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Kindersitze - sicher Transportieren

Bild: shutterstock

Kinder sicher transportieren

Kindersitze geben Eltern das Gefühl, ihre Kinder sicher im Auto zu transportieren. Doch es gibt typische Fehlerquellen. Anbei die drei häufigsten.

Der Kindersitz passt nicht ins Auto

In manchen Fahrzeugen ist die Gurtgeometrie für die Verwendung von Kindersitzen nicht optimal. Wenn die oberen Gurtverankerungspunkte der Außensitze zu weit vorne liegen, kann ein Kindersitz mit der Lehne daran anstoßen. So kann es vorkommen, dass zum Beispiel Kindersitze mit Rückenlehne in der Gruppe 2/3 nicht richtig befestigt werden und die Aufrollautomatik es nicht schafft, den Fahrzeuggurt wieder zurückzuziehen, wenn ein Kindersitz eingespannt ist. Unschön: Dieser Fehler kann auch dann passieren, wenn der Kindersitz auf dem Beifahrersitz verwendet und gemäß der Empfehlung in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs der Beifahrersitz ganz nach hinten geschoben wird. Daher: Gleich beim ersten Gebrauch des Kindersitzes testen.

Falsche Gurtführung

Bei allen Babyschalen wird der Diagonalgurt um das Rückenteil der Schale geführt. Ein häufiger Fehler ist jedoch, dass die Gurte beim Einbau einer Babyschale verwechselt werden. Eine Schutzwirkung ist so nicht gegeben.
Inzwischen gibt es auch Babyschalen, die in Verbindung mit einem Basisgestell verwendet werden können. Diese Basis wird entweder mit ISOFIX  oder mit den Fahrzeuggurten befestigt. Der Ein- bzw. Ausbau wird dadurch deutlich leichter. Fehler bei der Montage, wie z.B. falsche Gurtführungen, sind nahezu ausgeschlossen. Allerdings ist für diese „Basissysteme“ noch eine fahrzeugtypische Zulassung erforderlich, und nicht für jedes Fahrzeug ist ein solches System erhältlich.

Die Kindersitzhersteller führen Fahrzeugtypenlisten, die regelmäßig erweitert und im Internet aktualisiert werden. Daher ist es ratsam, sich vor dem Kauf eines Kindersitzes bei dem jeweiligen Kindersitzhersteller direkt zu erkundigen. Bei Sitzerhöhungen kann es vorkommen, dass die Gurte nicht richtig verlaufen, zum Beispiel zu hoch am Bauch oder zu nah am Hals des Kindes. Dieser Fehler kann häufig bei Sitzkissen ohne Gurtführungen vorkommen. Eine Sitzerhöhung mit Rückenlehne minimiert das Risiko des falschen Gurtverlaufs und bietet dazu noch seitlichen Schutz und mehr Komfort, wenn das Kind einschläft.
Bei Unsicherheiten zur korrekten Befestigung: unbedingt das Fachpersonal beim Hersteller oder Händler fragen. Am besten wird direkt beim Kauf der Sitz im eigenen Auto vom Verkäufer vorgeführt und beispielhaft montiert.

Die Gurte sind nicht straff genug angezogen

Nicht nur das Kind muss sicher angegurtet werden. Wenn ein Kindersitz im Auto mit dem Fahrzeuggurt befestigt wird muss sichergestellt sein, dass der Gurt in der Führung des Kindersitzes verläuft, das Gurtschloss richtig eingerastet ist und der Gurt straff sitzt. Dafür den Sitz einfach kurz nach vorne ziehen und prüfen, ob er fest sitzt und optimalen Schutz gewährleisten kann.
Die Gurte müssen richtig an den Kindern anliegen, um sicheren Schutz zu gewährleisten. Eine Faustregel ist dabei, dass nur eine Handfläche zwischen Gurt und Körper passen darf. Ist der Gurt zu lose, verrutscht er und gibt im Falle einer Vollbremsung keinen Halt. Ebenfalls dürfen die Gurte unter keinen Umständen verdreht sein.

Quelle: ADAC