Category : Pflege

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Wie ein Baby zur Firmengründung inspirierte

Niemand vergisst diesen Moment, zum ersten Mal das eigene Kind in den Armen zu

halten. Diese Wärme, diese weiche Haut und dieser unvergleichliche Duft. „Ich musste die ganze Zeit

an ihrem Köpfchen riechen“, erinnert sich Michaela Hagemann an die Tage nach der Geburt ihrer ersten

Tochter im Frühling 2014. „So ein Baby verändert einfach alles.“ Und tatsächlich stellte die Kleine das

Leben ihrer Mutter gehörig auf den Kopf – privat, aber auch beruflich. Denn schon Mitte 2015 gründete

die Ärztin das babyoelprojekt, kurz das boep (www.dasboep.de) – eine Naturkosmetiklinie für die ganze

Familie, die nicht nur toll aussieht, sondern auch noch wunderbar dezent duftet.

Wie auch andere erfolgreiche Start-ups entstand das boep aus einer persönlichen Erfahrung. „Ich fand

für meine Tochter einfach keine Pflegeserie, mit der ich zu 100 Prozent zufrieden war“, so die

Mainzerin. „Einerseits waren mir die Inhaltsstoffe enorm wichtig, da im Babyalter bereits der Grundstein

für eine gesunde Entwicklung der Haut gelegt wird, andererseits fand ich den Geruch der üblichen

Babypflege zu penetrant und wollte nicht, dass meine Tochter wie ein Kräutertee riecht.“ Vom oftmals

recht altmodischen Design ganz abgesehen. „Ich wollte eine hochwertige Naturkosmetik, ohne dabei

auf einen guten Duft oder ein modernes Design verzichten zu müssen.“ Eine kleine inoffizielle

Befragung unter befreundeten Müttern ergab, dass sie mit diesem Wunsch nicht alleine war. Also nahm

Michaela Hagemann ihren ganzen Mut zusammen und ging das babyoelprojekt an. Manche Freundin

hielt sie ein wenig für verrückt, hatte sie doch einen guten Beruf und zudem nun die Verantwortung für

eine Familie.

„Aber manchmal kommt es eben anders als gedacht“, so die 28-Jährige. „Noch vor drei Jahren hätte ich

nie geglaubt, da zu sein, wo ich jetzt stehe.“ Und da steht es sich ziemlich gut! Keine zwei Jahre nach

Gründung gibt es das boep nicht nur via Webshop und in Concept Stores sowie Kinderboutiquen,

sondern auch in 33 basic-, 60 Budnikowsky- und 1.100 dm-Märkten deutschlandweit. Michaela

Hagemann hat zudem seither quasi nebenbei noch eine zweite Tochter bekommen und promoviert. Den

„Dr.“ lässt sie aber meist ganz bescheiden unter den Tisch fallen. „Am Ende bin ich auch nur eine

Mama, die das Beste für ihre Kinder will und gleichzeitig versucht, sie selbst zu sein“, sagt sie.

„Manchmal ist das echt hart. Irgendwo fehlt immer etwas Zeit: entweder für das Kind oder den Mann

oder das Unternehmen oder einen selbst – oder im schlimmsten Falle für alles.“ In solchen Momenten

denkt sie daran zurück, was ihre Inspiration war und versteht, dass sie das alles ja eben genau wegen

ihrer Familie macht. Und dank der Unterstützung ihrer Familie und einer gehörigen Portion Mama-

Effektivität hat sie aus einer Idee eine Marke gemacht, der auch viele andere Familien voll vertrauen.

„Ich bin immer sowohl stolz als auch gerührt, wenn mir Mütter Mails schreiben und berichten, dass

unsere Creme endlich gegen die trockene Haut ihres Sprösslings hilft, oder wenn Bloggerinnen unsere

Lotion in den höchsten Tönen loben. Das ist mir wichtiger als jede Zahl in der Bilanz.“

Aber mal ganz ehrlich: Mit zwei kleinen Kindern in ein völlig neues Metier wechseln – hat man da nicht

auch Angst, dass es schiefgeht? „Vermutlich war es auch hilfreich, dass ich nicht nur mit viel Mut,

sondern auch mit einer gewissen Naivität an die Sache herangegangen bin.“ All die kleinen Hürden der

letzten Jahre seien zwar überwindbar gewesen, aber hätten sie vorher womöglich doch abgeschreckt.

Hinzukommt, dass das boep komplett aus eigenen Mitteln finanziert ist. Die Produkte mussten also von

Anfang an überzeugen. Top oder Flop. Das macht am Ende stolz, sorgt aber auch für eine Menge

Druck.

