Tag : Schwanger

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Urlaubstipps für Schwangere

Eine Urlaubsreise ist bei einer unkomplizierten Schwangerschaft kein Problem, wenn einige wichtige Aspekte beachtet werden. „Grundsätzlich sollte für eine schwangere Frau auf der Fahrt und am Urlaubsziel immer medizinische Hilfe erreichbar sein“, empfiehlt Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. Seiner Erfahrung nach ist das Reisen im zweiten Trimester am wenigsten belastend, also etwa zwischen der 13. und 30. Woche. „In den ersten drei Monaten haben viele Frauen mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen. Auch ist am Anfang der Schwangerschaft immer damit zu rechnen, dass Blutungen auftreten, die bei Ruhe meist spontan zum Stillstand kommen. Es ist besser, dann nicht gerade im Urlaub zu sein“, erläutert der Frauenarzt. „Und in den letzten Wochen der Schwangerschaft fallen alle körperlichen Anstrengungen immer schwerer.“

Genug trinken auf der Reise

Bei Reisen, die über zwei Stunden dauern, sollte die Schwangere daran denken, immer wieder die Beine zu bewegen, um Thrombosen zu verhindern. „Außerdem sollte sie immer genug Flüssigkeit zu sich nehmen und gegebenenfalls auch leichte Stützstrümpfe tragen“, empfiehlt Albring. Bei einem Urlaub in den Bergen muss berücksichtigt werden, dass mit zunehmender Höhe der Sauerstoffgehalt der Luft abnimmt. „Die Schwangere wird dann kurzatmig und ist sehr schnell erschöpft. Bei der Anreise und auch am Urlaubsort selbst gilt deshalb die Regel, dass pro Tag der Höhenunterschied nicht mehr als 500 Meter betragen sollte.

Ähnlich verhält es sich mit Hitze. Eine Außentemperatur von 30 Grad und darüber ist nicht von vornherein ungesund, meint Albring. „Aber der Kreislauf macht dann schneller schnapp, die Schwangere ermüdet schneller“, meint Dr. Albring. „Auf jeden Fall sollte die heiße Tageszeit möglichst im Schatten verbracht werden, sie sollte unbedingt genug trinken, am besten Wasser, Kräutertee oder stark verdünnte Obstsäfte.“ Am leichtesten kämen meistens Frauen mit Hitze zurecht, die über die Schwangerschaft hinweg nicht zu viel Gewicht zugelegt haben, sportlich und aktiv geblieben sind.

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Ein Gel gegen Unterzucker beim Baby

Neugeborene, die von Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes zur Welt gebracht werden, haben häufig einen zu niedrigen Blutzucker. Stabilisiert frühes Füttern den kindlichen Blutzuckerspiegel nicht, sollte nach der Arzt nach Auskunft der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zusätzlich ein Dextrose-Gel geben. Denn das Gel, das in die Wangenschleimhaut des Säuglings gerieben wird, kann einer Studie zufolge vor gefährlicher Unterzuckerung schützen. Schwangere mit Diabetes sollten sich frühzeitig über die Gel-Behandlung informieren und in einem Krankenhaus entbinden, das über Spezialabteilungen für Frühgeborene verfügt.

Zucker in Form von Glukose ist der wichtigste Kraftstoff für das Gehirn. Neugeborene benötigen in den ersten Lebenstagen fast ihre gesamten Glukosevorräte für das Gehirn, das auf regelmäßigen Nachschub angewiesen ist. „Jede Unterzuckerung kann Schäden hinterlassen und die spätere Entwicklung des Kindes behindern“, sagt Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel, DDG-Präsident und Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin – Gastroenterologie, Diabetologie und Ernährungsmedizin am St. Josefskrankenhaus Heidelberg GmbH. Bei allen Neugeborenen wird deshalb nach der Geburt der Blutzucker kontrolliert.

Frühgeborene häufiger betroffen

Eine Unterzuckerung ist keineswegs selten. „Bis zu 15 Prozent aller Neugeborenen haben vorübergehend eine Hypoglykämie“, sagt Siegel. Betroffen sind häufig Frühgeborene sowie Kinder von Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes – in Deutschland tritt bei vier Prozent der Schwangeren ein solcher Gestationsdiabetes auf. Den Neugeborenen ist die Hypoglykämie, die meist in den ersten sechs Lebensstunden auftritt, nicht immer anzusehen. Die Anzeichen können sehr unterschiedlich sein: Manche Kinder sind extrem gereizt und schreien, andere wirken lethargisch. In schweren Fällen kann es zu Krampfanfällen oder Atemaussetzern kommen.

Babies von Müttern mit Diabetes sollten daher dreißig Minuten nach der Geburt gestillt oder gefüttert werden, um die Gefahr einer Unterzuckerung von vornherein abzuwenden. „Die frühe Nahrungsaufnahme ist eine sehr effektive Vorbeugemaßnahme“, betont Siegel. Zwei Stunden später sollte der Arzt den Blutzucker des Neugeborenen auf nüchternem Magen bestimmen, gefolgt von weiteren Messungen im Alter von sechs und zwölf Stunden sowie flankiert von regelmäßigen Fütterungen. Bessert sich der Blutzuckerspiegel trotz Frühfütterung nicht, kann ein Dextrose-Gel hilfreich sein.

