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10. Januar 2024

Sprechen lernen

Das erste „Mama“ oder „Papa“ aus dem Mund des eigenen Kindes – kaum ein Moment macht Eltern mehr stolz und erfüllt sie mit größerer Freude. Das Sprechen lernen ist ein hochkomplexer Vorgang, den Kinder ganz intuitiv meistern. Die Rolle der Bezugspersonen ist dabei sehr wichtig.

Kommt ein Baby zur Welt, hat es schon viel an Sprache mitbekommen. Im Mutterleib hört es die Stimmen seiner Mama und die von Personen, mit denen sie spricht. Also kennt das Kind, wenn es geboren wird, in der Regel auch schon die Stimmen von Papa und anderen Familienmitgliedern oder engen Freunden – und deren Sprachmelodie. Im Verlauf der ersten Monate saugen die Kleinen Informationen auf wie ein Schwamm, auch Wörter. Schon bald versuchen sie, das Gehörte nachzuahmen. Mit etwa drei bis sechs Monaten fangen sie an zu lallen und erste Silben zu bilden. Mit einem halben Jahr wird das Gebrabbel dann schon konkreter, es kommen Doppelsilben aus dem Mund und es versteht auch schon einzelne Wörter, etwa den eigenen Namen. Die Sprachentwicklung geht rasant weiter, so dass die meisten Kinder mit etwa einem Jahr erste leichte Wörter von sich geben und erste Dinge benennen können, zum Beispiel das ersehnte „Mama“ oder „Papa“. Mit anderthalb Jahren können die meisten Kinder etwas 50 Wörter sprechen, mit zwei Jahren 200. Aber keine Sorge, wenn sich euer Sprössling Zeit lässt. Wie in allen anderen Bereichen hat jedes Kind sein eigenes Tempo.

So fördert ihr das Sprechen

So banal es klingt: Am besten unterstützt ihr euer Kind beim Spracherwerb, indem ihr euch viel mit ihm beschäftigt und viel mit ihm redet. Augenkontakt ist dabei sehr wichtig: Euer Kleines beobachtet eure Lippen genau, wenn ihr mit ihm redet. Am Anfang darf es übrigens gern eine hohe Stimmlage mit vereinfachten Wörtern („Wauwau“) sein, doch nach und nach solltet ihr dazu übergehen, normale Sprache mit eurem Kind zu sprechen. So lernt es die richtigen Begriffe. Spricht euer Kind Wörter falsch aus – was natürlich ganz normal ist -, solltet ihr es zwar korrigieren, aber auf die charmante Art: Wiederholt einfach das Gesagte und sprecht es dabei richtig aus. So lernt euer Kind den Unterschied, hat aber nicht das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Tipp: Vorlesen fördert das Sprechenlernen ganz besonders und sollte nicht durch alleinige Abspielen von Hörspielen & Co. ersetzt werden.

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