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20. März 2023

Vorbereitungen auf die Geburt

Etwa vier Wochen vor dem geplanten Geburtstermin beginnen die Vorbereitungen auf die Geburt. Das gehört auf die To-do-Liste…

Der Bauch ist groß, das Baby strampelt darin. Jetzt kann es nicht mehr lange dauern bis zum großen Moment. Allzu viel gibt es nicht zu bedenken vor einer Geburt, aber ein paar Dinge sollten doch schon im Vorfeld geregelt sein.

Mit am wichtigsten: Es wird nun Zeit, das Kinderbettchen zu besorgen und aufzustellen oder ein Beistellbett fürs Elternbett. Wäsche und Anziehsachen fürs Baby müssen her, Hygieneartikel wie Windeln und Feuchttücher. Wer sein Kind nicht stillen möchte, sollte auch schon eine Packung Milchpulver kaufen und einen Sterilisator für die Milchfläschchen. Nicht zuletzt muss ein Kinderwagen bereitstehen. Ist all dies besorgt, lebt es sich in den letzten Wochen vor der Geburt schon deutlich entspannter.

Kontakt zur Hebamme aufnehmen

Damit aber nicht genug. Auch die Geburt selbst erfordert zumindest ein bisschen Vorbereitung. Zwei Wochen vor dem geplanten Termin sollte die Tasche fürs Krankenhaus oder fürs Geburtshaus gepackt sein. (Alles weitere dazu findet ihr unten auf der Seite). Gibt es schon eine Hebamme, die sich nach der Geburt um mich und mein Kind kümmert? Wenn nicht, schnell mal umhören, welche freiberuflichen Hebammen in Frage kommen. Auch der Kontakt zu den Ärzten und Hebammen im Krankenhaus oder Geburtshaus sollte nun regelmäßiger werden. Bei einer Hausgeburt organisiert die Hebamme alle medizinischen Erfordernisse, allerdings ist auch hier ein regelmäßiger Austausch vor der Geburt sinnvoll und beruhigend.

Wer darf und soll bei der Geburt dabei sein? Welche Telefonnummern sind wichtig, hat der Partner sie alle? Wie komme ich ins Krankenhaus, mit dem Taxi, oder kann mich jemand fahren? Was ist, wenn nachts die Wehen plötzlich einsetzen – steht mir auch dann immer jemand zur Seite? Solche Fragen besser jetzt klären, bevor es auf einmal sehr hektisch werden kann.

Ängste vor der Geburt

Neben aller Vorfreude aufs Kind treten bei manchen Frauen auch Ängste auf. Sie können ganz unterschiedlicher Herkunft sein. Meistens sind sie unbegründet, aber es tut immer gut, mit jemandem darüber zu sprechen. Wenn es nicht der Partner sein soll, kann einem die Hebamme mit ihrer weitreichenden Lebenserfahrung oder der Hausarzt eine große Hilfe bei der Bewältigung solcher Ängste sein.

Auch das Thema Geld rückt immer mehr in den Vordergrund. Ein Baby großzuziehen kostet ein bisschen was, und viele Frauen verdienen nach der Geburt erst mal nichts. Wie sieht es also mit der finanziellen Absicherung aus? Möglicherweise ist es jetzt schon sinnvoll, bei Bedarf staatliche Unterstützung anzufragen. Auch anderer Papierkram steht an, etwa die Beantragung von Mutterschaftsgeld, Elterngeld und Kindergeld. Auch wenn die Anträge erst nach der Geburt eingereicht werden können: Es lohnt sich, sich schon mal mit diesen Themen vertraut zu machen.

Habe ich Freunde oder Verwandte, die mir in den ersten Wochen nach der Geburt, etwa im Haushalt, helfen können? Es kann eine große Erleichterung sein, sich an manchen Tagen auf solche Unterstützung, etwa beim Putzen, Spülen oder Wäschewaschen, verlassen zu können. Steckt deshalb am besten jetzt schon mal die Fühler aus.

Lebensmittel-Vorräte auffüllen

Gleich nach der Geburt ist es lästig, sich um Alltagsdinge kümmern zu müssen. Da ist ein voller Vorratsschrank sehr praktisch. Kauft dazu am besten, rechtzeitig vor der Geburt, Lebensmittel, die nicht schnell verderben. Ihr könnt vielleicht auch schon fertige Mahlzeiten kochen und einfrieren. Schreibt außerdem auch schon mal ein paar Nummern von Lieferdiensten, für frische Lebensmittel auf.

Kliniktasche Packen

Wann geht es los? Diese spannende Frage treibt werdende Mütter kurz vor der Niederkunft ständig um. Der Termin ist zwar ausgerechnet, und meist stimmt er auch minus/plus ein paar Tage. Es kann aber auch ganz plötzlich und schon deutlich früher losgehen mit den Wehen, und dann sollte die Tasche fürs Krankenhaus bereitstehen. Was sollte ich hineinpacken?

Zunächst einmal: Selbst wenn eine Frau quasi ohne alles zur Entbindung eingeliefert wird, kann das Krankenhaus improvisieren und ihr alles bereitstellen, was sie braucht. Zahnbürste und Kamm können notfalls nachgeliefert werden. Jede Frau findet es aber beruhigend, wenn sie ihre eigenen Sachen dabei hat. Schließlich ist das Krankenhaus eine fremde und auch eine ein wenig beängstigende Welt für sich, und da sorgt Vertrautes für mehr innere Geborgenheit.

Das gehört in die Tasche

Bargeld, Portemonaie, Einweisungsschein, Heirats- /Geburtsurkunde, Familienstammbuch, Impfausweis, Krankenversichertenkarte, Mutterpass, Personalausweis, ggf. FFP2-Masken

Kulturtasche: Haarbürste, Shampoo, Haargummi, Lippenbalsam, Pflegecreme, Taschentücher, Wöchnerinnenvorlagen, Zahnbürste, Zahnpasta, Fön

Klamotten: Jogginganzug, Socken, Unterwäsche, Still-BH’s und Stilleinlagen, Schlafanzug, Hausschuhe, Schuhe

Sonstiges: Handtuch, Waschlappen, Bademantel, Ohrstöpsel, Smartphone, Ladekabel, Kopfhörer, ggf. Brille oder Kontaktlinsen, ggf. persönliche Medikamente, Buch/Zeitschrift

Für das Baby: Bodies, Strampler, Hemdchen, Mützchen, Jäckchen, Decke (im Winter), Windeln

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