Hagemanns bestes Mittel, um vom Alltag abzuschalten, ist das abendliche Pflegeritual mit ihren

Töchtern. Kein Handy, keine Termine, keine Pflichten – nur die Familie. „Ich liebe diese Innigkeit und die

völlige Konzentration auf meine beiden wunderbaren Mädchen. Ich bin mir sicher, dass das unsere

Bindung extrem festigt und die Mädchen sich dieses Gefühl der Geborgenheit unterbewusst stark

einprägen – auch wenn ich ihnen eines Tages nicht mehr die Wangen eincremen darf oder kann.“ Klar,

dass dabei nur das boep zum Einsatz kommt. Und auch aus dem Erwachsenenbad sind die Produkte

nicht mehr wegzudenken: Papa benutzt nur noch das Shampoo der Marke und Mama schwört auf die

Lotion. In jedem neuen Produkt steckt also auch ein bisschen das Leben der Hagemanns. „Für die

meisten ist es wahrscheinlich nur eine Cremetube, aber wenn ich mir unsere Produkte ansehe, dann

denke ich an meine Familie und daran, wie sehr sie mich erfüllt.“

 

Über das Unternehmen

Unter dem Motto „Babys haben tolle Haut und die sollen sie auch behalten“ bietet das Unternehmen mit Sitz in

München eine natürliche Pflegeserie für Babys und Kleinkinder an, die so gut ist, dass sie meist gleich von der

ganzen Familie genutzt wird. Alle Produkte sind frei von Mineralölen, Parabenen, Silikonen, Paraffinen, PEGs und

synthetischen Duftstoffen. Zudem sind sie dermatologisch getestet und nach den strengen Richtlinien für

Naturkosmetik zertifiziert. Entwickelt wurde das boep (www.dasboep.de) – kurz für das babyoelprojekt –

gemeinsam mit einem renommierten Naturkosmetikhersteller aus dem Allgäu, wo die Cremes, Öle und Lotionen

auch heute noch produziert und abgefüllt werden. Das Sortiment umfasst von der Wundcreme über Pflegeöl bis

zum Schaumbad alles, was junge Familien brauchen. Zudem gibt es im Onlineshop tolle Geschenksets wie „baby

im schwimmbad“, „babys massagekurs“ oder „babys erste wochen“ mit hochwertigen Textilien aus Biobaumwolle.

Alle Produkte sind vegan und die Verpackung ist umweltfreundlich. Das schlichte Design in zarten Pastelltönen

beugt Verwechslungen vor und sieht nicht nur am Wickeltisch, sondern auch im elterlichen Bad puristisch und fresh

aus.

Der 1. Zahnarztbesuch

Erster Zahnarztbesuch: Kindern die Angst nehmen

Regelmäßige Vorsorge und eine gute Mundhygiene von frühester Kindheit an können die Weichen für lebenslange Zahngesundheit stellen.

Eltern tun daher gut daran, den ersten Besuch beim Zahnarzt nicht allzu lange vor sich herzuschieben. „Rund 15 Prozent aller Kinder haben vor ihrem dritten Geburtstag bereits Karies. Idealerweise steht der erste Arzttermin an, sobald sich der erste Milchzahn zeigt“, sagt Anke Hartosch, Expertin der ERGO Direkt Versicherungen. Zunächst steht die Gewöhnung an Arzt und Praxis im Vordergrund. Das Kind soll positive Erfahrungen sammeln, ehe die erste Behandlung notwendig ist. Hartosch erklärt: „Beim ersten Besuch sollte es nur ums Kennenlernen gehen. Der Zahnarzt gibt dann oft auch Tipps, was bei der Zahnpflege zu beachten ist.“ Viele Praxen haben sich auf die kleinen Patienten spezialisiert. In solchen Kinderzahnarzt-Praxen ist vom Mobiliar bis zu den speziell geschulten Kräften alles auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten.

Teddy beim Zahnarzt


Die Eltern können schon im Vorfeld Einiges tun, um ihr Kind auf den Zahnarzttermin einzustimmen. Es hilft, wenn Vater oder Mutter die Untersuchung mit Puppen oder Teddybären nachspielen und in aller Ruhe erklären, was in der Praxis geschehen wird. „Sie können sich auch mit einer Lampe in den Mund leuchten lassen oder ihre Zähne zählen“, sagt Anke Hartosch. „Gut bewährt haben sich außerdem Kinderbücher, die den kleinen Patienten mit den Abläufen beim Zahnarzt vertraut machen.“ Ratsam ist es auch, über eigene positive Erfahrungen zu sprechen, um dem Kind Zuversicht zu vermitteln. Doch Achtung: Ebenso leicht können sich auch negative Gefühle und Ängste übertragen, warnt Hartosch: „Je mehr die Eltern von unangenehmen oder schmerzhaften Behandlungen beim Zahnarzt sprechen, umso mehr Stress bedeutet der Termin für das Kind.“ Kontraproduktiv sind vermeintlich beruhigende Worte wie: „Du musst keine Angst haben – es tut bestimmt nicht weh“. Denn solche Phrasen schüren Ängste vielmehr. Auch wer dem Kind eine Belohnung verspricht, tut ihm keinen Gefallen: Die Aussicht auf ein heiß begehrtes Geschenk kann den kleinen Patienten bei der Behandlung erheblich unter Druck setzen.

