ergibt noch keinen Sinn. Aber die Streicheleinheiten, die es über die Haut empfängt, erkennt das Baby als ausgesprochen angenehmen Liebesbeweis. Denn die Haut ist Babys wichtigstes Sinnesorgan und sollte deshalb mehr als pfleglich behandelt werden

Streicheleinheiten

Wenn Sie Ihr Baby immerzu in den Arm nehmen, knuddeln und streicheln möchten: Tun Sie es! Der enge Körperkontakt ist die wichtigste Basis für die Entwicklung einer intensiven Bindung zwischen Eltern und Kind. Alle anderen Sinneswahrnehmungen bilden sich erst nach und nach aus, aber über die Haut ist vom ersten Lebenstag an Babys Verbindung zur Außenwelt möglich. Da wird jede liebevolle Berührung zur Bestätigung elterlicher Liebe und Fürsorge. Und Gelegenheiten, das Baby in den Arm zu nehmen und sanft zu streicheln, gibt es gerade beim Waschen, Baden und Wickeln zum Glück genug.

Gleichzeitig ist die Haut als größtes Organ des Körpers nach der Geburt aber noch nicht voll ausgereift. Noch fehlen ihr funktionsfähige Talgdrüsen, die dicke Hornschicht und ein hauteigener Säureschutz. Das alles führt dazu, dass die Haut des Babys schnell austrocknet und Schadstoffen eine größere Angriffsfläche bietet, anfällig für Irritationen, Allergien und Infektionen ist. Für die Pflege bedeutet das: Achten Sie darauf, dass der Haut ausreichend Feuchtigkeit zugeführt und ein Austrocknen verhindert wird. Und sorgen Sie dafür, dass die Haut des Babys vor unnötigen Belastungen geschützt wird.

5 Tipps fürs Waschen, Baden, Cremen   

1 Baden oder Waschen?

Babys genießen ein warmes Wannenbad. Aber für die Körperpflege genügt die tägliche Wasche mit einem feuchten Waschlappen. Ein Wannenbad pro Woche reicht.

2 Welche Pflegeprodukte?

Wichtig für den Anfang sind ein mildes Waschgel, ein Babyöl zur Reinigung, Pflege und Massage, sowie eine Lotion, Creme oder Milch für die tägliche Hautpflege. Außerdem sollte für den Windelpopo eine Wundschutzcreme bereit liegen. Sehr praktisch sind Tücher für die Reinigung des Babypos. Wichtig ist, dass die Pflegeprodukte keine belastenden und irritierenden Stoffe enthalten (z. B. Konservierungs- und Duftstoffe).

3 Badezusätze: Ja oder Nein?

Wasser lasst die Haut aufquellen und trocknet sie aus. Gute ruckfettende und milde Badeöle oder Öl-Lotion-Bader schützen die empfindliche Babyhaut vor dem Austrocknen.

4 Wie oft soll man das Baby eincremen?

So oft wie nötig. Das heißt, nach dem Bad, der Reinigung, vor allem in der kalten Jahreszeit auch vor dem Spazierengehen. Bei trockener Haut kann das durchaus mehrmals am Tag sein.

5 Was tun, wenn der Babypo wund wird?

Dann helfen Luft und eine gute Wundschutzcreme. Wenn sich erste Rötungen zeigen, weil Urin und Kot die Windelregion gereizt haben, sollten Eltern Ihr Baby so oft und lange wie möglich nackt strampeln lassen, im Winter z. B. unter dem Heizstrahler auf dem Wickeltisch. Außerdem den Po nicht abrubbeln, sondern sanft abtupfen. Danach eine Wundschutzcreme auftragen.

