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Stillen, die Persönlichkeit Ihres Babys entscheidet

Bild: istock

Welche Still-Persönlichkeit hat Ihr Baby?

Je besser Sie Ihr Kind kennen, desto leichter wird es mit dem Stillen klappen. Und lassen Sie sich Zeit. Hebammen sagen, dass das Stillen etwas ganz Selbstverständliches geworden ist, das dauert meist drei Monate. Entscheidend für das Stillen ist auch die Persönlichkeit Ihres Babys. Wenn Sie sich erst einmal klar gemacht haben, wozu Ihr Baby gehört, fällt es oft auch leichter zu akzeptieren, dass bei Ihnen das Stillen vielleicht etwas länger dauert.

Die fünf häufigsten Typen

Der Aufgeregte

Ist Ihr kleiner Schatz, wenn der große Hunger kommt, aufgeregt und hektisch? Sucht Ihr Baby nach der Brust, von rechts, von links, findet sie mit den kleinen Lippen, lässt gleich wieder los, fängt sogar an zu weinen, anstatt mit der Mahlzeit zu beginnen? Hier ist es wichtig, dass Sie ganz entspannt und geduldig bleiben. Oft hilft es, das Baby noch mal von der Brust zu nehmen und mit Streicheleinheiten zu beruhigen. Und nach den ersten Wochen ist alles so zur Gewohnheit geworden, dass sich die Aufregung rund ums Trinken ganz von selbst legt.

Der Zauderer

Ganz anders die kleinen Zauderer: Sie scheinen erst zu überlegen, ob die Brust für sie von Interesse sein könnte. In den ersten Tagen machen sie kaum Anstalten, kräftig zu saugen. Dies verunsichert natürlich junge Mütter leicht. Wichtig ist hier: Zögerliche Babys sollen nicht zum Trinken gedrängt werden. Sie brauchen nur etwas mehr Zeit. Und das Schöne daran: Sie trinken, wachsen und gedeihen meist problemlos, sobald sie die Brust für sich entdeckt haben.

Der Träumer

Ähnlich sind die träumerischen Babys, nur dass sich dieser Charakterzug über viele Wochen oder sogar die ganze Stillzeit hindurch bemerkbar machen kann. Sie trinken, aber nur ein paar Minuten, und liegen dann schläfrig und verträumt in Mamas Arm. Danach trinken sie wieder ein bisschen, sie haben ja alle Zeit der Welt … und fordern ein Höchstmaß an Geduld. Jede Stillmahlzeit dauert richtig lang – drängen führt garantiert nicht zum Erfolg. Und die Mütter? Wer kann, entspannt dabei – wer aber einfach keine Zeit hat, beendet die Mahlzeit nach 30 Minuten konsequent. Natürlich haben die kleinen Traumtänzer dann schneller wieder Hunger, und sobald sie sich melden, sollte man die nächste Mahlzeit einfach möglichst zügig beginnen.

Der Energische

Das genaue Gegenteil sind die schnellen, energischen Kinder. Hellwach schnappen sie sich zielstrebig Mamas Brustwarze und saugen kräftig. 10 bis 20 Minuten, dann sind sie satt und zufrieden. Ein Idealtyp? Eigentlich ja, nur anfangs kann das sehr kräftige Saugen zu Schmerzen an den Brustwarzen führen. Meist härten sie aber schnell ab und die junge Mutter muss nur wenige Tage „Durststrecke“ überstehen.

Der Genießer

Nicht zuletzt gibt es den Genießer. Wie bei einem vollendeten Gourmetmenü nimmt er zunächst eine kleine Vorspeise. Er kostet ein wenig von der dünnflüssigen Milch am Anfang jeder Stillmahlzeit. Er schmatzt, nuckelt, genießt und macht vielleicht noch mal ein kleines Päuschen. Diese Zeit sollte man ihm unbedingt gönnen, denn danach geht er voller Freude und ganz entspannt, aber mit kräftigem Saugen zum Hauptgang über. Gegen Ende trinkt er langsamer, erfreut sich quasi am Dessert, denn zum Schluss der Stillmahlzeit wird die Muttermilch besonders fettreich und liefert das „Sahnehäubchen“. Ein Baby, das es auch der Mutter leicht macht, diese innige Zeit zu zweit zu genießen.