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5. März 2024

Hilfe bei Fieber

Fieber ist eine natürliche Reaktion des Körpers. Babys und Kinder haben häufiger eine erhöhte Temperatur oder Fieber. Wie du deinem Liebling helfen kannst und wann es sinnvoll ist, das Fieber kinderärztlich abklären zu lassen. 

Das Fieberthermometer steigt auf über 38 Grad. Jona ist müde und abgeschlagen. „Jona hat häufiger Fieber, das wieder von selbst verschwindet. Doch wenn sich sein Allgemeinbefinden verschlechtert oder andere Symptome hinzukommen, wende ich mich sofort an meinen Kinderarzt“, sagt die Mutter des Zweijährigen. Bei Babys und Kindern ist es nicht ungewöhnlich, dass sich die Körpertemperatur bereits bei recht harmlosen Infekten erhöht. Typisch sind unter anderem grippale Infekte, Mittelohrentzündungen oder Magen-Darm-Infekte. Aber auch eine erhöhte körperliche Aktivität kann dem Anstieg der Temperatur zugrunde liegen. Fiebert ein Kind, versucht der Körper im Prinzip, sich selbst zu helfen. Bei erhöhten Temperaturen können sich Viren und Bakterien nämlich schlechter vermehren. In vielen Fällen reicht es aus, das Kind richtig zu umsorgen und gegebenenfalls das Fieber zu senken und abzuwarten. 

Vorsicht bei Neugeborenen!

Auf der anderen Seite ist Fieber einer der häufigsten Gründe dafür, dass Eltern mit ihrem Kind eine Arztpraxis oder eine Notfallambulanz aufsuchen. Bei Neugeborenen und jungen Babys kann es sein, dass die Fähigkeit des Körpers, mit Fieber zu reagieren, noch nicht voll ausgeprägt ist. In diesem Fall ist es möglich, dass auch bei einer normalen oder leicht erhöhten Temperatur eine schwere Infektion vorliegt. Daher wird bei Säuglingen in den ersten Lebenswochen schon ab einer Temperatur ab 38 Grad Celsius von Fieber gesprochen. Fiebernde Kinder wirken oft müde oder sind unruhig. Manchmal verweigern sie Nahrung und wollen nicht trinken. Das Gesicht kann heiß und gerötet sein. Und auch die Augen wirken erschöpft und fiebrig. Dann ist es wichtig, dem Kind Zuneigung zu schenken. Lebenswichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, damit der Körper nicht austrocknet. Wird das Kind noch gestillt, sollte es nun öfter angelegt werden, um den Mehrbedarf an Flüssigkeit durch die Muttermilch zu decken. Trinkt das Kind schon selbstständig, wird ihm etwa jede halbe Stunde Wasser oder ein milder und nicht zu heißer Tee angeboten. 

Das Fieber senken

Die Speisen sollten leicht verdaulich sein, da fiebernde Kinder häufig wenig Appetit haben. Jetzt ist Bettruhe angesagt. Kontrolliere die Temperatur regelmäßig und schreibe die gemessenen Werte am besten als Fieberkurve auf. Falls ein Besuch beim Kinderarzt nötig wird, können die Notizen helfen. Viele Kinder wollen, sobald das Fieber gesunken ist, wieder aufstehen, spielen und vielleicht auch toben. Achte darauf, dass sich dein Kind nicht überfordert und ausreichend zur Ruhe kommt. Eine einfache Maßnahme gegen Fieber ist neben Wadenwickeln auch ein feuchter, lauwarmer Waschlappen auf der Stirn. Bettwäsche, Handtücher und der Waschlappen sollten häufig gewechselt werden. Zu den fiebersenkenden Medikamenten gehören Paracetamol oder Ibuprofen, das Kindern meist in Form von Zäpfchen oder als Saft gegeben wird. Die genaue Dosierung sollte mit dem Kinderarzt abgesprochen werden. 

Normale Temperatur: 36,5 bis 37,5 Grad Celsius 

Die Temperatur kann über den Tag schwanken und am Abend ein halbes Grad Celsius höher liegen als morgens. 

Erhöhte Temperatur: 37,6 bis 38,4 Grad Celsius 

Ärztlichen Rat einholen bei Babys bis etwa drei Monate und mit einer Körpertemperatur
ab 38 Grad Celsius sowie bei Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen oder Krämpfen. 

Fieber: ab 38,5 Grad Celsius (in den ersten Lebenswochen schon ab 38 Grad Celsius) 

Ärztlichen Rat einholen bei sehr jungen Babys oder wenn zusätzliche Krankheitszeichen auftreten. Oder wenn das Fieber bei Kindern unter zwei Jahren länger als einen Tag und bei Kindern ab zwei Jahren länger als zwei bis drei Tage anhält. Oder wenn das Fieber schubweise oder wiederholt auftritt. 

Hohes Fieber: ab 39 Grad 

Ärztlichen Rat einholen! Besonders, wenn das Fieber trotz fiebersenkender Maßnahmen nicht sinkt oder Fieberkrämpfe auftreten oder wenn das Kind nicht mehr ausreichend trinkt. 

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