Die Zukunft planen

Vor Ihnen liegen 40 aufregende Wochen mit unvergleichlichen Erfahrungen und Erlebnissen. Genießen Sie die Zeit zu zweit. Wir zeigen Ihnen, wie Sie am besten mit den großen Veränderungen umgehen und im Gleichgewicht mit sich selbst bleiben

Gibt es etwas Natürlicheres als eine Schwangerschaft? Sie gehört zu den normalsten und am stärksten perfektionierten Vorgängen im Leben überhaupt. Diese Tatsache sollte werdenden Müttern, die unsicher sind, ob sie den Herausforderungen und Belastungen überhaupt gewachsen sind, einige Sicherheit geben. Viele Prozesse, die für die Entwicklung des Babys wichtig sind, laufen automatisch ab. Und das ist auch gut so, denn in den ersten Wochen einer bestehenden Schwangerschaft wissen viele Frauen noch gar nicht, dass ein neues Leben in ihrem Körper heranwächst.

So gehört es zu den großen Wundern des Lebens, dass sich der weibliche Körper innerhalb kürzester Zeit auf die neuen Bedingungen einstellt. Für den Körper der werdenden Mama bedeutet eine Schwangerschaft Schwerstarbeit. Sie muss schließlich 40 Wochen lang Nahrung fürs wachsende Baby heranschaffen und über ihren Blutkreislauf zwei Menschenleben in Gang halten. Aber keine Angst: Der weibliche Körper ist optimal auf diese Aufgabe vorbereitet, auch wenn Schwangere anfangs häufig an Übelkeit leiden, der Kreislauf in den Keller wandert und der wachsende Bauchumfang schmerzhaft aufs Kreuz drückt. Seien Sie zuversichtlich und gehen Sie die Veränderungen mit Optimismus und Vertrauen an!

Schwangerschaftsvorsorge schafft Sicherheit

Schwangerschaften verlaufen im Allgemeinen ohne größere gesundheitliche Probleme. Aber es gibt sie, die Ausnahmen von der Regel. Nicht alle Schwangerschaften verlaufen reibungslos, und nicht alle Babys sind so gesund, wie die werdenden Eltern sich das wünschen. Dank der intensiven Betreuung durch Frauenärzte und Frauenärztinnen können Frauen heute aber so sicher wie noch nie sein, dass ihr Baby gesund auf die Welt kommt. Dazu hat das engmaschige Vorsorgesystem beigetragen, dass es dem Frauenarzt bzw. der Frauenärztin ermöglicht, die Schwangere intensiv zu begleiten und die Entwicklung des Babys zu beobachten. Regelmäßige Schwangerschaftsvorsorge ist die beste Garantie dafür, dass bestehende Risiken und Komplikationen rechtzeitig erkannt und erfolgreich behandelt werden können. Schwangere sollten die vorgesehenen Termine beim Frauenarzt deshalb unbedingt wahrnehmen. Sie finden anfangs alle vier Wochen, aber ab der 32. Schwangerschaftswoche alle 14 Tage statt. Ab der 38. Schwangerschaftswoche eventuell jede Woche. Zu den frauenärztlichen Leistungen gehören eingehende Blutuntersuchungen, die Überwachung des Blutdrucks sowie die Kontrolle von Babys Entwicklung per Ultraschall. Wenn erforderlich, kann eine werdende Mutter auch die weitergehende pränatale Diagnostik in Anspruch nehmen.

Basis für eine gute Elternschaft legen

Noch sind Sie zu zweit, aber bald werden Sie eine kleine Familie sein. Mit allen Veränderungen, die das auch für die Partnerschaft mit sich bringen wird. Ihr Partner freut sich genauso wie Sie selbst auf das Baby? Das ist die ideale Voraussetzung für den neuen Lebensabschnitt. Eine funktionierende Kommunikation ist in jedem Fall die beste Voraussetzung für das Gelingen. Sprechen Sie beide offen und ehrlich über die Gefühle und Empfindungen, die Sie jetzt bewegen. Ihr Leben wird sich grundlegend ändern – da ist es nur natürlich, dass sich bei aller Freude aufs Baby auch Ängste und Befürchtungen in das Denken einschleichen. Beziehen Sie den Partner in Ihre Empfindungen ein und nehmen Sie auch seine Gefühle ernst. Je früher Sie mögliche Problemfelder ansprechen, desto geringer die Gefahr, dass sie sich nach der Geburt zur Belastung für die Beziehung entwickeln. Das gilt natürlich erst recht, wenn Ihre eigene Vorfreude aufs Baby die deswerdenden Vaters deutlich übersteigt. Dann ist Kommunikation wirklich das Allerwichtigste überhaupt, damit sich keine unheilbaren Risse in der Beziehung entwickeln. Ansonsten aber gilt: Genießen Sie die Zeit zu zweit und tun Sie alles, was Ihnen beiden Spaß macht.