Süße Getränke sind Gift für Milchzähne


Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können entscheidend dazu beitragen, Karies einzudämmen. Damit schädliche Bakterien keine Chance haben, kommt es aber vor allem auf konsequente Pflege und die richtige Ernährung an. „Eine Hauptursache für frühkindliche Karies sind süße oder säurehaltige Getränke“, weiß Hartosch. „Daher sollten Kinder zuckerhaltige Säfte, Tees oder Limo nur in Maßen zu sich nehmen – und auf keinen Fall aus der Flasche nuckeln. Dann hat der Zucker nämlich viel mehr Kontakt mit den Zähnen. Als Durstlöscher eignen sich ungesüßte Tees und Wasser.“ Zwar müssen die Eltern Süßigkeiten nicht ganz verbieten. Sie sollten aber darauf achten, dass die Kinder nicht andauernd naschen, damit die Zähne sich regenerieren können.

„Was viele nicht wissen: Karies ist übertragbar. Eltern können die Bakterien also an ihre Kinder weitergeben“, so Anke Hartosch. „Wichtig ist daher, auch auf die eigene Zahngesundheit zu achten.“ Generell sollten die Eltern nie etwas ablutschen, was danach ihr Kind in den Mund nimmt, etwa Schnuller oder Babylöffel. Weil die Milchzähne besonders kariesanfällig sind, ist regelmäßiges Putzen Pflicht – und zwar vom ersten Zähnchen an. In den ersten beiden Lebensjahren reicht es aus, einmal am Tag mit fluoridhaltiger Zahnpasta zu putzen. Gut funktioniert die Pflege als Teil des abendlichen Zubettgehrituals. Danach empfiehlt es sich, die Zähne zweimal pro Tag zu putzen.

Quelle für Text und Foto: ERGO Direkt Versicherungen

Frühgeborene - Kleine Helden

Optimal versorgt – Frühgeborene

Frühgeborene sind in der Regel nicht krank, sondern hauptsächlich unreif und daher auf eine optimale Umgebung angewiesen. Neben der besten medizinischen Versorgung ist ein stabiles familiäres Umfeld wesentliche Voraussetzung für die möglichst gesunde Entwicklung dieser Kinder. Eine starke Eltern-Kind-Bindung basiert auf elterlichen Kompetenzen, wie Selbstwirksamkeit und Feinfühligkeit, um die Entwicklungspotentiale des eigenen Kindes zu erkennen und bestmöglich fördern zu können.

Kleine Helden

Am 1. Juni startet daher die Kampagne „Kleine Helden – große Helfer – gemeinsam für optimale Lebenschancen von Frühgeborenen!“.  „Wir wollen gemeinsam unterstützend tätig werden. Das entspricht auch dem erst kürzlich veröffentlichten nationalen Gesundheitsziel ‘Gesundheit rund um die Geburt und im ersten Lebensjahr‘, initiiert und herausgegeben vom Bundesgesundheitsministerium.

Damit wird die Bedeutung von passgenauen Hilfsangeboten in der Schwangerschaft, rund um die Geburt und im ersten Lebensjahr für eine gesunde Entwicklung aller Kinder unterstrichen“, erklärt Barbara Grieb, die Vorsitzende des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V. den Hintergrund der Kampagne.

Ab 1. Juni 2017 will der Bundesverband gemeinsam mit seinen Partnern und im Bereich der Frühgeborenenversorgung aktiven Einrichtungen mittels der Online-Kampagne „Kleine Helden – große Helfer“ unter www.kleine-helden.org auf das Thema Frühgeburt und deren Folgen aufmerksam machen – „es gilt die besonderen Bedürfnisse von betroffenen Familien schlicht noch tiefer in das Bewusstsein unserer Gesellschaft zu rücken“, so Grieb weiter.

Kinder brauchen ihre Eltern und Eltern brauchen ihre Kinder!