Miclhzähne schützen

Auch Fruchtzucker schadet

Etwa 15 Prozent der Vorschulkinder leiden an einer sichtbaren Schädigung des Zahnschmelzes. Frühkindlicher Karies gilt damit als häufigste chronische Erkrankung im Kleinkind- und Vorschulalter. Wir haben mit der Kölner Zahnärztin und Oralchirurgin Dr. Thea Lingohr, die sich auch auf die Behandlung kleiner Patienten spezialisiert hat, gesprochen. Sie hat uns im Interview erklärt, was den Zähnen schadet und was Eltern für starke Milchzähne tun können

Frau Dr. Lingohr, schenken Eltern dem Milchgebiss zu wenig Aufmerksamkeit?

Eltern können durch die richtige Pflege, gesunde Ernährung und Prophylaxe den entscheidenden Grundstein für die spätere Zahngesundheit legen. Gesunde Milchzähne sind ja eine wichtige Voraussetzung für gesunde bleibende Zähne und damit für das ganze Erwachsenenleben. Viele Eltern gehen fälschlicherweise davon aus, dass die ersten Zähne keiner gründlichen Pflege bedürfen, da sie ohnehin in absehbarer Zeit ausfallen.

Warum sind die Milchzähne so wichtig?

Gesunde Milchzähne erfüllen wichtige Aufgaben, unter anderem fördern sie den Spracherwerb, dienen als Platzhalter für den optimalen Wuchs der sogenannten bleibenden Zähne und unterstützen zudem die korrekte Ausbildung des Kinderkiefers. Daher rät der Bundesverband der Kinderzahnärzte zu regelmäßigen Zahnarztbesuchen bereits mit Durchbrechen der ersten Milchzähne, spätestens aber mit Vollendung des ersten Lebensjahres.

Welche Folgeschäden sind bei mangelhafter Pflege zu erwarten?

Auch nach Behandlung der sichtbaren Schäden tragen Betroffene die Bakterien ein Leben lang in sich. Bleibende Zähne, die sich unter den Milchzähnen bilden, erkranken so oft schon an Karies, noch bevor sie überhaupt durchbrechen.

Ist Karies denn ausschließlich eine Folge mangelnder Zahnpflege?

Das kann man mit einem klaren Nein beantworten. Karies entsteht vor allem als Folge einer mangelhaften und zu süßen Ernährung. Hauptverursacher sind Bakterien im Mundraum, die sogenannten Mutans-Streptokokken. Sie bilden, wenn genug Zucker zur Verfügung steht, eine Säure, die den Zahnschmelz angreift. Die Ernährung spielt bei der Entstehung von Karies also eine ganz wichtige Rolle.

Das Problem sind also die Süßigkeiten?

Nein, es ist der Zucker als solcher. Fruchtzucker, Milchzucker und Traubenzucker schaden dem Zahnschmelz im selben Maße wie Haushaltszucker oder Süßigkeiten.

Obst gilt doch als besonders gesund. Gilt das für Kinderzähne nicht?

Natürlich ist Obst ein wichtiger Bestandteil der gesunden Ernährung. Wichtig ist aber, dass die Pausen zwischen den Mahlzeiten lang genug sind. Dann können die im Speichel enthaltenen Minerale Kalzium und Phosphat durchaus erste kleine Defekte am schützenden Zahnschmelz reparieren. Dauerhaftes Nuckeln der Kleinkinder am Fläschchen mit gesüßtem Tee oder Säften ist auch deshalb ein ernsthaftes Problem, weil das ständige Trinken an sich den Reparaturprozess der Zähne stört.

Können Eltern ihren Nachwuchs denn auch mit eigenen Kariesbakterien infizieren?

Ja in der Tat, das kommt gar nicht selten vor. Auch Eltern können unwissentlich und unbeabsichtigt Kariesbakterien über ihren eigenen Speichel auf das Kind übertragen und es so anstecken. Das passiert beispielsweise, wenn Eltern den Sauger in den Mund nehmen. So überprüfen Eltern ja oft die Temperatur der Milchmahlzeit.

Prophylaxe & Pflege Dr. Lingohr empfiehlt

1 regelmäßige halbjährliche Zahnarztbesuche bereits mit Durchbrechen der ersten Milchzahne, spätestens aber mit Vollendung des ersten Lebensjahres.

2
die Kinder mit zu den eigenen Kontrollterminen nehmen und einen angstfreien Umgang mit dem Zahnarzt vorleben.

3
fluoridhaltige Kinderzahnpasta, die den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Kariesbakterien macht.

4 weiche Kinderzahnbürsten mit dickem, rutschfestem Griff und ab dem dritten Lebensjahr auch gerne die elektrische Variante. Für Sauglinge Fingerhütchen mit Kunststoff- Borstenfeld.

Wissenswert

Sowohl Milch- als auch bleibende Zähne bestehen jeweils aus drei Teilen, der Zahnkrone, dem Zahnhals und der Zahnwurzel. Kinderzahne sind etwas kleiner als ihre Nachfolger und verfügen über eine dünnere Zahnschmelzschicht. Diese überzieht den sichtbaren Teil des Zahnes, die Krone, und schützt sie vor schädlichen Einflüssen. Im Kieferknochen verborgen oder vom Zahnfleisch verdeckt liegen die unsichtbaren Teile des Gebisses, die Zahnhalse und die Zahnwurzeln, die der sogenannte Zahnzement umschließt und schützt. Die Hauptmasse des Zahns bildet das darunter liegende Zahnbein, in dessen Inneren der Zahnnerv liegt, den sowohl Nervenfasern als auch Lymph- und Blutgefäße durchziehen. Als empfindlichstes Organ des Zahns versorgt der Nerv Krone, Hals und Wurzel mit lebenswichtigen Stoffen.

