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Tipps für den Babypopo

Dr. Barbara Kunz

So wird der Popo nicht wund

Dr. Barbara Kunz gibt Tipps, wie die empfindliche Region rund um den Babypopo nicht wund wird. Sie ist Fachärztin für Dermatologie und verfügt über eine Zusatzausbildung in Kinderdermatologie. Neben ihrer Praxistätigkeit in Hamburg ist sie auch Mitglied der europäischen Arbeitsgruppe Neurodermitis und als Expertin für die Marke Pampers tätig.

Was sind die Hauptgründe für den wunden Babypopo?

Ein wunder Po entsteht meist durch eine Kombination aus Feuchtigkeit und Reibung unter der Windel. Die Haut wird durch längeren Kontakt mit Feuchtigkeit aufgeweicht; das unvermeidliche Reiben der Windel bei Bewegungen des Babys reicht dann schon, um eine Reizung auszulösen. Noch aggressiver ist eine Mischung aus Urin und Stuhl in der Windel. Der Stuhl enthält Enzyme, die die Haut zusätzlich angreifen können. Das erklärt, warum Babys Po bei Durchfall besonders schnell rot wird

Was kann ich dagegen tun?

Die beste vorbeugende Maßnahme ist häufige Windelkontrolle und Wechsel der Windel, sobald sie feucht ist oder Stuhl darin ist. Beim Windelwechsel sollte der Po vorsichtig und ohne starkes Rubbeln gereinigt werden. Das geht zuhause am besten mit lauwarmen Wasser, für unterwegs eignen sich Feuchttücher. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass keine Allergene enthalten sind. Es ist zusätzlich wichtig, Windeln zu verwenden, die die Feuchtigkeit gut aufnehmen und diese binden, so dass die Haut möglichst trocken bleibt. Es tut der Haut aber auch gut, wenn das Baby gelegentlich ohne Windel strampeln kann.

 Wenn trotz all dieser Maßnahmen das Problem bestehen bleibt, was soll ich dann machen? Muss ich dann auf Einwegwindeln ganz verzichten?

Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, sollte man Rat beim Kinder- oder bei einem spezialisierten Hautarzt suchen. Auf einer entzündeten Haut können sich Keime leichter ansiedeln. Besonders Infektionen mit Hefepilzen kommen im feucht-warmen Milieu unter der Windel häufig vor. Diese lassen sich mit entsprechenden Cremes gut behandeln. Die oft vermutete „Windel-Allergie“ ist dagegen sehr selten. Man muss daher in der Regel nicht auf die gewohnten Windeln verzichten.