2. Juni 2023

Der erste Sommer eures Babys

Ganz schön aufregend: die ersten Sonnenstrahlen, warme Temperaturen und das erste Mal draußen spielen auf dem Rasen. Viele Babys erleben dieses Jahr ihren ersten Sommer. Damit er für unsere Kleinen auch zu einem tollen Erlebnis wird, sollten wir einige Dinge beachten. 

Die wichtigste Voraussetzung, um draußen Freude zu haben, ist die passende Kleidung. Da Babys ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren können, sollten sie, auch wenn es sehr warm ist, immer genug Kleidung anhaben. Da wir trotz Wetter-App und Co. nie genau wissen, wie warm es letztendlich wirklich wird, empfehlen wir, auf den Zwiebel-Look zu setzen. Dieser besteht bei warmen Temperaturen beispielsweise aus einem ärmellosen Body, einem leichten Oberteil, einer Hose oder einem Strampler und eventuell noch aus einer dünnen Jacke. Im Freien sollte euer Baby außerdem immer einen Sonnenhut mit Nackenschutz tragen, der den Kopf vor der Sonne und Überhitzung schützt. Insgesamt sollte die Kleidung aus luftigen und atmungsaktiven Naturmaterialien wie Baumwolle oder Leinen bestehen. Verzichtet besser auf synthetische und nicht atmungsaktive Stoffe wie Polyester.

Nackenprobe anwenden

 Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob euer Baby passend angezogen ist und die richtige Körpertemperatur hat, könnt ihr die sogenannte Nackenprobe anwenden. Fühlt dazu am Nacken eures Babys, ob die Haut verschwitzt, kühl oder trocken ist. Fühlt sich die Haut warm und trocken an, ist euer Baby perfekt angezogen. Falls nicht, wechselt entsprechend ein Kleidungsstück aus. Ist euer Baby sehr warm oder sogar schwitzig, könnt ihr die Haut mit einem feuchten Waschlappen abwischen und so die Körpertemperatur senken. 

Ausreichend Flüssigkeit für die Kleinen

Babys können schneller dehydrieren als Erwachsene und sollten deshalb im Sommer immer genug zu trinken bekommen. Also wundert euch nicht, wenn euer Baby bei warmen Temperaturen häufiger durstig ist und nach eurer Brust oder der Flasche verlangt. Da die Milch zu 88 Prozent aus Wasser besteht, braucht euer Baby neben der Muttermilch oder dem Fläschchen aber keine weiteren Flüssigkeiten mehr. 

Der richtige Sonnenschutz

Die zarte Haut von Babys ist noch sehr empfindlich und kann schneller verbrennen kann. Sie benötigt daher einenspeziellen Schutz vor der Sonne. Im ersten Lebensjahr solltet ihr euer Baby am besten noch gar nicht der prallen Sonne aussetzen. Haltet euch also draußen überwiegend im Schatten mit eurem Baby auf, oder achtet darauf, dass die Spielfläche der Kleinen mit einem Sonnensegel ausgestattet ist. Verzichtet außerdem während des gesamten ersten Jahres auf Sonnencreme, um die Haut nicht unnötig zu belasten. Schützt euer Baby stattdessen ausschließlich mit dünner Kleidung vor der Sonne oder verwendet zum Beispiel UV-Schutzkleidung. 

Ab ungefähr einem Jahr, oder in Ausnahmefällen auch schon früher, könnt ihr euer Baby dann mit einer speziellen Kindersonnencreme, mit mineralischem Filter, vor der Sonne schützen. Anders als herkömmliche Sonnencremes, die meist einen chemischem Filter haben, bildet der mineralische Filter eine Schutzschicht auf der Haut, die die UV-Strahlen reflektiert, und nicht in die oberste Hautschicht eindringen lässt.

Um euer Baby bestmöglich vor der Sonne zu schützen, empfiehlt es sich auch, den Kinderwagen mit einem Sonnenschutz auszustatten. Ein spezieller Sonnenschirm oder ein Sonnensegel schützen beispielsweise nicht nur vor der Sonne, sondern auch vor UV-Strahlung und sind meist so konzipiert, dass die Luft im Wagen zirkulieren kann. 

Babys niemals im Auto lassen

Da Autos sehr schnell von innen erhitzen, solltet ihr bei heißen Temperaturen mit eurem Baby möglichst wenig Auto fahren. Lasst euer Kind außerdem niemals allein im Wagen, auch nicht für wenige Minuten. Denn der Innenraum von Autos kann sich extrem schnell erhitzen und bei direkter Sonneneinstrahlung steigt die Temperatur pro Minute etwa um ein Grad. So herrschen im Wageninneren schnell Temperaturen von über 45 Grad Celsius, die für kleine Kinder sehr kritisch sein können.

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