Zur Person Dr. med. dent. Thea Lingohr MSc., Zahnärztin und Oralchirurgin aus Köln mit eigener Praxis in Köln Weitere Informationen unter www.dr-lingohr.de

 

Hebammen - Ausbildung in den Entwicklungsländern

Baby turnt im Mamabauch

Schon als Winzling im Mutterleib ist das Ungeborene alles andere als reglos, Babybewegungen im Bauch sind schon ziemlich zu Beginn der Schwangerschaft normal. Sobald Arme und Beine entwickelt sind und das Nervensystem etwas ausgereifter ist, geht’s los mit den Turnübungen. Dann reckt und streckt sich der Fötus, macht kleine Purzelbäume, erkundet neugierig die Weite des Unterleibes seiner Mama. Noch hat er ja reichlich Platz, weshalb seine Bewegungen nicht spürbar sind. Das ändert sich allmählich ab der 20. Schwangerschaftswoche. Jetzt ist das Ungeborene schon so groß, dass es mit seinen Tritten und Kopfstößen gelegentlich an die Bauchwand stößt. Das ist für die Mutter ein unvergleichliches neues Erlebnis. Zum ersten Mal spürt sie, dass da wirklich jemand in ihr heranwächst. Je nach Temperament des Fötus sind die Bewegungen stärker oder schwächer zu spüren. Schon in diesem frühen Stadium bekommt die werdende Mama erste Informationen darüber, ob ihr Nachwuchs ein eher zurückhaltender Typ ist oder ein kleiner Radaubruder im Anmarsch ist.

Mit Beginn der 25. Woche hat das Kleine manchmal bereits soviel Kraft, dass man seine Bewegungen deutlich mit der flachen Hand auf der Bauchdecke bemerkt. Seine Knüffe und Tritte lassen es jetzt schon ein bisschen krachen, die Mutter gewöhnt sich auch an die häufigen Bewegungen und weiß schon bald recht genau, ob ihr Ungeborenes gerade ein Nickerchen macht oder putzmunter ist – oder ob es sich vielleicht erschrocken hat durch ein lautes Geräusch. Dann wird es still. Die Übergänge sind fließend: Etwa ab der 30. Woche kommuniziert das Ungeborene sogar auf einfache Art mit Mama und Papa. Es knufft zurück, wenn es die Hand der Eltern als Widerstand spürt oder wenn die Mutter sich am Bauch stößt.

Die Zeit rennt, und der Platz wird knapper: Ab der 35. Woche ist das Ungeborene schon so groß, dass es überall anstößt. Gleichzeitig sind seine Kraft und Energie größer denn je, es tollt sozusagen im Bauch herum, soweit das platzmäßig noch möglich ist. Die Gebärmutter reicht jetzt bis hoch zum Rippenbogen, so dass auch dort die Trampelfüßchen hingelangen können. Das kann schon mal zu unangenehmen Tritten gegen die Knochen führen. Mit bloßem Auge kann man jetzt oft auch schon sehen, wie sich der Po oder der Kopf des Babys unter der Bauchdecke abmalt. Das Ende der Schwangerschaft ist nah, und die Mama ist auch froh, dass es bald vorbei ist. Etwa ab der 38. Woche liegt das Ungeborene mit dem Kopf nach unten, ist ziemlich stark eingezwängt, die Arme sind am Körper angelegt. Jetzt nimmt auch das Fruchtwasser ab, so dass der Raum noch enger wird. Deshalb spürt die Mutter ihr Kind kurz vor der Niederkunft nicht mehr so häufig wie vorher. Manche Frauen machen sich dann große Sorgen, geraten gar in Panik. Dabei ist alles so, wie es sein soll. Also wieder entspannen, soweit das mit dem großen Bauch noch möglich ist, und sich nun ganz auf die Geburt konzentrieren. Denn die lässt nicht mehr lange auf sich warten.

Geistige und körperliche Entwicklung

Familienplanung: Schneller zum Wunschkind

Sind Paare bereit für das Abenteuer Familie, dann soll es mit dem Wunschkind möglichst schnell gehen. Viele Frauen nehmen an, dass sie schwanger werden, sobald sie nicht mehr verhüten. Doch so einfach ist es nicht – denn nur an bestimmten Tagen im Zyklus ist der weibliche Körper überhaupt empfängnisbereit. Dieser dauert laut Lehrbuch im Durchschnitt circa 28 Tage – etwa um den 14. Tag nach Beginn der letzten Periode findet der Eisprung statt. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Wie Studien zeigen, weisen 70 Prozent der Frauen längere oder kürzere Zyklen auf, und auch die Eisprungzeit kann durchaus variieren.

Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führt, bereits fünf Tage vor dem Eisprung, da der männliche Samen in der Scheidenflora so lange überleben und auf die gesprungene Eizelle „warten“ kann. Die Eizelle selbst ist auf ihrer Wanderschaft sechs bis zwölf Stunden überlebensfähig und kann in dieser Zeit befruchtet werden.