Bleiben Sie aktiv

Sportliche Frauen verkraften die Strapazen und Belastungen von Schwangerschaft und Geburt besser als untrainierte Frauen. Schwangere sollten sich aber auch nicht überfordern. Wichtig ist, dass Sie nicht zu sehr ins Schwitzen geraten und Ihr Kreislauf nur maßvoll belastet wird. Spaziergänge erfordern keinen Kraftaufwand und tun doch einfach gut. Die frische Luft macht auch müde Geister munter. Wenn Sie dabei bewusst tief ein- und ausatmen, werden Sie und Ihr Baby optimal mit Sauerstoff versorgt. Schwimmen ist für Schwangere eine wahre Wohltat. Im warmen Wasser spüren sie ihr Gewicht nicht mehr, man fühlt sich frei und unbeschwert. Beim Schwimmen mit anderen schwangeren Frauen wird zudem die Körperakzeptanz gestärkt. Auch typische Beschwerden bei der Schwangerschaft werden im Wasser gemildert, Wassereinlagerungen im Körper reguliert. Das Gewebe wird geschmeidiger und dehnbarer. Walken oder Rad fahren trainieren das Herz und verbessern die Vitalität. Mutter und Kind profitieren davon, dass der Körper besser durchblutet wird.

Nehmen Sie Hilfe an!

Für Frauen, die schon Kinder haben, kann eine erneute Schwangerschaft erheblichen Druck bedeuten. Die Arbeit im Haushalt, die Betreuung der Kinder und vielleicht noch halbtags berufstätig sein – das schafft niemand mit links. Nehmen Sie deshalb jede Unterstützung wahr, die der Partner, die Familie oder Freunde geben können. Wenn Sie während der Schwangerschaft krank werden sollten, haben Sie Anspruch auf eine durch die Krankenkasse finanzierte Haushaltshilfe.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!

Frauen, die an Stress und Höchstleistung gewohnt sind, fällt es oft schwer, einen Gang zurückzuschalten. Aber in Ihrem eigenen und im Interesse ihres Kindes sollten Sie jeden Perfektionismus zurückstellen. Dauerhafter Druck sorgt für ein Gefühl der Überforderung und macht am Ende krank. Lassen Sie sich also nicht unter Druck setzen. Trauen Sie sich, auch mal konsequent Nein zu sagen, wenn Sie sich von einer Aufgabe überfordert fühlen. Druck entsteht übrigens auch, weil viele Schwangere ihre Freizeit mit besonders viel Aktivitäten anfüllen möchten. Wer weiß schließlich, wie viel freie Zeit nach der Geburt des Babys noch bleibt? Nehmen Sie sich das Recht, auch in dieser Hinsicht einen Gang runter zuschalten. Denn auch Freizeitstress ist Stress. Gönnen Sie sich ganz bewusste Aus-Zeiten und entspannen Sie sich!

Nehmen Sie Ihre Rechte am Arbeitsplatz wahr!

Damit Schwangere durch besonders belastende oder gefährliche Arbeiten nicht krank werden, hat der Gesetzgeber Schutzregeln für den Arbeitsbereich erlassen. Nehmen Sie diese Rechte wahr. Sie dienen Ihrer eigenen Gesundheit und dem Wohlbefinden Ihres Babys. Auch angesichts der angespannten Situation am Arbeitsmarkt sollte es in diesem Punkt keine Kompromisse geben.

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