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21. Februar 2024

Allergien ausbremsen

Niesen, Schnupfen und Augen, die jucken – wenn die Pollen von Bäumen und Gräsern nun wieder fliegen, wehrt sich der Körper mit allerlei Beschwerden in Form von Allergien. Lästig! Laut Robert-Koch-Institut leiden knapp 15 Prozent aller Menschen in Deutschland an Heuschnupfen. Tendenz steigend. Denn hatten Allergiker früher im Winter Hatschi-Pause, fliegen die Pollen wegen des milden Klimas deutlich früher. Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die Symptome zu lindern und den Alltag angenehmer zu gestalten.

Erste Maßnahme: herausfinden gegen was man überhaupt allergisch ist. In der HNO-Praxis lassen sich problemlos ein Test machen und Maßnahmen einleiten. Die einen entscheiden sich für eine langfristige Hyposensibilisierung, bei dem das Allergen über Monate in kleinen Dosen zugeführt und der Körper langsam an die Attacke gewöhnt wird. Andere setzen auf akute Anwendungen. Am bekanntesten sind Antihistaminika. Sie blockieren den Botenstoff Histamin, der die allergischen Reaktionen auslöst. Nebenwirkungen wie Müdigkeit umgeht man am besten, indem man die Tabletten oder Tropfen vor dem Schlafen einnimmt. Als Hausmittel haben sich Nasenduschen mit Salz bewährt. Sie reinigen die Schleimhäute und stärken sie gegen den Pollen-Ansturm.

Die wirksamste Methode?

Die Vermeidung des Allergens. Das bedeutet, neben täglichem Staubsaugen (möglichst mit HEPA-Filter) und regelmäßigem Wechsel der Bettwäsche sollte man darauf achten, getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer aufzuhängen. Pollen, die man von draußen reingeschleppt hat, können sich so verbreiten und den Schlaf empfindlich stören. Ein weiterer Tipp: Fenster und Türen geschlossen halten, damit nichts hineingeflogen kommt. Wem es zu stickig wird, hilft sich mit speziellen Pollenfluggittern. Sie ermöglichen einen frischen Durchzug ohne Nies-Alarm.

Wer dennoch bei Sonnenwetter nicht in den eigenen vier Wänden sitzen bleiben will, ist gut damit beraten, auf dem Pollenflugkalender die Saison der schädlichen Blüten- oder Gräserstaub zu prüfen – und sich entsprechend wappnen. Mit wenigen Utensilien kann man sich bei Outdoor-Aktivitäten gegen die Allergene schützen. Eine Sonnenbrille kann das Eindringen der Pollen in die Augen vermindern, eine spezielle Nasensalbe verhindert das Andocken des Blütenstaubes an der Nasenschleimhaut. Besonders reizarm ist ein Spaziergang nach dem Regen. Da ist die Luft quasi reingewaschen. Eine Wohltat für Allergiker.
Text: medicalpress

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