Das eigene Fruchtbarkeitsmuster erkennen

Die höchste Empfängniswahrscheinlichkeit herrscht allerdings an den zwei Tagen direkt vor dem Eisprung. Zu wissen, wann genau die fruchtbaren Tage sind, kann für Paare daher die Chance erhöhen, dass der Wunsch nach einem Kind schneller in Erfüllung geht. Ermitteln lässt sich dieser Zeitraum etwa mit dem OvulaRing. In die Scheide eingeführt, misst er die Körperkerntemperatur alle fünf Minuten, um aus tausenden Messdaten das persönliche Fruchtbarkeitsmuster der Frau zu erkennen und die Daten individuell auszuwerten. Anhand der graphischen Darstellung der Zykluskurve werden die möglichen fruchtbaren Tage für den nächsten Zyklus erkennbar. Neu ist die Anzeige der tagesaktuellen Empfängniswahrscheinlichkeit mit dem Status „Gering“, „Mittel“ oder „Hoch“. Bei der Statusangabe „Hoch“ ist die Wahrscheinlichkeit, in diesem Zyklus schwanger zu werden, am höchsten.

Entspannt bleiben trotz Kinderwunsch

In einer Studie berichtete eine Untergruppe von Anwenderinnen, dass sie nach durchschnittlich knapp vier Monaten schwanger geworden sind – persönliche Geschichten finden sich unter www.ovularing.de. Übrigens: Wenn Paare sich zu sehr unter Druck setzen und nur noch Sex nach Plan ausüben, kann sich der Stress störend auf die Fruchtbarkeit auswirken. Der Eisprung verzögert sich oder bleibt aus, bei Männern kann die Spermienqualität leiden. Eine Auszeit mit Ablenkung vom Kinderwunsch kann für mehr Gelassenheit sorgen. Innere Ruhe und Entspannung fördern auch Techniken wie Yoga oder Autogenes Training. Zudem sollte im Zuge der Familienplanung, wenn möglich, auf Alkohol und Nikotin verzichtet werden.

Worauf Kinderwunsch-Mütter achten sollten

Ein aktiver Lebensstil und eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung schaffen gute Voraussetzungen, um schwanger zu werden. So decken frisches Obst und Gemüse den Bedarf an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen im Körper. Zudem wird durch Bewegung starkes Übergewicht vermieden, welches einer Schwangerschaft im Weg stehen kann. Gut zu wissen: Wenn häufiger Geschlechtsverkehr nicht zu einer Schwangerschaft führt, kann es daran liegen, dass dabei die Zahl der Samenzellen im Sperma abnimmt. Hilfreich kann sein, den Eisprung zu erkennen, etwa mit dem OvulaRing, denn die Chance auf eine Befruchtung liegt am höchsten am errechneten Tag des Eisprungs, an den zwei bis drei Tagen davor und am Tag danach.

Heileurythmie hilft bei Rückenschmerz

Aktiv werden bei Rückenschmerzen

Schmerzen im Rücken kennt fast jeder. Bis zu 85 Prozent der Deutschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben daran. 21 Prozent haben bereits chronische Beschwerden. Gerade in den letzten Monaten vor der Geburt leiden viele Frauen aufgrund des ungewöhnlichen Gewichts an Rückenschmerzen und nach der Geburt bleiben sie durch das häufige Tragen des Babys bestehen. Die Muskulatur verspannt als Folge körperlicher Überlastung. Auch Fehlhaltungen und psychischer Stress können eine Rolle spielen. Wenn Betroffene rasch handeln, lässt sich der Entstehung eines Schmerzkreislaufes oft vorbeugen. Hilfreich können zum Beispiel anthroposophische Arzneimittel oder die Bewegungstherapie „Heileurythmie“ sein.

 

Das hilft bei akuten Rückenschmerzen

  • Wärme wirkt oft lindernd und lässt sich zum Beispiel in Form von Wärmflasche, Rotlicht oder Kirschkernkissen anwenden.
  • Den Körper trotzdem weiter bewegen, soweit es Schmerz und Bewegungseinschränkung erlauben. Schonhaltungen möglichst vermeiden.
  • Physiotherapeutische Maßnahmen wie manuelle Therapie oder Osteopathie in Anspruch nehmen. Auch Heileurythmie kann helfen.
  • Rhythmische Massagen nach Dr. Ita Wegman regen über das Unterhautzellgewebe die Flüssigkeitsströme im Körper an, um so krankhaft verfestigte und verdichtete Strukturen zu lösen und wieder ins Fließen zu bringen. 
Infos unter rhythmischemassage.com
  • Öle können Wärme besonders gut vermitteln. Durch massierende Bewegungen und Berührungen beim Auftragen erhält der Körper den Impuls, selbst Wärme zu bilden, zu verteilen und Erstarrungen zu lösen. So hilft zum Beispiel das Aconit Schmerzöl von Wala mit einer Komposition aus drei Heilpflanzen und Quarz bei schmerzhaften Verspannungen. Das Öl enthält schmerzlindernden Blauen Eisenhut (Aconitum napellus), beruhigendes Lavendelöl (Lavandulae aetheroleum), durchblutungsanregenden Kampfer (Camper). Bergkristall (Quarz) soll die körpereigene Wärmebildung unterstützen und dem Auskühlen der Nerven entgegenwirken.