„Ein tragfähiges soziales Familiengefüge ist für die gesunde Entwicklung von Frühgeborenen ganz besonders wichtig und muss daher von Beginn an bestmöglich gefördert werden“, erklärt Barbara Grieb. Ziel muss es sein, in der Klinik mehr Zeit und Raum für die Familie als Ganzes zu schaffen. „Wenn es um die Versorgung kranker Kinder geht, sind Eltern für Kinderärzte und Pflegekräfte ein unverzichtbarer Partner. Wir brauchen gut informierte Eltern, die schon in der Schwangerschaft eine Vorstellung davon haben, was nach der Geburt auf sie zukommt – ein entsprechendes Elterncoaching ist daher unverzichtbar“, so Grieb weiter.

Familie im Mittelpunkt

In diesem Zusammenhang stellt unter anderem das Universitätsklinikum Dresden das Konzept „FamilieNetz Dresden“ vor. Auch der Bundesverband „Bunter Kreis e.V.“ beteiligt sich an der Kampagne, ebenso das Perinatalzentrum an der Uniklinik Köln, das unter dem Themenschwerpunkt „Familie im Mittelpunkt“ auf die enge Bindung von Eltern und Kind bereits im Kreissaal eingeht.

„Wenn ein Kind zu früh oder krank geboren wird, ist häufig schon die Vorfreude in der Schwangerschaft durch Sorgen und Ängste getrübt und vielfach müssen die Erwartungen, die an die Geburt und das Leben mit dem Kind in der ersten Phase geknüpft wurden, relativiert werden“, betont Dr. Angela Kribs, Leiterin der Neonatologie an der Uniklinik Köln, der es aufgrund dessen ein großes Anliegen war, sich der Kampagne anzuschließen.

Natürlich seien darüber hinaus bundesweit alle auf dem Gebiet der Frühgeborenenversorgung aktiven Einrichtungen aufgerufen, sich an der Kampagne zu beteiligen und unter www.kleine-helden.org Einblicke in ihre wertvolle Arbeit zu gewähren. „Wir freuen uns über weitere Beiträge, die deutlich machen, wie vielfältig Unterstützungs- und Hilfsangebote aussehen können“, erläutert die Bundesverbandsvorsitzende Barbara Grieb.

Prominente Unterstützung

Mit der Skilangläuferin und Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle hat die Kampagne „Kleine Helden – große Helfer“ auch prominente Unterstützung. „Ich bin selbst sieben Wochen zu früh auf die Welt gekommen und habe mich mit dem Thema Frühgeburtlichkeit intensiv auseinandergesetzt. Sämtlichen Widerständen zum Trotz habe ich mich nicht nur ins Leben gekämpft, sondern auch an die sportliche Spitze im Skilanglauf und Biathlon“, so die zweifache Goldmedaillen-Gewinnerin.

Die Kampagne „Kleine Helden – große Helfer“ wurde vom Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. in Kooperation mit der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin sowie der Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. aufgebaut. Unterstützt wird die Kampagne dabei von Medela Deutschland und der Kinderklinik Dritter Orden Passau. Weitere Unterstützer sind das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, die AbbVie Deutschland GmbH sowie die Chiesi GmbH.

Weltfrühgeborenentag

Im kommenden halben Jahr werden nach dem Thema „Familie im Mittelpunkt“ in monatlicher Abfolge die Kernbotschaften „Muttermilch“, „Wir setzen auf vernetzen“, „Patientensicherheit“, „Qualifiziertes Team“ und „Zuhause auf Zeit“ fokussiert. Die Kampagne mündet in der interdisziplinär ausgerichteten Vortrags- und Diskussionsveranstaltung Forum – „Das frühgeborene Kind 2017“ mit dem Titel „Kleine Helden – große Helfer“ rund um den Weltfrühgeborenentag am 17.11.2017, welche anlässlich der Eröffnung des neuen Eltern-Baby-und Familienzentrums an der Kinderklinik Dritter Orden in Passau stattfinden wird.

Quelle Text und Bild:
BV „Das frühgeborene Kind“ e.V.

 

Mit Baby die Badesaison genießen

Perfekter Schutz in der Badesaison

Bald kommt der Sommer und dann geht auch die Badesaison los. Nun gibt es auch eine neue Windel für den Spaß im Nassen: die Pampers Splashers Schwimmwindel. Sie ist der Höschenwindel ähnlich, quillt im Wasser nicht auf und hat ein doppeltes Beinbündchen – damit auch ja kein Unfall passiert. Aber worauf Sie beim Plantschen mit Ihrem Liebling noch achten sollten, dazu gibt Dr. Barbara Kunz, Pampers-Expertin und Kinderdermatologin, Auskunft.

