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Bild Ingo Döring / pixelio

Vorsicht, Hitzestau!

Hohe Temperaturen können Babys sehr zu schaffen machen: Sie können ihre Körpertemperatur, insbesondere die Schweißproduktion, nur unzureichend  selbst regulieren und neigen  von daher  zu Hitzestaus, weil sie oft auch zu warm angezogen sind. „Dass man bei 35 Grad Celsius das Kind nicht in der Mittagsonne im Freien liegen lassen soll, sondern Schatten aufsucht, sollte klar sein“, sagt Profesor Dr. Jens Möller, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Saarbrücken. Bei Temperaturen über 30 Grad kühlt das Baby nicht aus. Deshalb ist es  oft eine gute Lösung, den Säugling nur mit Windeln auf einer Decke im Schatten zu lagern.

Mehr trinken als sonst

Für Erwachsene und Kinder gilt: ausreichend trinken! Am besten eignen sich Wasser oder stark verdünnte Fruchtsäfte. Wenn ein Baby noch gestillt wird, wird es häufiger trinken wollen. Erst wenn das Baby Beikost erhält, sollte es zusätzlich Wasser oder ungesüßte Tees bekommen.
„Neben der größeren Gefahr des Austrocknens haben Kinder alle Probleme wie Erwachsene“, so der Mediziner. Mögliche Folgen von zu großer Hitze für den Organismus können Sonnenstich, Hitzeerschöpfung, Hitzekollaps, Hitzeschlag und Hitzekrampf sein. „Achten Sie auf Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Schläfrigkeit beim Kind. Sie können auf einen Sonnenstich deuten“, so Professor Möller.

Die schwerste Form der Hitzeerkrankungen ist der Hitzschlag, bei dem die Körpertemperatur über 40 Grad Celsius ansteigen kann. Mögliche Symptome sind Desorientierung, Kopfschmerzen und Übelkeit, schneller Puls und eine heiße, trockene Haut. Das Kind dann mit leicht erhöhtem Oberkörper lagern und den Kopf mit feuchten Umschlägen kühlen. Wenn innerhalb von zehn Minuten keine Besserung eintritt, sollte ein Arzt verständigt werden.

Mit folgenden Tipps  lässt sich die sommerliche Hitze für Kinder besser ertragen:

  • Nachts und am frühen Morgen die Wohnung beziehungsweise das Kinderzimmer gut durchlüften. Tagsüber die Räume verdunkeln.
  • Kinder stündlich zum Trinken animieren.
  • Vor der Sonne durch entsprechende Sonnenschutzprodukte, Sonnenhut und Sonnenbrille schützen.
  • Zum Schlafen reicht im Sommer ein kurzärmeliger Baumwollbody und ein dünner Schlafsack.
  • Wichtig ist auch die richtige Kleidung: Natürliche Stoffe wie Baumwolle, sind ideal, da sie die Haut genügend atmen lassen. Nackt zu strampeln ist Genuss und nicht Qual für Babys!