Den Rücken langfristig gesund halten

  • Progressive Muskelentspannung hilft beim Stressabbau.
  • Wer sich regelmäßig bewegt, tut viel für einen beschwerdefreien Rücken. Dabei ruhig ganz nach den persönlichen Vorlieben gehen: Schwimmen, Wandern, Radfahren und leichtes Krafttraining sind optimal. Das Training darf und soll Spaß machen.
  • Dehnen lockert und entspannt die Muskulatur.
  • Gegen eine einseitige Haltungen im Büro hilft, öfter mal die Position zu wechseln, aufzustehen und sich zu strecken.
  • Übergewicht ist Schwerstarbeit für die Wirbelsäule. Daher spielt eine gesunde, ausgewogene Ernährung auch bei Rückenschmerzen eine Rolle.

Schon gewusst?

Ein Großteil der Rückenbeschwerden entsteht durch zu schwache Muskeln. Nicht nur die Rücken-, sondern auch die Bauchmuskeln sind wichtig, um die Wirbelsäule zu stärken.

Heileurythmie

Die Heileurythmie ist eine Bewegungstherapie, die bereits seit 80 Jahren erfolgreich angewandt wird. Neben ihrer vielfältigen Indikation bei akuten, chronischen und degenerativen Erkrankungen wird sie zur Prävention sowie zur Prophylaxe und Nachsorge eingesetzt. Grundelemente der Heileurythmie sind die in Bewegung umgewandelten Laute unserer Sprache, die je nach Indikation und therapeutischer Zielsetzung spezifisch angewandt werden.

Die Gestaltungsdynamik, die in der Lautbildung – das heißt im Aussprechen von Vokalen und Konsonanten – enthalten ist, wird in der Heileurythmie in Bewegung umgesetzt und erlebbar gemacht. Beim gesunden Menschen wirken die Kräfte der physischen, seelischen und geistig-individuellen Ebene harmonisch ineinander. Eine Erkrankung ist eine Störung dieser Kräftekonstellation. Gezielte heileurythmische Bewegungsübungen bringen diese Ebenen wieder in ein gesundes Gleichgewicht. Der Patient kann in therapeutischer Begleitung den Heilungsprozess selbst aktiv mitgestalten.

 

Quellen

www.berufsverband-heileurythmie.de

www.walaarzneimittel.de

 

 

Stilltee

Tee trinken & genießen!

Tee schmeckt nicht nur gut. Die verwendeten Kräuter haben auch viele positive Wirkungen. Verbinden Sie also das Angenehme mit dem Nützlichen, machen Sie es sich gemütlich und genießen Sie diese und andere Tees!

Stilltee
Bei übermäßiger Milchproduktion empfiehlt sich ein Salbeitee, da dieser die Produktion von Sekreten hemmt. So wird eine weitere Milch-Produktion vermindert.

Tipps bei wunden Brustwarzen

Aus wunden Brustwarzen kann es zu einer Infektion kommen. Eine Brustinfektion ist nicht selten. Etwa fünf Prozent der stillenden Mütter sind davon betroffen und auch Mütter, die mit der Flasche füttern, können eine Infektion (Mastitis) bekommen. Empfohlen wird, die Brustwarzen nach dem Stillen mit schwarzem Tee abzuwischen.

Abstillen

Kräutertees unterstützen auf eine natürliche und sanfte Weise beim Abstillen, denn viele Kräuter und Produkte aus der Natur haben positive Auswirkungen auf den weiblichen Körper. In einem Abstill-Tee kommen ausgewählte Kräuter zum Einsatz, die eine milchbildungshemmende oder auch eine antibakterielle Wirkung haben. Zum Abstillen geeignet:

Pfefferminzblätter

milchreduzierende Wirkung und schmeckt zudem auch noch lecker und erfrischend

Salbei

milchbildungshemmend und wirkt antibakteriell und entzündungshemmend

Hopfenblüten

hemmen aufgrund östrogenartigen Wirkweise die Milchbildung

Rosmarin

kreislauffördernd und verhilft der stillenden Mutter zu neuen Kräften.

Walnussblätter

milchbildungshemmend und antibakteriell.

Zitronenverbene

verdauungsfördernd

Fencheltee in der Stillzeit

Mütter schwören nach der Schwangerschaft auf die Wirkung des Fencheltees. Er ist sehr gut zur Beruhigung des Verdauungstraktes und zur Reduktion von Blähungen bei Säuglingen geeignet. Ferner stimuliert er die Milchbildung, wenn gleichzeitig viel Wasser getrunken wird. Die entblähende Wirkung kann über die Muttermilch auf das Kind übertragen werden. Stillende Mütter können neben dem puren Fencheltee auch einen Tee aus gleichen Teilen von: Kümmel, Fenchel, Anis trinken, um damit die Milchbildung zu unterstützen.
Mehr Infos unter: www.teaslikeheaven.de

Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft

Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere

Welche Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel für schwangere Frauen wirklich wichtig sind und auf welche sie verzichten kann.