Viele Babys und Eltern lieben das gemeinsame Plantschen im kühlen Nass  – aber kann Babyhaut beim Schwimmen besonders strapaziert werden und  wenn ja, wodurch? Welche Auswirkungen kann das haben?  

Schon Babyhaut besitzt genau wie Erwachsenenhaut alle wichtigen Schutzmechanismen. Allerdings sind manche noch nicht voll ausgereift, wie die Regelung des Wasserhaushaltes. Babyhaut nimmt mehr Wasser auf als  Erwachsenenhaut. Bei längerem Kontakt mit Wasser quillt die Haut deshalb  auf und wird leichter verletzlich. Auf der anderen Seite gibt sie das Wasser  auch schnell wieder ab. Die Folge, Babyhaut trocknet rascher aus. Bei  empfindlicher Haut kann das zu rauen oder schuppenden Stellen führen.  Deshalb – und auch weil Babys leichter auskühlen – sollte man den Aufenthalt im Wasser nicht zu sehr  ausdehnen. Babys unter einem Jahr sollten nicht länger als 30 Minuten im Wasser bleiben. Nach dem  Plantschen gilt: Rasch trockentupfen und anziehen. Kinder, die zu trockener Haut neigen, sollten außerdem  nach dem Schwimmen mit einer für empfindliche Babyhaut geeigneten Lotion eingecremt werden.

Was bedeutet das für die Pflege? Sollten Eltern besondere Pflege verwenden, damit die Haut ihres  Babys gesund bleibt?  

Babyhaut ist durchlässiger als Erwachsenenhaut. Eltern sollten immer bedenken, dass Pflegeprodukte,  die für Erwachsene gemacht wurden, Substanzen enthalten, die ihrem Baby schaden könnten. Dazu  gehören z. B. ätherische Öle, aber auch bestimmte allergieauslösende Duft- und Konservierungsstoffe.  Eltern sollten daher nur für Babys geeignete Produkte verwenden. Im Zweifelsfall können Eltern beim  Kinder- oder Hautarzt nachfragen und sich beraten lassen.

Der Sommer steht vor der Tür und damit die Saison von Freibad und Badesee. Wie können Eltern die  Haut ihres Babys schützen, wenn sie Sonne und Wasser ausgesetzt ist? 

Wichtig ist, Babys unter einem Jahr dürfen nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden. Auch bei Kleinkindern  sollten Eltern immer für Schatten sorgen, gerade in den Mittagsstunden, wenn die Sonne am  stärksten brennt. Gute Lösungen sind ein Sonnenschirm oder eine Strandmuschel.  Auch später im Kleinkindalter ist Sonnenschutz genauso bedeutend. Neben Schatten schützt Kleidung  auch vor Sonnenbrand. Eltern sollten ihre Kinder nicht nackt in der Sonne spielen lassen und lieber anziehen.  Spezielle Lichtschutztextilien bieten den besten Schutz. Am besten ein T-Shirt, eine bequeme,  nicht zu eng anliegende Hose, einen Hut mit Krempe und Nackenschutz, in die Badetasche einpacken. Sonnenschutz darf natürlich auch nicht fehlen. Meine Empfehlung, mindestens LSF 30 und bei sehr  hellhäutigen, blonden oder rothaarigen Kindern sogar LSF 50. Die Kindersonnencreme sollte in ausreichender Menge auf die nackten Hautpartien aufgetragen und vor allem regelmäßig wieder aufgetragen  werden. Das gilt auch bei wasserfester Sonnencreme. Besonders nach dem Baden, auf nasser Haut  besteht erhöhte Sonnenbrandgefahr, deshalb sollten Babys nach dem Schwimmen sofort abgetrocknet  und wieder eingecremt werden.

Muss man beim Baden in gechlortem Wasser besonderen Hautschutz verwenden?  

Babys mit gesunder Haut brauchen auch im Schwimmbad im Chlorwasser keinen besonderen Hautschutz.  Dennoch sollten Babys nach dem Schwimmen im Chlorwasser gründlich mit klarem Wasser  abgeduscht werden.

Was muss ich beachten, wenn mein Baby z.B. Neurodermitis hat?  

Bei Kindern mit Neurodermitis reagiert die Haut individuell auf den Kontakt mit Chlorwasser. Grundsätzlich  ist Chlorwasser bei Neurodermitis nicht verboten und kann in Einzelfällen die Haut sogar verbessern,  denn das desinfizierende Chlorwasser kann entzündungsfördernde Bakterien auf der Haut reduzieren.

Wie wirkt Chlorwasser, wenn Babys und Kleinkinder kleinere Wunden haben?  