Schwangere Frauen erhalten viele Empfehlungen, vor allem Nahrungsergänzung und Vitamine gelten nun als wichtige Zusätze. Diese Empfehlung ist teilweise richtig, doch was ist notwendig, was überflüssig und was vielleicht sogar schädlich für das ungeborene Kind? Grundsätzlich gilt: Schwangere sollten keine Selbstmedikation betreiben, sondern vor der Einnahme alles mit ihrem Gynäkologen besprechen und sich ansonsten vollwertig und ausgewogen ernähren.

Folsäure

sollten Frauen schon zu sich nehmen, wenn sie schwanger werden wollen. Fehlt das Medikament in der Frühschwangerschaft kann das Kind einen sogenannten Neuralrohrdefekt bekommen. Dieser Defekt führt im schlimmsten Fall zum Tod oder zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Folsäure wird schon in der dritten bis vierten Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung vom Körper benötigt. Zu diesem Zeitpunkt wissen die meisten Frauen noch nicht, dass sie schwanger sind. Deshalb empfehlen Frauenärzte die Einnahme von 400 Mikrogramm pro Tag schon beim Kinderwunsch.

Jod

sollten Frauen in der Schwangerschaft ebenfalls täglich einnehmen. Der Bedarf von Jod steigert sich in der Schwangerschaft um 20 Prozent, 100 Mikrogramm sollten Frauen zusätzlich täglich zu sich nehmen.

Fischöl

ist unter Experten etwas umstritten. Einige Studien legen nahe, dass es das Risiko von Frühgeburten vor der 34. Schwangerschaftswoche senkt, darüber hinaus das Allergierisiko beim Nachwuchs vermindert und die Entwicklung der Hirn- und Sehfunktion beim Embryo verbessert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher, die Aufnahme von 200 Milligramm Omega-3-Fettsäure pro Tag. Einige Experten halten daher die Einnahme von Fischöl für empfehlenswert, andere  halten zwei bis drei Fischmahlzeiten in der Woche für ausreichend.

Vitamin D

ist wichtig für das Knochengerüst. Einige Studien deuten darauf hin, dass die kindliche Knochengesundheit im Schulalter von der zusätzlichen Aufnahme von Vitamin D in der Schwangerschaft profitiert. Besonders im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung in Deutschland für die Vitamin-D-Produktion  versiegt, sei die zusätzliche Einnahme angezeigt.

Eisen

Unter einer Eisenmangelanämie leiden etwa 10 bis 20 Prozent der Schwangeren. Sie müssen zusätzlich Eisen zu sich nehmen. In einer Blutuntersuchung beim Gynäkologen lässt sich der Status genau ermitteln. Experten raten davon ab, ohne Indikation Eisen in hohen Mengen einzunehmen. Welche Auswirkungen eine Überdosierung von Eisen auf die Schwangeren und ihr Kind haben könnten, ist nicht bekannt.

Magnesium

gehört ebenfalls zu den Ergänzungsmitteln, die fast alle Schwangeren einnehmen, ohne zu wissen, ob bei ihnen ein Mangel vorherrscht. Studien zeigen, dass kaum eine Schwangere unter Magnesiummangel leidet. Jedoch gibt es für schwangere Frauen, die ein Risiko für eine Schwangerschaftsvergiftung haben, einen Vorteil: Durch die zusätzliche Einnahme von Magnesium können sie vor ihr geschützt werden.

Für die meisten wasserlöslichen Vitamine zu denen das Vitamin C und alle B-Vitamine wie z.B. das Vitamin B6 oder auch Folsäure gilt: Sie sind meistens in ausreichendem Maße im Körper vorhanden , doch überdosiert richten sie keinen Schaden an. Der Körper scheidet sie wieder aus. Nur das Vitamin B12 kannin der Leber gespeichert werden.

Vorsicht ist bei fettlöslichen Vitaminen wie den Vitaminen A, D, E und K in  zu hohen Dosen geboten. Sie werden im Körper gespeichert. Vitamin A kann bei einer Überdosierung zu Fehlbildungen des Kindes führen. Jedoch gilt auch hier Entwarnung: In den von Apotheken und Drogerien bereitgestellten Ergänzungsmitteln werden solch hohe Dosierungen nicht angeboten.

Für die Angebote im Internet gilt diese Entwarnung nicht.

Badespaß für Ihr Baby

Planschen, hopsen, juchzen: Das Baby geht baden

Damit der Badespaß auch dauerhaft ein Vergnügen bleibt: Die besten Tipps für Eltern. Die meisten neugeborenen Erdenbürger lieben warmes Wasser. Es erinnert sie an die Zeit in Mamas Bauch, als sie noch den ganzen Tag schwimmen konnten.  7 Tipps, die für einen perfekten Badespaß sorgen.

Babys frieren schnell

Der Raum, in dem das Baby gebadet wird, sollte auf 22 bis 26 Grad aufgeheizt werden. Zugluft ist ebenfalls ein Tabu.

Babys lieben das Gefühl der Freiheit

Badeeimer geben es ihnen. In ihnen können sie strampeln, so viel sie mögen. Sie sind ergonomisch geformt und in mancherlei Hinsicht sicherer als eine Babybadewanne. Bitte niemals einen normalen Eimer benutzen, darin kann sich das Baby leicht verletzen. Eine Babybadewanne braucht einen sicheren Untergrund. Ein stabiler Tisch bietet sich an, damit die Mutter sich nicht ständig bücken muss.

Vorbereitung ist alles

Bevor es losgeht, sollte alles bereitliegen. Eine frische Windel, saubere Kleidung, ein Waschlappen, ein Badethermometer,  eine Babybürste, Babycreme oder –öl, zwei Handtücher –eines davon auf einem Heizkörper angewärmt, um es dem Baby auf dem Wickeltisch später gemütlich zu machen. Das andere für den Moment, wenn das Baby direkt aus dem Wasser kommt.

Das perfekte Planschwasser

Die Wassertemperatur sollte zwischen 37 und 38 Grad liegen. Wer kein Badethermometer zur Hand hat, hält seinen Ellenbogen ins Wasser. Fühlt sich das weder kalt noch heiß an, ist die richtige Temperatur erreicht. Der Wasserstand in der Badewanne beträgt fünf bis zehn Zentimeter sein. Das Baby darf nicht frieren. Wenn der Oberkörper herausguckt, muss es immer wieder mit warmem Wassern beträufelt werden. Dauert das Bad länger, sollte die Temperatur immer wieder überprüft werden.

Schaumparty muss warten

Neugeborene haben noch eine sehr empfindliche Haut. Schaumbäder trockenen diese Haut aus. Deshalb sollten Babys in den ersten Monaten am besten nur mit klarem Wasser gewaschen werden. Manche Hebammen empfehlen einen Tropfen Olivenöl oder Muttermilch. Sie sei gut für die Haut. Wird das Baby älter – ab drei Monaten –, kann man ihm viel Freude mit einem Schaumbad bereiten. Aber bitte immer nur die Spezialprodukte für Babys nutzen. Schaum trocknet die Haut sonst aus. Die meisten Babys spielen ausgiebig mit dem Schaum und wollen gar nicht mehr raus aus dem Wasser. Hier gilt: Wassertemperatur überprüfen. Nach dem Baden können Sie Ihr Baby eincremen, aber auch hier gilt: Nur mit Cremes, die für Babys ausgewiesen sind.

Kopfüber ins Vergnügen?

Auf keinen Fall! Gerade die kleinen Frischlinge müssen vorsichtig ans Bad herangeführt werden, brauchen in der Wanne noch Mamas Arm unter ihrem Ärmchen und Mamas Hand unter ihrem Köpfchen. Die Füße gehen voran, dann folgt der Rest des Körpers. Das Baby darf nicht untertauchen. Das Gesicht wird mit einem nassen Waschlappen vorsichtig abgerieben oder getupft, das Haar mit Wasser gespült. Meist ist das Haar noch sehr dünn, Milchschorf kann vor dem Bad mit Babyöl eingeweicht werden und dann im Bad vorsichtig ausgekämmt und abgewaschen werden. Wird der Haarschopf mit den Monaten dichter, sollte ein Shampoo ohne Tenside und Duftstoffe extra für Babys genutzt werden. Sie sind milder als normale Erwachsenenshampoos.

Niemals allein im Wasser

Das ist die wichtigste Regel. Das Baby darf keine Sekunde aus den Augen gelassen werden. Babys können in sehr niedrigem Wasser ertrinken. Kein Telefonschellen oder Türklingeln sollte die Mutter von der Badewanne weglocken können. Bleiben Sie immer bei Ihrem Baby.

Wunder Popo: Was tun?

Babys leiden schnell unter einem wunden Popo. Wichtig ist die sorgfältige Reinigung und häufiges Windelwechseln. Bei der Reinigung auf Reinigungstücher verzichten und nur Wasser benutzen und etwas Öl für hartnäckige Stellen. Beim Trocknen nicht reiben, sondern tupfen oder kurz einen Föhn mit weitem Abstand benutzen. Eincremen mit Wundcreme für den Popo ist jetzt wichtig. Die Windeln sollten luftdurchlässig sein und sich nicht wie eine gefüllte Plastiktüte anfühlen, sobald ihr Baby uriniert hat. Probieren Sie mehrere Sorten aus.

Beikost - Richtig Essen lernen

Jetzt richtig essen!

Erst nur Gemüse, dann Kartoffel und danach Fleisch: Wie sich das Baby Schritt für Schritt an feste Nahrung gewöhnt. Babys lieben Milch, sei es die von der Mutter oder aus der Flasche. Doch die meisten Babys beginnen sich ab dem vierten Monat dafür zu interessieren, was sich Mama und Papa da eigentlich immer in den Mund stopfen. Es bewegt seinen Mund beim Zuschauen und öffnet ihn, wenn die Mutter mit dem Löffel seine Wange berührt. Jetzt oder spätestens Ende des sechsten Monats ist es Zeit, mit der sogenannten Beikost, der Kost, die das Baby neben der Milch zu sich nimmt,  zu beginnen. Doch eines sollten Sie nie ignorieren: Die Signale, die Ihr Kind Ihnen gibt. Ihr Kind weiß am besten, wann es satt ist. Wenn es seinen Mund schließt und den Kopf wegdreht, sollten Sie das akzeptieren, laut „fertig“ sagen und ihr Kind säubern. Zwingen Sie Ihr Kind nie zum Essen, das verleidet ihm  das Essen nur.