Die Verträglichkeit von Chlorwasser hängt vom Hautzustand ab. Bei offenen Stellen oder akuten Entzündungen ist Wasserkontakt, nicht nur bei Salzwasser, generell unangenehm. Wenn sie als Eltern unsicher  sind, ob die Haut einen Besuch im Schwimmbad oder am Meeresstrand zulässt, sollten sie beim Kinder- oder Hautarzt nachfragen. Zur zusätzlichen Vorsorge und um die Haut nicht weiter zu strapazieren, kann  man vor und nach dem Schwimmbadbesuch eine hautverträgliche Pflege auftragen.

Welche Wirkung hat Salzwasser im Unterschied zu Chlor- oder Süßwasser auf empfindliche Babyhaut?  

Egal ob Süß-, Salz- oder Chlorwasser, alle drei trocknen die Haut aus. Pauschal kann man nicht festlegen,  welcher Wassertyp am besten verträglich ist. Es kommt vielmehr auf die Zusammensetzung an. Stark kalkhaltiges Süßwasser, sogenanntes hartes Wasser, kann insbesondere zusammen mit Seife zu Hautreizungen  führen und das Ekzemrisiko erhöhen. Salzwasser wiederum, von dem viele denken, es  trocknet die Haut besonders aus, wird erfolgreich zur Behandlung von Neurodermitis eingesetzt.  Wasser mit hoher Chlorkonzentration kann hautreizend wirken. In Schwimmbecken ist das zugesetzte  Chlor aber stark genug verdünnt, damit es auch für Babyhaut gut verträglich ist.

Wenn ich meinem Baby beim Plantschen eine Schwimmwindel anziehe, worauf muss ich achten?  

Genauso wie bei normalen Windeln gilt auch bei Schwimmwindeln – regelmäßig kontrollieren, ob sie voll  sind. Bei einer vollen Windel geht es zurück „an Land“, um sie dort zu wechseln. Wenn ihr Baby aus dem Wasser kommt, sollten Eltern die Windel sofort ausziehen. Danach den Babypo  mit klarem Wasser abspülen, trocken tupfen und zum Spielen auf der Wiese eine normale Windel anziehen.  Außerdem sitzen Schwimmwindeln enger am Körper. Eltern sollten darauf, dass keine Scheuerstellen  entstehen. Gerade feuchte Haut ist empfindlicher für Scheuerstellen.

Gibt es besondere Pflegetipps für den Windelbereich während der Badesaison?  

Im Schatten können Eltern bei sommerlichen Temperaturen ihr Baby auch mal ohne Windel strampeln  oder krabbeln lassen. Als Pflege sollten sie besonders im Windelbereich keine zu fetten Salben verwenden.

 

Tipps für den Babypopo

So wird der Popo nicht wund

Dr. Barbara Kunz gibt Tipps, wie die empfindliche Region rund um den Babypopo nicht wund wird. Sie ist Fachärztin für Dermatologie und verfügt über eine Zusatzausbildung in Kinderdermatologie. Neben ihrer Praxistätigkeit in Hamburg ist sie auch Mitglied der europäischen Arbeitsgruppe Neurodermitis und als Expertin für die Marke Pampers tätig.

Was sind die Hauptgründe für den wunden Babypopo?

Ein wunder Po entsteht meist durch eine Kombination aus Feuchtigkeit und Reibung unter der Windel. Die Haut wird durch längeren Kontakt mit Feuchtigkeit aufgeweicht; das unvermeidliche Reiben der Windel bei Bewegungen des Babys reicht dann schon, um eine Reizung auszulösen. Noch aggressiver ist eine Mischung aus Urin und Stuhl in der Windel. Der Stuhl enthält Enzyme, die die Haut zusätzlich angreifen können. Das erklärt, warum Babys Po bei Durchfall besonders schnell rot wird

Was kann ich dagegen tun?

Die beste vorbeugende Maßnahme ist häufige Windelkontrolle und Wechsel der Windel, sobald sie feucht ist oder Stuhl darin ist. Beim Windelwechsel sollte der Po vorsichtig und ohne starkes Rubbeln gereinigt werden. Das geht zuhause am besten mit lauwarmen Wasser, für unterwegs eignen sich Feuchttücher. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass keine Allergene enthalten sind. Es ist zusätzlich wichtig, Windeln zu verwenden, die die Feuchtigkeit gut aufnehmen und diese binden, so dass die Haut möglichst trocken bleibt. Es tut der Haut aber auch gut, wenn das Baby gelegentlich ohne Windel strampeln kann.

 Wenn trotz all dieser Maßnahmen das Problem bestehen bleibt, was soll ich dann machen? Muss ich dann auf Einwegwindeln ganz verzichten?

Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, sollte man Rat beim Kinder- oder bei einem spezialisierten Hautarzt suchen. Auf einer entzündeten Haut können sich Keime leichter ansiedeln. Besonders Infektionen mit Hefepilzen kommen im feucht-warmen Milieu unter der Windel häufig vor. Diese lassen sich mit entsprechenden Cremes gut behandeln. Die oft vermutete „Windel-Allergie“ ist dagegen sehr selten. Man muss daher in der Regel nicht auf die gewohnten Windeln verzichten.

Badespaß für Ihr Baby

Planschen, hopsen, juchzen: Das Baby geht baden

Damit der Badespaß auch dauerhaft ein Vergnügen bleibt: Die besten Tipps für Eltern. Die meisten neugeborenen Erdenbürger lieben warmes Wasser. Es erinnert sie an die Zeit in Mamas Bauch, als sie noch den ganzen Tag schwimmen konnten.  7 Tipps, die für einen perfekten Badespaß sorgen.

Babys frieren schnell

Der Raum, in dem das Baby gebadet wird, sollte auf 22 bis 26 Grad aufgeheizt werden. Zugluft ist ebenfalls ein Tabu.

Babys lieben das Gefühl der Freiheit

Badeeimer geben es ihnen. In ihnen können sie strampeln, so viel sie mögen. Sie sind ergonomisch geformt und in mancherlei Hinsicht sicherer als eine Babybadewanne. Bitte niemals einen normalen Eimer benutzen, darin kann sich das Baby leicht verletzen. Eine Babybadewanne braucht einen sicheren Untergrund. Ein stabiler Tisch bietet sich an, damit die Mutter sich nicht ständig bücken muss.

Vorbereitung ist alles

Bevor es losgeht, sollte alles bereitliegen. Eine frische Windel, saubere Kleidung, ein Waschlappen, ein Badethermometer,  eine Babybürste, Babycreme oder –öl, zwei Handtücher –eines davon auf einem Heizkörper angewärmt, um es dem Baby auf dem Wickeltisch später gemütlich zu machen. Das andere für den Moment, wenn das Baby direkt aus dem Wasser kommt.

Das perfekte Planschwasser

Die Wassertemperatur sollte zwischen 37 und 38 Grad liegen. Wer kein Badethermometer zur Hand hat, hält seinen Ellenbogen ins Wasser. Fühlt sich das weder kalt noch heiß an, ist die richtige Temperatur erreicht. Der Wasserstand in der Badewanne beträgt fünf bis zehn Zentimeter sein. Das Baby darf nicht frieren. Wenn der Oberkörper herausguckt, muss es immer wieder mit warmem Wassern beträufelt werden. Dauert das Bad länger, sollte die Temperatur immer wieder überprüft werden.

Schaumparty muss warten

Neugeborene haben noch eine sehr empfindliche Haut. Schaumbäder trockenen diese Haut aus. Deshalb sollten Babys in den ersten Monaten am besten nur mit klarem Wasser gewaschen werden. Manche Hebammen empfehlen einen Tropfen Olivenöl oder Muttermilch. Sie sei gut für die Haut. Wird das Baby älter – ab drei Monaten –, kann man ihm viel Freude mit einem Schaumbad bereiten. Aber bitte immer nur die Spezialprodukte für Babys nutzen. Schaum trocknet die Haut sonst aus. Die meisten Babys spielen ausgiebig mit dem Schaum und wollen gar nicht mehr raus aus dem Wasser. Hier gilt: Wassertemperatur überprüfen. Nach dem Baden können Sie Ihr Baby eincremen, aber auch hier gilt: Nur mit Cremes, die für Babys ausgewiesen sind.

Kopfüber ins Vergnügen?

Auf keinen Fall! Gerade die kleinen Frischlinge müssen vorsichtig ans Bad herangeführt werden, brauchen in der Wanne noch Mamas Arm unter ihrem Ärmchen und Mamas Hand unter ihrem Köpfchen. Die Füße gehen voran, dann folgt der Rest des Körpers. Das Baby darf nicht untertauchen. Das Gesicht wird mit einem nassen Waschlappen vorsichtig abgerieben oder getupft, das Haar mit Wasser gespült. Meist ist das Haar noch sehr dünn, Milchschorf kann vor dem Bad mit Babyöl eingeweicht werden und dann im Bad vorsichtig ausgekämmt und abgewaschen werden. Wird der Haarschopf mit den Monaten dichter, sollte ein Shampoo ohne Tenside und Duftstoffe extra für Babys genutzt werden. Sie sind milder als normale Erwachsenenshampoos.

Niemals allein im Wasser

Das ist die wichtigste Regel. Das Baby darf keine Sekunde aus den Augen gelassen werden. Babys können in sehr niedrigem Wasser ertrinken. Kein Telefonschellen oder Türklingeln sollte die Mutter von der Badewanne weglocken können. Bleiben Sie immer bei Ihrem Baby.