Ab 5. bis 7. Monat: Gemüse-Kartoffel-Fleischbrei

Starten Sie mit etwas püriertem Gemüse wie zum Beispiel Karotten. Sie sind von Natur aus süß und schmecken schon daher Babys. Verträgt Ihr Kind keine Karotten, können Sie auch Kürbis, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi , Fenchel, Pastinake oder Zucchini nehmen. Die erste Mahlzeit, die ersetzt wird, ist meist die Mittagsmahlzeit. Wenn Ihr Baby zwei Teelöffel isst, ist das ein Erfolg. Danach bekommt es wie gewohnt seine Milch. Am Ende sollte das Kind 100 Gramm des Breis essen. Zu Beginn spucken Babys den Brei meist aus. Sie kennen den Löffel noch nicht in ihrem Mund und sie wollen die Kost erst einmal genau untersuchen, mit den Lippen, der Zunge und dem Gaumen. Meistens wollen sie ihn auch mit den Fingern und Händen berühren und mit ihm spielen. Das sollten Sie zulassen. Auch wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Kind mag keine Karotten: Versuchen Sie es am nächsten und übernächsten Tag wieder. Das Baby gewöhnt sich erst langsam an den neuen Geschmack. Das gilt für alle  Breisorten. Wenn sich Ihr Kind nach etwa einer Woche an das Gemüse gewöhnt hat und 100 Gramm davon isst, können Sie den Gemüse-Kartoffel-Brei zunächst um eine gegarte Kartoffel und einen Esslöffel Rapsöl ergänzen. Als letzter Schritt kommen noch 30 g mageres Fleisch und 1,5 EL Obstsaft hinzu. Abwechslung in den verwendeten Beikostzutaten sind erwünscht (zum Beispiel verschiedene Gemüsesorten), ebenso kleine Mengen Nudeln bzw. andere Getreideprodukte, bevorzugt aus Weizen. Ersetzen Sie gelegentlich das Fleisch durch Fisch, zum Beispiel Lachs. Isst das Baby den ganzen Gemüse-Kartoffel-Brei braucht es anschließend keine Milch mehr. Geben Sie ihm aber ungesüßten Tee oder Wasser zu trinken.

Ab 6. bis 8. Monat: Vollmilch-Getreide-Brei

Einen Monat nach Einführung des Gemüse-Kartoffel-Breis ersetzen Sie am besten abends eine weitere Milchmahlzeit durch einen Vollmilch-Getreide-Brei, dem vitaminreicher Obstsaft oder Obstpüree zugefügt wird. Bereiten Sie den Brei selbst zu, nehmen Sie keine Rohmilch oder Vorzugsmilch, die verträgt Ihr bAby noch nicht. H-Milch oder Säuglingsmilch geht problemlos. Fertiger Milchbrei sollte keine unnötigen Zusätze wie Kakao, Schokolade, Zucker oder Aromen enthalten. Der Zusatz von Vitaminen und Mineralstoffen und Milchsäurebakterien ist überflüssig. Vorteilhaft ist der Zusatz von Jod in Form von Kaliumjodid oder Kaliumjodat Die  Milchfertigbreie werden mit Wasser, nicht mit Milch zubereitet.

Ab 7. bis 9. Monat: Getreide-Obst-Brei

Den milchfreien Getreide-Obst-Brei geben Sie Ihrem Kind etwa einen Monat nach Einführung des zweiten Breis und bevorzugt nachmittags. Sie verrühren die Vollkorngetreideflocken für Babys (möglichst ohne Zuckerzusatz) mit etwas Wasser, kochen alles auf lassen es quellen. Grieß rühren Sie in kochendes Wasser ein. Fügen Sie dem warmen Brei Früchte der Saison und Rapsöl zu. Im Handel gibt es fertige milchfreie Vollkorn-Obst-Breie im Gläschen. Achten Sie auch bei diesem Brei darauf, dass die Zusammensetzung dem selbstzubereiteten Brei möglichst ähnlich ist und die Breie keine Milchprodukte enthalten. Sollte kein Fett in den Gläschen enthalten sein, fügen Sie dieses dazu. Achten Sie auch darauf, dass möglichst Vollkorngetreide enthalten ist.

Link-Tipp

Gute Rezepte zum Selberkochen dieser ersten Beikost finden Sie auf der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung konzipierten Homepage www.kindergesundheit-info.de unter dem Stichwort „Rezepte für Säuglingsbreie“.

Fünf Tipps, wie das Breiessen bestimmt gelingt

Essen soll Spaß machen, auch wenn dabei viel gekleckert wird. Ziehen Sie sich und Ihr Kind kleckerfest an. Tisch und Boden können Sie mit Zeitungspapier auslegen.

Setzten Sie Ihr Kind so auf Ihren Schoß, dass sein Köpfchen und Hals aufrecht sind und Sie beide sich anschauen können.

Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen und reden Sie Ihrem Kind gut zu. Loben Sie es, wenn es einen Bissen runtergeschluckt hat.

Halten Sie den Löffel vor den Mund des Kindes, warten Sie, bis Ihr Kind seinen Mund öffnet. Falls der Mund zu bleibt, streichen Sie etwas Brei auf seine Lippen, um es auf den Geschmack zu bringen.

Neue Lebensmittel wie püriertes Gemüse, Kartoffeln, Nudeln oder Fleisch sollten immer erst einzeln eingeführt werden. Erst nach einigen Tagen, am besten nach einer Woche wechseln Sie zum nächsten Brei. So können Sie sehen, welchen Brei das Kind gut und welchen es schlecht verträgt.

 

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