Wunder Popo: Was tun?

Babys leiden schnell unter einem wunden Popo. Wichtig ist die sorgfältige Reinigung und häufiges Windelwechseln. Bei der Reinigung auf Reinigungstücher verzichten und nur Wasser benutzen und etwas Öl für hartnäckige Stellen. Beim Trocknen nicht reiben, sondern tupfen oder kurz einen Föhn mit weitem Abstand benutzen. Eincremen mit Wundcreme für den Popo ist jetzt wichtig. Die Windeln sollten luftdurchlässig sein und sich nicht wie eine gefüllte Plastiktüte anfühlen, sobald ihr Baby uriniert hat. Probieren Sie mehrere Sorten aus.

Streicheleinheiten

Pflege mit viel Gefühl

Mit seinen Augen kann ein Baby die Umwelt nur schemenhaft und unscharf erkennen. Was es hört, ergibt noch keinen Sinn. Aber die Streicheleinheiten, die es über die Haut empfängt, erkennt das Baby als ausgesprochen angenehmen Liebesbeweis. Denn die Haut ist Babys wichtigstes Sinnesorgan und sollte deshalb mehr als pfleglich behandelt werden

Streicheleinheiten

Wenn Sie Ihr Baby immerzu in den Arm nehmen, knuddeln und streicheln möchten: Tun Sie es! Der enge Körperkontakt ist die wichtigste Basis für die Entwicklung einer intensiven Bindung zwischen Eltern und Kind. Alle anderen Sinneswahrnehmungen bilden sich erst nach und nach aus, aber über die Haut ist vom ersten Lebenstag an Babys Verbindung zur Außenwelt möglich. Da wird jede liebevolle Berührung zur Bestätigung elterlicher Liebe und Fürsorge. Und Gelegenheiten, das Baby in den Arm zu nehmen und sanft zu streicheln, gibt es gerade beim Waschen, Baden und Wickeln zum Glück genug.

Gleichzeitig ist die Haut als größtes Organ des Körpers nach der Geburt aber noch nicht voll ausgereift. Noch fehlen ihr funktionsfähige Talgdrüsen, die dicke Hornschicht und ein hauteigener Säureschutz. Das alles führt dazu, dass die Haut des Babys schnell austrocknet und Schadstoffen eine größere Angriffsfläche bietet, anfällig für Irritationen, Allergien und Infektionen ist. Für die Pflege bedeutet das: Achten Sie darauf, dass der Haut ausreichend Feuchtigkeit zugeführt und ein Austrocknen verhindert wird. Und sorgen Sie dafür, dass die Haut des Babys vor unnötigen Belastungen geschützt wird.

5 Tipps fürs Waschen, Baden, Cremen   

1 Baden oder Waschen?

Babys genießen ein warmes Wannenbad. Aber für die Körperpflege genügt die tägliche Wasche mit einem feuchten Waschlappen. Ein Wannenbad pro Woche reicht.

2 Welche Pflegeprodukte?

Wichtig für den Anfang sind ein mildes Waschgel, ein Babyöl zur Reinigung, Pflege und Massage, sowie eine Lotion, Creme oder Milch für die tägliche Hautpflege. Außerdem sollte für den Windelpopo eine Wundschutzcreme bereit liegen. Sehr praktisch sind Tücher für die Reinigung des Babypos. Wichtig ist, dass die Pflegeprodukte keine belastenden und irritierenden Stoffe enthalten (z. B. Konservierungs- und Duftstoffe).

3 Badezusätze: Ja oder Nein?

Wasser lasst die Haut aufquellen und trocknet sie aus. Gute ruckfettende und milde Badeöle oder Öl-Lotion-Bader schützen die empfindliche Babyhaut vor dem Austrocknen.

4 Wie oft soll man das Baby eincremen?

So oft wie nötig. Das heißt, nach dem Bad, der Reinigung, vor allem in der kalten Jahreszeit auch vor dem Spazierengehen. Bei trockener Haut kann das durchaus mehrmals am Tag sein.

5 Was tun, wenn der Babypo wund wird?

Dann helfen Luft und eine gute Wundschutzcreme. Wenn sich erste Rötungen zeigen, weil Urin und Kot die Windelregion gereizt haben, sollten Eltern Ihr Baby so oft und lange wie möglich nackt strampeln lassen, im Winter z. B. unter dem Heizstrahler auf dem Wickeltisch. Außerdem den Po nicht abrubbeln, sondern sanft abtupfen. Danach eine Wundschutzcreme auftragen.